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  1. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Ich denke auch, daß es eine Rolle spielt, ob ein Abbruch überhaupt einfach möglich ist. Bei wetterbedingten Gründen bleibt sonst oft nur das Abwettern.

    Hatte selbst bei meinem letzten Fjällurlaub tagelang Mücken ohne Ende (wie noch nie), leichtere gesundheitliche Probleme und dann 4 sehr nasse Tage am Stück. Zumindest der Gedanke an Abbruch war zu dem Zeitpunkt vielleicht auch mal kurz da. Das hätte dann aber auch eher wieder einige Tage gedauert und deshalb erschien es mir besser weiterzulaufen. Am 5.ten Tag wurde es dann auch wieder schön.

  2. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Dann oute ich mich auch mal.....ist ja eigentlich schon klar :

    BOHUSLEDEN


    Ausgerutscht und beim Fallen den Fuß verdreht. Die 15 km bis Kungälv konnte ich irgendwie noch mit Trekkingstöcken in einer Art "Alte-Mann-Gang" humpeln. Hatte dann zwar noch Alternativ-Pläne für den Rest der Woche im Sinne von "wenig laufen, schöne Schutzhütte suchen", als der Fuß am nächsten Morgen aber dann doch geschwollen war....

    In dem Fall (wie schon oben von mir geschrieben) natürlich relativ einfach abzubrechen.

  3. AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Lieber Prachttaucher,
    Danke, dass du diesen Thread nach oben geholt hast.
    Ausnahmsweise war es bei mir nicht Bohusleden...
    Bei mir war es im Herbst Hardangervidda und die (altersbedingt?) lädierten Kniee. Die letzten Kilometer von Krekkja bis zur Straße waren die Hölle. Nur noch Schneckentempo mit ständigen Sitzpausen, insgesamt fast vier Stunden...
    Und was habe ich daraus gelernt? Beim nächsten mal vorher besser trainieren und den Rücksack leichter machen...

    Lg. Maahinen
    Geändert von maahinen (07.05.2016 um 14:46 Uhr)

  4. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Dann hattest Du aber vermutlich auch Glück, daß es nicht an einer eher abgelegenen Stelle passierte ?

    Untrainiert war ich sicher nicht, aber an dem Morgen etwas in Eile, weil ich eigentlich noch in Kungälv einkaufen wollte und dann weiter. Die Ironie am Ganzen, wenn auf dem Bohusleden über von schwierigen Abschnitten die Rede sein kann hatte ich die mit dem Svartdalen schon hinter mir und dann an so einer unscheinbaren Stelle....

    Das ganze ist leider nach über zwei Wochen noch nicht vorbei. Fällt mir schwer Geduld aufzubringen.

  5. Anfänger im Forum
    Avatar von travelfreak
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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    na klar hab ich auch schon mal eine Tour abgebrochen. Und zwar die dir mir jetzt sofort einfällt war die Tour am Großglockner. Wir sind da erst kurz vorm Kleinglockner umgedreht. Also wir hätten vielleicht noch 3o Hm gebraucht und gute 20 Minuten zum Gipfel. Aber es hatte einfach keinen Sinn. Orkanartiger Wind (sicher 100kmH oder mehr), Sicht 1 meter, nebel, Kaaaaalt, da haben wir uns dann entschieden das ganze abzubrechen und umzukehren. ich meine was hat es für einen Sinn bei so einem Wetter auf einem Gipfel zu stehen. Null Sicht, null Spaß. Das bringt doch echt nix. Wir haben das ganze dann 1 Monat später nochmal gemaht. bei perfekten Bedinungen. Hat sich ausgezahlt.

  6. Dauerbesucher
    Avatar von geige284
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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Ich muss mich hier leider auch mal mitteilen.
    Sitze gerade in der Vålådalen Fjällstation und bin schon wieder auf dem Rückweg nach Berlin - nach einer Nacht im Zelt und dem gleichen Hin- und Rückweg...

    Die Wettervorhersage hatte sich relativ kurzfristig (als ich schon unterwegs war) ganz schön verschlechtert und die Aussicht eine Woche nach dem Zeltaufbauen nur darin zu sitzen bzw. Zu liegen, war nicht wirklich geil. Am ersten Abend war es das auch. Habe schon um 1400 aufgebaut, weil ich danach ins Fjäll ausgestiegen wäre ohne Windschutz - und der war ziemlich heftig. Naja, dann fing es an zu regnen, ich lag ewig im Zelt rum, grübelte und fühlte mich etwas einsam. Ich vermisste meine Freundin und unsere Tochter... Über Nacht ist dann die Entscheidung zum Abbruch gereift. Hätte ich ein paar Tage abgewartet, hätte ich keine so einfache Ausstiegsoption gehabt.
    Es hat sich einfach nicht richtig angefühlt, weiter zu laufen.
    Genauso scheiße fühlt sich allerdings der Abbruch an.

    Nun verbringe ich mehr Zeit mit An- und Abreise als mit der eigentlichen Tour.
    Vllt bin ich doch kein Solo -Trekker? Ich glaube, es war hauptsächlich die Kombination aus schlechten Wetter, schlechter Vorhersage und dem Vermissen.
    Es hat wohl nicht sein sollen...

  7. Fuchs
    Avatar von Martin1978
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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Aufs Bauchgefühl hören ist nie verkehrt! Wer weiß, was es dir erspart hat! 😊
    Du gamla, Du fria, Du fjällhöga nord
    Du tysta, Du glädjerika sköna!
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  8. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    +1

    Mir persönlich wäre es für Fjäll einfach einen Tick zu spät gewesen. Ob jetzt 2 Wochen später vom Wetter und den Temperaturen her so viel ausmachen weiß ich nicht, die fehlende Hüttenunterstützung aber sicher. So könntest Du komfortabler abwettern und ggf. einfach mal eine Tagestour machen.

    Ich persönlich würde allerdings nicht sofort nach Hause fahren, sondern etwas in Südschweden machen - Skaneleden o.ä. Dort sieht das wettermäßig eigentlich nicht schlecht aus.

    Nachtrag : Ich war kürzlich auch in einer Situation wo ich richtig-gehend verzweifelt war und sofort abgebrochen hätte, wenn es denn möglich gewesen wäre. Ein für mich nahezu unbegehbarer Weg, bei dem ich aber schon ein/ zwei Stellen überwunden hatte, die ich auf keinen Fall nochmals zurück gehen wollte. Mußte also irgendwie weiter durch und danach war alles bestens.

  9. Neu im Forum

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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Kopf hoch - gerade, wenn das Wetter umschlägt ist Abbrechen keine Schande, sondern zeugt oft von Verantwortungsbewusstsein und Stärke . Ich verstehe, aber natürlich deine Niedergeschlagenheit, vor allem, wenn längere Ab- und Anreise, aufwendigere Planung und Vorfreude auf eine Tour inkludiert sind, ist abbrechen hart.

    Ich selbst bin oft in den Bergen unterwegs da ist ein Abbruch, meist wetterbedingt, leider oft der Fall und meistens auch sehr vernünftig. Ich kann mich aber noch an das erste Mal erinnern, wo ich entschieden habe eine Tour tatsächlich abzubrechen und zur Hütte zurückzugehen (war beinahe eine Whiteout-Situation). Ich hab noch den ganzen Abend gegrübelt wie die Tour in einem Tag, am nächsten Tag, schaffbar wäre... Zum Glück hab ich irgendwann eingesehen, dass es unvernünftig wäre. Im Nachhinein muss ich sagen, hat es mich viel gelehrt und nun kann ich in gefährlichen Situationen, zum Beispiel bei Wetterumbrüchen, ruhigen Gewissens umdrehen und begebe mich und andere nicht unnötig in Gefahr.

    Einmal musste ich aber eine längere Hüttenweitwanderung nach der ersten Nacht abbrechen (irgendeine Art Magen-Darm-Virus...), das war richtig hart, weil das Wetter und die Landschaft traumhaft waren und ich mich schon lange auf die Tour gefreut hatte und doch mehrere Tage angestanden haben.

    Aber man kann ja überall nochmal hin und es ein zweites Mal probieren, mit mehr Wissen oder mehr Glück im Gepäck

  10. Dauerbesucher
    Avatar von geige284
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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Danke euch!
    Ja, aktuell bin ich noch ziemlich niedergeschlagen, aber glaube schon, dass es richtig war.
    Und ja, zurückkommen ist definitiv eine Option. Die Landschaft hat mich richtig begeistert! Vllt schreibe ich über meinen interrail Trip mit kurzem Ausflug ins herbstliche Fjäll ja einen kleinen Bericht...
    Eine kleine Tour im Süden kommt aktuell für mich nicht in Frage. Da das Wetter ja nur der eine Teil war. Das vermissen von Freundin und Baby wiegt ähnlich, von daher möchte ich gern nach Hause.

  11. AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Zitat Zitat von geige284 Beitrag anzeigen
    Danke euch!
    Ja, aktuell bin ich noch ziemlich niedergeschlagen, aber glaube schon, dass es richtig war.
    Und ja, zurückkommen ist definitiv eine Option. Die Landschaft hat mich richtig begeistert! Vllt schreibe ich über meinen interrail Trip mit kurzem Ausflug ins herbstliche Fjäll ja einen kleinen Bericht...
    Eine kleine Tour im Süden kommt aktuell für mich nicht in Frage. Da das Wetter ja nur der eine Teil war. Das vermissen von Freundin und Baby wiegt ähnlich, von daher möchte ich gern nach Hause.
    Ehrlich, das ist doch eigentlich ein schöner Tourabbruchsgrund - klingt nach einer guten Bauchentscheidung!

  12. Fuchs
    Avatar von Martin1978
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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Zitat Zitat von geige284 Beitrag anzeigen
    Eine kleine Tour im Süden kommt aktuell für mich nicht in Frage. Da das Wetter ja nur der eine Teil war. Das vermissen von Freundin und Baby wiegt ähnlich, von daher möchte ich gern nach Hause.
    Mein Junior ist jetzt 3 Monate alt, bis vor kurzem wollte ich auch noch nicht wahrhaben, dass nichts mehr so ist wie noch vor 4 Monaten. Auch, oder erstrecht im Kopf! Also, alles richtig gemacht. Genieß die Heimfahrt und freu dich auf zuhause.
    Du gamla, Du fria, Du fjällhöga nord
    Du tysta, Du glädjerika sköna!
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  13. Dauerbesucher
    Avatar von geige284
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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Zitat Zitat von Martin1978 Beitrag anzeigen
    Mein Junior ist jetzt 3 Monate alt, bis vor kurzem wollte ich auch noch nicht wahrhaben, dass nichts mehr so ist wie noch vor 4 Monaten. Auch, oder erstrecht im Kopf! Also, alles richtig gemacht. Genieß die Heimfahrt und freu dich auf zuhause.
    OT: Dann viel Freude im nächsten Monat! Unsere Tochter ist 4 Monate alt und gerade im letzten ist soooo viel passiert

  14. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: Abbruch einer Tour - wieso, weshalb, warum?

    Du wirst feststellen, dass von Monat zu Monat immer mehr passiert. Wenns so ist, kommst nicht mehr alleine vor die Tür.

    Aber auch ich kann deinen Abbruch voll und ganz verstehen und auch deine Beweggrüne nachvollziehen. Da hat die Natur schon was ganz besonderes mit uns angestellt.

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

    meine Weltkarte

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