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  1. Gerne im Forum

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    Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #1
    Ich bastle gerade (noch erst in Gedanken) an einem Gepäckanhänger für Fußgeher, da ich wegen Problemen mit den Bandscheiben keine schweren Lasten über weite Strecken tragen darf.

    Angefangen habe ich bei trekking-portal.com, bekam einige gute Tipps, aber dort tummeln sich nicht viele Erfahrene.
    Fragen tu ich auch bei omega-survivalgroup.org, aber dort ist noch weniger los.

    Also bin ich hier gelandet.

    Im Link zum hiesigen Forumsbeitrag Forumsbeitrag Sulky bzw. auf des Verfassers Website fand ich gute Hinweise.

    Das, was am Markt vorhanden ist (Radanhänger, Outdoor-Anhänger, Lastenkarren) ist irgendwie nicht geeignet und darum fing ich an, herumzuspinnisieren.

    Frei nach George Bernhard Shaw: "Es gibt Menschen, die sich der Welt anpassen und Menschen, die die Welt sich anpassen und nur von diesen Leuten hängt der Fortschritt ab."

    Ich hab grad meinen 50. Geburtstag gefeiert, übernachtete früher in Biwaksack und Zelt, später im Auto-Zeltanhänger und nun bin ich "Warmduscher" und genieße Bequemlichkeit und gelegentliche Mittagsschläfchen. Ich will keine Rekorde brechen, sondern gemächlich von Ort zu Ort ziehen und so Gegenden erforschen. Etwa Rumänien abtippeln oder England oder einen Fernwanderweg oder Madeira oder die norditalienischen Seen erkunden. Dazu das Wanderwägelchen. Einen "Pilgerwagen" nehmen manche Pilger, die am Jakobsweg nach Santiago de Compostela pilgern und so neu ist das Ganze daher gar nicht, siehe (Quelle, gute Tipps)

    In der Theorie schaut mein Wagen so aus:

    Eine "Karpfenliege" .(ähnlich einer Campingliege- vulgo Streckbett- , robuster und mit 4-8 höhenverstellbaren Einzelbeinen), also ein Feldbett, auf Rädern. Ziehbar. ( Hier sieht man eine "Karpfenliege" )

    Damit das Gewicht auf den Rädern liegt und weniger auf den Hüften oder Händen des Ziehenden, muß die Liege zusammengeklappt transportiert werden. Sprich Räder eines Radanhängers muß ich unter dem Kopfteil der Liege montieren und alles zum Weitergehen draufklappen. Dann kommt noch oben ein Gepäckstück drauf. Unterhalb der Radachse möchte ich irgendwie Kocher und Proviant verstauen, entweder in zwei wasserdichten Packsäcken in einem Netz hängend oder in einer "Lade" (Alu-Werkzeugbox aus dem Baumarkt).

    Der Wagen soll etwa 80-90 cm breit werden, zusammenklappbar oder zerlegbar sein ( um ihn ev. als Fluggepäck aufgeben zu können) und wird (von mir) nur auf befahrbaren Wegen oder am Straßenrand gezogen werden. Im Normalfall nicht über Stock und Stein, grad über eine Wiese oder durch einen Bach. Keine Wüste, kein mountainbiken, keine Tundra.

    Es macht mir sehr viel Spaß, Fachgebiete miteinander zu verknüpfen, bei Angelausrüstung fündig zu werden, Kescherstiele oder Malerbürsten-Teleskopstiele als Deichsel mißbrauchen zu wollen oder Werkzeugkisten als Gepäckkisten zu finden.


    Offene Fragen sind noch:

    Hängen sich die Lasten beim bergaufgehen arg an und wie hoch darf/soll das maximale Gesamtgewicht sein? (so gering wie möglich, eh klar)

    Soll das Zelt wie bei einem Planwagen nur die Wagenfläche überdecken (dann könnte das Zelt u.U. fix montiert werden)oder soll ich den Wagen in ein Zelt hineinfahren ?. Oder beides ? Letzter Stand: Innenzelt/Einfachzelt fix montiert, Überzelt mit Boden zum Hineinfahren

    Brauche ich überhaupt einen Zeltboden oder muß ich überhaupt beachten, daß die Beine der Liege die Folie durchstoßen könnten, weil ich sowieso nicht am Boden schlafen werde.
    Geändert von 50er (29.12.2008 um 02:22 Uhr)

  2. Gerne im Forum

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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #2
    Links zum Thema :

    Ich bin nicht alleine mit meinen Spinnereien ! Hier gibts alle möglichen Wagenmodelle zu sehen. Bis zur umgebauten Schidachbox auf Rädern als "Schlafwagen". Irre.

    Der Wheelie

    Pilgermodelle

    Chariot Kinderanhänger

    Pilgererfahrungen

    Hier noch ein Einfachstmodell ohne Schnickschnack.

    Und einer, der viel politische Last herumführt (aber eine tolle Idee, eine Holzbox, die zum Feldbett wird...)

    Ein sehr zerbrechlich wirkendes Globetrotter-Wägelchen

    Oder alle Fahrradanhänger dieser Welt (im Katalog ab Seite 117 ! ! ! ), sauteuer, und durchaus selbstbaubar...

    Dann noch ein Extremtrip durch die Wüste.

    Und was man beim Transport (eines Fahrrads) als Gepäck beachten soll...

    Was ich mir nun erlesen habe: Sind der/die Reifen unterhalb des Gepäcks, trägt der "Zieher" rund 50% der Last. Sind die (seitlichen)Reifen mittig unter der Last (des Schwerpunkts) ist das Gewicht an der Deichsel fast Null. Für Einradanhänger muß der Schwerpunkt logischerweise tief liegen, damit sie nicht kippen und daher das Rad ganz unten, die Deichsel wird dann an einem Tragegurt befestigt..

    Tja und wenn man ganz verrückt ist, kreuzt man das Ganze mit einem Kettwiesel-Liegedreirad oder mit einer Fahrrad-Rikscha. und einem Fahrradzelt (Fahrrad als Zeltstützen). In Richtung dasda, aber mit Zelt für Fahrer und Schläfer...

    Aber damit lässt man das zu-Fuß-gehen sausen... Pousse-pousse (pdf) adieu !

    Oder soll ich lieber gleich um wohlfeile 115 Euro,-- einen niegelnagelneuen Komfortwagen in Madagaskar bestellen ?

    Noch ein Modell für Faule .

    Ein Tipp zu einem Fertigwagen für die Wüste oder für Schitourengeher. Schaut ja ziemlich edel aus. Bloß hängt viel Gewicht weiterhin auf den Hüften, weil das Hauptgewicht nicht überm Rad ist. Aber um damit "über Stock und Stein" zu marschieren, dürfte es geeignet sein.
    Geändert von 50er (28.12.2008 um 20:56 Uhr)

  3. Erfahren

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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #3
    moin moin,
    -die erste frage, willst du eine sulky bauen, oder soll es eine schleppe werden?
    -mit wieviel last willst du unterwegs sein?
    -gehst du alleine, mit partner oder hund?
    -ist dein rücken in ordnung?
    -wenn es eine schleppe wird, soll sie als feldbett funktionieren können?

    -wie teuer darf sie werden?
    -welche fähigkeiten beim nähen besitzt du?

    -verfügst du über eine werkstatt, oder zumindest über den zugang zu einer standbohrmaschine?
    -hast du zugang zu einer industrienähmaschine, Sattlerei o.ä? alternativ eine schwungradbetriebene nähmaschine, oder eine elektrische mit hoher andruckkraft?

    evtl. kann ich dir hierbei weiterhelfen,(links habe ich noch nicht alle gesichtet,antworten bringen da mehr)

    frank

  4. Gerne im Forum

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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #4
    -die erste frage, willst du eine sulky bauen, oder soll es eine schleppe werden?
    ...Wenn Du meinst, ein Sulky ist ein zweirädriger Karren, wie er beim Trabersport verwendet wird und eine Schleppe zogen die Amerikaner Nordamerikas per Pferd nach sich (und Outdoorwanderer mit Rad ganz unten), dann will ich ein Sulky, das ich ziehen will.
    -mit wieviel last willst du unterwegs sein?
    ...Wenn ich das nur wüsste. Zelt, Proviant, Kocher, Kleidung für ca. 3-4 Wochen.
    Gehst du alleine, mit partner oder hund?
    ...Ich gehe alleine.
    -ist dein rücken in ordnung?
    ...Siehe oben. Zum Tragen leider nicht.
    wenn es eine schleppe wird, soll sie als feldbett funktionieren können?
    ...Wird keine Schleppe (s.o.), Feldbett fände ich trotzdem toll.
    -wie teuer darf sie werden?
    ...So leicht, so stabil, so günstig wie möglich.
    welche fähigkeiten beim nähen besitzt du?
    ...Bin kein Schneider oder Sattler. Also wenig bis keine.
    verfügst du über eine werkstatt, oder zumindest über den zugang zu einer standbohrmaschine?
    ...Ja !
    hast du zugang zu einer industrienähmaschine, Sattlerei o.ä? alternativ eine schwungradbetriebene nähmaschine, oder eine elektrische mit hoher andruckkraft?
    ...Hab nur Zugang zu einer Haushaltsnähmaschine, warum ?
    evtl. kann ich dir hierbei weiterhelfen,(links habe ich noch nicht alle gesichtet,antworten bringen da mehr)
    frank
    ...50er
    Geändert von 50er (28.12.2008 um 23:24 Uhr)

  5. Gerne im Forum

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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #5
    Wenn ich auf das Sulky-Feldbett ein aufklappbares Planwagenzelt / Innenzelt draufgebe, brauch ich Stangen.

    Wo bekommt man Zeltstangen her?

    Oder soll ich's mit Weidenruten versuchen?

    Am Sulky-Feldbett möcht ich nur bei Schönwetter "im Freien" im Innenzelt übernachten, ansonsten würd ich in ein Außenzelt mit Boden fahren oder ein Überzelt (Tarptent) drüberbauen, denk ich mir.
    Geändert von 50er (28.12.2008 um 23:30 Uhr)

  6. AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #6
    Zeltstangen bekommst du u.a bei einigen Zeltherstellern. Aber da gibt es bestimmt noch ein paar bessere Adressen. Da wird sich da noch jemand melden.

    Im Frühjahr habe ich auf dem Camino ein holländisches Ehepaar getroffen, die mit einem Prototypen unterwegs waren. Als Gepäckfach diente eine 50 Ltr. Plastikbox von Curver.
    Vorteile: absoulut wasserdicht und herausnehmbar.
    Nachteile: die ganze Konstruktion war relativ lang und nicht eben leicht, trotz Leichtbau. Zur Sicherheit (Prototyp) hatten die aber ein paar mehr Ersatzteile mit.

    Der Riesennachtteil: Die hatten immer noch 8 Kilo auf den Schultern. Ich, mit Rucksack 7,5 und den Berg runter schieben die Dinger ganz schön. Besonders, wenn's über Steine geht, dann springen die Wägelchen schon mal.

    Werner
    Geändert von Werner Hohn (28.12.2008 um 23:43 Uhr)

  7. Alter Hase
    Avatar von SwissFlint
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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #7
    Ich wundere mich über die Breite - meinst du wirklich 80-90cm???

    Vivalrangers Sulky trägt einen Menschen! Und hängt mit dem Gewicht eigentlich an der Hüfte, belastet also den Rücken nicht. Er hat sie mit dem Flugzeug transportiert. Ich habe das Gefährt persönlich gesehen und muss sagen, es ist die Quintessenz eines Sulkies. Frag ihn doch mal persönlich an, oder seinen Partner hier im Forum ob sie etwas ändern würden nach der letzten Tour.
    Unterwegs auf Weltreise! http://ramblingrose.ch/

  8. Gerne im Forum

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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #8
    Zitat Zitat von SwissFlint Beitrag anzeigen
    Ich wundere mich über die Breite - meinst du wirklich 80-90cm???
    Vivalranger gibt als Fläche für sein Sulky auf seiner Website "ca. 1m²" an.

    Das wären dann 80 cm x 125 cm oder 90 cm x 111 cm.

    Dachtest Du breiter oder schmäler?

  9. Erfahren

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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #9
    @50er
    ja ich denke an eine schleppe wie du sie den nord.am. zuordnest, nur nicht vom pferd aus gezogen, sondern von einem selbst. halt den heutigen möglichkeiten angepaßt mit walzengelagerten pneus.
    bezügl. des rückens mit einem 2-geteiligtem zug/tragegeschirr und variablem anzugspunkt, gemeint ist nicht die volle belastung auf dem beckengurt, sondern mit umlenkung auf die schulterpartie.
    den mit der passenden gestängekonzeption ist ein feldbett möglich, ohne viel umbauen zu müssen.
    die günstigste version liegt bei ca. 200 euro für alugestänge, walzengelagerten pneus, lkw-plane und gurtband unterschiedlicher breiten, sowie leiterschnallen, und klickverschlüssen.
    die frage nach der nähmaschine, weil nicht alle maschinen mit der materialdicke lkw-plane und gurtband fertigwerden und es jede menge meter an nähten gibt.
    und die standbohrmaschine wäre von nöten, damit die schraubbaren verbinder für das gestänge herstellbar sind. oder verstehe ich das falsch im flugzeug transportabel....
    die frage nach alleine deshalb weil dann eine andere zugkonstruktion vonnöten wäre, ggf. die kraft eines hundes bei berganstrecken mit einzubinden.

    aber bei sulky, das ist nicht mein ding

    frank

  10. Fuchs

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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #10
    @50er

    Die Breite von 80 bis 90cm die du dir vorstellst halte ich nicht für sinnvoll. Mach mal spaßeshalber den Test und versuch einen Bus, eine Straßenbahn, einen Zug mit solch einem Brocken zu betreten, möglichst noch mit daraufgeschnalltem Gepäck. Könnte ja durchaus sein, daß das nötig ist, um bis zum Startpunkt deiner Tour zu kommen.

    Wenn ich per Faltkajak unterwegs bin und dabei die Bahn benutze fluche ich über meinen Bootswagen, dessen Achse 56cm breit ist. Bei einigen Bahnen sind die Türen so schmal bzw in der Mitte mit Haltegriffen versehen, daß ich schon dieses schmale Ding nicht mehr reinheben und dann weiterschieben kann, sondern gezwungen bin das voluminöse und auch nicht gerade Leichte Ding entweder abzupacken (ergebnis Einzelperson kämpft mit mindestens drei, eher vier Gegenständen) oder zumindest quer zu stellen und zu heben. Auch für diesen kurzen Moment bei einem Gewicht auf dem Bootswagen zwischen 25 und 45kg (ich habe unterschiedlich schwere Boot, das leichteste wiegt unter 20, das schwerste so gut um die 30kg) ist das ein höchst unerfreulicher Kraftakt.

    Je breiter so ein Wagen ist, desto schwerer ist es ihn umzuschmeißen, aber dafür dürfte er sich beispielsweise bei Richtungsänderungen deutlich unangenehmer verhalten als ein wendigerer schmaler Wagen.

    Vom optischen Eindruck her denke ich, daß der komfortabelste Weg solch ein teil zu ziehen so etwas wie ein Pulka-Zuggeschirr sein dürfte. Da du dich sicher nicht ständig nach deinem Wägelchen umgucken willst ob es auch da durch paßt wo du durchgekommen bist, würde ich zusehen daß das Ding nicht wesentlich breiter ist als der Platz den du selbst zum Durchkommen benötigst. wenns denn unbedingt sein muß dann lieber etwas länger, aber nicht riesig breit. Guck dir mal an wie breit Kinderwagen sind - das würde ich für sinnvolles Durchkommen und Fortbewegen für das maximum halten.
    Geändert von rumtreiberin (29.12.2008 um 07:40 Uhr) Grund: dreckfuhler

  11. Erfahren

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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #11
    @50er
    schließe mich mal meiner vorrednerin an, die breite sollte max. deine beckenbreite +links und rechts 0,05m betragen, bei einer durchschnittlichen statur, ca. 0,60m-damit bist du auf der sicheren seite was fixpunkt am zuggestell im verhältnis zum zuggeschirr betrifft,eigene drehung unter zug lenkt direkt mit.
    des weiteren reduzierst du damit die belastung beim ziehen und evtl. stöße und schläge des gestells. je länger der abstand der fixpunkte Zuggeschirr/gestell ist, desto unangenehmer wird das ziehen. sollte das gestell einmal drohen zu kippen hast du eine wesentlich bessere chance gegenzusteuern.
    das gestell sollte, je nach zugsystem ca. 0,20m länger sein als deine körperfront, ausgestattet mit griffen erhöht es die steuerbarbeit, entlastet bei bergauffahrten das zuggeschirr, und somit die belastung deiner bauchpartie durch den beckengurt (unter zuhilfenahme der arme/hände).und ganz besonders wichtig bei bergabfahrten das bremsen, ansonsten läuft dir das gestell ins kreuz. weiteres kriterium für die griffe ist, durch anheben des gestells und einhaken in der elleninnenseite bist du in der lage den schwerpunkt auch während des ziehens zu verändern und somit ggf. deinen rücken zu entlasten.ein weiterer vorteil von griffen ist du kannst sozusagen im falle eines falles schubkarre fahren.

    die räder solltest du schräggestellt anbringen, bei der geringen breite erhöht sich die kippsicherheit ungemein.vorteilhaft sind vollgummireifen, im gegensatz zu pneus nehmen sie zwar jede unebenheit mit, aber unter last sind sie aufgrund der formstabilität angenehmer zu ziehen.(glaubensfrage)

    vorteilhaft ist die lastebene auf höhe deines beckens auszuführen, bei einer großen körpergröße stärker nach hinten abfallend.das trägt ebenfalls zur verminderung der schläge bei.
    je länger du dein gefährt gestaltest, desto besser wird die lastverteilung, läuft ruhiger, und bleibt somit besser in der spur.zwar ist der drehpunkt(wendekreis) größer, aber es sind schnellere bewegungen und fahrmanöver möglich.macht sich spätestens in etwas unwegsameren gelände vorteilhaft bemerkbar.

    die befestigungspunkte zuggeschirr becken und rückenpartie zu gestell bildest du am besten als kräftedreieck aus, evtl. mit variabler spannung/spannmöglichkeit. so kannst du dich in deiner achse im verhältnis zum gestell dem gelände (bergauf,bergab) besser anpassen. es entlastet vorallem bergauf die schlüsselbeinpartie, bergab das becken.beide partien werden entsprechend beansprucht.

    beim zuggeschirr ist es vorteilhaft auch hier auf das prinzip des kräftedreiecks zurückzugreifen und die fixpunkte der schulterriemen gekreuzt am beckengurt anzubringen. dadurch bleibt dir viel bewegungsfreiheit beim ziehen erhalten.
    sinnvoll bei der gestaltung des zuggeschirres ist eine geschlossene rückenpartie, alle wirkenden zugkräfte werden besser verteilt.

    von geschlossenen behältnissen kann ich nur abraten, eher eine große auflagefläche mit roll in und dann die ausrüstung darin verteilt.eine überlegung wert ist es sicher 2 packsäcke zu konzipieren die entweder an das zuggeschirr zu koppeln (rucksack)oder per schlaufe tragbar sind.
    meine damit zuggeschirr mit packsack auf dem rücken, eine hand für den zweiten, und die andere für das zerlegbare gestell, damit paßt du auch in russische überlandbusse rein.

    im prinzip wirst du dir sozusagen einen zwitter zwischen rischka und schleppe bauen müssen um den von dir gestellten anforderungen gerecht zu werden.

    entscheidend für deine gesamte planung ist, du bist der mittelpunkt und zugsystem, gestell und lastverteilung sollen (nein müssen) sehr genau an deine statur angepasst sein, wenn du real über einen längeren zeitraum damit unterwegs sein willst ist das, das a und o.
    Geändert von plumps (29.12.2008 um 09:01 Uhr) Grund: (zensur) tastatur und kaffee (zensur)

  12. Alter Hase
    Avatar von SwissFlint
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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #12
    Hier ein Foto vom Sulky von Vivalranger.. das ist so breit wie sein Hinterteil, und das ist recht schmal
    Der Henning konnte sich knapp daraufsetzen und wurde über die gefrorenen Aecker gezogen. Auch er ist nicht fett.

    edit: Bild nachgeliefert
    Geändert von SwissFlint (29.12.2008 um 17:16 Uhr)
    Unterwegs auf Weltreise! http://ramblingrose.ch/

  13. AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #13
    Da ja kein Bild zu sehen ist liefere ich hier mal noch den Link auf das Video
    Das auf der Sulky bin ich (etwa 65 kg Ballast) Zugtier ist Moltebaer.
    Bei entsprechender Lastverteilung sollte die Belastung für deine Bandscheiben wirklich recht gering bleiben.
    Die Idee mit dem Bett auf dem Anhänger liesse sich sicher auch mit dieser Konstruktion als Grundlage verwirklichen, man müsste einfach am einen Ende der Ladefläche den Querholm nach unten legen (Also U-förmig) so dass er einem bei ausgeklappter Liegefläche nicht im Kreuz drückt.
    Die (halbierte) Liegefläche sollte man dann eigentlich wie bei der Sulky von derhier alle reden als Ladefläche nutzen können.
    Wenn man die Bodenfreiheit nicht braucht ist die Idee das Gepäck unter der Liegefläche zu verstauen natürlich verlockend, aber das Gefährt bekommt dadurch (2. Rahmen) ein höheres Leergewicht.

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  14. Alter Hase
    Avatar von JonasB
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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #14
    wie wäre es mit soetwas:


    Entstanden aus hierraus...
    Nature-Base "Natürlich Draußen"

  15. Erfahren

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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #15
    @ henning, bei dem video sieht man euch wörtlich den spaß an. belastungstest stoppelacker, nicht übel
    ich trete mal lieber gleich in den fettnapf, ich vermute mal, der anzugsmoment war heftig, und auch die last auf dauer schwer zu ziehen. okay 50 kg sind auch bei einer geplanten langzeitrour viel gewicht, aber wer weiß was da so alles transportiert werden soll..
    gepäck unter eine abgeschrägte ladefläche zu hängen ist ungüstig, die last wirkt
    senkrecht nach unten-früher oder später streikt die haut+gewebe am becken und der schulter., die belastung für eine befestigung ist hoch, (zb. per gurtband ) sie wird in absehbarer zeit aufgeben.die mechanische beanspruchung je nach belastung (gepäck) und erschütterungen durch den boden,kies,stein ausgelöst sind nicht zu unterschätzen. entsprechend heftiger fällt die belastung bei der verstauung des gepäckes unter einer waagerechten ebene aus.
    ich vermute du kennst die onpoint gestelle für übernachtungen in steilwänden, das war der ausgangspunkt für unsere erste schleppe, rischka,sulky oder wie auch immer mann/frau diese teile nennen mag.

    die last auf einer horizontalen ebene zu verteilen macht das gefährt sicher etwas eigenwillig in den kurven, insbesondere der mittige radstand dürfte da auch noch kräftig für ein ruckeln gesorgt haben.die wirkende last wird senkrecht nach unten abgeführt.
    die ebene zur lastaufnahme leicht diagonal, den radstand zurückversetzt wird das alles schon etwas flüssiger sein. das prinzip last austaxiert zu ziehen ist im grundgedanken absolut richtig,sorgt aber für mehr instabilität.
    bei einer genauen anpassung sollte das manko mehr gewicht auf hüfte und schulter bei einer geneigten ausführung vom zuggeschirr aufgefangen werden.

    sorry, ich bin kein theoretiker, hoffe es ist verständlich geschrieben.

    frank
    Geändert von plumps (29.12.2008 um 16:37 Uhr) Grund: kommata

  16. AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #16
    Zitat Zitat von 50er Beitrag anzeigen
    Soll das Zelt wie bei einem Planwagen nur die Wagenfläche überdecken (dann könnte das Zelt u.U. fix montiert werden)oder soll ich den Wagen in ein Zelt hineinfahren ?. Oder beides ? Letzter Stand: Innenzelt/Einfachzelt fix montiert, Überzelt mit Boden zum Hineinfahren
    Ich verstehe die Frage mal so: ob Die Zeltwand bis an den Boden hinunter oder nur bis zur Liegefläche reichen soll. Korrekt?
    Du solltest sowieso eine kleine Isomatte einplanen, sonst wird's auch mit Schlafsack schnell kalt. Ob unter der Isomatte dann ein windgeschützter oder offener Luftraum ist, beeinflußt die Temperatur nicht merklich solange es im Zelt windstill ist.
    Ist glaub eher ein Faktor der Privatsphäre. Willst du nachts etwas unter dein Gefährt stellen so daß es niemand von außen sehen kann (Stiefel, Wasserbehälter, ...)?

    Zitat Zitat von plumps Beitrag anzeigen
    vorteilhaft sind vollgummireifen, im gegensatz zu pneus nehmen sie zwar jede unebenheit mit, aber unter last sind sie aufgrund der formstabilität angenehmer zu ziehen. (glaubensfrage)
    Da muß ich dir mal als Radfahrer widersprechen
    Es gibt für JEDE Reifen/Terrain-Kombi den richtigen Druck, daß er sich leicht abrollen läßt. Wäre der Abrollwiderstand so bedeutend geringer, würden sämtliche Profis in allen Disziplinen Vollgummireifen fahren

    Zitat Zitat von plumps Beitrag anzeigen
    ich vermute mal, der anzugsmoment war heftig, und auch die last auf dauer schwer zu ziehen.[...]
    gepäck unter eine abgeschrägte ladefläche zu hängen ist ungüstig, die last wirkt
    senkrecht nach unten-früher oder später streikt die haut+gewebe am becken und der schulter., die belastung für eine befestigung ist hoch, (zb. per gurtband ) sie wird in absehbarer zeit aufgeben.die mechanische beanspruchung je nach belastung (gepäck) und erschütterungen durch den boden,kies,stein ausgelöst sind nicht zu unterschätzen.[...]
    die last auf einer horizontalen ebene zu verteilen macht das gefährt sicher etwas eigenwillig in den kurven, insbesondere der mittige radstand dürfte da auch noch kräftig für ein ruckeln gesorgt haben.die wirkende last wird senkrecht nach unten abgeführt.
    die ebene zur lastaufnahme leicht diagonal, den radstand zurückversetzt wird das alles schon etwas flüssiger sein. das prinzip last austaxiert zu ziehen ist im grundgedanken absolut richtig,sorgt aber für mehr instabilität.
    bei einer genauen anpassung sollte das manko mehr gewicht auf hüfte und schulter bei einer geneigten ausführung vom zuggeschirr aufgefangen werden.
    Mit dem Ding lassen sich auch 80kg gut ziehen. Das Gestänge freut sich aber wenn es nur mit Zug und Lenkbewegungen belastet wird statt mit Biegung durch die Last des Gepäcks, kann sonst brechen. Ich glaub Henning hat da auch keine optimal beladene Sulky simuliert.
    Und die Vibrationen des Gestänges sind recht ungnädig. Die Montagestellen des Gestänges am Gestell können sich durchscheuern, aufschrauben, zermalmen...
    Textil-/Lederschlaufen am Becken/Schultergurt, darin einen Karabiner einhängern, der wiederrum durch ne Textil-/Lederschlaufe mit dem Gestänge verbunden ist erscheint mir sinnvoll.
    Geändert von Moltebaer (29.12.2008 um 17:14 Uhr)
    Wandern in Ísland?
    ICE-SAR: Ekki týnast!

  17. AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #17
    Da muß ich dir mal als Radfahrer widersprechen
    Es gibt für JEDE Reifen/Terrain-Kombi den richtigen Druck, daß er sich leicht abrollen läßt. Wäre der Abrollwiderstand so bedeutend geringer, würden sämtliche Profis in allen Disziplinen Vollgummireifen fahren
    Der richtige Druck ist in dem Falle IMHO der höchste den der Mantel verträgt um nicht von der Felge zu hüpfen. Damit erreicht man den niedrigsten Rollwiderstand.
    Niedrigen Druck braucht man auf dem Fahrrad nur aus Bequemlichkeits- und Traktionsgründen. Bequemlichkeit kann bei der Sulky evtl. noch Verschleissarmut bedeuten- bringt ja nix wenn einem alle 500 Meter die Schrauben loslottern - dann ist also ein etwas niedrigerer Druck sinnvoll.
    Traktion braucht ein Sulkyreifen aber gar nicht zu haben. Die Sulky wird gezogen - die Reifen laufen nur passiv mit. Lediglich etwas seitlicher Grip ist bei der Suky nötig um ein Abrutschen bei Hangquerungen zu verhindern.
    Gruß, Christian
    ______________
    "I' ve had many problems in my life and most of them never happened!"

  18. Erfahren

    Dabei seit
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    AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #18
    @moltebaer, ganz wichtig, ich meinte meinen beitrag auf den du dich beziehst nicht als kritik an dem vorgestellten gefährt, es wäre schön wenn es eher als ein hinterfragen des von mir gesehenen gewertet wird. ppphhhhh

    pneu`s oder vollgummi ist in gewisser weise eine echte glaubensfrage, aber das wieso und warum bräuchte einen anderen rahmen (thread). in der praxis hat sich im laufe der zeit gezeigt, das wir für die von uns gelegentlich gebauten schleppen mit vollgummireifen einfach kufr. bestückt sind. als evtl. fluggepäck sind pneus dann doch erheblich leichter.wir sind beide zwar keine ul fans, aber wir möchten halt auch niemandem zusätzlich zu transportierendes gepäck wie schlauch,mantel u.co zumuten.

    eine optimal beladene sulky gibt es irgendwie nicht, gepackt für die ebene paßt es bergan nicht, und bergan gepackt beschleunigt es dich bergab ungemein.

    wir verwenden für das grundgerüst 30er alurohr/2,5mm wandungstärke. die maximale belastung zwei erwachsene, still sitzend, insbesondere in den kurven, und alternativ damals meine beiden zappelnden kids on tour im harz.

    die verbindung von gestell zu zuggeschirr, im bereich der griffe einen überschub mit unterschiedlich abgelängten schlaufen, dann schraubkarabiner, mit gepolsterten überschub (winter,verhindert ein scheuern auf der kleidung)
    dann anbindung an beckengurt und schulterplatte/riemen. an diesem fixpunkt treffen sich zwei kreuzende gurtbänder und nehmen den karabiner auf.

    alle stark beanspruchten stellen-gurtbänder sind gedoppelt und mit 1,5 mm lkw plane belegt. selbiger läßt sich als schutz für alle mechanisch beanspruchten stellen nutzen, die abriebfestigkeit ist gut, und ein ersetzen ist nicht teuer.

    so aber jetzt geht das nähkistchen wieder zu und ich plumps mal wieder drauf

    viele grüße
    frank
    Geändert von plumps (29.12.2008 um 20:56 Uhr) Grund: da waren eeee`s zuwenig

  19. AW: Pilgerwagen / Sulky / Gepäckanhänger / Gepäckwagen

    #19
    Zitat Zitat von plumps Beitrag anzeigen
    @moltebaer, ganz wichtig, ich meinte meinen beitrag auf den du dich beziehst nicht als kritik an dem vorgestellten gefährt, es wäre schön wenn es eher als ein hinterfragen des von mir gesehenen gewertet wird.
    OT: Hab dir ja nur bei den Vollgummireifen widersprochen. In dem anderen Text hab ich halt meine Erfahrungen mit dem Gerät dargestellt. Ich hatte bei mir die Alu-Karabiner durch an einer Stahl-Öse befestigt, das war dämlich
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    #20
    Zitat Zitat von plumps Beitrag anzeigen
    @50er
    ja ich denke an eine schleppe (...) bezügl. des rückens mit einem 2-geteiligtem zug/tragegeschirr und variablem anzugspunkt, gemeint ist nicht die volle belastung auf dem beckengurt, sondern mit umlenkung auf die schulterpartie.
    frank
    Eine Schleppe ist wie ein Rollkoffer oder eine Lastenkarre. Hat mehr Nachteile als Vorteile.

    Umlenkung auf die Schulterpartie = Wirbelsäule = Bandscheiben.
    Das ist, als wenn 2 Leute eine Trage tragen, der Vordere trägt Last, der Hintere trägt Last.
    Fällt aus. Zumindest zum Tragen. Zum Ziehen O.K.
    Geändert von 50er (30.12.2008 um 00:55 Uhr)

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