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  1. Dauerbesucher
    Avatar von Zwiebelforscher
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    [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #1
    Mitreisende: Zwiebelforscher
    Land: Österreich
    Region: Stubaier Alpen
    Reisezeit: 11.08.2009 bis 18.08.2009

    Wie versprochen, hier nun der Reisebericht von unserem Trip in die schönen österreichischen Alpen, genauer gesagt, in die traumhaften Stubaier!

    "Wir" sind übrigens meine Freundin, Josi, und ich, Zwiebelforscher oder auch Lui ;)

    Wie alles begann:
    Nachdem wir letztes Jahr gemütlich an der Ostsee waren, war es nun am mir ein schönes Reiseziel für unsere diesjährigen gemeinsamen Ferien zu finden. Dass es in die Alpen zum wandern/bergsteigen gehen wird war von Beginn an klar und nach langem Suchen habe ich mich dazu entschlossen meiner Freundin auf dem Stubaier Höhenweg das Wandern und die Welt der Berge schmackhaft zu machen. Nachdem ich ihr dies offenbart hatte, war sie auch ziemlich begeistert und wir haben angefangen Ausrüstung für sie zu kaufen, da es ihr erster Urlaub dieser Art werden sollte und kaum Ausrüstung vorhanden war. Nunja ich verschöne euch jetzt mal mit den Details dazu, denn wen interessiert das schon :P

    Der Abreisetag rückte nun immer näher und die Aufregung stieg. Leider sind wir nicht im besitz einer Waage somit, kann ich euch leider nicht sagen wie schwer unsere Rucksäcke waren...geschätzt wurde ich sagen meiner so etwas mehr als 50 kg, ihrer ungefähr 1 kg...nein scherz, meiner so etwas mehr als 20 ihrer 10 bis 12 (jaja ich weiß es ist gesamt sehr viel aber da waren ja allein 7 kg Essen und Snacks und so weigter drin *gg* und mich hat es ach nicht weiter gestört.


    Dies ist nur die Wurstauswahl, allerdings fehlt das Packet Thüringer Stifte und Käse und brot und so weiter ;)

    Ok, nun genug gefaselt hier jetzt gehts los.

    Erster Tag: 11.08.2009

    "Oh man was soll das denn bloß! Mach die Sch**** aus!" So, oder so ähnlich muss mein erster Gedanke gewesen sein, als am Morgen des 11.08 um ca 5h der Wecker klingelte! Naja man kann es nicht ändern, also raus aus den ffedern, kurz was futtern anziehen (vielleicht auch andere Reihenfolge, das vermag ich leider nicht mehr zu repetieren) Rucksack auf und los gehts. Die Sonne haben wir leider nicht sehen können, da Wolken Nebel und regen in der Nacht. Na toll, das fängt ja gut an. Nunja nachdem wir noch einem Zeitungsboten erklärt haben wo wir hinwollen und er uns vor dem schlechten und verseuchtem Wasser auf den Berghütten gewarnt hat erreichten wir den bahnhof, wo um 6:21 unser zug losfahren sollte. Mit Umstieg in Frankfurt und München erreichten wir innsbruck um ich weiß nicht mehr wieviel Uhr. Jedenfalls nahmen wir von dort aus den Bus nach Fulpmes, allerdings nicht ohne uns vorher noch ein bisschen was zu futtern zu kaufen ;)

    Dort angekommen machten wir uns aufgrund der schon recht fortgeschrittenen Zeit auf den Weg zum Lift um zum Kreuzjoch hochzufahren und dann zur Starkenburger Hütte zu laufen. In 2 Stunden sollte das getan sein. Zu beginn lief auch alles nach Plan, allerdings wurde der Weg meiner bergunerfahren Freundin bald zu wild, weshalb wir ziemlich langsam vorankamen und ich froh war, dass sie überhaupt weiterging. Tja da hatte ich mich wohl verschätzt...


    Weg zur Starkenburger Hütte...für Bergneulinge offenbar sehr Adrenalinfördernd.

    Nungut wir erreichten die Hütte dann doch noch, natürlich nicht ohne noch die Nerven im Streichelzoo to go beruhigen zu können:


    Das Ziel, die Starkenburger Hütte


    Auf der Hütte stärkten und entspannten wir uns erste einmal ein wenig von dem doch sehr anstrengenden Tag. Als wir wieder bei Kräften waren machten wir uns an die Planung für den nächsten Tag. Ursprünglich war es geplant weiter zur Franz Senn Hütte zu gehen. Da diese Etappe aber ausschließlich an Hängen entlanggehen würde wie an diesem Tag und ich das josi nicht zumuten wollte, bzw. dass sie dies auch in keinem fall mitgemacht hätte musste nun ein neuer Plan für den morgigen Tag her. nach einigen Überlegungen kamen wir zu dem Schluss, dass wir wieder ins Tal absteigen würden und von Neustift aus mit dem Bus zur Mutternbergalm zu fahren und von dort aus zur Dresdner Hütte hoch. Von dort aus wollten wir dann einige Tagestouren unternehmen. Nachdem wir das dann so festgelegt hatten trank ich noch ein zwei Bier bevor wir uns ins Bett machten, um am nächsten Morgen fit und ausgeruht schlafen zu können.

    Zweiter Tag: 12.09.2009

    Nach dem Frühstück stellte wir erfreut fest, dass das Wetter wunderbar war!

    Beste Aussicht auf die Stubaier Gletscher, nahe unseres Ziels für den heutigen Tag: Die Dresdner Hütte.


    So und nun verabschiede ich mich erst einmal und schau den 13. Krieger ;)

    Eine Fortsetzung folgt dann morgen oder heute Abend.
    Geändert von November (06.11.2011 um 19:16 Uhr)
    Spinat schmeckt am besten, wenn man ihn kurz vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak ersetzt!

  2. Erfahren
    Avatar von rso4x4
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #2
    Zitat Zitat von Zwiebelforscher Beitrag anzeigen
    ...So und nun verabschiede ich mich erst einmal und schau den 13. Krieger ;)

    Eine Fortsetzung folgt dann morgen oder heute Abend.
    hey, spinnst jetzt, das ist die 758ste wiederholung des films, schreib lieber hier weiter , das ist interessanter (für mich jedenfalls)..
    cu
    Rainer

  3. Dauerbesucher
    Avatar von Zwiebelforscher
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #3
    So weiter gehts:

    Zweiter Tag - Fortsetzung

    Nachdem wir uns also am vorabend dazu entschieden nach Neustift abzusteigen machten wir uns auch recht bald nach dem Frühstück los: Leider war das Wetter auf der Talseite ziemlich bescheiden, da wir mitten in die Wolken latschten während auf der rückwärtigen Seite bestes Wetter war (siehe Foto oben)
    Bald jedoch verzogen sich auich diese Wolken und wir konnten uns im Sonnenschein auf die ca. 1200m Abstieg machen. Immer tiefert trugen uns unsere Beine. Leider war Josi davon gar nicht so begeistert (wer kann es ihr verdenken)...es ging bergab, bergab und bergab und unserr Ziel wollte einfach nicht näher kommen. In meinen Gedanken habe ich mir schon gratuliert zu meiner Tourauswahl...nunja ich hatte ja noch ein paar Tage, sie von der schönheit der Berge und des Wanderns zu überzeugen. Auf dem Weg nach unten fand ich es mal wieder faszinierend wie sich die Landschaft mit zunehmendem Höhenverlust immer lieblicher gab.


    Kurz nach Beginn auf dem Weg nach unten.


    Langsam kommen wir dem Tal immer näher...

    Immer weiter trugen uns unsere Füße nach und nach liefen wir an immer mehr kleinen Heulagern vorbei, allerdings auch an vielen verfallenen Geräteschuppen, Scheunen ooder anderen "Häusern". Vielleicht kann mir ja jemand von euch sagen was es wirklich mal war...

    Nunja wie dem auch sei, wir machtene ine spontane Pause um die Knie ein wenig zu entspannen und unseren Gedanken nachzuhängen. Ich für meinen Teil dachte, wunderbar, den Großteil haben wir hinter uns und nachher auf der Hütte kann ich endlich wieder eines dieser schmackhaften Biere trinken und die Aussicht genießen. Sie dachte wahrscheinlich eher so etwas wie: "Ich möchte sofort an einen Strand. Mit warmem Wasser, einem Cocktail, und einer Liege. JETZT!"
    Und wir waren nicht allein, dieser kleine Geselle war ja erst noch ganz niedlich, aber mit der Zeit wurde er ziemlich aufdringlich und machte mir schon fast ein wenig Angst, weshalb ich auch zum baldigen Aufbruch drängte. Kleiner Scherz am Rande ;) (das mit dem Aufbruch^^)


    Weiter gehts also:
    In Neustift angekommen genießen wir erst einmal eine schöne Brotzeit und machen uns dann auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle um den Bus zur Muttergeralm zu nehmen. Das funktioniert auch tatsächlich und so kommen wir um ca halb 3 nachmittags im Talschluss an und entschließen uns mit der Seilbahn hochzufahren da unsere Beine schon ein wenig schwach vom Abstieg sind und ich Josis Nerven und Beine nicht übermäßig mit noch mehr laufen beanspruchen wollte. Und ich hatte gegen ein wenig Gondel fahren natürlich auch nichts ;)


    An der Hütte angekommen wurde sichtbar, dass die Dresdner Hütte inmitten eines großen Gletscherskigebietes liegt und im Winter als ultimativer Stützpunkt genutzt wird. Alles ist zugepflastert mit Liften zu den Gletschern, die Hütte ist riesig und im Inneren schon ein wenig kantinenartig aber sauber, gepflegt und gut ausgestattet. Da es noch recht früh war entschlossen wir uns, uns noch ein wenig in der näheren Umgebung der Hütte umzuschauen und fanden eine Bank etwas oberhalb die geradezu zum Verweilen einlud.


    Nach und nach wurde es allerdings schon ein wenig frisch weshalb wir uns wieder auf die nicht ganz so windige Terasse der Hütte zurückzuziehen.
    Beim Abendessen dann kamen wir wieder zu Kräften. Oder das was man eben so nennt:


    Späterwärts ging es dann ins Bett, was ich jetzt auch tun werde. Also gleich dann. der nachher. Oder wann auch immer.
    Fortsetzung folgt mit Tag 3 und mehr.
    Spinat schmeckt am besten, wenn man ihn kurz vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak ersetzt!

  4. Fuchs
    Avatar von hrXXL
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #4
    sehr interessant das mal ohne schnee zu sehen
    schöner bericht bis jetzt

  5. Dauerbesucher
    Avatar von Zwiebelforscher
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #5
    Dritter Tag - 13.08.2009
    Start: Dresdner Hütte
    Ziel: Eisgrat - Top of Tyrol
    Ende: Dresdner Hütte


    Der nächste Morgen begrüßte uns mit traumhaftem Wetter, genau richtig für unsere heutige Tour an/auf die Stubaier Gletscher und die Aussichtsplattform "Top of Tyrol", um hoffentlich einen wunderbaren Blick auf die Zentralalpen, die Dolomiten und auf das Karwendel und das Wettersteingebirge.


    Der Blick ins Tal

    Wir machten uns also voller Tatendrang und in voller Vorfreude auf den Aufstieg in Richtung unseres Ziels. Zu Beginn ging es teilweise recht steil bergauf, allerdings ohne irgendwelche komplizierten oder schwierigen Stellen. Anfangs war es noch ziemlich einsam und verlassen was vielleicht auch an der Uhrzeit lag ;)
    Doch je näher wir dem eigentlichen Skigebiet kamen, umso idyllischere Geräusche drangen an unsere zarten Ohren:


    Ein ganz anderes/neues Unfallrisiko für die friedliebenden Bergsteiger der heutigen Zeit:


    Endlich am "Gipfel" angekommen konnten wir die Aussicht genießen. Wie zu erwarten waren wir allerdings nicht allein sondern mit ca 50 anderen Menschen auf der Plattform. Nichts destotrotz genossen wir die Aussicht, auch wenn leider kein Kaiserwetter war und die Dolomiten in den Wolken lagen.
    Nachdem uns eine nette Französin (komisch eigentlich, denn es waren fast nur Italiener dort oben...) noch fotografierte, machten wir uns wieder runter an den Kiosk Jochdohle wo Josi sich ein wenig in der Sonne suhlte und ich mich auf den kurzen Aufstieg auf den kleinen Isidor machte.




    Der Weg auf den Gipfel

    Oben angekommen einmal kurz entspannen, die Aussicht genießen und natürlich noch ein paar Bilder machen:


    Im Hintergrund in Wolken gehüllt zu sehen: Die Ötztaler Wildspitze



    Nachdem ich mich wieder hinunter begeben hatte chillten wir zwei noch ein bisschen in der Sonne, leider zogen recht bald Wolken aauf, weshalb wir uns gegen 15h wieder auf den Rückweg machten. bei Ankunft an der Hütte gabs dann erst mal einen leckeren Apfelstrudel während wir ein paar Kletterer am nahen Klettersteig beobachten konnten.
    So ging dann auch dieser tag zu Ende.


    Vierter Tag - 14.08.2009
    Start: Dresdner Hütte
    Ziel: Mutterberger See
    Ende: Dresdner Hütte


    Diesen Tag gingen wir sehr ruhig an da wir mit Regen und Nebel und Wolken und so unsäglichen Dingen begrüßt wurden als wir nach dem aufwachen einen Blick aus dem Fenster riskierten.




    Nach einem entspannten Frühstück gingen wir um ca 10h los um unser heutiges Ziel, den Mutterberger See in Angriff zu nehmen. Doch schon kurz nach dem Start wurden wir leider aufgehalten: Ein wunderschönes kleines Seechen, der Egenensee, lud zum verweilen ein. Was wir dann natürlich auch erst einmal taten..



    Auch das Wetter wurde immer besser, weshalb wir uns dann doch aufrafften um unserem Ziel näher zu kommen. Es ging erst einmal bergauf, dem "Wilde Wasser Weg" folgend. Vorbei an zahlreichen kleinen Seen ging es immer weiter bergauf bis wir die Scharte erreichten von der wir unseren Weg bis zum Ziel einsehen konnten. Doch bevor wir diesen in Angriff nehmen konnten ging es erst einmal wieder bergab, um danach wieder aufzusteigen. Da hieß es wieder: Motivationsarbeit leisten ;)
    Doch wir wurden entlohnt: Ein einsamer, klarer und kalter Bergsee erwartet uns und es hieß erst einmal ordentlich Mittagessen.



    Schweren Herzens machten wir uns wieder auf den Heimweg, da wir ja nur bis 18h Essen konnten. Auf dem Rückweg trafen wir einige andere Höhenweggeher die wir natürlich erst einmal nach den Wegverhältnissen fragten, die sich auf den von uns ausgelassenen Etappen boten. Und siehe da: Zwischen der Neuen Regensburger Hütte und der Dresdner Hütte gibt es ein kleines Stück, wo ich froh war, dies nicht in Angriff nehmen zu müssen. Diese Verantwortung konnte und wollte ich nicht übernehmen: Es ging erst durch ein extrem steiles Schneefeld ungesichert nach oben, nach dem es sofort eine ungesicherte Stelle im 3. Grad gab. Ich hätte es jedenfalls nicht geschafft mit Josi dort durchzumachen! Naja wie dem auch sei, auf dem weiteren Weg meisterte Josi dann ihre erste Drahtseilversicherter Stelle ihres Lebens:


    Vorbei an selbstmordgefährdeten Schafen und Gras mit Frisuren ging es wieder zur Hütte wo wir uns dann bald zum Essen begaben.



    Fünfter Tag - 15.08.2009
    Start: Dresdner Hütte
    Ziel: Grawawasserfall, dann Sulzenauhütte
    Ende: Dann doch schon an der Sulzenaualm


    Heute hieß es Abstieg! Wir machten uns auf den Weg und erreichten irgendwann das erste Ziel des heutigen Tages, des Grawawasserfall. Ein wunderschönes naturschauspiel ist das! Bevor wir uns über diesen Anblick freuen konnten genossen wir jedoch erst einmal die weichen Waldböden die wie Wolken waren auf denen wir liefen. Einziger Wehrmutstropfen: Unser eigentliches Ziel für den heutigen Tag, die Sulzenauhütte, war hoffnunglos überbucht weshlab wir uns auf die Suche nach Alternativen begeben mussten. Nach einigen Telefonaten entschließen wir uns dann nur bis zur Sulzenaualm aufzusteigen. Eine der besten Entscheidungen die die wir auf dieser Tour treffen sollten wie sich herrausstellen sollte. Der Weg dort hoch war aber wirklich unter aller Kanone muss ich mal sagen: Durchgängig extrem steil, der ganze Boden durchweicht, verwurzelt, rutschig und schon ein wenig gefährlich. Nun ja so ist das aber. Wir wurden entlohnt mit grandiosen Aussichten auf den Wasserfall, mit kleinen Snacks von den massenhaft vorhandenen Blaubeersträuchern und am Ziel angekommen mit einem grandiosen Blick in eine wunderschönes kleines Hochtal indem sich die Sulzenaualm befindet. Ich muss zugeben,d ass ich selten ein solch schönen Fleck in den Alpen gesehen habe!






    An der Alm angekommen waren wir hin und weg von der liebevollen Gestaltung: Jeder einzelne Stuhl war mnit tollem schnitzwerk verziert, die Wirtsleute waren total freundlich und hilfsbereit, es gab frische Milch von eigenen Kühen mit Heidelbeeren aus dem Tal und...achja ich will da wieder hin!





    Wir genossen also den Rest des Tages und gingen nach einem äußerst schmackhaften Essen in unser Bett um am nächsten Tag fit zur Sulzenauhütte starten zu können.


    Fünfter Tag - 15.08.2009
    Start: Sulzenaualm
    Ziel: Sulzenauferner
    Ende: Sulzenauhütte


    Nach einem ausgedehnten Frfühstück in der urigen Gaststube der Alm machten wir uns völlig entspannt auf den Weg zur Hütte, eine Etage weiter oben. Es ging vorbei an einem Wasserfall, steil den Hang nach oben, die Hütte immer im Blick. Dort angekommen tranken wir ein radler, aßen einen leckeren Apfelstrudel und packten unsere Sachen um, so dass Josi den Weg zum Ferner entspannt ohne Rucksack angehen konnte. Nach kurzer Zeit erreichten wir den ersten Schauplatz unserer heutigen Tagestour: Die Blaue Lacke. Ein schöner Bergsee, der zwar mehr grün als blau, aber trotzdem unglaublich schön war !



    Im Angesicht des mächtigen, zerrissenen Fernes ging es immer weiter bergauf. Über beeindruckende Gletscherschliffe, vorbei an gigantischen Seitenmöränen und über mehrere alte Endmoränen. Diese zu erklimmen war teilweise ein wenig fordernd, aber auf jeden Fall lohnenswert!!!





    Als es uns dann doch zu kalt wurde und Wolken aufzogen ging es wieder zurück zur Hütte, auf der wir heute übernachten sollten. Dort gab es noch einen Apfelstrudel und später ein leckeres bergsteigeressen in der ziemlich überfüllten Gaststube. Dann später ins Bett und in einen tiefen Schlaf.

    So und mehr gibt es nachher. Meine Finger glühen^^
    es sei denn ihr wollt nicht mehr ;)
    Spinat schmeckt am besten, wenn man ihn kurz vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak ersetzt!

  6. Dauerbesucher
    Avatar von Zwiebelforscher
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #6
    Sechster Tag - 016.08.2009
    Start: Sulzenauhütte
    Ziel: Irgendeine Übernachtungsmöglichkeit im Tal



    Ein letzter Blick auf den mächtigen Sulzenauferner am nächsten Morgen

    Nach unserem obligatorischen Frühstück machten wir uns auf den Weg ins Tal. Der Weg war der gleiche wie am Tag davor nur diesmal in die umgekehrte Richtung. Das Wetter war mal wieder super. Blauer Himmer, Sonnenschein. Wir ließen es uns natürlich nicht nehmen nocheinmal bei der Sulzenaualm einzukehren, wo wir freudig begrüßt wurden, und eine Heidelberrmilch zu trinken. Die ist wirklich empfehlenswert (an alle die vielleicht mal dort vorbeikommen ;) )!


    Nach der gemütlichen Einkehr ging es weiter ins Tal wo wir uns auf die Suche nach einer Einkehr für die Nacht machten. Das war einfacher als gesagt, schließlich fanden wir aber das Gasthaus Falbesoner am Beginn der privaten Gletscherstraße. Zuerst hatte der Wirt kein Doppelzimmer frei sondern nur zwei einzelne, als wir dann aber dankend ablehnten und uns auf den Weg machten um uns wo anders was zu suchen war schwups die wups doch eins da ;)
    Erst einmal dort, war der Wirt dann jedoch sehr freundlich und zuvorkommend.
    Wir verbrachten den restlichen Tag damit zu duschen, die Füße hochzulegen, Karten zu spielen und mit Essen.

    Siebter Tag - 17.08.2009
    Start: Gasthaus Falbesoner
    Ziel: Innsbruck Hauptbahnhof


    An diesem Morgen ging es jeglicher vernunft wieder früh los. Wir nahmen unser Frühstück um kurz vor 8 und waren natürlich die ersten im Saal. Dann nahmen wir den ersten Bus in Richtung Innsbruck, um unseren geplanten Stadtbummel gemütlich angehen zu können. Auf dem Weg dorthin wurde allerdings erstmal unser Bus von zwei mit Maschienengewehren bewaffneten Polizisten durchsucht die auf der Suche nach irgendeinem Flüchtigen waren oder so. Nunja wie dem auch sei, in Innsbruck angekommen machten wir uns auf den Weg in die Innenstat. Beziehungswise wir versuchten es. Nach einer halben Stunde stellten wir fest, dass wir um diese astrein im Kreis drumrum gelaufen sind. Naja so kanns gehen. Deshalb studiere ich ja auch Geographie und unterichte es nicht
    Wir waren beide begeistert: So schön hatten wir uns die Stadt nicht vorgestellt! Verwinkelte Gassen, alte Bausubstanz.
    Naja ich kann jetzt viel erzählen aber ich werde einfach mal die Bilder auf euch wirken lassen:









    Gegen Nachmittag ging es dann in den Zug und zurück nach Marburg Wo wir gegen Mitternacht eintrafen.

    Das war es ersteinmal von meiner Seite, in den folgenden tagen werde ich noch einen kleinen Hüttencheck verfassen.

    Ich hoffe ich habe euch mit den zahlreichen Bildern und wenigen Worten nicht zu sehr gelangweilt ;)

    Solltet ihr Fragen haben, fragt.
    Spinat schmeckt am besten, wenn man ihn kurz vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak ersetzt!

  7. Alter Hase
    Avatar von Shorty66
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #7
    Schöne tour! Wo waren die Zwiebeln?
    φ macht auch mist.
    Now there's a look in your eyes, like black holes in the sky. Shine on!

  8. Dauerbesucher
    Avatar von Zwiebelforscher
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #8
    Ja das mit den Zwiebelnn war so ein kleines Problem: Ich habe ja aus einschlägigen, nur der zwiebelforschenden Zunft zugänglichen Quellen erfahren, dass es in den Stubaiern ein unentdecktes Vorkommen geben soll. Das war ja auch der eigentliche Grund weshalb es auf den Höhenweg ging. Nun haben sich unterwegs unsere Pläne leider geändert weshalb ich nicht bis dorthin vorstoßen konnte. Lediglich die mächtige Waffe eines Wächters des Vorkommens konnten wir an der Sulzenaualm begutachten. Woher die Wirte diese haben wollten sie uns allerdigns nicht sagen.
    Spinat schmeckt am besten, wenn man ihn kurz vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak ersetzt!

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Zwiebelforscher
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #9
    Hier nun endlich der Hüttencheck:

    Starkenburger Hütte
    Unterkunft: In der Hütte selbst und in einem kleinen Nebengebäude. Sauber, Matratzenlager nicht zu groß (ca. 10 Leute)
    Essen: Lecker Lecker Lecker
    Preise: Waren soweit ich mich erinnern konnte angemessen für eine Hütte
    Wirt: Freundlich
    Ambiente: Sehr urig

    Dresdner Hütte
    Unterkunft: Mietet auf jeden Fall einen Lagerplatz! Der einzige Unterschied zum Zimmer ist, dass dort keine bezogene betttwäsche ist, sondern die üblichen Wolldecken! Und das zu einem bruchteil des Preises. 6 bis 8 Leute pro Zimmer in Doppelstockbetten.
    Essen: War ok, riesen Pottion Kaiserschmarren
    Preise: siehe oben
    Wirt: Wenn man ihn etwas gefragt hat, so bekam man eine gute Antwort, durch außerordentliche Freundlichkeit zeichnet sich das Personal nicht aus.
    Ambiente: Massenabfertigung, aber alles sauber und gepflegt

    Sulzenaualm:
    Zimmer: Waren ok. Preise aber relativ hoch, weil kein AV Rabatt gewährt wird
    Essen: Einfach nur absolut lecker!
    Preise: Abgesehen vom Zimmer durchaus human
    Wirt: Außerordentlich freundlich und zuvorkommend!
    Ambiente: urig urig urig!
    Achtung: keinerleie Mobilfunkempfang an der Alm. Man muss ca eine halbe Stunde zum Taleingang latschen.

    Sulzenauhütte:
    Zimmer: ziemlich großes Lager (20 Personen ca.), nur eine Dusche für die Lager, wenn ich mich recht entsinne.
    Essen: Auch hier war es lecker. besonders der frische Apfelstrudel
    Wirt: Extrem in Hecktik immer aber finden immer freundliche Worte und ein Lächeln für den Gast.
    Ambiente: Sehr gemütlich. Der gastraum ist klein, und man ist gezwungen mit anderen Leuten den tisch zu teilen. Aber das sollte eigentlich niemanden stören Im Gegenteil, so kann man immer schöne Gespräche führen und gegenseitig ein wenig rumposen
    Auch heir war alles Top sauber.

    Gasthaus Fallbesonner:
    Zimmer: das in dem wir waren war renovierungsbefürftig und auch nicht wirklich sauber.
    Essen: Man konnte es essen, aber es jetzt nicht der Hit
    Wirt: Hat sich sehr bemüht es uns dort angenehm zu gestalten, ist nach einigen Startschwierigkeiten dann doch freundlich und zuvorkommend.
    Ambiente: man merkt halt, dass es eine Après-Ski Absteige ist im Winter Aber war durchaus in Ordnung und idyllisch gelegen.
    Spinat schmeckt am besten, wenn man ihn kurz vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak ersetzt!

  10. Gast40982
    Gast

    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #10
    Sehr schöne Photos! Vielleicht werde ich die Ecke Österreichs auch mal einen Besuch abstatten. Wie ich sehe lohnt es sich bestimmt! Danke.

  11. Erfahren
    Avatar von Hausi
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #11
    Könntest du die Hüttenpreise und Preise für die Mahlzeiten mal in Euros bezeichnen?
    Ich war da noch nie und kann mir unter "angemessen" gar nichts vorstellen...
    Ich kenne nur die Mahlzeitenpreise der Hütten im Winter.

    Aber ein schöner Bericht mit schönen Bildern!

    mfg
    Hausi

  12. Gesperrt Dauerbesucher

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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #12
    schöne fotos!

  13. Lebt im Forum
    Avatar von derSammy
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #13
    Zitat Zitat von Hausi Beitrag anzeigen
    Könntest du die Hüttenpreise und Preise für die Mahlzeiten mal in Euros bezeichnen?
    Ich war da noch nie und kann mir unter "angemessen" gar nichts vorstellen...
    Ich kenne nur die Mahlzeitenpreise der Hütten im Winter.

    Aber ein schöner Bericht mit schönen Bildern!

    mfg
    Hausi

    KLICK

    Gebirgsgruppe
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  14. AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #14
    Schöner Bericht, wenn ich das so lese bekomm ich gerade auch richtig Lust meinen Bericht zum Stubaier Höhenweg im letzten Jahr fertig zu schreiben...muss mir unbedingt mal wieder unser Video ansehen, war echt Klasse die Tour, besonders oben auf dem Großen Trögler

  15. Anfänger im Forum
    Avatar von outdoorseite
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #15
    Hallo zusammen,
    sind ab nächsten Montag 8 Tage auf dem Stubaier HW unterwegs. Hat jemand einen Tipp, wie viel Bares man so mitnehmen sollte - abgesehen von den Übernachtungs- und HP-Preisen....

    Ich meine eher so für das Drumherum: Mal hier einen Kaffee, abends mal ein Bier, usw.

    Haben keine Lust, auf den letzten Hütten verhungern zu müssen ;)

  16. Fuchs
    Avatar von blauloke
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #16
    Deinen Bericht hatte ich bis jetzt total übersehen. Interessant und schön geschrieben.
    Nur mit einem Satz habe ich Probleme:


    Zitat Zitat von Zwiebelforscher Beitrag anzeigen
    bevor wir uns ins Bett machten, um am nächsten Morgen fit und ausgeruht schlafen zu können.
    Verstehe ich das richtig? Ihr schlaft die ganze Nacht um am nächsten
    Morgen, "fit und ausgeruht", weiter schlafen zu können.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  17. Lebt im Forum
    Avatar von derSammy
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #17
    Zitat Zitat von outdoorseite Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    sind ab nächsten Montag 8 Tage auf dem Stubaier HW unterwegs. Hat jemand einen Tipp, wie viel Bares man so mitnehmen sollte - abgesehen von den Übernachtungs- und HP-Preisen....

    Ich meine eher so für das Drumherum: Mal hier einen Kaffee, abends mal ein Bier, usw.

    Haben keine Lust, auf den letzten Hütten verhungern zu müssen ;)


    naja..nach der "guten, alten dreifuffzich Regel"

    kaffe....bier...wasser.....saft.....alles à 3,50 ...

    kannst mal locker 25 pro tag mitnehmen

    öööh..also ICH könnt locker 25 mitnehmen

  18. Fuchs

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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #18
    Zitat Zitat von derSammy Beitrag anzeigen


    naja..nach der "guten, alten dreifuffzich Regel"

    kaffe....bier...wasser.....saft.....alles à 3,50 ...

    kannst mal locker 25 pro tag mitnehmen

    öööh..also ICH könnt locker 25 mitnehmen
    Oder in der Schweiz alles 10 fränkli ;)
    Ich bin ziemlich einfach. Ich trinke guten Wein, das ist konzentrierter Sonnenschein.

  19. Anfänger im Forum
    Avatar von Schwindelfrei
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    AW: [AT] Stubaier Höhenweg - Oder: wie es auch kommen kann

    #19
    Ein netter Bericht, der - nach den Antworten zu schließen - ursprünglich auch mit schönen Fotos illustriert war. Diese sind aber leider nicht mehr verlinkt. Kann man die wieder finden? Forsch doch mal zwischen deinen Zwiebeln nach!
    Danke!

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