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    allgemeine Hobogesetzemäßigkeiten

    #1
    hallo, ich beschäftige mich gerade mit dem bau eines hobos,

    und mir ist aufgefallen dass alle Hobos gewisse Gesetzmäßigkeiten aufweisen oder Richtwerte.
    Dahr stellen sich mir folgende Frage, wobei ich für einige Fragen ungefähre Werte habe und für andere nicht:

    Verhältnis von Höhe zum Durchmesser?
    ungefähr 1,5 wobei um so größer der Hobo umso besser sollte das Verhältnis eingestellt werden,
    da dies stark den Kamineffekt beeinflusst.

    Ungefährer Durchmesser der unteren Luftlöcher und der oberen Löcher, bzw Höhe eines Kocherkreuzes?
    Ich habe irgendwo gelesen, das ein Kocherkreuz mit ungefähr 25mm Höhe am besten funktionieren.hier noch ein bild zur Eklärung:
    http://www.ebay.de/sch/josecso/m.html?_nkw=&_armrs=1&_from=&_ipg=&_trksid=p3686




    Abstand zum Boden wenn ein zusätzlicher Boden als Ascheauffang eingebaut wird, und es vermieden werden soll, dass der Boden verbrennt?

    Hierfür gabs auch nen wert von ca. 3 cm, wobei natürlich hier der Untergrund wichtig ist, ob zb Gras bzw Erde, in einem Treat habe ich gelesen, dass jemand einen Hobo gebaut hat, der dafür sorgt, dass der Boden sich nicht zu stark erwärmt
    um keine Torfbrände zu verursachen, aber funktioniert das wirklich so gut??



    Welche Blechdicke hält gut und ist für eine leichten Hobo geeignet??

    Bei den gekauften Hobos habe ich Werte von 1mm beim Künnzi und 0,3 beim Buschbuddy gefunden, hier kommt es natürlich auf den verwendeten Werkstoff an, angedacht war ein Edelstahl mit knapp 18% Cr, wie diesen hier, 1.4310 bei diesem Ebayshop: http://www.ebay.de/sch/josecso/m.html?_nkw=&_armrs=1&_from=&_ipg=&_trksid=p3686



    Ziel ist es einen Zylinderförmigen Hobo zu entwickeln, der natürlich gut funktioniert eine Durchmesser von ca 95mm hat, und vom Gewicht an die 120g Grenze kommt. Zusätzlich soll ein Ascheauffang dazu kommen.Errechnet waren bis jetzt eine 0,25 mm Wanddicke, wobei das wohl schon zimmlich hart wird, evtl daher etwas dicker und schwerer.

    Ich hoffe wir können hier die wichtigsten Werte zusammenfassen damit sich jeder mit der Entwicklung beschäftigen kann,
    unabhängig von den persönlichen Vorlieben,

    Ich weis es ist nicht der erste Treat zum Thema Hobo, aber ich finde die Treats sind oft in die falsche Richtung gedriftet und leider sind viele Infos zum Hobo extrem weit verteilt und passen oft nicht zusammen, darum denke ich wäre es mal geziehlt wichtig allgemeine Infos zusammeln und diese zu konzentrieren, fie nur die Technische seite betreffen, das wird natürlich nicht einfach und wohl oft nicht möglich aber ich würde gerne so nah wie möglich ran kommen.

    viele grüße


    ps. wenn es irgend wo schon so ne infosammlung gibt, dann kann der treat auch schnell wieder eingestellt werden, über die suchfunktion und google hab ich schon gesucht, aber evtl gibts nen absatz den ich überlesen habe.

    pss. die werte kann ich nicht belegen, da ich einfach zu viel gelesen habe und nicht mehr weis wo was steh, ja auch sowas soll mal vorkommen
    Geändert von Mathews (14.01.2013 um 00:00 Uhr)

  2. Fuchs

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #2
    Junge (oder Mädel) ...

    ... kauf dir einfach einen Künzi Magic Flame NG und jut ists!


    Ansonsten noch ein Hinweis: Es gibt nicht "den Besten" Hobo-Kocher, sondern nur den für den Einsatzzweck optimalen Hobo-Kocher. Hier einige Beispiele:

    Wenn du für dich alleine "Kochen" willst, empfehle ich dir einen Hobo in der Größe des Evernew DX-Stand´s, wenn du für 2-5 Leute Kochen willst, rate ich dir zum Künzi Magic Flame NG, ab ca.5 Personen und wenn das Gewicht keine Rolle spielt, rate ich zum Potjeking, den du auch mit Holz betreiben kannst!

    Wie bist du unterwegs? Zu Fuss bedeutet geringes Gewicht (Evernew DX-Stand), mit dem Motorrad bedeutet ein geringes Packmaß aber das Gewicht ist egal (Künzi MF NG) oder mit dem Auto zu einem "Grillfest" (Potjeking).

    Wo wirst du Unterwegs sein? Je nachdem kann es erforderlich sein, dass du ggf den Brennstoff selbst mitführen musst, wo es sich z.B. anbieten würde, einfach zum Künzi Magic Flame NG noch einen Trangia-Brenner mitzunehmen, der perfekt in die Haltestangen des Künzi NG (= Next Generation = 2. Generation!) passt. Das kann auch erforderlich sein, wenn du in ein Gebiet reist, wo offenes Feuer verboten ist. Zwar wird der Künzi vielfach als nicht offene Feuerstelle klassifiziert, doch vor Ort gilt nun mal die Auslegung des "Verantwortlichen" und dessen Ermessungsspielraums. Willst du mit dem Flugzeug reisen, empfiehlt sich einen Kocher, den du leicht zerlegen kannst, damit der Zoll dir den nicht als Ganzes beschlagnahmst, d.h. hier wäre ein Kaufprodukt (Evernew DX-Stand) von Vorteil, da er mit Spiritusbrenner aus 4 Teilen besteht und du im "schlimmsten" Fall nur den Spiritusbrenner verlierst, während bei einer "Eigenkonstruktion" ggf. den gesamten Kocher verlierst, was ärgerlicher wird, wenn du in dessen Bau viel Arbeit investiert hast!

    Wo wirst du unterwegs sein? In Indien verwendet man u.a. Kuhfladen zum Verfeuern, d.h. hier muss die Eintrittsöffnung besonders groß sein, damit der als Nachschuh halb "gebrochene" Fladen überhaupt rein passt und der Kocher groß genug sein, dass das Brennmaterial als Ganzes nach Unten fällt!

    Je höher dein Hobo-Kocher wird, desto höher der Schwerpunkt und desto mehr Aufwand musst du auf die Stabilität der Füsse setzen. Wenn du mal vohast, einen 4-Liter-Topf Wasser aufzusetzen, bedenke was passiert wenn du den "versehentlich" umstößt ... Verbrennungen durch heisses Wasser sind nicht zu vernachlässigen!

    Eine Runde Form heisst, dass das Packvolumen "größer" sein muss ...

    Vielleicht eignet sich für dein Vorhaben ja mehr ein Tripod (=Dreibeingestänge), wo du den Topf über den Hobo aufhängst ..

    Zum Material: Les dir mal den Beitrag von Kuenzi.com zum Thema Titan-Hobo durch, wo der Autor darauf eingeht, dass es niemals einen Titan-Hobo von ihm geben wird, weil der Hobo im äussersten Fall schlicht so hohe Temperaturen erzeugt, die selbst Titan nicht auf Dauer widerstehen kann! Da wird auch eingehend auf die Thematik des richtigen Materials eingegangen: Rostfreier Edelstahl und warum er davon abrät, die "billigen" Plagiate aus Osteuropa zu kaufen (=Rost/Stabilitätsprobleme). ... schau einfach mal auf dessen Website (Kuenzi.com) vorbei und wenn du Fragen hast, dann schau mal hier im Forum, da ist er auch registriert und hat erst kürzlich zu seinem Produkt ausführlich Stellung genommen, inklusive seines Fertigungsverfahrens, Materials, Garantie, etc.

    Mein Tipp an dich lautet:

    (1) Geh zu Ikea und hol dir den Besteckständer und Alugriffe für Schubladen, dann ab in den Baumarkt und Schrauben (+Blecschere) kaufen und bau dir den Ersten IKEA-Hobo

    (2) Kauf dir den Künzi Magic Flame NG (=Künzi MF NG)

    Jetzt hast du 2 gute "Beispiel-Hobos"! Jetzt kannste dich an Nr (3) machen und einen eigenen Hobo entwerfen!

  3. Gerne im Forum

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #3
    hallo lemon,

    vielen dank für deinen längeren beitrag,
    ich hab bewusst die MYOG Abteilung angesprochen um mir den Hobo selber zu bauen,
    da ich im Kaufberatungsabteil ähnliche Hobos die du mir vorgeschlagen hast schon mal vorgeschlagen wurde und für mich nicht in frage kommt.

    Gegen die gekauften Hobos sprechen die Kosten und das Gewicht,
    darum der Gedanke zum selbstbau. Einen Ikea Hobo habe ich schon gebaut und auch 2 aus alten Blechdosen.
    An einen 4 eckigen habe ich mich noch nicht gemacht, da mir da zu viel schleiferei und sägerei ist mit den Passungen um ihn zusammen zu stecken. Alles in allem waren die ok, wobei der Ikea zu groß und die Dosen nicht lange genug gehalten haben, da ich nach 2 mal kochen nicht wieder einen bauen möchte.


    Ich habe absichtlich nicht mein Einsatzgebiet angegeben, da die Fragen soweit mal unabhängig angesprochen werden sollen.
    Aber wenn du darauf bestehst, ich interessiere mich seit einer Irlandtour letzten Jahres sehr für den UL-Bereich, daher auch da sehr geringe Gewicht. Im UL Forum ultraleicht-trekking.com habe ich soweit immer mit gelesen, wollte aber dort keinen
    Beitrag verfassen, da ich mir erhofft habe hier eine größere Wissenspool anzuzapfen, außerdem werden viele von dort sich auch hier mit einbringen. Durch das ULforum bin Ich auf viele Tipps und Ideen zu den Dosenkochern gekommen, und habe selber einige gebaut. Jetzt ist mir das ganze aber etwas zu eintönig geworden und ich würde gerne mit Holz kochen, da Spiritus nicht überall erhältlich ist. Zu meinen Wandergebieten gehört vorallem Deutschland und Europa eigentlich nur zu Fuß und ab und zu mit dem Mountainbike. Meine Küche besteht momentan aus einem Topf mit Durchmesser von ca120mm für 2 leute und einem 1 personset mit einer fosterdose.

    warum die zylindrische form??
    1. Gleichmäßigere Wärmeleitung da an allen Stellen annähernd die gleiche Temperatur herscht.
    2. Bis jetzt waren meine Kocherutensilien immer im Topf und irgendwie möchte ich davon weg.


    ps. eine kaufempfehlung soweit für dich, wenn du mit deinem Gewicht runter möchtest wäre dieser hier interessant:
    http://www.trekking-lite-store.com/trekkingshop/Kueche/Nomadic-Holzkocher-Trekker-Ultra::567.html

    Daher kommt mein Annahme von 120g Gewicht der Kocher mit Doppelwandung hat immerhin nur 143g.


    Wo hast du eigentlich den Absatz über Titanblech und dem Kuenzi gefunden?? Den würde ich gerne mal lesen, ich kenne die Seite und hab dafür nichts gefunden


    ich möchte keine Grundsatzdiskussion über ultraleicht trekking starten, aber es ist eben die art von wandern die mich interessiert. Und ich erhoffe mir eben durch allgemeine Infos mein Projekt und die der anderer voran zu bringen
    Geändert von Mathews (13.01.2013 um 23:46 Uhr)

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #4
    Hi, denke dir kann geholfen werden. Ich habe es vor einiger Zeit schonmal gepostet..hier nochmal.
    Lass dir gesagt sein, einen Hobo "entwickeln" ist kaum mehr möglich. Es gibt eigentlich nichts was nicht schon gemacht wurde. Im Prinzip sind es alles nur noch Variationen. Dabei kommen natürlich auch recht pfiffige Sachen raus aber das was wirklich gut funktioniert ist schon gebaut. Man muss es nur finden.

    *****
    Hi, gewichtsmässig schlägt ja kaum ein anderer den LittleBug. Vor 6 Jahren habe ich den mal als Test was so ohne spezial Werkzeug geht in etwa nachgebaut. Der funktioniert super und wiegt nur 120 Gramm. Hat mich um die 20 Euro gekostet. Ich habe dem aber noch einen Brennrost und ein Untergestell zum Bodenschutz verpasst was noch mal 150 Gramm wiegt. Der Brennrost ist ein "Muss" das Untergestell kann wenn man wirklich immer nur auf Sand oder einem Stein kocht auch daheim bleiben.
    Bilder und Text dazu hier: http://www.outdoorseiten.net/forum/s...obo-Ofen/page3
    auf der Seite etwas runter scrollen zu Antwort 51. Werkzeug für den Hobo: stabile Schere und Bohrmaschine. Material: 0.2 mm Edelstahlfolie.
    *****
    Was den Bodenschutz angeht gibt es da keine wirkliche Ultraleichtlösung. Was du immer brauchst ist eine Abschirmung zusammen mit Abstand zum Boden. Nur dann kannst du wirklich verhindern das der Boden wirklich nichts abbekommt.

    Der kleine Hobo aus dem obigen Beispiel incl. des Untergestells in eine Relags Feuerschale gestellt würde absoluten Bodenschutz bedeuten. Die Relags ist ja nicht wirklich schwer und lässt sich auch halbwegs zusammenfalten. Nicht UL aber auch kein Schwergewicht.

    Zum Bodenschutz bei Hobos habe ich gerade etwas veröffentlicht, kannst ja mal reinschauen.

    http://www.explorermagazin.de/kochenuw/outofen-unt.htm


    CU Bernd
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  5. Gerne im Forum

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #5
    hallo Bernd,

    deinen littlebug Nachbau habe ich schon gesehen, sehr schöne Arbeit, und du hast natürlich recht, das man das Rad nicht neu erfinden kann, aber eben verbessern.

    Deine Versichsreihe hat mich nur darin bestätigt einen Aschefang ein zu bauen und für den Bodenschutz zu sorgen, wie ich das mache, da muss mir noch was einfallen. vllt könntest du mal von deinem selber gebauten Bodenschutz ein Bild hochladen, alleine von den Temperaturen wäre dieser ja Top. Die 900grad Wandtemperatur hast du über die Glühfarbe abgeleitet?? Bei den Kuenzi tests waren es 800max und 670 im mittel. Ich finde die Temperaturen sehr interssant.

    Wie haben sich die 0,2 mm Wandstärke bewährt??


    ps. dein link schickt mich auf ne 404 error page, evtl könntest den nochmal schicken.

    pss. welchen Durchmesser haben den eigentlich die unteren Lüftungslöcher und wie hoch ist der
    abstand vom Kocherkreuz, bzw den zwei Blechen die als Topfauflage dienen?

  6. Fuchs

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #6
    Eine Titan-Variante des MF-NG wird es nie geben, und dies aus folgenden Gründen: Titan verträgt Temperaturen über 400 Grad C schlecht und versprödet ab 800 Grad C schnell. Zudem verzieht sich Titan unter Hitze stärker als Edelstahl. Das wäre der Langlebigkeit des Faltmechanismus nicht zuträglich. Man bedenke, der MF wird im Extremfall gegen 1000 Grad heiss, und Temperaturen über 800 Grad sind bei der Verwendung von gutem Brennmaterial absolut normal. Auf einen Titan MF könnte KCC niemals eine vernünftige Garantie gewähren.
    Link


    Kocherfüsse

    Ich rate dir hierbei zur Nutzung von Karosserieschrauben mit abgeflachtem Kopf und einem durchgehenden Gewinde. Knapp 3 cm über dem Boden klemmste zwischen 2 Schrauben eine Karosseriescheibe (=dicker und größer als ne normale Unterlegscheibe) ein und weiter oben, am Beginn des Gewindes kommt zuerst eine Schraube drauf geschraubt, gefolgt von einer Unterlegscheibe, dann das Gehäuse vom Kocher, im Gehäuse wieder eine Unterlegscheibe und dann ne Schraube zum festmachen!

    Bodenschutz

    Im Baumarkt gehste in die Campingabteilung und kaufst die Alupfannen für den Grill (Optional: leere Fischfilet-Alupfannen) und klappst die Ecken so lange um, bis du diese "zwischen" den 4 Füssen, auf den mittleren Karosserieschrauben, ablegen kannst und dann noch vorne und hinten umbiegen, so dass wieder eine Pfanne entstanden ist! Ganz unten würde ich dann rein prohpylaktisch noch ne dreifach gefaltetesStück Alufolie hinlegen!

    Verhältnis Höhe / Breite ist meiner Meinung nach am Besten 2:1 (Höhe x Breite), wobei du unten rings herum (nicht in der Mitte) mehrere Luftlöcher bohrst und den Boden ebefalls komplett durchlöcherst, damit die Asche in die eingehängte Pfanne rein fällt!

    Oben würde ich mit einem Bohrer (Stufenbohrer) rings herum große Löcher rein bohren, damit ersparst du dir die Anfertigung eines Stegs für die Topfhalterung.

    Dann experimentieren, ändern, testen, ....


    Oder du kaufst dir nen DX-Stand .... im Bezug auf UL ist der einfach nicht zu toppen!

    PS: In Irland und Europa ist "Spiritus" nahezu überall erhältlich ... auf Holz zu kochen ist da recht langwierig, vor allem wenn es mal schnell gehen soll, weil so ein Hobo auch abkühlen muss. Daher rate ich dir, von vornherein die Halterungen für einen Trangia-Brenner mit einzuplanen - der Aufwand ist minimal, das Feature aber unbezahlbar, weil du relativ schnell den Kocher zusammen packen kannst!

    Noch einen Tipp: Kauf dir besser ein fertiges Produkt - denn die Leute haben oftmals "Monate" damit verbracht, das Teil zu verbessern und verlangen tun die recht wenig Geld, zumindest wenn du dir den Aufwand und die Arbeit ersparst!

    Meinen Künzi MF NG Hobo habe ich für knapp 65 Euro gekauft ... und finde ihn echt nicht verbesserungsfähig!

    Schon mal dran gedacht, dir 2 Trangia-Pötte zu nehmen und den Boden (abzüglich) eines Randes zu entfernen, die Böden miteinander verschrauben (mit Flügelschrauben) = leicht Demontierbar und auf ein gutes Packmaß zusammen steckbar. Ich rate hierbei zu den kleinen Töpfen des 27er Trangia, beide Töpfe - einmal für innen und einmal für aussen!

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #7
    Hi, der Link ging auf die Seite wo der Little Bug Nachbau gezeigt wurde. Den hast du ja schon gesehen.
    Hier aber mal meine Bodenschutzvarianten incl. der dazu gehörigen Selbstbau Hobos. Antwort 24.
    http://www.outdoorseiten.net/forum/s...r-und-Co/page2
    Unter dem grossen Schutz bleibt sogar der Schnee liegen!

    Und wie Lemon auch schrieb, das beste Verhältnis ist 1 : 2 (D : H). Je kleiner ein Hobo wird um so geringer ist der Wirkungsgrad. In der Künzigrösse und den entsprechenden Klonen kann man eigentlich schon gar nicht mehr von Kamineffekt sprechen..auch wenn es incl. der Hersteller alle tun. Natürlich brennen die auch ganz gut aber es fehlt einfach an Höhe um einen wirklichen Kamineffekt zu erzeugen. Schau dir mal an wie ein 30 cm Hobo brennt...das ist Kamineffekt.
    Sogar einige Hersteller von Feuerschalen sprechen von Kamineffekt... Klingt halt immer gut. Der Name sagt es ja auch Kamin...und der muss wenigstens Ansatzweise vorhanden sein. Auch ein 30 cm Hobo ist da im unteren Grenzbereich
    mit so geschätzt 25 cm "Kamin" aber da funktioniert es schon halbwegs.. Ein echter Kamineffekt beruht auf messbarem Druckunterschied zwischen oben und unten am Ofen, bei 12 cm Höhe ist da nix zu messen. Das Feuer brennt weil ausreichend mit Luft versorgt in den kleinen Hobos gut und durch die Bauform halt konzentrierter und vor Wärmeabtransport durch Luftströmung besser geschützt als ein entsprechend grosses "offenes" Feuer. Das macht die bessere Effizienz gegenüber offenem Feuer der kleinen Hobos aus.
    CU Bernd
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  8. Fuchs

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #8
    Zitat Zitat von Lodjur Beitrag anzeigen
    ...Schau dir mal an wie ein 30 cm Hobo brennt...das ist Kamineffekt.
    Sogar einige Hersteller von Feuerschalen sprechen von Kamineffekt... Klingt halt immer gut. Der Name sagt es ja auch Kamin...und der muss wenigstens Ansatzweise vorhanden sein. Auch ein 30 cm Hobo ist da im unteren Grenzbereich
    mit so geschätzt 25 cm "Kamin" aber da funktioniert es schon halbwegs..
    Wenn wir bei einem, wie du selbst geschrieben hast, optimalen Maß von 2:1 bleiben, dann wäre bei einer Höhe von 30cm, der Durchmesser stolze 15 cm - nicht wirklich für den UL-Minimalistischen Trekker geeignet! Auch nicht zu unterschätzen ist die Problematik des hohen Schwerpunktes (=Der gefüllte Topf), wo schon eine kleinste Unachtsamkeit ausreicht, um sich schwere Verbrennungen zuzuziehen.

    Nein, der Künzi mag nicht das NonPlusUltra der Entwicklung der Hobo´s sein, aber er scheint "aktuell" der Beste Kompromiss zwischen Größe, Funktionalität, Sicherheit und Packmaß! Viele Motorradfahrer bevorzugen den Künzi-Typ (viele haben aber nur Plagiate!), weil er kompakt zusammenfaltbar in jeder Satteltasche oder Case Platz findet und das Gewicht ist vernachlässigbar!

    Anders sieht es aus, wenn man z.B. für eine Hütte einen Kocher mit Kamineffekt baut - da legt man aber dann auch wohl mehr Wert auf nen sicheren Stand und langlebigkeit - da kannste dann wahrlich einen Kamineffekt "herbeizaubern"!

    Wobei du den Kamineffekt eigendlich auch durch einen Trick "herbeizaubern" kannst: Man montiert einfach einen kleinen Ventilator an der Unterseite, der das Feuer so zusätzlich anheizt! Ich empfehle da nen 5V Ventilator und von eBay aus China so nen Resque USB Stick für 2 x 1,5V AA-Batterien/Akkus!

    Und zur Thematik der Werbung mit Kamineffekt ... nun ja, wollen wir echt dieses Fass auf machen?

    [Barrel-open]
    - Probiotische Kulturen
    - Kopfschmerztabletten - für die Ganze Familie
    - Ohne Geschmacksverstärker - aber mit Zusatz von Hefeextrakt
    - Capri Sonne (=Zucker aber hallo)
    - Wasser mit Armoma (=Kalorien ohne Ende!)
    - Kredit ohne Schufa ....
    - 0% Finanzierung ...
    [Barrel-closed]

    Der Mensch unterschiedet sich dahingehend von den Tieren, dass er selbst für seine eigene Zerstörung verantwortlich ist!

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #9
    Hi, ja schon richtig. Das Fass muss nicht wirklich geöffnet werden Ich sags aber hin und wieder mal gerne. Die falsche bzw. irreführende Info brennt sich sonst zu sehr ein . In meinen Ausführungen habe ich ja immer geschrieben das meine Teile nicht für UL oder Trecker sind. Kanuten wie ich haben da kein Problem. Die Standfestigkeit hängt natürlich von der Konstruktion ab. Der von mir gezeigte Hobo mit dem Stahlteller steht wie angeschraubt. Der Hobo klemmt auf dem Kreuz des Tellers fest. Und selbst wenn der so auf dem Boden steht wackelt da nix. Ich nutze den schon seit gut 10 Jahren bei Kanutouren und einer steht fest auf meiner Terrasse für das schnelle "Würstchen" und kleines Lagerfeuer. Und der Ikea Hobo hat als Topfstand Spiesse die durch die Feuerschale in den Boden gesteckt werden. Der fällt auch nicht um. Und der Künzi hat einen meiner Meinung nach deutlich besseren Konkurrenten bekommen. Der ist nur noch nicht so bekannt. Die FireBox. Kostet gleich ist aber ein bisschen grösser was mehr Brennraum und länger Brennzeit mit einer Füllung bedeutet. Genau so leicht klappbar und im Gegensatz zum Künzi absolut verzugsfrei. Ist aus hochwertigem Edelstahl und durch ein pfiffigen Trick wird der Hitzeverzug verhindert. Wiegt nat. ein bisschen mehr aber beide sind keine UL Kocher. Und hat einen Ascheteller dabei der schonmal einiges ausmacht beim Bodenschutz. Nicht perfekt aber besser als gar nix. Mit Relags Feuerschale dann perfekt.
    Das Teil hat eine Menge durchdachter Details wie Möglichkeiten in verschiedenen Höhen Spiritusbrenner ein zu setzen.
    Man kann Esbit nutzen und Holzpelletts und als Zubehör bekommt auch einen kleinen Grillrost. Ich bin von dem Ding überzeugt und habe die FBox mit Feuerschale nun immer im Auto liegen.

    Und ja, die Möglichkeit mit Gebläse ist nat. bekannt. Da ist es aber auch nicht der Kamineffekt sondern das Schmiedefeuer Prinzip

    CU Bernd
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  10. Fuchs

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #10
    Zitat Zitat von Lodjur Beitrag anzeigen
    Und ja, die Möglichkeit mit Gebläse ist nat. bekannt. Da ist es aber auch nicht der Kamineffekt sondern das Schmiedefeuer Prinzip
    Das Glas ist nicht halb leer, es ist auch nicht halb voll, sondern rings herum um die Flüssigkeit ist ein um 100% überdimensionierter Glaskörper

    Ich schau mir die Firebox mal an ... Danke für die Info!

  11. Gerne im Forum

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #11
    vielen dank für eure Tipps.

    @lemon, so ähnlich habe ich meinen Ikeahobo gebaut, funktioniert ganz gut, nur ist mir der Ikeahobo zu groß und die Füße zu schwer (m6x60mm länge)

    Könntet ihr mir soweit mal ungfähre Maße der Luftlöcher geben, reichen auch die 4 Eckigen vom Künzi und vorallem die Anzahl dann rechne ich das einfach um.

    Außerdem fehlt mir noch die Höhe vom Kocherkreuz, damit die Wärme und der Rauch nach oben gut abfließen kann?
    Geändert von Mathews (19.01.2013 um 15:54 Uhr)

  12. Gerne im Forum

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #12
    Zitat Zitat von Lodjur Beitrag anzeigen
    Und der Künzi hat einen meiner Meinung nach deutlich besseren Konkurrenten bekommen. Der ist nur noch nicht so bekannt. Die FireBox. Kostet gleich ist aber ein bisschen grösser was mehr Brennraum und länger Brennzeit mit einer Füllung bedeutet. Genau so leicht klappbar und im Gegensatz zum Künzi absolut verzugsfrei. Ist aus hochwertigem Edelstahl und durch ein pfiffigen Trick wird der Hitzeverzug verhindert. Wiegt nat. ein bisschen mehr aber beide sind keine UL Kocher. Und hat einen Ascheteller dabei der schonmal einiges ausmacht beim Bodenschutz. Nicht perfekt aber besser als gar nix. Mit Relags Feuerschale dann perfekt.
    Das Teil hat eine Menge durchdachter Details wie Möglichkeiten in verschiedenen Höhen Spiritusbrenner ein zu setzen.
    Man kann Esbit nutzen und Holzpelletts und als Zubehör bekommt auch einen kleinen Grillrost. Ich bin von dem Ding überzeugt und habe die FBox mit Feuerschale nun immer im Auto liegen.
    Das mag ich genau so unterschreiben. Ich hab mir im Vergleich Künzi - Firebox im letzten Jahr auch den Firebox gekauft. Das Teil wiegt aber nochmal doppelt so viel wie der Künzi... macht aber nix. Dafür kann man da auch nach dem Kochen stundenlang Lagerfeuer drin machen - macht dem robusten Edelstahl nichts aus. Für mich die perfekte Variante, nicht nur für Kanutouren, sondern auch im Rucksack noch okay.

  13. Fuchs

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #13
    Zitat Zitat von Mathews Beitrag anzeigen
    vielen dank für eure Tipps.
    Könntet ihr mir soweit mal ungfähre Maße der Luftlöcher geben, reichen auch die 4 Eckigen vom Künzi und vorallem die Anzahl dann rechne ich das einfach um.

    Außerdem fehlt mir noch die Höhe vom Kocherkreuz, damit die Wärme und der Rauch nach oben gut abfließen kann?
    Uiii, da hat einer aber Wünsche :-)

    Der Künzi hat keine Löcher im eigendlichen Sinne, sondern

    (1) Auf jeder Seite unten 2 x (4cm Breite x 1,5cm Höhe) Lufteinlässe, d.h. 2x 6cm² = 12 cm² pro Seite Lufteinlass

    (2) oben ein breites V, mit geschätzten 12 cm² Luftaustrittsöffnung

    (3) Jede Seite hat eine Abmessung von 11cm x 15cm, d.h. eine Grundfläche von 165 cm²

    Daraus ergibt sich: Die Grundfläche = 100% und knapp 7,3 % Einlassöffnung und 7.3% Austrittsöffnung.

    Hier einige Fotos
    http://www.kuenzi.com/fotostrecke_d.htm

    (4) Ich habe den Kegelbohrer deshalb empfohlen, weil er bei Bastelarbeiten einfacher zu bedienen ist und bei minimalem Aufwand ein sehr gutes und sauberes Ergebnis liefert! Einfach mit nem Metallbohrer ein kleines Loch in der mitte Bohren und dann den Stufenbohrer (Öl nicht vergessen!) auf die entsprechende Breite "vorsichtig" aufbohren!

    Tu mir bitte den Gefallen und lass mir dann mal Fotos von deinem Kocher zukommen!

    cu
    lemon

  14. Gerne im Forum

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #14
    hallo lemon,

    ich habe schon material bestellt und dann werde ich ne Bauanleitung schreiben,
    dass interssenten das ganze nachbauen können.

    hat sonst noch jemand nen hobo den er vermessen würde, ansonsten wärde ich evtl mal n paar hobos anhant der bilder vermessen, vllt kommt man auf ähnliche zahlen.

    vielen dank an alle

  15. Erfahren

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #15
    Hier, Emberlit in der Gear Liste: http://gearlist.outdoorseiten.net/Produkt/camp-stove/10710

    Falls sonst noch Masse fehlen, gerne nachfragen.
    Gruss
    Some people just need a high five.
    In the face.
    With a chair.

  16. Gerne im Forum

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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #16
    hallo dfens,

    maße sind super, es fehlen nur noch die Angaben zu den Luftlöchern und den oberen Löchern an der Topfauflage,
    außerdem wird ein Adapterkreuz beschrieben, denke mal es ist für einen Spiritusbrenner??

    vielen dank

  17. Erfahren

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    13.12.2010
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    AW: allgemeine Hobogesetze

    #17
    Luftlöcher: Auf drei Seiten zwei längliche Luftlöcher mit der Abmessung 12,5 x 25,5mm, (auf den Fotos sieht man die Form, es sind keine Rechtecke sondern zusammengesetzt aus Rechteck und zwei Halbkreisen), und ein kreisförmiges mit dem Durchmesser 12,5mm.
    Auf der Seite mit der Brennstofföffnung fehlt das kreisförmige Loch.

    Die Ausschnitte an der Oberseite (zwei pro Seite) haben eine Breite von 24,6mm und eine Höhe von 18,9mm. Es sind nicht wirklich Dreiecke, sie haben eher die Form einer Parabel.

    Das Adapterkreuz besteht aus zwei Flachprofilen die so geformt sind, dass sie, ineinander gesteckt, ein Kreuz bilden, und in die Topfauflagefläche eingelegt werden können. Man braucht es, wenn der Durchmesser des Topfes sonst nicht ausreicht, um ihn auf den Kocher zu stellen (hier und hier zu sehen)
    Geändert von dfens (20.01.2013 um 18:50 Uhr) Grund: Anmerkung: Gear List Angaben aktualisiert!
    Some people just need a high five.
    In the face.
    With a chair.

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