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  1. Gerne im Forum
    Avatar von ansgar
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #41
    hallo!

    ... danke für die zusammengestellten fotos! eine sehr eindrückliche erinnerung daran,
    einige "grundregeln" NIE zu vernachlässigen!

    daran, dass man sich noch nicht mal in alpine gebieten begeben muss um sich ernsthaften gefahren auszusetzen, erinnert übrigends (z.b. auch) eine gedenktafel auf dem laugavegur in island. dort ist vor einigen jahren im sommer ein junger mann in einem schneesturm umgekommen. die gedenktafel steht ca. 60 min fussweg von der nächsten hütte entfernt. ... und auch dort kann man überraschend viele menschen beobachten, die z.b. in jeans & ohne regenklamotten im Gepäck, etc. losziehen.


  2. Anfänger im Forum
    Avatar von öcsi
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #42
    Nix für ungut, aber man könnte beim Lesen einiger Beiträge den Eindruck bekommen, dass Wetteränderungen im Gebirge für einige tatsächlich noch eine Überraschung sind.
    Und weil schon wieder eifrig Material aufgezählt wird, dass man ja zur Sicherheit mitnehmen könnte: auch ein zu schwerer Rucksack kann ein Risiko darstellen. Und oft reicht es schon, den aktuellen Wetterbericht aufmerksam zu lesen und zu verstehen. Was die Notfallausrüstung nicht ersetzt, sie aber trotzdem erheblich verkleinern kann.
    Viel Spaß beim Kraxeln!
    Öcsi
    raus, nur raus!

  3. Erfahren
    Avatar von Wanderzwerg
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #43
    Hallo!

    (...) dass Wetteränderungen im Gebirge für einige tatsächlich noch eine Überraschung sind.
    Nicht die Wetteränderung ist das Problem, sondern, die Einschätzung was die Wetteränderung bedeutet. Anders als die Vorposter bin ich nicht so Hoch unter wegs (ehr so bis max 2700), aber mit Freunden unterwegs beobachte ich immer wieder die gleichen Fehler und rede mir den Mund fusselig. Wie oft habe ich schon gefroren, weil ich mal wieder meinen Pulli an eine total durchgefrorene Bekannte verleihen mußte.

    Folgendes wird m. E. oft falsch eingeschätzt:
    1) Wie kalt es ober werden kann, bei leicht bewölktem Himmel empfindet man die 15°C in der Sonne morgens im windstillen Tal als schön warm, in der Wolke 1200m höher im Wind friert man bei 5°C erbärmlich.

    2) Regen wird unterschätzt, auf Wanderwegen im Mittelgebirge ist es egal ob es regnet, auf steilen Pfaden, Wiesen oder Steinplatten ist das jammern dann groß, man verliert viel Zeit und der Abend kommt .....

    3) Irgendwie haben viele Schnee nicht auf dem Plan, und wenns dann schneit merkt man wie abhängig man von den Wegmarkierungen ist (mein tiefster Schnee war mal Anfang Juli auf der Seiser Alm, es hat fast bis Monte-Pana auf 1600m runtergeschneit.

    Zudem sind die Wetterberichte im Gebirge auch oft nicht so präziese und oft auch gar nicht verfügbar (mehrtägige Hüttentour).

    Gruß
    Zwerg

  4. Fuchs
    Avatar von Monika
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #44
    OT:
    Zitat Zitat von Wanderzwerg Beitrag anzeigen
    Hallo!
    Nicht die Wetteränderung ist das Problem, sondern, die Einschätzung was die Wetteränderung bedeutet. Anders als die Vorposter bin ich nicht so Hoch unter wegs (ehr so bis max 2700), aber mit Freunden unterwegs beobachte ich immer wieder die gleichen Fehler und rede mir den Mund fusselig. Wie oft habe ich schon gefroren, weil ich mal wieder meinen Pulli an eine total durchgefrorene Bekannte verleihen mußte.
    Dazu passend:

    Meine Eltern hatten mit 13 mit "normalem" Urlaubsgepäck nach Österreich in ein Sommercamp geschickt hatten und ich habe dort im Juli meinen ersten Schnee in den Alpen in einem etwas höhergelegenem Tal erlebt. Als wärmestes Bekleidungsstück hatte ich ein sogenntes Sweatshirt mit. Ohne Handschuhe und ohne Mütze dafür mit leichten Stoffschuhen waren 10 cm Schnee nicht lustig.
    Im Jahr darauf ging es mit meinen Eltern zum Strandurlaub nach Italien: beim Kofferpacken habe ich auf einen Wollpulli und feste Schuhe bestanden
    Seitdem konnte mich keiner mehr davon abbringen warme Sachen mitzunehmen, auch wenn ich die oft genug "umsonst" mitgenommen habe - dafür habe ich bisher im Urlaub nie wieder gefroren.

    Monika


  5. Erfahren

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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #45
    super Zusammenstellung @Becks! Kann ich nur unterstützen. Hab auch schon all zu oft gesehen, dass die grundlegensten Sachen für die Sicherheit nicht mitgenommen werden...
    Rock the world! Die Hoffnung stirbt zuletzt

  6. Fuchs
    Avatar von Antracis
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #46
    Finde diesen Thread auch super. Zumal die Sicherheit heutzutage wirklich nicht mehr viel wiegt. Habe jahrelang einen Biwaksack ~300g mitgeschleppt und mittlerweile für Notfälle nur noch so ein 100g-Teil von Mountain Equipment. Ist zwar kein vollwertiger Ersatz, sollte aber im Notfall zusammen mit allen anderen Klamotten den Unterschied zwischen Katastrophe und grenzwertig bei einer erzwungenen Nacht in den Bergen ausmachen.

    Und nicht nur als Arzt plädiere ich ja auch für das Erste Hilfe Set, dass über ein Verbandspäckchen hinaus geht...

  7. Anfänger im Forum

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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #47
    Zitat Zitat von öcsi Beitrag anzeigen
    Und weil schon wieder eifrig Material aufgezählt wird, dass man ja zur Sicherheit mitnehmen könnte: auch ein zu schwerer Rucksack kann ein Risiko darstellen.
    Öcsi
    Joa, sicherlich kann ein schwerer Rucksack in gewisser Weise eine Belastung darstellen, 25kg statt 15kg, die dann zu einer Überlastung führen oder etwas in der Art, aber in der Regel kann man auf den Touren dann auch aussortieren
    Ob ich auf eine Tagestour 4kg oder 8kg mitschleppe, hat eher was mit Komfort zu tun (mit weniger Gewicht machts sicherlich mehr Spaß) als mit Gefahr, zumindest meiner Ansicht nach.
    Sicherlich übertreibe ich manches Mal, auch weil ich noch unerfahren bin, aber dafür bin ich dann auch alles was realistischerweise passieren kann, so weit es möglich ist gewappnet.
    Ich benutze den Wetterbericht eigentlich nur um zu entscheiden, ob ich überhaupt losgehe, ändert eigentlich nichts an dem was ich mitnehme.
    Soviel wiegt das was bisher aufgezählt wurde ja auch nicht.

    Philipp,
    bekennender 35l-auf-Tagestouren-wo-andere-mit Umhängetasche-unterwegs-sind-Mitnehmer

  8. Anfänger im Forum
    Avatar von öcsi
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #48
    Zunächst mal: ich finde auch, dass das ein guter Thread ist. Ich meine halt, vorbeugen ist besser als reagieren. Und wenn ich den Wetterbericht kenne (und den kriege ich mittlerweile fast überall) und vor allem verstehe bzw. interpretieren kann, dann kann ich die allermeisten Probleme vermeiden. Für den Rest hab ich die Notfallausrüstung :-)

    Schönen Gruß,
    Öcsi
    raus, nur raus!

  9. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #49
    Tja, was soll ich sagen, ganz schön peinlich was ich gestern Abend hätte erleben können (und hab erlebt). Rauf zum Hohen Kasten hab ich nur die Trailrunningschuhe mitgenommen, da die Wanderung recht leicht ist, die Taschenlampe vergessen (war doch erst Mittag und strahlende Sonne), leichte Bekleidung in Tarnfarben (was ich so im Koffer hatte). Beim Abstieg hab ich mir gedacht mal den asphaltierten Weg zu kürzen und einen Abstecher zu einem Nebengipfel zu machen, von dort dann direkt abkürzen durch den Wald (schien mir irgendwie auf der Topokarte gezeichnet zu sein, wars aber nicht). Und da war ich mitten im steilsten Wald und wusste nicht recht wohin, rutsche bei jedem Schritt und hab, ich Dickkopf, trotzdem weitergemacht, da mir einige Spuren im Schlamm doch als menschliche Spuren erschienen sind. Und es war einfach zu mühsam wieder hochzuklettern und zu gefährlich alles. 2 Std später wird es allmähnlich abends, ich weiss nicht wo ich bin und fange an Panik zu kriegen. Alex war schon unterwegs, konnte mich aber natürlich nicht orten, nur telefonisch ermuntern. Irgendwann nach mehreren Ausrutscher und leichte Blessuren (sehr leicht hätte ich in einer von den steilen Rinnen fallen können, da das Terrain keineswegs zu kontrolieren war) komme ich unten an und treffe irgendein Wanderweg. Mindestens 3 Std zu spät, hätte ich das nicht geschafft oder hätte mir (sehr leicht) was gebrochen oder verstaucht, wäre ich für das Rettungsteam oder für die Nacht keineswegs gut ausgerüstet.

    Fazit: nimmt euer Hirn mit und lest die Karte richtig, Taschenlampe und Notfallausrüstung immer dabei und bloss keine Abkürzungen improvisieren.

    OT: p.s: toller Bild-Titel: Mont-Blanc Besteigerin komm hinterm Haus um auf 700m Höhe
    Geändert von Vegareve (19.08.2011 um 14:03 Uhr)
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  10. Lebt im Forum
    Avatar von derSammy
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #50
    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Fazit: nimmt euer Hirn mit ..... und bloss keine Abkürzungen improvisieren.
    Das kann ich nur unterstreichen
    Ich glaube das 99,5% aller meiner (b`sonders g´scheiden ) Abkürzungsversuchen mit einem hohen Zeit(mehr)aufwand und großem Nevenflattern geendet haben!


    Genausowichtig:

    Wenn man merkt dass man "falsch" ist, lieber umdrehen und zu dem Punkt an dem man falsch abgebogen ist zurückgehen, als auf eigenen Faust duch die Prärie zu stolpern um den rechten Pfad wieder zu treffen!

  11. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #51
    Das doofe war ja dass ich immer noch der Meinung war, auf der Karte wäre ein alter Pfad gezeichnet worden.......es waren aber Felskanten oder Rinnen oder so.....tja, wer nicht intelligent genug ist, lernt auf dieser Weise. Dazu die Gemsspuren teilweise die manchmal ein Eindruck von Pfad hinterlassen haben. Naja.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  12. Dauerbesucher

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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #52
    Zitat Zitat von derSammy Beitrag anzeigen
    Ich glaube das 99,5% aller meiner (b`sonders g´scheiden ) Abkürzungsversuchen mit einem hohen Zeit(mehr)aufwand und großem Nevenflattern geendet haben!
    Obs jetzt bei mir auch 99,5 % waren weiß ich nicht. Den Teil mit dem Nervenflattern kenn ich auch Manchmal scheint der weitere Aufstieg leichter als der Abstieg. Manchmal ist man einfach auch nur zu faul, um wieder zurückzugehen

  13. Moderator
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    Avatar von Becks
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #53
    Zitat Zitat von derSammy Beitrag anzeigen
    Das kann ich nur unterstreichen
    Ich glaube das 99,5% aller meiner (b`sonders g´scheiden ) Abkürzungsversuchen mit einem hohen Zeit(mehr)aufwand und großem Nevenflattern geendet haben!
    Mein Motto: "alles was nicht senkrecht ist, ist auch ein Weg" kommt nicht von ungefähr. Das hab ich mir hart erarbeitet.

    Alex
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  14. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #54
    Zitat Zitat von Becks Beitrag anzeigen
    Mein Motto: "alles was nicht senkrecht ist, ist auch ein Weg" kommt nicht von ungefähr. Das hab ich mir hart erarbeitet.

    Alex
    OT: Und ich dachte immer, das sei was positives .
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  15. Fuchs
    Avatar von konamann
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #55
    Ich denk da kommts dann wieder auf das individuelle Können des Wanderers an. Nur weil ich mir persönlich zutrauen kann, auch mal kurze Strecken einen IIIer ohne Seil abzuklettern darf ich niemandem raten, meine Wege bzw Abkürzungen zu gehen.
    Deswegen beantworte ich auch am Berg Fragen nach Abkürzungen prinzipiell lieber nicht, weil ich ja nicht einschätzen kann, wie fit die Leute wirklich sind.
    Draußenkind!

  16. Erfahren
    Avatar von Maunz
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #56
    Unser Standardspruch: für Abkürzungen haben wir keine Zeit

  17. Fuchs
    Avatar von konamann
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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #57
    Noch eine kleine Geschichte zum Thema "Wind auf Graten und exponierten Stellen":

    Watzmann am letzten Samstag, Wetter eigentlich ganz tauglich gemeldet, 5.00 Uhr klar, 6.00 Uhr bewölkt, 6.30 Uhr Aufbruch als eine der ersten Gruppen, 6.45 Uhr erste Tropfen, 7.00 Uhr Regen.

    Alle denken sich: Nee das wird besser, da oben wirds schon wieder heller. So sieht man munter alle Leute das Kar hochmarschieren und unterm ersten Steilaufschwung meistens die Klettersteigsets anlegen. Der erste Einheimische kommt uns wieder entgegen. Und 10 Minuten später sind sie alle wieder da weil oben auf dem Grat einfach nix mehr mit bissle Regen und bissle Wind ist sondern einfach ein ausgewachsenes Wetter mit 6° kalt und sowieso sehr nass.
    Angeschaut hab ich mir das natürlich auch da oben, den Entschluss zum Abstieg musste man ja nicht mehr besprechen.

    Beim runterlaufen werden wir dann immer wieder angesprochen wie es denn oben sei und ernten meist Unglauben und Verachtung wenn wir sagen dass uns das Wetter zu heftig waren. Muss ich ja nicht jedem auf die Nase binden, dass ich nicht zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Berg unterwegs bin, sollen sie halt noch ein bisschen im Regen wandern wenn sie so schlau sind.

    Naja, im Lauf der nächsten Stunde haben wir alle Gruppen wieder am Watzmannhaus getroffen...


    Die Lehre hat wohl meine Kollegin gezogen die keine Handschuhe dabei hatte und nur ein Softshell.
    Draußenkind!

  18. Anfänger im Forum

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    AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #58
    Ein toller Beitrag, den ich auch mal ergänzen will.

    Letztes Jahr in den Dolomiten, hat mich das schlechte Wetter im Hochsommer auch erwischt. Das Wetter war sehr gut (eigentlich perfekt), bis auf den Tag wo ich von der Pisciadu-Hütte zum Sella-Joch laufen wollte:

    12.08.2010 19:15; bei Pisciadu-Hütte, 2.585hm, ca 15°C


    Nachts hats leicht geschneit. 13.08.2010 9:15; bei Pisciadu-Hütte, 2.585hm, ca. -3°C

    Es scheint aufzuklaren, daher Aufbruch.

    Mittags wurde es nicht wirklich besser. Schneesturm, Wind waagrecht, 13.08.2010 11:25, Boèhütte, 2.871 m

    Hier war ich richtig froh, dass ich ein paar Wanderer getroffen habe, die den zugeschneiten Weg gut kannten, und ich nicht mehr nur auf das GPS angewiesen war.

    Bei der Pordoijoch-Hütte lagen dann ca. 50cm Neuschnee, in den Schneeverwehungen 1,5m
    13.08.2010 13:15, Pordoijochhütte 2.848 hm


    Nachmittags bei dem Sellajoch dann wieder perfektes Wetter, ca. 12°C. 13.08.2010 16:35, Sellajochhaus, 2.250 hm


    Das Wetter war jetzt nicht dramatisch schlimm = nass+kalt, da ich entsprechende Ausrüstung dabei hatte (inkl. Biwaksak). Aber eine Orientierung mit klassischen Mitteln war kaum noch möglich. Allein schon deshalb, weil bei dem starken Wind das Halten und Ausrichten der Karte nicht möglich ist und man dann bestenfalls nur noch mit Kompass-Marschzahl und Schritte zählen so ungefähr voran kommt.

    Daher meine Empfehlung für die Packliste:

    Ein GPS mit installierter Wanderkarte und Track, damit man auch unter solchen Bedingungen den Weg einigermaßen findet.
    Gruß
    AlpenWanderer

  19. AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #59
    Danke Becks,

    ich finde die Bilder sehr anschaulich.
    Uns hats vor zwei Jahren auch "erwischt". Wir waren im Monte Rosa Massiv unterwegs. Von Alagna aus Richtung Capanna Gniffetti. Auf etw 3300hm haben wir abgebrochen, weil die Sicht (und das Wetter) mir zu schlecht waren. Einige andere sind weiter gestiegen. Aber jeder sollte seine eigenen Grenzen kennen, und mit einem 1 Jährigen Kind auf dem Rücken und 2 Hunden an der Leine war meine Grenze erreicht.

    Deine Bilder haben mich wieder daran erinnert entsprechend vorsichtig zu sein, denn am Samstag geht es in die Hohe tauern.

    Grüße
    Thomas

  20. AW: Alpine Gefahren - Ausrüstungshinweise

    #60
    Interessierte lesen:

    Pit Schubert: Sicherheit und Risiko in Fels und Eis. Bände 1-3, München.
    Reichlich updates, in der 2. bis 8. Auflage 2008-2011 erschienen.

    Jede Menge "Geschichten", Infos, Bilder - nicht nur geschrieben, auch analysiert und "zur Lehre" alltagstauglich eingedampft, lesbar auch für Ensteiger. Es liest sich häufig angenehm flott, der Fokus geht liegt auf "Verstehen & Vermeiden". Humor hat´s auch, eher rockenen.

    In Band 1 z.B. 27 Seiten über Gefahren durch Wettersturz und fast 20 zum Thema Blitzschlag. Inhalt:
    http://www.rother.de/pdf/3763360166_inhalt.pdf


    Im Netz artet vieles auf den Seiten ... 5-xyz eines threads doch schneller mal in "ich weiß auch noch was" und "ich möchte auch beitragen" aus. Ab irgendwann fast nur noch bytes, doch keine zusätlichen/aufbereiteten/mehrwertigen facts.

    Vf

    *derdenAnlassgarnichtbekrittelte*

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