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  1. Kids Touring - Kids Tourer

    #1
    Kaufdatum: 2013
    Hersteller: Kid's Touring
    Modell: Kids Tourer
    Modelljahr: 2013
    UVP: 749€
    Verarbeitungsqualität: sehr gut
    Outdoorerfahrung Testperson (1-wenig bis 7-hoch): 5


    Technische Daten (laut Herstellerhomepage):
    Außenmaße aufgeklappt: L88 x B81 x H93 cm
    Außenmaße gefaltet: L88 x B81 x H22 cm
    Innenbreite: 64 cm
    Leergewicht: 14,5 kg (ohne Zubehör)
    Zuladung: max: 80 kg
    Kopfhöhe: 63 cm
    Fußraumtiefe: 55 cm
    Stauraum: 62 x 26 x 38 cm



    Bevor ich mit dem eigentlichen Testbericht loslege möchte ich kurz erklären, wie es dazu kam, dass wir uns einen Kinderfahrradanhänger gekauft haben und vor allem auch erklären, was das ganze denn mit dem Thema Outdoor zu tun hat.

    Nach der Geburt unseres Sohnes (mittlerweile 19 Monate alt) überlegten wir uns, wie wir es denn schaffen könnten, auch mit Kleinkind draußen unterwegs zu sein. In den ersten Monaten sind die Möglichkeiten doch recht spärlich und man möchte - als unerfahrene Eltern - dem kleinen Wurm ja auch nicht zu viel zumuten. Neben Kinderwagen (nur bedingt wandertauglich) und Tragetuch gibt es da dann noch verschiedene Tragevorrichtungen wie Ergo BabyCarrier und Co. Allesamt haben den Nachteil, dass man den kleinen Wurm doch ordentlich mit einschwitzt, wenn es dann mal bergauf geht. Je nach persönlicher Schweißneigung eben.
    Ab einem gewissen Alter und mit der Fähigkeit frei zu sitzen, kommt dann die Kraxe mit ins Spiel. Wir selbst haben uns für die KidComfort von Deuter entschieden. So eine Kraxe bietet einige Vorteile gegenüber den anderen Tragesystemen. Allerdings hat auch sie ihre Nachteile. Die auf Dauer ungünstige Sitzposition (keine wirkliche Anhock-Spreizhaltung) und das Auskühlen der Extremitäten bei kaltem Wetter müssen bei der Tourplanung berücksichtigt werden. Eigentlich sind wir mit der Kraxe sehr zufrieden, für längere Strecken und mehr Kilometer ist sie aber nur bedingt geeignet. Nach ausgiebiger Recherche in einem einschlägigen Outdoorforum war uns klar, dass ein Pilgerwagen für uns nicht in Frage kommt, aber ein Kinderfahrradanhänger vielleicht genau das Richtige ist.

    Durchsucht man den Markt der Kinderfahrradanhänger kommen schnell die am Markt führenden Marken bei der Google-Suche heraus.
    Ganz schön teuer... war mein erster Gedanke. Und die Qualität? Naja... Stiftung Warentest findet entweder Probleme bei der Sicherheit oder gar giftige Stoffe in den verarbeiteten Materialien.
    Dann bin ich beim Outdoor-Riesen meines Vertrauens auf den Kids Touring Anhänger gestoßen.

    Aber jetzt zum eigentlichen Bericht, aus dem dann auch hervorgehen wird, weshalb die Entscheidung auf den Kids Touring gefallen ist.



    1. Erster Eindruck

    19.09.13

    Der vielseitige und bewährte Klassiker der Standardausführung bietet zertifizierte Qualität aus deutscher Produktion. Erstklassige Sicherheit und exzellenten Komfort dank der Security Aluwanne und des 5-Punkt-Sicherheitsgurtes!
    Soweit die Kurzbeschreibung des Herstellers, die mein Interesse geweckt hatte.



    Produktion "Made in Germany":
    Normalerweise schreibe ich bei einem Testbericht nicht viel über die Firma oder die Produktion. Da die Infos zu diesem Bereich aber ganz klar mitentscheidend für den Kauf dieses Produktes waren, möchte ich hier kurz darauf eingehen.
    Die Firma KidsTouring.de produziert laut eigenen Angaben ausschließlich in Deutschland. Auch die Einzelteile des Anhängers werden - soweit möglich - ganz bewusst von deutschen Herstellern bezogen, die ebenfalls in Deutschland produzieren. Hört sich erstmal toll an. Aber ob es auch stimmt?
    Auf Nachfrage wurde mir von Herrn Arnold (Geschäftsführer der KidsTouring) angeboten bei Ihnen in der Firma vorbei zu schauen, um mir selbst ein Bild von der Qualität und den verwendeten Materialien zu machen.
    Etwas (positiv) überrascht über dieses Angebot habe ich mich dann die Woche drauf ins Auto gesetzt und bin direkt bei der Firma KidsTouring in Straubenhardt vorbei gefahren. Es wird übrigens generell von der Firma angeboten. Wer dort einen Anhänger kauft, darf live beim Zusammenbau dabei sein.


    Auf den ersten Blick wird die Produktionshalle recht klein. Bei genauerem Hinsehen aber wird klar, dass hier alles seine Ordnung hat und jeder Handgriff sitzt. Mit insgesamt 6 Mitarbeitern ist die Firma KidsTouring sicherlich nicht mit Firmen wie Chariot vergleichbar. Bei einer kleinen Tour durch die Produktionshalle zeigte mir Herr Arnold die Einzelteile der Zulieferer und nannte bei wirklich jedem Teil die Firma, die es herstellt und wo in Deutschland sie produziert.
    Mit Außnahme der Reifen (die Firma Schwalbe ist zwar deutsch, produziert allerdings im Ausland), der Schnellspanner und des Wimpels (offensichtlich gibt es keine deutsche Firma, die Wimpel produziert!) ist wirklich alles "made in Germany".


    Schadstoffe:
    Ein weiterer Punkt, der mir wichtig war sind die verwendeten Materialien. Hier lässt die Firma nach dem Öko-Tex Standart produzieren und verzichtet wo immer möglich auf Materialien, die Weichmacher oder problematische Stoffe enthalten könnten.
    Hier stellt sich dann natürlich die Frage, wie gut der Öko-Tex Standart ist, und wie engmaschig die produzierenden Firmen kontrolliert werden. Da die Herstellung der Einzelteile aber fast ausschließlich in Deutschland erfolgt, sagt mir hier mein Bauchgefühl, dass die Kontrollen wahrscheinlich seriöser durchgeführt werden als dies vielleicht bei Produzenten in China der Fall sein könnte.
    Es gibt übrigens keine verchromten Bauteile. Alles was glänzt, wird in Kooperation mit Behindertenwerkstätten in der Region poliert.


    Das Grundgerüst / Sicherheit:
    Ein weiterer wichtiger Aspekt - vor allem bei der Verwendung als Fahrradanhänger im Stadtverkehr - ist die Sicherheit. Die meisten Modelle anderer Hersteller haben einen Stoffboden und eine mehr oder weniger stabile Rahmenkonstruktion.
    Der KidsTourer baut als Grundgerüst auf eine stabile Aluwanne mit 1,5mm Dicke und einer Doppelrohr-Rahmenkonstruktion. Die Wanne an sich wird mittels Laser geschnitten und dann unter Hitze in die richtige Form gebogen, was Bruchstellen verhindern soll. Auf die Wanne gibt die Firma übrigens lebenslange Garantie und auf alle weiteren Aluteile 25 Jahre!




    Hier die Ansicht von Unten. Gut zu sehen der Doppelrohrrahmen, der die beiden Reifen aufnimmt, sowie die Aluwanne.



    Durch diese stabile Konstruktion wird im Fall eines Auffahrunfalls durch ein Auto der Kinderanhänger nicht "gefaltet", wie dies bei anderen Marken der Fall ist, sondern vom Auto weggeschoben oder weggeschleudert, ohne dass der Innenraum zusammengequetscht wird. Wer Lust hat, kann sich auf Youtube entsprechende Videos von Crashtests des KidsTourer anschauen.
    Als ich in der Firma war wurde ich übrigens gebeten, mich in einen Anhänger hinein zu stellen. Samt Kleidung liegt mein Gewicht aktuell etwa bei 120kg! Selbst diese Extrembelastung hatte keine Auswirkung auf Rahmen, Aluwanne und vor allem nicht auf die Radaufhängung. Alles blieb ganz, nichts hat sich verbogen oder geknirscht. Respekt!


    Verdeck:
    Das Verdeck des KidsTourer ist wasserdicht und kann ganz nach Vorliebe in verschiedenen Farben bestellt werden. Die Stoffe sind übrigens nicht beschichtet, sondern durch eine besonders dichte Webtechnik wasserdicht. Auch hier wieder bewusst der Verzicht auf gesundheitlich problematische Stoffe. Die Seitenwände sind mit reflektierenden Streifen ausgestattet und die getönten Seitenfenster sind UV-resistent. Alle Nähte, die besonderen Belastungen ausgesetzt sind, wurden doppelt genäht.
    Das oberste Verdeck ist mit zwei Druckknöpfen befestigt und kann nach hinten aufgerollt werden.



    Der Insektenschutz des Verdecks ist unten an der Plastikverbindung des Rahmens mit einer Nase und einem Gummiband befestigt. Wenn man diesen Verdeckteil löst, kann man ihn ebenfalls nach hinten ziehen und am Haltegriff des Anhängers recht gut fixieren.
    Hier kommt dann auch die erste Kritik. Das Insektenschutznetz hält gut und straff. Allerdings ist die Handhabung nicht ganz optimal. Die Nase, an der das Netz befestigt ist liegt unterhalb der Plastikverstrebung, d.h. man sieht sie nicht, wenn man neben dem Hänger steht und das Netz öffnen oder schließen möchte. Hier braucht man ein wenig Übung, bis man das "blind" gut hinbekommt. Auch ist das Lösen der Gummischlaufe nicht ganz so einfach, wie man sich das wünschen würde. Kein großes Problem, aber wenn man das Netz häufig öffnet und schließt wünscht man sich doch irgendwann eine komfortablere Lösung.



    Kofferraum:
    An der Rückseite des Anhängers lässt sich das Verdeck ebenfalls durch Lösen von drei Druckknöpfen sehr einfach aufklappen. Hier öffnet sich dann der doch sehr geräumige "Kofferraum" des Anhängers, der nochmals extra durch ein elastisches Netz geschützt ist, welches sich auf Wunsch ebenfalls öffnen lässt. Genug Platz, um Ausrüstung oder falls nötig Einfkäufe zu transportieren. Toll


    Auf Wunsch lässt sich der Anhänger natürlich auch als Cabrio nutzen
    ... wobei das beim Ziehen mit einem Fahrrad auf Grund des Steinschlags nicht zu empfehlen ist. Mit dem optional erhältlichen Jogger/Skater-Rad aber eine feine Sache.



    Innenraum / Sitze:




    Den KidsTourer kann man durch einfaches und schnelles Umstecken der Gurte sowohl als Ein-, als auch als Zweisitzer nutzen. Hierfür muss einfach das 5-Punkt Gurtsystem umgesteckt werden, was ohne Probleme und ohne Werkzeug machbar ist.

    Die Gurtbänder sind zur Sicherheit alle doppelt vernäht, so dass sie im Falle eines Unfalls den besonderen Belastungen standhalten. Da die Sitze aufgehängt sind, lässt sich mittels Gurtbändern an der Rückseite und unter dem Sitz die "Federwirkung" einstellen und je nach Bedarf straffer oder lockerer (und damit federnder) eingestellt werden.


    Die Sitzposition an sich lässt sich durch die Trägerstange mittels Schnellspanner leicht und schnell anpassen. Eine vollständige Liegeposition ist nicht möglich, das habe ich aber bei einem Anhänger auch nicht erwartet.





    Die Polster an sich sind alle über einen Reißverschluss heraustrennbar und bei 30°C waschbar. Wer eigene Kleinkinder hat weiß wahrscheinlich selbst, warum das wichtig ist Des Weiteren finden sich im Innenraum zwei Netztaschen, in denen Trinken, Spielzeug oder ähnliches verstaut werden kann. Der Teppich am Boden ist extrem robust und auch hier wieder bewusst ohne Gummierung oder Klebstoffe in Deutschland hergestellt. Er kann einfach herausgenommen und sogar mit einem Dampfstrahler gereinigt werden.


    Die Brustgurte sind mit einer verschiebbaren Polsterung ausgestattet, um das Einschneiden der Gurte in den Hals des Kindes zu verhindern. Leider rutschen diese recht schnell nach unten weg. Ich vermute, dass sie im Praxistest nicht ganz ihrem Zweck nachkommen werden. Aber das wird sich erst nach ein paar Stunden Nutzung zeigen.



    Bereifung / Federung:



    Als Reifen setzt KidsTouring auf die Marathon Serie von Schwalbe. Diese Reifen sind mit dem GreenGuard ausgestattet, welcher bei einem Durchstechen der Reifen den Luftverlust ausschließen soll. Die Reifen sind mittels eines Schnellspanners am Doppelrohrrahmen befestigt und lassen sich mit wenigen Handgriffen und ohne Werkzeuge abmontieren (z.B. für den Transport im Autokofferraum).


    Als Federung wird eine Elastomerfederung eingesetzt. Im Bild erkennbar als schwarzer Gummistutzen zwischen Rahmen und Radaufhängung. Wie gut diese Federung wirklich federt wird sich erst im Praxiseinsatz zeigen. Standardmäßig ist übrigens eine Feststellbremse am rechten Reifen montiert, die recht einfach mit der Hand bedient werden kann.



    Beleuchtung:
    Serienmäßig kommt der KidsTourer übrigens mit jeweils zwei Reflektoren vorne und hinten sowie mit einem LED-Rücklicht, welches man an der Aluwanne hinten befestigen kann. Das freut natürlich, da hier gleich alles für mögliche Nachtfahrten mit im Lieferumfang enthalten ist.



    Anbringung von Zusatzausstattung:



    Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist natürlich die Zugstange inkl. Weber-Kupplung. Die Deichsel wird mittels Schnellspanner an die seitliche Deichselaufnahme des Anhängers befestigt. Zur Sicherheit gibt es hier noch einen extra Sicherheitssplint mit Bügel, der vor einer unabsichtlichen Abtrennung schützt. Die Weberkupplung lässt sich standardmäßig abschließen, so dass einem Anhängerdiebstahl vorgebäugt werden kann. Die Verbindung der Deichsel mit dem Anhänger lässt sich übrigens ebenfalls durch ein (nicht im Lieferumfang enthaltenes) Steckschloss sichern. Allerdings liegt dem Anhänger ein Schrieb bei, der besagt, dass der Fahrbetrieb mit Steckschloss nicht erlaubt ist. Hier werde ich nochmal mit Herrn Arnold Rücksprache halten, weshalb ein Fahrbetrieb mit angebrachtem Steckschloss nicht geht.
    Ebenfalls gut zu sehen ist die Aufnahme an der Vorderseite der Aluwanne, in die das zusätzlich erhältliche Jogger-/Skaterrad mittels einer weiteren Deichsel angebracht werden kann. Leider verdeckt diese Aufnahme ein wenig den vorderern rechten Reflektor. Aber da nach vorne eh die Reflektoren des Fahrrades und der zweite Vorderreflektor des Anhängers ihren Dienst tun ist das meiner Meinung nach kein Nachteil.



    Zusammenklappen / Autotransport:



    Ebenfalls ein wichtiger Punkt: Das Zusammenlegen des Anhängers. Nicht immer kann/möchte man von zu Hause aus direkt starten.
    Um den KidsTourer zusammen zu legen entfernt man zunächst das Verdeck wie oben bereits beschrieben. Der in der Höhe verstellbare Schiebegriff lässt sich mittles zwei eindrückbaren Splinten einfach aus der Verankerung lösen. Dann löst man an der Querverstrebung den Sicherheitssplint und öffnet den Verschluss. Die Querverstrebung (an der auch der Sitz aufgehängt ist) lässt sich dann ganz einfach nach Innen an die rechte Seitenwand klappen. Die beiden Seitenwände können dann nach Innen geklappt werden und der Anhänger ist transportbereit. Wer noch mehr Platz benötigt kann auch noch die beiden Reifen mittels der Schnellspanner abnehmen. Damit wäre der KidsTourer auf Wannenhöhe zusammengelegt. Insgesamt dauert der ganze Vorgang weniger als eine Minute. Das Packmaß ist angesichts der starren Aluwanne und des Doppelrohrrahmens nicht winzig, aber dennoch klein genug, um den Anhänger in einem Kofferraum transportieren zu können.



    Spezialausstattung auf Wunsch:
    Es gibt eine ganze Reihe von Zusatzausstattung, die man erwerben kann. Da der Anhänger neben dem moderaten Mountainbiken im Odenwald vor allem als "Wanderanhänger" genutzt werden soll, war das Jogger-/Skaterrad für uns natürlich Pflicht. Darüber hinaus haben wir auch die Skaterbremse anbauen lassen.

    Jogger-/Skating-Set
    Das Jogger-/Skating-Set lässt den Fahrradanhänger im Handumdrehen zu einem Kinderwagen werden, der auch sportlicheren Ansprüchen gerecht werden sollte. Die Deichsel wird einfach mittels Schnellspanner an der vorderen Aufnahmen an der Aluwanne befestigt. Das Rad kann dann mit einem Schnellverschluss an der Deichsel befestigt werden. Als Reifen wird der BigApple von Schwalbe eingesetzt. Ebenfalls mit Pannenschutz (RaceGuard).



    Skaterbremse
    Warum eine Skaterbremse, wenn man nicht joggen gehen möchte? Jeder, der schon einmal mit Kinderwagen unterwegs war weiß, dass es bergab ganz schön gefährlich werden kann. Mit genügend Gewicht bekommt so ein Kinderwagen ordentlich Zug und man im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun den Wagen am Davonrollen zu hindern. Beladen mit Kind und Ausrüstung (Zelt, Essen, Kocher, ...) werden wir sicherlich einiges mehr an Gewicht auf die Waage bekommen und natürlich rechnen wir auf den anstehenden Wandertouren durch den Odenwald mit dem ein oder anderen Hügel, der überwunden werden möchte. Wir versprechen uns von der Skaterbremse also ein Plus an Sicherheit und vor allem Komfort beim Bergabgehen.
    Was aber direkt vor dem ersten Gebrauch auffällt ist, dass sich konstruktionsbedingt die Reifen auf Grund der Bremsen nicht mehr ganz so einfach mittels Schnellspanner lösen lassen. Zwar ist ein Ablassen der Luft nicht notwendig, aber ein wenig Kraft braucht man für das Abmontieren der Reifen schon.
    Außerdem fällt auf, dass der Bremshebel, welcher am Haltegriff des Anhängers befestigt ist, recht schwergängig ist. Man braucht schon ein wenig Kraft, um hier ausreichend Bremswirkung zu erzielen. Das liegt vermutlich an der Tatsache, dass mit einem Hebel zwei Bremsen (jedes Rad hat eine Bremse) betätigt werden müssen und wahrscheinlich ebenfalls an den recht langen Bremskabeln. Wir sind gespannt, wie sich die Bremse im Praxistest schlagen wird.


    Ein weiterer kleiner Minuspunkt ist die Feststellfunktion der Skaterbremse. Unten am Bremshebel befindet sich ein Druckknopf, mit dem anscheinend die Bremse in angezogenem Zustand festgestellt werden kann. Dies funktioniert mal besser, mal schlechter, mal gar nicht. Vielleicht liegt es an der Feineinstellung der Bremse, welche noch verändert werden kann. So ganz habe ich das Problem noch nicht ermitteln können. Prinzipiell aber nicht schlimm, da man ja die Feststellbremse direkt am rechten Reifen hat. Dennoch wäre die Feststellfunktion der Skaterbremse ein nettes Detail gewesen, wenn sie zuverlässig funktionieren würde. Auch hier werde ich nochmal mit der Firma Rücksprache halten.

    Wenn man übrigens die Skaterbremse installieren hat lassen, lässt sich der Haltegriff des Anhängers nicht mehr komplett vom Anhänger entfernen, da die Bremskabel natürlich nicht einfach so gelöst werden können. Dessen sollte man sich bewusst sein. Für uns kein Problem, da wir den Anhänger vorwiegend als Wanderanhänger nutzen wollen und beim Einsatz am Fahrrad der Haltegriff zudem nicht stört und heruntergeklappt werden kann.


    Vorläufiges Fazit nach dem ersten Eindruck:
    Die großen Pluspunkte sind ganz klar die sehr gute Qualität "Made in Germany", das gute Gefühl, dass es keine unsichtbaren Gefahrenstoffe in den Materialien gibt und die hohe Sicherheit, die durch die Doppelrohrkonstruktion, die stabile Aluwanne und die 5-Punkt Gurte gewonnen wird.
    Wirklich nett sind auch die kleinen Details, wie zum Beispiel die im Lieferumfang enthaltene LED-Rückleuchte und Weber-Kupplung, die hochwertige Schwalbe-Bereifung oder das einfache Zusammenlegen für den Autotransport.
    Nicht vollständig überzeugen konnte bisher die Skaterbremse mit ihrer Feststellfunktion. Aber hier werde ich nochmals nachhaken. Eventuell handelt es sich um ein Bedienfehler meinerseits. Beim Verschluss des Insektenschutznetzes wäre eine etwas komfortablere Lösung nett gewesen und der Sitz der Brustgurtpolsterung wird sich im Praxiseinsatz beweisen müssen.
    Unterm Strich aber macht der KidsTouring einen durchdachten, hochwertigen und somit sehr guten Eindruck. Wir freuen uns schon auf den Praxiseinsatz und werden in weiteren 4-6 Wochen darüber berichten
    Generell gilt wie immer: Sollte es bestimmte Fragen geben, oder noch Detailbilder gewünscht sein, dann meldet euch gerne hier im Thread.




    2. Praxistest

    1.02.14



    Nun nach etwa 4 Monaten des Gebrauchs möchte ich euch im Praxistest informieren, wie sich der Kids Tourer so beim Wandern und Biken geschlagen hat.



    Einsatz beim Wandern:








    Nach mehreren Tages- und Mehrtagestouren im und um das Neckartal im Odenwald können wir ganz klar sagen: der Anhänger ist klasse!
    Wie bei allen Dingen, die man zum ersten Mal tut haben wir ein paar Anläufe benötigt, um die optimale Nutzung und vor allem die optimale Beladung des Kids Tourer für unsere Bedürfnisse herauszufinden.
    Enorm aufgefallen ist uns dabei vor allem der Platz, den der Anhänger bietet. Selbst bei Touren mit Zeltübernachtung konnten wir für uns drei alles im Anhänger und einem größeren Wanderrucksack unterbringen, so dass meine Frau als Backup und Abwechselung noch die Kraxe mitnehmen konnte. Unser Sohn hat sich von Anfang an sehr wohl im Kids Tourer gefühlt. Der Vergleich zur Kraxe zeigt hier deutlich die Vorteile eines Anhängers beim Wandern. Der Kleine konnte sich (in Maßen) frei bewegen, je nach Lust Spielsachen oder Bücher zur Hand nehmen und sich auch nach Bedarf selbst verpflegen. Alles Dinge, die mit einer Kraxe nicht möglich sein.


    Über kurz oder lang kommt es natürlich selbst bei den stärksten Outdoor'lern zu Ermüdungserscheinungen
    Auch hier bietet der Anhänger genügend Platz... manchmal sogar etwas zu viel. Wenn man nur mit einem Kind unterwegs ist und dieses dann mit dem Mittelgurt angeschnallt hat, dann ist die sich daraus resultierende Schlafposition - nach links oder rechts gekippt - nicht ganz optimal. Wir haben es dann häufig so geregelt, dass wir ein richtiges kleines Kissen mitgenommen haben, mit dem wir den Kleinen dann abpolstern konnten. Bei Mehrtagestouren haben wir dann meist einfach einen der Schlafsäcke verwendet. So lässt es sich dann doch ganz gut im KidsTourer schlafen.


    Für's Einkaufen während der Tour eignet sich der Anhänger übrigens auch. Wie hier zu sehen haben wir einfach den großen Rucksack rein gepackt und konnten so relativ gemütlich unsere Einkäufe erledigen, ohne, dass einer von uns bei den abgestellten Rucksäcken zurückbleiben musste.




    Fahrradtouren








    Für den Ausflug mit dem Fahrrad - dem Hauptzweck des Anhängers - können wir nur festhalten, dass es wirklich prima klappt. Der Anhänger läuft sehr ruhig hinter dem Fahrrad her und bis auf das zusätzliche Gewicht merkt man kaum etwas von ihm. Natürlich braucht man eine gewisse Zeit, um ein Gefühl für die Breite des Anhängers zu bekommen und die ersten paar Mal Gegenverkehr auf einem schmalen Fahrradweg waren "spannend", weil man immer das Gefühl hatte, dass es gleich knallen könnte. Aber selbst bei der ersten Tour ist alles bereits glatt gelaufen und bis auf ein paar Situationen, in denen man mit einem Reifen im Grün gefahren ist (lieber etwas mehr Abstand vom Gegenverkehr als notwendig) hat sich der Anhänger voll bewährt. Als sehr angenehm haben wir die Abschließfunktion der Deichsel empfunden. Wie bereits berichtet lässt sich die Deichsel sowohl über ein eingebautes Schloss mit der Fahrradkupplung , als auch über ein optional zu erwerbendes (keine 10€ im Baumarkt) Steckschloss fest mit dem Anhänger verschließen. So konnten wir auch bei den Biergärten das Gespann ruhigen Gewissens abstellen, da wir das Fahrrad selbst fest angeschlossen hatten und der Anhänger sich eben nicht mehr schnell vom Fahrrad ohne die Schlüssel lösen lässt.


    Mountainbiken:





    Selbst in der kälteren Jahreszeit haben wir den KidsTourer beim Mountainbiken getestet. Es ist alles eine Frage der Kleidung
    Allerdings zeigen die Fotos schon klar, dass man hier komplett alles verschließen muss, da der kleine sonst unfreiwillig "Sommersprossen" trägt
    Beim Mountainbiken stößt der Anhänger aber ganz klar an seine Grenzen. Wie das aber meiner Meinung nach bei allen Anhängern dieser Bauweise der Fall sein wird. Hier kommen mehrere Probleme zusammen.

    - Zum einen das Problem mit der Fahrspur. Auf Waldwegen (SingleTrails geht natürlich wegen der Breite schon gar nicht) findet sich häufig eine, bzw. zwei gut mit dem Bike befahrbare Spuren. Dazwischen ist aber meist ein Grashüppel. Wenn ich also nun mit dem Mountainbike die für mich beste Linie fahre, dann ist der Anhänger auf Grund der Spurbreite meist mit einem Rad auf dem Hügel zwischen den beiden Spuren und mit dem anderen schon im Seitengrün. Keine sehr angenehme Erfahrung für den Kleinen. Fahre ich auf dem Zwischen hügel fährt der Anhänger zwar mit beiden Reifen auf der Spur, aber ich holpere durch die Gegend und das Risiko eines Sturzes erhöht sich für mich drastisch.

    - Ein weiteres Problem ist die Federung. Während kleinere Huppel noch einigermaßen ausgeglichen werden können, liefert eine Schotterpiste oder ein länger nicht mehr gepflegter Forstweg eine ordentliche Ruckelpartie für den Mitfahrer hinten im Anhänger. Ich kann nicht beurteilen, wie die Anhänger der Konkurrenz hier mit anderen Federsystemen abschneiden, wage aber zu behaupten, dass auch deren Federungen bei Schlaglöchern und Schotterpisten an ihre Grenze stoßen. Aber vielleicht hat hier ja jemand andere Erfahrungen gemacht.

    - Auch beim Mountainbiken auf Forstwegen muss ich häufig die Fahrspur korrigieren, um Steinen, Wurzeln oder ähnlichem auszuweichen. Wenn ich mit meinem Rad ausweiche, kann es sein, dass ich dadurch direkt mit den Rädern des Anhängers die Hindernisse erwische. Keine angenehme Erfahrung für den Mitfahrer.

    Kann man das Mountainbiken mit Anhänger also vollkommen vergessen?
    Ich würde sagen: Nein. Es geht vieles, wenn man wirklich will. Allem voran sollte aber die Sicherheit des Kindes und das Wohlbefinden stehen. Ich fahre mit Anhänger nicht die Touren, die ich sonst fahren würde, sondern suche bewusst die Strecken aus, die entweder geteert sind oder über Waldwege führen, die entsprechend gut befahrbar sind. Wenn man sich ein wenig in der Umgebung auskennt, dann klappt das eigentlich richtig gut. Außerdem sollte man sich von höheren Geschwindigkeiten verabschieden. Auch hier geht sicher einiges, wenn man es herausfordert, aber für mich ist da ganz eindeutig das Risiko eines Sturzes zu hoch. Wenn ich Abfahrten habe, dann achte ich auch dort bewusst darauf, geeignete Wege zu nutzen und fahre mit angepasster Geschwindigkeit. Ob das dann noch richtiges Mountainbiken ist... wer weiß. Mir macht es auf jeden Fall immer noch Spaß und der Vorteil ist einfach, dass der Kleine mit dabei sein kann.

    Achja... als Lauflernwagen eignet sich der KidsTourer übrigens ebenfalls, da man den Lenkbügel sehr niedrig einstellen kann



    Weitere Punkte

    Gurte:
    Wie im Ersten Eindruck schon geschildert hatten wir ein paar Probleme mit einschneidenden Brustgurten. Hier ist uns häufiger das Polster um den Gurt herum runter gerutscht, so dass der Kleine ab und zu ein paar Scheuerspuren am Hals hatte. Entweder man achtet darauf, oder aber man fixiert die Gurte mittels einer kleinen Naht oder einer kleinen Sicherheitsnadel auf der gewünschten Höhe. Auch das Fixieren mit einem Klebeband ist möglich. Was wir uns auch überlegt haben ist, einfach einen Klett auf den Gurt aufzunähen, mit dem man das Polster fixieren kann.

    Federung:
    Ja, sie federt. Nein, man sollte keine Wunder erwarten. Wer glaubt, dass hier jedes Schlagloch, bzw. jeder Stein "weggefedert" werden kann, der irrt sich gewaltig. Die Federung, kombiniert mit der Sitzaufhängung, leisten unserer Meinung nach gute Dienste. Unabdingbar ist aber ein vorausschauender Fahrstil. Das Mountainbiken kann wie bereits oben beschrieben nur bedingt empfohlen werden.

    Feststellbremse:
    Vom Werk aus ist eine Feststellbremse verbaut. Auf Wunsch kann man sich eine zweite dazu anbringen lassen. Unserer Meinung nach nicht wirklich nötig, wenn man auf eine Sache etwas aufpasst. Verwendet man die Feststellbremse am Berg, muss man darauf achten, dass der Anhänger sich nicht auf dem festgestellten Rad dreht, denn der andere Reifen ist nicht blockiert. Das hat uns ein paar Mal einen kurzen Schreckmoment beschert. Beim Einsatz am Rad ist das natürlich kein Problem. Beim Wandern mit Joggerrad sollte man sich dessen aber bewusst sein.

    Skaterbremse:
    Ganz klar: Kein Wandern ohne Skaterbremse. Wir waren vorwiegend im Neckartal unterwegs. Hier geht es häufiger auf und ab. Und wenn man erst mal einen Tag lang mehrmals bergab mit dem Anhänger gewandert ist, dann weiß man die Skaterbremse mehr als zu schätzen. Es ist nicht nur ein enormer Komfortgewinn, sondern ganz einfach auch ein Plus an Sicherheit. Wenn ich lange bergab gehe, dann zieht der Wagen beständig an meinen Händen. Mit der Skaterbremse kann ich den Wagen mit Fingerdruck so weit abbremsen, dass ich mich selbst teilweise ein wenig "auflaufen" lassen kann, was zwischendurch sehr angenehm ist

    Gewichtsverteilung:
    Auch eine Sache, die eigentlich nur beim Wandereinsatz von Bedeutung ist. Der Wagen hat einen relativ weit hinten liegenden Schwerpunkt. Vor allem, wenn man noch hinten Zelte, Kocher und Co eingelagert hat.
    Dessen sollte man sich unbedingt bewusst sein. Bereits ein leichter Druck auf den Bügel bringt das Joggerrad zum Schweben. Sehr angenehm, wenn man stärker lenken oder Wurzeln überfahren möchte... aber ansonsten mit Vorsicht zu genießen.
    Ich bin einmal mit angeleintem Hund unterwegs gewesen (Leine an der Hand, Hand am Bügel des Anhängers) und ein abruptes Stoppen des Hundes hat den Anhänger zum Kippen gebracht, weil das Stoppen des Hundes einen Ruck über meine Hand auf den Bügel des Anhängers gegeben hat und das genug war, um den Anhänger nach hinten kippen zu lassen. Passiert ist nicht viel, da der Kleine immer gut angeschnallt mit fährt. Allerdings hat es die Rückleuchte am Anhänger erwischt. Hier werde ich mir eine Ersatzleuchte besorgen müssen.


    Abschließende Gedanken zum Praxistest:
    Wenn ich nun nach mehreren Monaten Praxiseinsatz das Fazit ziehe, dann bin ich weiterhin sehr zufrieden mit dem KidsTourer. Die Qualität der Materialien und der Verarbeitung sind wirklich sehr gut und für meine Einsatzzwecke ist es nahezu der perfekte Anhänger. Hier und da könnte man sicherlich noch ein paar kleinere Dinge verbessern, wie z.B. die Befestigung der Gurtpolsterung oder aber den Feststellknopf der Skaterbremse, der nicht ganz so einfach richtig einzustellen geht. Aber unterm Strich ist der KidsTourer einfach ein enorm sicherer und vielfältig einsetzbarer Fahrradanhänger. Und genau das habe ich gesucht. Vor allem sicher sollte er sein und für meinen Hauptzweck (das Wandern) gut geeignet. Und genau das habe ich im KidsTourer gefunden. Mittlerweile ist unser zweites Kind auf dem Weg zu uns und ich freue mich schon darauf, beide kleinen Zwerge mit auf Tour durch den Odenwald zu nehmen. Sei es nun beim gemütlichen Mountainbiken, oder aber auf Mehrtagestour mit Schlafsack, Zelt und Co.

    Falls noch Fragen offen geblieben sind (kann das überhaupt sein? ) könnt ihr euch gerne hier melden.







    3. Langzeittest

    Erfolgt nach ca. 12 Monaten der Nutzung.
    Geändert von Traeuma (03.02.2014 um 18:19 Uhr)

  2. Moderator
    Lebt im Forum
    Avatar von ronaldo
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    AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #2
    Hi,

    danke für den ausführlichen Bericht, das war ne Menge Arbeit...
    Klasse der Belastungstest durch Hineinstellen, dass die Radaufhängung das packt, spricht für sich. Mir scheint auch die Skaterbremse nicht so das Gelbe vom Ei zu sein, da gibt es inzwischen besseres.
    Für den Praxistest leg doch bitte dein Augenmerk auch auf die Federung, also z.B. Federwege, Stabilität, Abnutzung usw., das würde mich wirklich interessieren.

    Grüße, Ronald

  3. Meister-Hobonaut Alter Hase
    Avatar von Harry
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    AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #3
    Wer hätte das gedacht. Den Einzigen vernünftigen Testbericht zu diesem guten Radanhänger hier auf ODS.
    Vor lauter Radanhängern seh ich schon keine Räder mehr.
    Zum Glück bin ich jetzt auf 2 deutsche Hersteller gestossen.
    Traeuma, wie bist du bislang damit zufrieden.?
    Gruß Harry.
    Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen. (Johann Wolfgang von Goethe)

  4. AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #4
    Insgesamt bin ich sehr zufrieden damit.
    Ein paar Kritikpunkte haben sich während des Praxiseinsatzes herauskristallisiert, aber unterm Strich würde ich mir, wenn ich heute nochmal vor der Entscheidung stehen würde, wieder genau diesen Anhänger kaufen.

    Eigentlich wollte ich auch schon längst den Praxistest ergänzt haben. Ich hoffe, dass ich es am Wochenende schaffe. Wollte noch gerne eine Videoaufnahme der Federung in Aktion machen... aber das ist schwieriger als gedacht, weil ich die Kamera möglichst ruckelfrei am Anhänger installieren muss und das ist mir bis jetzt noch nicht so wirklich gelungen.

  5. Moderator
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    AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #5
    Zitat Zitat von Traeuma Beitrag anzeigen
    ...Eigentlich wollte ich auch schon längst den Praxistest ergänzt haben. Ich hoffe, dass ich es am Wochenende schaffe...
    Ja los... ich bin noch dran... Und was sind schon drei Monate unter Freunden...

  6. Alter Hase
    Avatar von JonasB
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    AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #6
    Oho, danke für die Posts. Hätte ich sie nicht eben gesehen wäre an mir vorbei gegangen das es KidsTouring gibt.
    (so ist das wenn man mit Chariot "aufwächst")
    Wir kommen drauf zurück wenn unser CX1 nicht mehr groß genug ist...
    Nature-Base "Natürlich Draußen"

  7. AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #7
    so... endlich hab ich die Zeit gefunden, den Praxistest zu ergänzen.

  8. Alter Hase
    Avatar von anja13
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    AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #8
    Habt Ihr jetzt eigentlich das Jogger-Set oder das Buggy-Set?
    Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Räder jeweils unterschiedlich groß und beim Buggy-Set ist das Rad beweglich angebracht, oder?

    Ach ja, könntest Du Dir vorstellen, einen ganz kleinen Zwerg mit Autositzschale oder Weberschale damit zu transportieren?

  9. AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #9
    Wir haben natürlich das Jogger/Skater-Set.
    Ich hab irgendwo Buggy-Set geschrieben. Werde das gleich korrigieren.
    Geändert von Christian J. (04.02.2014 um 12:43 Uhr) Grund: Thread gesplittet

  10. Moderator
    Lebt im Forum
    Avatar von ronaldo
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    AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #10
    Zitat Zitat von Traeuma Beitrag anzeigen
    so... endlich hab ich die Zeit gefunden, den Praxistest zu ergänzen.

    Danke dir - so muss ein Test ausschauen, mit dem man was anfangen kann (auch wenn mein Baby "Ally" heißt )!

  11. Lebt im Forum
    Avatar von Christian J.
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    AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #11

    Post als Moderator
    Die Diskussionen um weitere deutsche Hersteller von Kinderanhängern und die Frage, ob ein Ein- oder Zweisitzer besser ist, findet sich jetzt in diesem Thread.

    Die Diskussion um eventuelle gesundheitliche Folgen des Transportes von Kindern im Fahrradanhänger findet sich jetzt in einem eigenen Thread.

    Sollten mir beim rumkopieren Fehler unterlaufen sein, sagt einfach bescheid- ich korrigere das dann. Einige Beiträge musste ich editieren (aufsplitten, wenn sie Aussagen zu mehreren Themen enthielten). Ich habe dabei natürlich nichts gelöscht oder sinnentstellend editiert.

    Christian

    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden.  Dein Team der
    "Er hat die Finsternis der Latrinen ertragen, weil in der Scheiße nach Mitternacht sich manchmal die Sterne spiegelten"
    Durs Grünbein über den Menschen

  12. Alter Hase
    Avatar von JonasB
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    AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #12
    Ich habe heute einen live bewundern dürfen. Toll wenn die Krabbelgruppen Eltern plötzlich mit Lastenrädern oder eben mit neuen Anhängern auftauchen.
    In einem anderen Thread habe ich es eben auch schon geschrieben, aber hier passt es sogar besser her.

    Einige Details sind genial gelöst, andere sehen etwas Eckig aus, funktionieren aber. Aber schönere (&damit aufwändigere) Bauteile kosten auch mehr Geld. Wenn die schöner gelöst wären würde der Anhänger auch mehr kosten. Man muss bedenken das er nicht mehr als ein Chariot CX (Chinaproduktion!) kostet.
    Wenn ich ihn kaufen würde, dann würde ich eine andere Feststellbremse montieren, die Skaterbremse gegen etwas hochwertiges tauschen und 2, statt dem einen Buggyräder dranbauen. Dann ist er nahezu perfekt.
    Nature-Base "Natürlich Draußen"

  13. Neu im Forum

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    AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #13
    Ich kann hier nicht für das aktuell beschriebene Modell sprechen, wir haben aber seit Ende 2010 eines der Vorläufermodelle im Einsatz. Es handelt sich dabei um ein Kindercar Trend L2 (ja, damals hießen auch die Wagen aus Straubenhardt noch Kindercar...). Der Anhänger ist sehr robust, wird von uns allerdings wegen seiner Maße (Breite 86cm) und seines Gewichts in der Regel nur auf gut ausgebauten Wegen oder Straßen bzw. als wetterfester Kinderwagen in der Stadt benutzt. Hier ein paar Erfahrungsberichte als Antworten auf Forumsfragen:
    • Die Gurte in der Variante von 2010 sind nicht sehr kindersicher: unser Großer hatte es im Alter von zwei Jahren schon raus, wie die Schnallen während der Fahrt zu öffnen sind. Auch ist in der Variante 2010 der Hosenträgergurt und der Beckengurt nicht in einer gemeinsamen Schnalle verbunden. Das ist sicher auch der Umbaumöglichkeit zum Einsitzer geschuldet, macht aber das An- und Abschnallen umständlicher. Da wir den Anhänger fast ausschließlich als Zweisitzer nutzen, haben wir Fünfpunkt-Gurte aus einem Kindersitz-Zubehörset installiert. Das war eine fummelige Angelegenheit, und unser Modell ist auch nicht das praktikabelste. Aber es erfüllt den Zweck, dass die Kinder sich nicht selbst aus dem Gurt befreien können.
    • In der Variante 2010 kann man Weberschalen nur schlecht befestigen, da es weder vorn noch hinten in der Wanne Möglichkeiten gibt, etwas abzuspannen. Wir haben das irgendwie hingekriegt, indem wir die Riemen oben an der Rückenlehne und unten am Hüftgurt verknotet haben. War allerdings sehr wackelig, und die Baby-Diskussion soll hier nicht wieder aufleben. Meine aktuellen Recherchen haben ergeben, dass die 2014er Modelle von Kindercar (zu Kids Tourer kann ich da nichts sagen) diesbezüglich besser ausgestattet sind. Dort kann man die Sitzlehne teilen und vorn und hinten am Wannenrand Riemchen durchziehen und fest verspannen.
    • Nach ca. 1000 km Fahrt sind die Elastomerfedern zu kümmerlichen Abstandsscheiben zusammengeschrumpelt. Wenn unsere beiden jetzt drei- bzw. einjährigen Jungs mit insgesamt ca. 30kg Lebendgewicht im Wagen sitzen, federt da nichts mehr. Das ist noch weit weniger Zuladung, als maximal zulässig ist. Wie zwei "bis zu siebenjährige Kinder (laut Prospekt)" damit abgefedert werden sollen, ist mir ein Rätsel. Auch von Wartungsfreiheit kann diesbezüglich kaum die Rede sein, wir hätten eine deutlich längere Lebensdauer erwartet. Weder unser Händler noch die Kids Tourer Webseite konnten uns bisher darüber aufklären, ob es die Elastomere auch als Reparaturset gibt. Die Anfrage an die Firma läuft noch...
    • Der Anhänger kommt an 28er-Rädern mit Stahlrahmen leicht ins Schwingen. Das liegt sicher zum einen am Rahmen, zum anderen aber auch daran, dass die Befestigung der Deichsel am Anhänger nicht 100% formschlüssig ist. Der Schnellspanner lässt der Deichsel selbst in der festestmöglichen Klemmung noch Spiel, um sich minimal nach oben und unten zu verwinden.

    Viele Grüße,
    Volkmar

  14. Neu im Forum

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    AW: Kids Touring - Kids Tourer

    #14
    Zitat Zitat von eidexe Beitrag anzeigen
    Ich kann hier nicht für das aktuell beschriebene Modell sprechen, wir haben aber seit Ende 2010 eines der Vorläufermodelle im Einsatz. Es handelt sich dabei um ein Kindercar Trend L2 (ja, damals hießen auch die Wagen aus Straubenhardt noch Kindercar...). Der Anhänger ist sehr robust, wird von uns allerdings wegen seiner Maße (Breite 86cm) und seines Gewichts in der Regel nur auf gut ausgebauten Wegen oder Straßen bzw. als wetterfester Kinderwagen in der Stadt benutzt. Hier ein paar Erfahrungsberichte als Antworten auf Forumsfragen:
    • Die Gurte in der Variante von 2010 sind nicht sehr kindersicher: unser Großer hatte es im Alter von zwei Jahren schon raus, wie die Schnallen während der Fahrt zu öffnen sind. Auch ist in der Variante 2010 der Hosenträgergurt und der Beckengurt nicht in einer gemeinsamen Schnalle verbunden. Das ist sicher auch der Umbaumöglichkeit zum Einsitzer geschuldet, macht aber das An- und Abschnallen umständlicher. Da wir den Anhänger fast ausschließlich als Zweisitzer nutzen, haben wir Fünfpunkt-Gurte aus einem Kindersitz-Zubehörset installiert. Das war eine fummelige Angelegenheit, und unser Modell ist auch nicht das praktikabelste. Aber es erfüllt den Zweck, dass die Kinder sich nicht selbst aus dem Gurt befreien können.
    • In der Variante 2010 kann man Weberschalen nur schlecht befestigen, da es weder vorn noch hinten in der Wanne Möglichkeiten gibt, etwas abzuspannen. Wir haben das irgendwie hingekriegt, indem wir die Riemen oben an der Rückenlehne und unten am Hüftgurt verknotet haben. War allerdings sehr wackelig, und die Baby-Diskussion soll hier nicht wieder aufleben. Meine aktuellen Recherchen haben ergeben, dass die 2014er Modelle von Kindercar (zu Kids Tourer kann ich da nichts sagen) diesbezüglich besser ausgestattet sind. Dort kann man die Sitzlehne teilen und vorn und hinten am Wannenrand Riemchen durchziehen und fest verspannen.
    • Nach ca. 1000 km Fahrt sind die Elastomerfedern zu kümmerlichen Abstandsscheiben zusammengeschrumpelt. Wenn unsere beiden jetzt drei- bzw. einjährigen Jungs mit insgesamt ca. 30kg Lebendgewicht im Wagen sitzen, federt da nichts mehr. Das ist noch weit weniger Zuladung, als maximal zulässig ist. Wie zwei "bis zu siebenjährige Kinder (laut Prospekt)" damit abgefedert werden sollen, ist mir ein Rätsel. Auch von Wartungsfreiheit kann diesbezüglich kaum die Rede sein, wir hätten eine deutlich längere Lebensdauer erwartet. Weder unser Händler noch die Kids Tourer Webseite konnten uns bisher darüber aufklären, ob es die Elastomere auch als Reparaturset gibt. Die Anfrage an die Firma läuft noch...
    • Der Anhänger kommt an 28er-Rädern mit Stahlrahmen leicht ins Schwingen. Das liegt sicher zum einen am Rahmen, zum anderen aber auch daran, dass die Befestigung der Deichsel am Anhänger nicht 100% formschlüssig ist. Der Schnellspanner lässt der Deichsel selbst in der festestmöglichen Klemmung noch Spiel, um sich minimal nach oben und unten zu verwinden.

    Viele Grüße,
    Volkmar

    Hallo Volkmar,
    wir haben leider von Ihnen keine Anfrage, obwohl wir im Raum Straubenhardt sitzen. wir haben zwar nichts mit der KinderCar-Trend zu tun, würden Ihnen aber dennoch gerne weiterhelfen, wenn Sie Probleme haben. wenn Sie sich einfach an uns, für weitere fragen,
    MFG
    Arnold

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