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    [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalachen

    #1
    Mitreisende: German Tourist
    Diesen Winter wollte ich es nun mal endlich wissen: Kann ich die Wandersaison für mich auf den Winter ausdehnen? Ich hatte zwar schon mehrere einwöchige Wintertouren in Deutschland und auch Skandinavien hinter mir, aber noch keine richtige Langstreckenwanderung – was bei mir bei 4 Wochen aufwärts losgeht. Würde mir Wandern im Winter über einen so langen Zeitraum Spaß machen?

    Als Testgebiet hatte ich mir die südlichen Appalachen herausgesucht, da ich aufgrund meiner Mississippi-Paddeltour eh schon in den USA war. Die südlichen Appalachen schienen für meine Zwecke ideal. Selbst im Dezember noch mehr als 10 Tageslicht, die zu erwartenden Temperaturen würden im Normalfall -10 Celsius nicht unterschreiten und auch der Schnee würde sich in einem normalen Jahr eher im Zentimeter- als im Meterbereich bewegen. Vor allem aber gibt es mit dem Appalachian Trail, dem Benton MacKaye Trail und dem Pinhoti Trail eine recht gute Infrastruktur. Dennoch war mir klar, dass dieser Trip wohl eher Typ II fun sein würde, also erst rückblickend Spaß macht, denn diese Ecke der USA ist sehr nass. Und kalter Regen bei um den Gefrierpunkt ist für den Wanderer ja so ziemlich das schlimmste. Aber ich wollte ja meine Grenzen austesten und so hatte ich auch schnell eine Route geplant: 130 Meilen auf dem Appalachian Trail nordwärts von Neel's Gap nach Fontana Dam und dann wieder 120 Meilen südwärts zurück auf dem Benton MacKaye Trail, bis dieser auf den Pinhoti Trail trifft – und dann den ganzen Pinhoti Trail 325 Meilen durch Georgia und Alabama.

    Den kompletten Reiseberichte mit mehr Photos gibt es hier auf meinem Blog.

    Am 20.12.12 ging es los. Ein alter AT-Wanderfreund brachte mich frühmorgens nach Neel's Gap. Der Wetterbericht sagte 100% Regenwahrscheinlichkeit voraus. Schon auf der Hinfahrt schüttete es in Strömen. Mein Kumpel fragte mich mindestens 5 Mal, ob ich wirklich bei diesem Sauwetter starten wolle – und leider sagte ich 5 Mal ja. Und so startete ich mit Proviant für 8 Tage in strömendem Regen und musste bereits nach der ersten Meile feststellen, dass eine 3-monatige Paddeltour auf dem Mississippi wohl nicht die richtige Vorbereitung für eine Langstreckenwanderung sind. Auf meinem AT thruhike 2008 bin ich in dieser Gegend locker 20 Meilen jeden Tag gelaufen – das würde im Winter wohl nicht so gut klappen.....Der Regen hörte den ganzen Tag nicht auf. Der ganze Trail war überflutet und meine niegelnagelneuen Goretex-Schuhe standen innerhalb von einer halben Stunde voller Wasser. Selbst die beste Regenkleidung hält so einem Dauerregen nicht stand und meine Ausrüstung war alles andere als neu. Bei Temperaturen knapp über 0 Grad war an eine Pause nicht zu denken und so marschierte ich direkt bis zum ersten Shelter, wo sich auch prompt noch zwei der letzten AT southbound thruhiker einstellten. Im Shelter überprüfte ich erst mal, wie schlimm der Regenschaden war – und leider war ich durchnässt bis auf die Haut, d.h. wirklich alle Isolationsschichten waren tropfnass bis feucht. Ich hängte ohne große Hoffnung meine Sachen zum Trocknen auf, schlüpfte in meine noch trockene Schlafkleidung aus dem Rucksack und schlief erschöpft ein.



    Tag zwei ließ sich erst mal gut an: Ich erwachte zu blauem Himmel. Doch die böse Überraschung kam, als ich meine Schuhe anziehen wollte: Steif gefroren! Ditto meine Socken, meine Wanderhose, meine Regenjacke und alles, was ich zum Trocknen aufgehängt hatte. Der Wetterbericht hatte für die nächsten Tage extrem kalte Temperaturen auch für tagsüber prognostiziert. Um meine Sachen zu trocknen gab es jetzt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: An der nächsten Straße in den nächsten Ort trampen und einen Waschsalon mit Trockner finden oder die Kleidung am Körper trocknen. Ich entschied mich für letzteres, denn schliesslich wollte ich ja meine Grenzen austesten. Nur leider kann man bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht einen komplette steif gefrorenen Ausrüstung auf einmal trocken tragen. D.h. ich musste Stück für Stück vorgehen. Um es kurz zu machen: Es dauerte drei Tage, bis ich alles trocken hatte. Dabei musste ich auch leidvoll feststellen, dass gefrorene Kleidung deutlich mehr Platz im Rucksack einnimmt als nasse oder trockene.

    Nun nahte Weihnachten – und mir dämmerte, dass ich weit hinter meinem Zeitplan her war. Am 27.12. wollte ich in Fontana Dam sein, aber das schlechte Wetter, meine untrainierten Beine und das wenige Tageslicht schienen das zu verhindern. Die Lösung war Nachtwandern. Nur leider ist der AT nicht gerade technisch einfach, vor allem nicht, wenn alles vereist ist. Ich war schon fast am Verzweifeln, als ich eine Forststrasse ausmachte, die parallel zum AT verlief. Ein breite Forststrasse konnte ich auch im Winter bei Neumond laufen und so verbrachte ich den Heiligabend 2012 in dichtem Nebel auf einer herrlichen Forststrasse in den Appalachen. Endlich kam ich voran und wanderte beschwingt bis 21 Uhr. Als ich mich so langsam an die Zeltplatzsuche machen wollte, tauchte auch prompt mein persönliches Weihnachtsgeschenk auf: Ein Haus mitten im National Forest. Das Haus hatte vor allem eine offene überdachte Veranda! Ich konnte leider nicht erkennen, ob es sich um Privateigentum oder eine Forsthütte handelte. Aber nachdem ich festgestellt hatte, dass es auf der Veranda elektrisches Licht, einen Stuhl und sogar eine funktionierende Steckdose gab, beschloss ich, das ganze als mein persönliches Weihnachtsgeschenk zu akzeptieren. Ich baute mein Zelt unter dem Vordach auf und kochte auf einem Stuhl sitzend bei elektrischem Licht mein Weihnachtsessen. Luxus pur! Da störte es mich auch nicht, dass es so kalt war, dass sich meine Smartphonebatterien nicht an der Steckdose aufluden.

    Nach einer Stunde wunderte ich mich allerdings, warum der Mond so hell war.... bis ich voll Entsetzen feststellte, dass da nicht der Mond durch die Bäume schien, sondern ein Auto die Forststrasse hochkam. Schnell löschte ich alle Lichter, aber das Auto hielt genau vor meiner Weihnachtsunterkunft. Oh Gott, war ich wirklich auf Privatbesitz gelandet? Der Beifahrer stieg aus und mir rutschte das Herz in die Hose. Jetzt war es wohl vorbei mit meiner Weihnachtsidylle bei -5 C auf der Veranda. Aber gerade, als ich meine Stirnlampe einschalten und mich mit vielen Entschuldigungen bemerkbar machen wollte, stieg der Mann wieder ein und verschwand in die Nacht. Glück gehabt! Ich kroch in mein Zelt und verbrachte den Rest der Nacht ungestört.

    Meine Nachtwanderung hatte mich wieder auf den Zeitplan gebracht und mein erster Ruhetag in der Zivilisation nach einer Woche Kälte war zum Greifen nah. Da beschloss das Wetter, mir doch noch mal kurz zu zeigen, was eine Harke ist. Am 26.12. fing es nachmittags an zu schneien. Eigentlich ganz harmlos, aber der AT kletterte auf über 1.000 Meter und der harmlose Schnee verwandelte sich in einen halben Schneesturm, der durch die hereinbrechende Dunkelheit und das schwierige Gelände immer bedrohlicher wurde. Die letzten 2 Meilen zum Shelter zogen sich in die Länge und auf dem letzten Aufstieg fing ich an, deutsche Schimpfwörter durch die Gegend zu schreien. Eine Woche kalter Regen und Schnee hatten mich mürbe gemacht. Als das Shelter endlich im Schein meiner Stirnlampe auftauchte, hätte ich vor Freude den Boden küssen können. Bibbernd verzog ich mich in mein Zelt im Shelter. Immerhin hatten die Temperaturen den Vorteil, dass es keine Mäuse in den Sheltern gab – was im Sommer ja ganz anders ist. Die Kälte machte mir auch das Kochen schwer. Obwohl ich die Gaskanister unter meiner Jacke anwärmte, gab der Kocher nur eine Mini-Flamme von sich. Das Kochen dauerte ewig und ich hatte ständig Angst, dass die schwache Flamme ganz verlöschen würde, bevor ich das Wasser zum Kochen gebracht hatte. So konnte es nicht noch weitere 4 Wochen weitergehen. Ich brauchte eine bessere Lösung für den Kocher. Ich verbrachte eine unruhige Nacht alleine im Shelter, während draußen der Schneesturm weiter tobte. Seit 4 Tagen hatte ich keinen einzigen Wanderer gesehen – und das auf dem populären AT!



    Am nächsten Morgen hatte ich nur noch 12 Meilen vor mir. Eigentlich kein Problem, aber was sollte ich tun, wenn der Sturm meterhohen Schnee aufgetürmt hatte? Ängstlich schaute ich beim ersten Tageslicht aus meinem Zelt: Draußen sah ich die perfekte Winterlandschaft! Alles in weiß, aber glücklicherweise nur wenige Zentimeter Schnee. Dennoch brauchte auf dem teilweise felsigen und schneebedeckten Gelände lange, bis ich endlich Fontana Dam vor mir sah. Wildcat, ein amerikanischer Wanderfreund, würde mich dort abholen. Zudem schien er Gedanken lesen zu können, denn entgegen unserer Abmachung wartete er bereits an der ersten Straßenkreuzung mit einem kleinen Proviantpaket auf mich. Ich sank erleichtert in seinen geheizten Jeep und freute mich auf die erste warme Dusche nach einer Woche Winterwandern.

    Fortsetzung folgt
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  2. Erfahren
    Avatar von gearfreak
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #2
    Das geht ja schonmal spannend los!

    Ich finde super, daß Du auch als erfahrene Outdoorerin immer wieder Neues (wie auch die coole Mississippi-Tour) ausprobierst und dadurch irgendwie ewige Lernende bleibst.

    Schön!

  3. Dauerbesucher
    Avatar von German Tourist
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #3
    Zitat Zitat von gearfreak Beitrag anzeigen
    Ich finde super, daß Du auch als erfahrene Outdoorerin immer wieder Neues (wie auch die coole Mississippi-Tour) ausprobierst und dadurch irgendwie ewige Lernende bleibst.
    Ja, da hast Du völlig recht! Sonst wird es ja langweilig...
    Angefangen habe ich mit dem Wandern, dann kam das Radwandern dazu und letztes Jahr habe ich mir dann ein Faltkayak gekauft. Und die nächsten Lernprojekte sind schon in der Pipeline: Als nächstes Lernziel habe ich Seekayaken anvisiert.
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  4. Dauerbesucher
    Avatar von Pylyr
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #4
    Mach schnell weiter, ich warte schon auf die Stelle mit deiner Sonderschlafstelle...
    Wenn dir etwas gefällt, analysiere es nicht, sondern tanze dazu.
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  5. Fuchs
    Avatar von _Matthias_
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #5
    Echt irre! Und ich meine das voller Bewunderung..

    Ich kann zwar beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man die Selbstüberwindung aufbringen kann, steifgefrorene nasse Klamotten am Körper trocken zu tragen, bzw. die überhaupt anzuziehen, aber ich bin fasziniert davon mit welcher Willenskraft du dein Ding durchziehst.

  6. Fuchs
    Avatar von Atze1407
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #6
    Zitat Zitat von _Matthias_ Beitrag anzeigen
    Echt irre! Und ich meine das voller Bewunderung..
    Ich kann zwar beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man die Selbstüberwindung aufbringen kann,...
    Oh ja Matthias, es gibt nicht nur Warmduscher sondern auch noch richtige harte...
    Wenn du den Charakter eines Menschen kennenlernen willst, gib ihm Macht.
    Abraham Lincoln

  7. AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #7
    Weihnachten in seiner ursprünglichsten Form: Ein Dach überm Kopf. Nun warte ich auf Silvester.
    .

  8. Fuchs
    Avatar von Atze1407
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #8
    Wenn du den Charakter eines Menschen kennenlernen willst, gib ihm Macht.
    Abraham Lincoln

  9. Dauerbesucher
    Avatar von German Tourist
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #9
    Zitat Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    Weihnachten in seiner ursprünglichsten Form: Ein Dach überm Kopf. Nun warte ich auf Silvester.
    Werner, da hattest Du den richtigen Riecher... Neujahr wird in der Tat nochmal interessant...
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #10
    Benton MacKaye Trail Teil 1:

    Wildcat, Triple Crown hiker wie ich, verwöhnte mich mit luxuriösen zwei Tagen in seinem Haus in Maryville, TN. Warme Dusche, weiches Bett, großartiges Essen – alles, was ein hiker Herz begehrt. Zudem konnte ich einige meiner Ausrüstungsproblem lösen: Ich kaufte eine neue Regenhose und fand sogar einen Aldi, so dass ich auf der nächsten Teilstrecke gute deutsche Schokolade statt der ewig gleichen Snickers essen konnte. Aldi ist im übrigen im Osten der USA recht weit verbreitet. Nur mein Kocherproblem schien ich nicht lösen zu können. Ich suchte einen neuen Kocher mit externem Kartuschenanschluss, aber der war in keinem Laden aufzutreiben. Und so bastelte ich mir aus Schaumstoffverpackungen einen „canister cosy“. Wildcat verhalf mir auch zu einem Treffen mit Sgt. Rock aka Ernest Engman, dem Autor des Führers für den Benton MacKaye Trail, der mir bei ausgezeichnetem Southern Barbecue erklärte, welche Stellen auf dem BMT im Moment wohl eher schwierig wären. Dies betraf vor allem die Furt durch den Slickrock Creek, der bei den derzeitigen Regenfällen wohl sehr schwierig wäre. Da Wildcat sich anbot, mich fast überall hin zurückzufahren, beschloss ich, diese Stelle auszulassen und meine Wanderung auf dem BMT etwas weiter südlich, ab Mud Gap zu beginnen.

    Schon auf der 1,5 stündigen Fahrt zum Mud Gap wurde mir leicht mulmig. Je höher wir stiegen, desto mehr Schnee. Auf den letzten Meilen war nicht mal mehr die Straße geräumt und ich war froh um Wildcat's Jeep. Mud Gap liegt auf fast 1.400 Meter Höhe und über Nacht hatte es ordentlich geschneit. Dennoch waren es dann doch nur 15 cm Schnee, also immer noch ohne Schneeschuhe machbar. Nach dem Abschied von Wildcat erwartete mich ein traumhafter Winterwandertag. Unberührter Pulverschnee bei strahlend blauem Winterhimmel. Und zudem ging es immer nur bergab! Der viele Regen und Schnee brachte aber dennoch ein Riesenproblem mit sich: Die Flussüberquerungen. Im Gegensatz zum AT gibt es auf dem BMT sehr viele Fluss- und Bachfurten und so gut wie keine hat eine Brücke. Im Sommer ist das alles (bis auf den schon genannten Slickrock Creek) kein Problem, aber im Winter wird die Sache schon schwieriger – wie ich gleich bei meiner ersten Furt feststellen durfte. Es wurde schon dunkel, als ich am ersten Creek ankam. Das Wasser war zu hoch, um noch mit Schuhen durchzulaufen. Es gab aber einen ideal gefallenen Baumstamm, auf dem ich drüber balancieren wollte. Schlechte Idee: Der Baumstamm war mit einer dicken Eisschicht überzogen und ich hätte beinahe ein zu erfrischendes Bad am Abend genommen. Flussüberquerungen im Dunkeln sind keine gute Idee und so zeltete ich am Ufer. Auch keine gute Idee, denn im Tal direkt neben einem reißenden Bach ist es so kalt wie nur möglich. Immerhin konnte ich so meinen neuen „canister cosy“ unter Extrembedingungen testen und siehe da: Nach Anwärmen der Kartusche funktionierte der Kocher wie im Sommer.



    Am nächsten Morgen war der Creek im Tageslicht kein Problem. Für die vielen Furten hatte ich mir nämlich eine ganz gute Lösung überlegt: Neoprensocken. Die Furten waren technisch zwar so einfach und nur kniehoch, dass sie wohl auch barfuß machbar gewesen wären, aber die Kälte war das Problem. Raus aus den Schuhen, barfuß erst durch den Schnee, dann durch das eiskalte Wasser und dann wieder durch den Schnee zum Schuhe Anziehen? Dann kann ich gleich auf Eisblöcken statt auf Füßen wandern... Auch mit den Schuhen zu Furten war keine Lösung. Bei den niedrigen Temperaturen wären mir die Schuhe dann spätestens über Nacht wieder bretthart gefroren. Die Neoprensocken schützten die Füße im Wasser vor Verletzungen und hielten sie wenigstens halbwegs warm, wenngleich sie auch nicht wasserdicht waren. Nur leider war das ständige Umziehen sehr zeitaufwendig – 20 Meilen am Tag waren auch hier wohl nicht machbar.

    Das Wetter startete nun auch eine zweite Regenoffensive: Dauerregen ab Silvester! Die Silvesternacht verbrachte ich im Zelt direkt auf dem Trail, weil sich sonst kein windgeschützter flacher Zeltplatz fand und ich wachte zum vertrauten Dauerregen auf. Der nächste Abschnitt folgt dem Hiawassee River und ist traumhaft schön. Wenn man denn was sieht.... was in meinem Fall der Dauerregen und Nebel erschwerte. Stattdessen kämpfte ich mich auf schmalen rutschigen Pfaden über dem Fluss ab. Die Kombination aus Dauerregen und Trekkingstock-Einsatz bringt folgendes Problem mit sich: Wasser läuft über die Handgelenke die Arme hinunter die Ärmel entlang in die Regenjacke. Im besten Fall nur bis zum Ellenbogen, im schlimmsten Fall bis zu den Achselhöhlen. Deshalb verzichte ich bei Dauerregen am liebsten auf die Trekkingstöcke. Die Arme hängen dann runter und das Wasser kann nicht in die Ärmel laufen. Nur leider war das Gelände hier so schwierig, dass ich meine Stöcke brauchte – mit dem erwarteten Effekt. Schon mittags war ich wieder nass bis auf die Haut und kein Unterstand in Sicht für das Mittagessen.

    Ich hatte gehofft, es abends bis zu einem kleinen Laden mit Mini-Campingplatz und einem Unterstand zu schaffen, aber das würde ich zeitlich nicht schaffen. Eine Nacht im nassen Zelt mit komplett nasser Wanderkleidung würde ich zwar überleben, aber schön wäre es nicht. Ich hoffte nun auf die mit dem Auto zugänglichen Rastplätze am Hiawassee River. Vielleicht gab es da ja einen Unterstand? Den gab es zwar nicht, dafür aber ein Standard US Forest Service Plumpsklo! Nach fünf Jahren Outdoorleben habe ich so ziemlich jegliche Hemmung verloren. Das Klo roch gar nicht mal so schlecht und der Boden war ziemlich sauber – ich hatte meine Unterkunft für die Nacht gefunden. Ich breitete meine nassen Sachen im Klo zum Abtropfen aus und machte es mir auf dem Betonfußboden bequem. Den ohnehin nicht starken Geruch nahm ich nach einer Weile eh nicht mehr wahr. Als ich dann in meinen trockenen Schlafklamotten im warmen Quilt lag, dankte ich dem Schicksal für diese großartige Übernachtungsmöglichkeit. So verbrachte ich die erste Nacht im neuen Jahr also in einer Latrine und betrachtete das als Geschenk Gottes – so tief kann man sinken....

    Nur leider wurde es eine sehr unruhige Nacht. Um Mitternacht kam ein Auto auf den Parkplatz. Lautes Hundegebell! Die Hunde verschwanden, aber das Auto blieb. Was in drei Teufels Namen macht jemand um Mitternacht im strömenden Regen auf einem Parkplatz mitten in der Pampa? Den Einsatz als „love lane“ schloss ich angesichts der frostigen Temperaturen eher aus. Nach einer halben Stunde startete das Auto und preschte unter lautem Gebrüll der Fahrer vom Parkplatz. Und dieses Schauspiel wiederholte sich noch zwei Mal bis drei Uhr morgens. Glücklicherweise kam niemand auf die Idee, in meinem Plumpsklo einem menschlichen Bedürfnis nachzugehen. Die Auflösung erhielt ich am nächsten Morgen im Fly and Tackle Shop: Meine nächtlichen Besucher waren wohl Bärenjäger. Die fahren mit ihrer Hundemeute auf die Parkplätze, lassen die Hunde mit ihren „radio collars“, also Funk-Halsbändern los und warten auf dem Parkplatz, bis die Hunde Witterung aufgenommen haben. Sobald sich dann im Wald etwas tut, preschen sie mit ihren Geländewagen los.

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  11. Fuchs
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #11
    Schon mittags war ich wieder nass bis auf die Haut und kein Unterstand in Sicht für das Mittagessen.
    Oh je, nicht das Du noch süchtig nach Winterbaden wirst.
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    Abraham Lincoln

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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #12
    Zitat Zitat von Atze1407 Beitrag anzeigen
    Oh je, nicht das Du noch süchtig nach Winterbaden wirst.
    Nee, eher nach "duftenden" Notunterkünften...
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #13
    Klasse, spannend, vielen Dank für’s Schreiben, ich freu mich schon auf die Fortsetzung

    Hätten eigentlich Handschuhe mit Bündchen über den Ärmeln dem Wassereinbruchs-Problem in den Ärmeln abgeholfen oder verursachen die andere Schwierigkeiten?

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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #14
    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Hätten eigentlich Handschuhe mit Bündchen über den Ärmeln dem Wassereinbruchs-Problem in den Ärmeln abgeholfen oder verursachen die andere Schwierigkeiten?
    Lina, das ist eine interessante Frage und ich habe es ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert. Meine bisherige Erfahrung ist, das Handschuhe (genau wie andere Regenkleidung) nie auf Dauer wirklich wasserdicht sind. D.h. früher oder später werden die Handschuhe nass und werden dann totes Gewicht. Meine MLD Über-Handschuhe waren ebenfalls nicht wasserdicht. Bei Regen laufe ich daher fast immer ohne Handschuhe und verstecke bei Wind die Hände in den Jackenärmeln oder zwischen Körper und Rucksack. Bei Deinem Vorschlag sehe ich auch das Problem, dass das ganze Kontrukt zu warm wird beim Laufen.
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  15. AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #15
    Billig, leicht, geringes Packmaß, in jedem Supermarkt vorrätig und bewährt: Putzhandschuhe drüber über den normalen Handschuh. Klappt sogar mit rosa Modellen zur himmelblauen Jacke, und hält auch auf dem Fahrrad die Hände trocken und warm. Okay, spätestens wenn man andere Menschen sieht, sollte man diese Handschuhe ausziehen.
    .

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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #16
    Benton MacKaye Trail Teil 2

    Einige Tage und mehrere Kubikmeter Dauerregen später ereilte mich der nächste Schicksalsschlag: Ich wachte doch sehr gekühlt und hart gebettet auf – meine nagelneue NeoAir All Season hatte wohl ein Leck. Mir war sofort klar, dass ich jetzt ein echtes Problem hatte. Die Reparatur an sich ist zwar einfach und natürlich hatte ich das entsprechende Reparaturset dabei, aber wie sollte ich das Loch finden? Zunächst mal brauchte ich eine Wasserstelle, die nicht eingefroren und tief genug war. Das war bei -5 Grad gar nicht so einfach. Als ich dann nun endlich einen passenden Bach gefunden hatte, bewahrheitete sich auch gleich meine schlimmste Befürchtung: Durch das Hantieren mit der NeoAir im eiskalten Wasser sind mir natürlich gleich die Finger eingefroren, ohne dass ich das Loch gefunden hatte. Offen blieb auch weiterhin die Frage, wie ich die Matte vor der Reparatur wieder Trocknen sollte. Ich griff deshalb zu Plan B: Glücklicherweise kreuzte der BMT an diesem Tag einen Highway, von wo aus man per Shuttle/Anhalter in eine Stadt mit Motel kommen konnte. Ich beschloss daher, die Lecksuche in einer Hotelbadewanne fortzusetzen.

    Nur war auch das nicht so einfach, wie gedacht. Als ich den kostenlosen Hotelshuttle anrufen wollte, gab es natürlich keinen Handyempfang. Nach einer Meile laufen stellte ich am Wildwater Center fest, dass die dortige Telefonzelle kaputt und das Center im Winter geschlossen war. Halbherziges Trampen brachte mich auch nicht weiter, aber immerhin konnte ich einen arglosen Touristen attackieren und ihn dazu bewegen, mir sein Handy für einen Anruf zu leihen. 15 Minuten später war der Hotelshuttle auch schon da und nach 5 Minuten in der Badewanne hatte ich dann auch das Loch gefunden. Die Reparatur war dann letztendlich einfach, aber mein Vertrauen in die NeoAir endgültig weg. Ich hatte noch 3 Wochen Winterwandern vor mir und dazu erschien mir die NeoAir jetzt als viel zu unzuverlässig. Ich brauchte als Backup eine Schaumstoffmatte – nur wo sollte ich die herbekommen? In Ducktown, GA gab es definitiv keine, aber mein nächster town stop war Dalton, GA, wo es laut Internetrecherche einen Outdoorladen gab. Das hieß aber immerhin noch 3 Nächte mit der NeoAir alleine mit der knackigen Wettervorhersage, dass die Temperaturen selbst tags kaum über den Gefrierpunkt klettern würden. Aber ich hatte keine andere Wahl... am nächsten Morgen war ich wieder auf dem Trail.

    Am Big Frog Mountain erwartete mich dann ausnahmsweise mal eine positive Überraschung – Tipi Walter. Tipi-Walter ist in den dortigen Breitengraden eine kleine Legende. 20 Jahre hat er in einem Tipi gelebt, daher der Name. Jetzt durchstreift er die südlichen Appalachen zu jeder Jahreszeit mit seinem Hilleberg-Zelt und Komplettproviant für 19 Tage. Zunächst sah ich allerdings nur einen Rucksack am Wegesrand. Das angeschnallte Hilleberg-Zelt ließ mich vermuten, um wen es sich handelte. Und nach 10 Minuten kam er auch vom Wasserholen zurück. Der sich anschliessende Plausch war zwar unglaublich interessant, danach hatte ich mich aber fast in einen Eisklumpen verwandelt... Leider musste ich noch weiter und konnte nicht mit Walter zelten. Ich wollte noch über den Big Frog und am nächsten Pass mein Zelt aufschlagen. Leider war mir auch diesmal keine ruhige Nacht beschert: Die NeoAir hielt zwar dicht, aber eine Hundetreibjagd ging fast direkt an meinem Zelt vorbei. Ich betete nur, dass mich die Hunde nicht überrennen würden.



    Es wurde wohl die kälteste Nacht der ganzen Wanderung. Auf 1.000 Meter Höhe wurde es nachts -10 Grad und ich erwachte wie üblich zu einer gefrorenen Wasserflasche. Aber Rettung war in Sicht. Morgen würde ich den Pinhoti Trail erreichen und damit nicht mehr über 1.000 Meter laufen müssen. Die letzten ca. 20 Flussüberquerungen auf dem BMT nahm ich dann ich mit stoischer Gelassenheit mit.
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #17
    Benton MacKaye Trail Infos:

    Der Benton MacKaye Trail ist ein 460 km langer Wanderweg in den südlichen Appalachen von Springer Mountain, der auch Startpunkt des Appalachian Trail ist, bis an den Nordrand des Great Smoky Mountain National Park. Der BMT und der AT kreuzen sich dabei 3 Mal und bilden grob gesagt eine große Acht. Hier gibt es eine gute Übersichtskarte. In Kombination aus AT und BMT ergeben sich mehrere Möglichkeiten von Rundwanderungen.

    Der BMT wurde viel später als der AT angelegt mit dem Ziel, Druck vom überaus populären AT zu nehmen, sozusagen eine Art „Überlaufventil“. Nur leider hat sich der BMT nicht herumgesprochen. In einer Woche auf dem BMT habe ich nur einen einzigen Wanderer getroffen. Der AT ist schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, was ich jetzt vor allem bei meiner Winterwanderung merkte. Überall gibt es Landschafts“narben“ in Form von Wildzeltplätzen und Feuerringen. In Shelternähe liegt leider ziemlich viel Müll rum. Und in wärmeren Jahreszeiten ist der AT eine Hikerautobahn, vor allem wenn im Frühjahr die Massen von thruhikern starten. Der BMT dagegen ist noch ein sehr einsames Abenteuer – und noch dazu ein sehr schönes!

    Im direkten Vergleich fand ich den BMT sogar deutlich schöner und vor allem abwechslungsreicher als den AT in derselben Region. Der AT verläuft fast ausschliesslich auf schmalen Wanderwegen auf den Höhenzügen und zwar fast immer im Wald mit nur sehr wenigen Aussichtspunkten. Der BMT hat eine viel abwechslungsreichere Wegführung. Er verläuft zwar auch überwiegend auf schmalen Wanderpfaden, verwendet aber auch oft alte Forststraßen, die allerdings so zugewachsen sind, dass nur ein schmaler Pfad frei bleibt. Es gibt auch nur einen einzigen kurzen Teerstrassenabschnitt. Am meisten beeindruckt haben mich auf dem BMT die Flusspassagen, wie z.B. der sehr abenteuerliche Abschnitt entlang des Hiawassee River mit spektakulären Ausblicken. Durch die vielen Furten ohne Brücken ist der BMT auch deutlich abenteuerlicher als der AT. Um einen Überandrang von Wanderern zu vermeiden, wurden auf dem BMT zudem auch bewußt nur 2 Shelter errichtet. Auf dem BMT ist man auf sein Zelt angewiesen, aber schöne Zeltplätze gibt es mehr als genug. Wer eine schöne Wanderung in den südlichen Appalachen sucht, ist auf dem BMT viel besser bedient als auf dem AT.

    Sgt. Rock aka Ernest Engman hat einen perfekten Wanderführer dazu geschrieben, der jedes Jahr aktualisiert wird und hier bestellt werden kann. Karten kann man sich kostenlos hier herunterladen. Auch die Logistik ist relativ einfach, da man auf die Anbieter des AT zurückgreifen kann. Startpunkt von AT und BMT sind identisch: Springer Mountain, und dorthin kommt man leicht von Atlanta aus mit den zahlreichen AT shuttle Anbietern. Weitere Infos gibt es auf der BMTA website.

    Fortsetzung Pinhoti Trail folgt
    http://christinethuermer.de/ 47.000 zu Fuß, 30.000 km per Fahrrad, 6.500 km im Boot


  18. Dauerbesucher
    Avatar von Pylyr
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #18
    Sehr schön, ich freu mich schon auf die Fortsetzung.

    Das mit dem einlaufendem Ärmelwasser ist ätzend, ich hab da an Überfäustlinge gedacht, wie die hier. In der Hoffnung, daß sie nicht zu wärmend sind. Oder Gummibänder um die Ärmelenden?
    Wenn dir etwas gefällt, analysiere es nicht, sondern tanze dazu.
    Tex Rubinowitz

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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #19
    Zitat Zitat von Pülür Beitrag anzeigen
    Das mit dem einlaufendem Ärmelwasser ist ätzend, ich hab da an Überfäustlinge gedacht, wie die hier. In der Hoffnung, daß sie nicht zu wärmend sind. Oder Gummibänder um die Ärmelenden?
    Ich hatte mal ähnliche Überfäustlinge aus Goretex Paclite von MLD und die waren trotz nachträglicher Nahtimprägnierung alles andere als dicht. Ich traue Paclite überhaupt nicht mehr, schon gar nicht bei Handschuhen, die ja einer ziemlichen Abnutzung ausgesetzt sind.
    Ich habe zwar keine Gummibänder ausprobiert, aber meine Regenjacke hat Klettverschlüsse am Ärmelende, mit der man den Ärmel richtig dicht ziehen kann. Hat leider überhaupt nicht geholfen. Stattdessen hat mich das Klett genervt, weil es das Wasser angesogen hat und nur sehr langsam trocknete.
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  20. Fuchs
    Avatar von blauloke
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    AW: [US] Es muss nicht immer der AT sein: 5 Wochen Winterwandern in den Appalach

    #20
    So lange Touren wie du, wollen vermutlich viele hier im Forum machen. Ich muss leider noch ein paar Jahre warten, bis ich mir so was vornehmen kann. Schön, dass du uns an deinen Erlebnissen teilnehmen lässt.
    Von mir ein besonderer Dank dafür, dass du deine letzten Berichte in Deutsch einstellst. So kann ich sie auch lesen und muss nicht rätseln, was du alles erlebt hast.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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