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  1. Erfahren
    Avatar von cabrow
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    Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #1
    Hallo Leute,

    nachdem sich immer wieder Leute finden die sagen (und das meiner Meinung nach zurecht), dass wir mit unseren Anreisen zu den entlegenen Zielen für unsere Touren mehr Schaden anrichten als wir auf unseren Touren durch LNT-Verhalten verhindern können nun hier ein Faden dazu.

    Ich würde gerne von euch mehrere Dinge wissen:
    1. Warum muss es eurer Meinung nach Nordschweden, Patagonien, Zypern oder wo auch immer sein?
    2. Wie kommt man eurer Meinung nach guten Gewissens dort hin?

    Meine Antwort zu Frage 1:
    Ich will auch mal was sehen, was nicht die Natur vor meiner Haustür ist. Die kenne ich nämlich schon ziemlich gut, da ich versuche so viel Zeit wie irgendwie möglich dort zu verbringen. Das heißt es muss nicht Lappland oder Patagonien sein, aber von Zeit zu Zeit leiste ich mir den Luxus und fahre weiter weg um dort Natur zu erleben.

    Meine Antwort zu Frage 2:
    Ich fahre wenn es irgendwie geht mit der Bahn und wenn das nicht geht mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sollte ich mal fliegen, dann kaufe ich mir ein gutes Gewissen, indem ich meinen CO2-Ausstoß in Wäldern kompensieren lasse.
    Ich weiß, dass das auch nur Ablasshandel ist, aber ich finde es besser als gar nichts zu tun.
    Womit wir wieder bei Frage 1 wären, nämlich warum fliege ich dann überhaupt. Ich fliege weil ich was neues kennen lernen will und es für meine persönliche Freizeitgestaltung will.

    Nun also die Frage an euch, wie verhaltet ihr euch zu den Fragen 1 und 2?
    Grüße
    cabrow
    --
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  2. Fuchs

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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #2
    Meine Antwort zu Frage 1:

    Wenn ich schon zu einem entfernteren Ziel reise, dann bleibe ich dort nicht für zwei Wochen. Ich fahre dann meist für Monate bzw verbinde dies mit einer Tätigkeit (z.B. Praktikum) vor Ort. Ich habe einfach ein Interesse an mir fremden Kulturen und die Menschen in der Fremde auch an mir.


    Meine Antwort zu Frage 2:
    Ein schlechtes Gewissen habe ich nur dann, wenn ich für ein paar Tage oder für eine Woche mit dem Flugzeug verreist bin. Oder wenn ich anstatt eines möglichen Zuges dann doch ein Flugticket buche.
    Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen dass ich mit dem Flugzeug von Basel nach Nizza geflogen bin. Aber der Flug dauerte mit Anreise und Transport vor Ort ingesamt nur 3 Stunden und kostete nur ein Drittel der Zugfahrt (die 9 Stunden Fahrt mit drei Mal umsteigen bedeutet hätte). Ein schlechtes Gewissen habe ich diebezüglich schon, aber das Flugzeugticket hat eben nur einen Bruchteil des Zugtickets gekostet, und auch die Transportzeit war wesentlich kürzer und der Transport wesentlich unkomplizierter. Glücklicherweise (für mich) wird bald die TGV Strecke Freiburg Marseille eingerichtet, ich drück mir also die Daumen.

  3. Alter Hase

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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #3
    1. Im Gegensatz zu früher bin ich nicht mehr der Meinung, dass es möglichst weit weg von zu Hause am schönsten ist. Seit ein paar Jahren schwärme ich für Touren "von der Haustür aus". Die Rückreise dann gerne mal mit der Bahn. Das erweitert den Radius. Kurztouren sind dagegen eher Rundtouren. Also von Haustür zu Haustür.

    2. Wie kommt man dahin? Oder zurück? Ich finde es schwierig, dass Flüge meist die günstigsten Alternativen sind. Das ist regelmäßig sehr verlockend. Aber ich versuche, sie zu vermeiden.

  4. winnetoux
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #4
    Ich finde, das gehört eher in "Natur und Umwelt" oder meinetwegen ganz oben bei Reisevorbereitungen.

    LNT ist nun mal spezieller zu einem immer noch recht breiten Thema: ich outdoors: ohne Motor, unterwegs in der irgendwie-Wildnis oder Natur. WandernKanuRad. schon angekommen. Natürlich schön, wenn man per Rad hingefahren ist.

    So kann man wieder über das große Ganze labern, sich gut oder schlecht fühlen, weil man irgendwie problematisiert, aber viel kann man ja nicht tun, man bemüht sich - und passt sich gar noch an die an, die LNT nicht interessiert. Ist sicher gut, auch darüber zu reden. Aber nicht unter LNT. Oder ich erwarte hier einfach keine überraschenden Neuigkeiten. Ich bleib immer daheim, da gefällt es mir am besten? Vielleicht kann man auch einfach mal sein "Gewissen" vergessen - weil man sich eine Norm gegeben hat und sich so verhält, dass sich das Gewissen gar nicht erst melden muss.

  5. Alter Hase

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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #5
    Das wäre ein Beitrag für das Thema "Sinn und Unsinn einer Diskussion über eine klimafreundliche Anreise". In einem Sachfaden. Also eigentlich das, was nicht mehr sein soll.

  6. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #6
    Ich finde das Thema echt diffizil. Im Grund steht die Antwort doch fest und es gibt Berechnungen, welches Verkehrsmittel am schädlichsten ist und welches am klimafreundlichsten ist. (Wobei man da im Kern zur Antwort kommen könnte, dass am umweltfreundlichsten wohl wäre, durch den Stadtpark zu joggen oder mit dem Rad von zu Hause aus los zu fahren. Aber das vernachlässigen wir jetzt mal.)

    Also was ist der Sinn der Frage?
    Im Kontext des Ablasshandels aufrechnen zu können? Zum Beispiel:
    Wer steht besser da: Wer 8 Zelte und 7 Kocher in ständiger Benutzung hat, aber nie in Urlaub fliegt oder wer nur einen Kocher und ein Zelt hat, aber mehrere Jahre mindestens zweimal im Jahr in Urlaub fliegt? Darf man dann, wenn man keinen Kocher, kein Zelt und keine Outdoorsachen hat und niemals fliegt, die Natur mit Müll + Klopapier + sonstigen Spuren verunreinigen, weil man ja auf der anderen Seite eine positive Bilanz hat? Dagegen muss derjenige / diejenige, der / die ständig für 6 Tage Trips in Urlaub fliegt, mehr Müll mitbringen als er selbst produziert hat?

    Okay, ich weiß, das ist jetzt nicht zielführend, aber das fiel mir jetzt gerade so ein. Sorry.

    Versuchen wir es anders: Ich finde, dass Klima nicht das einzige Kriterium ist. Dazu gehörten für mich bei der Verkehrsmittelwahl auch Lärm, Flächenverbrauch, Arbeitsplatzsicherung, Zeitfaktoren, Distanzen, Gesundheit der Betroffenen, Verfügbarkeit etc. dazu. Und auf der anderen Seite auch wiederum die Existenzgrundlagen der bereisten Gebiete (Abhängigkeit von Tourismus u.ä.). Es gibt sicherlich Länder, die nur mit dem Flugzeug in halbwegs annehmbarer Zeit erreichbar sind. Wären diese vom Tourismus ausgeschlossen, könnte das Auswirkungen auf das Lebenshaltungsniveau und womöglich sogar auf die Weltwirtschaft haben. Ist klimafreundliche also wichtiger als menschenfreundlich?

    Das sind einfach mal so unsortierte Gedanken, die mir dazu einfallen. Schwierig.

    Ich reise übrigens lieber mit Bahn, Schiff oder Rad an. Ich kann allerdings nicht ausschließen, dass ich irgendwann mal ein Ziel wähle, das ich nur mit dem Flugzeug erreichen kann.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  7. Fuchs
    Avatar von _Matthias_
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #7
    Zitat Zitat von cabrow Beitrag anzeigen
    1. Warum muss es eurer Meinung nach Nordschweden, Patagonien, Zypern oder wo auch immer sein?
    Ganz klar: JA! Und das ist völlig unabhängig davon, wie schön es vor der Haustür ist. Einmal im Jahr muss ich was total anderes sehen, nur so kann ich mich erholen und Kraft fürs nächste Jahr schöpfen.
    Alexander von Humboldt soll gesagt haben: "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben." und da steckt meiner Meinung nach viel wahres drin. Wenn ich mir, z.B. einige ehemaligen Schulkameraden betrachte, von denen einige nie aus den deutschsprachigen Ländern rausgekommen sind und was für ein kleinkariertes engstirniges Weltbild die entwickelt haben, oder wenn ich mir die ganzen Vorurteile und Stereotypen anschaue, die bei uns Querbeet, auch durch die Medien verbreitet, vorherrschen (z.B. gerade im Bezug auf Afrika), dann muss ich sagen, dass viel mehr Leute, viel öfter, viel weiter weg sollten um zu sehen, wie die Welt wirklich aussieht.

    Zitat Zitat von cabrow Beitrag anzeigen
    2. Wie kommt man eurer Meinung nach guten Gewissens dort hin?
    Ist es in Laufweite zu Fuß, sonst mit dem Auto oder Zug und wenn weit weg mit dem Flieger. Am Fliegen stört mich nicht das schlechte Gewissen, sondern, dass es langweilig ist, lange dauert, das Essen mies und der Platz eng ist.
    Das geht jetzt schon Richtung OT, aber ich kaufe mir auch keine "Klimaschutz"-Zertifikate als Kompensation, das ist genauso schizophren wie fair trade und ähnliche Initiativen (Ausgleich für von mir bezahlte Subventionen durch von mir bezahlte Subventionen), Aufforstung in Ländern zu bezahlen, die daneben ihre Wälder für Profit abholzen lassen. Ich wäre bereit meine Flüge ausgleichen, wenn damit bestehende Wälder und damit freier Lebensraum für Wildtiere erhalten würden, aber nicht für Klimaschutzmonokulturen, die in ein paar Jahren wahrscheinlich eh im Sägewerk landen. Aber das kann ja jeder handhaben wie er will.
    Im übrigen bin ich nicht überzeugt davon, dass der CO2-Ausstoß für den Klimawandel ausschlaggebend ist (trotzdem sollte man natürlich jegliche Art von Emissionen versuchen zu vermeiden), da gibt es ganz andere Gründe: http://venganza.at/files/bilder/diagramm2.jpg

  8. Fuchs
    Avatar von dingsbums
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #8
    Zitat Zitat von cabrow Beitrag anzeigen
    Warum muss es eurer Meinung nach Nordschweden, Patagonien, Zypern oder wo auch immer sein?
    Die Welt ist schön, die Welt ist interessant, ich reise dorthin, wo ich Lust drauf habe. Außerdem immer wieder Nordschweden, weil: Ich dort zwei Wochen oder mehr wandere, ohne auf irgendeine Zivilisation zu stoßen. Kein Strom, keine Straße, kein Handynetz, ich bin weg. Und nirgendwo sonst im Urlaub habe ich mich bisher so gut erholt.

    Zitat Zitat von cabrow Beitrag anzeigen
    Wie kommt man eurer Meinung nach guten Gewissens dort hin?
    Ich habe kein schlechtes Gewissen zu fliegen, wie immer andere das beurteilen mögen. Im Fall Nordschweden bedeutet das zwei mehr Urlaubstage vor Ort, das ist es mir wert.

    Ich muss sagen, ich gehe ja nicht wandern, weil das eine bessere Ökobilanz hat. Ich gehe wandern, weil ich Spaß daran habe. Natürlich hat mein Handeln Auswirkungen auf die Umwelt, aber das betrachte ich eher losgelöst von meinem Wanderurlaub. Um die Umwelt sollte man sich grundsätzlich seine Gedanken machen. Aber muss ich das mehr als andere, nur weil ich lieber wandere, anstatt im Pauschalhotel am Strand zu liegen?

  9. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #9
    Zu 1)
    Es muß nicht immer weit weg sein, aber im Norden im Winter ist es einfach schöner.
    Zu 2)
    Warum wird eigentlich immer Akzeptiert, daß eine Bahnreise gut, und eine Flugreise schlecht ist? Es gibt auch Studien, daß bei einer Komplettbilanz incl. Fahrwegen (die Betonschwellen, beim Klinker zu Zementbrennen wird mächtig viel Energie verblasen) die Bahn sogar schlechter weg kommt, als ein modernes Flugzeug.
    Ich versuche meinen Gesamtenergieverbrauch zu minimieren. Egal ob Strom, Sprit oder Lebensmittelferntransporte. Und lieber fliege ich nach Norwegen, als meine Erdbeeren aus China ein fliegen zu lassen.
    Und für mein Gewissen gehe ich zur Arbeit, da kann ich mit einem Projekt mehr Energie einsparen, als ich im Urlaub verfliegen könnte. Weil nur in der Freizeit Verzicht predigen, und dann fette Spritfresser vertickern, wäre mir zu wenig.

  10. Erfahren
    Avatar von Jack68
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #10
    1. Ich mag die tägliche Tour in der Umgebung ("Kötertrekking"-Gassirunde;))
    Deshalb muss es manchmal was anderes sein...andere Natur, andere Menschen, andere Kultur

    2. Ich nehm auch das Flugzeug! Bahn in Deutschland eher weniger, die ärgert mich nur! Ich würde aber gern mehr Bahnreisen wegen der Zugreisende selbst machen...transsibirisch eben oder in Afrika oder Kanada...oft seeeeehr teuer, da ist ja die DB dagegen echtttt preiswert.

    Ich habe mir so überlegt, als Kompensation mal eine Zeitlang kein Fleisch zu essen...das entlastet die Umwelt auch schön, obwohl ich es seh mag, Steak, Gulasch, Wurst...
    ...

  11. Erfahren

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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #11
    Zu 1) Es fasziniert mich etwas Neues zu sehen (andere Landschaften, andere Kulturen, andere Sprachen). Zudem gibt es in Deutschland nur noch wenige schöne Landschaft, da fast alles zugebaut ist.

    Zu 2) Unangenehmes Thema bei mir: Aus Zeitgründen bleibt fast nur der Flieger. Ich muss auch zugeben, dass ich oft nur recht kurze Reisen unternehmen, da ich von der Arbeit her oft nicht mehr als ein verlängertes Wochenende freimachen kann.

  12. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #12
    zu 1) : Ein oder zweimal im Jahr muß es für mich woanders sein - zumindest den zweiten Teil der Strecke mache ich im Norden mit der Bahn.

    zu 2) : Bei uns finde ich es sehr schön und versuche möglichst oft am WE mal was zu machen. Manchmal freue ich mich sogar im Urlaub schon wieder auf die Touren, die ich zu Hause machen werde. Anreise da immer mit Bahn. Um das halbwegs bezahlbar / und praktikabel zu halten gehört für mich die (teure) BC50 dazu.

    Wo ich allerdings nicht um´s Auto rumkomme : Wenn ich paddle (Festrumpfboot). Das sind dann aber eher nur 2 oder 3 Fahrten im Jahr - insgesamt fahre ich wenig km im Jahr, da ich auch häufig das Rad für den Arbeitsweg nutzen kann.

    Zum Thema Bahnfahren : Mit Erfahrung und großzügiger Planung läßt sich einiges an Ärger verhindern. Und wenn doch mal was schief geht : Gutes Buch, MP3-Player, Gelassenheit... so zumindest die Theorie

  13. AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #13
    Zu 1: Ja, ich muss auch mal aus Deutschland raus. Die Eifel, der Harz, die Lahn... Alles schön, ja. Gegenden in denen ich wirklich gerne unterwegs bin. Aber ich brauche auch mal Sonnengarantie. Andere Kulturen. Fremde Landschaften. Neue Erfahrungen.

    Zu 2: Indem man abwägt. Wie lang ist die Reisedauer -- ist es angemessen dafür von so weit anzureisen? Welche Anreisemöglichkeiten gibt es und wie sieht die Kosten/Nutzen Rechnung (Anreisedauer, Umweltverträglichkeit, Kosten, Bequemlichkeit) aus? Kann man Kompromisse machen? Und indem man es nicht übertreibt. Man muss nicht viermal im Jahr um die Welt fliegen. Aber das heißt nicht, dass man nie einen Fuß in ein Flugzeug setzen darf.
    Uuuups... ;-)

  14. Erfahren
    Avatar von cabrow
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #14
    Danke für die vielen Antworten.
    Ich finde es interessant zu sehen, dass es wohl vielen so geht wie mir selbst und die Eifel und das Siebengebirge etc. nicht nur reichen.
    Was mich ein wenig gewundert hat ist, dass es bei mir persönlich so ankam, als ob man sich dafür rechtfertigen müsste, wenn man fliegt.
    Ich finde es persönlich zwar nicht so gut wenn Menschen viel fliegen. Aber das ist einer persönliche Ansicht, auf Grund derer ich niemanden angreifen oder verurteilen will.
    Wenn ihr also fliegt, dann ist es für mich völlig ok.
    Ich wollte nur einen Faden schaffen in dem man diskutieren kann wie man auch klimafreundlich anreisen kann.
    Also bitte bitte nicht unter Rechtfertigungszwang gestellt fühlen oder gar angegriffen.
    Grüße
    cabrow
    --
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  15. Erfahren
    Avatar von Jack68
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #15
    1. Klar, auch ganz woanders hin und auch weit. Am liebsten bei kurzen Trips nicht so weit...wenn Stunden der Anreise draufgehen, dann lieber mal wieder eine Ründe im nahegelegenen Wald.

    2. Wenn möglich, Auto randvoll mit Menschen laden, dann ist wenigsten der Sprit für 5 nicht nur für 2,1 Personen verbrannt worden. Flugzeugreisen können auch klimatechnisch neutral gehalten werde...gibt's verschiedene Modelle!
    Vg Jack
    ...

  16. Musteruser Fuchs
    Avatar von berni71
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #16
    Zitat Zitat von cabrow Beitrag anzeigen
    nachdem sich immer wieder Leute finden die sagen (und das meiner Meinung nach zurecht), dass wir mit unseren Anreisen zu den entlegenen Zielen für unsere Touren mehr Schaden anrichten als wir auf unseren Touren durch LNT-Verhalten verhindern können nun hier ein Faden dazu.

    Nein, nicht zu Recht. Die Verknüpfung von Anreise und Verhalten auf Tour ist m.E. von der Argumentation her unzulässig.

    Ich wähle immer das günstigste und bequemste Verkehrsmittel. Klimaargumente spielen dabei gar keine Rolle. Welche Alternative hat man denn auch ernsthaft zum Flug, wenn man größere Distanzen überwinden möchte?

  17. AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #17
    1. Muss es nicht sein. Es gibt hier in Österreich so viele schöne Ecken, auch wenn ich an sich wirklich kein Patriot oder sowas bin, und auch kulturell eher andere Tendenzen habe. Aber was die Natur betrifft... Bezieht sich aufs Berggehen bzw. -steigen.

    2. Nachdem mein Haupttätigkeitsgebiet Weitwanderungen bzw. Überschreitungen sind, reise ich meistens öffentlich an. Zum Ausgangspunkt zurückkehren, um das Auto zu holen, macht meist den Zeitgewinn bei der Anreise wieder zunichte. Außerdem macht stundenlanges Autofahren nach einem 8, 9-Stundentag am Berg meist keinen Spaß. Mit dem auto verliert man meist einen Tag, da man auch eher am Vortag anreist.

    Alles ganz einfach, wie schon die legendären Aeronauten aus der Schweiz sangen.

    Gerade bei längeren Reisen kommt es auf eine etwas längere Anreise doch nicht so an. Problematisch sind bei mir eher 1- oder 2-Tagestouren. In den ostösterreichischen Alpen ist die Lage des öffentlichen Verkehrs am Wochenende ziemlich prekär, da gibt es eigentlich kaum eine Alternative zum PKW.

  18. Fuchs
    Avatar von Atze1407
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    Da wo die Berge am schönsten sind, in Sachsen.
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #18
    Zitat Zitat von _Matthias_ Beitrag anzeigen
    Alexander von Humboldt soll gesagt haben: "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.
    Ich habe mir mal die Mühe gemacht, und alle Postings hier gelesen. Aber den Spruch den Matthias ausgegraben hat, dem ist nichts engenzustzen. Er passt!

    LG
    Atze1407
    Wenn du den Charakter eines Menschen kennenlernen willst, gib ihm Macht.
    Abraham Lincoln

  19. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #19
    Thema und Fragen widersprechen sich doch irgendwie.
    Um outdoor zu sein, mache ich meine Tür auf...
    Die Frage: "Muss es für sein Outdoor-Erlebnis jedes Jahr/mehrmals im Jahr eine Flugreise sein"
    beantworte ich für mich mit einem klaren NEIN...
    das sagt mir nicht nur mein Blick auf mein CO2-Footprint.
    Ich genieße das ambivalente Gefühl zwischen Genuss und Verzicht.
    Neben den Erlebnis "outdoor" vermittelt mir outdoor auch Erfahrungswerte.
    Die Erfahrung, mal drei Monate auf der anderen Seite Europas "zivisationsfrei" verbracht zu haben
    hat mich geprägt...ich muss es aber nicht jedes Jahr haben.
    Der Outdoor-Kick kann auch Suchtcharakter bekommen.
    Ach ja, und dann noch mein allgemeines Statement zum reflektieren:
    "Wer reisen will, bracht ein Zuhause, in das er gerne zurück kehrt, ansonsten ist er ein Flüchtling."

    Zum Thema Humbolt....ja, das war noch Anreise. Heute ist es eher ein Antransport!!!
    meine Nichte ist seit drei Jahren Stewardes bei der LH.
    Sie hat viel von der Welt gesehen...aber das ergibt keine "Weltanschauung" im ursprünglichen spirituellen Sinn.

    Thomas

  20. Fuchs

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    AW: Klimafreundliche Anreise zum Outdoor

    #20
    Zitat Zitat von berni71 Beitrag anzeigen
    Nein, nicht zu Recht. Die Verknüpfung von Anreise und Verhalten auf Tour ist m.E. von der Argumentation her unzulässig.
    Seh ich genauso.

    Wenn jemand eine Zugreise mit all ihren Unwägbarkeiten, ihrer Dauer und ihrer Lastspitzen für Nerven und Körper auf sich nehmen will, gut. Wer Fernreisen mit Praktika und Landesstudien verbinden kann, schön.
    Aber bitte, der Regelfall sieht 2-3 Wochen Urlaub am Stück vor und in manchen Branchen ist nichtmal das möglich.
    Und komm mir jetzt keiner mit, das könnte man ändern - kann man nicht, wenn man nicht Kaiser oä. ist oder schlicht Glück hat. Freie Zeitgestaltung ist ein seltenes Gut. Die es haben, mögen es geniessen, aber bitte auch zur Kenntnis nehmen, dass das selten ist.

    Kurz, die Freiheitsgrade, Erholung zu erreichen, sind oft gering. Oft korreliert das auch mit der Notwendigkeit, nicht erreichbar zu sein und damit auch, weiter weg zu sein. Zum einen, weil dann faktisch ein Rückruf aus dem Urlaub nicht mehr möglich ist, zum anderen, weil erst mit dem nötigen Abstand echte Erholung möglich ist.

    Die Frage lautet also eher, wo die persönlichen Notwendigkeiten für Erholung liegen und erst dann, wie man das möglichst umweltschonend erreicht.

    Und letzteres ist ein weites Feld.
    Ich glaube auch nicht, dass auf Langstrecken, die eben noch so mit der Bahn machbar sind, die Bahn wirklich das bessere Verkehrsmittel ist. Und auf kürzeren Strecken wird sie von manchem Überlandbus ebenfalls geschlagen.
    Bei der Bahn ist halt auch die Tendenz, all die Selbstverständlichkeiten auszublenden, die dort aber für die Bilanz relevant werden: z.B. Materialverbrauch für Streckenvorhaltung und Leerfahrten für Aufrechterhaltung von Anbindungen.

    Und selbst wenn ich Strecken finde, auf denen die Bahn das bessere Verkehrsmittel ist, frage ich mich immer noch, ob es das wert ist, ca. 3 Tage des Urlaubs alleine für die Erholung von der Fahrt zu benötigen (weil ich die nicht habe, siehe oben).

    Für mich kommt seit langem deswegen Bahn nur noch im Regionalbereich in Frage.
    Längere Strecken bis ca. 1 Tagesreise per Motorrad, danach folgt direkt der Flieger.

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