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  1. Fuchs
    Avatar von Nita
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    Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #1
    Guten Abend zusammen!

    ...meine Schneeschuhe sind kaputt. Und bevor ich Reparatur+Winterschuhe bezahle, wären Skier doch eine Überlegung wert. Das Problem: Trotz einiges an Recherche strebt meine Ahnung gegen Null.

    Was ist nicht finden kann, ist vor allem der Unterschied zwischen Touren- und BC-Skiern. Das Einzige war das hier:

    Tourenski:
    mit diesen kannst du in den Bergen Touren gehen (Felle drunter für Aufstiege).
    Wenn es dann Richtung Tal heruntergehen soll, Felle wieder ab.
    Die haben eine andere Bindung, als die reinen Abfahrtsski.
    Allerdings sind die nicht für Touren im z.B. Fjäll geeignet.

    BC-Ski: (hab ich persönlich keine eigenen Erfahrungen):
    Backcountry-Ski sind wohl etwas breiter als Langlaufski.
    Durch den Bindungstypen und die Bauform für z.B. Fjälltouren gebaut.
    Kleinere Abfahrten sind wohl machbar, aber es erfordert (wie bei allen Skiarten) etwas Übung.
    Warum sind Tourenski nicht für den Fjell geeignet? Und was heißt "nicht geeignet" - etwa Körbchensteigeisen auf B-Schuhe (wird nicht empfohlen, geht aber ohne weiteres) oder selbige auf Turnschuhe (Unsinn)?

    Was haltet Ihr davon, wäre das für den Einstieg (erstmal im Fjell) was?

    Ich brauche keine Top-HiTech-schnellste-schönste-leichteste-selber fahrende, sondern günstige und möglichst unkaputtbare für einfachste Unternehmungen abseits der Loipe/Piste.

    Danke sehr!

  2. Freak Liebt das Forum

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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #2
    Steht doch alles da.
    Tourenski werden mit Schalenstiefeln und speziellen Bindungen im Hochgebirge für Touren genutzt, die mit echten Abfahrten verbunden sind.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Tourenski

    BC Ski sind Langlaufski, also in erster Linie zum laufen und nichts für echte Abfahrten im Hochgebirge.

    Als Übergang zwischen beiden Typen würde ich Telemarkski sehen.

    http://www.globetrotter.de/de/beratu...ng/08_info.php

    Auch die schweizer Armee Ski sind fürs Hochgebirge gedacht, nicht fürs Fjäll.
    Die schwedische Armee hat wieder völlig andere Ski, eben Langlaufski.

    http://www.armyshopen.se/product_images/1060.jpg

    http://www.armyshopen.se/product_images/1062.jpg

  3. Fuchs
    Avatar von Benzodiazepin
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #3
    mit BC-skiern in die alpen geht nicht. damit bringst du definitiv keine anständige abfahrt hin.

    mit touren-skiern ins fjell hab ich bisher noch nicht gemacht,wenn alles klappt steht das aber im märz/april auf dem programm ) würde mich insofern auch interessieren, was die experten davon halten?
    experience is simply the name we give to our mistakes

    meine reiseberichte

  4. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #4
    Tourenski sind mir für das Fjell zu breit, zumindest in eventuell gespurten Anfängen kommt man schnell in die Bredouille. Auch hat man in der Ebene nur die Wahl zwischen Fellen und skaten, beides nicht gerade eine schnelle Fortbewegung.
    BC sind etwas (aber nicht viel) breiter als normale LL, haben aber auch Steig- und Gleitzonen. Man kann damit also auch in der klassischen Technik gleiten, sogar in der Loipe (wobei da die klassischen LL mehr Spaß machen - etwa ein Unterschied wie Trailrunning und Wandern, zumindest was das Schuhwerk angeht). Bei BC Skiern würde ich auf eine durchgehende Stahlkante achten und kein Modell mit nur etwas Stahl in der Bindungsnähe wählen. Damit lassen sich dann auch Abfahrten bewältigen, vielleicht nicht so schnell wie mit Carving- oder Tourenski, aber mit etwas Grundtechnik im Telemark kommt man doch recht zügig und mehr oder minder elegant den Berg runter.
    Meine Wahl sind die Madshus Pelestova also ein reiner Wachsski.

  5. Fuchs
    Avatar von Robiwahn
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #5
    N'Abend

    Vergesst bitte ganz schnell die Idee wieder, im Fjell mit alpinen Tourenski oder alp. Telemarkski vorwärts kommen zu wollen. Beide unterscheiden sich eigentlich nur in der Bindungsart (und damit den SChuhen) von alpinen Abfahrtsski, sind aber beide bedeutend enger verwandt und meilenweit von BC- oder Langlaufski entfernt.
    Grundunterschied Nr1: Bei BC- oder Langlaufski hat man eine Abstoß bzw. Steigzone unter dem Fuß, der mit Wachs oder SChuppen ausgerüstet wird (in S, NO, FI gibts noch Ski+Kurzfelle unter der Steigzone, hier eher ungewöhnlich und soweit ich weiß nicht normal erhältlich), mit denen man sich abstößt und danach vorwärts gleitet und damit richtig Strecke machen kann. Das Abstoßen+Gleiten ist das Besondere. Geht auch noch bei leichten Steigungen. Versucht mal mit Abfahrtski (oder alpinen Telemark oder Tourenski) auf flachen Gelände ohne Felle nen Schritt vorwärts im Langlaufstil. Geht nicht, weil man nach hinten wegrutscht und sich nicht mit dem hinteren Bein abstoßen kann. Mit Fellen geht das natürlich, aber die verhindern wieder das Gleiten nach dem Abstoßen, also müsste man den ganzen Tag Laufen im Sinne von Bein heben, vorsetzen, absetzen usw. Macht das mal mit fetten Alpinski+schweren Plastikstiefel, viel Spaß. Und im Fjell ist es nunmal mehrheitlich flach bis leicht hügelig. Felle würden hochzu helfen, oben wieder Felle ab machen, unten wieder ran, oben wieder runter, unten wieder ran, das im 10-20min-Wechsel ist einfach nur totaler Mist.
    Mein Cousin hatte sich auf meiner 2. Kungsled-Tour angeschlossen und war partout nicht davon zu überzeugen, das alpine Tourenski im Fjell einfach mal totaler Mist sind. Nach dem ersten Tag war er überzeugt, allerdings gabs da kein Zurück mehr . Der musste sogar die Hügel runterlaufen, weil er wegen der Felle nicht gerutscht ist und halt auch nicht ständig wechseln wollte. Auf der Tour hatten wir auch 3 Süddt. getroffen, die auch mit alp. Tourenski unterwegs waren, die haben genauso geschimpft und gejammert.

    Vergesst es einfach.

    Andererseits war ich auf meinen Touren oft der Einzige, der mit BC-Ski (sind breiter als Langläufer, taillierter und haben ne Stahlkante) unterwegs war, die anderen hatten meistens "nur" normale Langlaufski dabei inkl. normaler Bindung. Die sind auch alle ohne Probleme durchgekommen. Nur auf dem Helags bzw. bei der Abfahrt vom Gipfel im vereisten Schnee haben mir meine Stahlkanten wirklich genutzt und ich konnte sogar ein paar Schwünge zaubern, aber ansonsten war ich genauso gut oder schlecht unterwegs wie die Langlaufski-Fraktion. Gut, BC-Ski sind durch die Breite langsamer, aber ich habe damit auch den Jizerska Padesatka bestritten, war halt etwas ausgebremst und ne Fjelltour ist ja kein Wettkampf. Und Langlaufski inkl. Bindung und Schuhe kosten nun nicht die Welt, vor allem nicht im Vergleich zu alpinen Ski, egal ob Tour, Abfahrt oder Telemark.

    Grüße, Robert
    Geändert von Robiwahn (02.10.2012 um 23:42 Uhr)
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  6. Bergtroll
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #6
    Vielleicht noch eine Ergänzung. Ich habe mir anfangs ganz ähnliche Fragen wie Nita gestellt. Inzwischen bin ich ebenfalls zur Überzeugung gelangt, dass man mit BC Skiern (günstig und gut: Fischer E99 bei Globi für etwa 150 EUR) in der Regel besser bedient ist.

    Bei mir liegt es daran, dass ich mit Pulka oder schwerem Rucksack ohnehin nicht vernünftig abfahren kann. (Ich bin zwar kein Alpinskigott, fahre mit Alpinskiern aber immerhin schwarze (Buckel-)Pisten und schwarze Routen ohne Probleme.) Mit BC Skiern und Rucksack oder Pulka fahre ich jedoch wie auf Eiern (d.h. schlimmer als ohne Gepäck mit meinen Langlauf Skating Skiern). An vernünftiges, sicheres Parallelschwingen ist gar nicht zu denken. Insbesondere bei Senken oder sich ändernden (plötzlich stark bremsenden) Schneeverhältnissen bin ich schon froh, wenn einen Pulka oder Rucksack nicht aus dem Gleichgewicht bringen.

    Ich hab das Gefühl, dass hinten feststellbare Bindungen oder Telemarkbindungen nur Sinn machen, wenn man ein base camp errichten und von dort aus ohne schweres Gepäck einen Berg erklimmen und anschliessend wieder herunterfahren möchte. Für diesen Zweck nehmen wohl einige ein zweites Paar Skier mit.

    Wenn man einen Kompromiss will ... was haltet Ihr von Telemarkbinungen in Verbindung mit so einem Ski:

    http://asnes.com/index.php?mapping=5...8&subgroup=MNT (Nansen)

    http://asnes.com/index.php?mapping=5...2&subgroup=MNT (Storetind)

    Beide Skier kann man aufgrund des Skinlock auch mit Kurzfellen fahren (mit denen man Gleiten kann!). Zumindest den Nansen dürfte man auch als Wachsski fahren können (bin mir da aber nicht sicher - von einer Wachszone steht auf der Webseite nichts)?

    Hier noch ein interessanter Test verschiedener Skitypen.

    http://translate.googleusercontent.c...Kc5ow6Io1lqGCg
    Geändert von Bergtroll (03.10.2012 um 08:37 Uhr)

  7. Fuchs
    Avatar von Robiwahn
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #7
    Moin

    Ich glaube, die meisten überschätzen die Strecke, die man abfahren kann auf einer Tour im Fjell . Da gehts leicht hügelig ein bisschen hoch und runter und wenn man am Ende eines Fjells mal ein paar hundert Meter runter fährt und das ca. alle 3 Tage hat man schon viel "Abfahrt" gehabt. Nehmt euch einfach mal ne Fjellkartan und schaut euch die Höhenlinien auf der gedachten Strecke an (und sucht euch ne Strecke, die für Anfänger geeignet ist, also z.B. die Scooterwege des Kungsled oder so). Und solange diese Strecke gradeaus und oberhalb der Baum- und Strauchzone langgeht, ist selbst Abfahren kein Problem, einfach locker in die Hocke und Schuß grade aus . Blöd wirds nur, wenn sich die Strecke zwischen Bäumen durch schlängelt, muss man halt Serpentinen fahren (und an den Kurven anhalten und langsam umsetzen) oder evtl. abschnallen und tragen. Oder doch schwingen lernen mit Langläufern/BC-Ski, es geht nämlich auch .

    Telemarkbindungen wie die Rottefella Super-Telemark oder ne R. Chilli machen auch ohne Abfahrtsambitionen Sinn, da die robuster sind als die Standard-SNS oder NNN-BC-Bindungen, da sehr wenige bewegliche Teile und alles wichtige aus Metall. Aber auf 7 Touren da oben sind meinen Mitreisenden auch die normalen SNS- oder NNN-BC-Bindungen nicht kaputt gegangen, höchstens mal ein bisschen eingefroren oder so. Problem wiederum ist die Schuhauswahl in Dtl., die ist seeeeeehr klein. Und nein, man nimmt dafür keine alpinen Telemarkplastikstiefel, sondern Leder- oder Gorestiefel mit entsprechender Bindungsaufnahme. Ich hab z.B. den Andrew Expedition in der R. Super-Telemark auf Fischer E99 Crown oder Atomic BC-Wax und arge Probleme mit Blasen an den Fersen, aber ich finde hier einfach keinen Ersatzschuh.

    Die Asnes-Ski sind da oben sehr verbreitet, dummerweise sind wir hier aber in Dtl. und zumindest die NettButtik von Asnes verschickt nicht mehr nach Dtl. Vielleicht findet ja jemand nen I-Net-Shop? Prinzipiell könnte man die auch wachsen, braucht man aber nicht, da dafür ja die Kurzfelle sind. Und ich wage zu bezweifeln, das sich der Fellkleber und Skiwachs gut vertragen.

    Grüße, Robert
    Geändert von Robiwahn (03.10.2012 um 10:03 Uhr)
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  8. #8
    Glaube bei www.mont-k.com gabs die

  9. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #9
    Ergänzend zu dem, was schon gesagt wurde, einige Bilder meiner aktuellen Fjell-Kombi. Vielleicht werden die Unterschiede zum Tourenski dann deutlicher.

    • Asnes Amundsen Wachski mit Kurzfellen und Langfellen. Dieser Ski hat einen Holzkern sowie durchgehende Stahlkanten und ist sehr robust und trotzdem leicht, dabei ist er schmal und nur leicht tailliert (breiteste Stelle 67 mm, schmalste 57 mm). Mit 170 cm nutze ich 195 cm lange Ski.
    • Voile 3-Pin-Cable mit Steighilfe (klassische NN-Bindung = Nordic Norm)
    • Volllederschuh Crispi Antarctic

    Die Voile 3-Pin-Cable besteht aus einem Aluminium-Käfig, wo die Sohlenzunge des Schuhs mit drei kleinen Löchern auf drei kleinen Pins auf der Bindung trifft und das ganze dann mit einer „Ratschenklemme“ fixiert wird.







    Für mehr Stabilität beim Abfahren, steilen Anstiegen, auf eisigem Untergrund oder bei steilen Traversen kann man zusätzlich ein Fersen-Kabel einhängen (auf diesem Bild ist auch die ausklappbare Steighilfe zu sehen):



    Der vordere Pfeil markiert die Plastikabdeckung über zwei eingefrästen Schlitzen, in die man unterseitig kurze Steigfelle einhaken kann. Der hintere Pfeil zeigt, wo die Kurzfelle enden.



    Mit der Bindung ohne Kabel hat man maximale Fersenfreiheit zum Geradeausgehen, das Kabel verringert die Fersenfreiheit zugunsten der Stabilität und Kontrolle, wenn es nötig ist. Der Crispi Antarctic ist im Grunde nichts als ein klassischer Vollleder-Wanderschuh. Ich bin damit schon lange Strecken (ganze Tagesetappen) zu Fuß gegangen, und in der Bindung ermöglicht dieser Schuh einen sehr natürlichen Bewegungsablauf.



    Auf dem Bild siehst Du auch noch mal, wo die Kurzfelle anfangen und enden. Kurzfelle sind super zum Pulkaziehen auf flacher Strecke. Für steile Anstiege und tiefen, ungesetzten Schnee benutze ich Langfelle, die, wie bei Tourenski auch, an der Spitze eingehängt und am Skiende festgehakt werden.

    Gut zu sehen ist auch die große Spannung des vorderen, entlasteten Skis, der sich vom Boden wegwölbt. Das ist der Wachsbereich (identisch mit dem Bereich, den die Kurzfelle abdecken). Durch Druck beim Antritt entsteht ein guter Griff auf der Schneedecke, der entlastete, nach vorne geschobene Ski, gleitet durch die Spannung besser, weil der Kontakt mit der Schneedecke vor allem auf den Gleitzonen vorn und hinten liegen, und der Bereich unter dem Fuß entlastet wird.

    Ob Wachs oder Schuppen, NN oder NNN (New Nordic Norm), da kann man ewig drüber diskutieren, und es ist am Ende Geschmackssache. Aber alle Nordischen BC-Systeme sind auf Strecke machen in eher flachem Gelände ausgelegt, und sind für diesen Zweck perfekt. Für gipfelorientierte Aktivitäten sind sie suboptimal. Stichwort z.B. Steigeisentauglichkeit, Abfahrtseigenschaften.
    Geändert von Sarekmaniac (03.10.2012 um 13:12 Uhr)
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  10. Bergtroll
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #10
    Was sind denn die Vor- und Nachteile der o.g. Bindung gegenüber z.B. so einer Bindung?

    http://www.telemarking.de/binding-tour.htm

    7 TM

    oder dieser

    http://www.rottefella.no/en/Products.../NTN-Freeride/

    Rottefella NTN

  11. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #11
    Vor- und Nachteile bezogen auf was?

    Ich schrieb ja, dass meiner Meinung nach für schnelles Vorankommen mit Gepäck in ungespurtem, flachen Gelände eine Bindung wie die Voile ideal ist.

    Mit den von dir verlinkten Bindungen kann man sicher auch gerade ausgehen, aber dafür sind sie eigentlich zu hart, zu schwer, die zugehörigen Schuhe sind zu schwer, sie haben fürs Gepäckswandern in flachem Gelände unnütze Features wie eine automatische Auslösung (bezieht sich auf die erste verlinkte Bindung).

    Wenn man US-Reviews glauben darf, gibt es übrigens auch Leute, die mit der Voile-3-Pin und festen Schuhen Telemark-Abfahrt machen. Die Kabel sind ziemlich hart (kein Vergleich z.B. mit der Rottefella Riva 3).

    Edit: Ein Paar (!) dieser Voilebindungen wiegt knapp 500 g, mit eingehängten Kabeln 850 g.
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  12. Fuchs
    Avatar von Robiwahn
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #12
    Tach

    Sowohl die 7Tm als auch die NTN-Freeride sind Telemarkbindungen aus dem Alpinbereich. Die 7Tm sogar mit Sicherheitsauslösung ähnlich ner normaler Abfahrtsbindung (fahre ich gern auf der Piste oder daneben auf meinem K2 Shukshan). Die 7TM könnte man sicherlich auch auf BC-Ski mit nem Lederschuh fahren, das ist aber wie schon gesagt zu schwer, zu kompliziert alles etc. Die NTN-Freeride ist ein rel. neues System, in das die normalen Telemarkstiefel gar nicht mehr reinpassen, da brauchts spezielle und das sind nur Plastikstiefel mit den Attributen fett, steif und schwer. Eine normale 3-Pin-Bindung oder eine mit Kabel wie die gezeigte oder eine Rottefella Riva oder Chili ist im Fjell super. Meine erste Tour dort oben habe ich noch mit ner guten alten Germina-3Pin-Bindung gemacht .

    Für Free your Heel-Fun auf- und abseits der alpinen Pisten sind beide verlinkte Bindungen super, aber nicht im nordischen Fjell.

    Grüße, Robert
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  13. AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #13
    So 100% schwarz-weiss wie es jetzt scheinen mag ist die Sache natürlich nicht denn man kann durchaus mit Backcountry-Skiern alpine Abfahrten machen (Ist aber nicht gerade einfach) oder mit alpinen Tourenskiern im skandinavischen Fjäll unterwegs sein. Aber das Optimum sind beide Lösungen natürlich nicht.
    Neben der Sache mit dem Gleiten, was aber je nach Strecke und Können gar nicht so wichtig ist, sind für mich Gewicht und Steifheit der ganzen Kombination die ausschlaggebenden Punkte bei der Wahl der Ausrüstung.
    Wenn ich mit einem alpinen Tourenski ins Fjäll müsste, käme sicher ein eher leichter Ski, mit der leichtesten Bindung (Dynafit) und einem aufstiegsorientierten Schuh zum Einsatz.
    Es gibt Leute die machen das seit Jahren und denken nicht ans wechseln.
    Bei einer klassischen 75 mm Telemarkbindung sollte es eine möglichst flexible Bindung sein (3-Pin oder Kabel) die abfahrtsorientierten Bindungen haben zuviel Widerstand beim laufen (Weshalb für alpine Skitouren häufig Bindungen mit einer zusätzlichen Einstellung zum laufen zum Einsatz kommen).
    Bindungsmässig würde ich aber, wenn eh eine komplette Neuanschaffung ansteht, eher zur NNN greifen, die Auswahl an Schuhen ist einfach grösser. (Ich bleibe natürlich bei NN-75 )
    Wenn du auch in unseren Breiten eher flach rumlaufen willst und nicht gerade Gipfelbesteigungen vor hast bist du mit einem Backcountry-Ski auf jeden Fall besser bedient.
    Wenn du allerdings alpine Skitouren vor hast und nur gelegentlich ins Fjäll willst dann landest du beim Tourenski.
    Wenn du beides wirklich willst - Tja dann brauchst du halt Platz im Ausrüstungskeller

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  14. Fuchs
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #14
    WOW, da ist ja ein Lehrbuch entstanden !!! Vielen Dank an alle! Mache mich jetzt ans Lesen. Und ja, Henning hat Recht: Primär möchte ich damit in die Berge, Fjell kommt halt zeitlich davor. Und "nicht optimal" sind Schneeschuhe ja auch.

  15. Erfahren
    Avatar von Pax
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #15
    Da häng ich mich jetzt frecherweise mit an da die Frage ziemlich gut reinpasst, und zwar:

    Wo zum Teufel krieg ich in Deutschland, ganz besonders in Bayern, solche NNN Schuhe her? Ski und Bindung würd ich mir auch online aus Hinterweitfortistan bestellen, aber Schuhe.... nix da, die müssen anprobiert werden.

    Die bisherige Suche war so erfolglos, dass ich mir ernsthaft überlege einen Kurzurlaub in Skandinavien einzuplanen (Stockholm Stadt anschauen oder so), und zwar hauptsächlich um BC Schuhe anprobieren zu können.

    @ Sarekmaniac:
    Danke für die Bilderübersicht, wenn man sowas noch nie gesehen hat hilft das schon mal!


    (Hab als Münchner türlich meine Alpintourenski und Stiefel, aber das ich mit denen nicht mehr als 5km Flachgelände machen wollen würde weiß ich jetzt schon.)
    Moos - das war sein letzter Griff, bevor er in die Tiefe pfiff.

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  16. Freak Liebt das Forum

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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #16
    Wo zum Teufel krieg ich in Deutschland, ganz besonders in Bayern, solche NNN Schuhe her? Ski und Bindung würd ich mir auch online aus Hinterweitfortistan bestellen, aber Schuhe.... nix da, die müssen anprobiert werden.
    Spontan würde ich Globi in München nennen.

  17. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #17
    Ja, Globi führt den Alfa Skarvet.

    Mont K in Berlin hat den Crispi Stetind im Sortiment (schmalerer Leisten als der Skarvet). Müsstest Du dir dann allerdings zum Anprobieren bestellen, was aber kein Problem sein dürfte.
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
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  18. Erfahren
    Avatar von Pax
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #18
    Hmh, beim Globi war ich deswegen (vor ca drei Monaten) schon einmal, der Mitarbeiter hat glaube ich nicht so ganz verstanden, was ich will. D.h. ich konnte nicht kommunizieren, das ich weder einen Alpinen Tourenstiefel noch einen Langlaufschuh suche.
    Aber der ist ja um die Ecke, da schau ich die Tage einfach wieder mal vorbei.

    Habe einen eher breiteren Leisten, hoffentlich haben die beim Globi den Skarvet wirklich da. Ansonsten würde ich sie einfach mal nett bitten, den aus einer anderen Filiale zu bestellen, ist ja im online-Angebot.

    Danke soweit!
    Moos - das war sein letzter Griff, bevor er in die Tiefe pfiff.

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  19. Fuchs
    Avatar von Robiwahn
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    AW: Touren- vs. Backcountry-Ski? Beides auf einmal?

    #19
    Zitat Zitat von Pax Beitrag anzeigen
    Hmh, beim Globi war ich deswegen (vor ca drei Monaten) schon einmal, der Mitarbeiter hat glaube ich nicht so ganz verstanden, was ich will. D.h. ich konnte nicht kommunizieren, das ich weder einen Alpinen Tourenstiefel noch einen Langlaufschuh suche....
    Vielleicht war das der Sommersaisonmitarbeiter . Die Winterausrüstung lag vor 3 Monaten sicherlich auch noch nicht im lokalen Lager. Und wenn du dir den (Winter-)Katalog schnappst, durchblätterst und dem Kollegen mal die Nase aufs Papier stupst, weiß er auch, was gemeint ist
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