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  1. Dauerbesucher
    Avatar von Fletcher
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    Hügelfeuer und Co.

    #1
    Nun gut. Da gibt es ja die ein oder andere Meinung zu.
    Dann mal an die Lagerfeuerbefürworter: Wie macht ihr das? Werden da Vorbereitungen getroffen? Wie versucht ihr möglichst wenig Spuren zu hinterlassen?
    Denn Steinkreis bauen, Holz rein und abfackeln ist sicher nicht der richtige Weg.

  2. AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #2
    Vorbereitungen sind gering. Auf Sand - keine großen, ansonsten wird zB die Grasnarbe ausgestochen, der Boden mit Wasser getränkt, der Hobo hingestellt, Reisig, falls naß drumherumdrapiert, dann ist es trocken, wenn es verfeuert werden soll, Scheite mit dem Beil gespalten (haben wir immer dabei, entweder das schwere auf Paddeltouren, oder das leichte, auf Minimaltouren). Am nächsten Tag wird das übrig gebliebene Aschehäufchen ausgeschüttelt und die Grasnarbe wieder eingebettet.

    Sehen tut man unser Feuer schon von der gegenüberliegenden Seite eines Flußlaufes nicht bzw kaum.

  3. Fuchs

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    AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #3
    Zitat Zitat von Fletcher Beitrag anzeigen
    Wie versucht ihr möglichst wenig Spuren zu hinterlassen?
    Dann hätten wir ja schon ein paar Vorschläge, ich pack mal noch zwei dazu:
    - Sandboden, Fels/Steine als Untergrund
    - Grassoden ausstechen und wieder einsetzen
    - Tempelfeuer (Bock aus Holz mit Plattform aus Holzstöcken, mit Erde bedeckt, darauf das Feuer)
    - Hobo mit feuerfester, dämmender Unterlage

    In jedem Fall: ausschließlich Totholz, Reste sauber entsorgen, Abfälle mitnehmen

  4. AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #4
    LNT-Hobo-Totholzfeuer rockt.



    Gedanken zu diesem Thema finde ich wichtig, aber solche Ausführungen, dass ich den Mikroorganismen nun das Futter verbrenne und die Mikroorganismen dazu, finde ich mehr als fragwürdig...
    Viele Grüße
    Ingmar

  5. Alter Hase
    Avatar von Goettergatte
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    AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #5
    Zitat Zitat von Fletcher Beitrag anzeigen
    Nun gut. Da gibt es ja die ein oder andere Meinung zu.
    Dann mal an die Lagerfeuerbefürworter: Wie macht ihr das? Werden da Vorbereitungen getroffen? Wie versucht ihr möglichst wenig Spuren zu hinterlassen?
    Denn Steinkreis bauen, Holz rein und abfackeln ist sicher nicht der richtige Weg.
    Bei diesem Feuer ist über einem "Footprint" aus Zeltbodenmaterial ein ca. 20 cm hoher Hügel angehäufelt worden.
    der Materialentnahme dienten Maulwurfhügel auf der Wiese (alt. Kies, Sand, freiliegende Erde,keinLehm!).

    Das Feuer wird mit aufgelesenem Holz, nach möglichkeit nicht mehr als fingedick, unterhalten, um ein vollkommenes Durchbrennen ohne Rückstand von Kohle zu ermöglichen.

    Verkohltes Holz im Boden, sowie verbackener Lehm, kann sich über 1000de Jahre erhalten!!!

    Jeder, der sich mit Archäologie befasst, kann das bestätigen
    .



    Einige Stücke waren dicker, diese sollte mann absammeln und dem mitzunehmenden Müll zufügen.

    Die Erde wird abgetragen und an der Entnahmestelle wieder verteilt.



    Hier kann man, an der Verfärbung erkennen, wie tief sich das Feuer, in ca. 1,5 Stunden Brenndauer in den Boden einwirkte.

    Wärme wünscht/ der vom Wege kommt-------------Draußen hängt die Welt
    Mit erkaltetem Knie;-------------------------------------------in Fetzen
    Mit Kost und Kleidern/ erquicke den Wandrer,------Laßt uns drinnen Speck ansetzen
    Der über Felsen fuhr.________havamal
    --------"Was darf Satire?-Alles!" Tucholsky.

  6. Alter Hase
    Avatar von Goettergatte
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    AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #6
    Eine weitere Möglichkeit,
    vorzugsweise für größere Feuer:

    Ausstechen und bei Seite legen der Grassode,
    nach abbrennen des Feuers die Grassode wieder am alten Ort platzieren und anwässern:



    Der Rand ist im letzten Bild, im Gegensatz zum Vorletzten, sichtbarer, weil ich ihn mit abgefallener Erde auffüllte.

    Da dieses freilich enen größeren Eingriff arstellt, empiehlt es sich, solches nur für ein Feuer für größere Gruppen zu machen, wenn am Orte keine etablierte Feuerstelle existiert.
    Auf torfigen Böden verbietet sich dieses, da die Böden selbst brennbar sind.
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  7. Erfahren
    Avatar von Jack68
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    AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #7
    Die Fotostrecke von Göttergatte ist sehr anschaulich.
    Hat das schon mal irgendjemand in der Praxis so gemacht?
    ...

  8. Alter Hase
    Avatar von umeier
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    AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #8
    Zitat Zitat von Jack68 Beitrag anzeigen
    Die Fotostrecke von Göttergatte ist sehr anschaulich.
    Hat das schon mal irgendjemand in der Praxis so gemacht?
    OT: Äh, ja
    Da es sich hier um Lichtbilder und nicht um Zeichnungen handelt, musste das - um eben aufs Lichtbild gebannt werden zu können - tatsächlich praktisch durchgeführt werden.

    SCNR, bei so einer schönen Vorlage

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  9. AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #9
    Hat das schon mal irgendjemand in der Praxis so gemacht?
    Ja - seit ich das mal ausprobiert habe, mache ich eigentlich nur noch so Feuer. Als Unterlage dient ein alter Poncho, den ich kreisrund ausgeschnitten hab. Das ist kaum Gewicht mehr beim Wandern und wirklich super einfach

    Nennt sich überrings Hügelfeuer.

    Grüße
    Dom
    Offizieller Ansprechpartner: Naturlagerplätze - Eifel

  10. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #10
    Ich glaube, Jack meinte "unterwegs".

    Auf Tour habe ich das noch nicht gemacht, aber ich werde es bestimmt ausprobieren bei der nächsten Gelegenheit.

    Vorteil gegenüber dem Sodenausstechen: Man braucht keinen Spaten (auch wenn es die Sache natürlich vereinfacht). Loses Sediment, z.B. Ufersand, kann man auch mit Handschäufelchen, Haferl oder Kochtopf bewegen.

    Und es eignet sich für Stellen, wo man solche dicken Soden gar nicht ausstechen kann (weil sie nicht vorhanden sind).
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
    Das Leben ist reine Gewohnheit
    (Anna Achmatowa)

  11. Alter Hase
    Avatar von Goettergatte
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    AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #11
    Eins ist sicher:

    So ist es FALSCH:



    So mach ich es nie wieder!
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  12. Dauerbesucher
    Avatar von MatthiasK
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    AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #12
    Jetzt kann ich endlich mal dieses Bild anbringen, hier eine meiner Vorbereitungen für ein Feuerchen in Südkalifornien


  13. Dauerbesucher
    Avatar von Lodjur
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    AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #13
    Hi, ich habe vor ein paar Jahren mal einen Ranger im Rogen Gebiet gefragt. Es war Mitte Oktober aber es galt noch Feuerverbot. Wollte wissen ob ich meinen Hobo nutzen darf. Er hat sich das Ding angeschaut und mir erlaubt es zu benutzen. Aber nur weil meiner einen absoluten Bodenschutz hat. Ansonsten wäre auch ein Hobo ala Künzi oder so nicht erlaubt.
    Ansonsten habe ich auch immer die Möglichkeit einen Spiritusbrenner ein zu setzen und dann ist das eben nur der Windschutz.
    Von mir gibt es seit über 10 Jahren keine Spur, zumindest feuermässig, wenn ich wo gelagert habe. Offenes Feuer mache ich einfach nicht wg. der hier nun schon oft genug genannten Feuerstellen Problematik. Jeder der nicht gerade UL unterwegs ist hat die Möglichkeit mit Hobo/(Feuerschale schon weniger) und entsprechendem Bodenschutz absolut ohne Brand- oder Vertrocknungsspuren sein Feuerchen zu machen. Ist eine Winzigkeit mehr Ausrüstung und Mimik macht aber ein gutes Gewissen.

    CU Bernd
    Nicht nur drüber reden,.... mach es!

  14. AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #14
    Was hastn Du für'n Bodenschutz?, kannst Du den mal fotografieren?

  15. AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #15
    Zitat Zitat von chartinaelik Beitrag anzeigen
    Was hastn Du für'n Bodenschutz?, kannst Du den mal fotografieren?
    Das Problem ist, dass so ein Bodenschutz auch nicht das Nonplusultra ist. Beim Hobo gibt es immer noch die Möglichkeit, dass Glut an den Öffnungen rauskullert. Ausserdem ist das Hitzeschutzblech so weit unten, dass alleine von der Wärme das Gras sich verfärbt.

    Aber ich werde heute abend/morgen ein paar Fotos von meinem schiessen und hier reinstellen, wie so ein Boden aussehen könnte.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  16. AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #16
    Hier mal ein Hobo mit "Bodenschutz" im Einsatz.

    Das im Hintergrund aufgehäufte Holz (20 m entfernt im Wald in etwa 20 min gesammelt und einfach zerbrochen) sieht mehr aus, als es wirklich war. Damit habe ich neben dem Kochen noch mehrere gemütliche Stunden vorm Zelt verbracht und morgens den Rest wieder im Wald hinterlassen.



    Auch so ein abendlichen Feuerchen ist herrlich.
    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit."
    Wilhelm von Humboldt, 1767-1835

  17. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #17
    Sieht gut aus, beim Wasserwandern sicher eine gute Lösung. Gefällt mir auch gut, daß man damit gleichzeitig kochen kann. Im Rucksack wahrscheinlich eher etwas schwer / sperrig ?

    Eine praktische Frage bleibt für mich dabei : Was macht man mit den Überbleibseln (Asche/ Kohle etc.) / bleibt da viel übrig, oder bekommt man das ziemlich vollständig verbrannt ? Vergraben, wieder mitnehmen....

  18. #18
    Zitat Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
    Sieht gut aus, beim Wasserwandern sicher eine gute Lösung. Gefällt mir auch gut, daß man damit gleichzeitig kochen kann. Im Rucksack wahrscheinlich eher etwas schwer / sperrig ?

    Eine praktische Frage bleibt für mich dabei : Was macht man mit den Überbleibseln (Asche/ Kohle etc.) / bleibt da viel übrig, oder bekommt man das ziemlich vollständig verbrannt ? Vergraben, wieder mitnehmen....
    Wenn der Hobo gut zieht bleibt etwas feine schwarze Asche zurück. Die kannst du einfach verteilen oder vom Wind verteilen lassen... Soll wohl auch guter Dünger sein.

    Viele Grüße
    Ingmar
    Viele Grüße
    Ingmar

  19. AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #19
    @Smeagol
    Damit würde man aber den Gewichtsvorteil eines Honeystoves mal geradeso kaputt machen.

    Ideal wäre auf Tour wenn man Steine finden würde die gross genug sind, dass der Hobo in brennendem Zustand, ausreichend Abstand zur Grasnarbe hat.

    Wer will kann natürlich auch die Asche und Holzkohle (Holzkohle ist ja relativ leicht) eintüten und in der nächsten Tonne entsorgen. Wobei ich kein Problem damit habe, das Zeugs so zu verteilen, dass man nichts mehr sieht.

    Mist, jetzt hocke ich im Büro ohne Hobo und habe ich vergessen die Fotos vom Hobo zu schiessen.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  20. Fuchs
    Avatar von markrü
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    3. Planet
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    AW: Lagerfeuer auf Tour - Sinn oder Unsinn

    #20
    Zitat Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
    Was macht man mit den Überbleibseln (Asche/ Kohle etc.) / bleibt da viel übrig, oder bekommt man das ziemlich vollständig verbrannt ?
    Ein positiver Effekt solcher Hobos (auch von Feuerschalen und artverwandtem) ist das Eingrenzen des Holzes auf relativ kleinem Raum. Dadurch kann man mit etwas Übung eine fast vollständige Veraschung des Holzes erreichen. Bei der übrigbleibenden Asche habe ich persönlich kein Problem, sie in der Natur zu verteilen.
    Wenn angekohltes Holz übrigbleibt, hat man meist etwas falsch gemacht oder hatte ungünstige Umstände (Regen, nasses Holz). (Es gibt auch Leute, die ein Feuer Löschen und sich wundern, dass so viel angekohltes Holz liegen bleibt...)
    Ein anderer positiver Effekt ist, dass man sehr gut lernen kann, wie man ein kleines Feuer in Gang hält. Wer das kann, der wird auch ganz anders und anderes Brennholz sammeln. Nämlich kleiner, weniger und ausgesuchter.

    Zitat Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
    Im Rucksack wahrscheinlich eher etwas schwer / sperrig
    Wenn man die Form gut ausnutzt, geht das schon. Es gibt so etwas auch klappbar/steckbar. z.B. hier: www.backpackinglight.co.uk - Woodburnung Stoves

    Gruß,
    Markus
    Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben.
    Der Pessimist fürchtet, dass das wahr ist...

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