Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. Ecuador

    #1
    Hi,

    bin leider zurück aus Ecuador , zwar nicht ganz Heil, da ich mir den Knöchel angeknaxt habe, aber glücklicher weise erst vier Tage vor ende der Tour.
    Es war super schön, ich bin von dem Land wirklich begeistert. Die Menschen dort sind sehr nett, die Landschaft ist wunderbar und die Vulkane sind einfach der Hammer. Das Essen ist dort sehr lecker, außer Meerschweinchen, das schmeckt zum Kotzen
    Leider ist aus meinem ersten 6000er nix geworden, da ich Probleme mit der Höhe bekommen habe. Das Programm ist höhenmäßig, auch der Hammer.
    Ankunft und schlafen auf 3000m, am Nächsten Tag geht es auf den Pichincha 4800m, hobby für mich, der erste muß bereits kotzen.
    Dann geht es ins Zeltlager, 4000m, für manchen beginnt eine schlaflose Nacht. Am Nächsten Tag rauf auf den Iliniza Norte,5116m, ein schöner alpenmäßiger Kletterberg, beim Abstieg wird mir übel, ich brauche 4 Paracetamol.
    Am Tag darauf geht es in den Cotopaxi Nationalpark. Wir schlafen wider auf 4000m im Zelt, nun sind wir aber alle gut akklimatisiert und schlafen gut. Am Nächsten Tag starten wir um 23:00, auf 4500m, den Cotopaxi zu besteigen, ab 5000m geht es nur mit Steigeisen und Pickel weiter. Bei 5100m dreht der erste um. Der Rest der Gruppe(vier) erreichten den Gipfel, 5897m, um 7:00, am Vormittag waren wir wieder unten. Es war für alle sehr schwierig, da die Höhe ab 5600m hart zugeschlagen hat und es eine recht lange Tour ist, die nur in der Nacht begangen werden kann, da die Gegend völlig vergletschert ist. Leider habe ich mich völlig verausgabt und konnte mich nicht passen regenerieren, um den Chimborazo zu besteigen.
    Zwischen Cotopaxi und dem Chimborazo war nur ein ganzer Reservetag, den man im Bus verbracht hat, da es zur Hütte am Chimborazo(4000m) ging. Am Tag darauf geht es um 21:00Uhr vom 4800m auf 6310m. Ich habe den Versuch unterlassen ihn zu besteigen, da ich mich noch so schlapp gefühlt habe und immer nach Luft japsen mußte. Auf 4000m benötigt man einfach mehr Zeit um sich von Strapazen zu erholen. Drei von fünf Leuten erreichen um 6:30 den Gipfel,6310m, der dann von einem Mitglied mit Kotze lackiert wird.
    Wir waren uns alle einig das es eine sehr schöne Reise war, aber bei den Besteigungen kann man nicht von schönen Bergfahrten sprechen, da diese für den Körper echt der Hammer sind. Jeder hatte mit Übelkeit und Kopfweh zu kämpfen. Man benötigt einfach mehr Zeit für solche Unternehmungen. Einen exakten Bericht werde ich bei Gelegenheit auf meiner Hompage posten. Nun geht es nach zuviel Wein und 23 Stunden Reise ins Bett.


    Christoph, der nächstes Jahr am Antisana und Chimborazo sein wird :wink:

  2. Fuchs
    Avatar von -CaRsTeN-
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    #2
    Hallo,

    schön, dass du wieder im Lande bist. Die Probleme mit der Höhe kenne ich nur zu gut, allerdings hatte ich wesentlich weniger Kopfschmerzen. Auch die Tatsache, dass ab 5600 ´die Höhe richtig zuschlägt, kommt mir bekannt vor ;)
    Mit welchem Veranstalter hast du denn die Tour unternommen, denn die Akklimatisierung ist ja noch schlechter in den ersten Tagen wie bei meiner Kili-Besteigung.... und da war sie schon an der Grenze des sinnvollen...

    Carsten

    ps.: wo bleiben einige Bilder ;)
    http://www.bergwandern.net
    Beschreibung von Tages- und Mehrtagestouren in den Ostalpen sowie ein umfangreicher Bericht über die Besteigung des Kilimanjaro und zur Annapurna Runde in Nepal

  3. Anfänger im Forum

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    #3
    Hallo,
    wie lange hat denn eure Reise gedauert?
    Nach der Beschreibung hört es sich so an als ob ihr im Schnelldurchgang die Berge bestiegen habt.
    Mit ein bißchen mehr Zeit zur Akklimatisierung hättest du den Chimborazo bestimmt geschafft.
    Ankunft (nach 24 Stunden?) und schlafen auf 3000m und am nächsten Tag gleich auf 4800m find ich ganz schön hart.
    Rapunzel

  4. Erfahren

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    #4
    @Christoph1972:
    Anpassungsgeschwindigkeit des Körpers an grosse Höhen: Oberhalb 2'500 müM sind das bloss 300 m/Tag. Hat der Körper nicht diese Zeit, weil man direkt vom Fluchzeuch rauf ohne vorgängige AKklim., dann gibz unweigerlich Kopfweh und Übelkeit und Schlafmangel.
    Einmal erfolgte Anpassung kann bei einigen Leuten bereits durch eine Klimaänderung (grösserer Flug genügt bereits) mehr oder weniger zunichte gemacht werden. Dann beginnt die Akklim. wieder ...
    Wusstest Du das nicht?

  5. #5
    @Carsten

    mit dem Summit-Clubm, via expediciones-andinas.com. War echt gut organisiert!

    @Rapunzel

    14 Tage

    2 Tage An/Abreise
    3 Tage Quito
    9 Tage Anden + Wechsel der Standorte, also nicht mal 9 ganze Tage im Gebirge. In der kurzen Zeit, 4800-5100-5900-6300m ist schon hart.

    @Michael

    Doch das wußte ich, aber was will man machen wenn der Urlaub begrenzt ist und ich mangels Partner eine organisierte Tour buchen mußte.

    Aber es war trotzdem SUPER, hat mir wirklich gefallen. Ich bin im nächsten Jahr wider dort!

    Christoph

  6. Anfänger im Forum
    Avatar von Was zählt ist die Mission
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    #6
    Ja, ja, der Schwammerl-Club.

    Von denen haben wir auch einige gesehen. Meiner Meinung nach ist das Ecuador-Programm zu dicht gesteckt. Wir hatten damals zweieinhalb Wochen (anderer Veranstalter), haben vor dem Iliniza, Cotopaxi und dem Chimbo noch paar Tage Akklimatisierungstouren gemacht. Sind an zwei Tagen zum Ilinitza, mit übernachtung auf der Hütte. Uns kam im Abstieg auch eine Summit-Club-Gruppe entgegen, die von unten los sind. Hätte ich in dem Moment auch keinen Bock gehabt. Die Leute sahen auch etwas überfordert aus, wohl auch wegen der schlechten Akklimatisation.
    Cotopaxi lief dann auch super, 0:30 los und um 6:00 alle oben. Danach hatten wir faktisch 3 Ruhetage. Da wir um 9:00 wieder unten waren kann man den Gipfeltag als Ruhetag zählen, dann ein richtiger Ruhetag und am 3. Tag auf die Hütte. 20:30Uhr ins Bett, 23:30 losgegangen, zum Sonnenaufgang gegen 6 oder halb 7 oben. Da hatten wir auch eine Seilschaft mit 3 Leuten, die umgekehrt sind. Das war schon anstrengend und vor allem sehr kalt, Die Höhenkopfschmerz ging. Paar Paracetamol sind aber trotzdem beim Abstieg vertilgt worden. (Warum bekommt man beim Abstieg häufiger Kopfschmerzen? Ist das die verzögerte Reaktion vom Aufstieg oder ist die Druckänderung beim Abstieg (wegen höherer Geschwindigkeit) größer???)
    Ich denke, bei uns hat vielleicht die etwas ruhigere Akklimatisation und vielleicht auch die Übernachtung (nicht "schlafen") auf der Ilinitza-Hütte den Ausschlag gegeben. Vielleicht war es aber auch nur Tagesform, manchmal verträgt man die Höhe besser, manchmal schlechter.

    Na ja, nach Ecuador kann man auch mehrmals fahren, und der Berg läuft nicht weg. Ich denke, Du hast trotzdem genug tolle erlebnisse gehabt. Trotzdem ist es immer schade, wenn es nicht klappt. Tröst.

    Viele Grüße
    Was zählt, ist die Mission

    PS: Meerschweinchen sind lecker!

  7. #7
    Wer war der Anbieter?

  8. Anfänger im Forum
    Avatar von Was zählt ist die Mission
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    #8
    www.bergschule-vips.de

    Kann ich wirklich nur empfehlen.

  9. #9
    Hier gibt es Bilder zu der Reise. Die Fotos sind von Mischa. Bis meine Bilder fertig sind wird es noch was dauern. Ich muß erst meine Dias irgendwie auf Cd bringen. Leider sind es nicht so viele alpine Bilder, die werde ich aber nachliefern. Mir sind sehr gute Aufnahmen gelungen, dank Spiegelreflex(die machen einfach die besseren Bilder)

    Christoph

  10. Freak Moderator
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    Re: Ecuador

    #10
    Zitat Zitat von Christoph1972
    beim Abstieg wird mir übel, ich brauche 4 Paracetamol.
    Das ist doch ein Schmerzmittel?! Hattet Ihr genug zu Trinken? Hat irgendjemand in der Truppe es mit Diamox o.ä. versucht?
    Das Programm ist glaube ich schon vorher diskutiert worden, finde die Stelle aber nicht; nachhher kann man leicht sagen "ja der Gummiclub" und v.a. scheint's ja Spaß gemacht zu haben...
    Das mit dem Knöchel war ohne Feind- (Berg-) Einwirkung? Marschbefreiung wieder aufgehoben?

    Gruß, Martin

  11. Re: Ecuador

    #11
    Zitat Zitat von Christoph1972
    beim Abstieg wird mir übel, ich brauche 4 Paracetamol.
    Das ist doch ein Schmerzmittel?! Hattet Ihr genug zu Trinken? Hat irgendjemand in der Truppe es mit Diamox o.ä. versucht?
    Ja gegen Kopfweh, genug zu Trinken hatte ich auch. Was ist Diamox?

    Das Programm ist glaube ich schon vorher diskutiert worden, finde die Stelle aber nicht; nachhher kann man leicht sagen "ja der Gummiclub" und v.a. scheint's ja Spaß gemacht zu haben...
    Jau goil wars, aber richtig!

    Das mit dem Knöchel war ohne Feind- (Berg-) Einwirkung? Marschbefreiung wieder aufgehoben?
    Ja, ich bin leider in ein Loch getreten, im dunkeln und das hat mir nen Bänderriss beschert .

    Gruss Christoph

  12. Freak Moderator
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    Re: Ecuador

    #12
    Zitat Zitat von Christoph1972
    Zitat Zitat von Christoph1972
    beim Abstieg wird mir übel, ich brauche 4 Paracetamol.
    Das ist doch ein Schmerzmittel?! Hattet Ihr genug zu Trinken? Hat irgendjemand in der Truppe es mit Diamox o.ä. versucht?
    Ja gegen Kopfweh, genug zu Trinken hatte ich auch. Was ist Diamox?
    Das kennst Du nicht?
    Ich bin bestimmt nicht für Pillenschlucken aber bevor man auf größere Höhen steigt sollte man sich doch erstmal über Höhenkrankheit und ihre Prevention informieren
    Link mit weiteren Links

    Der Wirkstoff Acetazolamid in Diamox wird eigentlich gegen Glaukom (grüner Star) eingesetzt. Das Zeugs wird aber in den hohen Weltbergen sowohl als Notfall- als auch Prophylaxe-Medikament gegen AMS geschluckt um nicht zu sagen mißbraucht. Wirkt harntreibend, also nicht unproblematisch.

    Aber Paracetamol kuriert (um nicht zu sagen: verdeckt) ja wohl offensichtlich nur die Symptome.

    Gute Besserung jedenfalls,
    Martin

  13. Re: Ecuador

    #13
    Das kennst Du nicht?
    Ich bin bestimmt nicht für Pillenschlucken aber bevor man auf größere Höhen steigt sollte man sich doch erstmal über Höhenkrankheit und ihre Prevention informieren
    Link mit weiteren Links

    Der Wirkstoff Acetazolamid in Diamox wird eigentlich gegen Glaukom (grüner Star) eingesetzt. Das Zeugs wird aber in den hohen Weltbergen sowohl als Notfall- als auch Prophylaxe-Medikament gegen AMS geschluckt um nicht zu sagen mißbraucht. Wirkt harntreibend, also nicht unproblematisch.

    Aber Paracetamol kuriert (um nicht zu sagen: verdeckt) ja wohl offensichtlich nur die Symptome.

    Gute Besserung jedenfalls,
    Martin
    Richtig, ich habe mit den Paracetamol nur die Kopfschmerzen unterdrückt. Das war aber völlig ausreichend, da es mir nach etwas Schlaf wieder blenden ging. So ein Medikament wäre overdos gewesen.

    Gruss
    Christoph

    Ps.das Thema ist sicher ein eigenes Topic wert!

  14. Freak Moderator
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    Re: Ecuador

    #14
    Zitat Zitat von Christoph1972
    Richtig, ich habe mit den Paracetamol nur die Kopfschmerzen unterdrückt. Das war aber völlig ausreichend, da es mir nach etwas Schlaf wieder blenden ging. So ein Medikament wäre overdos gewesen.
    ACK. Das richtige "Medikament" wäre eine längere Höhenanpassung gewesen; eine Diamox-Prophylaxe reißt bei dem knappen Fahrplan wohl auch nichts 'raus (abgesehen davon, daß man dann quasi "gedopt" ist ).

    Gruß, Martin

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