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  1. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    XXL Drybag mit Rollverschluss nähen --> wasserdichte Rucksackhülle

    #1
    Hallo Leute,

    da ich auch auf zukünftigen Reisen mein Packraft dabei haben möchte, brauche ich einen soliden Wasserschutz für meinen Rucksack. Sozusagen einen XXL-Drybag, in den ich bequem meinen 90l-Rucksack packen und diesen dann auf's Raft schnallen kann. Der Drybag soll mit einem Rollverschluss zu schließen, absolut wasserdicht und einigermaßen robust sein. Es kann ja mal passieren, dass man sich mit dem Boot in überhängenden Ästen verfängt: hier darf das Material nicht gleich aufreißen. Und wenn man kentert wäre es fein, wenn der Rucksack trotzdem trocken bleiben würde ... Letztendlich soll das Ding natürlich auch möglichst leicht sein, da ich es ja im Rucksack mitführen muss, wenn ich nicht gerade im Raft sitze.

    Hier also die große Preisfrage: welches Material ist empfehlenswert?

    Ich habe mich mal auf extremtextil.de umgesehen. Meint ihr, dass beschichtetes Nylon mit 80 g/m² (Link) ausreicht? Und was sagt ihr zur Wassersäule von 3000 mm? Die Exped Fold Drybags haben ja angeblich 10.000mm, was mir lieber wäre. Nur ist mir das Material dieser Exped Dinger nicht robust genug (abgesehen davon, dass es sie sowieso nicht in der von mir benötigten Größe gibt).

    Also, was sollte ich bestellen? Danke schon mal.
    Geändert von Libertist (15.10.2010 um 13:07 Uhr)

  2. Fuchs

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    AW: XXL Drybag mit Rollverschluss nähen --> wasserdichte Rucksackhülle

    #2
    Da käme vielleicht TPU (TPU) in Frage. Gab´s auch mal in einer leichteren Version. Vorteil:man kann das Zeug verschweißen und damit ist´s richtig (und dauerhaft) dicht, wenn auch nicht ganz leicht zu machen (Anleitung gibt´s auch bei extremtextil).

    Ansonsten kanst Du extremtextil dirket kontaktieren, da bekommt man eigentlich eine sehr gute Beratung.

    Gruß Felö

  3. Anfänger im Forum

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    AW: XXL Drybag mit Rollverschluss nähen --> wasserdichte Rucksackhülle

    #3
    Mit diesem Packsack war ich zwei Wochen mit dem Faltboot unterwegs. Der Packsack war so im Faltboot verstaut, dass er in permanentem Kontakt mit der schlecht imprägnierten und daher nassen Baumwoll-Außenhaut war.

    Der Schlafsack darin war immer trocken. Und der Packsack war sehr stabil, was das Scheuern auf Sand, über das Gestänge des Faltboots usw. anging.

    Wenn Du den größer baust, dürfte der auch für deinen Rucksack gut tauchen (das Wortspiel konnte ich mir nicht verkneifen).

    Mit 200 g/m^2 ist er zwar schwerer, als Deine 80 g/m^2, aber auf dem Boot fällt das nicht ins Gewicht, und er ist bedeutend stabiler.

  4. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: XXL Drybag mit Rollverschluss nähen --> wasserdichte Rucksackhülle

    #4
    Danke. 200 g/m² ist schon ziemlich schwer. Das Gewicht spielt halt doch eine große Rolle, weil ich das Teil eben auf dem Rücken tragen muss, wenn ich nicht gerade im Boot sitze. Ich hab eine Mail an Extremtextil.de geschrieben, bisher aber noch keine Antwort erhalten.

    Wahrscheinlich nehme ich entweder dies, das oder jenes.

    Weiß jemand, wie sich 80 g/m² anfühlen? Ich meine, ist das einigermaßen robust?

  5. Gerne im Forum
    Avatar von alptraum
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    AW: XXL Drybag mit Rollverschluss nähen --> wasserdichte Rucksackhülle

    #5
    hallo,

    ...ein drybag über den rucksack ist grundsätzlich nicht zu empfehlen weil:
    schwerer,
    weniger robust,
    nix aussen drauf geschnallt werden kann,
    der rucksack sammt packraft nicht flott geschultert werden kann,
    flattriger,
    rollverschluß, wenn nicht auf spannung zu niemals dicht ist
    tbc...

    schau mal unter sea2summit.
    die haben einen liner, der perfekt in den rucksack passt.

    und schau mal auf:

    http://epiceric.blogspot.com/

    http://edplumb.blogspot.com/

    http://packrafting.blogspot.com/

    grüße,
    gerhard

  6. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: XXL Drybag mit Rollverschluss nähen --> wasserdichte Rucksackhülle

    #6
    Zitat Zitat von alptraum Beitrag anzeigen
    ...ein drybag über den rucksack ist grundsätzlich nicht zu empfehlen weil:
    "schwerer" --> Ein Drybag ist schwerer als kein Drybag, ja. Aber es ist nun mal nötig.
    "weniger robust" --> Als was? Ich meine, in der Regel muss der Drybag nur Wasser abhalten...
    "nix aussen drauf geschnallt werden kann" --> Stimmt, dafür kann alles reingesteckt werden. Das ist ja der Sinn der Sache.
    "der rucksack sammt packraft nicht flott geschultert werden kann" --> Hatte noch nie das Verlangen danach.
    "flattriger" --> Nö, der Drybag soll ja nur so groß sein, dass der Rucksack gut reinpasst. Nicht größer.
    "rollverschluß, wenn nicht auf spannung zu niemals dicht ist" --> So weit umklappen, bis einigermaßen Spannung drauf ist... wie halt bei jedem Drybag.

    Der Inhalt meines Rucksacks ist sowieso durch kleinere Drybags von Exped geschützt. Ich will aber auch einen Wasserschutz für den ganzen Rucksack.

  7. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: XXL Drybag mit Rollverschluss nähen --> wasserdichte Rucksackhülle

    #7
    Extremtextil hat geantwortet. Das sind die Empfehlungen:

    Cuben Fiber Laminat, 49g/qm
    Zeltboden, Nylon, PU-beschichtet, 90 g/qm

    3-Lagen-Materialien:
    Ripstop-Nylon, 2,5 Lagen-Laminat, 115g/qm
    P-Lite, 3-Lagenlaminat, PTFE-Membran, Ripstop, leicht
    P-Shell, 3-Lagenlaminat, PTFE-Membran


    Ich tendiere zum Zeltboden mit 90g/m². Ein leichtes Nylon mit TPU-Beschichtung haben sie derzeit leider nicht im Angebot.

  8. Gerne im Forum
    Avatar von alptraum
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    AW: XXL Drybag mit Rollverschluss nähen --> wasserdichte Rucksackhülle

    #8
    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    "schwerer" --> "Der Inhalt meines Rucksacks ist sowieso durch kleinere Drybags von Exped geschützt. Ich will aber auch einen Wasserschutz für den ganzen Rucksack.
    natürlich, ein permanent nasser rucksack is uncool!

    ich hab halt schon den einen oder anderen aussenliegenden drybag zerissen...ausserdem erspahrt man sich mit liner die regenhülle...
    und das packraft mit dem aufgeschnalltem rucksack tragen ist super bei in kurzen abständen aufeinader folgenden einsätzen und portagen.
    gerade in der brooks range sind die flüsse im oberlauf oft sehr seicht.



    nähst, schweißt oder klebst du den drybag??

    gruß,
    gerhard

  9. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: XXL Drybag mit Rollverschluss nähen --> wasserdichte Rucksackhülle

    #9
    Zitat Zitat von alptraum Beitrag anzeigen
    nähst, schweißt oder klebst du den drybag??
    Das hängt von dem Material ab, das ich bestelle. Mal schauen.

  10. Gerne im Forum

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    AW: XXL Drybag mit Rollverschluss nähen --> wasserdichte Rucksackhülle

    #10
    Darf ich fragen, ob und ggf. wie Du das Projekt letztlich umgesetzt hast - insbesondere das verwendete Material wäre natürlich interessant?

    Hat sich der Drybag in dieser Form denn bewährt?

    Mir schwebt vor, den Drybag gleichzeitig als Blasebalg zu verwenden. Hältst Du das mit dem von Dir verwendeten Material für machbar?

    Merci im Voraus!

  11. Fuchs
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    AW: XXL Drybag mit Rollverschluss nähen --> wasserdichte Rucksackhülle

    #11
    Zitat Zitat von Roiber Beitrag anzeigen
    Darf ich fragen, ob und ggf. wie Du das Projekt letztlich umgesetzt hast - insbesondere das verwendete Material wäre natürlich interessant?

    Hat sich der Drybag in dieser Form denn bewährt?

    Mir schwebt vor, den Drybag gleichzeitig als Blasebalg zu verwenden. Hältst Du das mit dem von Dir verwendeten Material für machbar?

    Merci im Voraus!
    Ich habe "Nylon Zeltstoff, silikon/PU-beschichtet, 110g/qm, 2. Wahl" genommen, das war damals die Empfehlung von Extremtextil. Dazu ein dickes Gurtband eingenäht und einen klassischen Blitzverschluss; die Nähte wurden schließlich alle mit Seamgrip abgedichtet. Das hat alles mein Freund "Fjellstorm" für mich gemacht, der mittlerweile leider nicht mehr unter uns ist. Und ja, das Teil hat sich definitiv bewährt, es ist beinah zu groß geworden. Ich weiß nicht, wie man den Drybag als Blasebalg verwenden wollte, da bräuchtest du ja noch irgendein Ventil oder sowas. Ist sicher umsetzbar.

    Hier ein Bild vom ersten Einsatz des Drybags, 2011 in Alaska.

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