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  1. AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Mitreisende: sibirier
    Zitat Zitat von sibirier Beitrag anzeigen
    Ganz angenehme -10 -15 C
    och, das geht ja, sah irgendwie kälter aus
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  2. Dauerbesucher
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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Falls es jemanden interessiert...
    Ich bilde eine Gruppe für eine Tour in Richtung Polarural.
    Plan: Besteigung des Berges Payer ~1450 m.Schöne Gegend da oben +/- um Polarkreis.
    Hübsche Tundrafarben. Rentierzüchter. Angeln auf leckere Äschen. 55-65 km nach oben zu Fuss mit Rucksack,runter geht es per Paddelboote mit Hilfe eines Flusses namens Junjacha so ca. 170 km.
    Zeitraum: 01.09.19 - 14.09.19

    Einzelheiten bei ernsthaften Anfragen.
    Übrigens,ich bin immer erreichbar
    unter +792248178 drei fünf. Whatsapp , Telegramm ,Viber
    Geändert von sibirier (22.03.2019 um 05:41 Uhr)

  3. Anfänger im Forum

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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Hallo Sibirier,

    zunächstmal vielen Dank für Deine Berichte. Wirklich super interessant.

    Ich habe eine Frage an Dich zum Dyatlov-Pass. Ich möchte den Pass und die damalige Unglücksstätte gerne im Sommer oder Herbst 2020 mit ein paar Freunden besuchen. Wenn es irgendwie geht allerdings ohne irgendwo in der Wildnis übernachten zu müssen.

    Wir haben 2- 4 Tage Zeit und starten von Jekaterinburg aus. Ein Auto haben wir zur Verfügung. Wir hatten uns vorgestellt, in Jekaterinburg zu starten, irgendwo in der "Nähe" des Passes in einem Hotel oder einer Pension zu übernachten und am kommenden Tag den Pass zu besuchen.

    Leider findet man im Netz fast überhaupt nichts zu Parkmöglichkeiten oder möglichen Anreisewegen um in die fußläufige Nähe zu gelangen. Ich finde lediglich Youtube-Videos in denen gesagt wird, dass man den Pass in einem zweistündigen Fußmarsch gut erreichen kann.

    Kannst Du uns hier eventuell weiterhelfen?

    Viele Grüße
    Skogar

  4. Dauerbesucher
    Avatar von sibirier
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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Hallo Skogar.
    Ihr habt es euch etwas zu easy vorgestellt...
    Ohne im Freien zu schlafen wird es nicht gehen, überhaupt.
    In der Nähe von mindestens 250 km gibt es dort weder Hotels noch asphaltierte Straßen.
    Djatlow-Pass ist nur zu Fuß in einer Woche(hin-und zurück) erreichbar oder mit sehr robusten und vorbereiteten Geländewagen in 3-4 Tagen.
    Also mit der notwendigen Zeit liegst du auch daneben.
    Das einfachste wäre sich einer der zahlreichen kommerziellen Gruppen anzuschließen,die dorthin Touristen führen.Dauert es eine Woche lang,kostet nicht so viel. Geschlafen wird es in Zelten.

    ...mMn ist da nichts zu sehen,an diesem berühmt-berüchtigten "Pass" ausser der "Stelle,wo es GESCHAH" )))
    Nichts besonderes. Flache,kahle Gegend mit einem Schildchen am Stein.
    Die Geschichte verdient,von mir aus,nicht so viel Lärm und Romantik,wie es dargestellt wird. Nicht mehr als Marketing in letzter Zeit.

  5. Anfänger im Forum

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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Hallo Sibirier,

    wow, vielen Dank für Deine schnelle Antwort!

    Klingt, als ob wir es uns da tatsächlich zu einfach vorgestellt haben. Es hat mich auch gewundert, dass ich absolut keine Infos dazu finden kann wie man am schnellsten dorthin gelangt. Ich kenne nur einige Youtube-Videos und Bilder auf denen man Jeeps dort oben sieht und einige erzählen in Videos, dass man hinlaufen könnte. So habe ich auch einen google-Eintrag interpretiert.

    Allerdings gibt Dir das Kartenmaterial recht und ich denke auch, dass Du weißt wovon Du sprichst. Also nochmals vielen Dank an Dich!

    Wir müssen uns also eine Alternative suchen. Ein mehrtätiger Marsch hin und zurück kommt leider nicht in Frage. Wir werden wahrscheinlich zu fünft sein und einige wollen absolut keine Zelttour machen bzw. fehlt uns dazu wahrscheinlich auch die Zeit.

    Wir sind alle (die einen mehr, die anderen weniger) von der Geschichte fasziniert. Wie es dort aussieht ist uns auch bewusst, denn es gibt ja sehr viel Bildmaterial vom Pass. Es wäre faszinierend einmal wirklich die Orte zu besuchen, von denen man so viel liest. Vor allem da der Bereich in dem das Zelt stand und auch die berühmte Zeder ja bekannt sind. Die Zeder steht meines Wissens nach noch heute und man kann sie leicht finden. Um die Landschaft geht es uns also eher weniger

    Hast Du eventuell Links zu diesen geführten Reisen bzw. weißt Du, ob vielleicht auch Jeeptouren angeboten werden?

    Wir werden übrigens Freunde aus Jekaterinburg dabei haben, die Verständigung vor Ort wird also kein Problem sein.

    Nochmals vielen Dank für Deine Auskünfte!!

  6. Erfahren
    Avatar von Ljungdalen
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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Zitat Zitat von Skogar Beitrag anzeigen
    ... Ich kenne nur einige Youtube-Videos und Bilder auf denen man Jeeps dort oben sieht und einige erzählen in Videos, dass man hinlaufen könnte. So habe ich auch einen google-Eintrag interpretiert. ...
    Noch mal kurz die Entfernungen zusammengefasst, falls das doch jemand plant (+Pics von Yandex Maps):
    • Jekaterinburg - Iwdel (Ивдель) 520 km Asphalt, das ist eine richtige (Klein-)Stadt und da ist auch bspw. ein Hotel
    • Iwdel - ehemalige Siedlung Wischaj (Вижай, 2010 durch Waldbrand zerstört, nichts mehr übrig und wird auch nicht wieder aufgebaut) knapp 80 km (meist) Schotter, aber mit normalem PKW machbar
    • von da sind es noch ca. 100 km bis zum Pass, zu Fuß alsо je Richtung einige Tage; ansonsten gutes Geländefahrzeug, weil u.a. vier größere Wasserläufe zu furten (Wischaj, Sewernaja Toschemka, Tossamja, Uschma). Wasserstand kann sehr unterschiedlich sein (kein Problem bis unmöglich). Erste 45 km davon relativ breit, bis zur letzten Siedlung Uschma (Ушма, wie der Fluss, den man davor durchquert hat, etwas östlich der Strecke, 30 Einwohner, da ist kein Strom, kein Mobilempfang und nix, Bild), dann mehrere Varianten:
      1. schmaler Fahrweg in relativ gutem Zustand (etwa so oder so) 30 km bis zum Flüsschen Auspija (Ауспия, Furt), dieses aufwärts geht es dann aber bis zum Pass nur zu Fuß (so), nochmal ca. 25 km
      2. der Jeeptrack bis ganz nach oben, der zweigt von 1. irgendwo ab und verläuft anders (mir nicht ganz klar), meist ist das gar kein Track, sondern einfach völlig off-road, hier zB Bilder davon, die mit "über Stock und Stein" und viel Matsch.


    Vermutlich geht's im Winter mit Scooter einfacher.

    Offroad bis ganz nach oben zu fahren, hätte ich ja Skrupel, von wegen Naturschutz, obwohl es dort offenbar erlaubt ist - oder wenn nicht (mehr), man es trotzdem "arrangieren" kann. Viele Russen kommen leider gar nicht auf so eine Idee. Ist ja genug Natur da. Das ist kein Vorurteil, sondern Russlanderfahrung.
    Geändert von Ljungdalen (02.07.2019 um 18:58 Uhr) Grund: präzisiert + Pics

  7. Dauerbesucher
    Avatar von sibirier
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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Also,ohne im Wald zu schlafen,gibt es nur eine einzige Möglichkeit- Hubschrauber. Und solche Toure werden angeboten,hier kommt aber die Frage der Kosten in Betracht Nach meinem Wissensstand handelt es sich um mind. ab 500€ pro Person der Flug. Oder sogar 1000...wenn die Anbieter "Touristen aus Germania" hören,wird es bestimmt 1000€ kosten Das muss man verstehen.
    Mit Jeeps kenne ich keine bestimmte Firmen,die sowas anbieten,kann man selbstverständlich private Jeeper finden,die es veranstalten können,aber :
    a) kosten wird es nicht wesentlich günstiger als Hubschrauber
    b) da gibt euch keiner die Versicherung,dass ihr in 2-3 Tagen wieder aus der Wildnis zurück seid...an einem Tag ist es eh nicht zu schaffen mit einem oberirdischen Fahrzeug. Das geht einfach nicht.
    Die nächste asphaltierte Strasse liegt in 250-300 km vom Pass,einigermaßen befahrbare Strasse führt bis zum Wischai,nach der Überquerung des Flusses Loswa existiert keine "Strasse"...eine Richtung eher )))
    Kettenfahrzeug? Ja...es könnte sein...aber sieh Punkt "Jeep "

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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    Vermutlich geht's im Winter mit Scooter einfacher.

    Offroad bis ganz nach oben zu fahren, hätte ich ja Skrupel, von wegen Naturschutz, obwohl es dort offenbar erlaubt ist - oder wenn nicht (mehr), man es trotzdem "arrangieren" kann. Viele Russen kommen leider gar nicht auf so eine Idee. Ist ja genug Natur da. Das ist kein Vorurteil, sondern Russlanderfahrung.
    Danke für die ausführliche Zugabe. Da hast du überall recht.
    Mit Schneemobilen geht es auch. Kostet nicht so viel. Braucht so um 4-5 Tage ab-bis Iwdel. Geschlafen wird es auf jeden Fall in der Wildnis,na ja,wahrscheinlich in Jägerhütten mit Ofen.Robuste einfache Holzhütten.

    ...über den Verbot des motorisierten Besuchs der Gegend wird es gehandelt. Es nervt viele "richtige Touristen". Mich einschließlich))) Seit letzter Zeit habe ich mich in die "richtige" umgetauft

  9. Erfahren
    Avatar von Ljungdalen
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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Kleine Präzisierung:
    Zitat Zitat von sibirier Beitrag anzeigen
    ...nach der Überquerung des Flusses Loswa existiert keine "Strasse"...
    Die Loswa muss man nicht überqueren, man bleibt immer westlich von ihr (also am rechten Ufer, weil sie nach Süden fließt; meist außer Sichtweite). Aber andere Flüsse, die in sie münden.

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    Avatar von sibirier
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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Ja,du hast recht..
    Wischaj
    Toschemka
    Uschma
    ...
    Auspia ist eher ein Bach,knietief.
    Wir hatten unser Lager im März an der Mündung des Auspia in die Loswa.

  11. Anfänger im Forum

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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Hallo Sibirier,
    hallo Ljungdalen,

    nochmals vielen lieben Dank für eure ausführlichen Posts. Toll, dass es hier sogar gleich zwei ortskundige gibt! Das hätte ich gar nicht gedacht!

    Die Idee mit dem Heli hatte mein Kumpel aus Jekaterinburg auch schon, aber ich habs gar nicht so richtig ernst genommen. Wie ich das so sehe, wird das aber wohl unsere einzige Chance sein....

    Nochmals vielen Dank Euch beiden!!!

  12. Dauerbesucher
    Avatar von sibirier
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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Heute fahre zum ersten Mal nach Altai...

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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Kurz über den Altai...
    Zabe dort auch Deutsche getroffen




































  14. Erfahren
    Avatar von Ljungdalen
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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Wie war deine Route? Ich war da 1990 und 1991 (das "Übliche", Tjungur... Akkem und so), OMG, es ist *Generationen* her...

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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    Wie war deine Route? Ich war da 1990 und 1991 (das "Übliche", Tjungur... Akkem und so), OMG, es ist *Generationen* her...
    Ja. Das war diese klassische Route entlang des Kutscherla über den Pass Kara-Türek in das Tal des Akkems und Trekking zu der Sohle des Belukha. Mit einer Nacht auf dem Gletscher.
    Ich war noch nie auf Altai-gebirge,deswegen habe erst den Klassiker ausgewählt zum Probieren. Also,Altai ist begehbar)))sag ich mal so.
    Aber muss sagen,mit Bären und Wolfen sollte man da etwas aufpassen. Es gibt Zwischenfälle. Sogar in touristischen Regionen des Altai.

  16. Fuchs
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    AW: [RU] Meine Russland-Reportagen

    Tolle Bilder!
    Schon hübsch herbstlich ...
    Ich kenne die Gegend überhaupt nicht und finde es immer sehr interessant etwas von dort zu sehen und zu lesen!

    Vielen Dank!
    Kalender *Papageitaucher 2019*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

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