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  1. Fuchs

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    Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #1
    Servus,

    eines vorneweg: Das soll jetzt keine Politische Diskussion werden, sondern eine ernstgemeinte "Frage" zum Thema Reisewarnungen.

    Die Wohl bekannteste Folge einer Reisewarnung ist die Möglichkeit, ab diesem Zeitpunkt eine Reise kostenlos stornieren zu können. Aber was bedeutet dies für jemanden, der gerade "im" Zielland sich befindet?

    Nehmen wir mal das Beispiel Syrien: Wenn die Amerikaner "ernst" machen, wäre es wohl nur eine Frage der Zeit (wenn nicht schon geschehen), bis die Botschaften ihre Landsleute zur "Ausreise" aufrufen. Doch wie funktioniert das?

    Ok, anhand der IT kann man ja mittlerweile ganz gut heraus finden, wie viele "Landsleute" im "Land" sind, doch wie werden sie "gewarnt"? Ruft die Botschaft die Angehörigen zu Hause an und fragt nach Telefonnummern oder Kontakte, wenn sie die betreffenden Personen im Land nicht ausfindig machen können? Oder muss man sich bei der Einreise in ein Land mit einer Reisewarnung bei der dortigen Botschaft melden oder zumindest mal "hinweisen", wie man selbst zu erreichen ist?

    Was passiert, wenn etwas passiert? Sollte man dann versuchen auf eigene Faust auszureisen, oder sich mit der eigenen Botschaft im Land in Kontakt setzen?

    Und hat die Botschaft in solch einem Fall z.B. eine Art polizeiliche Befugnis, die Ausreise (auch unter Zwang) anzuordnen und wer trägt die "kosten" bei einer "Ausreiseempfehlung"?

  2. Lebt im Forum
    Avatar von Homer
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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #2
    Zitat Zitat von lemon Beitrag anzeigen
    Doch wie funktioniert das?
    im idealfall per email
    "Then it doesn't matter which way you go", said the Cat.

  3. Dauerbesucher

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #3
    Zitat Zitat von lemon Beitrag anzeigen
    Die Wohl bekannteste Folge einer Reisewarnung ist die Möglichkeit, ab diesem Zeitpunkt eine Reise kostenlos stornieren zu können. Aber was bedeutet dies für jemanden, der gerade "im" Zielland sich befindet?

    Nehmen wir mal das Beispiel Syrien: Wenn die Amerikaner "ernst" machen, wäre es wohl nur eine Frage der Zeit (wenn nicht schon geschehen), bis die Botschaften ihre Landsleute zur "Ausreise" aufrufen. Doch wie funktioniert das?

    Was passiert, wenn etwas passiert? Sollte man dann versuchen auf eigene Faust auszureisen, oder sich mit der eigenen Botschaft im Land in Kontakt setzen?

    Und hat die Botschaft in solch einem Fall z.B. eine Art polizeiliche Befugnis, die Ausreise (auch unter Zwang) anzuordnen und wer trägt die "kosten" bei einer "Ausreiseempfehlung"?
    Es gibt bereits jetzt eine Reisewarnung für Syrien und die deutsche Botschaft ist bereits geschlossen.

    Grundsätzlich sind das alles nur mehr oder weniger "dringende" Empfehlungen, ob du im Land bleiben willst oder lieber ausreist ist deine eigene Entscheidung. Wobei man dabei zwischen einer normalen Empfehlung (-> Entspricht einem Sicherheits_HINWEIS_) und einer dringende Empfehlung (-> Reise_WARNUNG) unterscheiden muss. Bei einem Hinweis hat man z.B. gegenüber Reiseunternehmen kein Recht auf kostenloses Storno, bei einer Warnung schon.

    Es wird dich keiner Zwingen auszureisen (zumindest nicht von deutscher Seite), allerdings kann die Botschaft im Zweifelsfall auch nicht mehr helfen, wenn du plötzlich doch raus willst. Ich würde trotzdem immer empfehlen, die Botschaften zu fragen, welche Optionen sie noch sehen, für eine Ausreise auf eigene Faust kann man sich danach immer noch entscheiden.

    Ansonsten gibt es noch folgenden Haftungsausschluss auf der Seite des Auswärtigen Amtes
    In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
    Sprich Kosten gehen auf deine eigene Rechnung (meine da in anderem Zusammenhang mal was über ~6000 Euro für einen Rückflug pro Person gehört zu haben... Je später du raus willst, desto teurer kann es werden, da man nicht mehr durch mehrere betroffene Personen teilen kann). Bei Pauschalreisen trifft das meistens nicht zu, da die Reiseveranstalter eh eine Rückfluglogistik aufgestellt haben, die bereits bezahlt wurde.

    Zitat Zitat von lemon Beitrag anzeigen
    Ok, anhand der IT kann man ja mittlerweile ganz gut heraus finden, wie viele "Landsleute" im "Land" sind, doch wie werden sie "gewarnt"? Ruft die Botschaft die Angehörigen zu Hause an und fragt nach Telefonnummern oder Kontakte, wenn sie die betreffenden Personen im Land nicht ausfindig machen können? Oder muss man sich bei der Einreise in ein Land mit einer Reisewarnung bei der dortigen Botschaft melden oder zumindest mal "hinweisen", wie man selbst zu erreichen ist?
    https://service.diplo.de/elefandexte...on!form.action
    Die Botschaften werden nur eingeschränkt anfangen die Fluggesellschaften abzufragen, wie viele Leute rein und raus sind.

    Grundsätzlich wird in einem solchen Fall die Eigenverantwortung sehr stark gefordert und falls dein Beispiel mit Syrien nicht gerade ungünstig gewählt war, solltest du es dringend unterlassen in so ein Land zu fahren, wenn selbst die grundlegenden Informationen noch nicht bekannt sind (Reisewarnung und Botschaft bereits geschlossen!)

    Haftungsausschluss
    Ich bin kein Botschaftsmitarbeiter, hab aber gerade eine Reise nach Ägypten gebucht und mich etwas mit dem Thema beschäftigt.

  4. Fuchs

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #4
    Servus,

    ich habe nicht vor, eine Reise in ein Krisengebiet zu buchen - mich hat das Thema nur mal interessiert! Vor allem aber interessiert es mich im Zusammenhang mit z.B. Syrien - ob die "Leutz" vor Ort nicht ungeduldig und etwas besorg reagieren, wenn auf einmal die ganzen "Länder" ihre Leute raus holen wollen.

    Ich dachte bisher, dass die Botschaften, selbst wenn geschlossen, immer noch mit einer Art Notbesetzung arbeiten, oder die Botschaften befreundeter Nationen für die "Betreuung" zuständig seien. Quasi eine europäische Botschaft für alle Europäer, samt Amerikaner, etc. zuständig sei!

    Wobei mir auch noch eingefallen ist, wen die Botschaften fragen könnten: Die NSA .. die werden es auch wissen

  5. Fuchs
    Avatar von Philipp
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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #5
    Zitat Zitat von lemon Beitrag anzeigen
    Vor allem aber interessiert es mich im Zusammenhang mit z.B. Syrien - ob die "Leutz" vor Ort nicht ungeduldig und etwas besorg reagieren, wenn auf einmal die ganzen "Länder" ihre Leute raus holen wollen.
    Ich glaub', daß Du Dir da unnötig viele Gedanken machst. Angesichts von wahrscheinlich > 100.000 Toten und Millionen von Flüchtlingen, einer immer undurchschaubareren Auseinandersetzung zwischen einem irren Regime und teilweise womöglich noch irrereren Islamisten dürften die "Leutz vor Ort" sicherlich nach wie vor fröhlich und munter und unbekümmert in den Tag hineinleben, oder was denkst Du?
    Da werden sie sich auch nicht von ein paar hysterischen "Ländern" (gibt's auch Länder ohne Anführungsstriche?) irritieren lassen, die aus überzogener Vorsicht ihre Leute aus Syrien raus holen wollen, glaub ich mal so, oder eher nicht?

    Meine Güte...

    "Oft vereint sind im Gemüte Dämlichkeit und Herzensgüte." - W. Busch

  6. Fuchs

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #6
    Deine Ironie in Ehren, aber es geht um eine ernsthafte Thematik.

    Klar weiss ich, dass die Propaganda-Maschinerie schon längst im Gange ist und dass man nicht jede "Meldung" für Wahr erachten darf. Doch die Meldung, wonach die syrischen Arkee ihre Truppen aus den Kasernen hinein in zivile Wohngebiete verlegt hat, erscheint mir leider logisch (wenn auch ehrlos!). Da erscheint mir auch ein Hotel mit Ausländern ein gutes "Versteck", allerdings nur so lange, wie die Ausländer "da" sind.

    Oder anders gefragt: Muss man damit rechnen, nicht aus einem Krisengebiet ausreisen zu dürfen, weil das Regime ggf. einen als "Faustpfand" gegene eine Attacke nutzen will, um den Blutzoll zu erhöhen. Nicht dass das die Amerikaner abschrecken würde, aber wenn man selbst in der Situation ist, würde ich wohl eher versuchen, ggf. irgendwie alleine über die Grenze zu kommen, als schlussendlich am Airport "festzusitzen", weil z.B. das Regime die Ausreise (aus Eigenschutzinteressen) verweigert!?

  7. Fuchs

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #7
    ich war seinerzeit in kenia (2004) als es eine reisewarnung gab. wir haben davon nichts ueber offizielle kanaele erfahren (nur ueber mitreisende, die kontakt nach d hatten).
    generell denke ich, dass es geschickter ist, in der naehe eines flugplatzes / hafen zu bleiben. im zweifelsfall ist die grenze dicht und in dem chaos da, kann niemand von aussen etwas machen. beim flughafen / hafen koennen ueber eine kurze aktion doch relativ viel menschen erreicht / gerettet werden. und ich glaube nicht, dass sich ein einzelner europaeer in einer krisensituation im ausland mit mangelnden sprach / orts / kultur -kenntnissen durchsetzen kann.
    ------------------------------------
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  8. Fuchs

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #8
    Letztendlich finde ich - nimm mir das jetzt bitte nicht übel - deine Frage etwas "erschreckend". Ich denke, wenn wir uns ins Ausland begeben, sollten wir dies eigenverantwortlich tun und uns nicht auf Botschaften oder sonst wen verlassen - oder von diesen "Behörden" auf Staatskosten (und damit auf Kosten der Allgemeinheit) "retten" lassen (dies kann nur der allerletzte Ausweg bei einer sich unvorhergesehen plötzlich zuspitzenden Eskalation sein).

    Was auch bedacht werden sollte: Im Krisenfall haben Botschaftsangehörige oft jede Menge "Probleme" - da dürfte schon rein logistisch gar kein Potential vorhanden sein, sich um jeden Deutschen zu kümmern. Da liegt die Priorität auch zuletzt bei den Touristen, viel wichtiger sind die Menschen (Deutsche), die im betroffenen Land leben. Das heißt für dich im Zweifelsfall, dass du in deinem Reiseland die Situation beobachten und im Zweifelsfall selbständig an deine Botschaft wenden solltest. Und wenn du so weit "abseits" bist, dass du die Situation nicht mehr selber im Blick hast, dann dürfte dich auch die Botschaft nicht so ohne weiteres erreichen.

    Zitat Zitat von lemon Beitrag anzeigen
    Muss man damit rechnen, nicht aus einem Krisengebiet ausreisen zu dürfen, weil das Regime ggf. einen als "Faustpfand" gegene eine Attacke nutzen will, um den Blutzoll zu erhöhen.
    Das hat es doch alles schon gegeben. Ganz spontan fällt mir da der Irak ein, der Ausländer in einigen Hotels in Bagdad eingesperrt hat.

  9. Fuchs

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #9
    Als im Januar 2011 die Lage in Tunesien eskalierte, haben die deutschen Reiseanbieter, teilweise noch vor der offiziellen Reisewarnung, teilweise erst als es diese gab damit begonnen ihre Gäste auszufliegen.

    Eine Nachbarin (Rentnerin) war in diesem Winter auf Langzeitürlaub in Tunesien. Sie kam ziemlich empört zurück, nachdem ihr Reiseveranstalter ihr erklärt hatte, daß man sie aus Sicherheitsgründen evakuieren wolle - bei ihr vor Ort war nix mit Unruhen oder sonstigem. Sie meinte, daß die Bus-Fahrt zum Flughafen bei der man eben auch durch Orte/Regionen mußte, wo tatsächlich was "los" war wohl das gefährlichste an der ganzen Reise gewesen sei. Sie war ziemlich empört, als ihr der Veranstalter erklärt hat, man könne unter den derzeitigen Umständen nicht für ihre Sicherheit garantieren, entweder sie lasse sich ausfliegen oder sie könne sehen wie sie fertig wird. Sie ist einen guten Monat später, als die "Warnstufe" wieder gesenkt wurde und wieder Flüge angeboten wurden auch nochmals für einige Wochen hingeflogen.

    Was ich weiß ist daß die Seite des Auswärtigen Amts bei Individualreisenden bzw Geschäftsreisenden die Möglichkeit bietet sich für eine Art Newsletter für das jeweilige Land zu registrieren und daß es auch die Möglichkeit gibt "vorsorglich" seinen voraussichtlichen/tatsächlichen Aufenthaltsort mitzuteilen um so im Krisenfall dafür zu sorgen daß bekannt ist wo man ist. allerdings nehme ich nicht an, daß irgendeine deutsche behörde irgendein Kommando in Marsch setzen würde, um einen deutschen staatsangehörigen irgendwo "rauszuholen", wenn dann tatsächlich der Ernstfall eintritt. Sowas ist eher der Stil der Amis, die auch Jahre nach dem Vietnamkrieg noch Geheimdienst-Kommandos losgeschickt haben wenn sie von US-Bürgern erfuhren die in Vietnam "festsaßen". Man denke nur an die immer wieder durch die Presse geisternden Berichte über Entführungen im Jemen, irgendwelchen anderen arabischen Ländern oder Südamerika - völlig egal ob die Entführten nun Entwicklungshelfer, draufgängerische Individualtouristen, Geschäftsreisende oder wasauchimmer waren. teilweise wurde da auch von den Angehörigen beklagt, das AA tue viel zu wenig, um den in Schwierigkeiten geratenen zu helfen, während Unbeteiligte und teilweise auch das AA selber typischerweise gesagt haben "Da steht eine Warnung drin, wer dann trotzdem da hin reist weiß daß und was für ein Risiko er eingeht und muß mit sowas rechnen, inklusive der Tatsache daß er eben dann auf sich allein gestellt ist."

    Sprachlich sind die Warnungen/Warnstufen ähnlich verklausuliert wie Arbeitszeugnisse. Diplomatensprache ist etwa ähnlich mißverständlich für Normalsterbliche ohne Hintergrundwissen wie Zeugnissprache. Da hilft wohl nur Reisewarnungen für verschiedene Länder/Gebiete lesen die aktuell in den Nachrichten auftauchen, zum Vergleich auch mal die Warnungen und Empfehlungen selbst zu "harmlosen" Zielen die man vielleicht sogar selber kennt zu lesen, und dann zu schauen was die Nachrichten zu den jeweiligen Ländern liefern, um so die Abstufung der Formulierungen zu erkennen. Mir sind vor einiger Zeit sogar mal Warnungen vor Reisen in spanische Touri-Orte mit Menschenansammlungen aufgefallen als gerade mal wieder baskische Separatisten damit gedroht haben ihren Wünschen durch Anschläge auf touristische Ziele Nachdruck zu verleihen. Insbesondere für die Zeit der Marching Season in Nordirland gab es jahrelang nicht nur die im Vergleich zu den übrigen Landesteilen Großbritanniens erhöhte Terrorwarnstufe (die vom britischen innenministerium herausgegeben wird), sondern auch die Empfehlung sich von Menschenansammlungen in größeren Städten, fernzuhalten, oft genug wurden auch Belfast und Londonderry explizit genannt. Wieviel in den letzten Jahren im Zusammenhang mit dem Nordirland-Konflikt oder den baskischen Separatisten tatsächlich passiert ist, hat wohl jeder mitgekriegt.

    Letztlich hilft aber nur sich selbst so genau wie möglich über ein Reiseland mit seinen gesammelten Konfliktpotentialen kundig zu machen, und dann zu entscheiden, wo man die reisewarnungen des Auswärtigen Amtes für sich selber einordnet und welches Risiko man einzugehen bereit ist.

    Ich meine daß in libertists Uganda-Reisebericht auch einige Fragen und Kommentare diesbezüglich gepostet wurden.

  10. Fuchs

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #10
    Zitat Zitat von bjoernsson Beitrag anzeigen
    Letztendlich finde ich - nimm mir das jetzt bitte nicht übel - deine Frage etwas "erschreckend". Ich denke, wenn wir uns ins Ausland begeben, sollten wir dies eigenverantwortlich tun und uns nicht auf Botschaften oder sonst wen verlassen - oder von diesen "Behörden" auf Staatskosten (und damit auf Kosten der Allgemeinheit) "retten" lassen (dies kann nur der allerletzte Ausweg bei einer sich unvorhergesehen plötzlich zuspitzenden Eskalation sein).
    Erschreckend, dass jemand (ich) mal aus reiner Neugier mit der Thematik beschäftigt und auf Kosten der Allgemeinheit (dieses Forums) eine Frage stellt

    Mir geht es eigendlich darum, ob die Botschaften eine Art "Fürsorgepflicht" haben, auch unter Anordnung von Zwangsmaßnahmen, die eigenen Staatsbürger ausser Landes zu bringen. Ich habe es z.B. nie verstanden, dass Leute in einem Krisengebiet noch "hinreisen", während die Regierungen alles daran setzen, die Leute aus dem Land "raus" zu holen.

    Man liest ja immer wieder, dass die Leute bei Ausreiseempfehlungen, teils Tagelang in der Nähe oder direkt im Airport auf ihre Ausreise warten. Wenn ich mir nun aber vorstelle, dass Amerika die Syrische Luftwaffe ausschalten "will", dann erscheint mir der Aufenthalt in der Nähe oder im Airport viel unsicherer, als der Versuch mit "verfügbaren" Reisemitteln (Bahn, Schiff, Auto) die Grenze zum Nachbarland zu erreichen und von dort aus auszureisen.

    Daher die Nachfrage, ob man die Botschaft stets in "Kentniss" vom eigenen Vorhaben setzen sollte, gerade damit die sich "wirklich" um die Leute kümmern können, die in Gefahr sind!? Oder sollte man die lieber nicht mit dem Vorhaben belästigen, gerade weil die so viel zu tun haben werden? Ich gehe auch mal davon aus, dass im Kriegsfall die Nachbarländer ggf. die Grenzen öffnen und da der ein oder andere Ohne Kontrolle durch kommt - da sollten die Botschaften eigendlich rechtzeitig Bescheid wissen, wer schon "raus" ist!

    Wobei das Ganze auch schon recht Assozial ist ... die Touristen werden ausgeflogen und die Zivilbevölkerung sich selbst überlassen! Aber das ist ne andere Geschichte!

  11. Fuchs
    Avatar von _Matthias_
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    bei der einzigen linken Autobahnausfahrt
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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #11
    Zitat Zitat von lemon Beitrag anzeigen
    Wobei das Ganze auch schon recht Assozial ist ... die Touristen werden ausgeflogen und die Zivilbevölkerung sich selbst überlassen! Aber das ist ne andere Geschichte!
    Ich denke du liegst falsch mit der Annahme es geht hauptsächlich um Touristen, es geht für die Ländervertretungen hauptsächlich um ihre Staatsangehörigen, die längerfristig in dem Land leben. Um die Pauschaltouristen muss sich der Veranstalter kümmern, bei Individualtouristen weiß die Botschaft normalerweise gar nicht dass es die gibt, und die können sich auch relativ einfach selbst "retten". Beides sollte es aber in Kriesengebieten eh nicht geben. Viel problematischer ist es allerdings für Staatsangehörige, die längerfristig dort leben, nicht nur, dass dann ganze Familien betroffen sind und vermutlich den Großteil ihres Besitzstandes verlieren, die haben zum Teil auch keine Anlaufstation mehr in der Heimat. Für diese Leute, ist die Auslandsvertretung sowieso die Anlaufstelle für alle Amtsgeschäfte und deshalb werden die wohl das Hauptaugenmerk bei Evakuierungen sein. Nicht nur bei Konflikten, sondern auch bei Naturkatastrophen usw. Das die Auslandsvertretungen dann zuerst ihren eigenen Staatsangehörigen helfen ist eigentlich auch völlig verständlich, dann das ist genau der Grund warum es sie gibt. Ich gehe davon aus, dass ihn diesen Fällen die Evaluierungsplanung schon lange im Vorfeld geplant und vorbereitet wird um bei Überschreitung gewisser Gefahrenlevel schnell handeln zu können.

  12. Fuchs

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #12
    Zitat Zitat von lemon Beitrag anzeigen
    Mir geht es eigendlich darum, ob die Botschaften eine Art "Fürsorgepflicht" haben, auch unter Anordnung von Zwangsmaßnahmen, die eigenen Staatsbürger ausser Landes zu bringen. Ich habe es z.B. nie verstanden, dass Leute in einem Krisengebiet noch "hinreisen", während die Regierungen alles daran setzen, die Leute aus dem Land "raus" zu holen.
    Irgendwo im Konsularrecht gibt es die Aussage, daß die Botschaften verpflichtet sind, deutschen Staatsbürgern die im Ausland in Schwierigkeiten geraten zu helfen. Das fängt in den meisten fällen sehr viel alltäglicher an als gleich mit Bürgerkrieg oder Krieg im reiseland.

    Da gibts den (Geschäfts-)Reisenden der erstmals per Flugzeug nach X-Stadt im Land Y kommt, dort den gebuchten Leihwagen der mindestens oberen Mittelklasse abholt, der dort ganz oben auf der Most wanted Liste der Autodiebe steht und sich an irgendeiner Ampel bei Rot, kaum 20 Minuten nach der Ankunft von einem Knall und wild gestikulierenden Umstehenden dazu verleiten läßt anzunehmen daß es irgendein Problem mit seinem Auto gibt. Also steigt er aus, läßt den Schlüssel stecken und das Auto laufen, und während irgendeiner der Gestikulierenden ihm wort- und gestenreich zeigt daß irgendwo da hinten unten was an seinem Auto passiert ist, springt ein anderer auf den fahrersitz und haut ab. Wegfahrsperre ausgetrickst, schlüssel gleich mit erbeutet - besser kanns doch für die Diebe gar nicht laufen. NATURLICH liegen dann Ausweis, Geld, sämtliche Kleidung, Geschäftsunterlagen... samt und sonders im Auto, und der Geschäftsreisende steht bei knapp über null Grad und leichtem Regen im wahrsten Sinn des Wortes im Hemd auf der straße.

    Und nein, diese Story ist kein Gruselmärchen für Reisende, sondern ich habe sie aus glaubwürdiger Quelle, möchte allerdings nicht unbedingt sagen wo genau sie gespielt hat. Aber Diebstähle dieser Art passierten irgendwann so häufig, daß die Botschaftsangehörigen anfingen abgelegte Jacken, Jacketts und ähnliche allernotwendigste Kleidung zu sammeln, um den Betroffenen wenigstens fürs erste helfen zu können, bis Kreditkarten gesperrt und ersetzt waren oder sonstwie wieder Geld verfügbar war. Was richtig fies war: Es waren auch ein paar Fälle dabei, wo das fahrzeug samt weiteren Insassen (Frau auf dem beifahrersitz, Handtaschenformat-Hund im fußraum, Kind im Kindersitz auf dem Rücksitz) geklaut wurde. Die wurden dann unter Bedrohung und bei gegenwehr auch mit Gewalt in einiger Entfernung aus dem Fahrzeug geworfen, wenn die Diebe erst mal mit dem fahrzeug ein stück vom fahrer weg waren - meist genauso im Hemd, wie der Fahrer, gelegentlich auch verletzt oder traumatisiert.
    Man liest ja immer wieder, dass die Leute bei Ausreiseempfehlungen, teils Tagelang in der Nähe oder direkt im Airport auf ihre Ausreise warten. Wenn ich mir nun aber vorstelle, dass Amerika die Syrische Luftwaffe ausschalten "will", dann erscheint mir der Aufenthalt in der Nähe oder im Airport viel unsicherer, als der Versuch mit "verfügbaren" Reisemitteln (Bahn, Schiff, Auto) die Grenze zum Nachbarland zu erreichen und von dort aus auszureisen.
    Verkehrsknotenpunkte, Infrastruktur, und Großstädte dürften bei jeder Kriegs-/Bürgerkriegs-Situation gefährlicher sein als ländlichere Bereiche. Insoern ist auch Bahn, Bahnhof, Hafen durchaus ein gefährlicher Aufenthaltsbereich, der wahlweise für die Bürgerkriegsparteien Symbolwert hat, oder dessen Kontrolle/Zerstörung logistische Vorteile für irgendeine Seite bringt.

    Flucht mit Autos: Nicht alle Länder sind so klein und obendrein mit so spritsparender Verkehrsinfrastruktur ausgestattet wie wir es aus Mitteleuropa kennen, wo man von jedem beliebigen Punkt des Landes mit weniger als einer Tankfüllung die irgendwas zwischen500 und 800km Reichweite bietet eine Landesgrenze erreicht. Entweder sind die Straßenverhältnisse und verfügbaren fahrzeuge so schlecht daß man mit einer tankfüllung nur 300km weit kommt, oder die tankstellen haben keinen Sprit mehr, dürfen ihn nicht an Touris verkaufen oder wasweißich.

    Möglicherweise ist das Land auch noch von Ländern umgeben wo es "noch schlimmer" ist, so daß man gar nicht zur nächstgelegenen Grenze will/kann. Von der Frage ob das jeweilige Nachbarland möglicherweise von Deutschen ein Visum verlangt, das auch in solch einer Krisensituation erst mal beantragt werden müßte mal ganz abgesehen. So einfach wie wir es durch die EU seit langem gewohnt sind, ist es auf anderen Kontinenten für Europäer eben nicht.

    Ich gehe auch mal davon aus, dass im Kriegsfall die Nachbarländer ggf. die Grenzen öffnen und da der ein oder andere Ohne Kontrolle durch kommt -
    Mach dir keine falschen Hoffnungen!

    Wer Berichte über Bürgerkriege verfolgt hat, weiß auch daß es immer wieder vorkommt, daß Menschen geflüchtet sind aber an der Grenze ihr Land mangels Visum fürs nachbarland nicht verlassen durften, und in Sichtweite der Grenze von ihren Verfolgern getötet wurden, oder im Niemandsland ohne Wasser, medizinische Versorgung etc kampiert haben bis sie an Seuchen erkrankten/starben, weil sie zwar über die Grenze durften um vor den Truppen ihres Landes sicher zu sein, aber eben nicht weiter in das Nachbarland hinein. Ich würde annehmen, daß ein Europäer, der in einen solchen Strom ins Nachbarland flüchtender Menschen hineingerät keine Chance darauf hat, schneller, leichter oder weiter als die Einheimischen ins nachbarland hinein zu kommen. Zöllner und Grenzsoldaten machen die regeln, und ein Europäer der es wagen würde mit seinem fahrzeug an der Schlange der Einheimischen die auf die Grenzabfertigung warten vorbeizufahren könnte sich wahrscheinlich nicht nur auf eine Abweisung durch die Grenzer (wenn er nicht richtig Bakschisch bieten kann und auch noch einen dafür empfänglichen Menschen erwischt) gefaßt machen, sondern würde wahrscheinlich von den schon länger brav anstehenden Einheimischen das Auto demoliert bekommen oder verdroschen/verletzt/getötet werden.

    Also lustiges Wählen zwischen teufel und Beelzebub, wenn man nicht gerade über sehr umfangreiche Sprach-, Regions- und Kulturkenntnisse sowie (ganz wichtig) einheimische Kontakte/Helfer verfügt.

    Daher die Nachfrage, ob man die Botschaft stets in "Kentniss" vom eigenen Vorhaben setzen sollte, gerade damit die sich "wirklich" um die Leute kümmern können, die in Gefahr sind!? Oder sollte man die lieber nicht mit dem Vorhaben belästigen, gerade weil die so viel zu tun haben werden?
    Wenn du dich tatsächlich (freiwillig!) vorab in die von Homer verlinkte Liste eintragen läßt, solltest du wohl auf jeden Fall deine Absicht und wenigstens die grobe Richtung (du weißt schon, NSA und so ;--) ) mitteilen, und auch mitteilen, wenn du tatsächlich wo auch immer in Sicherheit bist. Eine Liste in der du als "ist immer noch im gefährlichen Bereich" geführt wirst, hilft sicher niemandem und bindet unnötig Leute die anderes tun könnten.

    Reist du ohne eine solche Registrierung in ein Krisengebiet, und verlierst den Kontakt zu deinen Angehörigen zuhause, so daß die dich irgendwann vermißt melden und der Polizei sowie dem AA mitteilen "Der lemon wollte daunddahin, wir sehen jeden Tag schlimmere Nachrichten aus seinem Zielgebiet, und obendrein haben wir seit 10 Tagen kein Lebenszeichen mehr von ihm, was vorher im maximal 3 Tages Rhythmus kam" mag das natürlich auch Nachfragen/Recherchen auslösen. Die Frage ist, ob es erfolgversprechend ist. Wenn ein Land die Kommunikation nach außen kappt wie es ja in einigen Ländern während des Arabischen Frühlings die jeweiligen Machthaber taten, ist das schließlich auch eine mögliche erklärung. Viel tun kann auch ein AA dann eben nicht, wenn es keine sehr konkreten Hinweise gibt wo man eine Suche/Nachfrage starten kann...und in einem Land im Ausnahmezustand ist schlicht und einfach alles wichtiger als ein einzelnes lächerliches Menschenleben, das gerade in den "klassischen" Krisenregionen sowieso einen viel geringeren Wert hat als hier bei uns.

    @Homers Link

    Ganz unten "elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland" anklicken - anders als der Text es vermuten läßt besteht die Möglichkeit auch für Leute die als Kurzzeitreisende in ein Land kommen, dann ist jedoch erst 10 Tage vor Abreise das Registrieren möglich.

  13. Dauerbesucher

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #13
    Zitat Zitat von lemon Beitrag anzeigen
    Erschreckend, dass jemand (ich) mal aus reiner Neugier mit der Thematik beschäftigt und auf Kosten der Allgemeinheit (dieses Forums) eine Frage stellt
    Deine Frage kam aber auch etwas merkwürdig rüber, trotzdem wird relativ schnell die Moralkeule geschwungen, daran muss man sich einfach gewöhnen

    Zitat Zitat von lemon Beitrag anzeigen
    Mir geht es eigendlich darum, ob die Botschaften eine Art "Fürsorgepflicht" haben, auch unter Anordnung von Zwangsmaßnahmen, die eigenen Staatsbürger ausser Landes zu bringen. Ich habe es z.B. nie verstanden, dass Leute in einem Krisengebiet noch "hinreisen", während die Regierungen alles daran setzen, die Leute aus dem Land "raus" zu holen.
    Jeder darf sich selbst gefährden wie er will. Und warum jemand noch in ein Krisenland reist, müsstest du die Leute selber fragen, ich kann mir mehrere Gründe vorstellen...
    Frage, würdest du Ägypten als Krisenland sehen und hinfahren?

    Zitat Zitat von lemon Beitrag anzeigen
    Man liest ja immer wieder, dass die Leute bei Ausreiseempfehlungen, teils Tagelang in der Nähe oder direkt im Airport auf ihre Ausreise warten. Wenn ich mir nun aber vorstelle, dass Amerika die Syrische Luftwaffe ausschalten "will", dann erscheint mir der Aufenthalt in der Nähe oder im Airport viel unsicherer, als der Versuch mit "verfügbaren" Reisemitteln (Bahn, Schiff, Auto) die Grenze zum Nachbarland zu erreichen und von dort aus auszureisen.
    Es ist defakto ein Bürgerkrieg. Ob der Aufenthalt in der nähe gut gesicherter Einrichtungen (da gehören Flughäfen häufig dazu) besser ist, oder die Fahrt durch Gegenden mit Aufständischen (die jede Geisel zwecks Erpressung von weiteren Waffen gut gebrauchen können) sicherer ist, kann wohl niemand pauschal beantworten. Die Wartehalle eines Flughafens ist im Regelfall auch kein Aufenthaltsort für Kampfflugzeuge und damit auch kein Primäres Angriffsziel. "Kollateralschäden" (ich hasse das Wort) sind zwar nicht auszuschließen, aber in irgendeinem Dorf mit dem Taxi über eine neue Landminenfalle zu fahren oder zufällig im gleichen Hotel wie der lokale Warlord zu wohnen und einen Drohnenangriff abzubekommen auch nicht.

    Zitat Zitat von lemon Beitrag anzeigen
    Daher die Nachfrage, ob man die Botschaft stets in "Kentniss" vom eigenen Vorhaben setzen sollte, gerade damit die sich "wirklich" um die Leute kümmern können, die in Gefahr sind!? Oder sollte man die lieber nicht mit dem Vorhaben belästigen, gerade weil die so viel zu tun haben werden? Ich gehe auch mal davon aus, dass im Kriegsfall die Nachbarländer ggf. die Grenzen öffnen und da der ein oder andere Ohne Kontrolle durch kommt - da sollten die Botschaften eigendlich rechtzeitig Bescheid wissen, wer schon "raus" ist!
    Warum sollten sie die Grenzen aufmachen? Massen an Flüchtlingen, die niemand versorgen kann, weil dafür die Infrastruktur fehlt und vielleicht noch Kriegsverbrecher, die dann im Ausland munter Ihren Krieg weiter führen?

    Du darfst von den Botschaften nicht zu viel erwarten. Die werden kein Rettungskommando schicken um dich Persönlich mit Handschlag und KSK Truppe abzuholen. Ich erwarte (wenn ich mich überhaupt in die Krisenvorsorgeliste eingetragen habe) im besten Fall einen Anruf, das man dringen ausreisen sollte, sowie die Telefonnummern einiger Fluggesellschaften um sich ein Platz im nächsten Flieger zu reservieren. Kosten gehen eh komplett auf deine Kappe (soviel zum "Problem der Steuerzahler").

  14. Alter Hase
    Avatar von thefly
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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #14
    zur Krisenvorsorgeliste
    Mit dem Eintrag in die Krisenvorsorge-Liste willigt man ausdrücklich ein, dass die persönlichen Daten im Kniesenfall an befreundete Streitkräfte
    weiter gegeben werden dürfen... Was die dann untzer Umständen machen.. keine Ahnung.

    Sonst wird die Liste aber auch für weniger schlimme Angelegenheiten genutzt, z.B. für Infos wie man aus dem Ausland an der kommenden Wahl teilnehmen kann..

  15. Gesperrt Erfahren

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #15
    Zitat Zitat von nimrodxx Beitrag anzeigen
    Du darfst von den Botschaften nicht zu viel erwarten. Die werden kein Rettungskommando schicken um dich Persönlich mit Handschlag und KSK Truppe abzuholen. Ich erwarte (wenn ich mich überhaupt in die Krisenvorsorgeliste eingetragen habe) im besten Fall einen Anruf, das man dringen ausreisen sollte, sowie die Telefonnummern einiger Fluggesellschaften um sich ein Platz im nächsten Flieger zu reservieren.
    Stimmt nicht ganz, es gab durchaus schon einige "robust" durchgeführte Ausreisen, etwa in Albanien oder Libyen.

  16. Dauerbesucher
    Avatar von elbspitze
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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #16
    Ich bin erschüttert. Hatte gestern eine Mail vom Auswärtigem Amt bekommen, mit einer Reisewarnung, die mir den Atem stockte: "Am 29. Juli 2018 ist unweit der Gebietshauptstadt Dangara, im Süden von Tadschikistan, eine Gruppe von Radtouristen attackiert worden. Dabei wurden vier Reisende getötet und zwei verletzt"

    NTV Artikel dazu

    Der erste Anschlag in Tadschikistan. Die friedlichen Radler haben Keinem was getan und werden von einem Auto mutwillig überfahren. Mein Beileid den Angehörigen
    Geändert von elbspitze (01.08.2018 um 20:18 Uhr)

  17. Alter Hase

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #17
    Der Artikel liest sich anders. Liest man da zudem, wie es dort abgeht scheint es mir als Reiseziel nicht unheikel.

  18. Anfänger im Forum

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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #18
    Der Spiegel berichtet auch darüber:

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1221243.html

    Verdammt heftig!

  19. Dauerbesucher
    Avatar von elbspitze
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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #19
    Zitat Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
    Der Artikel liest sich anders.
    Inwieweit? Es gibt ein Video im Netz, wo man sieht, dass das Auto die Leute erst anfährt und dann umdreht und sie nochmals direkt überfährt. Das es mutwillig und mit Vorsatz war, steht außer Frage. Dass sie danach noch Messer und Schusswaffen zückten , ist noch unfassbarer.

    Wir wollten auch mal nach Tadschikistan, aufgrund der einfacheren Einreise ist es dann aber Kirgistan geworden. Wenn man beide Infos vom Auswärtigem Amt liest, will man eigentlich nicht dorthin und betrachtet die Länder sicherlich als "nicht unheikel". Vor Ort jedoch hatten wir nie ein Gefühl von Angst.

  20. Gerne im Forum
    Avatar von st3vie
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    AW: Reisewarnung des auswärtigen Amtes ...

    #20
    Zitat Zitat von elbspitze Beitrag anzeigen
    Ich bin erschüttert. Hatte gestern eine Mail vom Auswärtigem Amt bekommen, mit einer Reisewarnung, die mir den Atem stockte: "Am 29. Juli 2018 ist unweit der Gebietshauptstadt Dangara, im Süden von Tadschikistan, eine Gruppe von Radtouristen attackiert worden. Dabei wurden vier Reisende getötet und zwei verletzt"

    NTV Artikel dazu

    Der erste Anschlag in Tadschikistan. Die friedlichen Radler haben Keinem was getan und werden von einem Auto mutwillig überfahren. Mein Beileid den Angehörigen
    Auch von mir mein herzlichstes Beileid... solche Terrorakte treffen in der Regel immer die Unschuldigen, egal ob im Westen, im Nahen Osten oder sonstwo. Die politischen Verhältnisse des Landes tragen sicher auch ihren Teil dazu bei...

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