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  1. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #21
    OT:
    Wenns gut und günstig sein soll, dann kann ich auch noch HighPeak empfehlen.
    Aber bitte keine Zelte


    Ich denke, es kommt einfach auf verschiedene Faktoren an.

    - Es gibt Produkte, da ist es völlig egal, ob teuer oder günstig - da taugt alles. Z.B. habe ich von Meru ein Inlett und finde es großartig. Entscheidend war, dass es aus Baumwolle ist. Oder Waschlappen von Decathlon. Oder Fleeceshirts, Fahrradbrillen, Campingstühle , Sommersocken oder oder oder aus günstigen Quellen.

    - Dann gibt es Produkte, da kommt es auf die Passform an. Da ist mir auch egal, von welchem Hersteller es ist: Entscheidend ist, dass es passt und das Material stimmt. Radhosen, Schuhe.

    - Dann gibt es aber Produkte, da trennt sich die Spreu vom Weizen. Stichworte sind: Allergie, Haptik, Geruch, Ökobilanz und Langlebigkeit. Und da gibt es durchaus Markenprodukte, die ich vorziehe. Ein Noname Produkt würde es vielleicht auch tun, wenn ich Geld sparen müsste, aber ich freue mich, mir diesen Luxus leisten zu können. Ich habe jahrelang Kompromisse gemacht: Im falschen Moment geschwitzt, gefroren, mir Scheuerstellen geholt, allergisch reagiert, die Nase zuhalten müssen, nähen oder flicken müssen. Ich genieße es, dieses nicht mehr erleben zu müssen. Stichworte sind hier: Zelt, Schlafsack, Merinowäsche, Kocher, Regenbekleidung, Windjacke, Fahrrad, Winterausrüstung. Und da bin von der Qualität bestimmter Markenprodukte überzeugt und mag auch keine Kompromisse mehr eingehen. Aus meiner Sicht ist da günstig auch billig.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  2. Gerne im Forum

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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #22
    Sicherlich gibt´s hier nichts zu verallgemeinern, aber meine Meru Sapporo-Softshell hat definitiv die bislang beste weil bewegungsfreudigste Kapuze, die je mein Haupt bedeckte.
    Und die Buxen der Globi-Hausmarke sind häufig erste Sahne.

    Gruesskes
    g.

  3. Anfänger im Forum
    Avatar von ricvanholly
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    #23
    Zitat Zitat von smeagolvomloh Beitrag anzeigen
    Selbst bei den Zelten kann man gute Schnäppchen machen. Für nicht allzu große Ansprüche, reichen die Dinger auf jeden Fall. Es sind keine Hillebergs (was man am Material, Gewicht und Detaillösungen feststellt), aber der Unterschied von 100-250 Euro zu 600-800 Euro ist bei mir zum Beispiel schon ein kompletter Urlaub. Und ich bin lieber unterwegs, als "Logos durch die Gegend zu tragen".
    Da kann ich nur zustimmen. Das Zelt, welches wir nun kauften (Quechua 2) sieht zwar etwas bunt aus (für meine Verhältnisse), ist aber supergünstig zu haben. Kaufpreis lag bei unschlagbaren 120€. Lediglich das Packmaß lässt sehr zu wünschen übrig. Da es sich um ein "selbstaufbauendes" Zelt handelt, hat es die Form eines überdimensionalen Gullideckels und ist somit sehr sperrig. Für Urlaube mit dem Auto aber keine Schwierigkeit. Dennoch sind zwei Gurte angebracht um es zu schultern




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  4. Fuchs
    Avatar von PWD
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #24
    Zitat Zitat von ricvanholly Beitrag anzeigen
    "selbstaufbauendes" Zelt
    Wenn man hier mit Wurfzelten ankommt, wird man fast gesteinigt: 1. Fiberglasvollfaser, 2. Packmaß.
    Hier sind hpts. Trekker & Hiker unterwegs, die ihr Zelt selbst tragen.
    Aber ich unterstütze Dich darin; ich lass nix auf meine Hundehütte (2 Sec 1) kommen, die ich allerdings sehr gut transportieren kann auf dem Wanderanhänger, nicht vergleichbar mit anderen Wurfzelten, 1a Verarbeitung u. extrem stabil u. fast geschenkt.

    Aber z.B. die T2, T3 Ultralight Pro od. die neueren Quickhiker, die auch für viele andere hier im Forum in Frage kommen können - wenn´s nicht gerade in den Norden geht - sind m.E. eine gute u. günstige Alternative zu sehr viel teureren Zelten. Für mich kommen sie aber weniger in Frage weil ich kein schwarzes Innenzelt mag.

    @ smeagolvomloh
    auch mit Quechua trägst Du Logos durch die Gegend

  5. Erfahren
    Avatar von Huna
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #25
    Ich finde jedenfalls das da einige sehr gute Alternativen bei sind. Wichtig ist doch nur das die Qualität stimmt und das Produkt den Einsatzzweck erfüllt. Z.B. gibts ein neues Quechua Zelt mit Alugestänge. Für Leute die das Zelt nur 3 mal im Jahr benutzen nicht schlecht. Ist ja nicht so als würde hier jeder an Extremexpeditionen teilnehmen und bräuchte dafür unbedingt minimalstes Gewicht bei maximaler Zuverlässigkeit.

    Mit Decathlon Socken kann ich persönlich genauso weit laufen mit Falke. Im Gegensatz dazu reichte mir die Qualität und die Passform der angebotenen Daypacks nicht aus, weil ich da andere Ansprüche habe. Dann kann aber auch bei anderen Herstellern passieren. Wieso man einen Hersteller, der es schafft, Produkte zu einem angemessen Preis zu vertreiben, als Billiganbieter zu bezeichnen bleibt mir ein Rätsel.
    De Huna
    ________

    - Der einzige, der einen Ozelotpelz wirklich braucht, ist der Ozelot. - (Bernhard Grzimek)

  6. AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #26
    Zitat Zitat von Janole Beitrag anzeigen
    Hi!

    Ich bin momentan auf der Suche nach Ausrüstung. In erster Linie Klamotten zum Wandern.
    Dabei ist mir aufgefallen, dass Kleidungsstücke, z.B. von meru, Decathlon u.Ä. hier im Forum größtenteils recht gut bewertet werden. Trotzdem sind die Preisunterschiede zu anderen Marken teils immens.

    Wie gibts das? Ist die meru Svalbard einfach zufällig ein gutes Produkt, das sich (nach Meinung vieler hier) nicht vor einem Vergleich mit Fjällräven verstecken braucht? Taugen die Atmungsshirts von Decathlon für Preise zwischen 10 und 40 Euro für Wanderer was? Bezahlt man bei diesen günstigen Marken einfach keinen großen Namen mit? Wird dafür doch irgendwie in der Qaulität gespart? Ist die Herstellung menschenausbeutend?

    Oder wie?


    Bestes,
    Jan
    Du stellt Fragen, die man alle nicht pauschal beantworten kann. Es kommt immer auf das jeweilige Produkt an (und dann die eigenen Ansprüche/Nutzungsbedingungen). Und selbst da sind die Bewertungen der Käufer teilweise höchst unterschiedlich.

    Ich bin ein Fan der "Sporthose" von Tchibo (10 bis 13 Euro), schätze jedoch auch relativ teure Oberbekleidung und vor allem Marken-Schuhe.

  7. Fuchs

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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #27
    Was ich bei Decathlon immer wieder genervt feststelle: Sehr oft muß ich beim Kleidungskauf dann selbst bei der größten Größe feststellen daß ich in den Dingern aussehe wie die Wurst in der Pelle, oder daß mir in dem zu engen Zeug der nötige Bewegungsspielraum fehlt.

    Bei anderen Herstellern/Läden kaufe ich üblicherweise Damengröße 44, wenns klein ausfällt schon mal 46 - bei Decathlon erlebe ich regelmäßig daß es viele Artikel bestenfalls bis größe 42 gibt, oder wenn es das Zeugs tatsächlich bis 46 gibt, wie es bei den meisten preisgünstigen Anbietern von Kleidung (allgemein, nicht nur Outdoor/Sport) in Deutschland üblich ist, dann ist diese Größe 46 so etwa ein bis zwei Nummern kleiner als das sonst in Deutschland üblich ist. Bei Sachen wie Fleeceshirts oder T-Shirts kann ich dann natürlich mal in der herrenabteilung schauen, und finde dort öfter mal was das den Spagat zwischen den bei Männern meist erheblich längeren Ärmeln und Gesamtlänge und der bei Frauen erforderlichen Oberweite für mich brauchbar hinkriegt. Männerhosen funktionieren für mich allerdings so gut wie nie, besonders dann wenn die paßform wirklich wichig ist wie bei Radlerkleidung.

    Wer eher schlank und als Frau nicht üer 1,75, als Mann nicht über 1,90 groß ist hat bei Decathlon gute Chancen auf preisgünstige funktionierende Kleidung, die in Mitteleuropa sicher gut und gerne ausreicht, in Kombi mit einigen höherwertigen/teureren Teilen geht das auch für anspruchsvollere Sachen. Ich denke torres hat es super auf den Punkt gebracht - die Mischung machts.

  8. Neu im Forum

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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #28
    OT:
    Zitat Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
    Ein iPhone kostet 12$ Produktionskosten, was soll da eine so oder so geschnittene Kapuze mehr oder weniger kosten? Der Unterschied ist vielleicht in der Entwicklung - während der eine Hersteller das Ding nur am Computer entwirft, bastelt der Andere vielleicht Prototypen und testet diese. Ich persönlich halte diese Argumentation der Hersteller für Unsinn! Nur meine Meinung...
    12$ sind sogar zuviel. Die Kosten des Zusammenbauens sind nur ca 9$. Materialkosten sind ca. 170$ für das 4S. Quelle iSuppli. Die Marge an so einer Kapuze wird aber wohl trotzdem sehr hoch sein. Kommt ja auch auf die Mengen an die Hergestellt werden. Je weniger desto teurer wird's.

  9. Fuchs
    Avatar von Aktaion
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #29
    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    OT:

    Aber bitte keine Zelte
    Torres Du hast immer noch nicht ein Pharak 3 gesehen nehme Ich an.
    Würde man von HighPeak nieeee denken, dass sie auch zu soetwas imstande sind.
    Sehr guter Nachbau mit ansprechender Verarbeitung.


    Ich weiß das Thema begleitet uns von Anbeginn

    Wenn´s mir in diesem Leben noch irgendwann rausgeht, dann bau Ich´s nochmal auf und knipps ein paar Bilder zur Verdeutlichung.

  10. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #30
    Glaube ich Dir, Aktaion, das spielt preislich aber auch in einer völlig anderen Liga. Insofern scheint es auch bei High Peak zwischen Preis und Qualität einen Zusammenhang zu geben.

    Im Allgemeinen kaufen sich die Leute aber bei High Peak die 50 Euro Baggersee-, Festival-, und Familienzelte, die selbst bei korrektem Aufbau schon ziemlich erbärmlich in der Landschaft stehen. Auch da gibt es mal die eine oder andere bauartbedingte Ausnahme, die noch ganz gut mithält, aber das Gros ist so. Bei Schönwettergarantie oder beim gemäßigten Campingeinsatz mit dem Auto als backup taugen selbst die etwas. Aber bei etwas mehr Wind und rauerer Witterung sind sie qualitativ so minderwertig, dass es aus meiner Sicht einfach rausgeschmissenes Geld ist, sich eines dieser Zelte zu zu legen. Und ein derartiges Zelt zivilisationsfern ein zu setzen ist einfach unsinnig, weil man damit den Tourerfolg aufs Spiel setzt.

    Insofern ist es eben - um zum Thema zurück zu kommen - bei günstigen Marken ebenfalls so, dass man schon sehr genau wissen muss, was man kauft und für was man es kauft. Letztlich entscheidet der Einsatzzweck darüber, ob es ein günstiger oder ein billiger oder sogar ein völlig überteuerter Kauf war.

    Und letztlich hat es eben auch seine Gründe, warum bestimmte Zeltmarken oder Zelte im Extrembereich einen sehr guten Ruf besitzen: Weil es eben doch Unterschiede gibt, die einen höheren Preis rechtfertigen.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  11. Fuchs
    Avatar von Aktaion
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #31
    Damit hast Du sebstverständlich recht.
    Die Mehrheit der Produkte von HighPeak halten dem Gebrauchstest des hier vertretenen Klientels nicht nachhaltig genug stand.

    Es ist jedoch immer sehr schwierig zu entscheiden, was dem einen als "malsoeben-Nutzer" noch genügen kann und wo die Grenze zum preisWERTEN zu ziehen ist.
    Demzufolge kommen auch viele Meinungsmachen wie wir sie gerade in diesem Thread zu Hilleberg ersehen können, zustande.

    Da sind die Abholpunkte einfach zu unterschiedlich, als das sie über Distanzen (wie sie das Internet/Forum vogibt) auszugleichen wären.


    Mit wachsender Erfahrung in der Branche habe Ich meinen Fokus eher hingegen Service, Nachhaltigkeit und Produktionstreue verschoben, als auf den letzten Cent zu schauen.


    Um zum direkten Thema zurückzukehren:
    Auch bei den Haus/Discountmarken kann das eine oder andere positive Produkt dabei sein.
    Ich gebe jedoch stets zu bedenken, auch mal zu schauen unter welchen Umständen ein Produkt für wenige € produziert worden ist!

    Auch die "etablierten/teureren" Marken machen dahingehend nicht alles richtig und sauber, aber Ihnen wird zumindest auf die Finger geschaut und es findet ein bewusster Austausch statt.

    Geiz ist geil geht zu fast 100% immer auf die Kosten des schwächsten Gliedes, und das ist a) entweder die Kreatur hinter der Nähmaschine, oder b) zulasten derer, deren Umfeld durch die Produktion verändert wird.


    Ich weiß, dass ist ein zu schwieriges Feld, als dass es sich über ein paar Forumszeilen ordentlich aufarbeiten ließe, aber als Suchbegriff finde Ich da Thema zu wichtig, als es unreflektiert zu lassen.

  12. Fuchs
    Avatar von Aktaion
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #32
    Doppelpost

  13. Vorstand
    Liebt das Forum
    Avatar von Torres
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #33
    Volle Zustimmung, Aktaion.

    Vor allem wenn man die Einkaufspreise kennt, schlackern einem bei den günstigen Produkten die Ohren. Was zu diesem Preis gefertigt wurde, kann nicht nachhaltigu dnd fair sein.
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  14. Dauerbesucher
    Avatar von karlson
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #34
    Natürlich kommt manchmal der Preis durch einfachere Lösungen zu Stande. Gerade bei Hausmarken ist aber was anderes wichtiger: Es wird (mindestens) ein Glied der Handelskette weggelassen. Wenn man bedenkt, dass in der Outdoorbranche 100-200% Aufschlag auf den Einkaufspreis vollkommen normal sind, sieht man, dass es da einiges zu sparen gibt... Wenn man dazu noch bedenkt, dass solche Dinge wie Marketingkosten & Co massiv reduziert sind, sollte einem schnell klar werden, dass man bei ner Hausmarke oft die selbe Leistung zum halben Preis bekommt. Qualitätsunterschiede gibt es in jeder Preisliga - das ist vollkommen klar. Und dass ein hoher Preis auch nicht vor Klogriffen bewahrt haben hier bestimmt auch schon einige gemerkt (hatte in der letzten Zeit drei offensichtliche & reklamationswürdige Mängel an drei Zelten namhafter Hersteller, alle jenseits der 300€ Liga).
    Most problems in life can be solved with paracord. For everything else, there is ductape!

  15. Alter Hase
    Avatar von Schmusebaerchen
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #35
    Zitat Zitat von karlson Beitrag anzeigen
    Es wird (mindestens) ein Glied der Handelskette weggelassen. Wenn man bedenkt, dass in der Outdoorbranche 100-200% Aufschlag auf den Einkaufspreis vollkommen normal sind, sieht man, dass es da einiges zu sparen gibt... Wenn man dazu noch bedenkt, dass solche Dinge wie Marketingkosten & Co massiv reduziert sind, sollte einem schnell klar werden, dass man bei ner Hausmarke oft die selbe Leistung zum halben Preis bekommt. Qualitätsunterschiede gibt es in jeder Preisliga - das ist vollkommen klar. Und dass ein hoher Preis auch nicht vor Klogriffen bewahrt haben hier bestimmt auch schon einige gemerkt (hatte in der letzten Zeit drei offensichtliche & reklamationswürdige Mängel an drei Zelten namhafter Hersteller, alle jenseits der 300€ Liga).
    Na endlich sagt es mal jemand. Ich stimme dir in absolut allen Punkten zu.
    Preis entsteht nicht in erster Linie durch Qualität, sondern durch Angebot/Nachfrage und Herstellungskosten. Nachfrage hingegen entsteht durch Notwendigkeit, Mode, Vermarktung und wie gut die Qualität der öffentlichen Meinung nach ist. Diese hingegen hängt von der tatsächlichen Qualität ab. Man sieht Qualität und Preis haben nur indirekt miteinander zu tun.

    Das Geodät von High Peak hat mehr Stangen und sicher anderes Zubehör extra. Das kostet. Auf der anderen Seite: Ein Campingzelt für 200€ bekommt man schlecht los, weil die Leute günstigeres wollen für 1mal im Jahr. Ein Expeditionszelt für 200€ jedoch genauso schlecht, weil man keine Qualität erwartet. Und das obwohl beide Zelte genauso gut sind(nur mal so in der Theorie).

    Hilleberg, JW, Mammut, ... will jeder und viele sind bereit einen hohen Preis zu zahlen. Man wäre dumm diesen nicht zu verlangen.

    Egal welche Art von Produkten. Ich musste immer wieder 2 Dinge feststellen: Qualität steigt linear an, aber der Preis im Quadrat
    Sowohl bei teuren als auch günstigen Sachen gibt es gutes und schlechtes.

    Fazit: Teuer oder billig, man sollte vorher recherchieren. Und das teuerste ist nicht immer nötig. Für eine Fahrradtour in Mitteleuropa mit Übernachtung auf Campingplätzen reicht auch das 50€ High Peak Zelt.

    Das Leute, die nur günstiges kaufen keine Vergleichsmöglichkeit haben kann man auch genauso gut umdrehen. Gute Qualität ist auch nicht das gleiche wie ausreichende Qualität.
    Letztenendes kommt es darauf an, was man davon erwartet und vor hat. Ein 1000€ Zelt für 1mal im Jahr oder Festival wäre genauso rausgeschmissenes Geld, wie ein Discounterzelt für jede Hardcore Tour.
    Nützliche Wiki Seiten: Leitfaden für Einsteiger, Packlisten
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  16. Alter Hase
    Avatar von thefly
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #36
    Zitat Zitat von Schmusebaerchen Beitrag anzeigen
    Egal welche Art von Produkten. Ich musste immer wieder 2 Dinge feststellen: Qualität steigt linear an, aber der Preis im Quadrat
    Im Verhältnis zu was?

  17. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    #37
    a) Qualität und Preis stehen bei vielen Dingen schon in Verbindung. Je höher die Qualität, desto geringer ist oft die Gewinnspanne, weil die Herstellung aufwändiger ist und in Kleinserien erfolgt. Für sehr spezielle Produkte gilt das gleiche.
    An Masse verdient man folglich mehr als an Klasse. An Schnelldrehern oder Trendprodukten verdient man mehr als an werthaltigen Dingen. Schrott wird eher ersetzt als Qualität. Für Pfennigartikel kann man prozentual mehr nehmen als für teure Dinge. "Gefühlte Preise" nennt man sowas.

    b) Handelsmarken sind nicht zwingend günstiger. Vgl. Kaikialla. Meine Hose von Kaikialla ist teurer als die von Schöffel oder Fjällräven. Die Zelte sind auch nicht niedrigpreisig.

    c) für ein Billigschrottzelt oder besser noch: für ein Billigfahrrad gibt es aus meiner Sicht kein echtes Einsatzgebiet. Sicherlich wird man damit die Fahhradtour überleben, aber der Lebenszyklus derartiger Produkte ist doch sehr beschränkt. Es gehört zu unserer Wohlstands- und Wegwerfmentalität, lieber öfter billig zu kaufen oder schnell haben zu wollen und dann wegschmeißen zu wollen, anstatt für ein Hobby zu sparen und wie früher etwas fürs Leben zu kaufen. Darauf reagieren Hersteller und wir tragen damit einen guten Teil zur Qualitätsminderung und unseren Umweltproblemen und Ausbeutungsproblemen bei. Ebenso der Verlagerung von Arbeitsplätzen und Umweltproblemen in ander Länder. Zwischen einem 1000 Euro Expeditionszelt und einem Haufen Sondermüll gäbe es noch eine ganze Bandbreite, die allerdings langsam vor dem Hintergrund des Luxusleichtgewichtswahns in den Hintergrund gedrängt wird. . Für Fahrräder gilt Ähnliches.

    d) Natürlich gibt es auch hochpreisige Markenprodukte, bei denen Herstellungskosten nicht im Verhältnis zu Verkaufspreis stehen. Das nennt man dann Erfolg. Und nutzt die gefühlten Preiseaus. Hier ist der Nutzen des Produktes nachrangig, es ist folglich teurer Sondermüll. Auch hier besteht ein Luxusproblem: Produkte, die nichts kosten werden nunmal als weniger wertig empfunden als teurere. Das ist wie mit den süßesten Früchten. Was günstig ist, ist für die Masse. Und wer gehört schon gerne zur Masse.
    Immerhin führt das dann wiederum dazu, dass auch qualitativ hochwertige und langlebige Produkte überleben können, weil sie eben nicht nur von Menschen gekauft werden, die diese Produkte brauchen, sondern auch von Menschen, die sich damit schmücken. Und das ist dann doch wieder nett.
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  18. Alter Hase
    Avatar von Schmusebaerchen
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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #38
    @thefly: Zu sich selbst. Man könnte auch sagen das beste Preis/Leistungsverhältnis liegt im unteren Preissektor. Das beste Nutzen/Preis Verhältnis liegt in den meisten Fällen im mittleren Preissektor(von Person und Tour abhängig).

    @Torres: Wiedersprichst du mir oder verfeinerst du nur?
    a) Sie stehen in Verbindung, aber selten 1:1. Im Prinzip meine ich das gleiche wie du.

    c) Du musst abgrenzen zwischen Tour und normalem Nutzen. Du sagst, dass ein Billigfahrrad nicht robust genug ist für eine Tour und daher wäre es in jeder Situation falsch es zu kaufen. Ich nenne dir ein Gegenbeispiel: Für den Stadtverkehr(z.B. Student) würde ich niemals ein teures Tourenrad nehmen. Die Gefahr, dass es geklaut wird ist zu hoch. Bei einem billigen Baumarktfahrrad ist die Chance gegen 0. Und selbst wenn, dann ist das nicht so tragisch.
    Anderes Beispiel: Zelt geht kaputt weil Besoffener auf Stange fällt. Auch ein teures Zelt ist nicht robust genug dafür.
    Bestimmte Sachen gehen auch einfach mit der Zeit kaputt, obwohl man sie nicht benutzt. z.B. Zelte werden auch so undicht. Die Regenplane meines Rucksacks habe ich 2 mal benutzt und jetzt ist sie undichter als der Rucksack selbst, einfach nur vom Lagern. Ein teures Produkt für seltene Einsätze ist also genauso rausgeschmissenes Geld/Müll.

    Ich habe es früher auch probiert zu sparen und wertig zu kaufen. Beim PC bin ich auf die Schnauze gefallen. Du sparst 1Jahr. Nach 1Monat ist das Ding veraltet und nach 2Jahren defekt. Egal wie teuer es war. Seit dem kaufe ich nur noch gebraucht. Es ist günstig und eine bessere Ökobilanz gibt es nicht. Ist mit Outdoorsachen nicht ganz vergleichbar, gibt aber ein gutes Beispiel ab.

    d) Ergänzung: Manche gute Marken überleben, andere werden dadurch kaputt gemacht, dass Leute es aufgrund des Status kaufen. Man versucht die Produktionskosten zu senken und erhält ebenfalls wieder "Sondermüll". Siehe viele JW Produkte (Flasche von Anfang an undicht). Optimus Nova ->Nova+. Apple PC Besitzer "Mein PC ist besser, weil da etwas extra für den PC entwickeltes drin steckt"...vor Jahren auf Intel umgestiegen. Die Liste lässt sich fortsetzen.

    Und daher bin ich der Meinung muss man entsprechend seinen Ansprüchen und Unternehmungen das für sich beste Verhältnis aus Nutzen und Preis heraussuchen. Bei den meisten ist das nun mal im mittleren Preissegment. Besonders für gemäßigte Touren in Deutschland gilt das.
    Geändert von Schmusebaerchen (21.07.2012 um 15:07 Uhr)
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  19. Fuchs
    Avatar von Philipp
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    NKD!

    #39
    Ich weiß, man sollte es hier lieber nicht laut sagen...aber geht auch ruhig mal zu NKD oder auch zu kik (den mag ich aber nicht so). Dort findet man vollkommen tourtaugliche, teilweise sogar sehr ansehnliche Kleidungsstücke zum käuferfreundlichen Preis.

    Kürzlich für meine Frau eine Trekkinghose mit abnehmbaren Beinen für 10 Euro oder so gekauft: sitzt top, in voller Länge durchaus bürotauglich, angenehmer Stoff, schöne, dezente Farbe. Gab's leider nicht für Männer (ich hätte mir sonst 30 Stück davon gekauft).

    Auf einer Radtour ein langärmeliges Radfunktionshemd gesucht (weil es kühler war, als erwartet). Im NKD wurde ich wieder fündig - für 2,90. Mit Markenaufdruck hätte ich da woanders bestimmt 69,90 (reduziert, UVP (hahaha!!!) 129,99) gezahlt .

    Gerade Kleidung ist doch reinste Verschleißware. Dafür bezahle ich schon lange nicht mehr viel Geld. Das teure Marketing der "Marken"verkäufer möchte ich nur äußerst begrenzt mitbezahlen.
    Würden wir alle unsere Zahlungsbereitschaft für solche Artikel kritisch hinterfragen und anschließend stark absenken, wäre das (hohe) Preisniveau in Deutschland sicherlich woanders .

    Und weil hier weiter oben Kapuzen erwähnt wurden: welche Jacke (gerade unter den höchstpreisigen) hat denn heute noch eine wirklich gut sitzende, variable und bewegunsunterstützende Kapuze? Gerade die Kapuzen der 600-Eurojäckchen sehen doch aus, wie Fleisch gewordene Übungsstückchen des Nähkurses der VHS in Bottropp. Der reinste Witz für den Preis, der aufgerufen wird. Was trauere ich da der Kapuze einer alten JW-Jacke (noch aus der guten alten Zeit) mit hochklappbarem Wangenschutz und ultragut gelöster Anpassung hinterher . Leider ging die Jacke am Ende ihrer Tage ungewollt in den Müll, denn das Schnittmuster hätte ich gerne aufhoben.

    Gruß, Philipp
    Geändert von Philipp (27.07.2012 um 11:14 Uhr) Grund: Tippfehler
    "Oft vereint sind im Gemüte Dämlichkeit und Herzensgüte." - W. Busch

  20. Erfahren

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    AW: Sind Decathlon, meru, usw. bloß günstig oder auch billig?

    #40
    Zitat Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
    Meiner Erfahrung nach nicht. Und wenn doch, liegt das Preis/Leistungsverhältnis oft ziemlich schlecht...



    Gibt es dazu standhafte Quellen? Ich halte das für einen Marketing-Gag. Ein iPhone kostet 12$ Produktionskosten, was soll da eine so oder so geschnittene Kapuze mehr oder weniger kosten? Der Unterschied ist vielleicht in der Entwicklung - während der eine Hersteller das Ding nur am Computer entwirft, bastelt der Andere vielleicht Prototypen und testet diese. Ich persönlich halte diese Argumentation der Hersteller für Unsinn! Nur meine Meinung...
    Huhu, der Unterschied liegt zunächst mal bei den Entwicklungskosten, nicht nur bei den Produktionskosten. Ggf im Testen der Prototypen. Mir passieren bei vielen Marken die Schnitte einfach nicht, oder es gibt Einzelheiten, die die Gebrauchsfähigkeit als solche in Frage stellen,... gilt übrigens auch für teure Marken, vor allem soclhe die nicht wirklich aus dem Bergsport kommen.
    Und dann kommt es doch auf den Einsatzzweck an, bei vielen Dingen tun es die "billigen" Varianten auch, die Vorteile der anderen kommen dann im Schneesturm, auf der langen Radtour o.ä. zum tragen...

    Gruß marmotta

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