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  1. AW: Trekking Alaska

    #41
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Würdet ihr euer aufgebautes Zelt tagsüber stehen lassen, wenn ihr mit wenig Gepäck auf einen Berg steigen wollt, um die Aussiecht zu genießen und ein paar Fotos zu machen? ...
    Ich möchte natürlich nicht "nach Hause" kommen und mein Zelt in Streifen wiederfinden, weil so ein Bärchen einfach nur mal gucken wollte.
    Bilder sagen mehr als tausend Worte
    http://youtu.be/-y2VRsadZU4
    http://youtu.be/CARM1-ZQYb4

    Gruß Michael
    Geändert von Spartaner (05.02.2014 um 19:38 Uhr)

  2. Fuchs
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    AW: Trekking Alaska

    #42
    Aha.
    Zwischen-Fazit:
    Ob ich tagsüber auf einen Berg steige und das Zelt alleine lasse, oder ob ich daneben stehe und Lärm mache -
    ist egal.

    Gibt es etwas, was Bären gar nicht mögen? Vielleicht Spinat mit Couscous, Nudeln mit Tomatensoße, Sauerkraut oder so, womit ich mich gefahrlos ernähren könnte? Wo sich ein Bär denkt: Igitt!
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  3. AW: Trekking Alaska

    #43
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Wenn du sagst, es ist wichtig bei einem "Bärenproblem" Schwarz- und Braunbären/Grizzlies zu unterscheiden - wie mache ich das denn, wenn es nicht anhand der Farbe geht, und nach Größe wahrscheinlich auch nicht, denn es wird kleine Große und große Kleine geben.
    Und wenn ich sie unterschieden habe - was ist bei welchem Petz geraten?
    Hallo Sylvia,

    erst einmal http://www.travelworldonline.de/baer...l#unterschiede
    Braunbären/Grizzlies und Schwarzbären haben außerdem eine unterschiedliche Kopfform, die sich sowohl von vorne als auch von der Seite unterscheidet. Der Grizzly hat einen breiteren Kopf und von der Seite eine ausgeprägtere Schnauze. Beim Schwarzbär ist die Stirn flacher, so dass die Silhouette von Schnauze bis Stirn eher einer fast geraden Linie gleicht. Da musst Du mal nach Bildern suchen. Dann wird es klarer.
    Außerdem hat der Schwarzbär kürzere Hinterbeine, so dass die gesamte Körperform von der Seite anders aussieht. Hat der Bär hinter dem Kopf einen Buckel, ist es ein Grizzly. Hat er keinen Buckel, ist es ein Schwarzbär (oder ein junger Grizzly).

    Beide Bärenarten mögen es nicht, überrascht zu werden. Weglaufen ist bei beiden verkehrt. Das löst einen Jagdtrieb aus und die Viecher sind so schnell wie ein Pferd. Langsam rückwärts entfernen, den Bären evtl. mit ruhiger Stimme ansprechen und langsam seitlich mit den Armen schwenken ist schon einmal gut. Damit erkennt der Bär schon einmal, dass er kein typisches Beutetier vor sich hat. Günstig ist noch, wenn man beim langsamen Rückzug noch eine kleine psychologische Barriere zwischen sich und den Bären bringt. Das kann z.B. ein Bachlauf oder ein umgestürzter Baum sein.

    Greift ein Bär tatsächlich einmal an (was sehr selten ist), kann man mit einer beherzten Gegenwehr einen Schwarzbären vertreiben. Am besten geht es natürlich mit einem stabilen Ast, aber notfalls auch mit der Faust. Man sollte versuchen, die Nasenspitze zu treffen. Totstellen kann fatal sein, weil der Bär einen dann wahrscheinlich als Beute betrachtet.

    Bei einem ausgewachsenen Grizzly ist eine Gegenwehr im Normalfall aussichtslos. Ich habe mal neben einem ausgestopften Exemplar gestanden, dem ich gerade bis zum "Ellbogen" ging. Das Tier war über 3 Meter hoch. Die Krallen können 10 cm lang sein. Wenn der einem die Tatze über den Körper zieht, ist man wahrscheinlich nach einem Hieb hinüber. Da hilft wirklich nur Umfallen, zusammenkrümmen, Kopf anziehen, die Hände schützend um den Nacken legen und dabei die Arme seitlich an den Kopf klappen und hoffen. Wenn sich der Bär nur belästigt gefühlt hat und man sich totstellt, verliert ein Grizzly normalerweise schnell das Interesse.

    Als ich damals in Alaska war, gab es im ganzen Jahr 2 Todesfälle durch Bären. In Frankfurt gab es im gleichen Jahr 6 Todesfälle durch Hunde. Das hat für mich die Gefahr ein wenig relativiert.

    Gruß
    Wolfgang

  4. AW: Trekking Alaska

    #44
    ... in den beiden von Michael verlinkten Videos erkennt man gut den Buckel eines Grizzlies.
    Hier ist mal gut die Kopfform eines Schwarzbären zu sehen:
    http://www.youtube.com/watch?v=RB9uzMjiYSQ

  5. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: Trekking Alaska

    #45
    Zwischenstand:

    Mit eurer Hilfe und euren Tipps habe ich nun fast alles in trockenen Tüchern.
    Flüge, Unterkünfte in Anchorage, Karten, ...
    Der REI bietet sogar den passenden Spiritus für meinen Trangia an.

    Nun habe ich aber noch zwei Probleme.
    Vielleicht könnt ihr mir bei der Lösung noch helfen?


    Problem 1:
    Wie bekomme ich Kocher und Spiritus zum Brooks Falls Camp?
    Mein Plan bis gestern:
    Trangia zerlegen, Brenner offen ohne Deckel und natürlich perfekt ausgespült im Hauptgepäck verteilen. (Danke hier auch für die Tipps und Erfahrungen aus dem älteren Thread "Fliegende Kocher"!)
    In Anchorage Spiritus kaufen.
    Mit der kleinen Buschmaschine und dem Wasserflugzeug zu den Falls fliegen.

    Soweit, sogut.
    Ich habe mich aber in dem Buschflieger geirrt. Denn die Maschine von Anchorage nach King Salmon scheint durchaus eine größere Passagiermaschine zu sein.
    Und der Betreiber PenAir sagt ganz klar in seinen Beförderungsbedingungen:
    Camping stove: NO
    Und auch weder hochprozentiger Alkohol noch flüssige Brennstoffe.

    Es scheint auch ein richtiges Eincheck-Gepäckaufgabe-etc.-Ritual wie bei einem ganz normalen Inland-Flug zu geben, denn man soll wie bei den Großen 90 Min. vor Abflug zum Einchecken am Schalter sein.

    Den Kocher könnte ich ja evtl. verheimlichen, nicht aber 1-2 Liter Spiritus.

    Ja, was denn jetzt!?

    Am Brooks Falls Camp sollen laut Prospekt einflammige Gaskocher vermietet werden. Ich könnte mir im schlimmsten Fall hoffentlich einen leihen.
    Aber: Ich mag keine Gaskocher. Stehen schlecht, windanfällig, ewig schleppt man die Kartuschen mit sich herum. (Bitte jetzt keine Kocher-Diskussion!)
    Ich will für 11 Nächte dort sein. Davon einige an den Falls zur Bärenbeobachtung und einige auf Trekkingtour im Valley Of Ten Thousend Smokes. Ob ich auch für meine Touren außerhalb des Camps den Gaskocher überhaupt leihen kann muss ich noch herausfinden.

    Ist von euch schon einmal jemand auf Katmai gewesen und hat dort seinen eigenen Kocher genutzt?
    Kennt jemand eine Möglichkeit, dennoch den eigenen Kocher samt Brennstoff dorthin zu bekommen? (Schiffsverbindung? Postversand? Besondere Verpackung für das Flugzeug?)
    Nicht falsch verstehen: Ich will nicht heimlich und unter Gefährdung des Flugbetriebes den Spiritus einschmuggeln sondern suche einen legalen Weg.



    Problem 2:
    Auch auf Katmai.
    Für die letzten Nächte dort konnte ich einen Stellplatz für mein Zelt im Camp reservieren (Zeltareal umgeben von einem Elektrozaun).
    Die ersten Nächte muss ich außerhalb wild zelten. Das ist erlaubt in gewissem Abstand zum Camp.
    Dennoch ist dort mit hohem Bären-Verkehr zu rechnen.

    Nun brauche ich eure Erfahrungen:
    Lasse ich das Zelt dort tagsüber einfach stehen oder sollte ich es täglich abbauen und das gesamte Gepäck mit mir herumtragen? (Trekking-Gepäck + größere Foto-Ausrüstung, die zum Wandern später eingelagert wird.)
    Sollte ich einen Elektro-Zaun drumherum installieren? (Hab ich - noch - nicht.)
    Lebensmittel kommen natürlich in einen "bärensicheren" Container abseits vom Zelt.

    Hat das jemand von euch schon einmal gemacht und kann mit Rat geben?


    Noch eine Frage:
    War jemand von euch schon zum Trekking im Valley Of Ten Thousend Smokes? Also nocht nur die Tages-Bustour zum Aussichtspunkt sondern zum USGS Research Camp und von dort ein bisschen in die Gegend.


    Vielen Dank für alle eure Tipps, Erfahrungen, Ratschläge, Links und Rechts,
    Sylvia
    Geändert von Meer Berge (04.03.2014 um 18:08 Uhr)
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  6. AW: Trekking Alaska

    #46
    Hi Sylvia,
    zu 1. kann ich Dir nen Titanhobo "Honeystove" anbieten. Gewicht je nach dem wie Du ihn zusammenbaust 180gr (muss ich aber nochmal gegenprüfen). Er benötigt soviel Platz wie eine Geldbörse, ist aber flacher.

    Ich finde ihn ein akzeptables Backup!


    Zu 2. kann ich versuchen Deine Frage an Gabriel/aka Libertist weiterleiten. Er treibt sich gerade in Patagonien rum.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  7. Fuchs
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    AW: Trekking Alaska

    #47
    Vielen Dank, Markus!

    Dein Angebot ist wirklich sehr nett. Nur gibt es dummerweise dort oben im Valley OTTS überhaupt gar kein Holz ... Nur Vulkanasche.

    Dass Gabriel gerade irgendwo weit weg unterwegs ist habe ich mir schon gedacht. Patagonien! Schön! Muss ich auch mal hin!

    Liebe Grüße,
    Sylvia
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  8. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Trekking Alaska

    #48
    Bezüglich des Spiritus- und vor allem des Kocherverbots: das kommt mir etwas komisch vor. Hast Du den Flugbetreiber mal angerufen? Würde ich mal machen, bzw. die Homepage mit dem Begriff "hazardous goods", "hazardous goods declaration" durchsuchen. Transport von Jagdwaffen, Brennstoffen etc. ist doch für diese Linien Tagesgeschäft.

    Die hazardous goods declaration ist ein offizielles Formular, hat also nichts damit zu tun, dass die Betreiber irgend etwas erlauben könnte nach eigenem Gutdünken, und die zulässige Brennstoffmenge (auf Passagier-Linienflügen!) ist fünf Liter, zumindest wurde mir das von zwei operators unabhängig voneinander so mitgeteilt.

    Kann aber vielleicht auch vom Flugzeugtyp abhängig sein (Gefahrgut muss separat eingecheckt werden und wird in bestimmten Stauräume, Tragfäche oder so, verstaut, frage mich nicht nach den Details, entsprechende Stauräume müssen also baulich vorhanden sein.)

    Alternativ die Fluglinie anrufen und nach Transportflügen fragen, wenn Du Glück hast und sie regelmäßige Transportflüge nach Fahrplan machen, kannst Du den Spiritus separat verschicken.
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
    Das Leben ist reine Gewohnheit
    (Anna Achmatowa)

  9. AW: Trekking Alaska

    #49
    Zitat Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    Bezüglich des Spiritus- und vor allem des Kocherverbots: das kommt mir etwas komisch vor. Hast Du den Flugbetreiber mal angerufen? Würde ich mal machen, bzw. die Homepage mit dem Begriff "hazardous goods", "hazardous goods declaration" durchsuchen. Transport von Jagdwaffen, Brennstoffen etc. ist doch für diese Linien Tagesgeschäft.

    Die hazardous goods declaration ist ein offizielles Formular, hat also nichts damit zu tun, dass die Betreiber irgend etwas erlauben könnte nach eigenem Gutdünken, und die zulässige Brennstoffmenge (auf Passagier-Linienflügen!) ist fünf Liter, zumindest wurde mir das von zwei operators unabhängig voneinander so mitgeteilt.
    ... es würde mich wundern, wenn der Betreiber nicht selbst entscheiden dürfte, was an Bord darf und was nicht.
    Meine Erfahrung ist schon fast 20 Jahre her und daher nicht mehr Stand der Dinge, aber als ich damals aus den Northwest Territories nach Süden geflogen bin, hat man sogar meine leere und zwei Tage ausgelüftete Brennstoffflasche moniert. Nach nochmaligem Ausspülen mit Wasser hat man dann ein Auge zugedrückt. Direkt vor mir bei der Gepäckkontrolle war dann jemand, der sein Jagdgewehr als Handgepäck mit an Bord nehmen durfte. Als er auf die Frage, ob das Gewehr entladen sei, als Bestätigung die Patronen aus der Jackentasche vorzeigte, durfte er an Bord - mit Gewehr und Patronen im Handgepäck. Zwei weitere Kerle mit Gewehren waren noch in der kleinen Maschine, aber die Brennstoffflasche hat die ziemlich beschäftigt.

    Gruß
    Wolfgang

  10. Fuchs

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    AW: Trekking Alaska

    #50
    Hm, das Tal ist mir auch irgendwann mal aufgefallen. Problem 2 ist echt spannend.
    Ich würde mir da sagen: sie sind am Lachs interessiert. Also stehen lassen. Vorher ein paar Lagerfeuerabende in Zeltnähe find ich etwas beruhigend – also wenn was oder ne ganze Menge nach Rauch riecht. Und ich nehme mal an, man bekommt Tipps, wo man sich nicht hinstellen soll. Oder wo man sich hinstellen soll.

    Es schadet auch nicht, in den Vorgarten zu pinkeln oder so – noch nicht probiert, hab ich mal gelesen. Revier markieren sozusagen. Getragenes T-Shirt in der Apsis.

    Essen für 10 Tage passt bei mir nicht in einen üblichen Bärencontainer – wenn man das vorher mit großem Ehrgeiz gezielt auswählt, mag das irgendwie klappen. Trotzdem, da würde ich, solange man in der Nähe ist, die Schränke am Campingplatz nutzen – und da auch gleich kochen. Und wenn das offiziell nicht geht, jemanden fragen, der da einen nutzt, ob noch Platz ist.
    Bärenspray darf vermutlich auch nicht in den Flieger. Manchmal gibt es da Varianten, aber an sich … und gegen Gaskocher ist weiter nichts einzuwenden.

    Edit:
    1. Bären fotografieren an den Brooks Falls (1 Woche)
    Bären sind toll, aber ist das nicht bisschen lang? Man kennt die Bilder ja so schon
    Sonst schreiben die:
    Most people in this situation hike along the Valley of Ten Thousand Smokes Road to find a suitable campsite. Others choose to hike up Dumpling Mountain.
    Da werden vermutlich noch andere sein.
    Geändert von Katun (04.03.2014 um 23:12 Uhr)

  11. AW: Trekking Alaska

    #51
    Zitat Zitat von Katun Beitrag anzeigen
    Es schadet auch nicht, in den Vorgarten zu pinkeln oder so – noch nicht probiert, hab ich mal gelesen. Revier markieren sozusagen. Getragenes T-Shirt in der Apsis.
    ... zumindest das mit einem ordentlich verschwitzten Hemd vor dem Zelt habe ich von Waldarbeitern und Trappern auch schon gehört.

    Gruß
    Wolfgang

  12. Gerne im Forum
    Avatar von alptraum
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    AW: Trekking Alaska

    #52
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Problem 1:
    Wie bekomme ich Kocher und Spiritus zum Brooks Falls Camp?
    Mein Plan bis gestern:
    Trangia zerlegen, Brenner offen ohne Deckel und natürlich perfekt ausgespült im Hauptgepäck verteilen. (Danke hier auch für die Tipps und Erfahrungen aus dem älteren Thread "Fliegende Kocher"!)
    In Anchorage Spiritus kaufen.
    Mit der kleinen Buschmaschine und dem Wasserflugzeug zu den Falls fliegen.

    Soweit, sogut.
    Ich habe mich aber in dem Buschflieger geirrt. Denn die Maschine von Anchorage nach King Salmon scheint durchaus eine größere Passagiermaschine zu sein.
    Und der Betreiber PenAir sagt ganz klar in seinen Beförderungsbedingungen:
    Camping stove: NO
    Und auch weder hochprozentiger Alkohol noch flüssige Brennstoffe.

    Es scheint auch ein richtiges Eincheck-Gepäckaufgabe-etc.-Ritual wie bei einem ganz normalen Inland-Flug zu geben, denn man soll wie bei den Großen 90 Min. vor Abflug zum Einchecken am Schalter sein.

    Den Kocher könnte ich ja evtl. verheimlichen, nicht aber 1-2 Liter Spiritus.

    Ja, was denn jetzt!?

    Am Brooks Falls Camp sollen laut Prospekt einflammige Gaskocher vermietet werden. Ich könnte mir im schlimmsten Fall hoffentlich einen leihen.
    Aber: Ich mag keine Gaskocher. Stehen schlecht, windanfällig, ewig schleppt man die Kartuschen mit sich herum. (Bitte jetzt keine Kocher-Diskussion!)
    Ich will für 11 Nächte dort sein. Davon einige an den Falls zur Bärenbeobachtung und einige auf Trekkingtour im Valley Of Ten Thousend Smokes. Ob ich auch für meine Touren außerhalb des Camps den Gaskocher überhaupt leihen kann muss ich noch herausfinden.

    Ist von euch schon einmal jemand auf Katmai gewesen und hat dort seinen eigenen Kocher genutzt?
    Kennt jemand eine Möglichkeit, dennoch den eigenen Kocher samt Brennstoff dorthin zu bekommen? (Schiffsverbindung? Postversand? Besondere Verpackung für das Flugzeug?)
    Nicht falsch verstehen: Ich will nicht heimlich und unter Gefährdung des Flugbetriebes den Spiritus einschmuggeln sondern suche einen legalen Weg.
    Hallo Sylvia,

    Spiritus fällt unter Hazmat bzw. dangerous goods und darf im kommerziellen Flugbetrieb grundsätzlich nicht als carry on baggage oder checked baggage befördert werden. Hazmat darf aber unter bestimmten Bedingungen als Fracht (Cargo) befördert werden. Dafür braucht ein unter FAA Part 121 bzw. Part 135 operierendes Unternehmen ein FAA genehmigtes Hazmat Trainingsprogramm.
    Siehe dazu:

    http://www.faa.gov/about/office_org/...ograms/hazmat/

    Nach folgender Angabe darf Penair Hazmat als Cargo befördern:

    http://transportation-services.findt...1135983/Penair

    Kontaktadresse ist:

    denap@penair.com

    Schreib mal hin und erwähne auch gleich den Pfefferspray.

  13. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: Trekking Alaska

    #53
    Ich danke euch allen wieder einmal für eure Tipps, Links und Ideen!

    Die Info, dass die Wildcamper üblicherweise an der Straße zum VOTTS nach Stellplätzen suchen oder Richtung Dumpling Mt. gehen, habe ich mittlerweile von dort auch bekommen.
    Katun, woher hast du die Info? Von einer Web-Seite oder hast du dort auch mal angefragt?

    Den Tipp mit der verschwitzen Kleidung und der Reviermarkierung kannte ich noch nicht. Das werde ich ausprobieren!

    Neiiiiin, eine Woche ist auf keinen Fall zu lang!
    Natürlich ist das alles schon fotografiert - aber eben noch nicht von mir
    Und wenn ich davon ausgehe, dass vielleicht die Hälfte der Zeit das Wetter nicht so fotogen ist und in der Hauptsaison z.T. die Zugangszeiten zu den Plattformen auf 1 Std. beschränkt werden, zudem die beste Fotozeit am späten Nachmittag sein soll - bleibt zum tatsächlichen Fotografieren vielleicht gar nicht soooo viel Zeit.

    Nebenbei will ich dann ein bisschen die Gegend erkunden, sofern das dort möglich ist. Auf den Dumpling Mt. will ich natürlich. Evtl. etwas an der Küste entlang, sofern Bären und Terrain das zulassen (Strand vs. Bushwhacking ...)

    Die Fluggesellschaft PenAir hatte ich die Tage schon angeschrieben, habe aber noch keine Antwort bekommen.
    Ob die das noch ausdiskutieren?
    alptraum, du kennst dich da richtig aus, ja? Bist du vom Fach?


    Ich halte euch auf dem Laufenden, wie sich die Geschichte entwickelt.

    Viele Grüße,
    Sylvia
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  14. AW: Trekking Alaska

    #54
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Dein Angebot ist wirklich sehr nett. Nur gibt es dummerweise dort oben im Valley OTTS überhaupt gar kein Holz ... Nur Vulkanasche.
    Ich habe mir die Gegend via Google Earth angeschaut. Und auch die Bilder darin geöffnet. Ich kenne jetzt Deine Route nicht genau, aber für mich sieht es so aus, dass es dort Bewuchs gibt. Ein paar dürre Zweige oder Tannenzapfen reichen für ein Feuer.

    Alternativ bringe ich mal wieder einen Multifuelkocher ins Spiel. Am Zielort kommst Du vielleicht leichter an Diesel, Kerosin oder Benzin ran?

    Zitat Zitat von Katun Beitrag anzeigen
    Es schadet auch nicht, in den Vorgarten zu pinkeln oder so – noch nicht probiert, hab ich mal gelesen. Revier markieren sozusagen. Getragenes T-Shirt in der Apsis.
    Ob das nicht eher die Bären mit ihrem sehr feinen Geruchssinn anlockt, weil sie meinen darüber markieren zu müssen?


    Zitat Zitat von BikeAfrica Beitrag anzeigen
    ... zumindest das mit einem ordentlich verschwitzten Hemd vor dem Zelt habe ich von Waldarbeitern und Trappern auch schon gehört.
    Aus Jägersicht gebe ich folgendes zu bedenken: (Hervorhebung durch mich!) Diese Leute sind meistens bewaffnet und die Bären bringen dadurch den menschlichen Geruch mit unangenehmen Assoziationen in Verbindung.

    Ich vermute mal, dass die Bären im Katmai / Brook Falls / Valley OTTS Gebiet nicht unbedingt bejagt werden. Vielleicht könnten Sie dann dadurch auch erst recht wieder angelockt werden. Andererseits gibt es ja dort auch Reisende die schwitzen und die Bären möglicherweise derartige menschliche Gerüche gewohnt sind.

    Ich würde mich danach richten, was die Einheimischen vor Ort empfehlen.
    Geändert von Markus K. (06.03.2014 um 15:39 Uhr)
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  15. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: Trekking Alaska

    #55
    Hallo Markus!

    Wie schön, es bleibt weiter spannend, es gibt immer noch viel zu entdecken und auszuprobieren.
    Das ist richtig, die Einheimischen sind immer die beste Informationsquelle!

    Die Gegend, in der ich da oben im Valley herumlaufe, sieht ungefähr so aus, denke ich: Flickr-Bild.

    Die meisten Bilder, die dort gemacht sind, sind vom Buswendeplatz am Ende der Straße aufgenommen.
    Auf Google Earth kann man (glaube ich) die USGS Reserch Hut finden. Von da aus will ich ein paar Touren machen. Da ist weit und breit nur Vulkanasche und Lava oder Gletscher, wie es aussieht.
    Auf Pflanzenteile würde ich da lieber nicht setzen.

    Wenn ich das von den Rangern richtig verstanden habe, gibt es im Camp nur white gas/propan.

    Ich habe nochmal einige Stellen angemailt. Mal sehen, wie sich die Sache entwickelt. Ich habe die Hoffnung noch längst nicht aufgegeben dort mit meinem Trangia zu kochen


    Viele Grüße,
    Sylvia
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  16. AW: Trekking Alaska

    #56
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Zwischenstand:


    Problem 1:
    Wie bekomme ich Kocher und Spiritus zum Brooks Falls Camp?
    Mein Plan bis gestern:
    Trangia zerlegen, Brenner offen ohne Deckel und natürlich perfekt ausgespült im Hauptgepäck verteilen. (Danke hier auch für die Tipps und Erfahrungen aus dem älteren Thread "Fliegende Kocher"!)
    Trangia einfach ausbrennen lassen, dann riecht er in der Regel nicht mehr, oder zusätzlich mit Wasser spülen, dann dauert es halt bissl bis er beim nächsten mal zündet.

    Das größere Problem wird sein Spiritus zu finden, hat mich in BC ungefähr 1 Woche gekostet.

    Fondue Fuel ist das dort (ch habs im Wiki ergänzt.). evtl. ist es in Alaska wieder ganz anders.

    i

  17. Gerne im Forum
    Avatar von alptraum
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    AW: Trekking Alaska

    #57
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    alptraum, du kennst dich da richtig aus, ja? Bist du vom Fach?
    ...ja, vom Fach!
    Ob ich mich in dieser Sache aber richtig auskenne sollen besser Andere beurteilen.

    Grüsse

  18. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Trekking Alaska

    #58
    Ein bißchen komplexer (und weniger restriktiv) als Du das hier darstellst, scheint es aber doch zu sein.

    Ich habe, etwas verunsichert durch deine Ausführungen, gerade noch mal mit der Airline telefoniert, mit der ich nächste Woche von Fairbanks aus in die Pampa zu fliegen gedenke (Passagier-Linienflug). Ergebnis: Ich werde 5 l white gas dabei haben, als hazmat deklariert und separat vom normalen Gepäck verpackt und aufgegeben. Nullo problemo, ich möge bitte wegen des Papierkrams (hazmat declaration) ein Extra-Viertelstündchen eher kommen, das ist alles.

    Die Dame am anderen Ende der Leitung hat einen dicken Nomenklaturenkatalog für mich gewälzt. Gaskartuschen werden restriktiver gehandhabt als Benzin oder Petroleum, nach Spiritus habe ich nicht gefagt.

    Keine Lösung für Meer Berge, wenn eine Fluglinie das anders handhabt (oder handhaben muss, weil sie vielleicht bestimmte Lizenzen nicht hat) ist das halt so. Wollte nur das "Hazmat ist grundsätzlich nicht erlaubt" richtig stellen.
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  19. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: Trekking Alaska

    #59
    You will not be able to bring the Denatured Alcohol on any flights. It is illegal to transport fuel on passenger aircraft.
    Diese Antwort habe ich gerade von Katmailand erhalten, bei denen ich die Flüge von Anchorage über King Salmon nach Brooks Falls Camp gebucht habe ...

    Von PenAir, der Fluggesellschaft bis King Salmon, habe ich weiterhin keine Antwort bekommen.
    Auf ihren Seiten jedoch ist aber sowohl so hochprozentiger Alkohol als auch ein Kocher oder Brennstoff verboten.
    Nach der Möglichkeit einer HazMat-Deklaration habe ich gefragt oder nach Cargo Flight - wie gesagt: ohne Antwort.

    Am Ende werde ich dort doch wohl einen Gaskocher leihen müssen und Kartuschen im Camp kaufen.
    Der Trangia muss dann eben in Anchorage irgendwo warten und anschließend mit in die Berge kommen.

    Sarekmaniac, mit welcher Gesellschaft fliegst du, dass das da so viel einfacher läuft?
    Du bist gerade in Fairbanks? In welche "Pampa" fliegst du dann weiter - rein aus Neugierde

    Viele Grüße,
    Sylvia
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  20. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Trekking Alaska

    #60
    Der Betreiber ist Wright Air Services in Fairbanks, der Flug geht nach Anaktuvuk Pass, die Pampa beginnt südlich davon (Brooks Range).

    Noch bin ich zuhaus.

    5 liters of camp fuel is the maximum allowed to ride with passangers, coleman brand should be good long as it has a secure cap but do let us know as HAZMAT paperwork is required.
    Vielleich ist Fairbanks ja ein rechtsfreier Raum.
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    (Anna Achmatowa)

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