Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. Besteigung Dufourspitze

    #1
    Hallo Bergfreunde,

    kann mir jemand Auskunft geben wie schwer die Kletterei im oberen Teil der Dufourspitzbesteigung über den Normalweg von der Monte-Rosa-Hütte aus ist?

    Danke

  2. Moderator
    Fuchs
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    AW: Besteigung Dufourspitze

    #2
    Das gehört eher ins Alpinforum.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  3. Freak Moderator
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    AW: Besteigung Dufourspitze

    #3
    Hab's verschoben.

    Ich bin bislang nur mal mit Schneeschuhen zum Silbersattel. Bis dahin reine Gletscherwanderung, von da gehen dicke Taue hoch oder besser gesagt hinunter (Abseilpiste). Im Winter leider alles ziemlich vereist...

    Im Sommer nähert man sich dem Gipfel von Westen, Schnee/Eisgrat mit gut 40° Neigung und oben paar Kletterstellen; las irgendwas von einem Kamin UIAA III. Denke da ist weniger die Kletterei an sich (in dicker Montur), sondern die Höhe und die fünf Stunden Aufstieg, die man schon in den Beinen hat die Herausforderung.

    Gruß, Martin

  4. AW: Besteigung Dufourspitze

    #4
    Danke für die "Verschiebung"! Bin neu.

    Kletterschwierigkeiten werden wohl auch durch die Bedingungen bestimmt.

    Muß mich dann kurzfristig nochmal informieren.

  5. Moderator
    Fuchs
    Avatar von Vegareve
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    AW: Besteigung Dufourspitze

    #5
    Kannst auch hier lesen. Schneefeld 40°, Fels II-III, exponiert. Ermüdende, lange Tour, was ich bis jetzt gehört habe.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  6. Fuchs
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    AW: Besteigung Dufourspitze

    #6
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Im Sommer nähert man sich dem Gipfel von Westen, Schnee/Eisgrat mit gut 40° Neigung und oben paar Kletterstellen; las irgendwas von einem Kamin UIAA III. Denke da ist weniger die Kletterei an sich (in dicker Montur), sondern die Höhe und die fünf Stunden Aufstieg, die man schon in den Beinen hat die Herausforderung.
    Das triffts ganz gut.

    Ich war 2006 dort. Die Kletterei war (bei trockenem Fels) nicht wild, der IIIer-Kamin war durch ein vorhandenes Fixseil deutlich entschärft.
    Am beeindruckendsten waren auf dem Gipfelgrat ein paar Stellen mit wirklich messerscharfen Firngraten. Die waren nicht lang, aber vor allem psychologisch nicht ohne. Der Beginn des Grates ab dem Sattel mag schon so 40° haben, war aber (bei gutem Firn) unproblematisch.
    Gemein: Vom Sattel sieht man nur den Westgratgipfel, danach gehts erst richtig los

    Der Abstieg zum Silbersattel ist tatsächlich eher eine Abseilpiste, immer mal wieder bröselt und kullert da was runter. Fand ich nicht so toll.

    Als "Hauptproblem" an der Tour empfand ich definitiv die Höhenlage und die Länge (ab Monte-Rosa-Hütte um 1800hm, 12-13h sollte man je nach Fitness schon einrechnen). Die Orientierung ist frühmorgends nicht ganz einfach, die Strecke sollte vorher erkundet werden (oder den Stirnlampenschlangen hinterherschlappen...). Man marschiert einige Stunden durch die Nacht. Und nachmittags, beim Abstieg, können die Schneebrücken auf dem Gletscher ziemlich weich und brüchig werden.

    Grüße,
    Chris
    "It is important... always to try new things." Hannibal Lecter

  7. AW: Besteigung Dufourspitze

    #7
    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    ... Ermüdende, lange Tour ...
    Definitiv! Wäre nie auf den Gedanken gekommen, "S e k u n d e n s c h l a f" (!!) beim spannungsarmen Treten des höheren Monte-Rosa-Gletschers (vor Sonnenaufgang) zu erleben.
    Kannte ich zuvor nur von Autofahrten an laaangen Tagen.
    Ok, zuvor mies geschlafen.

    War Ende Juli 2005, ging mit 3 Gefährten da hoch. Schwierigkeiten hängen vor allem von äußeren Bedingungen ab - bei uns waren letztere gut.

    Am Fels ist´s recht ausgesetzt, Mensch muß das tiefe Schauen abkönnen. Teils auch schlecht sicherbar (vor allem in jenen unteren Partien), wollte man das tun. Die IIIer Stelle ist wohl nur eine kurz vorm Gipfel, soweit ich mich erinnere. Die Eisflanke erfordert entsprechendes Steigeisen-Gehen, Mitreissen leicht vorstellbar, vor allem beim abwärts gehen (nutzt man nicht das wohl schon obligate Fixseil).

    (Zur Tour ist ansonsten auf die üblichen gedruckten SAC-Führer zu verweisen. Daß Gletscher zurückweichen und die Permafrostgrenzen nebst Auswirkungen sich verändern, eingerechnet).

    Vf

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