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  1. Fuchs
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    [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #1
    Mitreisende: Libertist
    September 2013, 4 Wochen
    Tour 1: Healy – Black Rapids (Richardson Highway)
    Tour 2: Hütte in den Wrangells + Ausflug in die Talkeetna Mountains

    Wichtig: Diesen Reisebericht habe nicht ich geschrieben, sondern meine Reisepartnerin Katharina. Nur die mit „Anmerkung Libertist“ gekennzeichneten Abschnitte sowie alle Bilder und Bildunterschriften stammen von mir.

    Warum habe ich den Bericht nicht selbst geschrieben? Naja, zum einen ist es eine Menge Arbeit. Zum anderen aber weiß ich, dass einige User hier schon sehr an meinen „unaufgeregten“ Schreibstil gewöhnt sind und es befürworten, so einen Bericht mal aus der Sicht einer Person zu lesen, für die die Strapazen einer Trekkingreise in Alaska noch nicht zur Routine geworden sind und da vielleicht ein wenig mehr Schwung in den Schilderungen liegt. Danke an Katharina fürs Schreiben.

    Geplant hatte ich die Route von Healy nach Tok schon länger: ich wollte in Healy losmarschieren, am Richardson Highway (also nach etwa 250 km) einen Essensnachschub aufsammeln und weiter bis zur Robertson River Bridge in der Nähe von Tok gehen. Dass Katharina mitkommt, ergab sich dann wirklich recht kurzfristig. Kennengelernt habe ich sie, als ich mit dem Firmenauto in Innsbruck unterwegs war und eine Mitfahrgelegenheit angeboten habe, rein zufällig also. Als wir uns am 3. September am Flughafen in Anchorage trafen, hatte ich schon 9 ½ Wochen Arbeit in Alaska hinter mir und freute mich nun umso mehr auf die bevorstehende Zeit mit Katharina. Wir hatten eine tolle Zeit in Alaska, aber genug davon, ich übergebe das Wort jetzt an sie.










    Vorbereitung

    Eine, von einigen meiner Freunde, als „verrückte Reise“ beschriebene Tour hat natürlich auch eine „verrückte“ Vorgeschichte. Kennengelernt hab ich Gabriel nämlich nicht vor vielen Jahren, wie man denken könnte, sondern letzten November bei einer Mitfahrgelegenheit von Innsbruck nach Salzburg. Wir haben zwei Stunden lang über Reisen, Wissenschaft und Glaube diskutiert. Danach wurden wir Facebook Freunde und ich bin erst mal für ein Monat nach Südamerika geflogen. Als ich wieder da war und einige Bilder gepostet hatte, haben wir über meine Reise gesprochen. Ich war zwar noch voll von schönen Erinnerungen an Patagonien, dachte aber schon an meinen noch unverplanten Sommer.
    So kam dann eines zum anderen. Gabriel bot mir an, zuerst scherzhaft, dass ich doch mit auf seine September Tour in Alaska kommen könnte. Ich war mir nicht sicher ob ich mir das alles leisten könnte, habe dann aber aus dem Bauch heraus einfach JA gesagt. Der Gedanke an diese Reise hat sich ganz einfach richtig angefühlt und ich war von so einer Euphorie gepackt, dass ich einige Tage mit einem breiten Grinsen auf der Uni herum lief. Als dann auch noch die Ärzte grünes Licht wegen meiner Achillessehne gaben, war es fix. Gabriel hat daraufhin vergeblich versucht, mir mit diversen „knallharten Fakten“ über Kälte, Regen, enorme Anstrengung, usw., die Realität vor Augen zu halten, doch all das hat meine Lust darauf noch mehr anwachsen lassen.



    Wir hatten uns zu diesem Zeitpunkt erst einmal im Auto gesehen, also hat Gabriel vorgeschlagen, dass ich zu seiner Schwester und ihrem Freund nach Wien komme, da sie dort gemeinsam ein Baumhaus bauen wollten.

    Mhhh Baumhaus bauen, spätestens jetzt dachten alle, dass ich voll durchgeknallt sei. Egal, ich bin nach Wien und wir hatten alle ein super Wochenende zusammen. Ich habe gewusst, dass uns auf der Reise niemals der Gesprächsstoff ausgehen wird, aber ich war mir auch sicher, dass wir uns ordentlich streiten könnten. Daraufhin habe ich meinen Flug gebucht.



    Eine gute Planung ist wichtig, wir haben öfter bezüglich der Packliste geskyped und ich habe mit meiner Physiotherapeutin einen Trainingsplan erstellt, damit ich auch fit bin und nicht schon am ersten Tag Gabriel fragen muss: „Wann sind wir eeeendlich da?“ Um die Routenführung hat sich, Gott sei Dank, Gabriel gekümmert, sonst wären wir vermutlich nach Russland gelaufen.

    Kurz vor meinem Abflug hatte ich dann noch einmal kurz Zweifel, ob ich auch fit genug bin und ob ich mich da nicht in irgendetwas verrannt habe. Mein Umfeld war sehr unterstützend und hat sich für mich gefreut, auch wenn sich einige nicht vorstellen konnten, wie ich ein Monat lang durchhalten sollte.

    Dann ging es los, 03. September, Flughafen Salzburg. Schnell noch ein Bierchen mit der Familie und nach 16 Stunden war ich auch schon in Anchorage. Gabriel und sein Gastvater, Keith, haben mich herzlich empfangen und nach einigen Minuten in der frischen Luft Alaskas war mir klar: das wird eine geile Reise.



    Am letzten Tag vor der Tour stand „nur“ noch einkaufen und packen auf dem Programm. Also auf zu Walmart und Sportsmans Wearhouse. Ich war leicht überfordert mit der Planung wie viel Essen ich genau brauchen werde. Viel, das stand fest, aber ich wollte auch nicht zu viel mitnehmen.

    1x Frühstück: 3 Päckchen (a 37g=140 kcal) Oatmeal + eine Scheibe Mango, 3 Aprikosen, eine Hand voll Cranberrys und 2 Dörrpflaumen (ca. 200 kcal)
    1x tagsüber: 80g Trailmix (ca. 350 kcal)+ 3 Müsliriegel (a 250 kcal)
    1x Abendessen: Mountain House verschiedene Geschmacksrichtungen, besonders gut wenn man noch Chili dazu gibt (a 640-890 kcal)

    Mädels, nicht abschrecken lassen von der Menge, denn bei so viel Bewegung nimmt man trotz dem ganzen Essen sehr schnell ab.

    Anmerkung Libertist: …was allerdings nicht Sinn der Sache sein sollte!
    All das Essen haben wir dann aufgeteilt, einmal für die ersten 14 Tage und für die zweite Tour, als Food Cash. Auf den zweiten Teil der Reise (Richardson Highway – Tok) wollte uns Keith begleiten und unseren Essensnachschub mit zum Treffpunkt bringen.



    Nun die nächste Challenge: Ich packe meinen Koffer und nehme….mhhh ja was nehm ich denn mit? Gabriel hat mir gleich mal 75% meiner mitgebrachten Klamotten weggenommen. Ok, wenn er meint. Ich hab gleich angekündigt, dass ich dann sein Zeug anziehen werde, wenn mir kalt wird.

    Was hab ich dann eingepackt:

    Klamotten:
    Zum gehen: 3 T-Shirts (2 hätten auch gereicht), 1 langärmliges Shirt (Fjällräven), enge Laufhose (Odlo), Regenhose (Millet), Regenjacke (nie mehr wieder Jack Wolfskin, nach 20 Minuten war alles nass), 2 Paar Merino Wollsocken, Stirnband (Odlo), Windstopper Handschuhe
    Schlafen: 2-mal lange Unterwäsche (Odlo), Fleecejacke (Jack Wolfskin), Merino Wollsocken, Fäustlinge, Haube, Daunenjacke (Rap)

    Gear:
    65+15 l Rucksack (Lowe Alpin), Wanderstöcke (Sea to Summit), Trinkflasche 1l (Nalgene), Seideninlet, Schlafsack (Cumulus Teneqa 850), Exped Downmat, 2 MSR Handtücher, 6 Drybags (versch. Gr.), Satellitentelefon, Stirnlampe, Feuerzeug, Medi-Pack, Wanderschuhe (Hanwag Ferrata GTX), Crocs (Camp/Flussquerung), Klopapier, Tagebuch, Gas

    Foto:
    Wasserdichte Fototasche (Ortlieb V-Shot), Canon 70D mit 18-135mm Objektiv, 4 Akkus

    Gesamtgewicht für 14 Tage: 24 kg +1 kg (Foto)
    Ich hab alles in den Rucksack verstaut, erster Erfolg, jetzt war ich total entspannt und es konnte losgehen.




    Teil 1: Healy – Black Rapids (Richardson Highway)

    1. Tag 05.09.13

    Nach einem riesigen, köstlichen Frühstück hat uns Keith etwas aus der Stadt hinausgefahren, von wo aus wir mit vier verschiedenen Mitfahrgelegenheiten zum Trailhead, etwas außerhalb von Healy, gefahren sind. Es waren spannende Personen und Geschichten die wir in den 6 Autostunden kennengelernt haben. Der letzte konnte nicht glauben, was wir vorhatten. Immer wieder fragte er: „Are you sure? Do you have enough food? Are you sure? I can drive you back.“ Er wollte uns gar nicht mehr aussteigen lassen.

    Dann war es so weit, von seinem Auto war nur noch eine Staubwolke zu sehen und ich fing schon an zu schlottern, weil der Wind ziemlich pfiff und ich noch nicht wirklich auf Herbst eingestellt war. Ich kam ja direkt aus dem Sommer. Gabriel konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn das jetzt schon so anfängt, muss er gedacht haben. Wir mussten uns nun entscheiden, Bachbett oder Bergkamm. Langsam gewöhnen ans Gehen und dafür weniger Aussicht oder steil den Berg rauf und konstant auf und ab, dafür aber tolle Aussicht. Es war schnell klar, dass wir den Kamm nehmen. Nach einigen Kurven, auf einer Zufahrtsstraße zu einem großen Tagebau, wurde es auch zum ersten Mal spannend. Ein Bär, nein, ein Wolf, nein doch vielleicht nur ein Hund? Schlussendlich war es ein Mensch. Wir mussten beide ziemlich lachen.

    Unser Ziel war es, weg von der Straße und fast ganz auf den Kamm hinauf zu kommen. Das hatten wir relativ zügig erreicht und Gabriel hat eine schöne Lichtung für unser erstes Camp gefunden. Es gab nur kein fließendes Wasser und so putze ich, zum ersten Mal, meine Zähne mit Wasser aus einer gelblichen Lache, wenig weiter fand ich danach „Caribou droppings“, lecker.

    Im Zelt haben wir darüber gesprochen wie es bis jetzt so läuft zwischen uns. Ich war fast erstaunt darüber, wie friedlich es war.



















    2. Tag 06.09.13

    Die Entscheidung für den Kamm war perfekt. Das ganze Tal entlang des Healy Rivers war zu sehen und wir konnten uns ein gutes Bild machen, wie der Weg weiter verläuft. Leider begann es mittags zu regnen und der Weg entlang des Kammes war in den Wolken verschwunden. Daher entschieden wir uns doch zum Fluss abzusteigen. Bei diesem starken Regen waren die Pausen schnell ungemütlich und kalt, aber die selbst gebackenen Müsliriegel von Gabriel hoben die Stimmung wieder. Dazu muss ich auch sagen, dass ich hungrig ungenießbar sein kann. „Hangry“ trifft das perfekt, hungry und angry.
    Der Tag war lang, aber es machte Spaß, weil wir sehr gut vorankamen. Wenn wir einige Zeit bei mittlerer Anstrengung gelaufen sind, habe ich total vergessen, dass ich gehe und bin total abgedriftet in meine Gedankenwelt. Nur Gabriels rufe: „hey bear, hey bear“ rissen mich gelegentlich aus den Tagträumen. Meine Angst vor Schmerzen in der Achillessehne, wie bei früheren Touren, war bis zu diesem Zeitpunkt unbegründet. All das trug dazu bei, dass ich in einer leicht euphorischen Stimmung war und alles locker und entspannt sah.

    Ach, das hätt ich fast vergessen, wenn nicht so eine schöne Zeichnung in meinem Tagebuch wäre. Gabriel hat mir exzellenten Fotounterricht gegeben. Jeden Tag eine Lektion und beim Frühstück wurde wiederholt.










    3. Tag 07.09.13

    Aufwachen zu strahlendem Sonnenschein, blauen Himmel und einer warmen Brise, einfach traumhaft. Es war sogar so warm, dass ich im T-Shirt marschiert bin und Gabriel froh war, dass ich doch nicht so eine extreme Frostbeule bin, wie am ersten Tag.

    Dann stand auch die erste Flussquerung an – da ich keine kurze Hose dabei hatte, ging es in Unterhose durch den Fluss. Saukalt war es, aber auch nicht besonders tief, perfekt für den Anfang. Das Aus- und Anziehen war nervig und hat immer gedauert, aber Gabriel war ein sehr geduldiger Lehrer und Reisepartner und hat mich nicht gestresst.

    Es ging gut voran und wir trafen Jäger, die auf Pferden ein riesengroßes Caribou-Geweih transportierten. Ich war total fasziniert und hab sofort von einer Pferdejagdtour zu träumen begonnen. Sie hatten nützliche Informationen für unsere bevorstehende Strecke und erzählten uns von einem Trail, der den Pass hoch ging und einem Bus der im Talschluss stand. Hörte sich spannend an.

    Anmerkung Libertist: Die Gegend zwischen Healy und dem Wood River ist bei Pferdeliebhabern recht bekannt, es gibt dort einige „Horse Trails“. Von einem befreundeten Guide aus Alaska wusste ich, dass auch ein Trail über Cody Pass (der Pass zwischen Healy River und Wood River) führte; erst ab dem Wood River ist es dann wirklich vorbei mit den Pfaden.
    Das GPS zeigte fast 18 km Luftlinie an, als wir unser Zelt in einem Meer von Blaubeeren aufschlugen. Zufrieden mit dem Tag aßen wir unser Mountain House Abendessen, das absolut köstlich war und mir zusätzlich in der Garzeit als Wärmeflasche diente. Gabriel musste wieder schmunzeln, weil es draußen noch nicht einmal Minusgrade hatte. Ein Geräusch störte die gemütliche Essensrunde. „Wo zum Teufel ist mein Bearspray?“ Entwarnung, denn es waren „nur“ zwei große Elche.

























    4. Tag 08.09.13

    „Ahhh Gabriel mein Schlafsack ist nass“, waren meine ersten Worte, vor „guten Morgen Nebelsuppe“. Die Nässe hat mich beunruhigt, aber Gabriel meinte, mein Schlafsack hat noch viele Reserven. Ok, er muss es ja wissen.

    Sichtweite waren ca. 3 Meter und so gingen wir, fast im Stechschritt, in die Richtung, wo wir den Pass vermuteten. Gabriels Navigation auf seiner selbst gemachten Karte war immer goldrichtig. So haben wir auch den alten Schulbus gefunden, der sehr mystisch im Nebel lag, jedoch nicht zum Verweilen einlud, da er innen sehr dreckig war.

    Also rauf auf den Pass. Puh, da hab ich ordentlich geschnauft. Dieser fette Rucksack da hinten hängt sich ordentlich an und ich war ganz stolz wie zügig wir bei diesem Wetter da hinauf sind. Oben pfiff der Wind und ich wollte nur noch ins Tal und etwas essen. Es war schon zu spüren, dass der Appetit immer größer und Blaubeerfelder immer unwiderstehlicher wurden.

    Vom Pass aus dachten wir an Camp um 16:30, daraus wurde dann 18:30, da dichte Vegetation und zwei größere Flüsse das Fortkommen zum Wood River erschwerten. Dafür lief uns eine Herde Karibus über den Weg, deren Bast sich gerade von den Hörnern schälte.





    Cody Pass.





    5. Tag 09.09.13

    Ziemlich ereignisreicher Morgen, Gott sei Dank, wieder bei strahlendem Sonnenschein. Wir waren erst kurze Zeit unterwegs als Gabriel, beim Versuch einen kleinen Strom zu überqueren, am Rand im Sand versankt. Es ging nicht vor, nicht zurück und er war schon fast bis zum Knie im Sand. Die Stöcke kamen zum Einsatz, doch ein lautes „KNACK“ kündigte das Ende eines Karbonstocks an. Nach einer Zwangsreparaturpause, die einem chirurgischen Eingriff glich, war der Stock wieder einsatzfähig. Wenige Schritte später, nahm ich ein Bad im Fluss. Einmal aus dem Gleichgewicht und dann zieht einen der Rucksack zu Boden. Nasse Hose, Schuhe voll Wasser und ein paar blaue Flecken waren das Ergebnis.

    Nach so viel Pech am Morgen, hatten wir Glück am Rest des Tages. Wir haben für den größten Teil der Strecke einen dieser Horse Trails gefunden, der leicht über dem Wood River entlang führte. Gabriel machte sich Sorgen über die Flussquerung, da der Fluss doch mehr Wasser führte als gedacht. Ich musste mich schon konzentrieren und war mir bei einem Strom nicht sicher ob ich da so einfach rüberkommen würde. Ich fragte Gabriel, der schon auf der anderen Seite war: „Ist das dein Ernst?“ und er lachte und nickte mit dem Kopf. Ich schaffte es dann auch. Wieder ein Moment in dem ich mich selbst überraschte. Das laute Rauschen und das eisige Wasser haben mir immer wieder Respekt eingejagt, aber ich habe jeden Tag dazu gelernt, das alles auszublenden und die Angst, was passieren könnte, gar nicht erst aufkommen zu lassen. Langsam, Schritt für Schritt und geht schon.

    Das frühe Camp an der Mündung zum Kansas Creek war eine absolute Belohnung, doch das hieß auch WASCHEN. Oh nein, ausziehen, zwei Grad kaltes Wasser, nasse Haare… nicht sehr motivierend, doch Gabriel war zuerst dran und hat dann in der Zeit, als ich am „Duschen“ war, ein richtig großes Lagerfeuer gemacht. Wieder in trockenen, warmen Klamotten hab ich mich wie neu geboren gefühlt. Wenn ich vor Müdigkeit nicht fast im Sitzen eingeschlafen wäre, hätte ich die ganze Nacht am Feuer verbracht, um auf Nordlichter zu warten, aber ich musste ins Zelt.






















    6. Tag 10.09.13

    Von der Sonne geweckt, startete der Tag schon wunderbar. Doch plötzliche Schmerzen in der Achillessehne trübten meine Stimmung. Es ging bergauf, durch einen dichten Dschungel, entlang des Flusslaufs. Ausrutschen wäre sehr ungünstig gewesen, aber ich konnte nicht richtig aufsteigen, wegen meiner Sehne. Eine 600 mg Ibuprofen später und meine Schmerzen waren weg. Puh, Glück gehabt, aber ich hab schon das Schlimmste kommen sehen.

    Nach dem kräfteraubenden Dschungel, der uns viel Zeit gekostet hat, ging es am Nachmittag viel besser voran. Die Vegetation war wunderbar zum Gehen und im warmen Licht der Nachmittagssonne sah das Tal atemberaubend aus. Um 17 Uhr entschieden wir uns noch den Pass hochzugehen. Ich dachte, noch eine Stunde und dann essen. Doch es wurde ein seeehr langer Tag. Der Pass war nämlich gar noch nicht sichtbar. Wir waren mittlerweile in hochalpinem Gelände, weit über der Baumgrenze, unterwegs und kräftemäßig war ich schon in der Reserve. Zudem fiel die Temperatur stark ab, als die Sonne im Dunst verschwand und der Wind am Kamm auffrischte. Mir war kalt, ich hatte Hunger und ich war müde… eine schlechte Kombination für meine Stimmung und ich musste wirklich kämpfen mit mir. Gabriel hat dann angefangen mit einem neuen Kapitel im Fotounterricht. Wie spielen Blende, Verschlusszeit und ISO zusammen. Damit konnte ich mich etwas ablenken. Direkt am Pass oben konnten wir nicht campen, daher mussten wir ins nächste Tal absteigen. Ich konnte die wunderbaren rosa Wolken am Himmel gar nicht mehr genießen, da ich schon den Tränen nahe war. Meine Füße und Finger waren taub und ich konnte meine Tränen dann auch nicht mehr zurückhalten. Ich konnte nicht einmal auf Gabriel sauer sein, denn er kannte den Weg ja auch nicht. Ein paar Meter bin ich ziemlich lustlos dahin gestapft, ohne etwas zu sehen und dann hab ich mich noch einmal zusammengerissen. Gabriel hat das Zelt alleine aufgebaut und Wasser geholt, ich hatte ein schlechtes Gewissen aber mir war so kalt, dass ich nicht zu gebrauchen war. Rein in die Daunenjacke und sofort einen Bissen Notschokolade, dann ging es auch schon wieder. Gabriel hat mich noch mal fest umarmt, weil er sich Sorgen um mich gemacht hat und schnell Wasser fürs Essen gekocht, denn es war schon 21:30 Uhr. Ja das war der anstrengendste, aber auch einer der schönsten Tage bis jetzt. Nach 11 Stunde Gehen und all den Höhenmetern auch nicht so verwunderlich.

    Anmerkung Libertist: Ich war schon mit vielen Leuten auf Tour, hab aber selten so eine tapfere Frau erlebt. Hut ab!







































    7. Tag 11.09.13

    Nach der eisigen und kurzen Nacht, ging es gleich ziemlich anstrengend weiter. Aus dem Plan, die Höhe zu halten, wurde nichts. Wir mussten absteigen und wieder neu aufsteigen. Im Tal hing der Nebel und am nächsten Pass schreckten wir eine Gruppe Karibus auf, die sehr aufgeregt den Berg auf und ab liefen, bis wir außer Sicht waren. Es war schön anzusehen, wie elegant und stark diese Tiere mit ihrem Geweih rennen können. Der Abstieg zum West Fork Little Delta war sehr steil, sumpfig und je weiter wir abstiegen desto höher und dichter wurde die Vegetation. Wir hatten beide keine besonders gute Stimmung, es regnete und Gabriel machte sich über die Strecke, die noch vor uns lag, Sorgen. Wir wollten nur noch ins Zelt und so war um 18 Uhr Feierabend.

    Es ist spannend im Nachhinein zu lesen, wie sehr man sich über ein paar gemütliche Stunden im Zelt, etwas zu essen und Musikhören, freuen kann. Wir waren leicht überdreht im Zelt und haben „Ich sehe was, was du nicht siehst“ gespielt und ich hatte Bauchweh vor lauter Lachen. Also Stimmung war wieder gerettet.













    8. Tag 12.09.13

    Guten Morgen Sonne, Regenbogen und Nebelschleier, traumhaft. Ich musste immer wieder anhalten um zu schauen, weil keine Wolke am Himmel war, wir den verschneiten Bergen immer näher kamen und der Fluss an dem wir entlang liefen wunderschöne Blautöne hatte. Fast zu schön, um wahr zu sein. Es wurde ziemlich kalt, obwohl die Sonne schien und ich hatte großes Glück, denn die Steine im Bachbett waren mit einer dünnen Eisschicht überzogen, was dazu führte, dass ich fast auf die Nase fiel. Wir waren schnell am Pass oben und von dort hatten wir eine traumhafte Aussicht. Es war einfach perfekt und vielleicht können die Fotos das noch besser rüber bringen.

    Der weitere Weg führte über Schotterhänge und Geröllfelder mit großen wackligen Steinen. Meine Feinde, denn ich dachte immer, dass mein Fuß dazwischen stecken bleiben könnte und ich ihn, wie in diesem Film, abschneiden müsste. Das sind genau die Gedanken, die man nicht braucht, wenn man über so ein Feld geht.

    Auch wenn wir unser gewünschtes Tagesziel schon mittags gesehen haben, dauerte es für mich ewig bis wir dort waren. Mir war wieder einmal kalt, meine Füße waren nass und ich hatte extremen Hunger. Es fühlte sich an als würde mein Magen sich selbst verdauen. Gabriel hatte fest vor, wegen der besonders tollen Aussicht auf die Gletscher, zu diesem Punkt zu kommen. Ich hoffte, dass es sich wirklich lohnt und das hat es sich auch. Türkisblaue Gletscherzungen, verschneite Berge und rosa Wolken begrüßten uns am Ziel. Stimmung war wieder top.































    9. Tag 13.09.13

    Windig war die Nacht, nicht sehr erholsam, aber das (heilige) Zelt hat gehalten. Wie man ein Zelt richtig öffnet und schließt, hat mir Gabriel genau erklärt. Beim Schließen des Reisverschlusses wegen der hohen Spannung immer beide Hände benutzen, ganz wichtig.

    Anmerkung Libertist: Der zynische Unterton gefällt mir gar nicht.
    Der Abstieg zum Fluss, der direkt unter dem Gletscher heraus quoll, war wieder einmal eine Dschungelwanderung. Äste die einem ins Gesicht schnalzten; Gestrüpp am Boden, das die Füße fesselte und plötzlich steil abfallende Felswände. Gabriel war der Meinung, dass wir den Fluss gleich am Gletschersee überqueren sollten, da er weiter unten zu reißend sein könnte. Zuvor haben wir aber noch den Gletschersee erkundet. Alles nur in Unterhose und Crocs, bei frischem Wind und Wolken. Der See war sehr tückisch, sumpfiger Sand in dem man schnell bis zum Knie versank und eisiges Wasser. Wir mussten leider umdrehen, da es zu gefährlich war, im Sand steckenzubleiben. Am Ausfluss des Sees war der Fluss extrem tief und als wir endlich eine Stelle zum Queren gefunden hatten, waren meine Füße taub vor Kälte. Ich konnte nicht einmal mehr fühlen ob ich Steine in den Crocs hatte. Hunger meldete sich auch schon wieder und ich wollte weiter unten über den Fluss. Gabriel war aber entschlossen und so querten wir den Fluss. Nach einem Strom schossen mir die Tränen in die Augen, da ich Schmerzen von den kalten Füßen hatte und das war erst der Anfang. Das war wirklich hart und ich hab einige Zeit gebraucht um mich danach wieder zu fangen.

    Der Rest des Tages war sehr gemütlich und sonnig. Wir haben viele Fotopausen eingelegt und um 18 Uhr das Camp aufgeschlagen. Jetzt stand wieder einmal Waschen an. Doch dieses Mal wusste ich, wie das Gefühl danach ist und ich hab es nicht als ganz so schlimm empfunden.

    Die Angel haben wir auch noch ausgeworfen, doch bei großem Hunger und Dämmerung war die Ausdauer und Motivation, auf einen Fisch zu warten, nicht mehr so groß. Daher war schon nach 30 Minuten die Angel verstaut und es duftete nach Spagetti with Meatsauce.













    10. Tag 14.09.13

    Ahhh es hat geschneit... Nein, doch nicht, musste mich Gabriel ernüchtern. Es war „nur“ Raureif, der in der Morgensonne glitzerte. Doch das wunderschöne Wetter hielt nicht lange und kurz nach dem ersten beschwerlichen Anstieg im dichten, nassen Moos, in das man ziemlich tief einsank, verschluckten uns die Wolken. Genau jetzt war das äußerst ungünstig, da wir uns nicht genau auf der GPS Route befanden, da dort zu dichte Vegetation wuchs. So stapften wir weiter im Moos, welches lustige Schlürfgeräusche von sich gab. Das Wetter blieb unverändert und ich war bis auf die Haut nass. Meine Schuhe haben sich in Fußbäder verwandelt und so sank die Motivation. Es machte keinen Sinn weiter zu gehen, da wir nicht wussten wo genau wir waren, daher machten wir Camp.










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  2. Fuchs
    Avatar von Libertist
    Dabei seit
    11.10.2008
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #2
    11. Tag 15.09.13

    Einfach nur WOW. Der Nebel war weg und die Sonne strahlte von einem tiefblauen Himmel. Die Berge waren mit frischem Schnee bedeckt und das gefrorene Gras knirschte. Leider waren auch die Schuhe über Nacht gefroren und es war sehr schmerzhaft und saukalt in ihnen zu gehen. Die Zeit drängte auch etwas, da wir in vier Tagen Keith am Highway treffen sollten und heute auch noch die Gletschermoräne zu queren war. Wir hatten viel vor, doch die wunderbare Umgebung ließ mich schnell die Füße und andere Sorgen vergessen. In diesen Momenten habe ich mich so glücklich geschätzt, das alles erleben zu dürfen.

    Der Weg zur Moräne war mit vielen kleinen Bächen durchzogen und es gab noch einmal Blaubeeren in rauen Mengen. Gabriel war sich nicht mehr sicher, wie wir über die Moräne kommen sollten und war ziemlich angespannt. Es war fast schon Abend als wir sie dann erreichten und Gabriel freute sich wie ein kleines Kind, weil er mit seiner Routenführung doch richtig lag und wir, wie geplant, über die Moräne gehen konnten, da sie fast vollständig mit Büschen und Geröll bedeckt war. Kaum Eis.

    Doch die anfängliche Freude änderte sich schnell. Wegen des dichten Dschungels und vielen Hügeln aus riesigen, wackligen, teils mit Eis überzogenen Steinen kamen wir fast nicht mehr voran. Doch es wurde bereits dunkel. Gabriel marschierte wie ein Panzer durch das Gebüsch, ich war viel langsamer und konnte mich gegen die Äste nicht so gut durchsetzen. Es war weit und breit kein Zeltplatz zu finden und langsam kam Panik auf. Ohne Tageslicht konnten wir nicht weiter gehen, da es überall Gletscherspalten und kleine Seen gab. Gabriel ließ mich alleine weitergehen (unter normalen Umständen hätte er das nie gemacht) und lief voran, um einen Zeltplatz zu suchen. Ich dachte schon wir müssten irgendwo ein Notbiwak aufschlagen, doch dann, im letzten Tageslicht, hörte Gabriel einen Fluss rauschen und wir konnten auf der Sandbank unser Zelt aufschlagen. Puhhh, das war knapp.

    Anmerkung Libertist: Das war wirklich knapp. Man kann im Mondschein zwar über Tundra oder entlang eines Flussbetts laufen, aber nicht über die von Eis, Fels und Gebüsch durchzogene Moräne des Trident Glaciers. Viel zu gefährlich. Hätten wir diese Stelle nicht gefunden, wäre es problematisch geworden – eine andere Stelle zum Campen hätte ich nicht mal für mein kleines Terra Nova Laser gefunden, geschweige denn für das große Hilleberg. Glück gehabt.













    Am Hayes Glacier.






























    Trident Glacier Moräne.





    12. Tag 16.09.13

    Nach einer frostigen Nacht hatten wir erneut gefrorene Schuhe und stellten am Vormittag einen negativen Marschrekord auf: 1 Kilometer in 4 Stunden. Das erklärt schon ziemlich gut, wie es mir ergangen ist. Ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben wirklich Panik. Gleich nach dem Start mussten wir eine sehr vereiste Wand hinaufklettern. Jeder Schritt war rutschig, der Fels brüchig und unter uns toste der eisige Fluss vorbei. Ich stand in der Wand und nichts ging mehr. Ich dachte nur noch daran, dass ich ausrutsche und konnte nicht mehr richtig Atmen. Ich hab mir dann selbst vorgesagt: „du schaffst das, Gabriel ist auch schon oben, tief einatmen“, dann ging es auch wieder.

    Mittags, als wir endlich den Aufstieg auf der anderen Seite geschafft hatten, war ich körperlich und nervlich ziemlich am Ende. Ich wollte am liebsten sofort das Camp aufschlagen, aber jetzt fing der Tag eigentlich erst an. Wir wollten noch 14 km Luftlinie gehen und ich war mir nicht sicher ob ich auch nur die Hälfte schaffen würde. An diesem Tag bin ich stumm, ohne viel zu denken, in Gabriels Windschatten gelaufen. Ich hatte konstant Hunger, denn meine Müsliriegelmenge untertags reichte einfach nicht mehr aus. Ich war so fertig, dass ich in den Fotopausen nur noch über meinen Wanderstöcken hing. Dann, nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir unser Ziel. Leider hab ich Gabriel auch noch wegen irgendetwas angeschnauzt, aber mittlerweile wusste er schon, dass es nur damit zu tun hatte, dass mir kalt war und ich abartig Hunger hatte. Gabriel war einige Zeit auf Wassersuche, da alle Pfützen um uns herum gefroren und unter dem Eis ausgetrocknet waren. Nach dem Essen ging es mir und meiner Laune wieder gut. Das hat mich immer wieder an mir selbst erschreckt, wie stark sich meine Laune geändert hat, wenn mir kalt war oder ich Hunger hatte. Da konnte ich mich nur schwer zusammenreißen.








    Hier, mitten in der Moräne des Trident Glaciers, entsteht der Delta Creek.



































    13. Tag 17.09.13

    Snow is falling... all around me... Guten Morgen Winterlandschaft. Von saftig grün auf frisches weiß in einer Nacht. Sicht war schlecht, wegen leichtem Schneefall und Nebel, nun konnte Gabriel sein Talent im Kartenlesen wieder voll ausleben. Wir waren goldrichtig unterwegs und ich hatte mich über Nacht so gut erholt, dass wir sehr schnell vorankamen. Wie sich später heraus stellte, waren wir kurzzeitig in militärischem Sperrgebiet unterwegs. Wir hörten nämlich den ganzen Tag Explosionen, so laut, dass wir immer zusammenzuckten. Diese Explosionen stammten von Munitionstests, die auf diesem Gebiet durchgeführt wurden.

    So früh wie noch nie auf dieser Tour haben wir unser Zelt aufgeschlagen. Wir haben über Essen und Bier fantasiert. Ich hab mir einen Topf Spagetti mit Butter und Parmesan gewünscht, dazu ein kaltes, zischendes Bier. Haha, so lustig worauf man auf einmal Lust bekommt.

    Anmerkung Libertist: Spagetti mit Butter und Parmesan? WTF?
    Meine Zehen machten mir an diesem Abend Sorgen, da ein Teil des großen Zehs leicht bläulich angelaufen war und die restlichen Zehen auch sehr rot und geschwollen waren.













    14. Tag 18.09.13

    Oh shit, wir haben eine ganze Stunde verschlafen. Wieso ist es so dunkel? Hmm, weil ca. 30 cm Neuschnee auf dem Zelt lagen. Wir saßen in einer tief verschneiten Winterlandschaft und es schneite immer noch. Anfangs hab ich mich wie ein kleines Kind gefreut. Später wurde es immer kälter und der Weg bergab zum Delta River war, wie so oft, ein dichter Dschungel. Einmal am Ast festhalten und man bekam eine Schneedusche von oben. Ich war schnell nass und bekam richtig Angst um meine Füße und Hände. Meine Zehen konnte ich nicht mehr bewegen und meine Finger taten höllisch weh. Vermutlich ein gutes Zeichen, das sie noch lebten.

    Ich fing an zu weinen, da für mich auf einmal klar wurde, dass ich in diesem Schnee unter keinen Umständen den zweiten Teil der Tour mitmachen könnte. Ich war traurig, dass diese Reise zu Ende war und ich wollte unbedingt noch weiter gehen. Die letzten Tage waren zwar anstrengen, aber auch wunderschön und lehrreich.

    Wir kamen bei Schneefall, Wind und einer leichten Unterkühlung meinerseits am Delta River an. FUCK... dachte ich, da sollen wir rüber? Ich hatte kein großes Bedürfnis, 4 Stunden im 2 Grad kalten Gletscherwasser, nach Stellen zu suchen an denen wir queren konnten.

    Zu unserem Glück kamen Jäger auf Amphibienfahrzeugen, die sowohl fahren als auch schwimmen konnten, vorbei. Ich dachte dies ist meine Rettung, denn sie nahmen uns mit. So saß ich, schlotternd vor Kälte, auf dem ersten Gefährt. Fast auf der anderen Seite angelangt, trieben wir am Ausstieg vorbei und wurden in die Mitte des Stroms gezogen. Dort versagte der Motor und das Gefährt füllte sich mit Wasser. So, ich dachte mir wäre zuvor schon kalt gewesen, aber jetzt stand ich bis zum Bauch im eiskalten Wasser. Wir waren einige Meter vom Ufer entfernt, alle warmen Klamotten waren im Wasser versunken und aus dem reißender Fluss war kein Ausweg erkennbar.

    Die Rettungsaktion war schwierig und nach einer halben Stunde wurden wir mit Rettungsseilen auf die andere Seite gezogen. Ich konnte nicht mehr stehen vor Kälte und war nervlich am Ende. Ich konnte mich selbst nicht ausziehen, weil ich keine Kraft in den Händen hatte. Das war ein absoluter Schockmoment. Ich hatte große Angst, dass mir die Kräfte fehlen würden, um mich aufzuwärmen. Es dauerte 5 Stunden bis mir wieder etwas wärmer wurde. Zudem war ich besorgt um Gabriel der einige Stunden auf der anderen Seite des Flusses warten musste.

    Anmerkung Libertist: Ich hab von alledem nichts mitbekommen, weil ich noch bis zum Abend auf der Westseite des Flusses auf meine Abholung warten musste. Als es schon dunkel wurde und ich endlich am Highway war, ging ich mit einem der Jäger noch auf die Suche nach der verlorenen Ausrüstung: glücklicherweise fanden wir Katharinas völlig durchnässten Rucksack flussabwärts im Wasser liegen und konnten ihre gesamte Ausrüstung retten. Ich hab bei der Aktion nur meine Stöcke und Handschuhe verloren.

    Noch ein Kommentar zum Furten des Delta Rivers zu Fuß: möglich ist das definitiv, zumindest bei dem Wasserstand, den er zu diesem Zeitpunkt hatte. Man bräuchte einige Stunden, um immer wieder nach den geeignetsten Stellen zu suchen und möglicherweise auch mal einen bereits überquerten Flusslauf zurückzuqueren. Der Unfall kam jedenfalls auch deshalb zustande, weil die Jäger teilweise zu wenig Erfahrung mit den Fahrzeugen und mit schwierigen Flussquerungen im Allgemeinen hatten - in solch riesigen Flussbetten muss man sich mit der Überquerung eben viel Zeit lassen.
    Unter den Bedingungen – Kälte, schlechte Sicht und die Jäger, die uns auf ihren Amphibienfahrzeugen mitnehmen wollten, ist es natürlich klar, dass wir es nicht zu Fuß versucht haben.
    Ein gutes hatte die ganze Situation, wir haben eine absolut fürsorgliche und großzügige Familie (eben diese Jäger) kennen gelernt. Denn sie haben uns nach Delta Junction mitgenommen, dort für Essen und Hotel gesorgt und sich sehr gut um mich gekümmert.



















    15. Tag 19.09.13

    Auch wenn das Hotelbett göttlich warm und kuschlig war, konnte ich nicht schlafen. Ich war so aufgewühlt von all den Eindrücken der letzten Tage und meine erfrorenen Zehen pulsierten wie wild.
    Für mich war klar, dass es heute zurück nach Palmer gehen wird. So konnte ich vorerst nicht weiter gehen. Gabriel war hin- und hergerissen, alleine weiter gehen oder auch nach Palmer fahren. Er war total nachdenklich und zugleich voller Tatendrang, den zweiten Teil anzugehen. Nach einer sehr schweren Entscheidungsphase kam er doch auch mit nach Palmer. Randy, der Sohn der Familie, fuhr uns dorthin und während der Autofahrt hörte man wenig von Gabriel. Ich verstand zu gut, dass er lieber weiter gegangen wäre, doch diese Massen an Schnee hätten die Tour extrem gefährlich gemacht. Für Keith, der zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt war, stand ebenfalls fest, dass er die Tour nach Tok bei so viel Schnee nicht antreten wollte.

    Anmerkung Libertist: Das war wirklich bitter. Ich wäre gerne noch weitergegangen, auch im Schnee. Zumal es bereits danach aussah, als würde schon bald Tauwetter eintreten.






    16. Tag 20.09.13

    Wieder bei Keith und Bev zuhause zu sein war schön und traurig zu gleich. Bev erklärte mir, dass meine Erfrierungen nicht allzu schlimm seien und ich keine bleibenden Schäden davontragen werde, von engen Schuhen riet sie mir aber erstmal ab. Da stand für mich schon fast fest, dass ich früher nach Hause fliege, denn 2 Wochen alleine herumsitzen hätte mich umgebracht. Gabriel wollte sofort wieder los. Ich wäre ihm nicht böse gewesen, wenn er ohne mich weiter auf Tour gegangen wäre, aber ich wollte einfach nicht, dass das schon das Ende meines Alaska Abenteuers war.

    Nach ewiger Internetrecherche und einigen Bierchens stieß Gabriel auf eine Hütte im Wrangell St. Elias National Park, 2 Wanderstunden von der Nabesna Road entfernt, gratis und mit Ofen. Wir zwei Glückskinder haben auch genau für die Zeit reserviert, als niemand anderes die Hütte wollte und so sollte es am nächsten Tag schon wieder weiter gehen. Diese Option war auch für meine Füße perfekt. Am Abend gab es noch Pizza und Bier und wir feierten den ersten Teil unserer Tour.
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  3. Fuchs
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #3
    Teil 2: Wrangell St. Elias und Hatcher Pass







    17. Tag 21.09.13

    Es geht wieder los. Heute ging es mir schon viel besser und die Füße waren weniger geschwollen. Wie gesagt, wir sind Glückskinder und wurden bereits von unserer zweiten Mitfahrgelegenheit, Pauline aus Frankreich, von Palmer nach Slana mitgenommen, wo wir auch zusammen eine Nacht verbrachten. Gabriel entfachte für uns ein Lagerfeuer und so quasselten wir Gabriel die Ohren voll, denn er hielt sich mit seiner Meinung zurück.

    Anmerkung Libertist: Ja, ihr wart euch so schön einig, diese Harmonie wollte ich nicht zerstören. Zumal ich beim Thema High Heels und Make Up sowieso nicht allzu viel beizutragen habe. (Nur Spaß, die Themen waren schon ernst.)



    18. Tag 22.09.13

    Pauline brachte uns netterweise noch bis zum Trailhead und fuhr dann weiter nach Kanada. Wir marschierten, Gabriel noch mit extra 5 Liter Wein bepackt, den Caribou Creek Trail entlang und fühlten uns wie auf einer gut ausgebauten Autobahn. Vor uns balzten Weißschwanz-Schneehühner und wir dachten schon daran, auf die Jagd zu gehen. Laut Gabriel sollten wir nur weibliche Tiere jagen, da die Männer so schön sind.

    Es war sehr entspannend bei der Hütte anzukommen, in der Sonne zu sitzen und nicht an Zelt aufbauen, schnell Essen kochen und wie geht’s morgen weiter, zu denken. Der Wein blieb auch nicht lange verschlossen und so haben wir den ersten der fünf Abende, bei 28 Grad Raumtemperatur, schon sehr genossen.













    19. Tag 23.09.13

    Ach wie schön, ausschlafen.
    Damit ich nicht frieren muss, waren wir einige Stunden mit Holz suchen und zerkleinern beschäftigt. Ich konnte Gabriel kaum zuschauen wie er beim Zerkleinern auf den dicken Ästen herumsprang. Gedanklich konnte ich die Knochen schon knacken hören. Wir hatten, schlussendlich, so viel Feuerholz, dass es uns eine Woche hätte einschneien können.

    Am Abend schwitzen wir dann bei rekordverdächtigen 31,2 Grad in der Hütte.




    20. Tag 24.09.13

    Tag der großen Wanderung. Wir umwanderten unsere Hütte entlang eines U-förmigen Bergkamms. Ein traumhafter Tag, der stündlich wolkenloser wurde und mich so dankbar für mein Leben machte. Auf diesem Bergkamm oben zu stehen und auf unzählige, kleine, glitzernde Seen hinunter zu schauen machte mich wunschlos glücklich. Irgendwann kam ich mir schon komisch vor, weil ich alle paar Minuten, es ist soooo schön gesagt habe.

    Der Weg am Kamm entlang war spannend, weil wir ein bisschen klettern mussten und ein langes Schneefeld kreuzten. Der Schnee war ganz frisch und trocken, perfekt für eine längere Fotosession. Wir ließen uns sehr viel Zeit und fotografierten alles was uns vor die Linse kam.
    Ich wollte, dass der Tag nie endet, auch wenn es langsam kalt wurde und die Sonne in den Schleierwolken am Horizont versank. Unser letztes Motiv war ein gerade zufrierender See an dem wir beobachten konnten, wie die Eiskristalle ihre Form veränderten. Es hatte sich absolut ausgezahlt, noch bis zu diesem See zu wandern, da die Aufnahmen wunderschon geworden sind.

    Als wir bei der Hütte ankamen, war es bereits dunkel. Nach dem Essen war der Himmel immer noch sternenklar und eigentlich perfekt für Nordlichter. Alle 20 Minuten kontrollierten wir den Himmel, doch außer dem wunderbaren Sternenhimmel konnten wir nichts fotografieren. Gabriel lieh mir sein Stativ und nach vielen verwackelten oder unscharfen Bildern, konnte ich auch ein paar gute Fotos machen.



































































    21. Tag 25.09.13

    An diesem Tag kam ich gar nicht in die Gänge. Wie faul man sein kann, wenn nicht zwingend etwas zu tun ist Nicht weiter schlimm, denn ich wollte unbedingt ein „Mooshütterl“ bauen und dafür konnte ich mich dann motivieren, die Hütte zu verlassen. Als Kind habe ich mit meinen Geschwistern auf der Alm „Mooshütterl“ gebaut und ich konnte Gabriel davon überzeugen, auch eines zu bauen. Natürlich durfte die Foto-Dokumentation nicht fehlen, also wurde alles in 2 Sekunden Abständen festgehalten. Schneller als gedacht stand sie, jedoch haben wir eher eine Moosvilla gebaut.
    Unsere große Leistung feierten wir mit einem kühlen Bier und anschließend einigen Gläschen Wein, der leider viel zu schnell zur Neige ging. Zum ersten Mal haben wir etwas länger über das Thema „Sinn des Lebens“ diskutiert. Dabei waren wir unterschiedlicher Ansicht und nach einiger Zeit hatte ich keine Lust mehr darüber zu reden. Das fand Gabriel nicht so lustig und so haben wir die Diskussion später in Palmer zu Ende geführt.

    Anmerkung Libertist: Ja, ja, der Sinn des Lebens. Was für ein leidiges Thema. Katharina ist übrigens nicht die erste Person in meinem Leben, die mich für einen anstrengenden Diskussionspartner hält.

    (INFO: Bitte kein Bildmaterial einfügen, das die Rechte Dritter verletzt. d.h. i.d.R. keine Musikvideos, TV-Serien etc. )


    22. Tag 26.09.13

    Nach einem gemütlichen Vormittag in der Hütte haben wir am Nachmittag den Flusslauf neben unserer Hütte erkundet. Gabriel wollte Langzeitaufnahmen machen. Ich habe ihm leider sagen müssen, dass ich diese Fotos total kitschig und unecht finde. Jedoch hat mich interessiert wie das funktioniert und so war ich, einige Meter entfernt von ihm, auch am Langzeitbelichten. Doch es war zu hell und alle Fotos waren überbelichtet, also ging ich weiter und genoss die Sonne.

    Der letzte Abend in der Hütte war fast etwas traurig, da wir uns beide schon an unser neues Heim gewöhnt hatten. Wir schrieben noch eine lustige Geschichte ins Hüttenbuch (wandert hin und lest sie... es zahlt sich aus) und hofften ein letztes Mal auf Nordlichter, doch es war vergeblich.


    So kitschig...



    ... und unecht!



    Furchtbar.




    23. Tag 27.09.13

    Good bye Caribou Creek und auf ins “Chickaloon-Knik-Nelchina Trail System”. Wir wollten die letzten Tage noch draußen verbringen und erst am Abend vor dem Abflug in Palmer ankommen. Jedoch hatten wir keine Karte von der Gegend, wollten also auf gut Glück dem Trail folgen.

    Gerade als wir die sehr spärlich befahrene Nabesna Road erreichten, fuhr Mike an uns vorbei. Ein netter „Aussteiger“, mit geladener Flinte am Armaturenbrett und Patronen überall auf den Sitzen verteilt. Die Flinte erwies sich als nützlich: er schoss ein Huhn, das am Straßenrand saß. Ja so schnell kann es gehen. Er zeigte uns sogar noch wie man das Tier ausnimmt und was man alles essen könnte, bevor er uns an der Kreuzung, Nabesna Road und Tok Cut-Off Highway, aussteigen ließ. Man könnte ein Buch über all die spannenden Erfahrungen schreiben, die man während dem Autostoppen macht.
    Nach drei weiteren Mitfahrgelegenheiten, spannenden Geschichten und einem Bud Light im letzten Auto, kamen wir am Trailhead an.


    Mike und seine Beute.


    24. Tag 28.09.13

    Leider haben wir den Einstieg zum Trail verpasst und sind nach vier Meilen, sowie einigen Überlegungen was wir denn am besten machen sollten, wieder auf dem Highway gelandet. Jetzt war klar, hier ist das Abenteuer zu Ende und wir fahren zurück nach Palmer. Doch die Mitfahrgelegenheit war ebenfalls ein Abenteuer, denn es gab in diesem alten Camper keine Sicherheitsgurte und die rasante Fahrweise beförderte mich bei einer Bodenwelle fast durch die Decke in die Schlafkabine hinauf. Gabriel saß hinten und wünschte sich nichts sehnlicher als bald wieder aussteigen zu dürfen. Das war auch schnell der Fall, da der Fahrer nie das Tempolimit einhielt.

    We are back. Zur Akklimatisierung an die Zivilisation kauften wir Bier und eine Papa Murphy’s Stuffed Pizza. Wow, die war wieder richtig gut und das Bier dazu schmeckte auch köstlich. Wir waren zwar gerade erst angekommen, doch morgen sollte es noch für eine Nacht in die Berge gehen.


    25. Tag 29.09.13

    Bev und Keith hatten einen Trip zum Hatcher Pass geplant und nahmen uns netterweise mit. Ich dachte an einen kleinen Spaziergang und ein gemütliches Camp an einem See. Es wurde dann doch eine vierstündige Wanderung, da Gabriel und ich so viel gequatscht haben und immer wieder stehen geblieben sind, um Fotos zu machen. Das Licht war nicht perfekt, trotzdem hatten die Seen eine wunderbare blaue Färbung und glasklares Wasser. Aus dem gemütlichen Camp wurde dann ein Winterlager auf eisigem Schnee. Dies war die letzte Nacht im Zelt und ich wurde ein bisschen wehmütig. Die Vorstellung, wieder einen normalen Alltag zu haben, war nicht allzu verlockend. Jedoch freute ich mich auch schon auf den morgigen Nachmittag in Palmer, mit Bier, Film schauen und gutem Essen.


    Keith und Bev.
























    26. - 28. Tag 30.09.13 – 01.10.13

    Der Abstieg ging sehr flott und so saßen wir schnell im Auto und anschließend mit Chips und Bier vor dem Fernseher. Die letzten zwei Tage waren noch ein gelungener Ausklang der Reise. Ich war mit Keith am Tag der Abreise fischen und fing eine Lachsforelle, die Gabriel und ich zum Mittagessen geteilt haben. Gabriel und ich flogen zusammen bis nach Frankfurt, wo sich unsere Wege, zum ersten Mal seit 27 Tagen , trennten. Er fuhr weiter zu seiner Familie und ich flog zurück nach Salzburg.
    Jetzt bin ich seit ca. drei Wochen wieder hier und freu mich jedes Mal wieder, wenn ich mir die Fotos anschaue oder ich mich an einzelne Situationen zurückerinnere. Ich bin so froh, dass ich auf meinen Bauch gehört habe und mit auf diese Reise gegangen bin. Noch dankbarer bin ich Gabriel. Denn ich habe viel von ihm gelernt und bei jedem Foto, das ich seither gemacht habe, denke ich daran wie geduldig er mir alles beigebracht hat. Blende einstellen, Belichtungszeit kontrollieren, ggf. ISO anpassen. Goldenen Schnitt präferieren und Objekt raus aus der Mitte Alle Erfahrungen haben mich bereichert und mir auch Lust auf neue Reisen und Abenteuer gemacht. Gerne auch wieder mit Gabriel, denn ich habe mich immer sicher und in guten Händen gefühlt.

    Anmerkung Libertist: Ja, ich hab mich auch in sicheren Händen gefühlt. War eine tolle Reise, der perfekte Abschluss dieses grandiosen Sommers. Naja, fast perfekt – der verlorenen Etappe nach Tok trauere ich schon ein wenig nach. Aber dafür konnte ich mehr Zeit mit meinem Fotomodel verbringen.

    Übrigens fliegt Katharina im Winter wahrscheinlich zum Skifahren nach Mazedonien, für mich geht’s nach Patagonien.
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  4. Dauerbesucher
    Avatar von MatthiasK
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    859

    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #4
    Hammermäßig! Ich will nach AK!
    "Extra 5 Liter Wein"!

  5. Thomasy
    Gast

    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #5
    Wie immer beeindruckende Fotos und ein sehr schöner Reisebericht. Von mir gibt's , wenn das überhaupt reicht. Kann mich Matthias da auch nur anschließen.

  6. Erfahren
    Avatar von nicki1005
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #6
    Perfektes Gesamtpaket Danke für den absolut grandiosen Bericht! Das Mooshütterl ist süß. Und das Hilleberg Kaitum IST heilig
    Lg, Nicki

  7. Erfahren

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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #7
    Super Bericht! Super Bilder! Vielen Dank! Mehr gibts nicht zu sagen.

  8. Erfahren

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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #8
    Danke!!!!!!!!!!

  9. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #9
    Das sind mal wieder sensationelle Fotos! Die brillanten Herbstfarben gefallen mir ganz besonders gut

  10. Fuchs

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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #10
    Voll der Kack



    Supergute Fotos, wunderbarer Bericht. Ich will auch dahin

  11. Anfänger im Forum
    Avatar von greno
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #11
    wow...ich würde glaub ich vor Staunen keinen Kilometer am Tag schaffen

    Die Bilder sind großartig und gehören eig als Bildband in jeden gut geführten Buchladen. Wirklich Daumen hoch dafür.

  12. Lebt im Forum
    Avatar von Chouchen
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #12
    Zu Deinen Bilder muss man ja fast nichts mehr sagen, deswegen nur soviel: Mädel in schöner Landschaft ist ein sehr lohnendes Motiv und eine schöne Abwechslung.
    "I pity snails and all that carry their homes on their backs." Frodo Baggins

  13. AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #13
    Manmanman, bald muß ich dich wegen Körperverletzung verklagen. Deine Fotos lösen bei mir schwere Fernweh-Depressionen aus


  14. Gerne im Forum
    Avatar von Ro
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #14
    Großes Kino. Schöner Schreibstil auch! Hut ab vor eurer Leistung. Gabriel sieht auf den Bildern stets viel erschöpfter aus als Katharina...

  15. Dauerbesucher
    Avatar von Hunter9000
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #15
    Wahnsinnig tolle Bilder, super geschrieben und eine fesche Begleitung!


  16. Gerne im Forum
    Avatar von elcom
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #16
    Worte können meine Begeisterung nicht ausdrücken. Also werd ich's gar nicht erst versuchen.
    11 von 10 möglichen Sternen!

    //edit

    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    Aber dafür wie das Bild entstanden ist, hätte ich gerne eine Erklärung.
    Geändert von elcom (06.11.2013 um 14:50 Uhr)
    One says to me, "I wonder that you do not lay up money; you love to travel; you might take the cars and go to Fitchburg today and see the country." But I am wiser than that. I have learned that the swiftest traveller is he that goes afoot. ― Henry David Thoreau
    Mein Blog: http://cheeseburgerhikes.blogspot.com/

  17. Anfänger im Forum
    Avatar von DorjeOlofsson
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #17
    Super Reise, schöner Schreibstil, schöne Bilder! 1A!

    OT: Wer in HanWag Ferrata 4 Wochen auf Trekking geht muss 'ne verdammt harte Sau sein. Libertist, geh mit der Frau mal vernüftige Schuhe kaufen...

  18. Dauerbesucher
    Avatar von Mortias
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #18
    Eine heftige Tour habt ihr da gemacht. Besonders Respekt an Katharina, die als Alaska-Neuling sich solch anspruchsvollen Strapazen gestellt hat, Hut ab!!! Die Bilder sind (wie gewohnt bei Dir) einfach nur klasse und wecken das Fernweh in mir. Und die Idee den Bericht von Katharina schreiben zu lassen fand ich auch sehr gut. Ihr Schreibstil drückt sehr gut die empfundenen Emotionen aus. Gepaart mit Deinen gelegentlichen Kommentaren (die dann doch zum Schmunzeln angeregt haben) ist da in der Summe echt ein super Bericht draus geworden.

  19. AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #19


    In Anbetracht der Bilder und des wunderschönen Textes bin ich mal wieder sprachlos und vollkommen begeistert!

    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit."
    Wilhelm von Humboldt, 1767-1835

  20. Erfahren
    Avatar von MIH
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    AW: [US] Alaska 2013 (2/2): Östliche Alaska Range und Wrangells

    #20
    Ich mag deine Reiseberichte garnicht! Da merke ich immer wie schlecht ich fotografieren kann . Ich finde du solltest mal einen kleinen Kurs zu deinem Workflow bei der Bildbearbeitung darstellen damit ich lernen kann ich wie meine Bilder verbessern kann.
    Es ist nicht alles GoLd was glänzt!

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