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  1. Wie mache ich mir eine Oilskin aus nem alten Baumwollmantel?

    #1
    Hi ihr

    ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
    Ich habe einen liebgewonnenen Baumwollmantel, den ich richtig schön wasserdicht machen will (möchte damit Skifahren).

    Gibt es jenseits einer NikWax - Imprägnierung (die auf der Piste leider nicht all zu lange hält) eine Möglichkeit, quasi nachträglich eine Wachsjacke / Oilsskinjacke draus zu machen?
    Würde dieses DrizaBone Wachs dafür funktionieren?
    Gäbe es ne kostengünstigere Alternative?

    Danke schon mal für eure Ideen,

    gruss Sopho

  2. #2
    Also ich kann dir zumindest sagen das ein Oilskin nicht mit einem europäischem Wachsmantel zu vergleichen ist.

    Oilskin Bekleidung wird in heißem Öl "gebadet" während Wachskleidung eben nur gewachst, sprich das Wachs aufgetragen, wird. Daher ursprünglich auch der Name.

    Eine richtige Oilskin wirst du meines Wissen so also nicht hinbekommen. Ich könnte mir ausserdem auch vorstellen das die Winddichtigkeit von Oilskin nicht nur durch das Herstellungsverfahren, sondern auch durch sehr dichtgewebtes Ausgangsmaterial erreicht wird.

    Die Merkmale einer normalen Wachsbekleidung solltest du, nehme ich an, durch sorgfältiges und sachgerechtes Imprägnieren aber schon erreichen können. Ich würde mich da aber vorher kundig machen wenn du an dem Stück hängst. Es ist ja ein traditonelles Material, also sollte sich da vermutlich auch einiges an Infos zu Herstellung ect. im Web finden lassen.

    Oder du wählst ein anderes Imprägniermittel wenn es dir nur um die Wetterfestigkeit geht, da gibt es ja heute zig Mittelchen. :wink:

    Gruß

    NoFrontiers

  3. Dauerbesucher

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    #3
    Man kann durchaus Baumwollbekleidung einwachsen.

    Am besten funktioniert das jedoch mit enggewebten Stoffen; bei jeansartigen oder gröberen Geweben sind die Resultate nicht gerade überzeugend.

    Habe das selbst mal vor etlichen jahren an einem BW Anorak mit Barbour Wachs durchgeführt.
    Das Resultat war durchaus gelungen, war aber eine elende Arbeit.

    Das cremeartige Wachs wird dabei in das Kleidungsstück einmassiert, was durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen kann.
    Anschliessend muss das ganze mit einem heissen Fön behandelt werden.
    Das äussere Erscheinungsbild der Jacke ändert sich dadurch erheblich in Richtung "Wachsjacke".

    Der daraus resultierende Geruch ist nicht jedermanns Sache; auch ins Auto sollte man sich damit nicht setzen.

  4. #4
    yep. Dass das Arbeit bedeutet, hab ich schon befürchtet

    Danke erstmal für eure antworten. der Mantel ist eher wie weicher Jeansstoff, leicht gefüttert - da kommen schon ein paar Quadratmeter zusammen, er ist wadenlang.
    Im normalen Leben trage ich ihn nicht mehr, aber für´s Skifahren wäre er optimal - daher würde ich es auch verkraften, wenn ich ihn "designmässig" etwas versaue - er kann, darf, soll ja schon lieber verwegen aussehen

    ich denke mal, die Wachs-aktion gebe ich mir mal.
    Gibts dafür eine vom Preis-Leistungs Verhältnis besonders gute Marke / Bezugsquelle ?

    Kennt ihr die NikWax Cotton Einwasch- Imprägnierung? Wäre das eine Alternative?

  5. #5
    Hallo,

    ich habe mal eine Baumwolljacke und -hose mit NikWax Einwaschwachs behandelt. Hat sich aber nicht so bewährt, da das Ergebnis sehr ungleichmäßig war. Komische Wachsflecken etc. So waren die Sachen nicht tragbar. Haben sie dann noch ein oder zweimal gewaschen, um das einigermaßen wieder hinzubekommen. Dann waren die Wachsflecken halbwegs weg, aber ich schätze an den Stellen, wo vorher nur wenig Wachs war, war es dann wieder ganz weg... Ich glaube, mit Handarbeit bekommt man ein besseres Ergebnis!

    Viele Grüße,
    Thomas

  6. Neu im Forum

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    #6
    Ich habe die besten Erfahrungen mit dem Wachs von Barbour gemacht. Die Imrägnierung hält dann im Schulterbereich so etwa 4 - 5 Regentage aus.
    Die Originale von Barbour sind meines Wissens direkt mit gewachstem Faden gewebt. Das hält selbst dann noch, wenn die oberflächliche Imprägnierung abgeschabt ist.

    Gruß

    Uli

  7. #7
    ihr seid klasse, danke!!!


  8. Fuchs
    Avatar von Monika
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    Tipp zum wachsen

    #8
    Hi,

    wenn du Baumwollbekleidung mit der Hand wachst dann kann man den Wachs entweder einföhnen oder aber die Sachen nach dem Einwachsen in einen Trockner stecken - das Resultat ist beim Trockner deutlich gleichmässiger als beim Fön! (Einfacher ist es zudem auch )

    Allerdings ist das einwachsen mit normalen Wachs schon ziemlich anstrengen, und um einen Mantel wirklich richtig zu wachsen ist jede Menge Wachs notwendig.

    Gruß Monika

  9. Dauerbesucher
    Avatar von dike
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    #9
    Ist diese Liter-Dose G-Wax dafür geeignet?

  10. #10
    Versuchs doch mal mit Grönland Wachs. Benutze ich für meine Fjäll Räven Hosen.

    Die Hose ein paar minuten auf ein Backblech in den Backofen, bei 100 Grad mit halb offener Tür. Wenns sie heiß genug ist holl ich sie raus und dann wird sie gleichmäßig eingewachst. diese Prozedur mehrere male da sich das Material immer wieder abkühlt und das Wachs beim wieder erhitzen richtig in den Stoff einzieht. Nur vorsicht das das Kleidungsstück nicht direkt an die Heizstäbe kommen, ist mir beim letzten mal passiert :bash:

    Könnte mit ner Jacke auch funktionieren (ohne Gewähr)

    viel Spaß beim ausprobieren

    Andreas

  11. Dauerbesucher

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    #11
    Kann mir nicht vorstellen, daß Grönlandwachs hier (jeansartiger Stoff)etwas bringt.
    Das funktioniert eigtl. nur bei relativ glatten, eng gewebten Stoffen.

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