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  1. Freak Moderator
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    AW: Leichtbergstiefel - Sohle kaputt

    #21
    Zitat Zitat von walnut Beitrag anzeigen
    Und die halten dann in dem eh schon bröselnden Dämpfungskeil und dem 1?mm Carbon oder sonstigem Zeug was die Sohle steif macht? Wieviele Schrauben sollte man da pro Schuh immer dabei haben?
    Den BröselDämpfungskeil holst Du komplett runter (mechanisch -- Messer & chemisch -- Diesel ).
    Müßte nachzählen, ich sag' mal ein halbes Dutzend Schrauben pro Schuh. Halten wird das ewig, allerdings trage ich die alten Dinger höchstens noch zu Arbeitseinsätzen u. dgl., denn so ganz ohne Dämpfung möchte ich ja keine größeren Strecken laufen.
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  2. Moderator
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    AW: Leichtbergstiefel - Sohle kaputt

    #22
    Mit Panzerband+Blumendraht umwickeln geht auch. Habe ich mal in einem abgelegenen schottischen Hostel beobachten dürfen.
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  3. Gerne im Forum

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    AW: Leichtbergstiefel - Sohle kaputt

    #23
    Alterung ist nicht die einzige Ursache für zerbröselnde Sohlen.

    Große Hitze (60 Grad im Kofferraum bei sengender Sonne), Kontakt mit Lösungsmitteln (falsche Schuhpflege, falsche Lagerung), Kontakt mit Jauche/Mist ... Man muss sich nur mal die einschlägigen Hinweise zur Aufbewahrung/Pflege der Schuhhersteller anschauen.

    Also, dass ein Schuh relativ neu ist oder ungetragen aussieht, bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass er okay sein muss.

    Einen gebrauchten, als ungetragen deklarierten Schuh unbekannten Alters von Ebay zu kaufen und damit auf große Tour zu gehen, halte ich für leichtsinnig. Man kennt weder das Alter des Schuhs noch die Vorgeschichte. Ein Versagen der Sohle sollte man dann fairerweise auch nicht dem Hersteller anlasten.

    Ich würde gebraucht gekaufte Berg/Outdoorschuhe grundsätzlich erst mal neu besohlen lassen. Ob sich der Gebrauchtkauf dann noch lohnt, ist natürlich eine andere Frage. Außerdem setzt es voraus, dass der Schuh von der Konstruktion her überhaupt wiederbesohlbar sind (gezwickte Machart). Schuhe mit anvulkanisierter Sohle, wie hier z.T. im Fred gezeigt, sind letztlich Wegwerfprodukte. Nicht wiederbesohlbar, auch nicht vom Hersteller. Ich würde von einem Gebrauchtkauf die Finger lassen.
    Geändert von eames68 (14.03.2019 um 10:27 Uhr)

  4. AW: Leichtbergstiefel - Sohle kaputt

    #24
    Bei deine hochgestochenen Ansprüchen musst du sowieso auf 90% der Angebotspalette Bergschuhe verzichten und darfst nur zu den handgemachten greifen.

    Ich zitiere mal diesen Fall oben:
    Zitat Zitat von OutofSaigon Beitrag anzeigen
    Modell: Meindl Air Revolution 5.3, gekauft im Mai 2013 bei Globetrotter in Frankfurt, zerbröselt im Okt. 2015 in Bhutan nach insgesamt etwa 30 Tagen Benutzung in Österreich und Bhutan. Klebeversuche blieben erfolglos, und ich machte den Trek mit leichten Halbschuhen zu Ende.
    Antwort von Meindl auf meine Beschwerde hin: "Die Stiefel sind 5 Jahre alt" (was impliziert, daß sie 2,5 Jahre bei Globetrotter im Regal lagen), "wir werden sie kostenlos neu besohlen".
    Was hat denn der knauserige Schuhkäufer hier falsch gemacht? Ein Gebrauchtkauf war es nicht, und Globi will sich sicher auch nicht vorwerfen lassen, die Schuhe falsch gelagert zu haben.

    Die Schuhe, die ich habe zerbröseln sehen, waren immer kühl und trocken und chemikalienfrei gelagert.

    Für mich bleiben zerbröselnde Weichkeile ein übler Herstellermangel, der mit besseren Materialien weitgehend vermieden werden könnte. Meine Asolo-Wanderschuhe aus den 90er Jahren hielten 15 Jahre Wander- und zeitweise täglichen Allwetter-Fahrradbetrieb ohne Pflege.
    Meine jetzigen Asolos zeigen auch noch keine Schwäche. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob diese Asolos überhaupt über so eine Weichkeil verfügen, ich bezweifle das, und habe sie mir aus genau dem Grund so gekauft (das zweite Paar, beim ersten wusste ich noch gar nichts von dem Problem).

  5. Freak Moderator
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    AW: Leichtbergstiefel - Sohle kaputt

    #25
    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    Für mich bleiben zerbröselnde Weichkeile ein übler Herstellermangel, der mit besseren Materialien weitgehend vermieden werden könnte. Meine Asolo-Wanderschuhe aus den 90er Jahren hielten 15 Jahre Wander- und zeitweise täglichen Allwetter-Fahrradbetrieb ohne Pflege.
    War es nicht so, dass das althergebrachte Material funktional das bessere war, aber aus Umweltgründen (?) durch ein "besseres" ersetzt werden musste?

    Die Zwischensohle besteht aus dämpfendem Polyurethan und ist für die Auftrittsdämpfung keilförmig, das heißt unter der Ferse stärker als im Vorfußbereich. Polyurethan (PU) altert mit der Zeit. Das Material unterliegt einer langsam fortschreitenden Hydrolyse.[2] Abhängig von den Lagerbedingungen versprödet der Dämpfungskeil innerhalb von sieben bis zehn Jahren von innen heraus immer stärker, unabhängig davon, ob die Schuhe benutzt werden oder nicht, und ohne dass dieser Prozess von außen erkennbar wäre. Ritzt man dann mit einem Fingernagel den Dämpfungskeil an, krümelt das völlig zerstörte PU heraus. Insofern sollten ältere, selten gebrauchte Wanderschuhe vor einer Tour entsprechend geprüft werden. Zerstörte Dämpfungskeile können vom Reparaturservice der Hersteller ersetzt werden. Nach Herstellerangaben soll das Material der Dämpfungskeile seit einigen Jahren so weit verbessert worden sein, dass es jetzt ein Schuhleben lang hält.
    (Wikipedia)
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  6. AW: Leichtbergstiefel - Sohle kaputt

    #26
    Interessant, dass das Problem sogar in der Wikipedia thematisisert wird.
    Gerne hätte ich eine Quelle hierfür: "Nach Herstellerangaben soll das Material der Dämpfungskeile seit einigen Jahren so weit verbessert worden sein, dass es jetzt ein Schuhleben lang hält."
    Welche Hersteller versichern das denn?

  7. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Leichtbergstiefel - Sohle kaputt

    #27
    Die technische Lösung findest Du hier.

    Welche Schuhhersteller es einsetzen, keine Ahnung

  8. Gerne im Forum

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    AW: Leichtbergstiefel - Sohle kaputt

    #28
    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    Bei deine hochgestochenen Ansprüchen musst du sowieso auf 90% der Angebotspalette Bergschuhe verzichten und darfst nur zu den handgemachten greifen.
    Im Gegenteil. 90% der klassischen Bergschuhe und Trekkingschuhe sind in gezwickter Machart hergestellt und damit wiederbesohlbar.

    Was nicht wiederbesohlbar ist, sind die (meist billigeren) "Multifunktionsschuhe", "Hikingschuhe" u.ä. à la Lowa Renegade.

    Und was hat das jetzt mit "hochgestochen" zu tun?

  9. Gerne im Forum

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    AW: Leichtbergstiefel - Sohle kaputt

    #29
    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    Ich zitiere mal diesen Fall oben:


    Was hat denn der knauserige Schuhkäufer hier falsch gemacht? Ein Gebrauchtkauf war es nicht, und Globi will sich sicher auch nicht vorwerfen lassen, die Schuhe falsch gelagert zu haben.
    Ich weiß nicht, ob und was er falsch gemacht, woher auch. Ich hab nicht behauptet, er hätte was falsch gemacht.

    Ich sage nicht, dass der Käufer in allen Fällen schuld ist.

    Ich sage nur: es gibt noch andere Ursachen für das Auflösen von Sohlen außer Überalterung

    Falsche Lagerung kann in der gesamten Lieferkette vom Hersteller bis zum Endkunden passieren. Und klar wird auch in der Herstellung mal geschlampt oder es passieren Fehler. Was mir zu billig ist, sind monokausale Erklärungsversuche. "Der Hersteller ist schuld, basta". Das ist mir zu billig.

    Deine Theorie von dem schlechten chinesischen PU (Beleg?), was uns seit ein paar Jahren die Outdoorprodukte kaputt macht, ist ja hier schon sachkundig widerlegt worden.

    Aus meiner Lebenserfahrung weiß ich, dass PU-Schaumstoffe, wie sie z.B. ab den späten 70er Jahren für Dichtmaterialien in hochwertigen Kameras Verwendung fanden, schon damals nicht ewig gehalten haben. Nach 10-15 Jahren hat es das Zeug zerbröselt und es musste ersetzt werden. Da sah dann genauso aus wie bei den sich ablösenden Sohlen. Und das war garantiert kein "chinesisches" PU!

  10. Erfahren
    Avatar von mariusgnoedel
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    AW: Leichtbergstiefel - Sohle kaputt

    #30
    Es gibt auch Wanderschuhe/-stiefel mit Dämfpung aus EVA anstatt PU.

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