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  1. Gesperrt Alter Hase

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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Zitat Zitat von Battom Beitrag anzeigen
    Wie dicht ist eigentlich das Deck beim Gumotex Swing? Kann da auch mal ne Welle drüber gehen, ohne das man all zuviel Wasser ins Boot bekommt?
    Die beiden Decksreißverschlüsse sind nicht wasserdicht. Da können schon mal einige Tropfen Wasser durchkommen. Bei vielen Wellen über Deck könnte das vielleicht relevant werden. Die Spritzschürze ist dicht, aber mir ist sie schon mal unterwegs vom Süllrand geflutscht. Sie wird mit einem enger stellbaren Gummiseil gehalten. Im Süllrand ist ein fester Kunststoff-Schlauch. Die Spritzdecke wird einfach über den Rand gezogen, kann sich dafür aber vielleicht auch mal lösen. Ich hatte das Gummiseil aber nicht extra festgezogen.

    Zitat Zitat von Battom Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich könnte das dann auch für das Meer geeignet sein, allerdings fehlt es ihm wohl an Gewicht, es dürfte recht windanfällig sein (kenne ich vom Sunny, wenn ich alleine fahre).
    Das Swing liegt relativ flach auf dem Wasser und ist dadurch weniger windempfindlich als das Helios. Beim Swing braucht man (mit Richtungsfinne) deutlich weniger Korrekturschläge als bei anderen Schlauchkajaks (1er-Helios, Sunny, Solar 410C), egal aus welcher Richtung der Wind kommt. Etwas luvgierig ist das Swing und so sollte es ja auch sein, aber nicht so stark wie andere Boote.

    Insgesamt ist das Swing besser für Wind und Welle geeignet als Helios, Sunny oder Solar 420C.
    Geändert von AlfBerlin (25.10.2013 um 21:15 Uhr)

  2. Erfahren
    Avatar von Battom
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Das Sunny liegt mit 2 Personen sehr tief im Wasser (und ist dann wenig windanfällig):
    http://2.bp.blogspot.com/_mQeMUaCbNl...d+hike+038.jpg
    (das bin nicht ich, aber so ähnlich sieht das bei uns auch aus)

    Das ist gut bei relativ ruhiger See, aber schlecht bei Wellen, die dann von vorne und seitwärts rüber gehen können. Es wird dann sehr nass (regelmäßig auskippen). Gegen Wind und höheren Wellen geht es dann fast nicht mehr, weil es auch zum bohren neigt (bei jeder Welle nimmt man dann eine Fuhre Wasser mit). Der Geradeauslauf ist beim Sunny zu zweit und einer Finne (hinten) auch sehr gut, alleine fahre ich auch mit 2 Finnen und einem Wassersack (20l) vorne. Ohne das läuft es als Einer nicht so gut geradeaus.

    Sunny in Schweden, alleine gefahren (zu wenig Gewicht vorne):
    http://s7.directupload.net/images/131025/mjc5hvwx.jpg
    Geändert von Battom (25.10.2013 um 17:55 Uhr)

  3. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Da hier doch immer wieder Begriffe wie "unkenterbar" oder "kaum zu kentern" oder Sätze wie "Seekajaks kentern leicht" fallen, noch einmal was zur Stabilität von Kajaks.
    Es gibt die Anfangs- und die Endstabilität. Anfangsstabilität bedeutet Stabilität am Beginn einer Kippbewegung. Endstabilität bedeutet Stabilität während einer Kippbewegung. Ein Brett auf dem Wasser hat eine sehr hohe Anfangsstabilität, aber keine Endstabilität. Ein Baumstamm auf dem Wasser hat keine Anfangs-, aber eine sehr hohe Endstabilität.
    Wenn ich also auf einem Brett sitze, werde ich mich Anfangs sehr sicher fühlen, da es nicht kippelt oder rollt. Kommen allerdings Wellen, liegt das Brett auf den Wellen oben drauf, wird dadurch immer wieder schräg und kann umgeschmissen werden. Kippt das Brett über einen bestimmten Winkel, kann ich das Kippen nicht mehr aufhalten.
    Auf einem Baumstamm wird man sich unsicher fühlen, da man ständig das Gleichgewicht halten muss. Allerdings bleibt der Baumstamm in Wellen aufrecht, er rollt nicht mit und ich kann ihn im Rollen aus fast jedem Winkel wieder aufrichten, da es keinen "point of no return" gibt.
    Deshalb sind viele Seekajaks unten rund und werden von Anfängern als kippelig bezeichnet. Die positiven Eigenschaften zeigen sich in Wellen, wo das Seekajak eben nicht so leicht kippt. Manche Kajaks sind anspruchsvoller, ohne Paddelstütze oder Partner ist es z.B. kaum möglich, eine Jacke auszuziehen.
    Die meisten Seekajaks sind nicht so extrem, viele haben eine Knickspanter-Form (wie auch fast alle Faltboote) mit hoher End- und komfortabler Anfangsstabilität. Das Boot liegt dann auf ruhigem Wasser ohne Fahrt auch noch relativ ruhig im Wasser, Fotographieren oder Jacke ausziehen ist möglich.

    Breite Boote oder Boote mit flachem Boden vermitteln also eine trügerische Sicherheit, weil die Boote bei Wellen schneller kentern können und unsicher werden. Wer auf Großgewässer will, sollte sich also die Bootsform genau anschauen!

    Windunempfindlichkeit ist außerdem ein sehr wichtiges Kriterium. Wenn starker Wind aufkommt, spätestens wenn die Wellen Schaumkronen bekommen (ab etwa 3 Bft.), wird es für nicht wirklich bei solchen Bedingungen geübte und ohne entsprechende Ausrüstung (u.a. dicht und fest sitzende Spritzdecke) gefährlich und man sollte das Ufer aufsuchen, am sichersten gegen den Wind und die Wellen, also nicht unbedingt das dicht gelegenste Ufer. Allerdings funktioniert das nur bei einem wenig windanfälligen Boot mit Steuer oder Skeg, sonst geht der meiste Vortrieb zugunsten von Steuerschlägen flöten oder das Boot ist nicht mehr zu kontrollieren. Spätestens in so einer Situation ist man auch dankbar für ein schnelles (d.h. kraftarm bewegbares!) Kajak!

    Wenn ein Luft-Kajak also ausreichend schnell, spurstabil und wenig windanfällig ist, einige Endstabilität hat (sich also ohne Mühe im Kippen mit Stützschlag und Beckenbewegung aufrichten lässt), festen Halt im Boot bietet, eine dicht und fest sitzende Spritzdecke besitzt und mit einem Steuer ausgestattet ist, kann man damit meiner Meinung nach Insel-Hopping o.ä. machen, alles andere taugt auch bei ruhigen Bedingungen ( die sich schnell ändern können) mit gutem Gewissen (und ohne sein Glück zu strapazieren) nur zum Rumschippern in direkter Ufernähe bei auflandigem Wind.

    Zur Müritz: Die Müritz ist gefürchtet für ihre plötzlich aufkommenden Starkwinde und starke Wellenbildung, weil sie ein eher flacher See ist und Wellen über flachem Grund sich stärker und schneller aufbauen.
    Überhaupt werden größere Seen häufig unterschätzt, immer wieder verunglücken auch erfahrene Seekajaker von der Küste auf Binnenseen wie z.B. dem Bodensee (meinem "Hausgewässer"), da sie die plötzlichen Starkwinde mit kurzen, steilen Wellen überraschen.

    Ich will mit meinen Beiträgen lediglich helfen, "unnötige" Unglücke zu vermeiden, ein Restrisiko bleibt sowieso.

    Gruß,

    Claudia

  4. Gerne im Forum

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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Der Vorteil bei einem Luft Kajak ist halt dass es auch bei einer Kenterung nicht sinkt. Zumindest auf einem großen See kommt man damit füher oder später ans Ufer.
    Auf dem Meer kann das natürlich auch mal länger dauern. ..

  5. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    SOIA
    Der Vorteil bei einem Luft Kajak ist halt dass es auch bei einer Kenterung nicht sinkt. Zumindest auf einem großen See kommt man damit füher oder später ans Ufer.
    Auf dem Meer kann das natürlich auch mal länger dauern. ..

    Was rede ich mir hier den Mund fusselig über abgeschottete Kajaks und Auftriebskörper??
    SOIA, bis Du auf einem großen See von draußen ans Ufer getrieben wirst, bist Du mit Sicherheit ertrunken oder an Unterkühlung gestorben. Selbst im Sommer. Da würde ich nicht drauf warten!

    Bitte, übt das Wiedereinsteigen und macht am besten einen entsprechenden Sicherheitskurs!!!

    Gruß,

    Claudia

  6. Gerne im Forum

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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Sorry aber bei einem Boot wie dem Sunny z.B. ist es auch bei ordentlich Wellengang kein Problem das Teil zu drehen und sich ins Boot zu ziehen.Auf jeden Fall wesentlich leichter als bei einem Kajak. Das wollte ich nur damit sagen. Dass ein Seekajak für einen geübten Paddler auf großen Gewässern von Vorteil ist ist mir klar. Warum ich allerdings im Sommer an Unterkühlung sterben oder gar ertrinken soll wenn ich auf meinem gekenterten Luftboot treibe kapier ich noch nicht so wirklich.

    GRÜßE Arne

  7. Fuchs

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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    @Waldhexe

    Gut erklärt, kann man gar nicht oft genug sagen.

    @SOIA

    Das Schwimmen obwohl man doch so leicht wieder in das gekenterte Luftboot reinkommt ist recht einfach erklärt. Nehmen wir tatsächlich mal die Situation Kenterung bei Wind an. Hast du so ein Luftboot, und fällst rein, bist dabei aber auch nur für ein paar Sekunden nicht in der Lage dein boot an einer Leine festzuhalten während du nach dem komplett untertauchen wieder auftauchst, dann schnappt der Wind der dich soeben ins Wasser geschmissen hat das nun vom paddelnden Ballast befreite Boot und spielt damit fast so wie mit einer großen Tüte - das Ding ist schneller 10m weit weg als du hinterherschwimmen kannst. Hast du ein Faltboot oder ein Festboot, dann füllt sich durch die Kenterung die Sitzluke mit Wasser weil das Boot eben auch gekentert IM und nicht wie dein Luftikus AUF dem wasser liegt, daß es bei weitem nicht so schnell abtreiben kann. Schmeiß mal eine billige Luftmatratze bei ein bißchen Wind auf einen Badesee und schau zu wie schnell sie irgendwohin abhaut - stell dir dann vor, DAS wäre dein Luftkajak. Obendrein gibts eine ganze Menge Luftboote die von einem im wasser schwimmenden Menschen nur schwer gegriffen und gehalten werden können weil entsprechende Leinen und Beschläge gerade an den Seiten fehlen. Entweder hier muß vor einer solchen Fahrt einiges an Aufwand getrieben werden, von Sicherungsleinen die du auch im Kenterungsfall weder verleirst noch dich drin verhedderst bis Griffmöglichkeiten - oder der leichte Einstieg ist eine ausgesprochen trügerische Sicherheit.

    Und wer mit einem Seekajak oder Falter auf größeren gewässern fährt, aber die simple Sicherheitsregel ignoriert daß man IMMER entweder geschottete Boote, oder bei den faltern, erst recht den voluminösen schlauchlosen Oldtimern wie beispielsweise waldhexes T9 wenn nicht mit Tourenausrüstung in wasserdichten Packsäcken dafür gesorgt ist daß sich nicht das gesamte Boot mit Wasser füllen kann unbedingt zusätzliche Auftriebs körperverwenden sollte, hat auch was falsch gemacht. Ein Boot läßt sich nun mal umso schwerer umdrehen, aufrichten und entleeren je schwerer es durch das eingedrungene Wasser ist - also ist es erste Pflicht aus Sicherheitsgründen dafür zu sorgen daß ein großer Teil des Bootsvolumens eben nicht geflutet werden kann weil er schon von was anderem belegt ist.

  8. Fuchs
    Avatar von krupp
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    dann schnappt der Wind der dich soeben ins Wasser geschmissen hat das nun vom paddelnden Ballast befreite Boot und spielt damit fast so wie mit einer großen Tüte
    natürlich ^^

    Also da muss dann aber schon ein ganz ordentlicher (unsachlicher) Wind wehen,
    auf jedenfall einer bei dem man auch mit anderen Kajaks vom Wasser sollte.
    Luftkajaks zum kentern zu bringen setzt schon regelrecht Mutwilligkeit voraus und
    der vergleichsweisse einfache wiedereinstieg in ein Luftkajak ist nunmal einer der Vorteile dieser Boote.
    Wer das bestreitet hat schlicht keine Erfahrung mit Luftkajaks.
    Das Boote vom Wind abgetrieben werden können, betrifft im übrigen auch alle anderen Kajaks und nicht nur Luftboote
    und ist somit als Argument gegen Luftis auch nicht zu gebrauchen.
    Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

  9. Fuchs

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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Die Luftboote sind definitiv sehr viel schneller weg als welche die IM Wasser liegen. Auch die hauen ab - aber eben langsamer.

  10. Fuchs
    Avatar von wilbert
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    bei rettungsübungen in wind und welle ist es an der tagesordnug, dass ein kenterkumpel das abtreibene kajak wieder einfängt. der gekenterte kann sich dann die spitze eines anderen kajaks schnappen oder im wasser auf den "holundbringedienst" warten. hinterher schwimmen bringt bei frischem wind meist gar nichts.

    ich glaube lindemann hatte bei seiner überquerung ein langes schleppseil am boot hinter sich hergezogen, damit er im falle einer kenterung und nach abrutschen vom rumpf noch eine letzte chance hätte.

    -wilbert-
    Geändert von wilbert (27.10.2013 um 00:26 Uhr)

  11. Dauerbesucher
    Avatar von Coenig
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Zustimmung an rumtreiberin und Waldhexe!

    Und es braucht wirklich nicht viel Wind, damit ein Kajak unerreichbar vom Wind weggeweht wird.
    Die Leute glauben es immer nicht, bis es Ihnen mal passiert ist.
    Die Angriffsfläche des Bootes ist einfach deutlich grösser als die des "Schiffbrüchigen".
    Deswegen die Regel: IMMER am Boot festhalten!

    Ich empfehle einfach mal kontrolliert auszusteigen und das Ganze zu testen.

    Christian

  12. Gesperrt Alter Hase

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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Zitat Zitat von Waldhexe Beitrag anzeigen
    Breite Boote oder Boote mit flachem Boden vermitteln also eine trügerische Sicherheit, weil die Boote bei Wellen schneller kentern können und unsicher werden. Wer auf Großgewässer will, sollte sich also die Bootsform genau anschauen!
    Ein tolles Seekajak und die Beherrschung von aktiven Paddeltechniken können aber auch eine trügerische Sicherheit vermitteln, siehe Buch "Sea Kayaker's Deep Trouble: True Stories and Their Lessons"

    Zitat Zitat von Waldhexe Beitrag anzeigen
    Wenn starker Wind aufkommt, spätestens wenn die Wellen Schaumkronen bekommen (ab etwa 3 Bft.), wird es für nicht wirklich bei solchen Bedingungen geübte und ohne entsprechende Ausrüstung (u.a. dicht und fest sitzende Spritzdecke) gefährlich und man sollte das Ufer aufsuchen, am sichersten gegen den Wind und die Wellen, also nicht unbedingt das dicht gelegenste Ufer. Allerdings funktioniert das nur bei einem wenig windanfälligen Boot mit Steuer oder Skeg, sonst geht der meiste Vortrieb zugunsten von Steuerschlägen flöten oder das Boot ist nicht mehr zu kontrollieren. Spätestens in so einer Situation ist man auch dankbar für ein schnelles (d.h. kraftarm bewegbares!) Kajak!
    Ich gebs zu, gegen Wind und Welle wird es mit meinem Gumotex Swing Schlauchkajak ab 3 Bft anstrengend. Erst neulich habe ich als mir an einem Binnensee hinter einer Halbinsel 4Bft entgegenkamen die Paddeltour vorzeitig abgebrochen, weil ich 2km in 30 Minuten hätte paddeln müssen, um meinen Bus noch zu kriegen. Angelandet, Luft raus, Boot und Ausrüstung in den Packsack gesteckt, auf den Trolley geschnallt und am Uferweg zu Fuß weiter, inkludive 100 Meter Endspurt

    Zitat Zitat von Waldhexe Beitrag anzeigen
    Die Müritz ist gefürchtet für ihre plötzlich aufkommenden Starkwinde und starke Wellenbildung, weil sie ein eher flacher See ist und Wellen über flachem Grund sich stärker und schneller aufbauen.
    Überhaupt werden größere Seen häufig unterschätzt, immer wieder verunglücken auch erfahrene Seekajaker von der Küste auf Binnenseen wie z.B. dem Bodensee (meinem "Hausgewässer"), da sie die plötzlichen Starkwinde mit kurzen, steilen Wellen überraschen.
    Am flachen Ostufer habe ich mal beobachtet, wie eine große schwach motorisierte Motoryacht durch Wind und Wellen manövrierunfähig geworden ist.

    Vor frischem Wind und Gewitterböen sollte man Respekt haben.

  13. Gerne im Forum
    Avatar von achwodu
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Zitat Zitat von rumtreiberin Beitrag anzeigen
    Die Luftboote sind definitiv sehr viel schneller weg als welche die IM Wasser liegen. Auch die hauen ab - aber eben langsamer.
    Bei mir ist mein Paddel bei schlechten Wetter mit meiner Treidelleine verbunden. Hilft mir gegen Paddelverlust.
    Sollte ich tatsächlich einmal kentern (kann ich mir eigentlich bei meinem Schlauchboot wirklich nur schwer vorstellen), würde ich mein Paddel aber bestimmt nicht loslassen.
    Im Wasser hätte ich dann mein Bötchen an der Leine

  14. Erfahren
    Avatar von pickhammer
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Hallo
    Großgewässerfahrer haben ihr Paddel an einer Sicherheitsleine kurz vorm Süllrand befestigt. Gerade so kurz, dass man nicht behindert wird, und so lang, dass man sich nicht verheddert.
    Ich denke, es ist müßig pro oder kontra für die eine oder andere Bootsart argumentieren, da beide ihre Vor- und Nachteile haben. Wichtig ist, die Grenzen seines Bootes und seines eigenen Könnens zu kennen. Bei Kenterübungen z.B. sieht man recht schnell, was noch verbessert werden kann. Beim kontrollierten Ausstieg aus dem geschlossenen Boot kannst du den Kahn mit einem Bein halten, so dass er nicht abhaut. Diese Möglichkeit fehlt dir im Luftboot. Durch eine schwimmfähige Leine, die im Wasser hängt, kannst du das etwas kompensieren. Nicht jeder mag aber so ein Bremsseil hinter sich herziehen. Weiter kannst du dich bei entsprechendem Wind und Wetter gleich selbst ans Boot anseilen. Das mag ich persönlich aber nicht, da ich Sorge habe, es könnte mich mehr hindern als es nützt.
    Dem Rat, sich immer am Boot festzuhalten, kann ich nur zustimmen. Wenn man aber mit Schwung aus seinem Luftboot geflogen ist -nur dann fällt man ja raus, ein einfaches Umkippen gibt es hier kaum- dann ist das mit dem Festhalten leichter gesagt als getan.
    Was man auf einem Kleinfluss getrost an Sicherheitsausrüstung entbehren kann, wird auf dem Meer plötzlich zur überlebenswichtigen Ausrüstung. Dazu zählt ein Seil rings ums Boot, da die Trageschlaufen meist nicht auf Anhieb erreichbar sind. Die Tragschlaufe sollte übrigens als Toggel ausgeführt sein. Grund: Wenn sich ein Boot in den Wellen dreht, während du es festhälst, dreht es dir ohne Toggel die Hand um. Auch die Auftriebskörper vorn und hinten, eine Möglichkeit das Boot zu lenzen, Spritzdecke und die entsprechende Kleidung gehört zur sicheren Ausrüstung.
    Wer wirklich aufs Meer, d.h. mehr als 300m weg vom Strand will, sollte sich wirklich gründlich schlau machen.
    hier z.B.
    Unter anderem wird dort die Seetüchtigeit definiert, schaut mal rein!

    Viele Grüsse vom pickhammer

  15. Dauerbesucher
    Avatar von ckanadier
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Moin,

    Waldhexe schreibt:

    """Breite Boote oder Boote mit flachem Boden vermitteln also eine trügerische Sicherheit, weil die Boote bei Wellen schneller kentern können und unsicher werden. Wer auf Großgewässer will, sollte sich also die Bootsform genau anschauen!"""


    Die Stabilität hängt tatsächlich mit der Anfangs- und Endstabilität der kleinen Boote zusammen, nur je mehr Breite, je mehr Stabilität bei einem kleinen Boot ist hier richtig und nicht anders herum. Breit und relativ flach ist ungünstig für bewegteres Wasser, breit und relativ rund ein großer Vorteil.

    Selbstverständlich ist ein schmales Boot erheblich kippeliger als ein breiteres Boot.

    Sicherer Auftrieb in egal welcher Form kann man jedem kleinen Boot verpassen. Ich denke, dass neben Nachteilen dieses erst mal ein Vorteil der Schlauchie´s ist.

    Ich halte es für sehr gewagt anderen grundsätzliche Benutzungsvorschriften(bei welchem Wetter etc.) für das Paddeln auf offenerem Gewässer quasi vor zu schreiben.

    Ob Inselhopping oder "gewagtere" Touren möchte ich eher jedem mündigen Bürger selbst überlassen und unterstelle ein gewisses Mass an Verantwortung.

    Für mich sind das A und O die Tourenplanung, die passende Ausrüstung, Bootsbeherrschung und das Sicherheitsknowhow für den jeweiligen Verwendungszweck in Verbindung mit kleinen Booten und nicht das Bestimmen der ungeeigneten Bootsart, das sollte m.M. jedem selbst überlassen bleiben.

    Gruß Jürgen

  16. Gerne im Forum
    Avatar von achwodu
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Kann mich Jürgens Zeilen nur anschließen!
    Ich hatte mich in diese Diskussion eingeschaltet, als über einen Zeitungsartikel ohne jegliche Ursachenforschung die Lebensgefahr beschworen wurde, in die man sich begibt, wenn man sich nur schon ein wenig in die Bereiche vorwagt, die wohl der Meinung vieler hier ausschließlich für dafür spezialisierten Booten vorbehalten sein sollte.
    Luftboot=Lebensgefahr

    Hier einmal ein Artikel, den der Ein oder Andere sicherlich in Erinnerung hat:

    http://www.az-online.de/nachrichten/deutschland/seekajak-gekentert-angler-ostsee-geborgen-zr-2827703.html

    Er kenterte und kam ums Leben. Ich erinnere mich an einen Zeitungsartikel in dem noch zusätzlich zu lesen war, das er weder Notsignale, Schwimmweste oder andere Notausrüstungen im Boot hatte. Von angemessener Kleidung wie Neopren oder Trockenanzug war auch nicht die Rede. Es war wohl sehr windig und die Wassertemeratur lag knapp über Null Grad.
    Die Angelausrüstung war bestimmt "Top".

    Was hat das jetzt mit dem Bootstyp zu tun??

    In diesem Faden gab es hier einen Haufen guter Hinweise auf mögliche Gefahren mit diesen "aufblasbaren Gummidingern", wie sie ja so gerne genannt werden. Gut so.

    Die Mehrzahl der Unfälle hat aber sicherlich nichts mit einem Bootstyp zu tun, sondern eher mit individuellen Fehlern.
    Selbstüberschätzung und Leichtsinn steht da ganz oben.

    Achim
    Geändert von achwodu (27.10.2013 um 16:17 Uhr)

  17. Liebt das Forum
    Avatar von Torres
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Nun, wer sich ein Luftboot kauft, muss ja nicht der erfahrene Paddler sein. Viele Luftboote sind eben auch Spaßboote. Es gibt hier jemanden im Forum, der mit dem Luftboot auf dem Meer paddelt. Der mir aber dann auch klar sagt, dass ich mit meinem Falter nicht mitdarf, weil es zu gefährlich ist. Da kenne ich aber nur wenige, die auf diesem Niveau wie er paddeln..... Da ist der Bootstyp wirklich egal.

    Natürlich kann man bei jeder Generalisierung sagen, dass man nicht generalisieren darf. Tatsächlich sehe ich es aber auch so, dass die Gefahr, mit einem Luftboot in Schwierigkeiten zu kommen, erheblich größer ist. Warum, wurde schon angesprochen. Ich habe nämlich so ein nettes Geschoss und der Unterschied zu meinem Faltkajak (mit Luftschläuchen) oder zu einem Seekajak ist schon spürbar.

    Generalisierend zu sagen, es kommt nur auf das Können und nicht auf das Boot an, greift also auch zu kurz.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  18. Gerne im Forum
    Avatar von achwodu
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    und der Unterschied zu meinem Faltkajak (mit Luftschläuchen) oder zu einem Seekajak ist schon spürbar.
    Hätte mich auch schwer gewundert wenn es anders gewesen wäre
    Aber wie gesagt, das war ja auch nicht die grundsätzliche Frage.
    Geändert von achwodu (27.10.2013 um 17:08 Uhr)

  19. Anfänger im Forum
    Avatar von Platokrates
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Zitat Zitat von achwodu Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    der Unterschied zu meinem Faltkajak (mit Luftschläuchen) oder zu einem Seekajak ist schon spürbar.
    Hätte mich auch schwer gewundert wenn es anders gewesen wäre
    Aber wie gesagt, das war ja auch nicht die grundsätzliche Frage.
    Eigentlich wollte ich meinen Senf nicht mehr dazu geben,
    denn diese "Diskussion" dreht sich schon seit Wochen im Kreis ...

    Aber: Es gibt sehr wohl Faltkajake die sich ohne Probleme mit einem (Feststoff-)Seekajak messen können. Ich erwarte allerdings in einem Outdoorforum eher nicht spezialisierte Seekajaker - dafür gibts andere Foren ... Deswegen nur kurz für Interessierte: googlet mal nach den Herstellern Nautiraid, Feathercraft, u.a.

    Gefährlich finde ich ein oft massiv auftretendes Halbwissen ...

    Und ja: Der Paddler macht ALLES aus!

    Die Einschätzung womit er wo unter welchen Voraussetzungen was machen kann!

    Da wird alles andere, nämlich: Material, Hilfsmittel, e.t.c. zur Nebensache. Die Gefahr lauert in den Fehlentscheidungen - und ich meine damit nicht z.B. bei guten Voraussetzungen auch mit einem Luftkajak an der Küste entlang zu paddeln. (statt dem roten Gummiboot - das nur für den kleinen Baggersee in der Sommerhitze taugt)

    Und wie schrieb Udo Beier - DKV Referent so schön:
    "Fakt ist jedoch, dass es in den letzten Jahren „nur“ 1 Toten beim Küstenkanuwandern entlang der deutschen Nord- und Ostseeküste gab, wohl aber sollen lt. Meldung der DLRG z.B. im Jahr 2001 insgesamt 520
    Menschen beim Baden ertrunken sein ..."

    Gruß und fröhliches weiterpaddeln
    Volker

  20. Fuchs
    Avatar von krupp
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    AW: Luft-Kajak fürs Meer?

    Die Frage ist doch eigentlich sehr deutlich, warum muss man da schonwieder eine Grundsatzdiskussion führen?

    Wenn man Küstennah (damit meine ich die Schwimmer/Badezone) bei gutem Wetter
    mit einem Luftkajak/Luftkanadier auf dem Meer paddelt gibt es doch gar keine Probleme.
    Niemand redet hier von einer Ärmelkanalüberquerung oder dergleichen.

    Wenn ich einen absoluten Paddelanfänger in ein kippeliges Seekajak setzte und der nach 50 (500?) Metern
    draussen umkippt ist das, meiner Meinung nach, gefährlicher als der Schlauchbootonkel der im schlimmsten Falle
    zwar auf das Meer hinaus treibt aber immerhin noch IM Boot sitzt.

    Das Material sollte Salzwasser abkönnen und alg (auch) wegen dem eventuellen feinen Sand leicht zu reinigen sein,
    bei den hier üblicherweisse vertretenen Verdächtigen (gumotex,grabner,advanced,sevy usw) sollten ab
    der 400.- Grenze gemächliche Küstentrips in Ufernähe kein Problem sein.
    Vorsicht und Umsicht sind immer geboten.
    Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

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