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  1. Vorstand
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    Daunenquilt oder sowas

    #1
    142 cm Brustumfang, ca. 178cm Schulter-/Oberkörper-Umfang DAS sind die Masse um die es geht

    Im letzten Jahr habe ich mir extra einen RackPack M hinten auf das Rad geschnallt


    um meinen riesigen Ajungilak Kufa-Deckenschlafsack (ok und ein wenig mehr) überhaupt mitzubekommen Packmass einfach astronomische Ausmaße, wird bestimmt schon in Lichtjahren gemessen , Gewicht schwer, ... und noch dazu warm, mir fast immer zu warm und auch wenn die Weite passt, so doch irgendwie nicht bequem, weil ich mich in der Nacht so verdrehe, dass ich mich mehrfach pro Nacht frei kämpfe muss

    Es musste also was Neues her und hier wird man ja nicht nur mit etaProof-Jacken inspiriert, sondern auch mit fetten Schlafvögeln Problem war die verfügbare Zeit, um alles zu bekommen, Bestellen per Internet war zu kurzfristig und "Kalandrierung" in HH fast unbekannt. Zum Glück gibt es hier eine Federn-/Daunen-Betten-Firma, die mir zwar weiterhelfen wollte, aber dann auch wg. Urlaub zu machte Aber nun wusste ich, worauf ich achten muss, um (halbwegs) daunendichten Stoff zu erkennen und fand tatsächlich wieder in der "Resterampe" Stoff, vielleicht etwas schwerer, aber nette Farben

    Aber zurück zu den Überlegungen zur Umsetzung. Selbst ein Quilt hätte für mich riesige Ausmaße gehabt und angesichts meiner "Schlafdynamik" war ich mir nicht soooo sicher, dass das Konzept für mich passen würde. Dazu kam dass ich meine Exped Synmat 7 zwar als sehr bequem, aber ebenfalls als viel zu warm empfand, sprach wiederum für einen Quilt. Ein Einbeziehen der Matte mit Ihrer 67cm Breite brachte auch endlich ein Quiltmaß zustande, dass akzeptabel klang. Wie aber die Verbindung schaffen und wie vermeiden, direkt die Matte vollzuschwitzen / schmutzen?

    Ganz einfach, ein Betttuch … ein wenig gemalt und geprobt und dann die Ecken angezeichnet


    und nur wenig später war das Spannbetttuch fertig


    mit ca. 15-20cm ist der Stoff auch so weit unter der Matte, dass er dort bleibt, wenn man drauf liegt. An der unteren Seite läuft ein Körperband herum, dass immer nur 10cm angenäht ist und dann 5cm frei ist. Das war eine Arbeit auf 10,40 Länge


    Dann kam das nächste Problem … woher die Füllung bekommen? Die netten Daunenfirma in Urlaub und auch nicht so richtig "Outdoor"-Material, zwar super teuere Daunen, aber halt nicht das, was mir vorschwebte (welch Kalauer, wenn man einmal mit Daunen gearbeitet hat ) Auf Grund von "planerischen Schwierigkeiten" war der massgeschneiderte Schlafsack, den ich bestellen wollte, auch nicht so schnell lieferbar, ABER der sehr hilfsbereite Hersteller machte eine riesen Ausnahme und verkaufte mir zu sehr akzeptablem Preis 800cuin Daunen … nur die kamen und kamen nicht Das Angebot vom dänischen Bettenlager mit einer Daunendecke zu 50% des Preises klang auch nicht schlecht und die Bauschkraft sah auch gut aus, wobei die erste dort gekaufte Decke gleich von der GöGa beschlagnahmt wurde … "so gut, habe ich lange nicht mehr geschlafen" … na, DAS freut mich doch aber Also Umplanung und die ODS-Excel-Tabelle umschreiben, nicht mehr die Daunenmenge variieren, sondern die Kammernbreite, damit dann 1:1 die Kammern der Daunendecke in die Kammern des Quilt gestopft werden können sollten.

    Dann geht es endlich los

    Aufkleben der Netzstreifen mit untauglichen Mitteln … kurz vorm Wahnsinn, also schnell festnähen


    und dann Hochzeit von Unter-und Oberteil


    da fing dann das Problem an, dass der Unterfaden Ärger machte, ob es an der 60er Nadel (zu dünn?), dem sch… Faden oder dem Material lag, weiss ich nicht, muss aber nächste Woche sowieso zum Nähme-Doc. Gerade Naht ist was anderes, aber funktional war alles prima.

    Und dann passierte Dienstag Morgen, Mittwoch Nacht sollte es losgehen, das unglaubliche Nur durch Zufall war ich noch im Haus und kam gerade aus dem Keller hoch und sah so noch den Paketboten zurück Richtung Auto gehen und dann hielt ich es in den Händen :Bartsch:


    nur wenige Minuten später musste ich das erstmal schlucken, als sich die Liefermenge immer mehr und mehr entfaltete

    "nur" 500g 800cuin sind so unglaublich viel, wenn man es noch () auf einem Haufen sieht.


    Die Idee aufgegriffen einen Down-O-Mat zu nähen, aber … entweder hatte ich das falsche Material, oder es oder die Daunen waren so aufgeladen, oder … keine Ahnung, aber es funktioniert gar nicht … Gipfel war dann, als mir Nachts um 2:45 die grosse Öffnung aufsprang und ich einen Teil des Wohnzimmers in eine Winterlandschaft verwandelte Saugen bis um 3:20, Schlafengehen in der Gewissheit doch wieder mit dem riesen Trumm loszumüssen.

    Am nächsten Morgen mir dann Füllpatronen aus Schreibtischunterlagepapier gerollt , dann mit dem Down-O-Unfall vor die Haustür gesetzt und die Daunen dort bzw. dann aus dem darin befindlichen Versandkissen in die Patronen stopfen. Ich dann mit Buff vorm Mund und dich geschlossener Regenjacke zunehmend in das ganze eintauchend, während der einsetzende Wind ab und an kleine Wolken durch die Gegend trieben, die Nachbarin wirkte sehr, sehr befremdlich … muss ein Bild für die Götter gewesen sein

    Danach erstmal Frühstückspause und Regenschauer abwarten. Dann die Hülle und wieder raus, Patronen bis ca. die Mitte einführen und Besenstil so tief rein, wie möglich. Pro Kammer jeweils erstmal eine, dann im "Kragen", den oberen beiden und den unteren Kammern jeweils noch Teile rein.

    Puh, geschafft … der Vorgarten, die Eingangstür, die Auffahrt … alles wie im Winter

    Ich bitte zu entschuldigen, aber ich war da so weit am Rande des Wahnsinns, dass ich nicht daran dachte, diese Momente fotografisch fest zu halten


    Eigentlich wollte ich die Seiten ein wenig anders realisieren, aber nun sind die Ober und die Unterseite eingeklappt, dazwischen noch ein ca. 3-4cm breiter Streifen Stoff ein- und auf einander genäht worden.


    Darein dann Knopflöcher, um damit dann eine mehr oder weniger luftige Verbindung zu dem "Spannbetttuch" zu ermöglichen. Das orange Körperband war nur eine Notlösung, in 12h ging der Zug und die Regenhose gab es auch noch nicht , zum Glück sind die Kamsnaps ja nicht soooo teuer. Leider lief dann meine Bernina ab dem 20. Knopfloch völlig Amok , aber das diskutiere ich dann nächste Woche mal mit dem Händler :Gosche:

    Also stellenweise nicht schön (ja, ich weiss, ich bin perfektionistisch) aber fertig und schon optisch sehr kuschelig

    unglaublich, wie das bauscht, wenn es fertig ist. Der Daunenspezi meinte noch, 500g würden NIEMALS reichen, man müsse da eher 1kg nehmen und Kammern nähen und so, na ja, Glück gehabt



    Dann kamen zwei spannende Fragen, Gewicht und Packmass … Also den aberwitzig klein wirkenden Packsack vom Sommerschlafsack meiner Frau geholt und gedacht, DAS wird niemals passen, dieses blau-schwarze fette Riesenmonster darein zu bekommen, aber es ging Also ab auf die Waage


    987g abzgl. 81g für den Packbeutel, macht 906g, die Hülle 418g - ok, die eingenähten Streifen und die Kordel am Kragen fehlten noch, aber d.h. ich muss tatsächlich so 450-480g der Daunen da rein bekommen haben , unglaublich, wenn ich den Bereich vor der Haustür sehe, oder der freundliche Herr hat ein "wenig" mehr in die Lieferhülle gestopft?

    Erfahrungsbericht
    Nach ca. 24h im Packsack dauerte es keine 10 Min. und der Quilt wirkte genauso prall, wie nach Fertigstellung. Es hatte lausige 2° C vor dem Zelt, ich mit Wollsocken, Shorts und dünner Fleecejacke in mein Schlafsystem und dies weitgehend umlaufen mit der Matte verbunden, nicht ultraeng geschnürrt, aber halt dran. Auch die Spitzen, die noch nach oben 20cm um die Matte herumreichten waren klasse, als Kapuzenersatz. Super geschlafen, kein bisschen kalt. Auch wenn die Daunen ein wenig an die Seite gerutscht waren, alles gut

    Dann stiegen die Temperaturen, in der letzten Nacht 18°, schwül und Gewitter … den Quilt nur locker übergeworfen, nix verbunden und auch das war gerade noch angenommen. Erfreulicherweise klebte der schwarze Stoff auch viel weniger auf der Haut, als befürchtet.

    Auch nach einer Woche ein- / aus-packen war die Bauschkraft noch ein Traum und ich war heute sehr froh, als ich das Betttuch in die Maschine werfen konnte

    Mittlerweile sehe ich über die vielen kleinen und größeren Nähmacken hinweg und freue mich einfach nur noch



    Edit: Und nun schreibe ich noch 1000x auf die Tafel "Du sollst die Bilder IMMER in die ODS-Galerie laden und nich zu Flickr hochladen!"
    Geändert von HaegarHH (10.11.2016 um 21:13 Uhr)

  2. Dauerbesucher
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #2
    Das sieht ja sehr schön aus. :-)
    Was mich jedoch noch interessieren würde, welchen Stoff hast du genau verwendet und wie hat er sich geschlagen (hält sich die Zahl der geflüchteten Daunen in Grenzen)? Wie viel haben die Daunen etwa gekostet?

    Viele Grüße
    Toni

  3. Fuchs
    Avatar von Kris
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #3
    Zitat Zitat von HaegarHH Beitrag anzeigen
    [...]aber halt nicht das, was mir vorschwebte (welch Kalauer, wenn man einmal mit Daunen gearbeitet hat )


    Glückwunsch! Gibts auch eine Komplettansicht?
    „Barfuß am Leben ist auch was wert.“ - Kasperl

  4. Vorstand
    Fuchs
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #4
    Zitat Zitat von ToniBaer Beitrag anzeigen
    Das sieht ja sehr schön aus. :-)
    Danke

    Zitat Zitat von ToniBaer Beitrag anzeigen
    Was mich jedoch noch interessieren würde, welchen Stoff hast du genau verwendet und wie hat er sich geschlagen (hält sich die Zahl der geflüchteten Daunen in Grenzen)?
    Vorteil der "Resterampe" man bekommt vieles auch exotisches, aber man weiss fast nie, was genau es ist. Beide Materialien 100% Nylon, relativ dünn / leicht, aber sicher weit von den extrem dünnen Materialien von extremtextil entfernt. Beide sind dampf- / wasserdurchlässig, wie von mir getestet.

    Angeblich, so wurde mir das erklärt, kann man mit Fadenzähler sehen, wenn die Stoffe behandelt wurden, einmal das "zugekleistert" einer Beschichtung, aber auch andere Behandlung. Bei beiden Stoffe waren auf der einen Seite die Fäden noch richtig zu sehen, auf der anderen Seite waren sie "plattgedrückt" und so wie verschmolzen und auch nicht mehr rund. Auch konnte man trotz kräftigem Ziehen keine Löcher gegen Licht sehen. DIES soll ausreichen für daunendicht.

    Scheint auch so zu sein, es flüchtete innerhalb der einen Woche Schweiz genau EINE kleine Daune


    Zitat Zitat von ToniBaer Beitrag anzeigen
    Wie viel haben die Daunen etwa gekostet?
    Sie waren deutlich günstiger als in D verfügbare 700cuin Daunen, mit Versandkosten noch etwas günstiger, sind aber 800cuin Daunen. Aber wie geschrieben, dies war ein sehr spezielles Agreement und ich würde es gerne an Informationen dabei bewenden lassen.

  5. Vorstand
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #5
    Zitat Zitat von Kris Beitrag anzeigen


    Glückwunsch! Gibts auch eine Komplettansicht?
    Danke … nein, jetzt weiss ich, was fehlt … wird nachgeliefert

  6. Vorstand
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #6
    Zitat Zitat von Kris Beitrag anzeigen
    Gibts auch eine Komplettansicht?
    Klar








    Maße:
    Breite
    unten ca. 100 cm = 70cm Matte + 30cm extra Haube (verschlossen), dass die Füße auch bequem da rein passen
    oben Stoffbreite ca. 140cm

    Höhe
    ca. 220cm - die Ausbuchtung oben geht ca. 30cm nach unten


    Edit: Es gibt wieder Bilder
    Geändert von HaegarHH (10.11.2016 um 21:14 Uhr)

  7. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #7
    Haegar, schon wieder ein neues klasse Projekt, Du hast aber eine ordentliche Schlagzahl.

    Warum hast Du eine Ausbuchtung oben gemacht?
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
    Das Leben ist reine Gewohnheit
    (Anna Achmatowa)

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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #8
    Zitat Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    Haegar, schon wieder ein neues klasse Projekt, Du hast aber eine ordentliche Schlagzahl.
    Danke … lass es mich mal so sagen, dass monatelange immer und immer wieder anschauen eines grossartigen Gimpel hat ein gewissen Verlangen erzeugt und nach dem Nähen den Respekt vor dem Werk noch deutlich vergrössert


    Zitat Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    Warum hast Du eine Ausbuchtung oben gemacht?
    Also ich habe lange darüber nachgedacht, was und wie ich will … und "brauche". Daher die Überlegung die Matte einzubeziehen und so einfach weniger Breite haben zu müssen. Einfach gerade oben fand ich beim "Probelaken" nicht so toll, bin ja nur 1,83 und die Arme habe ich häufiger oberhalb des Kopfes liegen. Die lägen dann beim "klassischen" Quilt frei, auch fand ich die Idee von Kuschelecken, wenn es mal im Zelt ein wenig zieht nicht schlecht. Wenn der Quilt komplett um die Matte befestigt wird, dann habe ich an jeder Seiten ca. 20-25cm die an der Stirnseite noch rumreichen. Dann die Schnur zu ziehen und durch die Rundung entsteht genau die passende Öffnung. Jetzt in der Woch Schweiz waren die Zipfel halt ideal um nicht befestigt einen Arm drunter zu packen.

  9. Vorstand
    Fuchs
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #9
    Nachdem ich schon die ganzen Bilder zu ODS hochgeladen und wieder hier eingestellt habe, will ich auch noch kurz etwas zur Fortsetzung schreiben.

    Der Quilt hat sich auf den diversen Reisen und Unternehmungen durchaus bewährt und ich mag es gerne unter dem Quilt zu schlafen, weil es deutlich meiner Bewegung in der Nacht entgegen kommt. 2013 habe ich ca. 55-60kg abgenommen und damit ist er mir viel zu weit geworden, das ich insbesondere auch durch deutlich mehr frieren zu spüren kam, zusätzlich zu meinem ohnehin schon drastische Anstieg der Kälteanfälligkeit

    So "nett" die Idee mit den Bändern zum Anknöpfen war, so nervig war das, weil es einfach Zeit kostet, Lösung war tlw. einfach Quilt UND Laken zusammen zu verstauen, nur auch das hat häufig nix gebracht, weil man z. B. beim Essen im Zelt den Quilt wegmachen wollte und dann danach doch wieder anknöpfen musste. Und klar auch, so angenehm die Regulierung war, umso mehr ich fror, desto mehr merkte ich die Lücken.

    Also erstmal Schlankheitskur …

    … ca. 10-15cm pro Seite oben weg, unten immer noch ca. 5cm weniger. Dabei Umstellen auf direktes Anknöpfen an das Spannbetttuch …

    … leider halten die KamSnaps nicht so super klasse, sprich ab und an springt mal einer auf, dafür immer noch sehr viel flexibler zu befestigen als die Alternative mit Reißverschlüssen, die ich zwischenzeitlich auch im Kopf hatte.

    Aufgeknöpft sieht es dann so aus …

    … und von unten …


    Gewichtsmäßig hat es auch schon was gebracht, denn HIER ist jetzt das Laken schon mit drin



    Durch sehr energisches Schütteln - die Netzstege bringen da echt was - vor Abschneiden der Seiten hat sich der Daunenverlust in kleinsten Grenzen gehalten. War das Ding vorher schon fett, so ist es nun prall geworden

    Die Änderungen haben leider auch den Nachteil, dass die ausgeprägten Ecken im Kopfbereich deutlich kleiner ausgefallen sind, sprich es wird von oben deutlich schneller kühl, in einer kalten Nacht musste ich dann zum Daunenjäckchen greifen.


    Mittlerweile habe ich einen Exped Comfort 400 als Schlafsack im Einsatz. Wo der ganze Schlafsack mit ca. 485g Daune gefüllt ist, es ist schon interessant die Unterschiede zu erleben. Insbesondere wie viel schneller und einfacher man Nachts mal aus dem Schlafsack raus und danach wieder rein kommt. Wieviel Wärmegewinn die Kapuze bringt und die erhebliche bessere Isolation gegenüber dem Boden.

    Wenn ich weiss, dass Zeit nicht unbedingt so wichtig ist, z. B. weil keine Nervensäge neben mir liegt , und mir nach ein wenig mehr Komfort ist und nicht allzu tiefen Temperaturen zu erwarten sind, wird mich auch in Zukunft der Quilt begleiten. Ergänzen werde ich mein Setup wohl noch mit einem Schlafsack mit ca. 700-900g Daunenfüllung.
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  10. Dauerbesucher

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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #10
    Schönes Projekt; gefällt mir!

    Bis wieviel Grad nutzt Du das System?

  11. Vorstand
    Fuchs
    Avatar von HaegarHH
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #11
    Zitat Zitat von morit.z Beitrag anzeigen
    Schönes Projekt; gefällt mir!

    Bis wieviel Grad nutzt Du das System?
    Danke …oben im ersten Beitrag steht …

    Zitat Zitat von HaegarHH Beitrag anzeigen
    Erfahrungsbericht
    Nach ca. 24h im Packsack dauerte es keine 10 Min. und der Quilt wirkte genauso prall, wie nach Fertigstellung. Es hatte lausige 2° C vor dem Zelt, ich mit Wollsocken, Shorts und dünner Fleecejacke in mein Schlafsystem und dies weitgehend umlaufen mit der Matte verbunden, nicht ultraeng geschnürrt, aber halt dran. Auch die Spitzen, die noch nach oben 20cm um die Matte herumreichten waren klasse, als Kapuzenersatz. Super geschlafen, kein bisschen kalt. Auch wenn die Daunen ein wenig an die Seite gerutscht waren, alles gut

    Dann stiegen die Temperaturen, in der letzten Nacht 18°, schwül und Gewitter … den Quilt nur locker übergeworfen, nix verbunden und auch das war gerade noch angenommen. Erfreulicherweise klebte der schwarze Stoff auch viel weniger auf der Haut, als befürchtet.
    Ich denke, es gab danach ein paar Nächte mit ganz leichten Minusgraden und auch die liessen sich noch überstehen, Gewichtsabnahme (s. o.) etc. etc. andere Matte mit weniger R-Wert, … so aktuell würde ich wohl noch in dem Bereich bis 0° runter gehen.
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  12. Alter Hase
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #12
    Sieht gut aus. Also ich war und wäre viel zu faul für so eine aufwändige Form. Einfach Trapez und gut is. Du scheinst einiges an Daune noch nicht effizient zu nutzen. Evtl. zu viel Daune unter der Matte? Weil 500g 800 cuin Daune ist schon viel für 2°C mit Fleecejacke. Mein Quilt wiegt insgesamt nur 550g mit 350g 860 cuin Daune (die 860 cuin bezweifle ich). Damit komme ich mit T-Shirt bis 5°C.
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  13. Vorstand
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #13
    Zitat Zitat von Schmusebaerchen Beitrag anzeigen
    Sieht gut aus. Also ich war und wäre viel zu faul für so eine aufwändige Form. Einfach Trapez und gut is.
    Na ja, "damals" war er schon riesig und Trapez wäre noch riesiger geworden und die Ecken hatten - gerade im Vergleich mit nach der Schrumpfkur - auch Ihre Vorteile. Mit ein wenig Zeit zum Nähen und unter Berücksichtigung der Materialkosten von Daune, würde ich wohl eher noch länger an der Konstruktion feilen.


    Zitat Zitat von Schmusebaerchen Beitrag anzeigen
    Du scheinst einiges an Daune noch nicht effizient zu nutzen. Evtl. zu viel Daune unter der Matte? Weil 500g 800 cuin Daune ist schon viel für 2°C mit Fleecejacke. Mein Quilt wiegt insgesamt nur 550g mit 350g 860 cuin Daune (die 860 cuin bezweifle ich). Damit komme ich mit T-Shirt bis 5°C.
    Hmmm …auf welche meiner Aussagen beziehst Du Dich genau?

    "Damals" war er von der Fläche riesig und ich fand die Füllung angemessen, schrieb ich ja auch, dass ich problemlos mit nur Merino-Unterwäsche bis an den Minusbereich damit schlafen konnte.


    "JETZT" bin ich einfach Frostbeule und mir ist schnell kalt, da mag der Körper unter dem Quilt noch eher zu warm sein, aber von oben bekomme ich es nicht zu genug und alles draußen ist gerade im Vergleich zum mittlerweile wieder verwendeten Schlafsack, zu kalt.

    UNTER der Matte ist nix, max. neben der Matte, der Quilt wird ja genau auf der Hälfte der Kante befestigt.

    Zusätzlich war mir halt bei den letzten Einsätzen von unten deutlich kälter, weil mit Quilt der Unterschied SynMat zu SynMat UL sehr viel mehr spürbar war.
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  14. Alter Hase
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #14
    Ich beziehe mich auf das was du einen Post vorher selbst zitiert hast.

    "Es hatte lausige 2° C vor dem Zelt, ich mit Wollsocken, Shorts und dünner Fleecejacke in mein Schlafsystem[...]"
    Das habe ich so interpretiert, dass du trotz lausiger 2 °C eine Fleecejacke und Wollensocken brauchst. Oder habe ich das falsch interpretiert?

    0 °C mit Unterwäsche passt dann schon eher
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  15. Vorstand
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #15
    Zitat Zitat von Schmusebaerchen Beitrag anzeigen
    Ich beziehe mich auf das was du einen Post vorher selbst zitiert hast.

    "Es hatte lausige 2° C vor dem Zelt, ich mit Wollsocken, Shorts und dünner Fleecejacke in mein Schlafsystem[...]"
    Das habe ich so interpretiert, dass du trotz lausiger 2 °C eine Fleecejacke und Wollensocken brauchst. Oder habe ich das falsch interpretiert?

    0 °C mit Unterwäsche passt dann schon eher
    ok …wir dröseln das mal gaaaaaanz langsam auf


    Das was Du da zitierst mit
    Es hatte lausige 2° C vor dem Zelt, ich mit Wollsocken, Shorts und dünner Fleecejacke in mein Schlafsystem[...]
    ist aus dem aller ersten Beitrag …da hatte der kleine Haegar noch so seine mind. 150kg und war ein kleines Wärmeheizkraftwerk, der Quilt aber eine Breite von *wiedersuchindenaltenbeiträgen* *nixfindfluch* …ca.(!) …oben 140-150cm und dafür war das nun nicht soooo viel Daune.

    Es war eine wirklich dünne Fleecejacke, deutlich unter 100er Fleece, das und die "Shorts" waren für mich und sind es eher leichte Schlafbekleidung. Da ist meine lange(!) 185-200er Merinowäsche (SmartWool oder Woolpower) schon ein ganz andere Kaliber. Btw. die Socken ignorieren wir an der Stelle einfach mal, kenne da div. Diskussionen hier, muss nicht ausarten

    "Lausig" meinte kalt und nicht "lächerlich wenig" … mein Senf kam früher wohl aus anderen Ecken wech


    Also "damals" auf SynMat 7 (nix UL oder so) empfand ich im XL+-Format den Quilt in der großen Breite als überraschend warm und kuschelig.


    Auf der SynMat 7 UL in der originalen Breite und MEINER Schrumpfkur war es bei mir +/- 0° das Zelt war außen zugereift schon grenzwertig zu kalt und da hatte ich schon die Merinowäsche an und AFAIR noch irgendwelche Klamotten oben rein gestopft und Mütze auf.


    NACH der Schrumpfkur (also jetzt des Quiltes) und einer EVA unter der SynMat 7 UL finde ich ihn bis an den Minusbereich mit der Merinowäsche ok, tlw. halt mittig unterm Quilt eher zu warm, an den Lücken zugig und oben eher zu kalt.


    Jetzt verständlich
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  16. Alter Hase
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    AW: Daunenquilt oder sowas

    #16
    Ok dann habe ich das lausig falsch interpretiert.
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