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  1. Erfahren
    Avatar von Meron
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #41
    Zitat Zitat von krupp Beitrag anzeigen
    Aber jetzt auch mal ganz praktisch, was schlägst du denn vor, was man essen soll ?
    Wenn ich freies Wasser habe und Brennstoff (Holz / Hobo) nicht mitschleppen muss spricht eigentlich
    nichts mehr gegen Kochen.
    Ich finde das Hülsenfrüchte / Getreide (+ Produkte wie Mehl) im
    Nährwert / Gewichts / Volumen - Verhältnis kaum zu schlagen sind.
    Da halten doch die üblichen "kalten" Lebensmittel kaum mit,
    Du kannst doch auch Getreideprodukte kalt essen. Müsli und Haferflocken sind hier das bekannteste. Aber generell kannst du jede Art von Getreideschrot einweichen und kalt essen. Ein Freund von mir, der sich aus gesundheitlichen Gründen speziell ernährt, nimmt sogar immer komplettes Korn + einen mini Flocker mit und macht sich Frischkornbrei auf Tour. So eine Miniquetsche könnte schon weniger wiegen als ein Kocher mit Brennstoff für zwei Wochen.

  2. Fuchs
    Avatar von krupp
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #42
    ja okey.

    Haferflocken sind wirklich einer der Geheimtipps, die sind wirklich sehr sehr nahrhaft.

    Generationen von armen leuten haben sich mit nix anderem ernährt als solchen Sachen.
    Das meine ich NICHT ironisch.
    Aber das wird vermutlich auch nicht jedermanns / fraus fall sein,
    besonders nur kalt und ohne zucker oder milch also nur mit wasser...
    ^^ das ist wirklich etwas BRRRRRRRRRRRRRRRR.... aber okey, ja das geht.

    Leider ging der TE ja nicht konkreter darauf ein was er nun genau damit selber meint
    oder in welche Richtung sich die Diskussion bewegen soll.
    Man kann sich natürlich auch aus einer Vielzahl dehydrierter Lebensmittel,
    ähnlich Müsli (Müsli ist ja nur ein moderner Begriff für sowas) was zusammenstellen.
    Ich selber hab mit sowas nun relativ wenig Erfahrung und würde mich freuen wenn dann
    die verfechter von "kochen ist unnötig" dabei etwas konkreter werden,
    insbesondere auch (bzw vorallem) in bezug auf eigene Erfahrungen im Gebrauch.

    Also Rezepte suchen im Netz kann ich selber, bzw könnte ich mir auch so zusammenstellen...
    spannender fände ich aber ganz konkrete bsp wie zb ala
    "war neulich / damals Strecke X unterwegs und habe mich Y tage lang ohne kochen ernährt,
    undzwar auf diese art (Beispiel) und ich fad es so toll das ich nie wieder kochen werde auf tour"

    (oke das war jetzt etwas überspitzt, aber das es geht weiss ich selber...
    mir fehlen praktische Beispiele, weil sonst wird's nämlich vermutlich ein weitere Fred in dem
    am Ende wieder glaubens-graben-kämpfe toben. )

    Wie gesagt wenn ich das Thema nicht gut finden würde, würde ich hier garnix schreiben,
    falls es also etwas wie Ironie klingt... habe ich es falsch formuliert.
    Finde das Grundsätzlich immer interessant, auch aus SV/BC sicht.
    Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

  3. Moderator
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    Avatar von Becks
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #43
    Zitat Zitat von krupp Beitrag anzeigen
    Was würdest du denn jetzt praktisch an Nahrungsmitteln nennen für eine 1 Wochentour ohne kochen?
    Gummibärchen, Erdnüsse, Schokolade, Energygel, Käse und Salami. Bunter Mix aus süss/salzig und eine Kombi aus Fett und Kohlehydrate. Auf Kurztouren (2-3 Tage) reicht mir meist eine Tüte Gummibärchen, etwas Knabberzeugs und tagsüber ein paar Kohlehydrate in Form von (Selfmade)energygel locker aus.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  4. Erfahren
    Avatar von Akelei
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #44
    Also, ich glaube jetzt mal, dass mein Kartoffelpürreepulver weniger wiegt, als z.B. Käse oder Salami .... und mehr satt macht.
    Die Kalt-Dinge sind halt alle nicht so leicht (außer man steht auf trockene Nudeln )

  5. Fuchs
    Avatar von entropie
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #45
    Zitat Zitat von Akelei Beitrag anzeigen
    Also, ich glaube jetzt mal, dass mein Kartoffelpürreepulver weniger wiegt, als z.B. Käse oder Salami .... und mehr satt macht.
    Die Kalt-Dinge sind halt alle nicht so leicht (außer man steht auf trockene Nudeln )
    Nur die tüte wiegt sicher weniger; aber wenn du das wasser noch mit rumschleppen musst kommt es am ende wahrscheinlich aufs selbe raus oder du trägst sogar mehr.
    Whenever people agree with me, I always feel I must be wrong.
    -- Oscar Wilde

  6. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #46
    Die Aufgabenstellung sagte aber nichts von "kein Wasser"

  7. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #47
    Ich denke mal, dass es darauf ankommt, was der Mensch auf Tour an Energie braucht. Ich habe immer Heißhunger auf Fleisch und Wurst. Die Salami ist also eh immer dabei. Nur von Kartoffelpü werde ich nicht satt, dass ist höchstens ein Appetizer. Wobei ich das mal einige Zeit als Grundnahrung bei Motorradtouren mit hatte. Auf dem Fahrrad oder im Winter reicht mir das aber nicht.

    Aber ich gebe zu, dass ich seit langem doch immer einen Kocher dabei habe und hatte. Ich musste mich früher aber immer dazu zwingen, ihn zumindest alle drei Tage mal zu benutzen. Heute ist das besser geworden, was auch am Kochsystem liegt.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org
    Mein neuer Reisebericht: Eine Reise in die Karibik. Nur mit Anmeldung lesbar.

  8. Fuchs
    Avatar von blue0711
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #48
    Ich hab bei meinen Solotouren nie was zum Kochen dabei und esse auch nirgends zusätzlich warm.
    Überlegungen hinsichtlich Kochen hab ich nur wegen meiner Tochter, die in ihrem Alter und bei ihrer Statur essensreduziertes Wandern besser nicht machen sollte.

    Die Solotouren waren bisher zumindest 10 Tage bis zwei Wochen in den Bergen.
    Ehrlich gesagt nervt mich Essen auf Tour sogar ein wenig, daher reduziere ich das wenn möglich aufs rudimentäre: Vollkornknäcke, Pumpernickel, Nussmuße, Studentenfutter und, wenn sich's ergibt, unterwegs ein, zwei Stück Obst.
    Dazu ausgeglichenen Mineralzusatz fürs Wasser, um da keinen Mangel zu provozieren.
    Auf ner Dreitagetour gibts zwei Äpfel, ne kleine Salami und ein Tütchen Studentenfutter.

    Radikales Fastenwandern halte ich auch für gefährlich, vor allem von jetzt auf gleich und irgendwo auch für übertrieben, aber die moderate Variante mit Essen als absoluter Nebensache find ich toll. Ich hab beim Laufen in den Bergen auch irgendwie gar keinen Hunger.
    Gerade alleine ergibt sich ein meditativer Effekt, den Essen, erst Recht Kochen nur stört.

    Leistungseinbrüche hab ich dabei noch nicht erlebt, ich geh aber auch nicht auf Kante, da im Normalfall recht gute Ausdauer vorhanden ist.
    Wenns dann mal knapp wird, wars davor ne Megaetappe (12h am Stück laufen oder sowas), aber dann sitz ich lieber ruhig in der Gegend, als Kochgeschirr auszupacken. Der Griff in die Nusstüte ist dann das äusserste.


    Was ich bei dieser Art Tour eher merke, sind die Entzugserscheinungen vom Stress, die so nach 2-3 Tagen einsetzen. Da würde ich dann essen, um was zu tun und das mach ich dann bewusst nicht, weil ich sonst garnicht auf der Tour ankomme. Die innere Rastlosigkeit produziert dann auch ein Leistungstief, bis Motivation durch Flow ersetzt ist. Danach laufen die Beine von alleine und das Bedürfnis nach Essen ist nahezu weg.


    Merke ich auf Hüttentouren mit Tochter dann genau gegenteilig: Ich nehm zu, obwohl ich jeden Tag 1000 Höhenmeter mache Und wenn andere nebendran futtern was geht, klappt das irgendwie nicht mit dem rudimentär.
    Gruß kai

    Politik ist „Soziales Handeln, das auf Entscheidungen und Steuerungsmechanismen ausgerichtet ist, die allgemein verbindlich sind und das Zusammenleben von Menschen regeln“.

  9. AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #49
    Hier sind ja einige interessante Ansätze zu lesen. Bei einigen Beiträgen ist herauszulesen, dass die Mitnahme eines Kochers mit viel Gewicht und langen Kochvorgängen verbunden wird.
    Ich mache momentan keine langen Touren, habe aber auf meinen Tages- oder Wochenendtouren immer ein Mini"koch"set dabei. Tasse, Minibrenner für Spiritus, Windschutz, Löffel, Feuerzeug und ein Fläschchen Brennstoff. Vom Auspacken bis zur Tasse voll mit heißem Wasser vergehen 5 min. Gewicht? Kochset unter 80 g + Spiritus...
    Es gibt mittlerweile sehr viele leckere und auch hochwertige Lebensmittel, die nur kurz quellen müssen, z. B. Hirse orientalisch von Alnatura. Oder mal ein heißes Getränk zwischendurch :-)
    Grade wenn ich 12 h laufe, weiss ich den meditativen Aspekt der Teezeremonie in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden zu schätzen :-) Dazu dann lecker Kaltfutter und die Welt ist in Ordnung.

    Viele Grüße
    Ingmar
    Viele Grüße
    Ingmar

  10. Gerne im Forum

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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #50
    Zitat Zitat von Fjaellraev Beitrag anzeigen
    Irgendwie ist mir die Aufstellung zu wirr um sie wirklich nachvollziehen zu können und ich vermute irgendwo noch einen Überlegungsfehler (Wohl weil gerade in kalter Umgebung eine warme Mahlzeit für mich etwas Feines ist )

    Und diese Wäremzufuhr halte ich für den springenden Punkt bei dem man auch nicht mit einfachen Zahlen rumwirbeln kann (Oder kennt jemand den Wirkungsgrad des menschlichen Körpers für diesen Prozess?).
    Verwirrungen dürfen gerne einzeln benannt werden, dann versuche ich das klarer auszudrücken. Überlegungsfehler will ich mit der aktion hier ja gerade finden ^^ Also die bitte ganz besonders erörtern! Die sache mit dem erhöhten nährwert von zb. stärke nach dem erhitzen war so eine sache. Ich weiß nun aktuell nicht ob sich das mehr an nahrung durch kalt essen oder das gewicht durch brenner und brennstoff ausgleichen... kp, fehlen zahlen!

    Wärmezufuhr ist nur nötig wenn man unterkühlt ist. So gesehen ist ein brenner eine kleine investition in notfall-bewältigung. Aber ganz ehrlich, ich plane nicht mich zu unterkühlen und wenn ich mich doch bös unterkühl kann ich mich hoffentlich lang genug warm halten bis die kavallerie kommt.

    PS: Wirkungsgrad der mitochondrien von Pyruvat (2-Oxopropansäure) -> ATP liegt bei ca. 40%. Der rest ist wohl wärme. Bevor wir beim pyruvat sind geht aber schonmal einiges "verloren". Z.B. an bakterien im darm oder an den abbau der gifitgen abfallstoffe, wie beim verdauen von proteinen.

    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    Libertist hat auf seiner langen Brooks Range Tour kalt gegessen.
    Genau sowas ist super! Danke!
    Werde ich nun lesen.

    Zitat Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
    Bei kürzeren Touren bis 20 oder 30 Tage macht es sicher keinen Unterschied für den Körper, ob man warm oder kalt isst. Bei längeren Touren macht sich schon bemerkbar, ob man Kocher und Brennstoff und das ganze Zeugs wirklich schleppt (oder schleppen will). Kompromiss gefragt.
    Meinst du nur im Sinne von brennmaterial schleppen auf längeren touren, oder im sinne von ernährungsphysiologischen effekten nach längerer zeit ohne erhitztes essen? Manch einer in den weiten der internetze glaubt ja dass es die gibt.

    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Als ich mit selbstgetrocknetem Schwarzbrot losgezogen bin, hat man sich über solche Sachen keine Gedanken gemacht.
    Mit der Ration bin ich damals fast drei Wochen ausgekommen, danach musste ich mir etwas anderes einfallen lassen.

    Damals gab es ODS noch nicht. Wie ist man da nur klar gekommen
    Du hast also keine grobe idee vom brennwert/100g verhältnis? Wie hast du das brot denn getrocknet?
    Nach drei wochen dann wegen der psyche?
    Und was zur hölle ist ODS?

    Zitat Zitat von dilbert1981 Beitrag anzeigen
    Wenn es nur darum geht, möglichst auf jedes nicht zwingend notwendige Gramm Gepäck zu verzichten, könnte man bei Touren bis zu mehreren Wochen Länge ganz auf feste Nahrung verzichten. Das Stichwort heißt Fastenwandern.

    Die psychologische Ebene ist aus meiner Sicht auf einer Tour allerdings fast wichtiger als die physische. Deswegen ist es zu kurz gedacht, die Notwendigkeit von essen (schlafen, reden, lesen, waschen, Musik hören...) auf die rein physische Ebene zu beschränken.
    Krasse sache, danke für die idee!

    Das psychische macht natürlich immens viel aus, brauchst du einem kletterer nicht sagen
    Nur darüber lässt sich im sehr subjektiven bereich von essen hier einfach nicht diskutieren, deshalb würde ich es gerne größtenteils rauslassen. Wie was auf ihn wirkt muss einfach jeder selbst herausfinden. Ich esse zb. im alltag vielleicht vier mal die woche warm, konnte mich aber mit einer reinen rohkost-ernährung nicht anfreunden. Nicht wegens dem hunger oder geschmack, das ist super, hunger ist absolut keiner mehr vorhanden, aber halt um den preis dass man echt den ganzen tag fast ununterbrochen essen muss. So von wegen psychische effekte ^^

    Zitat Zitat von efbomber Beitrag anzeigen
    Auch der Muskelabbau ist vorhanden, bevor es an die Fettreserven geht. Beim Wandern trainiert man nämlich hauptsächlich die Beinpartien, Muskeln die nicht beansprucht werden bauen sich dennoch ab, auch wenn dies in meinen Augen nicht so drastisch wäre. Das gleicht sich mit der Zeit auch aus. Daher sollte man aber zu Beginn mit eiweißhaltigen Lebensmitteln gegensteuern.
    Meines wissens nach bauen sich auch muskeln die benutzt werden ab, sobald man weniger energie zu sich nimmt als man verbraucht. Natürlich langsamer als andere muskeln, aber irgendwann verhungert man halt, wie solls auch anders sein. Bevor das passiert werden halt auch die beinmuskeln verbrannt.

    Zitat Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
    - auf einer 2 wöchigen Tour ohne Einkaufsmöglichkeit würde es schon sehr hart für mich z.B. nur von Riegeln leben zu müssen, da macht CousCous, Nudeln Kartoffelbrei etc. schon Sinn
    - Meine Zähne putze ich mir mit Eiswasser nicht unbedingt gerne, bei entsprechenden Temperaturen ist etwas wärmeres Wasser dann schon angenehmer. Nur Eiswasser trinken ist dann vielleicht auch nicht so magenfreundlich ?
    Das kann man auch kalt quellen lassen. Wasser kann man auch erwärmen indem man es nah am körper trägt. Das ändert nur nichts an der energiebilanz. Davon abgesehen trinken viele bodybuilder und ähnliches sehr große mengen eiswasser, davon ist meines wissens nach noch keiner gestorben

    Zitat Zitat von krupp Beitrag anzeigen
    Durch das erwärmen werden die Nährstoffe aufgeschlossen, man zieht mehr aus der Nahrung heraus,

    Aber jetzt auch mal ganz praktisch, was schlägst du denn vor, was man essen soll ?
    Wenn ich freies Wasser habe und Brennstoff (Holz / Hobo) nicht mitschleppen muss spricht eigentlich
    nichts mehr gegen Kochen.
    Ich finde das Hülsenfrüchte / Getreide (+ Produkte wie Mehl) im
    Nährwert / Gewichts / Volumen - Verhältnis kaum zu schlagen sind.
    Da halten doch die üblichen "kalten" Lebensmittel kaum mit,

    Trotzdem interessant... also was würdet ihr / bzw du TE denn einpacken für eine 1 Wöchige Tour zum bsp
    bei der nicht gekocht werden soll aber bei der man sich auch vollwertig ernähren möchte ?
    Manches wird ganz sicher nahrhafter, stärke z.b. Aber um wie viel % konnte mir bislang keiner sagen, von daher weiß ich grad echt nicht ob sich das kalt mitschleppen von stärke gewichtstechnisch lohnt. Ich weiß auch nicht ob es ähnlich energiedichte nahrung gibt die nicht wie stärke vom erhitzen profitiert, aber schon im kalten zustand mehr energie liefert. Reiner zucker dürfte so ein fall sein...
    Womit wir zu praxis kommen: ich weiß nicht was ich mitnehmen würde, hoffte aber auf viele tipps und hab auch schon einige bekommen
    Auf meiner bisher einzigen mehrtägigen selbstversorgten tour wurde ich vom erfahreneren mitgänger quasi dazu genötigt jeden abend reis mit thunfisch zu essen. Er hatte den kocher und hat gekocht. Trotzdem fand ich es etwas nervig und umständlich. Die schale reis war dann vor dem fertig essen auch schon wieder eisekalt (5-10°C durchschnittstemperatur abends)... Da kamen mir dann schon erste gedanken, ob man den schmarrn nicht einfach sein lassen kann. Die als so wunderheilsam versprochene tasse tee war dann für mich auch nicht mehr als ein bisschen heißes wasser zum runterspülen.
    Ich werde diesen sommer mal die wertvollen tipps hier beherzigen und versuchen ohne kocher zu überleben

    Getreide quellt übrigens auch mit kaltem wasser, je nachdem wie fein es ist. Reis quellt nach ca. 3 stunden auf ein kaubares maß, hängt aber sicher auch von der sorte ab. Kartoffel-pulver quellt natürlich sofort, so wie jedes anderes stärke-pulver auch.

    Brennstoff sammeln fällt für mich aus, da ich die zeit nicht investieren möchte und auch gerne mal in gegenden bin wo es einfach nicht viel zu verbrennen gibt.

    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Ich muss dazu sagen, dass ich mich auch im Alltag gerne kalt ernähre, bin das also gewöhnt. Ich koche gerne, esse das meiste des Gekochten aber eh kalt. Edit: Und ich trinke keinen Kaffee.
    Dito ^^

    Zitat Zitat von MatthiasK Beitrag anzeigen
    Vielleicht für manche interessant, ein Gast Artikel eines Freundes auf meinem Blog zum Thema "stoveless"
    Teil I
    Teil II
    Eine der quellen die mich überhaupt erst zu der ernsthaften fragestellung geführt haben, ob es nicht energetisch/gewichtstechnisch günstiger wäre nicht zu kochen!

    Zitat Zitat von krupp Beitrag anzeigen
    Generationen von armen leuten haben sich mit nix anderem ernährt als solchen Sachen.
    Das meine ich NICHT ironisch.
    Aber das wird vermutlich auch nicht jedermanns / fraus fall sein,
    besonders nur kalt und ohne zucker oder milch also nur mit wasser...
    ^^ das ist wirklich etwas BRRRRRRRRRRRRRRRR.... aber okey, ja das geht.

    Also Rezepte suchen im Netz kann ich selber, bzw könnte ich mir auch so zusammenstellen...
    spannender fände ich aber ganz konkrete bsp wie zb ala
    "war neulich / damals Strecke X unterwegs und habe mich Y tage lang ohne kochen ernährt,
    undzwar auf diese art (Beispiel) und ich fad es so toll das ich nie wieder kochen werde auf tour"
    Erfahrungsberichte interessieren mich auch ganz heiß, da ich ja wie schon gesagt selbst keiner erfahrung habe. Für mich alles erstmal theorie um zu schauen, ob es sich überhaupt lohnt das zu versuchen.

    Zum thema BRRRR etc.: generell hab ich in diesem thread und auch erst recht ganz allgemein im alltag häufig das gefühl, dass die meisten leute einfach zu "pussys" verkommen sind. Wenn man sich mal überlegt was unsere großeltern noch durchmachen mussten ist das echt krass. Damit möchte ich keinen persönlich angreifen. Schon gar nicht die leute hier. Wer auf mehrwöchige touren in die pampa geht kann sich wohl nicht als erster verweichlichung vorwerfen lassen

    Zitat Zitat von Becks Beitrag anzeigen
    Auf Kurztouren (2-3 Tage) reicht mir meist eine Tüte Gummibärchen, etwas Knabberzeugs und tagsüber ein paar Kohlehydrate in Form von (Selfmade)energygel locker aus.
    Krass. Wär mir wohl zu aufregend, zumindest im alltag bekomm ich zwischen 1 und 2 tagen nichts/sehr wenig gegessen riesen hunger. Danach vergeht er wahrscheinlich (wollt ich bislang nicht testen^^), aber dann wär die tour ja auch schon vorbei. Kann es aber sein dass man/du durch die viele bewegung einfach weniger hunger hat/hast als sonst mit wenig essen? Den effekt konnte ich schon beim alltags-sport beobachten.

    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Die Aufgabenstellung sagte aber nichts von "kein Wasser"
    Rrrrrichtiiiig. Wasser wird als gegeben vorausgesetzt, da man es ja eh als trinkwasser braucht. Nahrungstechnisch sollte man nur mit den proteinen sparen wenn wasser eher mangelware ist. Wenn wasser ganz knapp ist sollte man sogar gar nichts essen. Aber vorerst bin ich in gegenden mit mächtig viel wasser unterwegs.

    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Aber ich gebe zu, dass ich seit langem doch immer einen Kocher dabei habe und hatte. Ich musste mich früher aber immer dazu zwingen, ihn zumindest alle drei Tage mal zu benutzen. Heute ist das besser geworden, was auch am Kochsystem liegt.
    Wieso verspürst du dann die notwendigkeit dich zu zwingen, wenn du es doch scheinbar gar nicht willst? Würde mich echt interessieren.

    Zitat Zitat von blue0711 Beitrag anzeigen
    Merke ich auf Hüttentouren mit Tochter dann genau gegenteilig: Ich nehm zu, obwohl ich jeden Tag 1000 Höhenmeter mache Und wenn andere nebendran futtern was geht, klappt das irgendwie nicht mit dem rudimentär.
    Hehe, während der watzmann-überschreitung (relativ entspannt mit zwei übernachtungen auf hütten) hab ich mich zum großen teil von kuchen ernährt
    Aber ich bin eh anders Falls das jemand noch nicht glaubt: Den Watzmann hab ich in laufschuhen überschritten und fand das super!

    Zitat Zitat von blitz-schlag-mann Beitrag anzeigen
    Es gibt mittlerweile sehr viele leckere und auch hochwertige Lebensmittel, die nur kurz quellen müssen, z. B. Hirse orientalisch von Alnatura. Oder mal ein heißes Getränk zwischendurch :-)
    Die quellen aber auch in kaltem wasser, nur langsamer. Man kann z.b. eine stunde vor abendessen und "ankunft im camp" eine box voll essen und wasser machen. Das quellt dann bis zum verzehr gut durch und ob ich das wasser nun dort trage oder in der flasche ist denk ich wurscht. Zumindest ich hab sowieso immer eine notreserve wasser dabei, trinke viel.
    Zwischendurch werde ich aber den teufel tun und meine wertvolle pause mit kochen von irgendwas verplämpern
    So hat jeder so seine vorlieben. Deshalb würde ich die diskussion hier auch gerne weitestgehend auf das physische beschränken.


    Danke nochmal an die bisherigen tipps und gedanken!
    Geändert von enteon (29.05.2013 um 12:05 Uhr)

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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #51
    Zitat Zitat von enteon Beitrag anzeigen
    Zwischendurch werde ich aber den teufel tun und meine wertvolle pause mit kochen von irgendwas verplämpern
    Ich tendiere eigentlich auch eher dazu, keine Pause zu machen, und obwohl ich zuhause sehr gerne viel Zeit mit Nahrungsmittelzubereitung verbringe, muss ich mich unterwegs fast schon dazu zwingen, den Kocher anzuwerfen. Ich habe aber inzwischen festgestellt, dass es mir längerfristig besser geht, und ich leistungsfähiger bin, wenn ich Pausen einschiebe und abends doch noch den Kocher anwerfe. Notfalls tut’s auch die Thermoskanne, heißen Tee trinke ich einfach lieber als Eiswasser, von letzterem kriege ich einfach auch nicht so viel runter wie ich eigentlich trinken müsste (z.B. bei Radtouren im Herbst).

    Außerdem bin ich neugierig auf das Speisenangebot in fremden Ländern (Pierogi in Polen, frische Fische am Meer, ...), kann diese ganzen interessanten Dinge nicht mit nach Hause tragen, und Restaurants sind mir meistens zu viel Aufwand & Gedöns sowie, wenn’s von der Zutaten her spannend wird, oft auch tendenziell sehr teuer. Schon deswegen ist es unbedingt erforderlich, dass ich einen Kocher mitnehme

    In den oben verlinkten Artikeln steht auch etwas davon, dass man am besten schon gegessen haben sollte, wenn die anderen Reisenden zu kochen anfangen. Der Geruchssinn spielt hier also auch mit, in welcher Weise auch immer.
    Geändert von lina (29.05.2013 um 12:34 Uhr)

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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #52
    Prinzipiell könnte man sich auch einen Shaker wie im Bodybuilding-Sport üblich (ca. 200g schwer) und eine entsprechende Menge an Weightgainern, Maltodextrin und Protein-Pulvern in den Rucksack packen. Die Pulver haben idR über 350 kcal pro 100 g und sind in kaltem Wasser löslich. Und wer ab und zu etwas zum Beißen braucht, kann noch ein paar Riegel, Schokolade oder Nüsse mitnehmen. Ob das aber über längere Zeit Freude macht...
    Geändert von Nicknacker2 (29.05.2013 um 13:11 Uhr)
    Signaturen sind prätentiös. :D

  13. Fuchs
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #53
    Für mich stellt sich dabei die Frage ob es überhauptsinnvoll ist, also welchen VORTEIL
    sollte man davon haben?

    Einen Gewichtsvorteil sehe ich persönlich (bei mir) nicht (wesentlich).

    Im Idealfall, Hobodose und den Brennstoff dafür sammle ich entweder nebenbei
    oder in kurzer Zeit. Der spielt also kaum eine Rolle.

    Es ist eigentlich eine unbestreitbare Tatsache das sich der Nährwert von Lebensmitteln
    durch erwärmen erhöht. Die Praxis, seit Erfindung des Feuers, sollte das hinreichend beweissen.
    Natürlich kann man das nicht pauschalisieren, da sekundäre Nährstoffe dabei zum Teil zerstört werden,
    daher sollte man ja auch beides Essen... gekochtes und Rohkost. Im richtigem Verhältniss.

    Auch eine Ernährung über Flüssignahrung / Breie / Bodybuildernahrung / Sportlernahrung /Diätshakes
    Astronautennahrung ist mit Vorsicht zu genießen.
    Das ist schnell geschrieben, wiederspricht aber den "Feldstudien".
    Bei einer längeren Ernährung mit Flüssignahrung (bsp Krankenhaus) wurden in Folge oft andere
    Probleme ausgelöst. Verdauungsprobleme usw. kann man auch nicht so einfach als Vergleich herbeiziehen.

    Theorie ist ja immer ganz schön aber die Praxis sieht eben anders aus.


    Okey welche Vorteile hätte es noch? Volumen?
    Bin ich auch anderer Meinung. Habe ich "freies" Wasser zur Verfügung ist Kochen effektiver.
    1 Kilo Mehl ist sehr sehr kompakt und bringt eine Menge an Energie,
    das gilt auch für andere Trockenprodukte.
    Mag sein das man Reis auch Essen kann wenn er lediglich lange genug vorgequollen ist,
    das glaube ich sogar, aber jede Wette das gekochter Reis am Ende MEHR Energie liefert als nur gequollener.

    Wäre dem nicht so... würden nicht Weltweit Menschen ihr Essen kochen.
    Ich meine, das muss seinem doch klar sein.
    Das wäre so als würde ich die Evolution in Frage stellen... .

    Tja was bleibt da eigentlich als Vorteil?
    Die eigene Bequemlichkeit? Weil man zu faul (oder evt einfach zu müde / erschöpft) ist
    nochmal ordentliche Nahrung zuzubereiten?
    Dann ist das ganz klar ein Fehldenken.
    Denn auf Dauer wird man sehr wahrscheinlich Leistungsfähigkeit einbüßen.
    Lieber die Tour etwas kürzer gestalten und dafür ordentlich Essen und dem Körper das liefern
    was er benötigt. Und dann am näxten Tag wieder gestärkt weiter ziehen.

    Vom Heilfasten oder Fastenwandern will ich hier gar nicht erst anfangen, (weil es von anderen angedeutet wurde),
    das ist doch nochmal was ganz anderes.

    Ich persönlich denke das eine ausgewogene Ernährung das entscheidente ist,
    und zwar völlig egal ob man einen 8h Bürojob hat oder Outdoors unterwegs ist.
    Aber eben ganz besonders dann wenn man größeren körperlichen Belastungen ausgesetzt ist
    sollte man doch gerade auf eine ausgewogene Ernährung achten.

    Mag sein das das auch ohne kochen geht,
    aber für mich ist hierbei immer noch nicht der Vorteil zu erkennen warum ich das tun sollte?
    Daher werfe ich jetzt einfach mal die Frage in den Raum:

    "Warum sollte ich auf Kochen (längere Tour) verzichten ? "



    (Das es geht stelle ich übrigens nicht in Frage.
    Müsste ich in kurzer Zeit große Strecken überwinden und das möglichst unauffällig,
    würde ich möglichst auch nicht kochen wollen... aber mal ehrlich,
    da fällt mir grad kein brauchbares Szenario ein, außer ein spielerisches + dann wäre es
    ein (eig ganz gutes) Thema fürs Survivalforum. )


    Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

  14. Fuchs
    Avatar von Ultraheavy
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #54
    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    [...]Genussurlaub in Frankreich[...] Ich stelle aber immer wieder fest, dass eine warme Mahlzeit besser sättigt, besser verdaulich ist und auch zufriedener macht.
    Komme gerade von einem Frankreich-Trip und habe in 8 Tagen ein Pfund zugelegt. Der zuständige Koch und Küchenhilfe im Basislager war ich selbst. Leckeres (überwiegend warmes) Essen ist schon was Feines

    Klar kann man Verzicht üben, aber warum sollte man dies wollen? Zumal in Frankreich, wo Produkte aus lokaler Produktion nicht nur günstig, sondern auch so richtig lecker sind...

    Klar, daß man auch kalt schmackhaftes Essen zubereiten kann. Ausschließlich kalt über längere Zeiträume (>3 Tage) kann ich mir kaum vorstellen.

    Wozu soll das gut sein, um 700g Startgewicht zu sparen?

  15. Vorstand
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #55
    Wieso verspürst du dann die notwendigkeit dich zu zwingen, wenn du es doch scheinbar gar nicht willst? Würde mich echt interessieren.
    a) weil ich ihn nunmal mithabe.
    b) weil ich Zeugs mitgenommen habe, dass man kochen muss und das irgendwie aufgebraucht werden muss, damit das Gepäck leichter wird.
    c) keine Ahnung

    Als mein Kocher auf einer Radtour kaputt ging (ich hatte gerade eingekauft), war mir das allerdings auch nicht recht. Es hat mich sogar tierisch genervt. Plötzlich wollte ich unbedingt kochen.....

    Du hast also keine grobe idee vom brennwert/100g verhältnis? Wie hast du das brot denn getrocknet?
    Nach drei wochen dann wegen der psyche?
    Verstehe ich nicht ganz, was Du wissen willst. Ich habe das Brot trocken mitgenommen. Ich trockne Schwarzbrot immer, anders bekomme ich es nicht runter. Manchmal toaste ich es zu Hause auch zur Feier des Tages steinhart, dann ist es natürlich warm und hart. Der Käse schmilzt dann so lecker.


    @krupp
    Kochen ist sicherlich eine unverzichtbare Methode, Lebensmittel für den menschlichen Verzehr geeignet zu machen (Fleisch, Stärke). Zusätzlich dient es definitiv aber auch der Haltbarmachung und Sterilisierung von Lebensmitteln.

    Warum man auf das Kochen verzichten sollte? Keine Ahnung. Ich nehme einen Kocher ja immer mit. Ich tue mich nur schwer, auf Tour zu kochen und weiß daher, dass es für eine gewisse Zeit verzichtbar ist.
    Warum ich drauf verzichte? Bequemlichkeit, keinen richtigen Hunger, erhöhten Schlafbedarf, zuviel Adrenalin. Wenn ich in einer Gruppe unterwegs bin und jemand anderes kocht, merke ich, wie gut das warme Essen tut. Aber alleine tue ich mich mit Kochen schwer. Wie gesagt: Ist durch den Reactor besser geworden: Wasser heiß machen, Tüte auf, ziehen lassen. Das kriege ich noch hin und dann geht es mir auch zugegebenermaßen besser, als wenn ich Brot esse.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org
    Mein neuer Reisebericht: Eine Reise in die Karibik. Nur mit Anmeldung lesbar.

  16. Fuchs
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #56
    Zitat Zitat von krupp Beitrag anzeigen
    Für mich stellt sich dabei die Frage ob es überhauptsinnvoll ist, also welchen VORTEIL
    sollte man davon haben?
    Die Frage stellt sich mir genau andersrum: Welchen Vorteil habe ich vom Kochen? Ist das überhaupt sinnvoll ohne feste Küche?

    Aufwärmen? Mir wird beim Laufen und im Schlafsack warm, ansonsten in der Sonne, das reicht mir.

    Nährwert? Da musste ich noch nie drauf achten, weiß ich auch nicht und interessiert mich auch nicht.

    Leistung? Ich geh nicht an die Grenzen, Reserven sind auch für 2-3 Wochen genügend vorhanden

    Viele Trockenprodukte (Fleisch, Früchte, Nüsse) finde ich auch so total lecker, da reicht mir Wasser zum Trinken dazu.

    Auf ausgewogene Ernährung kann ich auch kalt achten, da brauchts kein Kochen dazu.

    Gewicht, Platz: Nunja, Koch- und Essgeschirr sowie Kocher und Brennmaterial sind alles zusätzliche Gegenstände. Dann brauch ich noch etwas Wasser zum Saubermachen (außer vielleicht bei Tee).

    Bequemlichkeit würde ich es nicht nennen, wenn ich einfach keine Lust habe, mir über Zusammenstellung, Ablauf und Logistik des Kochens Gedanken zu machen. Faulheit auch nicht.
    Es interessiert mich einfach nicht auf Tour.


    Zitat Zitat von krupp Beitrag anzeigen
    Es ist eigentlich eine unbestreitbare Tatsache das sich der Nährwert von Lebensmitteln
    durch erwärmen erhöht.
    Ist es das? Nach welcher Quelle? Evolution reicht mir nicht (zumal das eher Zivilisation ist oder kochen Tiere?).
    Es gibt sicherlich einiges, was dadurch erst essbar oder genießbar wird, aber entscheidend mehr Nährwert? Dann müssten ja erhebliche Umwandlungsprozesse beim Kochen ablaufen, die dem Körper nicht möglich sind (molekulare Küche oder so?).


    Btw: Ich hab nix mit Survival am Hut und koche gerne - zuhause und dann am besten blubbernd auf den Tisch.
    Vielleicht ist das bei mir auch der Grund: Ich brauch Urlaub von der Zivilisation, da stört mich das Kochen als Ritual derselben.
    Gruß kai

    Politik ist „Soziales Handeln, das auf Entscheidungen und Steuerungsmechanismen ausgerichtet ist, die allgemein verbindlich sind und das Zusammenleben von Menschen regeln“.

  17. Musteruser Fuchs
    Avatar von berni71
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #57
    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Kochen ist sicherlich eine unverzichtbare Methode, Lebensmittel für den menschlichen Verzehr geeignet zu machen
    Man kann da aber auch ganz anderer Meinung sein

    http://www.amazon.de/Willst-gesund-s...rgiss+kochtopf

  18. Dauerbesucher
    Avatar von Fletcher
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #58
    Zitat Zitat von krupp Beitrag anzeigen
    Es ist eigentlich eine unbestreitbare Tatsache das sich der Nährwert von Lebensmitteln
    durch erwärmen erhöht.
    Das ist so absolut falsch.
    Nur weil etwas Warm ist, ist es nicht Nahrhafter.

    Allerdings werden einige Lebensmittel durch Denaturierung (ein Vorgang beim garen, z.B. Eiweißgerinnung) bekömmlicher oder überhaupt erst geniessbar oder verdaubar.

    Aber ob das gekochte Ei nun warm oder kalt ist, ist ernährungstechnisch vollkommen egal.
    Das letzte Hemd hat keine Taschen

  19. Fuchs
    Avatar von Ultraheavy
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #59
    Für mich steht es außer Frage, daß Rohkost gesund ist.
    Kalte Küche kann richtig schmackhaft sein, eingedickte Rotweinsoße kann ich mir ohne Wärmezufuhr nicht vorstellen.

    Dazu zwei Bilder aus der Küche der letzten Woche. Das war wirklich beides lecker.



    Edit: Kartoffeln roh sind nicht wirklich lecker

  20. Fuchs
    Avatar von krupp
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    AW: Ohne Kochen, nur kaltes Essen (stoveless)

    #60
    Das ist so absolut falsch.
    Nur weil etwas Warm ist, ist es nicht Nahrhafter.

    Allerdings werden einige Lebensmittel durch Denaturierung (ein Vorgang beim garen, z.B. Eiweißgerinnung) bekömmlicher oder überhaupt erst geniessbar oder verdaubar.

    Aber ob das gekochte Ei nun warm oder kalt ist, ist ernährungstechnisch vollkommen egal
    Das mag bei Eiern zutreffen.
    Fakt ist das durch das erwärmen, kochen, braten was auch immer
    der Mensch sich Nahrungsmittel erschlossen hat die ihm vorher nicht zugänglich waren.
    Und darüber gibt es aus meiner Sicht der Dinge auch nichts zu diskutieren.
    Im übrigen essen selbst die als "Rohfischesser" verleumdeten Inut traditionell warme Speisen.
    Wir könne aber gern Haar bzw Eierspalterei betreiben.

    liebe grüße Krupp
    Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

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