Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 20 von 21
  1. Anfänger im Forum

    Dabei seit
    19.03.2009
    Beiträge
    25

    Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #1
    Hallo Leute!


    Nach dem ich in den letzten Tagen fleißig hier im Forum und auch auf anderen Seiten versucht habe mich über folgende Schuhe zu informieren, sind mir etwaige Vor- und Nachteile nicht ganz klar.

    Konkret geht es um:

    Meindl Taiga GTX
    und diverse Lundhags Modelle in hoher Ausführung.

    Als Einsatzgebiet kann man vorallem Skandinavien definieren, also zB der Nordkalottleden, Kungsleden, etc.

    Ich verwende für meine Touren in den Alpen Lowa Tibet GTX die ganze Saison über und bin wirklich sehr zufrieden, habe weder gefroren, noch geschwitzt (so dass es im Schuh nass geworden wäre). Das Nubukleder lasse ich regelmäßig mit Sno-Seal ein und bin bisher sehr gut damit gefahren.

    Da ich aber, speziell hier im Forum, in Bezug auf Skandinavientrekkings nicht allzuviel positives über Schuhe mit Nubukleder und Goretexmembran gelesen habe, wollte ich mich mal erkundigen, warum das so ist.

    Haben die Sumpf und Moorgebiete, die Eigenschaft, das Leder bzw. die Membran zu verlegen, so dass man deshalb in den Schuhen zu schwitzen beginnt, bzw. es nass wird?
    Diese Frage interessiert mich besonders, da ich mit meinen Lowa schon viele Stunden in Regen und auch teilweise Flüssen gegangen und gestanden bin und es eigentlich nie Probleme gab?

    Welche konkreten Vorteile haben Lundhags gegenüber Lederschuhen mit Gore-Membran?

    Soweit ich gelesen habe, sind Lundhags eine Kombi aus Gummi- und Trekking- oder Jagdstiefel. Das klingt aber für mich nicht wirklich atmungsaktiv? Es muss aber sicherlich was dran sein, sonst würden wohl kaum soviele Skandinavien-Cracks auf diese sündhaftteuren Dinger schwören.

    Vielleicht ist hier ja auch jemand, der etwas auf die einzelnen Lundhagsmodelle eingehen kann, bzw. kurz den Unterschied (Aufbau, Materialien und Einsatzgebiet) der Lundhagsstiefel erklären könnte.

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Chopper

  2. Dauerbesucher

    Dabei seit
    14.01.2004
    Beiträge
    909

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #2
    Ich werde dieses Jahr auf Lundhags umsteigen.

    Die Nachteile meiner anderen Schuhe und Stiefel in Skandinavien, war das Futter im Zusammenhang mit Feuchtigkeit.
    Werde mir für Norwegen 09 wahrscheinlich die Lundhags Porfessional High anschaffen.
    Mehr kann ich Dir noch nicht sagen. Aber Fjaellraev und der Rest der Skandinavienfront wird Dir sicher gerne die Vorteile von Lundhags erläutern.

  3. AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #3
    Zitat Zitat von geronimo Beitrag anzeigen
    Aber Fjaellraev und der Rest der Skandinavienfront wird Dir sicher gerne die Vorteile von Lundhags erläutern.

    Das will ich machen, aber auch Nachteile nicht verschweigen

    Der Hauptvorteil ist dass du die Schuhe auch trocken bekommst wenn sie mal nass wurden. Da der Schuh kein Futter hat, also einfach eine Schicht Leder und fertig, gibt es nichts dass sich vollsaugen kann und auch über Nacht in der Hütte (Geschweige denn im Zelt) nicht trocken wird. Du kannst deine Schuhe noch so gut imprägnieren, irgendwann kommt der Bach (oder das Sumpfloch) an dem du einen Schuh voll Wasser rausziehst.
    Schwitzen ist eigentlich kein wirklich grösseres Problem als in Gore-Tex Schuhen, es ist ja nur der Fussteil der mit Gummi ummantelt ist, weiter oben ist er deutlich atmungsaktiver als ein Gorestiefel.
    Nachteil ist die geringere Seitenstabilität gegenüber einem normalen Trekkingstiefel, aber zu 99% ist man in Regionen unterwegs wo das keine grosse Rolle spielt. Ich schaffe es auch mit normalen Trekkingstiefeln (Hanwag Alaska) problemlos umzuknicken, deshalb bin ich da wohl prädestiniert
    Die Suche spuckt sicher noch einiges mehr aus..

    Sündhaft teuer Nicht wirklich, wenn ich meinen Ranger mit dem von dir ins Spiel gebrachten Meindl vergleiche sind es gerade mal 40€ Unterschied.

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  4. Jaerven
    Gast

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #4
    OT:
    irgendwann kommt der Bach (oder das Sumpfloch) an dem du einen Schuh voll Wasser rausziehst.
    Manchmal kommen auch Sumpflöcher wo man einen ganzen Ewald rausziehen muss....


    Der Vorteil ist die eine "Schale", wie schon beschrieben- es gibt kein Futter welches sich vollsaugen kann.
    Nass werden de Lundhags auch irgendwann, je nach Wetter.
    Aber dann tauscht man einfach die Socken.

  5. Erfahren
    Avatar von Issoleie
    Dabei seit
    29.10.2005
    Ort
    Tübingen
    Beiträge
    288

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #5
    Zitat Zitat von Fjaellraev Beitrag anzeigen


    Nachteil ist die geringere Seitenstabilität gegenüber einem normalen Trekkingstiefel, aber zu 99% ist man in Regionen unterwegs wo das keine grosse Rolle spielt. Ich schaffe es auch mit normalen Trekkingstiefeln (Hanwag Alaska) problemlos umzuknicken, deshalb bin ich da wohl prädestiniert
    Ich habe den Lundhags Syncro und bin damit letzten Sommer unter anderem in Jotunheimen über die gerölligsten Pfade auf die Gipfel gestiegen. Seitenstabilität ist bei denen wirklich nicht mehr geringer als bei einem b/c Stiefel (in der Meindl-Wertung). Das ist zwar auch der stabilste von Lundhags, aber die neuen Modelle sind einfach insgesamt auch in der Hinsicht "verbessert" worden. Der Professional macht auch einen sehr stabilenEindruck, auch wenn ich ihn nicht sehr lange anhatte. Hinzu kommt aber, wie Henning ja auch richtig sagt, dass man in Skandinavien auch einfach keine Alpinschuhe braucht.

    Vorteile wurden ja schon genannt. Hinzufügen würde ich noch, dass es einfach toll ist, sich die hoch geschnittenen zu kaufen, da sie wunderbar in sehr vielen Situationen das Richtige sind: einen etwas tieferen Fluss durchqueren, das geht fast immer ohne Schuhwechsel (bzw. Socken ausziehen und Sohle raus); bei nassem Gras/Gesträuch nach Regen wird einfach die Hose reingesteckt und schon sind Gamaschen überflüssig; die Hose ist auch vor Abrieb an den Innenseiten geschützt, wenn man sie immer drin hat, was ich bei meiner dort völlig zerfledderten Fjällräven sehr gerne mache.
    Ein weiterer Vorteil: von den meisten habe ich es schon gehört und bestätige es selbst auch: Wen man die Schuhe einmal eingelaufen hat, will man am Ende des Wandertages gar nicht mehr aus ihnen raus.
    Noch einer hinterher: Die Lundhags werden sehr viel länger halten als ein GTX-Schuh respektive dessen Membran. Das ist kein Versprechen, wird sich aber mit sehr großer Sicherheit bewahrheiten. Der höhere Preis relativiert sich also.

    Das war es erst einmal wieder mit meinem Überschwang an Lob für Lundhags. (Aber ehrlich gesagt, ist der Stiefel, den ich da jetzt habe, tatsächlich der beste Schuh, den ich mir zum Wandern in den Gebieten (und auch anderen) vorstellen kann. Davor hatte allerdings auch noch nicht sehr viele andere und ich habe bisher auch nur den Professional und den Syncro am Fuß gehabt)

  6. Erfahren
    Avatar von Little Bird
    Dabei seit
    27.11.2008
    Ort
    Oberschwaben, Grenze zum Allgäu
    Beiträge
    233

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #6
    ich will jetzt nicht allzu sehr offtopic werden: Aber ich hab mir überlegt ob es als dritte Alternative normale Lederwanderschuhe mit Goretexsocken kombiniere. Hat was die Atmungsaktivität anbelangt bei mir viele Jahre im beruflichen Bereich geklappt. Wäre vor allem eine preisiliche Alternative, denn wenn die Membran der Socken durch ist, man einfach neue Socken kauft.

    War von mir so eine Idee, wollte nicht dem Themenstarter in die Parade fahren.

  7. AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #7
    Dann musst du aber ungefütterte nehmen, bzw. erstmal finden, schon mit dem üblichen Lederfutter hast du genau das gleiche Problem wie mit Gore-Tretern, einmal nass bleiben sie es bis Ende der Tour.
    Und ehrlich gesagt: Die Gore-Membrane im Schuh ist doch nichts als überflüssig, das Leder selbst muss das Wasser abhalten, wenn es erstmal drin ist leidet der Schuh sowieso. OT: Dass ich normale Trekkingschuhe mit Gore-Membrane trage, liegt nur daran dass es sonst nichts gescheites mit Textilfutter gibt, und Lederfutter bei mir nicht lange leben...

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  8. Erfahren
    Avatar von Little Bird
    Dabei seit
    27.11.2008
    Ort
    Oberschwaben, Grenze zum Allgäu
    Beiträge
    233

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #8
    @ Fjällreav: Ich hab im Beruf ungefütterte und gefütterte gehabt. Wenn ich den ganzen Regentag im Schlammloch stand kam das am Ende aufs Gleiche raus, die Füße waren aber trocken. Wenn die Brühe bis ans Knie gegangen wär, hätt ich mit den oberen Randbereich der Socken mit Panzertape abgedichtet. Hab ich aber noch nie ausprobiert, is also nur graue Theorie.

    Ansonsten hab ich meine alten Meindl Island GTX auch mit Tennissocken trockengelaufen, aber das war im Sommer. Mit dem Fjäll kann man das kaum vergleichen.

    Und bezüglich der Membran: Die hält doch das Wasser ab, das Leder is über kurz oder lang ehe durch. Deswegen macht für mich die Membran schon Sinn. Eine Woche Schlamm nonstop haben meine damaligen Island von Meindl nicht gejuckt. Die waren echt nen halben Zentimeter voll mit Matsch, oft auch über Nacht. Die Membran hat den Fuß trocken gehalten. Es kam von dem Modder halt nix über den Schaft IN den Schuh. Wenn aber der Matsch in die Schuhe kommt, und das scheint bei Ewald so gelaufen zu sein, da weiß ich in Bezug auf GTX Stiefel auch nicht mehr weiter. Trotzdem, die Aussage das eine Membran überflüssig wäre würde ich so nicht unterschreiben.
    Geändert von Little Bird (28.03.2009 um 12:28 Uhr)

  9. Erfahren
    Avatar von Magua
    Dabei seit
    07.04.2007
    Ort
    Potsdam
    Beiträge
    327

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #9
    Die kanadische Armee gibt kniehohe Gore-Tex "Strümpfe" aus, bei Ebay gibts die manchmal. Ansonsten die neue Variante von den Briten (MVP Socks suchen ), geht auch sehr hoch am Bein. Bei mir hat das auch bis jetzt gut geklappt mit Stiefel wieder trockenlaufen, auch mit Lederfutter. Meine Meindl Taigas mit GTX haben ziemlich schnell den Geist aufgegeben (treffenderweise in Schweden ), aber bei meinen Meindl Army Pros ist jetzt erst nach 10 Jahren die Sohle abgefallen (diesmal in Norwegen ), die Membran ist noch dicht ...

    Zurück zum Thema: Habe gestern in Stockholm in einem Jagdgeschäft Meindl Dovre Extreme GTX neben zerlatschten Meindl Taigas gesehen, da hat es selbst mir wieder in den Fingern gekribbelt. Ich mag hohe Stiefel (fühlt sich besser an), laufe aber gerade mit den höchsten bei Globe verfügbaren Lederfuttertrettern (Lowa Baffin) rum weil ich weg wollte von Gore, und finde den Geröllschutzrand außerdem echt praktisch weil dort das Leder auch meistens beansprucht wird (Nässe, Fels etc.). Führt man den Gedanken jetzt mal weiter und vergleicht die Dovre/Baffin Modelle mit Lundhagsstiefel, trennen die Beiden nur ein paar Zentimeter Gummi im Fußbereich um wie Lundhags auszusehen. Unter dem Geröllschutzrand von Meindl & Co. schwitzt man eh, da geht nicht raus, nur das Futter wird feucht/nass, und wird ohne Hilfe im Zelt auf Tour nicht mehr trocken (ich beiße in den sauren Apfel und nehm Dryzone Stiefeltrockner mit, funktioniert echt gut, gibts bei Globe unter dem Namen K2 Dry Packs), warum also nicht K.I.S.S. (Keep It Simple Stupid) Philosophie folgen und es wie Lundhags machen?! Meine nächsten Stiefel werden sicherlich Lundhags sein für die Region...

    PS: Ray Mears sieht man auch öfters mit Lundhags rumrennen - neben vielen ungezählten Skandinaviern ...
    " Do not challenge nature - challenge yourself..."

  10. Freak Liebt das Forum

    Dabei seit
    02.09.2008
    Beiträge
    10.561

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #10
    Last but not least ist der Lundhag nicht kaputt zu bekommen.
    Das einzige was verschleisst ist die Sohle und die wird bei Lundhag ersetzt, fertig.
    Selbst die Lederschnürsenkel in meinem Alaska tun seit 1994 ihre Pflicht.

  11. Anfänger im Forum

    Dabei seit
    19.03.2009
    Beiträge
    25

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #11
    Hallo Leute!

    Danke für eure zahlreichen Antworten.


    Sind sehr viele informative und interessante Meinungen und Erfahrungen dabei.

    Also wenn ich mal so zusammen fassen kann:
    Der allgemeine Tenor geht in die Richtung, Trekkingstiefel mit Membran schön und gut, auf längeren Wanderungen aber nicht so toll, weil wenn einmal nass - immer nass

    So um die Diskussion noch informativer zu machen:

    - Membranschuhe sind also besser für unser Gebirge etc. geeignet.

    - Erklärt dies auch die große Beliebtheit der Meindl Taiga beim Bundesheer?
    Da ist man ja schließlich auch nicht wochenlang im Sumpf unterwegs?

    - Welche Unterschiede haben die einzelnen Lundhagsmodelle?
    - Wenn das Topmodell Syncro mit seinem Neoprenfutter nun wieder die gleichen Probleme macht wie ein Membran-Schuh warum dann so viel Geld dafür ausgeben?

    - WIe lange brauchen die Meindl Jagdstiefel in etwa um komplett zu trocknen? Eventuell Hüttenaufenthalt?

    - Was mich wirklich noch interessiert: Man hört immer wieder, die Membran ist nach kurzer Zeit durch etc.......Wundert mich sehr (nicht dass ich es denjenigen nicht glauben würde), denn es gibt doch viele Leute die oft tausende Kilometer mit ihren Trekkingstiefeln herunterspulen und dann nur noch die Sohle wechseln lassen weil alles andere noch ok ist? (ZB Lowa Tibet GTX, etc. etc.)

    Vielen Dank schon mal vorab, hoffe es gibt wieder genausoviele interessante und verschiedene Meinungen.

    Mfg

    Chopper

  12. AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #12
    Zum Lundhags Syncro: Das Neoprenfutter saugt sich eben nicht voll wie ein Leder- oder Textilfutter (Respektive dessen Polstermaterial), von daher ist er (angeblich - ich habe selber keine Erfahrung damit) recht schnell wieder trocken.

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  13. Erfahren
    Avatar von Little Bird
    Dabei seit
    27.11.2008
    Ort
    Oberschwaben, Grenze zum Allgäu
    Beiträge
    233

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #13
    @Magua: Als weiteres Kaufargument fällt mir die WAHRSCHEINLICH festere Sohle der Meindl ein. Kann wichtig werden bei Geröllpassagen. Ich persönlich habs nicht so gerne wenn meine Füße 3D "massiert" werden (jedenfalls nicht beim laufen). Bei den Lundhags kam ja schon stellenweise raus, das die Sohle etwas weicher ist. Für mich ist der Lundhags (ich hatte allerdings noch keinen in der Hand) mehr eine ungefütterte Version der Kamik und Sorel Winterstiefel mit einer anderen Schnürung. Jedenfalls in der "Urversion". Ich werd also bei den Meindl oder Hanwag Modellen bleiben. Es dreht sich für mich nur noch um "mit-oder-ohne-GTX". Lundhags sind mir einfach zu teuer für das was sie bieten. Letzteres ist aber nur meine Einstellung, weniger ein Kaufargument.

    edit: aber ich gebe zu, das ich mit dem Hanwag Trapper GTX liebäugele.

  14. Erfahren
    Avatar von Issoleie
    Dabei seit
    29.10.2005
    Ort
    Tübingen
    Beiträge
    288

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #14
    Ich hatte jetzt andersherum den Meindl Taiga noch nicht in der Hand. Auf deren Homepage wird er aber als B-Stiefel kategorisiert. Bei denen ist die Sohle auf keinen Fall härter als bspw. beim Lundhags Syncro oder Professional. Ich hatte selbst einen Meindl B-Schuh und kann die daher ausreichend vergleichen. Von einer 3D-Fußmassage kann (mindestens) bei den stabilen Lundhags wirklich keine Rede sein

    Ich würde auch Schuhe nie vergleichen, wenn ich sie noch nicht in der Hand hatte. Das ein Lundhags nicht viel kann, halte ich da für eine gewagte Behauptung. Falls das so ist, dann können (aus meiner Sicht) die herkömmlichen Schuhe leider noch weniger... Wie auch schon gesagt bezahlt man bei Lundhags nicht nur wegen des speziellen Designs mehr, sondern ebenso wegen der ewigen Haltbarkeit.

    Das Neoprenfutter ist mir beim Synchro noch gar nicht aufgefallen. Jetzt hatte ich noch mal nachgelesen und tatsächlich gesehen, dass da was im Schaft ist. Das saugt sich aber wirklich nicht voll. Ich bin ja auch schon durch einen Bach damit, also so weit, dass das Wasser von oben (gewollt) reinkam. Der Schaft hat danach beim Weiterlaufen nicht durch Nässe gestört. Trocken ist der also wirklich wieder im Nu.

    Die verschiedenen Modelle unterscheiden sich hauptsächlich durch die Seitenstabilität. Ich hatte aber wie gesagt auch noch nicht viele in der Hand, halt nur noch den Pro. Der war halt etwas weniger stabil, aber auch noch mit einem kräftigen Meindl B-Schuh vergleichbar.

    Jeder muss aber eh selbst wissen, wie er zu den Schuhen steht. Ich finde sie einfach genial, so lange es nicht in die Alpen oder die Wüste geht, der andere mag sie nicht (wobei die meisten, die sie ablehnen, sie wohl noch nicht getragen haben)

  15. AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #15
    Ich habe mal kurz die Sohlem meiner Lundhags Ranger und Hanwag Alaska bezüglich Festigkeit verglichen.
    Ratet mal welcher minim flexibler ist: Der Hanwag Aber sie schenken sich in Sachen Festigkeit eigentlich nichts.
    Praxis statt Theorie
    Auch mein alter Lundhags Jakt ist nicht sonderlich weich in der Sohle, aber Dämpfung ist halt keine vorhanden...

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  16. Erfahren
    Avatar von Little Bird
    Dabei seit
    27.11.2008
    Ort
    Oberschwaben, Grenze zum Allgäu
    Beiträge
    233

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #16
    Ja, ich möchte hier meinen Vorrednern antworten. Bezüglich dem indirekten Vorwurf, "wenn-man-keine-Ahnung-hat-einfach-mal-die-F****e-halten": Ihr habt recht, sollte man wirklich nicht, aber es war eine Überlegung, und die war an den betreffenden Stellen als solche gekennzeichnet und ist im Forum als solche nicht unüblich.
    Und es ist auch so, das es eben nicht ein so dichtes Lundhags-Händler-Netz gibt wie bei den genannten Herstellern. Wenn das so wäre, dürft ihr mir gerne glauben das ich sie schon befummelt hätte; und dann hätte ich auch die nötigen Vergleiche gehabt. Trotzdem war die These mit der Sohle berechtigt, auch wenn ihr sie netterweise widerlegt habt
    Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung: für meine persönlichen Zwecke ist der Stiefel überflüssig. Jedem das Seine.

    edit: Und das Lundhags nicht viel kann habe ich so nicht behauptet. Ich habe sie, zugegebener Maßen in deren Abwesenheit, mit meinen Sorel verglichen. Dies mag den Stiefel an sich etwas "entzaubert" haben. Ich wollte aber niemandem auf die Füße treten.

  17. Gesperrt Anfänger im Forum

    Dabei seit
    10.09.2008
    Beiträge
    33

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #17
    Hallo Chopper,

    ich hatte den Taiga. Zu längerem Laufen fand ich ihn ziehmlich unangenehm. Zum Hinkniehen eine Tortur. Außerdem auch schwer.
    Einerseits zu hoch, andererseits zu niedrig.
    Nach ca. 60 Km undicht, und die Falte an der Stelle kratermäßig.

    J. Normal

  18. Erfahren
    Avatar von Issoleie
    Dabei seit
    29.10.2005
    Ort
    Tübingen
    Beiträge
    288

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #18
    OT: @Little Bird:
    Nicht krumm nehmen, ich meinte das gar nicht in irgendeiner Weise hart. Deine Vermutung war ja wirklich berechtigt und da hab ich auch gar nichts gegen. Weg kann schon alles testen. Wollte ja nur aus erster Hand noch einmal berichten.

    Deinen Schuh kenne ich jetzt wieder nicht Aber wenn er mehr als der Lundhags "kann", kriege ich ja schon jetzt schwitzige Hände Obwohl mir die nur im Netz und nicht nach dem Begrabbeln (!) deutlich weniger stabil aussehen

  19. Erfahren
    Avatar von p.casso
    Dabei seit
    19.02.2008
    Ort
    Raum München
    Beiträge
    100

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #19
    Last but not least ist der Lundhag nicht kaputt zu bekommen.
    Das einzige was verschleisst ist die Sohle und die wird bei Lundhag ersetzt, fertig.
    Kann ich so teilweise bestätigen. Allerdings war bei mir bereits nach einer Tour der "Ranger High" so weit, dass ich ihn einschicken musste/wollte. Und das nach zwei Wochen Sarek. Gut, der Sarek ist ja streckenweise schon recht alpin. - Hat der Schuh natürlich zu spüren bekommen.

    Allerdings fand ich diese Auflösungserscheinung nach zwei Wochen schon besorgniserregend. Ich habe dann bei unterwegs angefragt, wie es mit einer Reparatur aussieht. Der Schuh kostet ja schließlich ordentlich Geld und ist kein Saisonartikel. Reparatur lief anstandslos und wurde relativ schnell durchgeführt. Für mich bis auf der Versand zu unterwegs völlig kostenfrei. Jetzt sieht er wieder aus wie neu.

    Haben andere Lundhagsbenutzer auch derartige Erfahrungen gemacht? Hab mal ein Bild zur Illustration herausgekramt. Oder habe ich nur einen seltsamen Laufstil? Bei anderen Schuhen habe ich noch nie derartiges festgestellt. Deswegen war ich damals auch ein wenig enttäuscht. Die Verklebung ist mehr oder weniger aufgeplatzt...

    http://fotos.outdoorseiten.net/showphoto.php/photo/5384

    Der Ranger und vermutlich alle Lundhagsmodelle fühlen sich also meiner Ansicht nach im alpinen Gelände nicht wirklich wohl. Alpines Gelände mit viel Geröll geht deutlich auf die Lebensdauer. Der Meindl Taiga ist im vorderen Bereich auch ganz anders konstruiert als der Ranger. Dürfte meiner Ansicht nach wesentlich mehr "Felskontakte" aushalten. Allerdings würde ich im Fjell einem Lundhags grundsätzlich den Vorzug geben. Ich kann mir nicht vorstellen, den Meindl Taiga trocken zu bekommen...

    - Welche Unterschiede haben die einzelnen Lundhagsmodelle?
    Ich kann nur den Ranger mit dem Scout vergleichen. Der Ranger bietet meiner Ansicht nach mehr Seitenstabilität. Bedingt durch die Schnürung. Der Knöchel wird besser fixiert. - Ein Vorteil wenn es "alpiner" wird.

    Gruß p.casso
    Geändert von p.casso (04.04.2009 um 10:56 Uhr) Grund: Img nicht eingebunden
    Das Leben liebt das Gleichgewicht!

    Laotse

  20. Freak Liebt das Forum

    Dabei seit
    02.09.2008
    Beiträge
    10.561

    AW: Meindl Taiga GTX vs Lundhags

    #20
    Der Lundhag kommt aus dem schwedischen Fjäll, dafür ist er gemacht. Punkt.
    Wer glaubt das es nur in den Alpen steil und steinig ist der kennt die Gegend nicht.
    Generationen von Wanderern haben mit dem Lundhag oder seinen Skandinavischen Konkurrenten allerbeste Erfahrungen gemacht.
    Erst deutsche Touristen und das aufkommen von Gortex brachten überhaupt mitteleuropäische Stiefel in diese Regionen nicht immer mit Erfolg.
    Viele Schweden wandern aus Kostengründen übrigens in Gummistiefeln.

    Auch mein alter Lundhags Jakt ist nicht sonderlich weich in der Sohle, aber Dämpfung ist halt keine vorhanden...
    Bei meinem Alaska Jakt von ´94 ist der Absatz gedämpft und ich haben eine Sohle ala Spenco drin. Dämpft auch nicht schlechter als ein Meindl.

    Als Bonbon am Rande.
    Hat jemand schon den neuen Katalog? Meiner kam am Samstag.
    Erste Seite ein Brief von einem schwedischen Offizier der seine Lundhags seit 1978 mehrmals wöchentlich dienstlich trägt und jetzt nach 30 Jahren immer noch den Gummibelag seiner Stiefel repariert bekommt.
    Ich weiss Marketing, aber den Meindl möchte ich sehen der 30 Jahre unter den Bedingungen gehalten hat....

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)