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    Avatar von Schorsch74
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    [IE] - Zu Fuß durch Connemara + Croagh Patrick - Hosteltour 2011

    #1
    Mitreisende: Schorsch74
    Land: Irland
    Region: Connemara, Co. Galway + Westport, Co. Mayo
    Zeit: April 2011

    Vorspiel:
    Alle Hauptwanderwege Irlands hatten wir – der harte Irland-Wander-Kern Stefan, Jogi und ich - mit wechselnder Begleitung in den letzten Jahren schon abgegrast. So kam bei uns früh die Frage auf, wie wo wann etc. wollen wir denn nun unsere jährliche Irlandtour gestalten.
    Zur Auswahl kamen schnell die Regionen Connemara oder Donegal, da wir gemeinsam noch nie dort waren. Aus nicht mehr ganz nachzuvollziehenden Gründen haben Jogi und ich uns dann irgendwann abends am Kamin für Connemara entschieden. Schuld war wohl einfach das Wandkalenderblatt „Stimmung im Connemara National Park“.

    Stefan konnte dieses Jahr aus beruflichen Gründen mal nicht mitkommen, aber Birne wollte wieder mit dabei sein, so dass wir drei uns an die weitere Planung machten.
    Aus irgendwelchen Coolnessgründen wollten wir diesmal aber nicht mehr große Rucksäcke schleppen und nur mit Handgepäck fliegen (kann das auch am Alter liegen?). Dito kam unterwegs zelten mangels Masse an Gepäck auch nicht mehr in Frage, so dass unsere erste reine Hosteltour seinen Anfang nahm.

    Und damit auch die Planungsprobleme:
    wir hatten nämlich eigentlich grob vorgehabt, den (irischen) Western Way zu laufen, so von Galway oder Oughterard nach Westport, den beiden westlichen Endpunkten der irischen Bahn.
    Doch nächtelanges Studium des Weges in Google Earth ergab, dass es direkt am Weg eigentlich nur in Leenaun eine Unterkunftsmöglichkeit gibt (wenn man mal von 250€ Hotels in Maam Cross oder Lough Inagh absieht).
    Ich glaub ich bin in mehreren Nachtdiensten den kompletten Weg abgeflogen auf der Suche nach Häusern am Weg, die ein Pub oder Hostel sein könnten – Fehlanzeige.
    So bastelten wir uns dann aus einigen Highlights die wir nicht verpassen wollten (eine Insel soll dabei sein, Kylemore Abbey, Connemara National Park, Croagh Patrick) unsere eigene Route zusammen.

    Und wer nicht den ganzen Bericht lesen will, hier die fertige Endplanung in Kurzform:
    Ankunft mit Bahn in Galway, weiter mit dem Bus nach Clifden, ab da zu Fuß nach Cleggan – Inishbofin – Letterfrack – Leenaun – Westport, von da Rückfahrt mit der Bahn nach Dublin.
    Und weil wir auch schon so oft in Dublin waren und da nicht schon wieder die Nacht vor dem Rückflug versacken wollten, Übernachtung ca. 1 Stunde vor Dublin in Tullamore. Und dann am letzten Tag nur noch in die Bahn und ab zum Flieger…

    Soweit die Planung….


    Durchführung

    Anmerkung: meine Freunde wollen immer noch nicht auf Fotos im Internet auftauchen, deshalb sind deren Gesichter mal wieder hübsch wegretouchiert, was leider einige Bilder nicht unbedingt schöner macht.

    Freitag, 08.04.2011
    Essen - Düsseldorf – Dublin

    Mit wirklich kleinem Gepäck machten wir drei, Birne, Jogi und ich, uns aus dem schönen Essen-Heisingen mit dem ÖPNV auf Richtung Düsseldorfer Flughafen.
    Hier wird in der Abflughalle am Tresen vor den Rolltreppen gutes Essener Stauder Pils gezapft. Entspanntes Warten also auf den Flug nach Dublin mit AerLingus, dann nur schnell mit Handgepäck (was da alles als Handgepäck durchgeht) eingecheckt und abgehoben.
    Ankunft in Dublin …oh Schreck… am neuen Terminal.
    Und wir wollten doch aus Tradition im Flughafen-Pub das erste Guinness trinken…nur der ist im alten Terminal

    Kurz und gut: wir finden am mittlerweile späten Abend keinen Fußweg dorthin, und im neuen Terminal auch keinen neuen Pub, also ab ins Taxi und hin zum gebuchten Hostel mitten im Temple-Bar Bezirk.
    Bei der Ankunft müssen wir noch kurz merken, dass unser Hostel in der Fußgängerzone liegt und der Taxifahrer uns vorsichtshalber schon mal ganz weit entfernt rausgelassen hat. Nach einigen Irrwegen haben wir aber unser Quartier gefunden, bezogen und konnten uns dann mal wieder intensiv dem Studium des Dubliner Nachtlebens hingeben.
    Genaueres möchte ich dem geneigten Forumsleser hier lieber vorenthalten. Ist ja schließlich ein Outdoor- und kein Kneipenforum. Nur so viel: die anstehenden Wandertage musste ich dann ohne meine Kappe antreten…

    Samstag, 09.04.2011
    Dublin – Galway – Clifden – Cleggan

    Wieder einmal ein morgendlicher Walk raus aus Dublin hin zur Heuston Station, wo die Züge Richtung Irlands Westen die Stadt verlassen. Inzwischen sind wir schon etwas geübter im Bahnfahren und finden auf Anhieb den richtigen Zug und Waggon, nachdem wir wieder die vorab gebuchten Tickets per Kreditkarte aus dem Automaten gezogen hatten.

    Die Zeit im Zug verging dann mit essen und schlafen, so dass wir ziemlich genau am Mittag in Galway ankamen. Die Wartezeit auf den Anschlussbus über Oughterard, Maam Cross und Recess nach Clifden verbrachten wir bei einem gemütlichen Guinness in „Fox Porterhouse“ direkt neben der Galway Station.
    Bei der anschließenden Busfahrt wurde die erste Stunde bis Oughterard wieder geschlafen, ab da waren wir dann alle wach und genossen den Ausblick auf die nun schon zu sehenden Maumturk Mountains und Twelve Pins ( oder auch Twelve Bens). Maam Cross ist wie aus so einem alten Western: im Nirgendwo kreuzen sich die beiden wichtigsten (und einzigen) Straßen der Gegend, ein einziges, riesiges Hotel im Lodge-Stil mit Turm wartet auf den Angriff der Indianer.
    Sonst nix…

    Gegen 14:00 Uhr kommen wir in Clifden an. Direkt gegenüber des Busbahnhofes ist ein großer Pub mit Restaurant und wohl eigener Schlachterei, die Sonne scheint und so genießen wir erstmal ein super leckeres Mittagessen in der Sonne. Ein, zwei kleine Guinness haben natürlich auch nicht gefehlt.





    Noch haben wir aber ja gute 10km Fußweg vor uns bis Cleggan. Es würde zwar auch irgendwann ein Bus fahren, aber wir wollen ja laufen. Also brechen wir nach dem leckeren mal auf und machen uns auf den Weg nach Cleggan, endlich wieder wandern in Irland.
    Nur dass wir in Ermangelung richtiger Wanderwege die ganze Zeit an der Straße langlaufen müssen.
    Zunächst noch immer über die N59, die regionale Hauptstraße mit gaaanz wenig Verkehr, und dann links ab Richtung Cleggan über eine noch weniger befahrene Straße. Ich glaub, uns hat nur mal der Bus überholt….
    Links und rechts des Weges können wir ab und zu die Straße verlassen und parallel über die Wiesen und Torfböden laufen, was das Wandern etwas angenehmer macht.
    Und nach einer kleinen Kurve auf einer Anhöhe sehen wir schon Cleggan vor uns liegen, ein wirklich kleines Örtchen mit Hafen/Pier.
    Von hier aus wollen wir am nächsten Tag nach Inishbofin übersetzen, um dort den Tag und evtl. Nacht zu verbringen.
    Aber erst mal mussten wir Cleggan überleben….









    Wir hatten vorgebucht in der Pier Bar als B&B, im Internet war noch alles schön, in der Realität war alles etwas heruntergekommen und feucht. Nein, nass!!! Aber nur der bauliche Aspekt war etwas arg daneben, die Wirtsleute waren super Typen und wir würden (trotz der Nässe) immer wieder hinfahren.



    Aber der Reihe nach:…..
    Wir laufen so durch Cleggan Richtung Pier und kommen an zwei neu renovierten Restaurants vorbei, zum Teil gut gefüllt mit anscheinend amerikanischen Touristen. Und wir laufen immer weiter auf die baufällige Pier Bar zu. Da kommen uns doch knapp vorm Hafen mehrere kleine Mädchen, 5-10 Jahre alt, im Bauchtanzkostüm entgegen, spielen fangen etc.
    Bauchtanzkostüm? Irland? April? Windig?



    Naja, dachten wir, die Iren haben ja mal ab und an so komische Ideen, vielleicht ist Cleggan ja ganz weit vorne in der irischen Bauchtanzliga und hier trainiert grad der regionale Nachwuchs im örtlichen Gemeindezentrum… Aber je näher wir der Pier Bar kommen, desto mehr Mädchen, jetzt auch junge Frauen dabei, kommen uns entgegen. Alle nur in so Bauchtanz-Bikinis….Eine ganz schräge Vorahnung macht sich in uns breit, und beim Betreten der Pier Bar wussten wir dann auch nicht mehr so ganz, ob wir hier richtig waren: alles voll mit den Bauchtanz/Bikini Mädchen/Frauen jeden Alters.
    Trinkend an den Tischen oder tanzend vor der Theke. Ziemlich irritierend.



    Wir wagten uns langsam bis zur Theke vor und wurden vom Wirt erst mal nett und freundlich empfangen, ob wir die Deutschen wären die vorgebucht hätten. Wir bejaten und wurden auf unser Glück hingewiesen, denn so durften wir die Zimmer beziehen und auch in der Bar bleiben, denn eigentlich wäre heute geschlossene Gesellschaft.
    Eine „Traveller-Clan“ hat den ganzen Pub für eine Nacht gemietet, um die Kommunion eines der Mädchen zu feiern.
    Und Traveler ist die nette Bezeichnung für (wie sag ich‘s jetzt auf Deutsch politisch korrekt?) eine als fahrend beschriebene soziokulturelle Gruppe irischen Ursprungs mit mobiler Lebensweise bedingt durch ökonomischen, rechtlichen und sozialen Ausschluss. Darf man Zigeuner sagen damit jeder einigermaßen Bescheid weiß?

    Das war dann ja erst mal geklärt, wir bezogen die Zimmer und machten erste Erfahrungen mit dem Feuchtigkeitsproblem des Hauses (laufe nie auf Socken, egal wo du bist)


    das Herren-WC


    Der Frühstücksraum

    Und dann machten wir uns auf Entdeckungsreise in eine für uns wirklich fremde Welt, die Traveller Party.
    Neben drei einheimischen Stammgästen, die wohl mit der Theke verwachsen waren und deshalb auch dort sein durften, standen wir nun also auch an der Theke und harrten der Dinge die da kommen sollten. Die Mädels tanzten in ihren Kostümen oder Bikinikleidern rum und die Männer standen alle an der Theke. Letztere sahen zur Hälfte aus wie Manager, Hemd, Krawatte, dicke Uhren etc. Und die andere Hälfte sah so aus, dass wir denen im Dunkeln lieber nicht begegnen wollten…
    Und jetzt waren wir mit denen in einem Raum, und vor uns tanzten die kleinen Schwestern mit gaaanz wenig an….
    Kurz und gut: hätte evtl. auch schlecht ausgehen können, war aber wirklich ein positives Erlebnis. Nach einiger Zeit kamen die Männer an, wir wären willkommen, Kommunionsfeier etc. Sperrstunde gab es an diesem Abend nicht und so feierten wir ewig mit den Iren, bis die so gegen 03:00 aufbrachen und wieder fuhren. Die Bilder des Abends sprechen wohl die eindeutigste Sprache: wir haben uns schon verstanden. Wir haben uns nur nicht getraut die Mädels irgendwie zu beachten. Immer schön weggucken…






    ein Stammgast, mit der Theke verwachsen, wenn morgens aufgeschlossen wurde, stand er schon vor der Tür

    Der Wirt wollte jetzt selber noch ein paar Bierchen trinken, und nahm uns in seinem Auto mit in den Nachbarort Claddaghduff wo wir eine Seniorenparty im Gemeindehaus mit unseren Karaoke Versionen auffrischten und ältere Damen mit einem Tänzchen erfreuten. Endlich konnte man sich wieder frei bewegen und gucken…
    Und irgendwann, nachdem unser Wirt auch voll war, fuhren wir wieder in die Pier Bar.
    So einer von den Abenden, die man nur einmal erlebt.

    Sonntag, 10.04.2011
    Cleggan – Inishbofin – Cleggan

    Der Tag fing mit einem leckeren Frühstück im unpassenden Ambiente des feuchten Frühstücksraumes der Pier Bar an. Leider hatte der raum nicht nur ein Feuchtigkeits- sondern auch ein Sauberkeitsproblem. Denn die Krümel unterm Tisch und auf dem Stuhl waren nicht von gestern, dazu klebten sie viel zu fest.



    Unser eigentlicher Plan, auf Inishbofin zu übernachten, musste leider flachfallen, da zurzeit nur ein teures Hotel offen war, das Insel-Hostel war zu. Wir buchten noch schnell bei der Wirtin die nächste Nacht (der Wirt schlief wohl noch länger) und machten uns auf zum Pier, der an der Pier Bar ja praktischerweise direkt vor der Tür war.







    Mit einem richtigen, wohl hochseetauglichen Schiff begann dann unsere Überfahrt. Da waren wir zu den Skelligs schon mit kleineren Seelenverkäufern über den Atlantik geschippert. Wir genossen die Überfahrt direkt am Bug (wär in Deutschland sicher verboten gewesen) und versuchten, im diesigen Nieselregen die Insel zu erkennen.
    Inishbofin hat einen wunderbaren Naturhafen, in den wir bald einbogen, vorbei an einem kleinen Leuchtturm und einer alten Fort-Ruine aus Cromwells Zeiten.





    Nach der Ankunft bewegten wir uns mit den restlichen fünf Tagestouristen erst mal bergauf Richtung Gemeindehaus mit Touri-Info. Zwischen den drei möglichen Routen, West-, Middle- und Eastquarterloop entschieden wir uns aus einer Eingebung heraus für den Westquarterloop. Schnell noch die Inselkarte abfotografiert, damit wir uns keine teure Karte kaufen mussten und los. Am Inselflughafen und einigen Bauernhäusern vorbei zum Loch Bo Finne, wo der Sage nach die Kuh aus dem Wasser stieg, die der Insel den Namen gab (oder so…)







    Beim darauffolgenden Teil des Walks kamen wir nun direkt an die Küste, konnten die zwei Blowholes der Insel begutachten (einströmende Meereswellen werden durch einen engen Felsspalt gedrückt und machen oben eine Fontäne, soweit die Theorie)
    Aber heute ist das Meer wohl einfach zu glatt.



    Nachdem die Sonne immer mehr rauskommt wird es warm und wir machen es uns am westlichsten Ausläufer der Insel bei einigen Seehunden bequem. Da wohl grade Ebbe ist, kommen wir über einige Felsbänke ziemlich nah an die Tiere ran, halten aber noch immer genügend Abstand um sie nicht zu stören. Die Seehundkolonie ist allerdings so konstant, dass sie sogar auf der Wanderkarte vermerkt ist. Sie sind wohl Touris gewöhnt und stören sich überhaupt nicht an unserer fast einstündigen Anwesenheit.









    Anschließend gehen wir weiter den Walk, lassen uns an den nächsten Felsen erneut nieder und geniessen die Sonne. Der Tag muss ja auch irgendwie rum gegehen, da die Fähre erst wieder am Abend ablegt.






    Nach einem kurzen Ausflug über den höchsten Berg der Insel (ca 80m) sehen wir von oben eine super Sandstrandbucht. Jogi und ich wollen sofort schwimmen gehen, Birne bleibt lieber trocken. So kann er uns von oben wenigstens gut fotografieren.




    der "Weg" zum Strand ist etwas steiler



    Der Weg zum Strand herab ist aber mindestens genauso schwierig wie der Weg ins eisige Wasser hinein. Wir haben ja schließlich erst April. Aber nach einer Zeit haben wir uns an die Temperatur gewöhnt und können sogar ganz eintauchen und ein paar Schwimmzüge hinlegen. Anschließend lassen wir uns von der Sonne trocknen, die Bucht ist Gott sei Dank gut windgeschützt.











    Am Hafen angekommen haben wir immer noch etwas Zeit bis die Fähre zurückfährt, und so genießen wir unser erstes Guinness des Tages noch auf der Insel.





    Wieder in der Pier Bar angekommen, sitzen wieder die drei gleichen mit der Theke verwachsenen Einheimischen dort und auch der Wirt ist wieder fit. Nach und nach kommt das halbe Dorf in den Pub, heute Abend ist Life Music, wir genießen es und machen wieder bis zum Ende mit.



    Das finden die Iren übrigens ganz toll: You germans, you are always drinking beer, thats good. Thats good for the irish people.
    Weil:
    die Franzosen, die würden nur ein Glas Wein trinken beim Essen, dann fahren die wieder in ihr Ferienhaus.
    Und die Amerikaner sind viel zu prüde um viel zu trinken.
    Aber wir Deutschen, ja, wir würden alle (auch du, lieber Leser) richtig saufen.
    Richtig viel.
    Immer.
    Und deshalb immer ganz viel Geld in der Region lassen.
    Und deshalb mögen die Iren die Deutschen.

    Montag, 11.04.2011
    Cleggan – Letterfrack

    Bei strahlendem Sonnenschein wird wieder mal lecker gefrühstückt.
    Beim anschließenden Bezahlen werden wir aber etwas stutzig, irgendwas kann nicht stimmen. 2 Nächte a25,-€ p.P. wären ja 50,-€. Dazu kommt noch dass wir zwei Abende gesoffen haben wie die Schweine und dies anschreiben ließen.
    Warum müssen wir dann jetzt nur jeder etwas über 50,-€ zahlen?

    Die Travellers hatten uns eingeladen, erfahren wir nun, der Wirt hatte den Deckel vom ersten Abend zerrissen und alles wurde von den Travellers bezahlt. Fettes Danke noch mal.
    Und am zweiten Abend hätte er uns schon den einheimischen Bonus gewährt.

    Also wenn’s danach geht: immer wieder Pier Bar.


    früh morgens, der Blick aus meinem Bett

    Kaum haben wir uns aber von allen anwesenden herzlich verabschiedet (Punkt 10:00 kamen wieder die 3 Thekengewächse rein), die schützenden Hallen der Pier Bar verlassen und die Cleggan Bay umrundet, zieht das erste Regenschauer des Urlaubs auf. Bei heftigem Wind prasselt der Regen auf uns ein, schnell rein in Regenjacke und Hose, Regenhülle über den Rucksack…. da war der Regen auch schon wieder vorbei. Passiert ja mal öfter in Irland.
    Der Weg führt uns an einem weiten See vorbei, leider immer nur über asphaltierte Straßen. Nach einer Weile erreichen wir einen kleinen Friedhof bei einer verfallenen Kapelle (hier). Im Windschatten des Gemäuers machen wir erst mal Mittagsrast und entdecken dabei wirklich nur per Zufall das Grab von Oliver St. John Gogarty, der dort begraben liegt. Wer das war könnt ihr selber bei Wikipedia nachlesen, wir sind nur deshalb hoch erfeut, weil er doch der Namensgeber unseres Dubliner Lieblingspubs ist, des www.gogartys.ie/ eben.




    im Hintergrund die Bergsilhouette der Twelve Bens





    Weiter geht’s Richtung Letterfrack und wir kommen an eine Kreuzung, an der wir uns verlaufen.
    Ist mir noch nie passiert. Das wissen Jogi und Birne, deshalb hab ich die Karte und sage: gradeaus den Feldweg. Denn der soll über weitere Feldwege nach Moyard führen, so können wir uns etwas Asphalt ersparen. Denkste, nach einigen hundert Metern stehen wir vor einer vier Meter hohen Felswand, sind im Ende eines Steinbruchs und ich darf mir doofe Sprüche anhören. Ich weiß aber, das ich genau da bin, wo ich laut Karte auch sein will und das da ein Weg eingezeichnet ist, nur: da is halt keiner. Und das war genau HIER: und auf der Karte 37 der Discovery Series sind die beiden Straßenenden miteinander verbunden.
    Egal, wir haben etwas geflucht und sind dann die Wand hochgeklettert, dann oben einfach mal ein wenig querfeldein und weiter Richtung Letterfrack.
    Unterwegs kommen wir noch an einem einsamen Pier und einem Kalvarienberg mit Mutter-Gottes-Grotte vorbei. Da wir gut in der Zeit liegen, schauen wir uns alles ausführlich an.







    In Letterfrack angekommen snacken wir erst mal ein paar frische Croissants und Sandwiches in einem Cafe mit eigener Bäckerei, bevor wir uns Richtung Old Monastery Hostel begeben.
    Das Hostel ist fast komplett von einer geologischen Studentengruppe der Uni Galway auf Langzeit Exkursion ausgebucht, so dass wir keines der schönen alten Zimmer bekommen sondern ein recht klammes Kellerloch. Birne ist etwas müde und legt sich schon mal für einen Zwischenschlaf hin.

    Da draussen die Sonne schön scheint und wir noch nicht ganz ausgelastet sind, beschließen Jogi und ich, noch den direkt nebenan liegenden und Letterfrack überragenden Diamond Hill (446m) im Connemara National Park zu besteigen. Ein Parkeingang ist nur 100m vom Hosteleingang entfernt, und ich hatte diesen Walk (Diamond Hill Loop, ca. 7km, 400 Höhenmeter) bei der Reisevorbereitung schon auf Youtube gefunden.

    Ohne Youtube wären wir wohl gar nicht losgelaufen, da kein einziger der Nationalparkwege auf der besagten Karte 37 der Discovery Series eingezeichnet ist, auch nicht der auf den Gipfel. Blöde Karte

    Aber so schieben wir uns zunächst über - schön für amerikanische Touristen geschotterte Wege - näher an den Diamond Hill ran, bis direkt am Fuß des Berges sind. Ab jetzt geht der Weg größtenteils über große Felssteine die zu Treppenstufen angeordnet sind bergauf, recht steil und zum Teil mit sehr hohen Tritten, so dass wir auch aufgrund unseres Tempos doch ganz schön ins schwitzen kommen.





    Kurz vor dem Gipfel wird es dann wieder flacher und der Weg ist wieder geschottert, was angesichts vorhergehenden Kraxelei ziemlich komisch wirkt. Aber so haben wir am Gipfel wenigstens genug Luft um aus über 400m Höhe die grandioese Aussicht zu genießen: nach Westen hin der Atlantik mit den der Küste vorgelagerten Inseln, wir können unseren morgendlichen Startpunkt Cleggan erahnen und auch Inishbofin.
    Im Norden blicken wir runter in's Tal direkt auf Kylemore Abbey,
    im Osten und Süden erstrecken sich die Gipfel der Twelve Bens und der restliche Connemara National Park, dessen Grenzen man von hier oben gut erkennen kann.







    Zum Abstieg darf man den Berg einmal umrunden und wir schließen noch einen Rundweg an, so dass wir kurz vorm Abendessen wieder im Old Monastery ankommen und Birne wecken. Dann geht’s auf in den Speisesaal, für 10,-€ Aufpreis gibt’s nämlich Abendessen direkt im Hostel und wir müssen nicht im Ort was suchen.




    Speiseraum des Old Monastery

    Zu spät bemerken wir, dass das Old Monastery rein vegetarisch ist…



    Nix gegen vegetarisches Essen, aber ich möchte selber bestimmen wann ich was esse. Und heute wollte ich nicht vegetarisch…Die Lasagne war dann aber doch super lecker, aber da durfte jeder nur einmal von nehmen, damit genug für alle blieb.
    Der Herbergsvater blieb die ganze Zeit daneben stehen und überwachte dies gaaanz genau...

    Tagesausklang im örtlichen Pub….

    Dienstag, 12.04.2011
    Letterfrack – Leenaun

    Diesmal war das Frühstück nicht ganz so lecker (vegetarisch halt, sorry) so dass wir es uns erst mal wieder in dem tollen Curragh Cafe bequem machten und nochmal frühstückten. Gleichzeitig konnte Jogi seinen Bananenvorrat im Supermarkt aufstocken.


    Abschied aus dem Old Monastery

    Danach ging es über die leider sehr stark befahrene N59 Richtung Kylemore Abbey.
    Hier wollten wir ein Stück Weg durch den Park abkürzen, auch um nicht über die Straße laufen zu müssen. Allerdings sollten wir nun an einem Kassenhäuschen Eintritt zahlen. Nachdem wir aber kurz unseren Wunsch geäußert hatten, nur durch den Park laufen zu wollen um nicht auf der Straße überfahren zu werden, und gaaar kein Interesse an der Abbey etc. hätten, und dies auch noch durch dreckige Wanderkleidung unterstreichen konnten, ließ uns die nette Studentin an der Kasse dann einfach so durch, nicht ohne uns doch noch mit einem Führer und Karte des Parks auszustatten.
    Auch hier noch mal ein fettes Danke.











    Alle Einzelheiten von Kylemore Abbey, dem Park etc. hier zu erwähnen würde den Rahmen sprengen, nur so viel: wirklich wunderschön.



    Am Ende des Parks mussten wir dann aber über das verschlossene Tor klettern. Soweit nach hinten kommt wohl sonst kein Tourist. Den nun vor uns liegenden See Kylemore Lough wollten wir eigentlich über einen kleinen Trampelpfad am südlichen Ufer umrunden um weiter Richtung Leenaun zu kommen.

    Aber da hatten wir die Rechnung wohl ohne den Grundbesitzer gemacht:

    der Einzige weg zu der Schotterpiste führte über eine kleine Brücke, und hier war alles verriegelt und verrammelt, Stacheldraht, Maschendrahtzaun und Schilder, Schilder, Schilder, Kameras etc.
    Da hatte wohl einer keinen Bock mehr auf Touristen.


    auf dem Weg zum Privatgrund, und dann alles wieder zurück

    Also wieder auf die Straße, zugeguckt wie eine Straßenbautruppe die „Katzenaugen“ in die Fahrbahnmitte klebt und weiter, immer weiter über die N59 bis wir rechts abbiegen können auf eine Nebenstraße von Maam Cross kommend. Hier gute zwei Kilometer ins Landesinnere und endlich können wir mal auf einen Teil des Western Way abbiegen, der uns endlich über kleine Schlammpfade und Schafsweiden nach Leenaun führt.
    Wandersmann, was willst du mehr….









    Und im Westen kann man immer mal wieder mehrere dicke Regenschauer erkennen, die von Süd nach Nord kreuzend in unser Blickfeld kommen. Wir geben deshalb richtig Gas, aber die Schauer halten netterweise einen gewissen Abstand zu uns.
    Ein super Schauspiel, zumal wir ja trocken bleiben.





    Kurz vor Leenaun führt uns der Weg wieder direkt an die Küste, bzw. an das Ufer von
    Irlands einzigen Fjord, Killary Harbour,
    dem wir nun noch gute 5km folgen, bis wir nach einem langen Tag endlich Leenaun erreichen.





    Auf gut Glück finden wir im Ort ein wirklich sauberes und TROCKENES B&B, wir legen uns erst mal etwas hin und genießen der Reihe nach die warme Dusche.
    Das abendliche Essen im Pub kann allerdings gar nicht überzeugen, es kommt aus wohl aus der Microwelle, sowas wie „Heiße Hexe“ oder so.
    Endlich gehen wir mal (relativ) früh schlafen.



    Mittwoch, 13.04.2011
    Leenaun – Westport



    Der Wegweiser zu unserem super sauberen, netten und echt empfehlenswerten B&B in Leenaun

    Es gießt in Strömen!!!

    Das war das erste was wir am Morgen bemerkten. Und wir hatten noch gar keinen Plan, wie wir am heutigen Tag nach Westport kommen könnten.
    Die Strecke an einem Stück zu laufen, ist uns bei ca. 45km einfach viel zu weit. Man kann unterwegs aber auch nicht übernachten, kein Ort, kein Hostel. Nur ziemlich in der Mitte ein Pub im Nirgendwo, gefunden im Nachtdienst auf google earth. Aber keiner konnte uns sagen ob es den noch gibt, ob der auf ist und ob man da überhaupt übernachten kann. Geht also auch nicht.
    Es regnet.
    Bus fährt nicht, da müssten wir erst wieder zurück nach Galway.
    Es regnet.
    Wir versuchen‘s einfach mal per Anhalter, aber drei dreckige und nasse Männer will wohl keiner mitnehmen.
    Der Regen wird weniger.
    Wenigstens kommen wir bei der Wartezeit in den Genuss eines super Regenbogens über dem Fjord.







    Es regnet weiter.

    Wir machen erst mal das was wir am besten können und gehen zwecks Beratschlagung in den Pub, trinken erst mal ein paar Guinness und machen uns so unsere Gedanken.



    Nach ca. 2 Stunden hört es auf zu regnen und die Sonne kommt raus, zum Laufen ist jetzt aber auf alle Fälle zu spät, egal wohin wir wollten. Also bestellen wir uns ein Taxi nach Westport, die Wartezeit überbrücken wir mit einem weiteren Guinness.
    Endlich in Westport angekommen wollen wir uns für zwei Nächte im ortseigenen Hostel einquartieren, aber da sagen uns die Zimmer mal so gar nicht zu. Also ab in das nächstbeste B&B, Westport ist ja dankenswerterweise groß genug. Wir kriegen ein B&B direkt an Westports markantem Marktplatz „The Octagon“.



    Im dazugehörigen Pub wird erst mal gegessen, dann wird das Nachtleben erkundet, im Pub nebenan ist live Musik und die Zeit verfliegt viel zu schnell.


    hing auf jedem WC .....
    Um 01:00 ist Sperrstunde, die in Westport (leider) ganz genau eingehalten wird. Hier gibt’s sogar mehrere Polizeiwagen, die Streife fahren und kontrollieren. Aber vom letzten Wirt kriegen wir den Hinweis, dass es in einem der großen Hotels, dem CastleCourt Hotel, in der Petie Joe’s Bar keine Sperrstunde gibt.
    Birne schläft schon wieder, also gehen Jogi und ich alleine dorthin, alles nur amerikanische Hotelgäste auf Heimat-tour. Wir nehmen noch ein paar Guinness, aber irgendwann wird auch dort dicht gemacht und wir gehen auch endlich mal schlafen.
    Geändert von Schorsch74 (25.11.2012 um 12:36 Uhr) Grund: noch diverse Tippvähler gefunen
    Die Leber wächst mit ihren Aufgaben

  2. Erfahren
    Avatar von Schorsch74
    Dabei seit
    10.10.2012
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    AW: Irland - Zu Fuß durch Connemara + Croagh Patrick - Hosteltour 2011

    #2
    Donnerstag, 14.04.2011
    Westport – Croagh Patrick – Westport

    Heute stand sie an, die Besteigung des Croagh Patrick, dem heiligen Berg der Iren, das inoffizielle Nationalheiligtum.
    Seit unserer gestrigen Ankuft hatten wir den Berg die ganze Zeit über im Blick, da er als alleinstehender Berg absolut markant das Panorama von Westport beherrscht.



    Vom B&B Wirt ließen wir uns an diesem Morgen also nach Murrisk fahren, einem kleinen Örtchen am Fuße des Croagh Patricks.
    Dort gibt es noch ein kleines Visitor Center, in dem man sich auch Pilgerstöcke ausleihen kann. Aber so was haben wir eher weniger im Sinn. Vorbei an einer Statue des heiligen Patrick, der oben auf dem Berg 40 Tage lang gefastet und anschließend die Schlangen aus Irland vertrieben haben soll, geht es über ausgetretene Wege, durch tiefe Furchen und um große Felsbrocken herum erst gemütlich bergauf.









    Nach einiger Zeit führt der Weg dann sehr steil bergan und ist durchsetzt mit vielen losen Gesteinsbrocken. Das schlaucht ganz schön. Anschließend quert man einen Sattel und kann hier noch ein paar Minuten verschnaufen, da es ein ganzes Stückchen fast waagerecht geht.





    Doch dann kommt der Hammer: ab dann ist der Croagh Patrick eine einzige, steile Schutt-und Geröllhalde. Bei jedem Schritt rutscht der Fuß immer wieder ein Paar Zentimeter auf dem/mit dem Geröll nach unten, einen festen Halt findet man nicht, es ist eher wie das Besteigen einer steilen Düne. Immer wieder rutscht einem der Boden unter den Füßen weg. Und wir sind nicht alleine unterwegs: Scharen schieben sich den Berg hinauf und treten noch mehr Steine lose, ganz zu schweigen von den ganz frühen, die schon wieder auf dem Rückweg sind und einem z.T. auf dem Hosenboden rutschend entgegen kommen.









    Aber nach insgesamt gut 2 Stunden haben wir es geschafft und stehen auf dem Gipfel an der Kapelle, auf 764m Höhe.
    Ein Atemberaubender Ausblick. Und ein unglaublich gutes Gefühl.
    Nur leider wird dies von mehreren Schulklassen gestört.







    In einer Klasse hat es aber einer von den Jungs geschafft, den Berg auf klassische Pilgerart zu besteigen: barfuß.
    Mehrere Klassenkameraden haben ihn ganz langsam nach oben begleitet und zum Teil gestützt, jetzt ist ihm der Applaus aller Anwesenden gewiss.
    Und er hat es sich echt verdient.

    In einer eigenartigen Stimmung bleiben wir bei recht gutem Wetter noch länger auf dem Gipfel und haben ihn so auch irgendwann mal ohne Schulkinder nur für uns.





    Aber irgendwann müssen auch wir uns auf den Rückweg machen.
    Da die Besteigung trotzt der Geröllhalde recht schnell und nicht zu schwierig war, haben wir noch Kräfte und wollen nicht den direkten Weg runter nach Murrisk laufen, sondern ab halber Höhe den Croagh Patrick zur Südseite hin verlassen und über den Pilgrims Walk und Western Way komplett bis Westport zurück laufen, was noch mal so knappe 10km sind.

    Also schnell die Geröllhalde runter, ich entwickle irgendwann eine ganz neue Technik, die ich hier mal Geröll-Surfen nennen will. Wenn die Steine eh runter rutschen, kann ich auch versuchen drauf stehen zu bleiben. Man darf nur nicht hinfallen.
    Das gibt richtig Adrenalin, und man kommt schneller voran als manche langsam nach Halt tastenden Sicherheitsfanatiker, die dann doch auch ins Rutschen kommen.









    Die anschließe Wanderung zurück nach Westport führt erst über einige Weiden und Green Roads, bevor wir irgendwann wieder auf die unvermeidlichen Asphaltrouten stoßen. Wir verpassen irgendwann eine Abzweigung zum Western Way, weshalb wir den restlichen Weg an der Hauptstraße entlanglaufen müssen.
    Wir erkunden noch ein wenig das Städtchen im Tageslicht, ehe es nach einigen Live-Sessions in eine richtige Disco ging.




    Freitag, 15.04.2011
    Westport – Tullamore

    Beim Zusammenräumen unserer Sachen im B&B Zimmer müssen wir leider feststellen, dass der Wirt es mit der Sauberkeit wohl auch nicht so genau nimmt. Es tauchen unterm Bett immer mehr Klamotten auf, die nicht von uns sind und auch ganz schön fies riechen.
    Zu Fuß machen wir uns auf zum Bahnhof und nehmen die Bahn Richtung Dublin, nur dass wir heute noch in Tullamore aussteigen werden. Da wir in Dublin schon fast alles kennen, wollen wir mal woanders auf den Flieger warten.


    Westport am Morgen - the day after







    Auch wenn es wandermäßig nicht viel zu bieten hat, ist Tullamore ein süßes Städtchen mit diversen Restaurants, Pubs, Festivals etc. Also wirklich mal eine Reise wert.
    Auf der Suche nach einem Hotel oder dergleichen haben wir dann auch mal verdreckt und vom Wandern abgerissen wie wir waren am feinsten Hotel der Stadt nach einem Zimmer gefragt.
    Wir wurden auch nicht abgewiesen, nein, gerne hätten sie uns ein Zimmer gegeben.

    Aber grade heute wären sie voll ausgebucht.



    Am Abend durchstreifen wir dann die Pubs und landen bei einem Liveauftritt von Derek Warfield & the Young Wolfe Tones, der laut und zornig, aber begeistert bejubelt seine Kampflieder wider die Engländer zum Besten gibt.
    Da blieben wir dann wieder bis zum bitteren Ende








    Samstag, 16.04.2011
    Tullamore – Dublin – Düsseldorf – Essen

    Wir hatten uns in Tullamore durch die Touristen-Info ein richtiges Hotel gegönnt, so dass wir richtig ausgeruht, geduscht und gut gefüttert in den letzten Tag starten konnten.
    Als erstes stand natürlich der Besuch des Tullamore Dew Heritage Centers auf dem Programm.
    Hier haben wir dann wieder einiges mehr über den Irischen Wiskey gelernt.
    Und anschließend fand natürlich auch noch eine nette Verköstigung statt.





    Doch dann hieß es Abschied nehmen. Erst von Tullamore, dann von Dublin, wo wir zu Fuß von der Heuston Station Richtung Trinity liefen um einen Shuttle zum Flughafen zu kriegen.



    Und dann hieß es Abschied nehmen von Irland, wo wir wiedermal eine schöne Zeit verbringen konnten.
    Und dieses Mal bis auf den einen Vormittag auch ganz ohne Regen.




    im Anflug auf Düsseldorf ein Blick auf das wunderschöne Essen-Heisingen in der Ruhrschleife:
    da sind wir zu Hause, da gehören wir hin



    Und in Düsseldorf wartete schon ein kleiner Mann auf seinen Papa


    Wenn ich ein Fazit als Empfehlung ziehen müsste: Besucht Cleggan und Inishbofin, vergesst Leenaun, aber besteigt den Croagh Patrick
    Geändert von Schorsch74 (25.11.2012 um 12:31 Uhr)
    Die Leber wächst mit ihren Aufgaben

  3. AW: Irland - Zu Fuß durch Connemara + Croagh Patrick - Hosteltour 2011

    #3
    Wirklich toll geschriebener Bericht. Hat richtig Spaß gemacht zu lesen und mich mehr als einmal zum Lachen gebracht

  4. AW: Irland - Zu Fuß durch Connemara + Croagh Patrick - Hosteltour 2011

    #4
    Kann mich hier nur anschließen. Sehr sehr interessant.

    Meine Eltern planen auch eine Tour durch Irland, allerdings mit dem Wohnmobil.
    Irgendwann mache ich auch mal so etwas, wenn ich die Zeit dafür habe

  5. Anfänger im Forum

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    AW: Irland - Zu Fuß durch Connemara + Croagh Patrick - Hosteltour 2011

    #5
    Zitat Zitat von BlanchePoelmant Beitrag anzeigen
    Irgendwann mache ich auch mal so etwas, wenn ich die Zeit dafür habe
    Falscher Ansatz: Zeit nehmen dafuer!

    Und ich will auch wieder dorthin!

  6. AW: Irland - Zu Fuß durch Connemara + Croagh Patrick - Hosteltour 2011

    #6
    Zitat:
    "Neben drei einheimischen Stammgästen, die wohl mit der Theke verwachsen waren und deshalb auch dort sein durften..."
    -----
    Herrlich, dieser Satz und die entspr. Bildunterschrift haben mich an das Buch "Mit dem Kühlschrank durch Irland" erinnert. dort war auch in jedem Pub mind. ein Stammbetrunkener zu finden, von dem man annahm, dieser würde an der Theke wohnen.

    schöner Bericht, habe mich herrlich amüsiert!

  7. Fuchs
    Avatar von Rattus
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    AW: Irland - Zu Fuß durch Connemara + Croagh Patrick - Hosteltour 2011

    #7
    Zitat Zitat von Mika Hautamaeki Beitrag anzeigen

    schöner Bericht, habe mich herrlich amüsiert!
    Ich mich auch, danke Da kommt Heimweh auf
    Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.

  8. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: [IE] - Zu Fuß durch Connemara + Croagh Patrick - Hosteltour 2011

    #8
    Danke für deinen herrlich lustig zu lesenden Bericht.
    Mit den Iren würden wir uns sicher gut verstehen.
    Dein Begriff "mit der Bar verwachsen" wird nunmehr in meinen Sprachschatz ein gehen.
    "Lebendes Inventar" nannte ich bisher dieJenigen, aber...

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