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  1. Fuchs
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    Biwaksack: Mountain Equipment Borealis Bivi

    #1
    Kaufdatum: Mai 2009
    Gebrauchszeitraum: Sommer 2009
    Wetter-/Klimabedingungen: regnerische und trockene Nächte
    Hersteller: Mountain Equipment
    Modellbezeichnung: Borealis Bivi
    Unverbindliche Preisempfehlung: 259,90 €
    Bewertung der Verarbeitungsqualität: sehr gut
    Material: Goretex Starlite (Oberseite), 70D Nylon mit Hypalon Veredelung (Unterseite)
    Reißverschlüsse: YKK
    Kordelzüge: einen an der "Kapuze"
    Gewicht: 550 g (nicht nachgewogen)
    Packmaß: Länge 30 cm, Querschnitt 12 cm
    Handling: gut
    Pro-Kauf-Argument (Stärken):
    - wasserdicht, dampfdurchlässig dank Goretex
    - stabiles Bodenmaterial dank 70D Nylon
    - lässt sich komplett schließen
    - 2-Wege-Reißverschluss zum beliebigen Einstellen eines "Luftloches" am Eingang
    Contra-Kauf-Argument:
    - im Fußraum recht schmal
    - Kondensatbildung am Sichtfenster


    Okay, mein erster Testbericht. Vorstellen werde mal einen Biwaksack, nachdem ich hier versprochen habe, in Ausrüstungsfragen nicht nur von den Erfahrungen anderer zu profitieren, sondern auch mal was weitergeben möchte ...
    Getestet hab ich den Borealis bivi auf meiner Tour durch die Rockies im letzten Jahr. Dabei kam er sowohl unter sternklarem Himmel aber starkem Wind (z.B. auf Berggipfeln), als auch in einer stark verregneten Nacht zum Einsatz.



    Eingepackt sieht das Teil so aus (neben 1,5l Sigg-Flasche):

    Das Packmaß steht oben.


    Ausgerollt (und zerknittert ) schaut es wie folgt aus:

    Die Maße:
    - komplette Länge: 227 cm
    - Breite an der Stelle des Einstiegs (beim Reißverschluss): 85 cm
    - Breite am Fußraum (20 cm vor'm Fußende): 58 cm

    Der Biwaksack ist weit genug geschnitten, um auch größeren Schlafsäcken ausreichend Platz zu bieten. Wenn man jedoch die Matte mit hinein nehmen möchte, sollte diese nicht zu groß sein: mit meiner Therm-A-Rest ProLite 4 large spannt es zu sehr im Fußraum - der Schlafsack kann dann nicht sein ganzes Volumen entwickeln, was gerade in dem Bereich des Körpers nachteilhaft ist. Ich habe mich deshalb immer nur mit dem Schlafsack in den Biwaksack und die Matte darunter gelegt.

    Der Biwaksack hat im oberen Teil (aber nicht wie bei einigen anderen Modellen, gang am oberen Ende!) eine Öffnung. Ein YKK-2-Wege-Reißverschluss geht über die ganze Breite und dann noch mal ein ganzes Stück nach unten, um den Einstieg zu erleichtern. Das ist meiner Meinung nach gut gelöst.


    Der Reißverschluss kann durch weit überstehendes Material gut abgedeckt und mit Klettstreifen geschützt werden.


    Der oben quer laufende Reißverschluss kann durch noch weiter überstehendes Material gut abgedeckt werden. Dort befindet sich auch ein Kordelzug, dessen Funktion mir aber noch nicht so ganz klar ist.


    Ganz oben gibt es 2 kleine Ösen.


    Hier noch mal ein Bild, auf dem man beide Materialien erkennen kann:

    Man sieht, dass nur die Unterseite aus Nylon hergestellt wurde. Wenn Schlafsack und Schäfer in dem Teil stecken (und es dann sozusagen "rund" ist), sind auch die Seiten des Biwaksacks aus Goretex und damit atmungsaktiv. Nicht atmungsaktiv ist also wirklich nur die Unterseite. Das ist meiner Meinung nach kein Nachteil, weil nach unten sowieso keine Feuchtigkeit abgegeben wird, da da eben die Matte liegt.

    Ein interessantes Feature ist das kleine Fenster aus UVX-Material. Wenn man im Biwaksack liegt und ihn komplett geschlossen hat, befindet sich am Fenster ungefähr auch das Gesichtsfeld.

    Es ist schön, im komplett verschlossenen Sack noch etwas von der Außenwelt zu erfahren. Ein Nachteil ist allerdings, dass sich an diesem Fenster Kondenswasser sammelt und es dann an dieser Stelle schnell feucht wird.

    Ansonsten ist der Borealis bivi eine echte Kaufempfehlung. Ich habe ihn schon in einer regnerischen Nacht auf Wasserdichtheit und Atmungsaktivität geprüft; beides funktioniert super. Ich lag wirklich im komplett verschlossenem Biwaksack. Durch die gut abgedeckten Reißverschlüsse trat kein Wasser. Ich habe gut Luft bekommen. Am nächsten Morgen war der Schlafsack ein wenig "klamm", aber nicht feucht.

    Sehr gut finde ich auch das Kopfteil mit dem Reißverschluss im oberen Drittel und nicht ganz am Ende. Das kam mir immer dann gelegen, wenn ich meinen Kopf draußen haben wollte, aber meinen Schlafsack vor Tau schützen wollte. Der Schlafsack lag dann komplett IM Sack, der Reißverschluss vom Biwaksack war auf der Querseite geöffnet und mein Kopf lag AUF dem oberen Teil vom Biwaksack. Wisst ihr, was ich meine? Dadurch war mein Kopf komplett an der frischen Luft und der Schlafsack komplett vor Tau geschützt. Das hat meiner Meinung nach Vorteile gegenüber Biwaksäcken, deren Öffnung ganz am oberen Ende ist.


    Fazit: Wer den Biwaksack nicht nur als reine Notunterkunft mit auf Reisen nehmen will, sondern plant, öfter und auch bei schlechtem Wetter noch relativ angenehm nächtigen zu können, für den ist der Mountain Equipment Borealis Bivi eine echte Kaufempfehlung. Er ist nicht der leichteste, nicht der kleinste und auch nicht der billigste. Aber er hält, was er verspricht.
    Geändert von Libertist (09.03.2010 um 17:08 Uhr)

  2. Erfahren
    Avatar von billsn
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    AW: Biwaksack: Mountain Equipment Borealis Bivi

    #2
    zwei fragen,
    1. wie hoch war die durchschnittliche außentemperatur, bzw warste im frühling, sommer oder herbst unterwegs?
    2. dein schlafsack war ein syn oder ne daune?

  3. Fuchs
    Avatar von Libertist
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    AW: Biwaksack: Mountain Equipment Borealis Bivi

    #3
    Zitat Zitat von billsn Beitrag anzeigen
    zwei fragen,
    1. wie hoch war die durchschnittliche außentemperatur, bzw warste im frühling, sommer oder herbst unterwegs?
    2. dein schlafsack war ein syn oder ne daune?

    Ich war mit dem Biwaksack im Sommer in den Rockies unterwegs. Genutzt wurde er bei nächtlichen Temperaturen von 5°C bis -5°C und starkem Wind, schätze ich. Schlafsack war ein MacPac Sanctuary 700, also ein Daunenschlafsack.

  4. Anfänger im Forum

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    AW: Biwaksack: Mountain Equipment Borealis Bivi

    #4
    Hi, cooles Review, auch wenn fast 5 Jahre später keine Bilder mehr vorhanden sind!

    Eine kleine Frage habe ich aber dann doch noch an dich.
    Du schreibst, dass kein Platz für die Isomatte im Biwaksack ist aber wie hast du die Matte dann trotz schlechtem Wetter genutzt?
    Hast du die ganz weggelassen?
    Oder bei schlechtem Wetter durch eine Schutzhülle geschützt? Wenn ja welche und wie!

    LG Rocca ;)

  5. Fuchs
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    AW: Biwaksack: Mountain Equipment Borealis Bivi

    #5
    Zitat Zitat von Roccabird Beitrag anzeigen
    Hi, cooles Review, auch wenn fast 5 Jahre später keine Bilder mehr vorhanden sind!

    Eine kleine Frage habe ich aber dann doch noch an dich.
    Du schreibst, dass kein Platz für die Isomatte im Biwaksack ist aber wie hast du die Matte dann trotz schlechtem Wetter genutzt?
    Hast du die ganz weggelassen?
    Oder bei schlechtem Wetter durch eine Schutzhülle geschützt? Wenn ja welche und wie!

    LG Rocca ;)
    Hi Rocca,

    sorry für die verspätete Antwort, bin gerade in Alaska unterwegs. Eine "normale" Matte kann man in dem Biwaksack wahrscheinlich sogar nutzen - meine Prolite 4 large ist aber zu groß. Ich hab sie einfach unter den Biwaksack gelegt; ist ja nicht schlimm, wenn die ein bisschen nass wird.

    Ich muss gestehen, dass der Biwaksack bei mir schon seit Jahren nicht mehr in Gebrauch ist ...
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  6. Erfahren

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    AW: Biwaksack: Mountain Equipment Borealis Bivi

    #6
    Zitat Zitat von Libertist Beitrag anzeigen
    Ich muss gestehen, dass der Biwaksack bei mir schon seit Jahren nicht mehr in Gebrauch ist ...
    hast du inzwischen einen besseren biwaksack gefunden? ich bin nämlich momentan auf der suche nach einem guten modell

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