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  1. Erfahren
    Avatar von Amelia
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    AW: Geigerzähler

    #21
    na ja: hier noch was über zeolith

    www.ns-eugenik.de/labor/vortrag.htm
    "Dich im Unendlichen zu finden, Musst unterscheiden und dann verbinden" (Goethe)

  2. Erfahren
    Avatar von Amelia
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    AW: Geigerzähler

    #22
    und noch was:
    http://www.heck-bio-pharma.com/Infobriefe/SiUmweltproblem_070502.pdf


    @ becks
    nicht gleich immer alles schlecht machen bitte....
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  3. Erfahren
    Avatar von Berkanan
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    AW: Geigerzähler

    #23
    @ Becks

    Danke für deinen Beitrag.
    Vieleicht kannst du uns etwas näher erläutern was du genau meinst. Ich freue mich wenn ich etwas an deinem chemischen Wissen Teilhaben darf.

    Es kann sein, dass der Vertreiber des Zeolith bei dem von mir angegebenen Link vieleicht nicht richtig mit der Formulierung der Herstellungsweise vertraut ist, was aber an der nachgewiesenen entgiftenden Wirkung des Klinoptilolith-Zeoliths nichts ändert.
    es gibt ja auch genug andere Anbieter und meine Absicht war es nur, die Existenz von einem Mineral zu zeigen, dass radioaktive Verunreinigungen ausleiten kann, für Menschen die evtl. in kontaminierten Gegenden leben oder von einer Reise zu solchen Gebieten zurück kommen und etwas zu ihrer Entgiftung beitragen möchten.
    Die Absicht deiner Verspottung dagegen will sich mir nicht so recht erschliessen...

    (vieleicht gefällt dir dieser Vertrieb ja: http://www.zeonatura.eu/epages/61789202.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61789202/Categories/Entgiftung )
    Eine der lächerlichsten Verkehrtheiten auf Erden ist die, dass die Menschen das, was ihnen zu wissen not täte, schon zu wissen meinen.

    Stendhal

  4. Moderator
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    AW: Geigerzähler

    #24
    Sorry Jungs. Das Thema Heilerde, worunter das Zeugs auch fällt, ist bekannt und anerkannt, kein Thema.Aber auf der Welle schwimmen eine Menge faule Fische mit, die anerkanntes Wissen mit Halbwahrheiten und Humbug mischen und daraus Kapital schlagen.

    Das, was da vertickt wird ist schlichtweg feinst zermahlene Kieselerde, aber "tribomechanisch behandelter Zeolith" klingt halt besser (so wie linksdrehende Joghurtkulturen).

    Das Wissen:
    Hinter diesem tribomechanischen Verfahren versteckt sich ein Zerkleinerungsverfahren, welches auch bei der herstellung von Zahnpasta Anwendung findet. Man bläst einen zermahlenen Stoff in einen Luftstrom ein und wirbelt den im Kreis rum. Dabei knallen die Einzelteilchen immer mal wieder aufeinander und werden dabei weiter zerkleinert. So etwas macht ein Berg auch - er bastelt mit einem Wasserstrom als Antrieb aus groben Granitbrocken auf dem Weg nach unten handliche Kiesel. Die kleinen Teilchen sammeln sich im Luftstrom innen und werden abgesaugt, fertig ist das Ganze.

    Je kleiner ein Stoff zermahlen ist, desto grösser ist die Oberfläche pro Gewichtseinheit von dem Stofff. Je grösser die Oberfläche, desto eher reagiert der Stoff mit der Umgebung (Beispiele: Kat, Lunge).

    Zeolithe sind in der Lage Schadstoffe aufzunehmen (und auch wieder abzugeben) -> Adsorption nennt sich das.

    Soviel zu dem Wissen.

    Nun zum Humbug bzw. Fragezeichen.
    Damit ein Schadstoffaustausch funktioniert, muss dieser mit dem Zeolith in Kontakt kommen. Das geht aber nur im Magen, und auch nur dann, wenn sich beide Stoffe gleichzeitig drin befinden. Und schon haben wir das Problem, denn der Mageninhalt tauscht sich ständig aus. Entweder wird der Schadstoff also schnell ausgeschieden oder über die Darmwand aufgenommen. In beiden Fällen bringt der schönste später gegessene Schadstoffschwam nix mehr.

    Zudem sind die Zeolithe mit "negativen Elektronen" (hab ich von der Seite) beladen (Elektronen sind immer negativ geladen). Damit sind sie nur in der Lage, positiv geladene Teilchen zu binden. Dazu gehört zwar Cäsium, nicht aber Iod (kommt als negativ geladenes Iodid vor). Und das war einer der Stoffe, die z.B. bei Tschernobyl freigesetzt wurden und uns nun Spass bereitet, da es sich in der Schilddrüse anreichert und dort Unsinn macht. Damit ist der Zeolithkram z.B. bei Iodid wirkungslos.

    Das mit dem MSM halte ich auch für Humbug. Wir essen genug proteinhaltige Nahrung (-> http://de.wikipedia.org/wiki/Proteine), wo das Zeugs drin vorkommt. Einfach halt mal etwas mehr Bohnen oder Linsen essen und gut ist, man riecht den Schwefel hinterher schon.

    Und den noch zum Abschluss.
    http://www.ktipp.ch/themen/beitrag/1..._Krebsverdacht

    Und damit klinke ich mich aus Geigerzähler und der Tribomechanik aus.

    Becks
    Geändert von Becks (05.08.2009 um 00:08 Uhr)
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  5. AW: Geigerzähler

    #25
    Kurz gefasst, frei nach FwDV 500: Inkorporation ausschließen

  6. Dauerbesucher
    Avatar von CODY
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    AW: Geigerzähler

    #26
    Mr.Becks.

    Meine Ex Ex Ex Ex hat immer gesagt ich wäre ein Neutron.

    Was soll ich davon halten?

    Gruß Cody.
    WATCH THE RAVEN.FOLLOW YOUR VISIONS AND YOUR DREAMS AND MAY THE GOOD SPIRITS TRAVEL WITH YOU.
    I WILL LEAVE NO MAN BEHIND
    http://omega-force-survival-group.org/index.php

  7. AW: Geigerzähler

    #27
    OT: Du bringst es nicht Besser wäre Proton

  8. Dauerbesucher
    Avatar von CODY
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    AW: Geigerzähler

    #28
    Oh je.Das ist schlim.Ich hatte gehofft es hängt mit der Lebensdauer zusammen.

    Gruß Cody
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  9. Erfahren
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    AW: Geigerzähler

    #29
    Nun zum Humbug.
    Damit ein Schadstoffaustausch funktioniert, muss dieser mit dem Zeolith in Kontakt kommen. Das geht aber nur im Magen, und auch nur dann, wenn sich beide Stoffe gleichzeitig drin befinden. Und schon haben wir das Problem, denn der Mageninhalt tauscht sich ständig aus. Entweder wird der Schadstoff also schnell ausgeschieden oder über die Darmwand aufgenommen.
    Bist du dir denn da sicher?
    auf diesem Link wird das anders dargestellt...
    http://www.heck-bio-pharma.com/Infob...lem_070502.pdf
    Da ist unter anderem von einer Regulation in der extrazellulären Matrix die Rede.

    Ich denke ausserdem, dass das Jod131 heute keine Gefahr darstellt, da es doch meines Wissens nur eine Halbwertszeit von ca. 8 Tagen hat...
    Cäsium137 dagegen 30Jahre.
    Eine der lächerlichsten Verkehrtheiten auf Erden ist die, dass die Menschen das, was ihnen zu wissen not täte, schon zu wissen meinen.

    Stendhal

  10. Dauerbesucher
    Avatar von Fritsche
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    AW: Geigerzähler

    #30
    "Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt" von R.Maushart. Das Buch meinte ich.
    Für eine Welt ohne Pressspan

  11. Moderator
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    AW: Geigerzähler

    #31
    Moin,
    ich fledder dann mal in dem hier rum: http://www.heck-bio-pharma.com/Infob...net_060214.pdf

    Seite 2:
    "SIO2, auch Kieselsäure genannt[...] kommt in Zeolith, Quarz, bergkristall vor"
    kleiner fehler. SiO2 ist nicht Kieselsäure sondern Siliciumdioxid. Ein Vertreter der kieselsäuren wäre Si(OH)4

    "SiO2 ist die Königin der Mineralien, die der Mensch benötigt"
    Hier krümmt sich der Chemiker zweifach. Minerale sind Festkörper mit einer definierten chemischen Zusammensetzung und physikalischen Struktur. Der werte Herr unterscheidet ja schon selber weiter oben zwischen Quarz und Bergkristall, wirft hier aber alles in einen Topf, um daraus die Königin zu krönen.
    Wenn Silizium in unserem Leben eine solche massgebliche Rolle spielt, frage ich mich, warum es unter den Top 11 der chemischen Elemente im Körper des Menschen nicht auftaucht und selbst unter den Spurenelementen keinen Platz findet ( http://www.chemie.fu-berlin.de/medi/suppl/mensch.html). Sogar Kupfer, Zink, Mangan oder Cobalt sind wichtiger, und die findet man nicht wie Sand am Meer.


    Wirkungsweise:

    Zeolith ist ein vulkanisches Gestein. Es enthält Kristallgitterstrukturen, die mit allen Elementen des periodischen Systems, mit Kristallwasser und mit Silizium besetzt sind. Letzteres wird im Verdauungstrakt verarbeitet und als kolloidale Form über das Blut in die extrazelluläre Matrix und von dort zu den Zellen zugeführt. Die Kristallgitter haben die Eigenschaft zum Ionenaustausch. Da das Kristallgitter des Zeoliths zu den Schwermetallen, die sich in unserem Körper befinden (Pb, Hg usw.), eine große Affinität (Anziehungskraft) hat, werden diese Stoffe aus dem Körper (via extrazellulärer Matrix ? Blut) in die Kristallgitter, welche sich im Verdauungstrakt befinden, gebracht. [...] Das mit Schwermetallen und toxischen Stoffen beladene Kristallgitter wird mit dem Kot (Stuhl) ausgeschieden.
    Klingt erstmal toll, ich formuliere es um und lass das BlaBla weg, damit es etwas besser verständlich ist. Zeolith zersetzt sich (zum Teil?) im Verdauungstrakt, wird in Form von Kieselsäure ins Blut aufgenommen und von dort weiter in die Zellen transportiert.
    Schadstoffe, welche ihrerseits den Weg vom Blut in den Magen finden, werden in der Zeolithstruktur gebunden und anschliessend ausgeschieden. Auf Seite 9 ist das Ganze graphisch dargestellt. Man beachte den Zeolith links und den dritten Pfeil im Bild, beschriftet mit "H4SiO4". Zeolith im Magen, Kieselsäure im Blut. Auf Seite 11 steht, was diese Kieselsäure in der Zelle anstellen soll. Hier fehlt jeglicher Hinweis auf die Filterfunktion, auf den hier im Thread so abgefahren wird.

    Damit ist die Sache erledigt. Wie ich sagte, ein Filter funktioniert nur, wenn die Stoffe miteinander Kontakt haben. Damit aber die Schadstoffe , die sich im Blut befinden, durch den Zeolithen gebunden werden, müssen sie ihren Hintern in den Magen bewegen. Solche Diffuionsprozesse funktionieren aber nur, wenn der Konzentrationsunterschied zw. Blut und Magen hoch genug ist und zudem nicht durch andere gelöste Stoffe verhindert oder gebremst werden. Für Cs seh ich da aber echt schwarz. Für andere Stoffe (Iod) funktioniert der Trick nicht, und der dritte wichtige Tschernobylkollege (Strontium) versgat der Trick auch. Dieser ähnelt nämlich stark dem Calcium, wird in Knochen eingebaut und paddelt nicht wie wild in der Blutbahn rum, bis er im Magen auf Zeolith trifft.

    Auf der anderen Seite bindet Kieselsäure im Blut keine Schadstoffe. Nicht ungewöhnlich, denn Eisenpulver filtert auch auch weniger als ein Sieb aus Eisenfäden (wenn auch in einer anderen Grössendimension). Bezüglich Notwendigkeit von Silicium im Körper verweise ich nur noch einmal auf http://www.chemie.fu-berlin.de/medi/suppl/mensch.html Ein Stoff, der im menschlichen Organismus so selten vorkommt, ist nicht wirklich wichtig und die Versorgung durch andere Quellen sichergestellt.



    Alex
    Geändert von Becks (05.08.2009 um 09:37 Uhr)
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  12. Fuchs
    Avatar von lupold
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    AW: Geigerzähler

    #32
    Das die Tschernobel Belastung im Boden ein Stück nach unten "gewandert" ist würde mich nur bedingt beruhigen. Wie schnell wandert im Wald der Boden auch mal wieder nach oben? Umgestürzte Bäume, buddelnde Wildschweine, Auswaschungen in höheren Lagen, Hangabgänge...

    Wir sollten lernen damit zu leben wie mit zu hoher UV Strahlung. D.H. für beide Meßgeräte wie ne Uhr immer mit nehmen und zu langen Kontakt vermeiden.

    Das Gerät könnte (anonymisiert!) ne Online-Karte füttern und wir hätten so eine schönen Iststand der Strahlensituation.
    Zitat Volker Pispers:"Wenn ich Recht habe, werdet ihr das nie erfahren."

  13. AW: Geigerzähler

    #33
    Mh, ich weiss nicht, mir wäre das schon etwas zu paranoid. Mir würde es reichen zu wissen wie stark belastet dsa ist was in meinen körper kommt nahrung/wasser, ich mich länger aufhalte (lagerplatz) und was ich in mein feuer werfe und damit auch einatme.

  14. Alter Hase
    Avatar von Andreas L
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    AW: Geigerzähler

    #34
    Zunächt mal ist es halt inzwischen so: Wenn du zB im Allgäu lebst und mit 40 Lungenkrebs bekommst (du hast nie geraucht, keine gefährlichen Stoffe bei der Arbeit usw), dann besteht die Möglichkeit, dass du ein strahlendes Isotop der "harten Klasse" eingeatmet hast, das sich in deiner Lunge festgesetzt hat und über Jahre hinweg die umliegenden Zellen geschädigt hat. Durch die Vermehrung dieser geschädigten Zellen hast du jetzt diesen Lungenkrebs.
    Der Witz ist aber: Woher kam dieses Isotop? Bei der momentanen Verteilung in der Atmosphäre kann es aus einer Französichen Wiederaufarbeitungsanlage genauso kommen, wie vom anderen Ende der Welt, also aus einem AKW in Japan. Oder von einem der fast nicht mehr zählbaren Unfälle, die es weltweit gab. Das heisst, absolut sicher bist du heutzutage nirgends mehr.

    Natürlich steigt die Gefahr in unmittelbarer Nähe der Freisetzungsstätte - weil dort uU noch viel gebunden liegt, das auch nach Jahrzehnten noch freigesetzt werden kann (25 cm Einsinktiefe mag ja den Pilzsammler beruhigen, aber schon der nächste Häuslesbauer bringt das mit seinem Kelleraushub wieder in Umlauf). Auch Waldbrände in verstrahlten Wäldern reissen Isotopen in hohe Luftschichten - rings um Tschernobyl gibt es Sumpf, Wald und Steppe. Im Sperrgebiet brechen jedes Jahr im Sommer Steppenbrände aus - was dabei passiert, misst inzwischen niemand mehr.

    Zum Schluss noch ein Bild, das ich hier - glaube ich - schon mal gezeigt habe. Einfach, weil es etwas die Realität der Diskussion hebt, die wir hier wieder führen: So sieht das aus, wenn ein gammastrahlendes Isotop sich im Gesicht eines Menschen festgesetzt hat:



    Andreas
    Geändert von Andreas L (05.08.2009 um 09:20 Uhr)
    "Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will." Jean-Jacques Rousseau

    BTW: "Hit the road, Jack" (Wolfskin)!

  15. Anfänger im Forum
    Avatar von Manichean
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    AW: Geigerzähler

    #35
    Zitat Zitat von Andreas L Beitrag anzeigen
    Noch eine Anmerkung dazu: Die Geräte, die auf der Basis des "Geiger-Müller-Zählrohres" aufgebaut sind, reagieren nur auf Gamma-Strahlung. Das ist natürlich die "härteste" und auch gefährlichste. Aber auch die restliche Strahlung im radioaktiven Bereich ist nicht ohne: Die kann zwar kein Blatt Papier oder Kunstoff durchdringen, wird aber gefährlich, wenn sie in den Körper gelangt - denn dann ist zwischen dem Strahler und dem Zellkern eben kein Blatt Papier mehr. Und die genau Messung dieser Strahlungsarten ist recht aufwendig. Wie das in diesen "Kombi-Geräten" die Alph,Beta und Gamma messen funktioniert, weiss ich nicht.
    Das ist so nicht richtig. Geigerzähler messen ionisierende Strahlung. Die gibt es in drei "Sorten": Alpha-, Beta- und Gammastrahlung. Alphastrahlung hat dabei die geringste Reichweite und läßt sich tatsächlich durch ein Blatt Papier aufhalten, bleibt also, bei ungünstiger Konstruktion des Zählrohres, schon im Einlaßfenster stecken. Beta- und Gammastrahlung kann dagegen problemlos ins Meßvolumen des Zählrohres eindringen und wird damit auch gemessen. Es gibt meines Wissens auch Konstruktionen des Geigerzählers, die auch Alphastrahlen detektieren können, die müßten dann (technische Details müßte ich nachgucken) ein Einlaßfenster haben, das durch Alphastrahlen penetriert werden kann.

    Was generell das Messen von Radioaktivität mit einem Geigerzähler angeht: Ein Geigerzähler mißt im Wesentlichen nur die Aktivität, also die Becquerel (kann man auch als Zerfallsfrequenz deuten). Dabei ist allerdings zu beachten, dass ein knatternder Geigerzähler nicht per se etwas schlechtes ist. Eine Messung muß immer interpretiert und in Bezug gesetzt werden auf andere Messungen. Insbesondere ist zu beachten, dass es einen Strahlungsuntergrund gibt, der natürliche Ursachen hat und überall zu finden ist. Im Wesentlichen setzt der sich zusammen aus kosmischer Strahlung und Umgebungsstrahlung. Erstere entsteht, wie der Name schon sagt, durch Einflüsse im Weltall, im Wesentlichen den Sonnenwind. Die übrige Umgebungsstrahlung entsteht durch natürlich auftretende radioaktive Stoffe, zum Beispiel enthalten normale Backsteine Anteile von radioaktiven Elementen und weisen dadurch eine deutlich höhere Aktivität auf- dies betrifft auch natürlich auftretende Gesteinsarten. Auch nimmt jeder Organismus durch seine normalen Stoffwechselvorgänge gewisse Mengen radioaktiver Elemente auf, beispielsweise 14C. Die Atmosphäre enthält Gase, die radioaktive Isotope haben, die Liste ist hier fast beliebig verlängerbar. Dazu ist übrigens zu beachten, dass wegen der lokal unterschiedlichen Zusammensetzung der Erde auch das Niveau der Hintergrundstrahlung lokal variiert.
    Was ich damit sagen möchte, ist, dass es bestenfalls sehr naiv ist, sich mit einem Geigerzähler bewaffnet aufzumachen und fröhlich loszumessen mit dem Gedanken "Knattern = Böse". Selbst eine scheinbar hohe Aktivität ist nicht prinzipiell schlecht. Um mit so einem Gerät aussagekräftige Messungen machen zu können, ist einiges an Hintergrundwissen und Erfahrung notwendig.
    Fail spectacularly, and don't forget to take notes.

  16. Erfahren
    Avatar von MikeTango
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    AW: Geigerzähler

    #36
    @cody: Nicht alles, was wie eine Verschwörungstheorie aussieht, ist auch "nur" eine. Paranoia heisst nur, du kannst es nicht beweisen. Was z.B. bei der Vogelgrippe an "Schutzmassnahmen" ergriffen wurde, war reine Augenwischerei, oder kann die Feuerwehr jede Ente auf Rügen zwingen, durch die Desi-Schleuse zu laufen?

    Mit Radioaktivität ist m.E. nicht zu spassen, allerdings gibt es auch da wieder Gelegenheiten, das ganze zu hypen: Bergbau fördert durch das Muttergestein schwach strahlendes Wasser nach oben und kippt es in den nächsten Fluss. Da beschweren sich die Anwohner - und gehen dann in die nächste Therme, wo dasselbe Wasser als heilsam verkauft wird...

  17. Fuchs
    Avatar von lupold
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    AW: Geigerzähler

    #37
    @Andreas.L
    Danke für das Foto, ich hab schon gefrühstückt...
    @Manichean
    aber so ganz ohne Geigerzähler nur die Umgebung interpretieren langt auch nicht. "Der Kram" ist für uns eben so nicht spüren, riechen oder gar zu sehen.
    Wenn was verfault riecht muß ich auch schauen ob das meine ungewachenen Füsse sind oder der Döner der gerade in den Bauch soll.

    Einigen wir uns doch auf Bildung/Urteilsvermögen + Meßmittel...
    Zitat Volker Pispers:"Wenn ich Recht habe, werdet ihr das nie erfahren."

  18. Erfahren
    Avatar von Amelia
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    AW: Geigerzähler

    #38
    @ becks

    tut mir leid deine ausführungen erscheinen mir nicht wirklich schlüssig.

    Ich sehe schon worauf du hinaus willst.. aber ich hoffe trozdem, dass hier genug selbstständig denkende menschen gibt, die sich beide seiten anschauen und im stande sind eine vorurteilsfreie meinung zu diesem thema zu bilden.

    Wünsche noch eine aufschlussreiche Diskussion!
    "Dich im Unendlichen zu finden, Musst unterscheiden und dann verbinden" (Goethe)

  19. AW: Geigerzähler

    #39
    Was ich damit sagen möchte, ist, dass es bestenfalls sehr naiv ist, sich mit einem Geigerzähler bewaffnet aufzumachen und fröhlich loszumessen mit dem Gedanken "Knattern = Böse". Selbst eine scheinbar hohe Aktivität ist nicht prinzipiell schlecht. Um mit so einem Gerät aussagekräftige Messungen machen zu können, ist einiges an Hintergrundwissen und Erfahrung notwendig.
    OT: Was ist es denn schlechtestenfalls? ;)

    Ehrlich gesagt bin ich der Meinung das so viel Hintergrundwissen und Erfahrung nicht notwendig sind um zu beurteilen ob ich etwas esse/trinke/verbrenne oder eben nicht. Das Thema Grundstrahlung ist jedem der in Physik aufgepasst und hier mitgelesen hat schon klar. Und ich finde es sehr gut wie du die Gammastrahlung erklärt hast.

    Wenn Pilze die ich auf einer Abraumhalde die zu Wismutzeiten aufgeschüttet wurde finde eine höhere Aktivität haben als Pilze die ich in einem "normalen" Hochwald finde kann ich daraus schon den Schluss ziehen das ich den Pilz lieber nicht zu mir nehme. Wenn das Trinkwasser aus meinem Wasserhahn nach einem Vorfall in der Messreihe eine signifkant höhere Aktivität aufweist dann weiss ich denke ich auch woran ich bin. Der Fakt das ich manche Sachen nicht interpretieren oder messen (Gammastrahlung) kann ist zwar gegeben aber dennoch erhöht so ein Gerät meine Chancen durchaus.

    Ich lese im übrigen gerade das: http://hdl.handle.net/2128/3551 und ich bin ehrlich gesagt erstaunt wie die Natur damit klar kommt. Sicherlich können noch überhaupt keine Aussagen über die Änderungen im Genpool getroffen werden aber krank/verkrüppelt sehen die Tiere nicht aus. Auch wenn es etwas makaber klingt aber irgendwo schöpft man aus diesen Bildern doch noch etwas Hoffnung das die Natur die Menschheit überstehen kann.

  20. shorst
    Gast

    AW: Geigerzähler

    #40
    @ becks

    tut mir leid deine ausführungen erscheinen mir nicht wirklich schlüssig.


    Hej Amelia, könntest du bitte noch begründen warum dem so ist, mir kommen sie sehr schlüssig vor, aber vielleicht habe ich ja etwas übersehen, täte mich interessieren. Danke horst

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