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  1. oo0OooO0oo
    Gast

    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #21
    Folgende Anmerkungen:

    1.
    OT: @Molte Der Alaska Mountain Wilderness (Ski) Classic ist ein privates Rennen. Es gibt keine Besenwagen und keine Streckenposten. Rettung wird nicht garantiert. Es gibt keinen Veranstalter und nur einen privaten Organisator (der aber beim Sommerrennen oft selbst teilnimmt). Man muss auf jegliche Rechtsansprüche verzichten. Das Rennen liegt vom Anspruch weit über allen von Dir genannten Adventurerennen, da (i) die Routenwahl mehr oder weniger frei ist und (ii) es z.B. gefährliche Gletscher- oder Wildwasserrouten gibt usw. In der Praxis haben alle Teilnehmer ein Satphone dabei und werden gelegentlich per Buschflugzeug, Skido o.ä. gerettet. Gestorben ist dabei meines Wissens noch niemand.

    OT: @Sarek In Alaska gibt es auf den Flüssen wohl sehr häufig overflow, über den man drüber muss (egal ob man Wasser schöpfen will oder nicht). Daher verwenden die Leute dort häufig Plastikskischuhe, aus denen man den Innenliner rausnehmen kann, so dass dieser nicht nass wird. Außerdem schweissen die sich oben an die Plastikschuhe oft Gamaschen an, so dass man das Wasser auch mit Schuhen überqueren kann, wenn es nicht ganz so tief ist.

    2.
    Zum Schneeessen/Temperaturverlust: Ich mache das nur bei gutem Wetter. Dort wird es mir in der Sonne oft so heiss, dass ich nur im Shirt laufe und froh bin, wenn ich unter Anstrengung nicht stark anfange zu schwitzen. Bei Kälte im Schneesturm würde ich nicht noch zusätzlich kalten Schnee essen.

    3.
    Meine bisherige Herangehensweise: Ich hatte immer zwei 1l Thermos Light & Compact dabei, die ich am Abend aufgefüllt habe. Vor dem endgültigen Auffüllen trinke ich am Abend relativ viel. Tagsüber reichen mir die 2 Thermos und - falls es heiss wird - das Schneeessen. Die Thermos sind auch am nächsten Abend noch lauwarm. Mit ist es wichtig, am Morgen schnell loszukommen (Kocher schon verpackt). Ich esse morgens nur einen Müsliriegel und trinke eine Tasse des dann noch ziemlich heissen Wassers. Ich verwende keinen Tee o.ä., aber am Abend nehme ich eine Magnesiumsprudeltablette. Teilweise stecke ich die in eine Tasse Wasser. Teilweise lutsche ich sie auch einfach so.

    Das Strecken des Wassers mit Schnee habe ich bislang noch nicht gemacht. Ist aber sicher eine gute Möglichkeit, wenn man sehr durstig wird und es für Schneeessen zu kalt ist.

    4.
    Was ich gut finde (und was ich auch schon in Skandinavien gehört habe): Die warme (und gut verschlossene!) Nalgeneflasche mit in den Schlafsack zu nehmen. Dafür nimmt man vermutlich am besten noch eine Isohülle für die Flasche. Habe so etwas aber in deutschen Shops noch nicht gesehen.

    Außerdem ist es sicher effektiver die Nalgeneflasche tagsüber nicht im Rucksack, sondern am Körper zu transportieren. Es gibt da Daunenjacken mit speziellen Taschen. Aber ich finde die Idee mit der Bauchtasche flexibler.
    Geändert von oo0OooO0oo (20.05.2013 um 09:14 Uhr)

  2. Hobbycamper Lebt im Forum

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    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #22
    Bei gutem Wetter, bzw. wenn mir warm ist, schmeiße ich so lange Schnee in meinen heißen Tee bis er kalt ist. Ich habe jetzt keine Lust auszurechnen, wieviel man dadurch an zusätzlichem Wasser bekommt, aber es würde das Gewicht der Thermoskanne z.T. wieder kompensieren.

  3. Erfahren

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    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #23
    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    Es wird auch sehr wenig Benzin zum Schneeschmelzen verwendet.
    In dem Artikel ist von 8 oz Gas/Tag die Rede, = ca. 240 gr./Tag, das ist nicht sehr wenig, auch wenn sie nur die Hälfte verbrauchen. Aber absolut für 4-5 Tage ist es dann halt doch recht wenig Gewicht.
    Ich nehme für 10 Tage 690 gr. Gas mit, bei extrem langsamer Kochzeit (die sich die Jungs beim racen sicher nicht erlauben), und hab am Ende noch was übrig.
    Der Sinn von Thermoskannen hat sich mir bisher auch nicht erschlossen; wenn ich mich bewege reicht mir leicht angewärmtes Wasser am Körper getragen, abends wird geschmolzen und gekocht und zu guter letzt die 0,75 Liter Titanpulle noch vollgemacht mit ca. 35 °C warmem Wasser und im Schlafsack über Nacht auf Temperatur gehalten für morgens. Vor Aufbruch morgens die Pulle mit kochendem Wasser gefüllt und in EVA und die Daunenjacke gepackt, ein halber Liter kommt an den Körper in ner Platy.

    Gruss, Plautze

  4. Fuchs

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    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #24
    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    Mir ist aufgefallen, dass sehr erfahrene Outdoorspezialisten in Alaska auf Wintertouren keine Thermoskannen
    ....

    Hat jemand Erfahrungen mit dieser Taktik?

    Danke!
    Grundsätzlich fehlt einiges damit du ernsthafte Antworten erhalten kannst und kein getarntes getrolle:

    - Tourentyp
    - Tourenort
    - Tourenlänge
    - Fortbewegungsart
    - Rahmenbedingungen der Tour
    - Vorkenntnisse
    - Ziel der Tour

    Ohne diesen Kontext ist alles nur bla, blupp und ne Menge Schall und Rauch. Vor allem ist die KM Angabe ein Witz, es gibt keine konstante Kilometerleistung unabhängig vom Gelände.
    Ich bin ziemlich einfach. Ich trinke guten Wein, das ist konzentrierter Sonnenschein.

  5. oo0OooO0oo
    Gast

    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #25
    Also. (Fast) die einzige Antwort, die jetzt nicht wirklich hilfreich war, war eigentlich die letzte ^^

    Die vorherigen Antworten, u.a. die von Plautze, haben belegt, dass es geht. Ob und wie man es genau umsetzt, kann sich jeder selbst überlegen. Zumindest ich benötige dafür keine Antwort.

    Was mich noch interessieren würde: Kennt jemand eine sehr leichte, praktische Bauchtasche, wo eine 1l Nalgene Weithals reingeht?

    OT: Das mit der Kilometerleistung war wie folgt gemeint: Egal ob Tiefschnee, Gletscherroute, Sturm ... irgendwie schaffen die immer ca. einen 70er Schnitt. Über die Jahre hinweg, in denen das Rennen stattfindet. Außerdem sollte es ja eigentlich gerade nicht um den Race Aspekt gehen. Stattdessen hätte es eher um praktische Erfahrungen gehen sollen, wie etwa: "Ich habe es gemacht, eine harte Nalegene Weithals in einer Bauchtasche getragen und die Flasche ist (i) trotzdem eingefroren, (ii) ausgelaufen, (iii) mir beim Sturz mit Skiern so in die Rippen gedrückt worden, dass die Flasche und/oder eine Rippe gebrochen ist, usw. usw."
    Geändert von oo0OooO0oo (20.05.2013 um 15:57 Uhr)

  6. Fuchs

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    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #26
    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    Also. (Fast) die einzige Antwort, die jetzt nicht wirklich hilfreich war, war eigentlich die letzte ^^
    Tja, dann troll ich doch wieder.

    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    Die vorherigen Antworten, u.a. die von Plautze, haben belegt, dass es geht. Ob und wie man es genau umsetzt, kann sich jeder selbst überlegen. Zumindest ich benötige dafür keine Antwort.
    Es fehlt der Tourenzusammenhang. Geht es um sonderbares "UL Adventure Racing" in moderatem Gelände? Was sind Wintertouren? Du sagst pauschal das "es geht" ohne überhaupt zu sagen was, das ist schon arg praxisfern.


    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    [OT]Das mit der Kilometerleistung war wie folgt gemeint: Egal ob Tiefschnee, Gletscherroute, Sturm ... irgendwie schaffen die immer ca. einen 70er Schnitt. Über die Jahre hinweg, in denen das Rennen stattfindet. Außerdem sollte es ja eigentlich gerade nicht um den Race Aspekt gehen
    Merkst du eigentlich was? Du schreibst "eine mehr oder weniger geländeunabhängige Tageskilometerleistung von ca. 70km" und stellt selbst dazu eine Einschränkung auf: das geht eben nur im Kontext der für dieses Rennen typischen Routenwahl, dabei ist zusätzlich davon auszugehen das die Region oder gar die Route den Teilnehmern bekannt ist. Das soll dann als Bewertungsgrundlage gelten, das ist wohl "Adventure".

    Unabhängig von Outdoor oder gar Wintertouren ist dieser Ansatz praktisch bei nichts im Leben zielführend, bei Wintertouren, wenn es denn mal praktisch werden soll, kanns halt ins Survival gehen, ist aktuell wohl beliebt.
    Ich bin ziemlich einfach. Ich trinke guten Wein, das ist konzentrierter Sonnenschein.

  7. Liebt das Forum
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    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #27
    Also ich habe mich tatsächlich auch gefragt, wo die unterwegs sind. Im Flachland funktioniert im Winter Gas sehr schlecht oder gar nicht. Ich habe auch bisher nichts geschrieben, weil ich deren Isolierung nicht kenne. Ich habe es mit Evazote versucht und habe mich damit ständig runtergekühlt. Zwar hat der Körper gewärmt, aber sobald ich getrunken habe, ging die Wärme des Getränks schnell verloren. Ich hatte gar nicht so kaltes, dafür aber feuchtes Schneewetter. Folglich wäre für mich so eine Technik nur eine mögliche Zusatzoption unter noch zu definierenden Bedingungen. Winter an der deutschen Küste oder Winter im Januar in Finnland und Winter im März in Finnland bzw. Lappland haben nichts miteinander zu tun. Das habe ich mittlerweile gelernt.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  8. oo0OooO0oo
    Gast

    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #28
    @HUIHUI.. Lass doch einfach das offtopic Gespamme. Wenn Dich die Sache wirklich interessiert, kannst Du Dir die vielen verschiedenen Routen pro Rennen sowie die vielen verschiedenen Gebiete, in denen die Rennen stattgefunden haben, die Sieger, die Zeiten usw. usw. alles im Internet ergoogeln. Dann weisst Du Bescheid und brauchst diesen Thread nicht mehr zu missbrauchen. Offenbar hast Du selbst keine eigene Erfahrung mit der hier in Rede stehenden Methode (= Wasserflasche im Winter körpernah getragen). Dann halt Dich doch einfach raus.

    @Torres Wenn Dich das Rennen usw. interessiert, kann ich Dir Links usw. per PM oder in einem separaten Thread geben. Dieses Jahr sind die z.B. eine verschärfte und verlängerte Variante der Route gelaufen, über die Libertist seinen Reisebericht (Nabesna McCarthy) erstellt hat. Nur in umgekehrter Richtung. Außerdem haben die Sieger nur ca. 4 Tage statt mehrere Wochen gebraucht. Im Sommer liegt die Bestzeit bei etwas mehr als 2 Tagen (da man dann ein Packraft verwenden kann).
    Geändert von oo0OooO0oo (20.05.2013 um 17:53 Uhr)

  9. Fuchs

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    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #29
    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    @HUIHUI.. Lass doch einfach das offtopic Gespamme. Wenn Dich die Sache wirklich interessiert, kannst Du Dir die vielen verschiedenen Routen pro Rennen sowie die vielen verschiedenen Gebiete, in denen die Rennen stattgefunden haben, die Sieger, die Zeiten usw. usw. alles im Internet ergoogeln.
    Wo ist es "Gespamme" wenn ich nach konkretem Rahmen für den Praxisbezug frage. Du versuchst Taktiken aus dem Adventure-Racing in allgemeinen Wintertouren einzusetzen. Vom Wochenende in der Eifel bis zur Skandinavientour wird hier in dem Forum alles abgefrühstückt, ohne konkreten PRAXISBEZUG sind keine Aussagen möglich weil das Spektrum der Touren zu weit gefasst ist.
    Da du so schön im ad hominem rührst: wenn du einen breiten Erfahrungsschatz mit Wintertouren hättest wüsstest du das praxistaugliche Aussagen ohne Kontext und Anwendungsfall nicht möglich sind, d.h. gibt deine ursprüngliche Fragestellung schon alle Antworten.
    Ich bin ziemlich einfach. Ich trinke guten Wein, das ist konzentrierter Sonnenschein.

  10. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #30
    @Nullnull: Wenn es dir darum geht, morgens schnell loszukommen und dich ja offenbar nicht stört, wenn Getränke nur lauwarm oder kalt sind, machen doch zwei Thermoskannen um so mehr Sinn. Dann brauchst du morgens den Kocher nicht anwerfen.
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
    Das Leben ist reine Gewohnheit
    (Anna Achmatowa)

  11. oo0OooO0oo
    Gast

    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #31
    So habe ich es ja bislang auch immer gemacht. Das Wasser ist übrigens morgens noch ziemlich heiss und man muss langsam und vorsichtig trinken.

    Was Thermoskannen halt nicht leisten können ist die Wärmflaschenfunktion im Schlafsack. Und man kann sie nicht so leicht im overflow o.ä. befüllen. Und sie wiegen mehr. Evt. versuche ich mal die Kombination 1 Thermos plus 1 Nalgene. Aber vorher werde ich noch wirklich ausprobieren, wie unbequem so eine Bauchtasche ist und ob man sich damit bei einem Sturz schnell die Rippen brechen kann.

    @HUIHUI Es geht hier um ganz normale Wintertouren im Sarek, Alaska, Spitzbergen usw. Keine Kungsledenhüttentouren oder Tageswanderungen im Sauerland, aber auch keine 8000er Besteigung. Warum so kompliziert? Von mir aus kannst Du Dir aber gerne ein ganz spezielles Szenario aussuchen und erklären, wie genau in dieser Spezialsituation Nalgene Weithalsflaschen funktioneren.

  12. Erfahren

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    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #32
    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    ... Nalgene Weithalsflaschen...
    Verstehe nicht genau, warum es unbedingt das sein soll. Rein von der Geometrie besteht die Kontaktfläche der Nalgene zum wärmenden Körper aus lediglich einer Geraden, in der Praxis nur unwesentlich besser, nämlich jenachdem wie weit sich der Körper an die Flasche anpasst; den Anpassungsvorgang selbst stell ich mir dann auch schon relativ unangenehm vor.
    Ne Platy passt sich ihrerseits selbst an, die Kontaktfläche ist vgl.weise riesig, der schon erwähnte Rippenbruch beim Sturz ist quasi ausgeschlossen, leichter ist sie auch, nimmt im leeren Zustand keinen Platz im Gepäck ein...maW, ich kann keine Argumente für die Nalgene finden; wenn dann ne unbeschichtete Alu oder Titanflasche, die kann ich wenigstens noch auf den Kocher stellen.

    Gruss, Plautze

  13. oo0OooO0oo
    Gast

    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #33
    @Plautze Du hast vermutlich Recht. Ich habe so ein isoliertes Camelbak und das kommt definitiv in Frage. Auf einer Wintertour ist mir zwar einmal der Schlauch eingefroren. Aber da hatte ich es auch nicht am Körper getragen. Ob ich so etwas mit in den Schlafsack nehmen würde...mit der Gefahr mich in der Nacht draufzulegen? Ich weiss nicht. Vielleicht im Fussbereich. So richtig traue ich der Dichtigkeit dieser Reservoirs bei Kälte nicht.
    Geändert von oo0OooO0oo (20.05.2013 um 20:12 Uhr)

  14. AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #34
    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    Was Thermoskannen halt nicht leisten können ist die Wärmflaschenfunktion im Schlafsack.
    Diese Funktion sollst Du ja auch selbst erledigen, idealerweise in einem vernünftig dimensionierten Schlafsack, der auch ausreichend isoliert
    Wenn sich 1 Liter 100°C heißes Wasser auf Körpertemperatur abkühlt, gibt es ca. 280 kJ bzw. 70 kcal Wärmeenergie an seine Umgebung ab. Im Schlaf beheizt Dein Körper dagegen mit ca. 50-80 Watt also ca. 50-80 J/s bzw. 43-69 kcal/h das Schlafsackinnere. Jetzt laß Dich mal 7 Stunden lang schlafen während der die Wärmeflasche ihre Energie (idealisiert) konstant abgibt nämlich 10 kcal/h - merkste was?
    (Hier standen vorher Werte, die sich auf den 100. Teil der Wärmeenergie bezogen - Schlamperei beim Ablesen... sorry...
    So würde die Thermoskanne immerhin in derselben Größenordnung wie ein Mensch heizen... hmmm...)


    Fazit:
    Fühlt sich zwar angenehm an, wenn die Plautze gewärmt wird, ist aber ein Tropfen auf den heißen Stein (abgesehen vom Placeoeffekt für die Psyche).
    Mit einem unterdimensionierten Schlafsack kann die von Dir und der Flasche abgegebene Wärme dann leichter an die Umgebung abgegeben werden. Das ist prinzipiell auf lange Sicht gesehen ungünstig.

    Anders gefragt:
    Um wie viel reduziert Luc Mehl seine Schlafsackfüllung dank der Wärmeflasche? 10 Gramm?

    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    Und man kann sie nicht so leicht im overflow o.ä. befüllen.
    Hmmm? Wieso nicht? Die Öffnung hat nen ähnlich großen Durchmesser wie die Nalgene. Welchen Unterschied macht die Doppelwandigkeit?

    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    Und sie [Thermoskannen] wiegen mehr [als Plastikflaschen].
    Ach, G'schiß! Wie viel wiegt denn die restliche Ausrüstung insgesamt? Bei 40 kg Gepäck pfeif ich auf die 400 g Unterschied. Das ist 1 % mehr Gewicht, welches mir 25 % mehr Komfort und Sicherheit beschert

    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    Evt. versuche ich mal die Kombination 1 Thermos plus 1 Nalgene.
    Ich hab mal die Kombination 1 Liter Thermoskanne und 0,6 Liter Sigg-in-Schaumstoffhülle ausprobiert. Daraus habe ich gelernt: Nimm 2 Thermoskannen mit und laß die Sigg-Flasche daheim, sofern sie nicht als Brennstoffflasche genutzt wird.
    Geändert von Moltebaer (21.05.2013 um 11:41 Uhr) Grund: Schlamperei ahoi!
    Wandern in Ísland?
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  15. oo0OooO0oo
    Gast

    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #35
    @Molte Danke für die Berechnung. Klingt interessant. Kann man das irgendwo leicht im Internet nachvollziehen (insbesondere die Wärmeabgabe des Wassers)?

    "Wenn sich 1 Liter 100°C heißes Wasser auf Körpertemperatur abkühlt, gibt es ca. 2,8 kJ bzw. 0,7 kcal Wärmeenergie an seine Umgebung ab. Im Schlaf beheizt Dein Körper mit ca. 50-80 Watt also ca. 50-80 J/s bzw. 43-69 kcal/h das Schlafsackinnere. Jetzt laß Dich mal 7 Stunden lang schlafen während der die Wärmeflasche ihre Energie (idealisiert) konstant abgibt nämlich 0,1 kcal/h - merkste was?"
    Geändert von oo0OooO0oo (20.05.2013 um 21:37 Uhr)

  16. Fuchs

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    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #36
    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen

    @HUIHUI Es geht hier um ganz normale Wintertouren im Sarek, Alaska, Spitzbergen usw. Keine Kungsledenhüttentouren oder Tageswanderungen im Sauerland, aber auch keine 8000er Besteigung. Warum so kompliziert? Von mir aus kannst Du Dir aber gerne ein ganz spezielles Szenario aussuchen und erklären, wie genau in dieser Spezialsituation Nalgene Weithalsflaschen funktioneren.

    Ok. Bei "ganz normalen Wintertouren" im Sarek oder auf Spitzbergen ohne Hütten/Scooter/Basecamp und über mehere Tage wird eine Pulka dabei sein. Wozu die paar Gramm der Thermoskanne sparen? Eine 3L Nalgene mit kochendem Wasser gefüllt ist ohne Isolation in wenigen Minuten gefroren wenn es wirklich schattig ist. Eine kochend heiße Nalgene würde ich nicht in den Schlafsack nehmen, das ist zu viel Risiko, wenn es platzt während es heiss ist hast du sehr schnell Spass, wenn es platzt wenn es schon kalt ist kommt der Spass langsamer aber auch nicht schöner.
    Ich verstehe nicht welches Problem gelöst werden soll, ein paar Gramm sollen gespart werden, auf der Pulka? Ohne Pulka eine "normale Wintertour" wird keine 70km sondern vielleicht 7km Tagesleistung haben, je nach dem wie weich der Schnee ist.

    Oder geht es doch nur um mögliche Tourenstrategien für max 2-3 Tage mit EPIRB als einzige Sicherheitsreserve von A nach B in kurzer Zeit?

    Ich muss mir kein besonderes Szenario aussuchen, außerhalb des Szenarios "Racing" wüsste ich nicht wo ein dauerhaft sinnvoller Einsatz von Nalgenes bei "normalen Wintertouren" vorhanden ist.
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  17. AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #37
    Sicher doch: ein bissel Wikipedia und hier z.B. (Googlesuche nach 'körper wärme 100 watt') ein durchschnittlicher Grundumsatz von ca. 1 kcal/h je kg Körpermasse bzw. als groben Richtwert werden ja immer diese 100 W genannt. Weil das auf den gesamten Tag bei normaler Belastung bezogen ist, hab ich für den Ruhewert im Schlaf etwas geringeres angenommen.

    Sphärisch-symmetrische Wanderer mit hohem Volumen/Oberfläche-Verhältnis sind übrigens im Vorteil
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  18. oo0OooO0oo
    Gast

    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #38
    @Molte Danke. Ich kann jetzt keinen Fehler in Deiner Berechnung erkennen. Vor diesem Hintergrund scheint mir die im Ausgangspost beschriebene Taktik nicht wirklich sinnvoll zu sein. Wenn sich keine neuen Erkenntnisse ergeben, bleibe ich daher bei 2 Thermosflaschen (zumal ich hiermit bereits Erfahrung habe).

    OT: Sind Benzintaschenöfen auch nur Plazebo oder geben die mehr Wärme ab?

  19. Erfahren

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    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #39
    Fühlt sich zwar angenehm an, wenn die Plautze gewärmt wird
    Nicht die Plautze, der Plautze ; wegen Deiner interessanten Berechnungen:
    Zitat Zitat von Plautze Beitrag anzeigen
    die 0,75 Liter Titanpulle noch vollgemacht mit ca. 35 °C warmem Wasser und im Schlafsack über Nacht auf Temperatur gehalten für morgens.
    Aber ne heisse Bettflasche kann dennoch Sinn machen, wenn die Körpertemperatur mal nicht reicht den Schlafsack schnell zu erwärmen, auch kalte Füsse lassen sich damit beheben. Nach erfolgter Erwärmung das Wasser tunlichst für Tee o.ä. verwenden, solange es noch heiss ist.

    Gruss, Plautze

  20. Fuchs

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    AW: Wintertouren ohne Thermoskannen und weitgehend ohne Schneeschmelzen?

    #40
    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    So richtig traue ich der Dichtigkeit dieser Reservoirs bei Kälte nicht.
    Hab meine Platypus bei -15° schon eingefroren. Solange die nicht ganz voll waren, passiert da eigentlich nix.

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