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  1. Fuchs

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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #21
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Warum kann man die bestehenden Bestände nicht erhalten und muß in der Niederlausitz was neues schaffen?
    Das eine schließt das andere doch nicht aus.

    Und ich denke, dass auch du erkennst, dass deine Aussage

    Zu welchem Zweck sollte man was auswildern was niemand vermisst
    ziemlich "falsch" ist - denn anscheinend gibt es ja die Nachfrage nach diesen Auswilderungsmaßnahmen. Von daher scheint es genug Menschen zu geben, die dann doch die ein oder andere Art in unserer "Nachbarschaft" vermissen. Auch wenn du keinen Nutzen in der Auswilderung von Auerhühnern in Deutschland erkennen kannst, so kann auch ich zumindest keinen Schaden darin erkennen.

  2. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #22
    Zitat Zitat von sjusovaren
    Jetzt wurden als Ersatz Gehegetiere aus D, Österreich und Belgien eingekauft.
    Das Problem ist, daß man die für die beginnene Balz bereits in wenigen Wochen auswildern muß. Zu wenig Zeit für die Zuchttiere, sich anzupassen. Durch Mängel am Federkleid sind die Hähne teilweise kaum flugfähig; der Darm ist nach jahrelanger Gehegehaltung nicht mehr auf die natürliche Rohkost eingestellt etc.
    Mal ein Update.
    Die Sorgen haben sich bestätigt. Von den 9 eingekauften Hähnen konnten nur einer ausgewildert werden, plus zwei Wildfänge.
    Nun sollen nochmal 30 Tiere in Schweden gefangen werden. Hoffentlich nicht wieder nur Hühner.
    klick

    Für Outdoorer in der Gegend nochmal der Link zum Meldebogen, klack.
    Geändert von sjusovaren (25.05.2013 um 09:55 Uhr)
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

  3. AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #23
    Zitat Zitat von sjusovaren Beitrag anzeigen

    Für Outdoorer in der Gegend nochmal der Link zum Meldebogen, klack.
    Das ist ja auch so ein zweischneidiges Schwert. Im Schwarzwald besteht das Problem, die Tiere durch die entsprechenden Wildtiermanager zu zählen, aber sonst in Ruhe zu lassen. Bei Schnee fühlen sich aber etliche Schneeschuhgeher dazu ermuntert, so einer Spur zu folgen und damit beunruhigen sie das Auerwild in der Notzeit.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  4. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #24
    Zitat Zitat von sjusovaren Beitrag anzeigen
    Nun sollen nochmal 30 Tiere in Schweden gefangen werden. Hoffentlich nicht wieder nur Hühner.
    klick

    Für Outdoorer in der Gegend nochmal der Link zum Meldebogen, klack.
    Die Fänger sind zurück, klick.
    Wieder nur Weibchen.
    Der einzige Hahn starb. 19 Hennen wurden nun in der Rochauer Heide ausgesetzt, 7 erneut in der Liebenwerdaer Heide (wie die 27 von letztem Jahr auch schon).
    Zudem wurden noch während des Transportes 26 Eier gelegt, die erstmal in eine Aufzuchtstation im masurischen Nieden gebracht wurden.
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

  5. Fuchs

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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #25
    Zitat Zitat von sjusovaren Beitrag anzeigen
    Wieder nur Weibchen.
    Wenn man das liest, muss man sich schon ein wenig Gedanken über den (Un-)Sinn dieser Aktion machen ...

    Zudem wurden noch während des Transportes 26 Eier gelegt, die erstmal in eine Aufzuchtstation im masurischen Nieden gebracht wurden.
    Na ja, wenn da ein paar Männchen bei sind, könnte es vielleicht ja doch noch klappen.

  6. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #26
    Ein schwedischer Hahn wurde dann doch noch gefangen, klick.
    Wenn der Artikel stimmt, sind jetzt insgesamt 6 Hähne ausgewildert worden. Immerhin.
    Bleibt nur zu hoffen, daß die Tiere 1) überleben und 2) sich auch hier fortpflanzen.
    Mal schau'n, ob das Pilotprojekt die nächsten Jahre übersteht.
    Geändert von sjusovaren (08.06.2013 um 19:22 Uhr)
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

  7. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #27
    Zitat Zitat von bjoernsson Beitrag anzeigen
    Zudem wurden noch während des Transportes 26 Eier gelegt, die erstmal in eine Aufzuchtstation im masurischen Nieden gebracht wurden.
    Na ja, wenn da ein paar Männchen bei sind, könnte es vielleicht ja doch noch klappen.
    Ja, immerhin zehn Küken, darunter auch männliche.
    Trotzdem scheint die ganze Pilotstudie weiterhin nicht nur finanziell auf dünnen Füßen zu stehen,

    klick

    Immerhin scheinen die Tiere nicht alle gleich zu verhungern oder sonstwie zu versterben, wie bei ähnlichen Auswilderungsversuchen schon passiert.
    Bis zu einer Balz können wohl trotzdem noch Jahre vergehen. Besonders "reproduktionsfreundlich" scheinen diese Auerhühner ja generell nicht zu sein.


    PS, Outdoorer, die in der Gegend unterwegs sind, werden weiterhin um Mithilfe gebeten. Hier der Meldebogen bei Sichtung eines Tieres.

    klack (der alte Link, der schon gepostet wurde, geht nicht mehr)
    Geändert von sjusovaren (26.09.2013 um 16:28 Uhr)
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
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    Christian Morgenstern

  8. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #28
    Mit etwas Verspätung mal ein kleines Update.

    54 % der schwedischen Hühner haben bisher überlebt (was schon als Erfolg gewertet wird).
    Immerhin eine erfolgreiche Brut und Jungenaufzucht konnte nachgewiesen werden, klack
    Hoffentlich gibt es da eine hohe Dunkelziffer.
    Alles noch lange keine tragfähige Population, aber immerhin auch kein Fiasko.

    Da den Sendern inzwischen der Saft ausgegangen ist, werden Sichtungen zur Bestandskontrolle umso wichtiger:
    Zur Unterstützung des Projektes wird gebeten alle Sichtungen von Auerhühnern zeitnah an die Projektkoordinatorin Diana Sachs weiterzuleiten. Hierfür bitte den Auerhuhn-Meldebogen nutzen. Die Tiere bekamen vor ihrer Freisetzung Farbringe zur Kennzeichnung und Wiedererkennung. Für die Liebenwerdaer Heide wurden gelbe und für die Rochauer Heide blaue Ringe benutzt, welche jeweils mit einer zweistelligen Nummer und einem Buchstaben versehen sind.Bedeutsam sind zudem indirekte Nachweise. Dazu zählen Losungswalzen (Henne: 4cm, Hahn: 5cm lang); Fladenlosung (Mai – September: Beleg für Verzehr von Beeren, Blüten und Blättern); Flügelschlag (durch große Schwingen lautes polterndes Geräusch); Huderstellen für Staubbäder oft mit Federn und Federn allgemein, besonders zur Mauser zwischen Juni und August.
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

  9. Erfahren
    Avatar von Kaesehobler
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #29

  10. Erfahren

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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #30
    Da geht es aber um BIRKWILD und nicht um Auerwild!

  11. Erfahren
    Avatar von Kaesehobler
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #31
    Zitat Zitat von Gundhar Beitrag anzeigen
    Da geht es aber um BIRKWILD und nicht um Auerwild!


    (Aber immerhin auch um Schwed(inn)en ).

  12. Freak Liebt das Forum

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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #32
    Aber immerhin auch um Schwed(inn)en
    Die armen Tiere, was haben die verbrochen, daß sie in die Rhön müssen?

  13. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #33
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Die armen Tiere, was haben die verbrochen, daß sie in die Rhön müssen?
    Im Gegenteil, sie haben Glück gehabt.
    In der Rhön müssen sie nämlich keine Jäger auf zwei Beinen mehr fürchten.
    Solltest du doch wissen.
    Geändert von sjusovaren (19.11.2014 um 21:11 Uhr)
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

  14. Freak Liebt das Forum

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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #34
    Nur dummerweise lässt man sie dort in Ruhe von Krummschnäbeln und Füchsen fressen.

    Dann lieber in Schweden in die Suppe.

  15. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #35
    Zitat Zitat von sjusovaren Beitrag anzeigen
    Artenschutz oder PR-Aktion oder beides?
    In der Liebenwerdaer Heide wurden 27 Auerhühner ausgesetzt, klick, allesamt frisch aus Schweden importiert. Nur Hennen, aber man hofft wohl, aufgrund der in Schweden gerade stattfindenen Balz, trotzdem auf Gelege.
    Vor Ort in der Niederlausitz ist nämlich die Population bereits völlig erloschen und kein einziger Hahn mehr verfügbar, den man mit den Schwedinnen beglücken könnte. Und da diese Hühnervögel recht standorttreu sind, war in nächster Zeit nicht mit einer Neubesiedlung auf natürlichem Wege zu rechnen.
    Jetzt wird erstmal ein wenig Feldforschung betrieben, klick. Wenn der Versuch erfolgreich ist, sollen weitere Tiere folgen.
    Offensichtlich braucht man heute eine "attraktive" Art, um den biologischen Schutzstatus eines Gebietes gegenüber Politik und Wirtschaft (Tourismusbranche) durchsetzen zu können.


    PS, immerhin wird vor dieser Art keiner Angst haben.
    So, nach drei Jahren wird es Zeit, mal Bilanz zu ziehen.

    Das Pilotprojekt war erfolgreich, klick.
    25-30 Tiere konnten sich im neuen Lebensraum etablieren und es gab auch schon Bruten.
    Nun soll die Zahl vervierfacht werden, um in den nächsten fünf Jahren eine tragfähige Population zu erreichen.
    Schön ist, daß es nicht nur bei Fängen blieb, sondern auch schon Mittel für Renaturierungsmaßnahmen flossen. Davon profitieren viele Arten.
    Geändert von sjusovaren (15.05.2015 um 12:13 Uhr)
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

  16. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #36
    Habe das offensichtlich nicht zutreffende Bild mal herausgenommen.
    Das Bild stammte aus einen früheren Verbreitungsareal des Auerhuhns in der Sächsisch/Böhmischen Schweiz, wo es letztmalig angeblich 19 64 oder 19 68 gesehen wurde..
    Geändert von Abt (18.05.2015 um 09:29 Uhr)

  17. Erfahren

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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #37
    ...also Hühnerkacke is dat nich !....vielleicht Reh oder Hasen-AA
    Gruss aus Hamburg

  18. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #38
    Auf alle Fälle werde ich nun unterwegs Spuren etwas genauer betrachten.

  19. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    AW: 27 Schwedinnen für die Niederlausitz - Die Wiederansiedlung des Auerhuhns

    #39
    Zitat Zitat von sjusovaren Beitrag anzeigen
    So, nach drei Jahren wird es Zeit, mal Bilanz zu ziehen.

    Das Pilotprojekt war erfolgreich, klick.
    25-30 Tiere konnten sich im neuen Lebensraum etablieren und es gab auch schon Bruten.
    Nun soll die Zahl vervierfacht werden, um in den nächsten fünf Jahren eine tragfähige Population zu erreichen.
    Schön ist, daß es nicht nur bei Fängen blieb, sondern auch schon Mittel für Renaturierungsmaßnahmen flossen. Davon profitieren viele Arten.
    Fast vier weitere Jahre sind vergangen. Das Projekt läuft immer noch, klick.
    Inzwischen wurden über 300 Tiere ausgewildert.
    Ablauf wie zu Anfang. Die in Schweden gefangenen Tiere werden entweder selbst ausgewildert, oder, wenn sie beim Transport Eier legen, ihre Brut aufgezogen und dann ausgewildert.

    Im verlinkten Artikel ist von "allein 2017 gesichteten über 200 Tiere" die Rede. Gemeint sind Sichtungen.
    Die Population wird, basierend v.a. auf Federfunden, auf nur etwa 100 Tiere geschätzt.
    Also haben gut zwei Drittel der unfreiwilligen Immigranten leider nicht überlebt.
    Brut im Gebiet rechnerisch mal außen vor gelassen. Die ist wohl bisher auch nur in einer Handvolll von Fällen pro Jahr nachgewiesen.

    Auf "Kurs" ist man also durchaus, aber ob das ein "Erfolg" wird, bleibt offen.
    Von einer sich selbst erhaltenden Population ist man jedenfalls noch weit entfernt.
    Immerhin hat man aber inzwischen eine knapp dreistellige Zahl an Tieren, die hier überlebt. Und Auerwild wird auch relativ alt.
    Jetzt gilt es, die Lebensbedingungen so zu verbessern, daß auch die Reproduktion klappt.
    Mein Fazit bleibt bestehen. Der Hauptnutzen dürften die dafür getätigten Renaturierungsmaßnahmen sein. Das Auerwild ist eher der werbewirksame Aufhänger, um diese durchzusetzen.
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

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