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  1. Mit dem Fahrrad durch Frankreich

    #1
    Hallo an Alle,
    ich möchte mit meiner Freundin dieses Jahr unseren ersten Fahrradurlaub machen.
    Zum Einstieg soll es 2 Wochen nach Frankreich gehen. Dabei haben wir vor zu Zelten(gerne auch wild - wir räumen natürlich alles weg) und auch sonst eher low-budget unterwegs zu sein.
    Unsere ersten Ideen waren Loire-Valley oder Nordatlantikküste. Meine Süße tendiert aber im Moment zu der Schlösser Tour an der Loire, anstatt die geschichtlichen Hotspots von 1944 in Nordfrankreich zu besuchen.Bei ersterem habe ich nur die Befürchtung, dass es evtl. etwas zu voll wird.
    Eigentlich sind wir aber noch eher offen.
    Nun ich wollte eigentlich mal ganz generell fragen, in wie weit schonmal Mensch in Frankreich per Fahrrad war und was er/sie empfehlen kann. Vorallem auch welche Literatur, wo Touren und ähnliches beschrieben sind.
    Danke und beste Grüße!
    d

  2. Sternenstaub
    Gast

    AW: Mit dem Fahrrad durch Frankreich

    #2
    hallo dwell,

    ich war zweimal zu Radtouren in Frankreich. Die Loire ist recht schön und interessant, aber wildzelten könnt ihr dort mühelos vergessen. Das ist so gut wie unmöglich.
    Während der Sommermonate ist es wirklich recht voll, ich würde das nur in der Vor- oder Nachsaison machen.
    Sehr zu empfehlen ist aber auch die Bretagne. Ich bin dort einmal herum geradelt, aber auch an der Rhone runter, durch die Provence in die Camarque und über Sete, G *hab den namen vergessen* nach Bordeaux und an den Atlantik.
    Meist haben wir auf kleinen Campingplätzen übernachtet, wild zelten ist etwas problematisch, weil es wenige Gebiete gibt, wo sich das anbietet.

  3. Jaerven
    Gast

    AW: Mit dem Fahrrad durch Frankreich

    #3
    An der Loire entlang ist gar nicht so schrecklich voll.
    Du musst die kleinen Strassen bevorzugen, kannst teilweise über Dämme radeln, was wichtig ist sind da gute Karten.
    Ich bin mal die Strecke Orleans- Saumur- dann rüber in die Marais und zum Atlantik, und meist ging das gut über kleine Strässchen, ohne Massen an Touristen. (Und man kann an der Loire wild zelten, ich würde aber Campingplätze vorziehen)

    Peter

  4. Sternenstaub
    Gast

    AW: Mit dem Fahrrad durch Frankreich

    #4
    nu Peter, ich bin da mal ein Stück lang geradelt, mitten zur Hauptreisezeit der Franzosen, da fand ich es schon ganz schön voll. Zumindest wenn man auch die Schlösser besichtigen will. Mich haben da die Busladungen Touristen bei den Hauptsehenswürdigkeiten etwas gestört.
    Aber das mit den Dämmen stimmt, da lässt es sich gut radeln.
    Deswegen ja meine Frage, wann dwell fahren möchte.

  5. AW: Mit dem Fahrrad durch Frankreich

    #5
    Die ganz große Frage ist wann wollt Ihr Eure Radtour machen?
    Juli/August sehe ich da 1. was Lowbudget und 2. Wildzelten betrifft eher schwarz.
    Höchstens in der Picardie und Normandie und nicht an der Küste. Stille Ecken des Zentralmassivs und auf den Causses ginge wohl auch noch (immer abseits der Flüsse), aber ein laufender Kocher kann auch da schon mal Panikreaktionen auslösen.
    Falls Ihr terminlich nicht festgelegt seid, empfehle ich Euch am ersten Wochenende im September zu starten, dann sind in Frankreich die Ferien vorbei und ab dann wird ein bißchen mehr möglich.

    Grüße
    Fernwanderer
    In der Ruhe liegt die Kraft

  6. AW: Mit dem Fahrrad durch Frankreich

    #6
    Ich hätte jetzt auch Bretagne empfohlen. Ich hab da mal eine 4-Wochen-Tour gemacht, allerdings ganz gemächlich. Von St. Malo nach Süden ins Landesinnere, bis etwa zur Hälfte, dann einfach der Nase nach gen Westen, von zwei Sträßchen immer das kleinere. Da kommt man durch Merlins verwunschene, verfilzte, knorrige Eichenwälder, durch winzige Feldsteinsiedlungen, in der die Toilette noch eine öffentliche Angelegenheit ist, und das Cafe auch Laden, Frisör und Post. Hierher verschlägt es so leicht keinen Touristen, Wildzelten ist kein Problem. An der Westküste dann, auf dem "Mittelfinger", am Ende des Landes, ist es schon ein wenig besuchter, aber es hält sich in Grenzen. Auch die Nordküste ist ok, wohingegen die Südküste auch für die Franzosen und viele Europäer beliebtes Urlaubsgebiet ist. Ich bin dann an der Nordküste zurückgeradelt. Ende Oktober ist auch hier das Wildzelten problemlos, im Sommer geht das jedoch nicht. Die Gegend ist auf jeden Fall herrlich, wenn man auch Wind und nicht ganz so heiße Temperaturen mag.

    Zentralmassiv hat hübsche, abgelegene Ecken, in der Normandie gefällt mir die normannische Schweiz am besten. Ich bin allerdings kein Mensch, der Wert auf klassische Sehenswürdigkeiten legt, obwohl es auch hier einige gibt.

    Wenn´s auch etwas sportlicher sein darf: Es gibt in den Ostpyrenäen herrliche Landschaften, in denen ich auch im Sommer fast alleine unterwegs war.

    Ich bin nie mit einer Wegbeschreibung gefahren, nur mit Karte. Oft auch einfach nach Lust und Laune dalang, wo es mir am besten gefiel.

    Ich würde mir gut überlegen, welches Klima es sein soll. Im Süden kann es furchtbar heiß werden (furchtbar für mich!), im Norden braucht man evtl. Pullover und Regensachen und ein windstabiles Zelt.

    Gruß,
    Meer Berge
    *Kalender: Papageitaucher 2014*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  7. AW: Mit dem Fahrrad durch Frankreich

    #7
    @Sternenstaub & Fernwanderer:
    Also unsere momentane Planung ist August. Septemeber geht vermutlich nicht. Sind die Zeltplätze dann noch wesentlich teurer?
    Kann jemand ein gutes Guidebuch für die Normandie/ Bretagne empfehlen?
    Und macht mir bitte keine Angst, der laufende Kocher wird wohl Standard werden.
    @Meer Berge:
    Wie bergig ist denn das Zentralmassiv? Die Pyrenäen und die Provence sind schon wieder ein bißchen weit weg?
    Normandie klingt sehr gut, wobei mir dort halt schon ein kleines Büchlein sehr lieb wäre mit Tipps. Primär weil wir halt nur 14 Tage(inkl. An- & Abreise) unterwegs sind.
    sonnige Grüsse von der Ostsee
    d

  8. AW: Mit dem Fahrrad durch Frankreich

    #8
    Moin dwell,

    ich fand das Zentralmassiv eher hügelig als bergig, obwohl es durchaus auch schon so seine Steigungen hat. Aber nicht so wie die Pyrenäen.

    Übrigens sind auch die Bretagne und die Normandie nicht ohne Steigungen, bloß weil sie in der Nähe des Strandes liegen Gerade in der Bretagne gab es an der Küste entlang so fiese Täler. Der nächste Kirchturm scheint schon zum Greifen nahe, du riechst den Cafe schon, aber pllötzlich tut sich vor dir eine Schlucht auf, in die du erstmal 100 Meter runtersausen muss, um drüben wieder auf das Ausgangsniveau zu kommen.

    Es gibt aus der Cyklos-Reihe einen Radwanderführer "Nordwest-Frankreich", also Normandie/Bretagne, aber den fand ich soooo schlecht! Hübsche, kleine Wege waren dort eigentlich prinzipiell nicht beschrieben, sondern immer die größeren Straßen, die ohne Umwege und schnell zur nächsten Stadt führen. Sonst steht auch nicht viel drin. Da fährst du nach jeder Karte besser. Wenn du das Buch haben willst, schenk ich´s dir. Ist aber schon ein paar Jahre alt. Vielleicht als Planungshilfe. Sag Bescheid, kannst du haben.

    Sonnige Grüße,
    Meer Berge
    *Kalender: Papageitaucher 2014*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  9. AW: Mit dem Fahrrad durch Frankreich

    #9
    Zitat Zitat von dwell Beitrag anzeigen
    Also unsere momentane Planung ist August. Septemeber geht vermutlich nicht. Sind die Zeltplätze dann noch wesentlich teurer?
    Ja.

    Kann jemand ein gutes Guidebuch für die Normandie/ Bretagne empfehlen?
    Ich reise durch Frankreich mit Kulturführern, als hilfreich empfinde ich die guides vertes von Michelin, für alles andere reicht mir die Karte.

    Und macht mir bitte keine Angst, der laufende Kocher wird wohl Standard werden.
    Die Panikreaktionsgrenzlinie() läuft etwa von Valence bis La Rochelle, nördlich davon entspannt sich die Lage.

    Wie bergig ist denn das Zentralmassiv?
    Schön bergig, schwarzwaldmässig etwa. Wirf bei Michelin mal einen Blick auf die Gegend südöstlich von Clermont-Ferrant (ca. 300m), die höchsten Straßen knacken gerade mal die 1000m. Hört sich vielleicht wilder an als es ist, aber sowas hat mein 10jähriger Sohn dieses Jahr auch gemeistert.
    In der Ruhe liegt die Kraft

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