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  1. AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #41
    Zitat Zitat von Homer Beitrag anzeigen
    also artenschutz kontra gewinnoptimierung

    arme wölfe

    (und reiher, die werden wegen der fischzüchter und angler abgeknallt, nicht wegen der lurche)
    Nochmal: Wir leben ein einem Getriebe in dem ein Zahnrad in ein anderes übergreift. Jeder tut seinen Teil, damit das Ganze funktioniert. Dazu tun auch die Fischzüchter und Angler ihren Anteil zu. Gerät es aus den Fugen, gibt es meistens größere Probleme zuerst wirtschaftlicher und dann sozialer Art.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  2. Erfahren
    Avatar von Grauwolf
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #42
    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Es stecken auch wirtschaftliche Interessen der Jäger dahinter. Wildfleisch ist ein absolut hochwertiges Lebensmittel. Möchte mal behaupten eines der besten und natürlichsten. Und so eine Jagd kostet eine Stange Geld. Die Revierpacht, die Jagdsteuer, die Hegemaßnahmen, Wildschaden und so weiter. Dagegen steht der Verkauf des hochwertigen Fleisches. Wenn nun ein grosser Beutegreifer den Anteil am Erlös schmälert und er zum Beispiel nicht bejagt werden kann, weil er (in Deutschland) nicht dem Jagdrecht unterliegt, dann versuchen die Betroffenen das zu ändern.
    Ah, das ist also des Pudels Kern.
    Also liegt es gar nicht am Schutz des Bauern, der um seine Ernte bangt, auch nicht um den Schutz der Autofahrer vor den vielen potentiellen Unfallgegner, und auch nicht um den Schutz der Forstwirtschaft vor dem Verbiss, sondern schlicht um Gott Mammon?
    Aber die Tiere gehören nicht den Jägern oder? Sie sind schon "Wildtiere".
    Oder sind das so halbdomestizierte Tiere wie die Rentiere in Skandinavien?

    Aber mal eine Frage dazu: würden die kosten für Verbiss nicht sinken, wenn z.B. Wölfe den Bestand natürlich regulieren?
    Und würde nicht, wenn dann weniger Wild geschossen wird, die Nachfrage aber gleich hoch bleibt, der Preis für das Fleisch steigen, was die finanziellen Verluste für die Jäger wieder minimieren würde?
    Und müssten dann, wenn weniger Fleisch geschossen wird, nicht auch weniger Geld für das Organisieren der Jagden ausgegebn werden, weil diese z.B. seltener stattfinden?

    Wie auch immer, diese Einstellung finde ich sehr traurig. Den genau diese Einstellung sorgt für den Tod von Tiger, Schneeleopard, Wolf, Bär und Co.
    Da finde ich das Argument das man Spaß an der Jagd hat und deshalb Tiere erlegt, die man auch isst, und die nicht selten sind, doch angenehmer.
    "Wo sind wir eigentlich?"
    "Laut Karte da drüben auf dem Hügel!"

  3. AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #43
    Zitat Zitat von Grauwolf Beitrag anzeigen
    Ah, das ist also des Pudels Kern.
    Also liegt es gar nicht am Schutz des Bauern, der um seine Ernte bangt, auch nicht um den Schutz der Autofahrer vor den vielen potentiellen Unfallgegner, und auch nicht um den Schutz der Forstwirtschaft vor dem Verbiss, sondern schlicht um Gott Mammon?
    Aber die Tiere gehören nicht den Jägern oder? Sie sind schon "Wildtiere".
    Oder sind das so halbdomestizierte Tiere wie die Rentiere in Skandinavien?
    Jetzt tue mal nicht so, als ob Geld Dir nicht auch was bedeuten würde. Wie schon von mir oben geschrieben. Es ist ein Aspekt. Ein Jäger hat zahlreiche Aufgaben des öffentlichen Interesses zu bewältigen.

    Lebende Wildtiere sind herrenlos. Sie gehören also niemandem. Mit dem Erlegen gehen sie in das Eigentum des Jagdausübungsberechtigten über.


    Zitat Zitat von Grauwolf Beitrag anzeigen
    Aber mal eine Frage dazu: würden die kosten für Verbiss nicht sinken, wenn z.B. Wölfe den Bestand natürlich regulieren?
    Und würde nicht, wenn dann weniger Wild geschossen wird, die Nachfrage aber gleich hoch bleibt, der Preis für das Fleisch steigen, was die finanziellen Verluste für die Jäger wieder minimieren würde?
    Und müssten dann, wenn weniger Fleisch geschossen wird, nicht auch weniger Geld für das Organisieren der Jagden ausgegebn werden, weil diese z.B. seltener stattfinden?
    Nein. Der Schaden durch Rotwildverbiss kann beispielsweise in die hundertaussende gehen. Aber die Wölfe würden es nicht schaffen, gesundes Rotwild zu strecken, da es zu wehrhaft ist. Und mit Bären gäbe es in dem dichtbesiedelten Deutschland nur Probleme mit der Bevölkerung.


    Zitat Zitat von Grauwolf Beitrag anzeigen
    Wie auch immer, diese Einstellung finde ich sehr traurig. Den genau diese Einstellung sorgt für den Tod von Tiger, Schneeleopard, Wolf, Bär und Co.
    Da finde ich das Argument das man Spaß an der Jagd hat und deshalb Tiere erlegt, die man auch isst, und die nicht selten sind, doch angenehmer.
    Nein, da muss ich widersprechen. Schuld daran ist die Bevölkerungszunahme und die Wegnahme des Lebensraumes dieser Tiere.
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  4. Dauerbesucher
    Avatar von Buddy99
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #44
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Was bist du denn für ein armer Kerl?

    Ich bin nen armer Kerl, der 3 Jäger in der Familie hat und jede Menge derer Freunde kennt.
    Der Jäger geht in den Wald und verhält sich dort wie ein Heckenschütze, weil er Spass am Töten hat und nicht weil er das Fleisch zum Überleben braucht und auch nicht, weil er unsere Natur so gern beobachtet.
    Sei doch mal ehrlich, beobachtet wird die Natur doch nur aus dem Grund, um Hinweise aufs nächste Opfer zu erhalten und weil es einem nen Kick gibt, darauf zu warten, dass der majestätische Hirsch durch die Dickung bricht.
    Wenn ein Jäger nen besonders prächtiges Tier sieht, dann geht diese Info auch mitten in der Nacht in den Jägerkreisen rum und alle wollen die sein, die dem Tier den Garaus machen. Da werden sich fasst Erfrierungen geholt, nur um ja parat zu sein, wenn sich das Opfer blicken lässt.
    Ich bezweifle auch, dass es einen Unterschied zwischen den Intensionen der Jäger in Deutschland und in der Schweiz gibt. Hier und dort handelt es sich um wohlhabende Menschen, die Geltungssüchtig mit ihrem Gewehr, ihrem Hund und ihrer möglichst grossen Trophähe pralen.

    Und was diese ach so saubere Jagd angeht, da frag ich mich, ob nur die Jäger im Oderbruch so schlechte Schützen sind? Es ist ja wohl ein Fakt, dass auch regelmässig Tiere angeschossen werden und bei der Nachsuche nicht gefunden werden können, um dann jämmerlich zu verrecken. Grad Wildschweine sind da ja sehr zäh und können mit abgeschossenen Läufen noch lange weiter leben. Mir ist da speziell nen Schwein in Erinnerung, dem die ganze Schnauze weggeschossen wurde und es erst Tage später von seinem Leiden erlöst wurde.
    Auch kenn ich Fälle von Jägern, die so absolut und unbedingt die Schweine aus dem Mais holen wollen und dazu ihre Hunde in den Mais schicken, wo die dann teilweise von den Schweinen schwer verletzt oder getötet werden.
    Ganz toll finde ich auch die Exemplare, die irgendwo im Wald nen Marderhund stellen und dann ihren Hund drauf schicken und sich minutenlang an dem Kampf erfreuen, um nachher mit Stolz geschwellter Brust jedem Zuhörer die Kampfesnarben ihres Hundes zu erklären.
    Wenn sich im Oderbruch nen Wolf blicken lässt, so wie diesen Sommer geschehn, dann wird mächtig über die Gesetze zum Schutz der Wölfe gemeckert, weil möglichst jeder der Jäger der Schütze sein will, der den Wolf zur Strecke bringt. Als Erklärung für die Mordlust bekommt man dann solche Erklärungen wie, "Ich hab 2 kleine Kinder und möchte nicht Angst haben, die draussen spielen zu lassen, wo sie dann der Wolf holt."
    Jäger haben immer ne Erklärung, warum ein Tier umgebracht werden muss. Wäre es denen jemals um Naturschutz gegangen, hätten sie nicht alle Wölfe ausgerottet. Jetzt ihre Existenz als Jäger damit zu rechtfertigen, dass sie den Wildbestand dezimieren müssen, weil die Wildtiere solchen Schaden anrichten, ist da doch hausgemacht! Wer hat denn die Wölfe ausgerottet?

    Wie schon gesagt, es gibt sicherlich auch Naturschützer unter den Jägern und ich sehe auch eine Notwendigkeit darin ,den Wildbestand wenigstens halbwegs unter Kontrolle zu halten und durch Abschüsse den Schaden auf unseren Feldern klein zu halten. Aber bitte akzeptiert den Wolf endlich in unseren Wäldern, denn ohne ihn werdet ihr Jäger Euch auch weiterhin bei den Bauern lächerlich machen, weil Ihr nicht ansatzweise Eure Schussquoten auf Wildschweine erfüllt.

    Wer sich jetzt angegriffen fühlt hat selber Schuld, denn das oben geschriebene sind nur nen kleiner Teil der Erfahrungen, die ich mit Jägern gemacht habe.


    Gruss Sven

  5. AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #45
    Warum schreibst Du so polemisch und unsachlich über die Jäger im Allgemeinen?
    Warum bekommt die heutige Generation Fehler aufs Brot geschmiert die von vergangen Generationen begangen wurden und aus denen man längst gelernt hat?
    Auch die Jagd ist ein einem ständigen Wandel. Ich habe Wildmeister kennengelernt mit über 50-jähriger Jagderfahrung. Diese Männer sind durch und durch in ihrer Einstellung, was wir politisch als "grün" bezeichnen würden. Sie haben aus vergangen Fehlern gelernt und versuchen neue Methoden der Jagd zu vermitteln und durchzusetzen.
    Und es gibt nicht wenige Jäger, die sich aktiv für den Schutz der Wölfe in Europa einsetzen. Und für die meisten Jäger gilt auch, dass es bodenständige, und anständige Menschen mit einer grossen Liebe zur Natur sind, mit denen man auch sachlich diskutieren kann.
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  6. Fuchs
    Avatar von Komtur
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #46
    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Gerät es aus den Fugen, gibt es meistens größere Probleme zuerst wirtschaftlicher und dann sozialer Art.

    Ich kann mich echt nur kaputtlachen über die Pro-Jagd-Argumente hier.
    Wenn dem so wäre wie DU oder Cast behaupten, dann frage ich mich aber, warum es spezielle Zuchtbetriebe gibt, in denen extra Wild gezüchtet wird um es dann später abzuknallen.

    Dazu BITTE ICH UM EINE ANTWORT!


    Zitat:
    "Wir züchten ausnahmslos auf Körpergröße und höchstmögliches Trophäengewicht. So erreichen unsere besten Hirsche schon im 5. Kopf bis zu 16 kg Trophäengewicht."

    Die Perversion schlechthin: Tiere extra züchten, um sie dann zu jagen und zu töten.
    Link dazu

    Ein weiterer:
    Hirschabschuss Lebendverkauf


    Einfach mal nach Jagdwild oder Zuchtwild googeln - es gibt eine große Zahl dieser "Anbieter".


    Und ihr wollt uns erzählen, dass der Jäger nur seinen "Aufgaben" nachgeht. Absolut lächerlich!


    Wer unbedingt tagelang in der Natur sein möchte, um die Freiheit zu erleben und Tiere zu beobachten, der soll sich eine Kamera schnappen und mal schöne Fotos von seltenen Tieren aufnehmen. Es ist die gleiche Jagd nur eben nach einem besonderen Foto und in der Natur und ohne zu töten.

    Mein Vater war Jäger und ich bin damit aufgewachsen. Doch nach einigen Jahren hat er selbst dies aufgegeben, weil er die Perversion und das Prahlen um die größte Beute etc. nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren konnte.
    Es ging nur zu 10% um die "Pflicht" und zu 90% um den Spaß. Also erzählt mir hier nicht so einen Käse. Ich war lange genug dabei und habe so einiges gesehen.

    Hier noch ein nettes Beispiel über die "Arbeit" des Jägers:
    Jäger-Weltrekord und Riesenhirsch

    ...
    Der Sinn des Reisens ist, an ein Ziel zu kommen, der Sinn des Wanderns, unterwegs zu sein.

  7. AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #47
    Es gibt unter anderem zwei Arten von Jägern: Für die einen ist Jagd eine Art Lebensaufgabe und Passion. Für die anderen ist es Knochensammeln. Sie lassen sich die Abschusstiere vorführen. Jagd auf Trophäen kostet in der Regel richtig Geld. Aber mit dem Geld werden wieder Hegemaßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume und oder der Arterhaltung durchgeführt.
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  8. Gerne im Forum
    Avatar von Micha
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #48
    @ dragamor
    Wölfe legen ja unglaubliche Strecken zurück.
    Aber vor kurzem hat mein Bruder mit einem Kumpel 3 Stück auf dem Rothaarsteig gesehen.
    War für sie ein tolles Erlebnis
    Grüße vom Micha

  9. Administrator
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    Avatar von willo
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #49
    Wo schon Angler angesprochen wurden: Ich selbst habe auch einen Fischereischein und gehe gelegentlich Angeln um den Fisch dann zu essen. Trotzdem finde ich das 99% der Angler Volliditoten sind, die den Großteil der gefangenen Fische nichtmal essen, sondern verletzt wieder in den Fluss werfen.
    Trotzdem hört man von Seiten der Anglerlobby so gut wie nur Naturschutzargumente. Das ist absolut Lächerlich. In meinem Kajak-Revier sieht so gut wie jedes Ufer aus wie Sau: Überall Trampelpfade, Bierbüchsen und wilde Autostellplätze - ausnahmslos von Anglern hinterlassen.

    Wer das nicht glaubt, kann sich auf der kommenden Mitgliederversammlung gerne selber ein Bild davon machen.
    Meine Fotos ziehen um: http://500px.com/baryt/sets

  10. Dauerbesucher
    Avatar von Buddy99
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #50
    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Warum schreibst Du so polemisch und unsachlich über die Jäger im Allgemeinen?
    Warum bekommt die heutige Generation Fehler aufs Brot geschmiert die von vergangen Generationen begangen wurden und aus denen man längst gelernt hat?
    Auch die Jagd ist ein einem ständigen Wandel. Ich habe Wildmeister kennengelernt mit über 50-jähriger Jagderfahrung. Diese Männer sind durch und durch in ihrer Einstellung, was wir politisch als "grün" bezeichnen würden. Sie haben aus vergangen Fehlern gelernt und versuchen neue Methoden der Jagd zu vermitteln und durchzusetzen.
    Und es gibt nicht wenige Jäger, die sich aktiv für den Schutz der Wölfe in Europa einsetzen. Und für die meisten Jäger gilt auch, dass es bodenständige, und anständige Menschen mit einer grossen Liebe zur Natur sind, mit denen man auch sachlich diskutieren kann.

    Die Jäger, die sich wirklich dem Naturschutz verschreiben sollen sich auch nicht von mir angesprochen fühlen.
    Die Jäger, die ich kenne, sind fasst durchweg sehr gebildete und erfolgreiche Menschen, aber eben auch mit grossem Spass am Abknallen oder sonstwie umbringen von Wildtieren. Da wird ja teilweise sogar nen Vermögen ausgegeben, um nach Kanada oder Afrika zu reisen, um dort auf Grosswildjagd gehen zu können. Dahinter steht doch nur die Lust auf das besondere Morderlebnis und der damit verbundene Aufstieg im Ansehen bei den Jagdkollegen.
    Die Natur wird da ja eher als Selbstzweck geschützt, aber wenn das erfolgreich ist, dann soll mir das Recht sein.
    Für mich sind allerdings Förster die eigentlichen Naturschützer!

    Das es nen Jäger nötig hat, sein erlegtes Wild zu verkaufen, um sich damit sein Leben zu sichern, das mag es geben. Meiner Erfahrung nach ist das aber eher nen angenehmer Nebeneffekt, denn die Jagd ist ein sehr teures Hobby und überwiegend den Leuten möglich, die eh schon genug Kohle haben. Mir ist auch kein Jäger persönlich bekannt, der von seinem Hobby lebt.

    Gruss Sven

  11. Erfahren
    Avatar von Burnfoot
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #51
    Gegen ein Stück Wildbret ist ja nichts einzuwenden...Esse ich sehr gerne.
    Aber wieso killt man Unmegen Waschbären? Stimmt die Zahl wirklich?? Kann ich mir kaum vorstellen.
    Und warum alles andere was man nicht essen kann.
    Das ist doch reine Mordlust!
    Was in Komturs Aufstellung noch fehlt sind Katzen und Hunde, denn die werden ja auch gerne als Streuner und wildernde Tiere abgeknallt.
    Und wie Cody schon sagt: Kein belegter Fall eines Wolfsangriffs...
    Aber Wölfe passen nun mal nicht in unsere Zeit...also weg damit, genau wie damals der "Problembär". Ist nur die Frage wer das "Problemtier" ist, wir Menschen, oder freilebende Tiere? Die Frage kann sich hier wohl jeder selbst beantworten.
    Habt ihr das mit den Haien schon mal gesehen bzw, gehört?
    Denen werden bei lebendigem Leibe die Flossen abgeschnitten und wieder in Meer geschmissen, nur weil jemand Haifischflossensuppe essen "muss".
    Geht es noch perverser????
    Oh Mann, ich könnte sonst was mit diesen Leute machen...Vielleicht Beine und Arme abschneiden und wieder auf die Strasse schmeissen....
    Haben wir keinen Weg, so machen wir einen

  12. Dauerbesucher

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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #52
    Wie ist eigentlich dieser Thread von "Wölfe in der Schweiz" zu "Jäger - Naturschützer oder Knochensammler" abgedriftet ?

    Die große Frage wäre doch mal wie in der Schweiz die Gesetze fallen. Ich wage mal stark zu bezweifeln, dass da ausschließlich Jäger die Finger im Spiel haben.
    Es wird doch wohl sicherlich viele Argumente und Disskusionen für und gegen Wölfe gegeben haben, vermutlich haben viele Stimmberechtigte auch subjektive Beweggründe gehabt (zB Angst, Vorurteile, mögliche Jagdtrophäe ...),

  13. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #53
    Hallo,
    bei uns in Schleswig-Holstein wurde der letzte Wolf 1820 erschossen. Anfang 2007 wurde erstmalig wieder ein wildlebender Wolf gesichtet. Er wurde leider am 23.04 2007 auf der B 76 bei Süsel von einem Auto überfahren. Die genetische Untersuchung ergab, daß der junge Rüde aus Polen eingewandert war.
    Das Ereignis entfachte auch in meinem Umfeld eine kurze, aber heftige Diskussion betreffend die Wiedereinbürgerung des Wolfes. Die Diskussion ist grundsätzlich berechtigt, denn die Aufnahme eines so großen Raubtieres in eine dichtbesiedelte Kulturlandschaft schafft Probleme. Erschrocken war ich aber über die Vehemenz, mit der vor allem die Gegner des Wolfes stritten. Da wurde kein längst widerlegtes Klischee ausgelassen.
    Ich glaube dabei beobachtet zu haben, daß schon das Wort „Wolf“ bei vielen Menschen Urängste berührt. Und Menschen, die Angst haben, werden unsachlich und argumentieren irrational.
    Das sind die gleichen irrationalen Blockaden, die Menschen aus einer Urangst heraus auch jeder Veränderung und allem Fremden entgegenbringen. Die Jägerschaft war, zumindest in meinem Umfeld, wie die Bevölkerung geteilter Ansicht.
    Ein Wort zu den Jägern: Bin selbst keiner, habe aber naturgemäß als Landkind ständigen engen Kontakt. Ich kenne Jäger einer aussterbenden älteren Generation, die fühlten sich von Naturschutz und dem Jagdgesetz selbst gegängelt, nannten jeden Beutegreifer verächtlich „ Raubzeug“ und würden heute noch jeden Seeadler und Uhu abknallen, wenn sie dürften.
    Ich habe heute engen Kontakt zu Jägern, die ich als besonnen und verantwortungsbewußt erlebe.
    Sie sehen sich eher als Heger denn als Jäger, fühlen sich dem Naturschutz verpflichtet, arbeiten in unserem Eulenschutzverein mit und sehen die Notwendigkeit, mit der Waffe regulierend in den Wildbestand einzugreifen, sehr nüchtern. Da hat ein Wandel stattgefunden.
    Gruß Ditschi

  14. Erfahren
    Avatar von Burnfoot
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #54
    Wie ich gerade gelesen habe, gibt es in OWL, wo ich wohne, wieder einen Wolf...Einen GANZEN Wolf.....
    Oh Mann jetzt traue ich mich nicht mehr in den Wald....
    Schnell her mit den Jägern
    Haben wir keinen Weg, so machen wir einen

  15. Freak Liebt das Forum

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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #55
    Und warum macht es dann keinen Sinn, diese Aufgabe von den natürlichen Fressfeinden dieser Tiere erledigen zu lassen, bzw. sich unterstützen lassen?
    Weil wir nicht mehr in der Wildnis leben.
    Unsere Umwelt woird seit über 2000 jahren durch den Menschen verändert.
    hier ist nichts so wie es die Natur vorgesehen hat.

    In dem man einfach alles sich selbst überlässt wird nichts besser. Seuchen sind die Folgen, will man das ?
    Bestes beispiel Hollan, da hat man die Jagd verboten. Ergebnis, die Rotwildbestände im Houge Velouwe haben so zugenommen, daß sie verhungert sind.
    Gänse vermehrten sich so stark, daß man wegen der Schäden in der Landwirtschaft Tausende gefangen und vergast hat, das ist kein Witz so sieht die Realität in unserer Umwelt aus.

    Lieber Komtur, lebst du in Österreich oder Italien?
    die von dir verlinkten Seiten kommen daher, also halte den Ball mal flach.

    Ich wage mal stark zu bezweifeln, dass da ausschließlich Jäger die Finger im Spiel haben.

    In dem Fernsehbericht darüber wurden Schäfer beschuldigt.

    Ich kenne Jäger einer aussterbenden älteren Generation, die fühlten sich von Naturschutz und dem Jagdgesetz selbst gegängelt, nannten jeden Beutegreifer verächtlich „ Raubzeug“ und würden heute noch jeden Seeadler und Uhu abknallen, wenn sie dürften.

    Klar, überlege mal in welcher Vorstellung von Umwelt die groß geworden sind.

  16. AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #56
    Zitat Zitat von Burnfoot Beitrag anzeigen
    Wie ich gerade gelesen habe, gibt es in OWL, wo ich wohne, wieder einen Wolf...Einen GANZEN Wolf.....
    Oh Mann jetzt traue ich mich nicht mehr in den Wald....
    Schnell her mit den Jägern
    Du musst Dir schon selbst helfen. Wir Jäger dürfen und wollen nicht.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  17. Dauerbesucher
    Avatar von Buddy99
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #57
    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Du musst Dir schon selbst helfen. Wir Jäger dürfen und wollen nicht.
    Du wolltest sicherlich sagen, dass Ihr Jäger nicht wollt und auch nicht dürft..

    Nen Wolfsrudel in unseren Wäldern wäre/ist doch wiklich nur einem eine wikliche Last, unzwar den Bauern, die davon Leben Kühe, Schafe oder sonstwelche leichte Wolfsbeute zu züchten.
    Deren Ärger versteh ich auch und man muss denen ihren Schaden ersetzen, bevor sie sich selbst zur Wehr setzen.
    Wölfe in unsere Gesellschaft zu integrieren kostet einfach mal Geld und das will niemand gerne ausgeben. Der Wolf wird sich also nur dann halten können, wenn er genug Geld durch Tourismus einbringt und das wäre möglich!
    Grad in der kleinen Schweiz kommts schnell zu Konflikten zwischen Wolf und Bauern, denn bis in den entlegendsten Berggipfeln treiben sich deren Kühe und Schafe rum, also mitten im kargen Rest der Wolfsreviere.
    Hoffentlich erkennt man den Gewinn durch eine reichhaltigere und aufregendere Bergwelt, bevor man die schweizer Wölfe abknallt.

  18. Dauerbesucher
    Avatar von CODY
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #58
    Zitat Zitat von willo Beitrag anzeigen
    Wo schon Angler angesprochen wurden: Ich selbst habe auch einen Fischereischein und gehe gelegentlich Angeln um den Fisch dann zu essen. Trotzdem finde ich das 99% der Angler Volliditoten sind, die den Großteil der gefangenen Fische nichtmal essen, sondern verletzt wieder in den Fluss werfen.
    Trotzdem hört man von Seiten der Anglerlobby so gut wie nur Naturschutzargumente. Das ist absolut Lächerlich. In meinem Kajak-Revier sieht so gut wie jedes Ufer aus wie Sau: Überall Trampelpfade, Bierbüchsen und wilde Autostellplätze - ausnahmslos von Anglern hinterlassen.

    Wer das nicht glaubt, kann sich auf der kommenden Mitgliederversammlung gerne selber ein Bild davon machen.

    Danke Willo. Genau das ist es. Wenn ich in Österreich fischen gehe finde ich immer wieder solche Plätze.

    Mein Lieblingsplatz ist im Waldviertel. Die Inselwelt der Dobra und Ottensteiner Stauseen. Mein absolutes Lieblingsplätzchen war eine versteckte schattige Bucht. War. Genau an "meinem" Platz haben sich einige Irre ausgetobt. Wie du es beschreibst. Dreck, Bierdosen, zersplitterte Bierflaschen und 4 Winterreifen auf Felgen.

    Und weil man gerade dabei war, erledigte man auch den Ölwechsel (plus Filter) vor Ort. Tote Fische am Platz und das am Waldrand alles zugeschissen war gehört scheinbar dazu. Ich bin keiner der auf die Polizei rennt aber das habe ich gemeldet. Die zwei Jungs auf der Polizei haben lakonisch abgewunken. Das sehen sie jede Woche.

    Wenn ich wieder dort hinfahre nehme ich das Kanu mit und flüchte auf eine der Inseln.

    Wenn so etwas in Canada passiert, kostet das bis zu 10.000 Bucks. Dazu wird die gesammte Ausrüstung und das Fahrzeug konfisziert und versteigert. Der Erlös fließt in einen Fond von Game und Fish und wird für Reinigungsarbeiten und die Instandhaltung von Campgrounds verwendet.

    (Das rauswerfen einer brennenden, oder nicht brennenden Zigarette kostet erstmalig 500 Canadische,das zweite mal 5000 und das dritte mal gibt es eine horrende Geldstrafe plus 6 Monate Haft)

    Bin jetzt mächtig vom Thema weg. Sorry. Aber ich bin gerne "da draußen" und wenn ich so etwas sehe oder lese tut mir das in der Seele weh.

    Gruß Cody
    WATCH THE RAVEN.FOLLOW YOUR VISIONS AND YOUR DREAMS AND MAY THE GOOD SPIRITS TRAVEL WITH YOU.
    I WILL LEAVE NO MAN BEHIND
    http://omega-force-survival-group.org/index.php

  19. AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #59
    Zitat Zitat von CODY Beitrag anzeigen
    Bin jetzt mächtig vom Thema weg. Sorry. Aber ich bin gerne "da draußen" und wenn ich so etwas sehe oder lese tut mir das in der Seele weh.
    Gruß Cody
    OT:
    Nicht nur Dir...

    Seltsamerweise findet man im Rheinwald bei uns vom Boot aus fast keine verdreckten Angelplätze, wenn man durchfährt. Obwohl die meisten gut versteckt im Wald liegen. Und die Angelvereine in der Umgebung machen regelmäßige Putzveranstaltungen der Gewässer, die sie betreuen. Dafür sind die Baggerseen=Badeseen im Sommer die reinsten Müllhalden. Dank unserer laxen Bestimmungen.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  20. Alter Hase
    Avatar von Scrat79
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    AW: Wölfe in der Schweiz - Kann der Mensch nicht mit der Natur ?

    #60
    Zitat Zitat von CODY Beitrag anzeigen
    Wenn so etwas in Canada passiert, kostet das bis zu 10.000 Bucks. Dazu wird die gesammte Ausrüstung und das Fahrzeug konfisziert und versteigert. Der Erlös fließt in einen Fond von Game und Fish und wird für Reinigungsarbeiten und die Instandhaltung von Campgrounds verwendet.

    (Das rauswerfen einer brennenden, oder nicht brennenden Zigarette kostet erstmalig 500 Canadische,das zweite mal 5000 und das dritte mal gibt es eine horrende Geldstrafe plus 6 Monate Haft)
    Fuck! Ich will diese Canadischen Gesetze hier.
    SOFORT!
    Der Mensch wurde nicht zum Denken geschaffen.

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