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  1. Outdoorbekleidung giftig???

    #1
    gerade im Fernsehen einen Bericht nebenbei verfolgt:

    Outdoorjacken-Gefahr für Umwelt und Gesundheit
    Text:
    "Sie lauern in Teppichen, Outdoorjacken und Imprägniersprays: Perfluorierte Chemikalien. Studien weisen darauf hin, dass diese Stoffe krebserregend sind und bei Kindern das Immunsystem schwächen. Und vor allem: Die Stoffe können in der Umwelt nicht abgebaut werden, reichern sich an. Sie finden sich immer stärker auch in Trinkwasser und Fischen, mittlerweile haben 90 Prozent aller Menschen weltweit Spuren von PFC im Blut. Eine der PFC-Verbindungen (PFOS) wurde vor Jahren verboten. Ein andere Verbindung (PFOA) allerdings nicht. Toxikologen und andere Experten kritisieren, dass die Politik viel zu spät handelt und die Industrie die Politik vor sich hertreibt. MONITOR hat eigene Stichproben gemacht in Outdoorjacken, Imprägniersprays und Teppichen und dabei jede Menge PFCs gefunden, selbst die längst verbotenen PFOS. Erstaunlich, wird die Industrie doch nicht müde zu behaupten, die Stoffe würden gar nicht mehr eingesetzt."

    ab 23:00 müsste hier der Beitrag online sein
    giftige Outdoorjacken

    etwas verunsichert und fragend

    Thomas
    "

  2. Gerne im Forum

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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #2
    so scheint es zu sein.
    ich habe gerade die letzten Tage den Werdegang von Nikwax studiert und bin auf ein ähnliches Ergebnis gekommen.

    Wirklich gruselig wird es, wenn man sich überlegt, wie viele Jahrzehnte Imprägnierungen dieser Art schon auf Jacken eingesetzt werden, ganz gleich ob es sich jetzt um Outdoor-, sonstige Sport-, Arbeitskleidung und normale Mode handelt.
    Unimprägnierte Textilien scheinen die Ausnahme zu sein, leider trifft das auch auf MYOG zu

  3. Gerne im Forum
    Avatar von blumenkohl
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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #3
    Naja Weichmacher, Antimon und Flammschutzmittel werden häufig von in Industrie Produkten verwendet.

    Bleibt nur die gute alte Strickjacke

  4. Dauerbesucher
    Avatar von nosports
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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #4
    Selbst in Baumwolle sind Fungizide drin.

  5. Fuchs
    Avatar von Serienchiller
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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #5
    Achtung, Halbwissen: So weit ich weiß sind fast alle guten Imprägniermittel Fluor-Kohlenstoffverbindungen und allesamt nicht ganz unproblematisch.

  6. Fuchs
    Avatar von krupp
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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #6
    für frühaufsteher die sendung wird von 5-5.30 heute auf ard wiederholt.
    Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

  7. AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #7
    Fast jedes Textil ist vollgestopft mit chemischer Scheisse.
    ich erinnere mich an einen Bericht in dem der Schadstoffgehalt von lacklederstiefeln untersucht wurde. >Klärschlamm aus einem Hafenbecken war das Ergebniss.
    Aber wenn selbst Kinderregenbekleidung mit dem Zeug behandelt wurde, mit dem mal Schiffsrümpfe gegen Algenbewuchs bestrichen wurden (dort früher verboten als bei Textilien)?

  8. Fuchs
    Avatar von Dekkert
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    #8
    Bei viele Skandinaviern steht mittlerweile drauf, ohne pfoa zu sein.

    Gesendet von meinem MB525 mit Tapatalk

  9. Fuchs

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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #9
    Zitat Zitat von Dekkert Beitrag anzeigen
    Bei viele Skandinaviern steht mittlerweile drauf, ohne pfoa zu sein.

    Gesendet von meinem MB525 mit Tapatalk
    Vorsicht: Nur weil dieses oder ein ähnliches Molekül nicht verwendet wird ist es gefährlich den trügerischen Schluss zu ziehen, diese seinen WENIGER gefährlich.

  10. Alter Hase
    Avatar von Stephan Kiste
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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #10
    Hinzu kommen die Micropartikel,
    die beim Waschen abgetrennt werden und mitlerweile
    die Welt fast komplett überzogen haben.

    http://www.feelgreen.de/umwelt-durch...52598172/index

  11. AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #11
    Danke für die bisherigen sachlichen Beiträge
    ...ich und meine Frau haben die Sendung gesehen (und verlinkt), wir wissen um das Problem und stehen
    als Verbraucher/Konsument vor dem Problem, wie dieser Konflikt zu lösen ist.
    (Schon wieder ein Bereich mehr, der zur Wissensaneignung Zeit und Energie verschleißt
    ???berifft das Problem auch Zelte, Packsäcke, Schlafsäcke, Unterwäsche, Fleece???)
    Selbst wenn es Halbwissen sein sollte, mein bisheriges Vertrauen in Outdoorbekleidung ist hin.
    Ich und meine Familie schätzen seit Jahren ihre Vorteile, ich habe sie dementsprechend ausgerüstet
    14 Tage outdoor paddelnd mit Familie, da will man
    * die Gesundheit der Kinder wegen durchnässter Kleidung nicht riskieren
    * das Packvolumen nicht unnötig vergrößern
    * auch mal Regen und Wind draußen und drinnen im Zelt/Schlafsack genießen können
    UND sich selber und die Natur nicht mehr schädigen als nötig...
    es reicht schon die Anfahrt mit dem Auto.

    Für dieses Jahr steht keine Anschaffung an, also erst einmal Infos suchen/abgreifen.
    Vielen Dank für eure Hilfe.

    Thomas

  12. AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #12
    Tja, gute Frage, Thomas, da bräuchte es wohl das Wissen eines Chemikers bzw Biochemikers. was die Auswirkungen von Fluor-Carbon-Verbindungen auf den menschlichen Organismus betrifft. Alternativ kannst du mal pubmed durchstöbern, wie so die Studienlage dazu aussieht.

  13. Wido
    Gast

    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #13
    .....mein bisheriges Vertrauen in Outdoorbekleidung ist hin.
    ?? Vertrauen ? Sorry, aber wie naiv kann man denn sein ?

    Industriell gefertigte Bekleidung, ganz gleich ob "Outdoor" oder "Modisch" ,wird schließlich in den meisten Fällen von in erster Linie ergebnisorientierten Unternehmen produziert, nicht von irgendwelchen kleinen "Ökoklitschen" ( Ausnahmen hiervon gibt´s sicher - bevor sich wieder jemand genötigt fühlt, diesen Thread mit Gegenbeispielen zu überfluten.... )

  14. Anfänger im Forum

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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #14
    Ich fürchte, da kann man erstmal nicht viel machen. Es ist doch wie bei den Lebensmitteln: Da versucht man, sich gesund und umweltgerecht zu ernähren und dann erfährt man, dass "fangfrische Nordseekrabben", die man an der Nordsee verspeist, in Marokko gepult worden sind. Oder dass irgendandere Gifte enthalten sind, wo "Bio" draufsteht.

    Leider ist es so, dass in unserem Wirtschaftssystem nicht für die Bedürfnisse der Menschen produziert wird, sondern wegen des Geldes, die man mithilfe der Bedürfnisse jedem aus der Tasche zieht. Deshalb wird munter jeder bekannte Dreck weiter produziert, mit bekannten Auswirkungen auf Mensch, Tier, den ganzen Planeten. Man muss sich das mal vor Augen halten: Man weiß von all dem Mist und macht einfach so weiter! So fabriziert man tolle Funktionsjacken, in denen Gifte enthalten sind, von denen man sehr wohl weiß...

  15. Dauerbesucher

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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #15
    Ich denke, die Ökobilanz für die meisten Outdoorkativitäten ist insgesamt nicht so rosig, wie wir es wohl alle gerne hätten bzw. wie es die Industrie uns vorgaukelt. "Leave no trace" ist wohl nur Wunschdenken, wenn man es ganz genau nimmt. Vielleicht kommen wir "Outdoorer" dank des Berichts von Monitor jetzt mal von unserem hohen Ross gegenüber Pauschaltouristen etwas herunter.

  16. Gerne im Forum

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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #16
    Die Industrie wird das kaum ändern können.
    Ich denke die Outdoorszene sähe ganz anders aus, wenn der Komfort von Membranen, DWRs und leichten Zeltgeweben nicht gegeben ist. Darauf beruht ja letztendlich der gesamte Markt.
    Nikwax ersetzt das FC durch EVA. Viele von uns schlafen da Nächte lang in shlecht durchlüfteten Räumen drauf. Ich finde aber keine Angaben dazu, wie gewöhnlich es ist in diesem Material Weichmacher o.ä. einzusetzen. Möglicherweise gibt es da in 15 Jahren einen riesen Aufschrei, vielleicht aber auch nicht.
    Die Vermutung, dass die schönen bunten Schaumstoffsandalen diverser Hersteller nicht so ganz sauber sind, hat sich kürzlich wohl auch bestätigt.
    Das Naturprodukte keine Alternative darstellen wird auch schnell klar, wenn man sich anschaut, wie viel Chemie benötigt wird, um Bauwolle, Leder oder die ach so flauschige, maschinenwaschbare Merinowolle zu uns in die Läden zu bekommen.

    Mein aktuelles Nähprojekt wird eine Jacke aus Mischgewebe, welches mit Wachs ausgerüstet wird. Ganz im Stil von Fjällräven.
    Die werksseitige Imprägnierung des Stoffes habe ich noch vor dem Zuschnitt ausgewaschen, da sie meiner Meinung nach im Klärschlamm immer noch besser aufgehoben ist als im Magen des Bäres, der mich im Wald verspeißt.
    Seit gestern abend weiß ich aber, dass die Stoffe wohl eher im Magen eines Eisbäres landen werden, der sich von Robben ernährt. Es ist ein ähnliches Übel, aber ich habe dazugelernt und werde für mich konsequenzen ziehen.

    Die Unwissenheit der Nutzer (mich natürlich eingeschlossen) sehe ich also als sehr problematisch an. Eine Jacke mit einer PTFE Membran ist unabhängig von der Produktion und Nutzung irgendwann Sondermüll.
    Sie Verottet nicht, wird beim Verbrennen hochgiftig und lässt sich nicht mal eben so dem Wertstoffkreislauf zuführen. Eigentlich müsste man sie dem Hersteller wieder vor die Füße legen, aber wer tut das schon in der riesigen textilen Welt.
    Zum Glück kommen kommen Vorschläge wie: "Kauf dir doch 5 10€ Jacken von Decathlon anstatt einer 300€ Hardshell" in diesem Forum eher selten vor, aber auch das habe ich schon gesehen.

    Mir hat das Thema einen weiteren Tag versaut, aber ich danke Thomas trotzdem, das er es angesprochen hat.
    Die Industrie präsentiert all diese Sachen natürlich nicht in der Öffentlichkeit und nur wenige recherchieren so intensiv vor einem Jackenkauf.
    Ich hoffe dieser Thread wird lange Zeit auf der ersten Seite des Kleidungsforums stehen und nicht von den heißen Diskussionen, welche im Ausrüstungsforum zur Zeit laufen, in den Schatten gestellt werden.
    Zum Nachdenken anregen kann nie Schaden und wenn es auch nur die krasse Überschrift ist. Vielleicht könnte es im ODS-k(l)eine-Spuren erwähnt werden - mMn gehört das auch genau da hin.

    Felix

  17. Freak Liebt das Forum

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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #17
    Vielleicht wäre es eher ein Ansatz sich mal Gedanken darüber zu machen wo ein Hersteller produziert, hierzulande ist sicher einiges mehr verboten als in BanglaDesh.
    Hier gibts Hersteller die auf ökologische Baumwollproduktion Wert legen, genauso wie bei Wolle und Leder.

    Aber man sollte sich nix vormachen auch grubengegerbtes Leder belastet die Umwelt und zwar nicht zu knapp.


    Der Verzicht auf Kunststoffe fällt manchen sicher nicht einfach, wenn man mal die Jünger des UL denkt, oder Veganer usw.

  18. Neu im Forum

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    Ernstes Thema: Zweifel an der Existenzberechtigung von Outdoorkleidung

    #18
    Hallo liebe Community,

    ich habe mich gefragt, was ist eigentlich der Reiz an Outdoorbekleidung?

    Ich denke, es ist der technische Fortschritt, der die Kombination aus Lifestyle, und Naturverbundenheit ermöglicht. Mich hat es auch erwischt, dass ich fast jeden Tag in der Biete/Suche Abteilung nach Schnäppchen suche. Ich habe nicht den größten Geldbeutel, da ich von 500€ im Monat leben muss, kaufe mir aber totzdem gerne gute, teure Funktionskleidung. Zugegeben schon ein kleiner Irrsinn.

    Gestern abend telefonierte ich mit meinem Großvater. Wie viele Rentner, guckt auch er abends Fernsehen. Auf ARD lief in der Sendung Monitor ein Bericht über Outdoorkleidung und dessen Industrie. Dass viele Hersteller sozial nicht korrekt arbeiten, wissen wir. Das machen auch nur die wenigsten. Wir akzeptieren das, bilden Bürgerbewegungen oder auch nicht und kaufen die Kleidung trotzdem.
    Aber was dort berichtet wurde, erwischte mich schon hart.

    Ich bin keiner, der alles glaubt, was in den Medien berichtet wird. Und auch das Erste Deutsche Fernsehen mag sich irren.

    Ich möchte euch nicht länger auf die Folter spannen, es geht um "Outdoorjacken und Imprägniersprays: Gefahr für Umwelt und Gesundheit"
    Knapp sieben Minuten dauert das Video, der Link ist hier http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/0301/outdoorjacken.php5

    knapp erzählt: Es geht um so genannte perfluorierte Chemikalien. Der gefährlichste Stoff unter ihnen: PFOS. Ein Stoff, der in wasser- und schmutzabweisenden Imprägnierungen enthalten sein kann, in Imprägnier-Sprays, aber auch in Jacken, Schuhen und in Teppichböden.


    Also ich möchte nicht, dass jetzt irgendein Schlaumeier kommt und sagt: überall lauern Gefahren, bleib doch ganz zu Hause, damit du nicht vom Auto überfahren wirst. Nein ich möchte eure Meinung dazu, und ob sich diese generalisierte Aussage: Outdoorkleidung ist umweltschädlich und gesundheitsgefährdend - irgendwie bekräftigen oder entkräftigen lässt.

    Ich bin einfach unsicher geworden.

    Liebe Grüße aus dem Spreewald


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    Dieser Beitrag stammt aus einem neueröffneten Parallelthread mit dem gleichen Thema und wurde hierher verschoben. Anja

    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden. Dein Team der
    Geändert von anja13 (02.03.2012 um 14:07 Uhr)

  19. Lebt im Forum
    Avatar von Homer
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    AW: Ernstes Thema: Zweifel an der Existenzberechtigung von Outdoorkleidung

    #19

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    wird verschoben, sobald wer zeit hat

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    Editiert vom Moderator
    Hiermit erfolgt. Anja

    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden. Dein Team der
    Geändert von anja13 (02.03.2012 um 14:05 Uhr)
    #staythefuckhome

  20. Fuchs

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    AW: Outdoorbekleidung giftig???

    #20
    Verallgemeinern....verallgemeinern wird keinem gerecht. Schade, dass in dem Monitor Beitrag keine Firmen genannt wurden. somit bleibts bei Verallgemeinern. Wir werden auf einen Stiftung Warentest Test warten müssen um zu spezifizieren.

    Wenn man allerdings nicht jedes Jahr ne neue Jacke kauft - und es mit dem Imprägnieren (jetzt mal Wachs ausgenommen) lässt, weiterhin kaputte Kleidung repariert, dürfte schon viel gewonnen sein.

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