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  1. Gerne im Forum
    Avatar von elcom
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    2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #1
    Moin zusammen,

    es wird dringend Zeit, dass ich noch mal mit Rucksack und Zelt vor die Tür komme. Leider ist mein Urlaubsanspruch für dieses Jahr schon so gut wie aufgebraucht, sodass es nur noch für die Weihnachtsbrückentage reicht. Aber ab Januar geht ja ein neues Jahr und somit ein neuer Urlaubskontingent los

    Also hab ich mir überlegt, Ende Dezember / Anfang Januar eine Trekkingtour durch England zu machen. Eigentlich wollte ich ja immer mal in die schottischen Highlands, aber das hebe ich mir lieber für eine besser geeignete Jahreszeit auf. Zur Wahl stehen jetzt also England und Wales. Nun kenne ich mich mit besagten Regionen leider nicht aus, was wohl hauptsächlich der Sache geschuldet ist, dass ich noch nie britischen Boden betreten habe. Aber das soll sich endlich ändern.

    Es müssen zwar nicht unbedingt markierte Wanderwege sein, generell sollte es aber schon durch idyllische Landschaften gehen. Touren in den Outskirts großer Städte wie London sind tabu. Routen entlang der Küste würde ich gerne vermeiden, weil mir das auf Dauer zu monoton wird. Am liebsten wäre mir diese typische Art von Landschaft wie man sie mit England assoziiert: mystische, neblige Landschaften mit Burgen und keltischer Kultur.

    Welche Gegenden, die nicht vollkommen fernab jeglicher Zivilisation sind (sofern es sowas dort überhaupt gibt), empfehlen sich denn eurer Meinung nach?

    Gruß,
    elcom
    One says to me, "I wonder that you do not lay up money; you love to travel; you might take the cars and go to Fitchburg today and see the country." But I am wiser than that. I have learned that the swiftest traveller is he that goes afoot. ― Henry David Thoreau
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  2. AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #2

  3. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #3
    Also für die Jahreszeit würde ich eigentlich zu Cornwall raten, den Cornwall Coast Path. Ob das eintönig ist? Entscheide selbst, hier ein paar Impressionen eines Teilstücks.

    Gruß,

    Claudia

  4. Gerne im Forum
    Avatar von elcom
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #4
    @Carsten010:

    Danke, die Seite sieht schon mal sehr hilfreich aus. Ich werd die einzelnen Trails mal genauer miteinander vergleichen, aber auf den ersten Blick scheint der Offa's Dyke Path ganz interessant zu sein.

    @Waldhexe:

    Es lässt sich darüber streiten, ob Küstenlandschaften eintönig sind oder nicht, aber es ist nicht so mein Ding. Ich bevorzuge Touren im Inland und Gebirge. Das muss allerdings nicht heißen, dass Cornwall gleich aus der Auswahl fällt. Auch dort muss man ja nicht die ganze Zeit an der Küste laufen.
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  5. Gerne im Forum

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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #5
    Moin!
    Da Ihr jetzt im Dezember und Januar in England wandern wollt, würde ich ebenso nur Cornwall und die Südküste von England vorschlagen.
    Und zwar wirklich nur diese Region in England, da es durch den warmen Golfstrom dort nicht so richtig eisig kalt wird.
    Ich selbst habe einige Etappen des dortigen Southwestcoastpath abgewandert. Ich kann diese Region wirklich empfehlen. Es sind überall wunderschöne schmale Wanderwege in abwechslungsreicher Umgebung vorhanden.
    Es grüßt Willi
    www.willi44.de/southwestcoastpath.htm

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    Avatar von Torres
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #6
    Mein Votum ebenfalls für Cornwall. Die Küste ist abwechslungsreich, es ist hügelig dort, es gibt waldige Gebiete znd durch den Golfstrom ist das Klima moderat. Einsam genug ist es auch dort. Ich würde in Penzanze starten, gerade im unteren Teil ist es sehr schön.

    In Wales fiele mir der Brecon-Beacons Nationalpark ein, aber um die Jahreszeit wäre mir das zu heftig. Schon im Sommer oder Herbst kann es dort wettertechnisch recht unangenehm werden.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #7
    Zitat Zitat von willi44 Beitrag anzeigen
    Da Ihr jetzt im Dezember und Januar in England wandern wollt, würde ich ebenso nur Cornwall und die Südküste von England vorschlagen.
    Und zwar wirklich nur diese Region in England, da es durch den warmen Golfstrom dort nicht so richtig eisig kalt wird.
    Das sollte in Pembrokeshire/Wales nicht wesentlich anders sein und die Landschaft ist sicher mindestens genauso spektakulär.
    Pembrokeshire Coast Path











    Wir waren anschließend auch in Cornwall, also quasi direkter Vergleich. Das ist viel touristischer, mehr (große) Orte v.a. an der Südküste; die Klippen sind in Cornwall oft aus brüchigem Schiefer, wogegen der Kalk und der Sandstein an der südlichen bzw. nördlichen/westlichen Küste der Halbinsel rund um Pembroke solide ist und die Felsformen IMHO ansprechender. (Ok., da spricht Kletterers Herz...)
    Geändert von Flachlandtiroler (05.11.2013 um 16:30 Uhr)

  8. Gerne im Forum
    Avatar von elcom
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #8
    Die Temperaturen am Atlantik mögen ja etwas milder sein, aber so richtig begeistern kann ich mich für Küstenwanderungen einfach nicht. Ich rechne zu der Jahreszeit ohnehin nicht mit milden, angenehmen Temperaturen und Sonnenschein. Schnee oder Regen werden da wohl genau so zur Tagesordnung zählen wie kräftigere Winde. Daran soll's aber auch nicht scheitern; vielleicht wäre das auch eine gute Gelegenheit, neue Ausrüstung wie Zelt und Schuhe auf Herz und Nieren zu testen. Es müssen allerdings auch nicht unbedingt die schottischen Highlands sein, denn da ist mir das Wetter im Winter doch zu extrem.

    Wie sieht's denn mit dem Landesinneren von Wales und Westengland aus?
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  9. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #9
    Westengland bedeutet Cornwall oder Wales oder Yorkshire Dales oder Lake Destrict. Abseits der Küste, die Dir nicht gefällt(?), sind das alles mehr oder weniger Highlands bzw. auch Gebirge. Im Winter sollte man da wissen, was man tut, das sollte man auf keinen Fall unterschätzen! Das wird unter Umständen eine richtige Wintertour, mit entsprechend notwendiger Ausrüstung und Erfahrung.
    Ich glaube, es versteht hier niemand so richtig, was Du gegen Küste hast, ohne dort gewesen zu sein. In Cornwall läufst Du über Hügel, mystische, nebelige Landschaften, es kommt auch mal eine Burg oder ein höchst pittoresker Ort, nur dass auf einer Seite Meer ist. Hast Du Dir die verlinkten Bilder und Berichte angeschaut?

    Wo und wie willst Du eigentlich übernachten? Wild zelten ist in England nicht einfach, da es kein freies Betreten der Landschaft gibt, wandern nur auf ausgewiesenen Wegerechten erlaubt ist und die Grundbesitzer sehr, seeehr eigen sind. Möglich ist freies Wandern oder Zelten nur in sogenannten Access-Areas, die gibt es oben in Highlands oder z.T. direkt an der Küste...

    Gruß,

    Claudia

  10. Liebt das Forum
    Avatar von Torres
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #10
    Richtig. Die Küste ist nicht flach. Da geht es auf und ab und manchmal sind es auch recht enge Wege. Verlaufen kann man sich auch. Hol Dir mal eine Wanderkarte der Region. Dass Cornwall sehr touristisch ist, kann ich nicht bestätigen, ich bin per Wanderkarte von Penzanze aus auf Wanderwegen gelaufen und da war es absolut einsam. Die Orte kann man außerdem problemlos umlaufen.

    Ansonsten habe ich Dir ja schon den Brecon-Beacon Nationalpark in Wales genannt. Da bin ich allerdings nicht gewandert, sondern bei Nebel vorbeigefahren :-). Lake District ist auch schön, aber ob ich da im Winter unterwegs sein will? Fand die Wanderungen bei strömendem Regen schon ziemlich speziell, das wäre mir im Winter bei Eis oder Schnee zu heikel.

    Letztendlich: Irgendwo anfangen, los zu laufen. Ich finde es überall toll in England oder Wales.
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  11. Gerne im Forum
    Avatar von elcom
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #11
    Na gut, wenn hier alle dazu raten, werd ich mir Cornwall mal genauer anschauen. Die Bilder sehen schon nicht schlecht aus. Es ist jetzt auch nicht so, dass ich Küsten per se ablehne, aber wenn's mir gar nicht gefallen sollte, kann ich ja immer noch weiter ins Landesinnere wandern, z.B. Richtung Dartmoor NP. Ich hab manchmal den Eindruck, dass man bei Küstenwanderungen schnell das Gefühl bekommt, nie anzukommen. Im Gebirge sehen die Berge jeden Tag anders aus, weil man immer wieder welche hinter sich lässt und neue am Horizont auftauchen. Wenn man ein Meer auf einer Seite hat, ist das halt immer da. Auch nach 2 Wochen und 2 Monaten noch. Daher meine Befürchtung, dass das schnell langweilig werden könnte. Wobei das nur eine persönliche Einschätzung darstellt, keine Erfahrung.

    Den ganzen South West Coast Path werde ich in der Zeit nicht schaffen, daher bleibt noch die Frage, ob sich eher der südliche oder nördliche Abschnitt lohnt.
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  12. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #12
    Das ist ein guter Ansatz, vorallem in dieser Jahreszeit wahrscheinlich die beste Entscheidung.

    Ich bin nur einen relativ kleinen Abschnitt gelaufen, aber der südliche Abschnitt wird allgemein als reizvoller beschrieben. Allerdings würde ich nicht in Penzance starten, sondern in St. Ives, da hast Du noch einige Höhepunkte auf dem Weg:

    - St. Ives ist ein hübsches "Piratennest" und Künstlerstädtchen
    - Steinkreis etwas danach
    - Das Zinn-Minengebiet um Pendeen, tolle Fotomotive der halbverfallenen Pumpenhäuser draußen auf den Felsen, Geevor-Mine fanden wir sehr interessant und sehenswert (Führung mitmachen!), im Minengebiet unbedingt auf dem Weg bleiben!
    - Lands End, ok, kann man sich anschauen, muss man aber nicht...
    - Minack Theatre, ein Freilichttheater detailliert aus den Felsen herausgearbeitet, sehenswert!
    - Moushole, ein weiteres hübsches "Piratennest"
    - St. Michaels Mount, Kloster auf einem Felsen vor Penzance, bei Ebbe rüberlaufen oder mit dem Motorboot bei Flut

    Ab da weiter um die schöne Halbinsel Lizard.

    Tips für England/Cornwall: unbedingt immer wieder mit den Leuten reden (Engländer sind sehr nett und gelegentlich recht originell, um nicht verschroben zu sagen), Pubs besuchen
    Filme zum "Kulturverständnis": "Calender Girls", "Ganz oder gar nicht", "Brassed off", "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Der Doktor und das liebe Vieh", alles von Monty Python im Original; noch mehr Vorschläge?
    Buchtip für Cornwall: Die Ritter der Tafelrunde bzw. Artus-Sage
    Kulinarische (ja!) Tips: alle Arten von Süßigkeiten/Süßspeisen probieren (sich wenigstens einmal "Cornish Cream Tea" in einem Teehaus/Cafe gönnen, bestehend aus Tee, Scones, Clotted Cream und Erbeermarmelade; Fudge, eine spezielle weiche Art Karamell; Schokolade; Kuchen; Deserts...), Essen gehen: Indisch oder Chinesisch oder Pubfood! Für unerschrockene (sollte man mal probiert haben): Cornish Pasties oder Fish and Chips. Für empfindliche Mägen: Kein englisches Frühstück (zumindest in Cornwall, wo die Küche noch sehr "englisch" ist!) sondern continental, oder zumindest die Sägemehl-Würstchen nicht essen!

    Schöne Tour!

    Claudia

  13. AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #13
    Hallo Elcom,

    ich kann dir noch den South Downs Way empfehlen, von dem ich selber bisher den südöstlichsten Kringel gegangen bin (zugehörige Seite hier, mein Bericht dort). Am nächsten Wochenende plane ich, die 2. Etappe, etwa von Alfriston bis Lewes zu gehen, Bericht folgt.

    Eine Küstenwanderung hast du dort nur eben an diesem Ende, der Rest geht auf inländischen Wegen vonstatten. Da ich nur die Beschreibung kenne, kann ich natürlich nicht sagen, ob das deinen Erwartungen und Ansprüchen genügt, aber ich will ihn auf jeden Fall spätestens nächstes Jahr dann zu Ende gehen.

    Viel Spaß beim Planen und Wandern,
    Babs
    Geändert von Babsbara (06.11.2013 um 15:34 Uhr)

  14. Gerne im Forum
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #14
    @Waldhexe:
    Ich dachte dabei eigentlich an einen Hike zwischen mir und der Natur. Auf Langstreckenwanderungen mag ich es nicht, wenn zu viele Ortschaften dazwischen kommen. Das verleitet mich immer zum Essen in Restaurants und Übernachtungen in B&B's. Die englische Küche mag ja sicher sehr lobenswert sein, aber an täglichem Einkehren in Lokalen, sowie geführten Touren in Touristenattraktionen bin ich nicht interessiert. Daher ging meine erste Tendenz auch eher in Richtung West-England/Wales. Ich bevorzuge weite Landschaften, wo man meilenweit mit sich allein sein kann. Was die Sache mit dem Zelten angeht, halte ich es ganz simpel: ob Wildcampen erlaubt ist oder nicht, spielt für mich keine große Rolle. Ich mache mir nicht die Mühe, jedes Mal vorher den Landbesitzer ausfindig zu machen, um ihn um Erlaubnis zu bitten. Wer die Prinzipien des LNT kennt und befolgt, und den Zeltplatz so hinterlässt, wie er ihn vorgefunden hat, erfüllt meiner Ansicht nach alle notwendigen Bedingungen zum Wildcampen.
    Und was den harten Winter angeht: ist alles eine Sache der Ausrüstung So viel Schnee wie in Nordskandinavien wird's da ja wohl nicht geben. Mit festen Trekkingstiefeln und einem Schlafsack, der warm genug ist, sollte das alles machbar sein.

    @Babsbara:
    Den South Downs Way werd ich mir auch noch genauer anschauen. Ich hab einfach im Moment das Problem, dass ich bei der ganzen Fülle an Trails nicht weiß, für welchen ich mich entscheiden soll
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #15
    Wenn es um Einsamkeit und unberührte Natur geht, dann kann ich den Snowdonia NP empfehlen. Allerdings finde ich da auf die Schnelle keine Mehrtages-Wanderungen.

    Und im Winter würde ich da nicht hingehen, wäre mir zu ungemütlich. Ich fand es auf dem Mt. Snowden schon im Hochsommer recht kritisch, als ein Tiefdruckgebiet durchgerauscht kam. Da hab ich den Wind-Chill-Effekt bisher am besten kennen und fürchten gelernt. Und ich war nicht zu dünn angezogen, war dann aber trotzdem froh, dass ich mich auf den paar Metern von der Bergstation auf den Gipfel nicht verirrt habe.

    Ansonsten ist der bereits mehrfach erwähnte Brecon-Beacons NP auch recht wild und unberührt.

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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #16
    Snowdonia sieht auf jeden Fall auch interessant aus und ist ungefähr die Art von Landschaft, die ich mir vorgestellt hab. Aber wie du schon sagtest, scheint das im Winter vielleicht eine Nummer zu hart zu sein; aus dem gleichen Grund, warum ich Schottland zu der Jahreszeit meiden möchte. Das wird vermutlich auch mit dem Pennine Way ähnlich sein, obwohl der mich landschaftlich nicht weniger reizt.

    So wie's aussieht schwanke ich derzeit wohl zwischen dem Offa's Dyke Path inkl. Abstecher in den Brecon Beacons NP oder Cornwall. Immer diese Entscheidungen...
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  17. Fuchs
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #17
    an täglichem Einkehren in Lokalen, sowie geführten Touren in Touristenattraktionen bin ich nicht interessiert.
    Das ist schade, denn der Reiz beim Wandern in GB ist für mich eine geniale Mischung zwischen pittoresken Orten, kultigen Pubs, interessanten Menschen und grandioser Landschaft. Die Highlights in Cornwall sind auch keine "Touristenattraktionen" im üblichen Sinne, also nicht extra für Touristen geschaffen. Geevor Mine ist z.B. einfach eine Zinnmiene, die fast in genau so blieb, wie sie nach der Schließung quasi über Nacht war: Die Klamotten der letzten Schicht hängen noch an den Spinden. Die ehemaligen Bergleute arbeiten heute als Führer und vermitteln den Bergbau in Cornwall von der Steinzeit bis zur Schließung in den 80/90er Jahren. Cornwall, die Cornish Men und Bergbau sind untrennbar miteinander verbunden.
    Solche "Touristenattraktionen" tragen oft wesentlich zum Verständnis von Land und Leuten, insbesondere auch der Landschaft (die meist Kulturlandschaft ist) bei.
    Man kann eine Landschaft natürlich auch einfach abwandern, ohne sich für irgendetwas zu interessieren. Du merkst an meiner Wortwahl, das ich das in GB für sehr bedauerlich halte. Aber gut, jedem das seine.

    Das allerdings
    ob Wildcampen erlaubt ist oder nicht, spielt für mich keine große Rolle. Ich mache mir nicht die Mühe, jedes Mal vorher den Landbesitzer ausfindig zu machen, um ihn um Erlaubnis zu bitten. Wer die Prinzipien des LNT kennt und befolgt, und den Zeltplatz so hinterlässt, wie er ihn vorgefunden hat, erfüllt meiner Ansicht nach alle notwendigen Bedingungen zum Wildcampen.
    halte ich - gelinde ausgedrückt - für ziemlich daneben. Sag dann bitte niemandem, dass Du aus Deutschland kommst.

    Ich habe eine Zeitlang in England gelebt und gearbeitet, war dort in der Landschaftsplanung tätig und habe das "Theater" um Wegerechte häufig mitbekommen. Es gibt in England kein freies Betretungsrecht der Landschaft wie in Deutschland, d.h. Privatbesitz zu betreten (auch private Wege) ist verboten und dieses Verbot wird von den Eigentümern zum Teil recht massiv bis aggressiv überwacht! Ob es also für Dich eine Rolle spielt, ob Wildcampen erlaubt ist oder nicht, ist nicht maßgeblich. Was der Grundbesitzer davon hält, wirst Du merken, wenn Du erwischt wirst.
    Bedenklicher finde ich allerdings, dass Organisationen wie der National Trust über zum Teil jahrzehntelange, schwierige Verhandlungen Wegerechte mit den Grundbesitzern vereinbaren und dadurch die großen, lückenlosen Wanderwege einrichten konnten. Mit Deinem Verhalten erweist Du diesen Bemühungen, auch um weitere Wanderwege oder Lückenschlüsse (wo Grundbesitzer sich quer stellen, verlaufen Wege entlang der Straße, häufig z.B. am Kerry Way) und allen, die nach Dir diese Wege benutzen wollen, einen Bärendienst. Bitte überdenke Deine Einstellung und frag zumindest um Erlaubnis oder zelte nur in Access Areas (auf den Karten eingezeichnet)!

    Gruß,

    Claudia

  18. Gerne im Forum
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #18
    Sofern genug von diesen sog. "Access Areas" vorhanden sind, ist das ja kein Problem. Und es ist auch nicht so, dass ich mein Zelt in der Mitte des Trails oder im Vorgarten des Landbesitzers aufbaue. Sofern die Möglichkeit dazu besteht, errichte ich mein Nachtlager da, wo man es nicht gleich vom Trail aus sehen kann, eben um niemanden zu stören. Je nach Landschaft ist das aber nicht immer möglich, z.b. wenn man mal in unbewaldetem Gebiet unterwegs ist. Ich verstehe aber dieses ganze Heckmeck darum nicht. Wo ist denn das Problem, wenn ich abends im Dunkeln mein Zelt auf einer Wiese aufschlage und es morgens wieder abbreche? Ich hinterlasse die Plätze immer so, wie ich sie vorgefunden habe. Kein Müll, kein Lagerfeuer (außer es sind schon vorher dafür vorgesehene Feuerstellen vorhanden) und wenn ich weg bin, wird niemand sehen können, dass da mal ein Zelt stand. Wem bitte schadet das denn? Dass man in bestimmten Nationalparks zum Zwecke des Naturschutzes nicht zelten darf, kann ich ja noch nachvollziehen, aber irgendwo muss auch mal Schluss sein.
    One says to me, "I wonder that you do not lay up money; you love to travel; you might take the cars and go to Fitchburg today and see the country." But I am wiser than that. I have learned that the swiftest traveller is he that goes afoot. ― Henry David Thoreau
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  19. Fuchs
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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #19
    Noch einmal: Die Verhältnisse und die Mentalität, was Grundbesitz anbelangt, sind in England anders! Dú kannst Glück haben, an freundliche Leute geraten, es kann Dir aber auch passieren, das der Grundbesitzer Dich mit dem Gewehr/dem Hund/beidem (einem Kollegen in England bei einer unangemeldeten Betretung passiert) vom Grundstück jagt, die Polizei holt oder seinen Bullen (also Stier) rausläßt.
    Wo Schluss ist, entscheidest nicht Du, sondern der Grundbesitzer!!!

    Bedenke bitte, dass die Eigentümer z.T. mühsam zur Duldung von Wanderwegen (ausgewiesene Wege) überredet wurden! Wenn deren Befürchtungen ("und dann campieren die da womöglich") sich bewahrheiten, werden Wege gesperrt oder weitere Verhandlungen schwierig! Das hat auch mit Vernunft oder möglichen Schäden nichts zu tun, es geht oft rein ums Prinzip! In diesem Punkt verstehen die sonst ausgesprochen freundlichen Leute keinen Spaß! Englische Farmer sind ein spezieller Menschenschlag!!
    Noch mal:

    Bedenklicher finde ich allerdings, dass Organisationen wie der National Trust über zum Teil jahrzehntelange, schwierige Verhandlungen Wegerechte mit den Grundbesitzern vereinbaren und dadurch die großen, lückenlosen Wanderwege einrichten konnten. Mit Deinem Verhalten erweist Du diesen Bemühungen, auch um weitere Wanderwege oder Lückenschlüsse (wo Grundbesitzer sich quer stellen, verlaufen Wege entlang der Straße, häufig z.B. am Kerry Way) und allen, die nach Dir diese Wege benutzen wollen, einen Bärendienst. Bitte überdenke Deine Einstellung und frag zumindest um Erlaubnis oder zelte nur in Access Areas (auf den Karten eingezeichnet)!
    Meist kann man es einrichten, dass man vor der Lagerplatzsuche an einem Haus fragt, oder in sehr ländlichen Gegenden im Pub im letzten Ort.

    Gruß,

    Claudia

  20. Dauerbesucher

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    AW: 2 - 3 Wochen Wandern in England, aber wo?

    #20
    Zitat Zitat von kletterling Beitrag anzeigen
    Wenn es um Einsamkeit und unberührte Natur geht, dann kann ich den Snowdonia NP empfehlen. Allerdings finde ich da auf die Schnelle keine Mehrtages-Wanderungen.
    Auf mudandroutes.com gibt es ausreichend Ideen für Mehrtagestouren in Snowdonia.

    Ich war letztes Jahr im August dort, habe meine Tour dann aber nach 4 Tagen Dauerregen abgebrochen. Danach gab's dann noch zwei Tage B&B in Criccieth und 2 Tage Campingplatz in Barmouth mit jeweils Tageswanderungen und viel Eiscreme sowie Fish & Chips.

    Snowdonia ist super aber im Winter stelle ich es mir dort ziemlich rough vor...
    Signaturen sind prätentiös. :D

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