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  1. Erfahren
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    [FR] Korsika mit Esel

    #1
    Mitreisende: prunella
    Land: Korsika / Frankreich
    Reisezeit: Herbst
    Region/Kontinent: Südeuropa

    Sonntag 28.9.08

    So, heute geht es nun endlich los! Nach monatelanger Planung und Vorfreude, sind wir gestern in Korsika angekommen, haben den Weg in die Balagne, ins Tal der Tartagine gefunden und haben erst einmal in einem kleinen Hotel in Pioggiola übernachtet. Die Spannung, wie auch die Vorfreude wächst, gleichzeitig kommen bei mir aber auch Nervosität und Bedenken hinzu: Klappt wirklich alles? Was, wenn der Esel doch störrisch ist? Wenn eine Reservation einer Übernachtung – oder noch schlimmer: eines Nachtessens – nicht klappt? Das Zelt haben wir dabei, auch Lunch für die ganze Woche, aber nur für zweimal Nachtessen und Frühstück; und Einkaufsmöglichkeiten gibt es unterwegs keine. Die Wetterprognosen am Fernsehen im Hotel versprechen schönes, aber für die Jahreszeit eher kühles Wetter.

    Nach dem Frühstück fahren wir die kurze Strecke nach Olmi Cappella, und parkieren unser Auto wie angewiesen hinter der Kirche. Und da steht ja auch schon unser Esel, und Herr Boyer wartet auch auf uns. Die Instruktion geht nicht lange: Futter, Wasser, Striegeln, Hufe auskratzen und satteln. Wobei der Sattel mit seinen vielen Riemen das Komplizierteste ist. Drei alte Seesäcke dürfen wir mit unserem Gepäck füllen. Wichtig ist nur, dass auf beiden Seiten gleich viel Gewicht hängt. Das haben wir schnell gemacht und schon bald marschieren wir etwas unsicher, aber stolz mit unserem Esel „Musi“ durch das Dorf. Er trottet gemütlich neben uns her, als ob er schon immer mit gehört hätte.





    Schon bald führt uns der Weg aus dem Dorf hinaus und auf alten Saumpfaden durch einen Steineichenwald hinunter ins Tal der Tartagine. Dass hier auf Korsika die Rinder frei herumlaufen, haben wir gestern schon erfahren, doch wir staunen nicht schlecht, als wir schon in der ersten halben Stunde über drei Kadaver von solchen Tieren auf dem Wanderweg steigen müssen. Ob die über die Böschung hinuntergestürzt sind? Offensichtlich wird hier ein totes Tier weder weggeräumt noch von anderen Tieren gefressen – es vertrocknet einfach.



    Nun ist der Weg schmal und man kann den Esel nicht mehr neben sich laufen lassen. Allerdings ist das einfacher gesagt als getan. Musi nimmt es aber mit stoischer Ruhe und wartet jedes Mal, bis sich Rebecca auf den Weg zurückgerappelt hat und er scheint ihr auch das Geschrei nicht übel zu nehmen, wenn sie einmal mehr von ihm ins Dornengebüsch geschubst oder an eine Mauer gedrückt wird.




    Mausoleo

    Im Talgrund angelangt, machen wir auf einer Wiese neben der alten Steinbrücke eine ausgiebige Mittagspause. Während wir es uns auf der Picknick-Decke gemütlich machen wirft Philipp Steine ins Wasser und Rebecca hält Musis Leine, um ihn beim Fressen zu begleiten, so dass er nicht an einem Baum angebunden sein muss. Langsam ziehen Wolken auf und es windet, so dass das Herumliegen ungemütlich wird.




    Weiter geht der Weg steil bergauf durch Steineichenwälder und nach etwa eineinhalb Stunden haben wir Vallica erreicht.




    Das Dorf ist sehr klein und viele Häuser sehen nicht mehr bewohnt aus. Die erste Person, die wir antreffen fragen wir nach dem Weg zum Zeltplatz, wo wir heute übernachten werden. Die Frau erweist sich als Chefin des „Camping sur la ferme“ und kommt gleich mit uns und zeigt uns, wo wir unser Zelt aufstellen und wo den Esel anbinden können. Das Gelände ist eingezäunt, so dass wir unseren Esel frei auf dem Platz herumlaufen lassen, mindestens so lange wir ihn beobachten können.




    Abendstimmung auf dem Zeltplatz

    Zum Nachtessen begeben wir uns in einen alten Gewölbekeller, wo wir zusammen mit zwei weiteren Urlaubspärchen und der Gastgeberfamilie ein reichhaltiges, korsisches Viergangmenu geniessen. Da es aber auch im Gewölbekeller nicht sehr warm ist und wir müde sind von unserem ersten Wandertag, schlüpfen wir schon bald in unsere Schlafsäcke.


    Fortsetzung folgt
    Geändert von Sandmanfive (06.11.2011 um 19:44 Uhr) Grund: Reisecharakter eingestellt

  2. Erfahren
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #2
    Montag 29.9.08

    Wir haben alle gut geschlafen und stehen voller Tatendrang auf. Der Himmel ist wieder wolkenlos und die Sonne wärmt schon so stark, dass das Frühstück draussen serviert wird. Da wir heute keine lange Etappe vor uns haben, nehmen wir es gemütlich und lassen uns auch Zeit beim Zelt abräumen. Musi lässt sich problemlos die vorderen Hufe auskratzen. So könnte ich es doch auch mit den hinteren probieren. Herr Boyer hat zwar gesagt hat, dass der Esel das nicht machen lässt, aber probieren kann man es ja trotzdem. Doch als Musi ausschlägt, bevor ich nur ein Hinterbein anfasse, verzichte ich auf den Versuch.





    Auf einem Feldweg geht es zuerst ebenaus durch Rinderweiden und später durch verlassenere Gegenden. Etwas zu spät bemerken wir, dass wir eine Abzweigung verpasst haben, eigentlich nur eine Abkürzung, wie ein Blick auf die Karte zeigt. So bleiben wir auf dem breiteren Weg, der uns ins Tälchen und auf der anderen Seite wieder zurückführt, wo wir auch schon bald wieder auf den markierten Weg stossen. Allerdings befinden wir uns nun oberhalb eines etwa 1 ½ m hohen Mäuerchens, während der markierte Weg darunter liegt. An der Stelle, wo die beiden Wege ineinander münden, ist ein Durchgang in der Mauer, der aber verbarrikadiert und vor allem mit einem dichten Brombeergestrüpp überwachsen ist. Ich erinnere mich an die Vertragsbedingungen wo ausdrücklich steht, dass man die vorgeschlagene Route genau einhalten soll, da man sonst auf für Esel unüberwindbare Hindernisse stossen könne. Da haben wir es nun also! Den ganzen Weg zurückgehen möchten wir nicht und so sucht mein Mann, ob es nicht irgendwo eine passierbare Stelle gibt. Die gibt es tatsächlich einige hundert Meter weiter vorne, und so kämpfen wir uns bis dorthin durch die Macchia.





    Unter einem solitär stehenden Wacholderbaum machen wir Mittagspause. Wir geniessen die Ruhe und die Aussicht auf die andere Talseite, während die Kinder Heuschrecken fangen und sie in einem ausgezogenen Wanderschuh einsperren. Tja…

    Am Nachmittag führt uns der Weg weiter durch die Macchia, doch nun wird die Gegend langsam felsiger und der steile Abstieg hinunter ins Tal der Tartagine beginnt. Und das scheint unserem sonst so treuen und braven Begleiter nicht zu behagen. Er bleibt stehen und lässt sich mit keinem Mittel dazu bewegen, weiterzugehen. Alles Mögliche haben wir ausprobiert. Ziehen, stossen, Klapps auf den Po… was sonst immer nützte, falls er einmal fressen anstatt laufen wollte, nichts hilft jetzt. Ratlos und etwas verunsichert stehen wir da. Zum Glück entscheidet er sich dann irgendwann doch, dass es wohl keinen Sinn hat, hier stehen zu bleiben und meistert den zum Teil doch recht schwierigen Abstieg problemlos.






    Nach einer kurzen Pause am Bach – baden wollte wiederum niemand – nehmen wir den Rest des Weges nach Piana unter die Füsse. Es geht nun alles mehr oder weniger der Tartagine entlang. Als Rebecca mit dem Esel, den Markierungen folgend, eine Böschung hinuntergeht, dreht sich Musi um, um oberhalb weiterzugehen. Er zieht dabei Rebecca hinter sich her, als ob er nicht einmal bemerken würde, dass sie am anderen Ende der Leine hängt. Somit wäre nun auch definitiv geklärt, wer hier der Stärkere ist. Als mein Mann dann aber die Leine in die Hand nimmt, folg Musi brav. Etwa hundert Meter weiter, realisieren wir, dass unser Esel wohl doch Recht hatte: der eindeutig bessere, wenn auch nicht markierte Weg, wäre oberhalb der Böschung weitergegangen. Für mich ist dies ein weiteres Indiz, dass unser Begleiter, den Weg nicht zum ersten Mal geht.

    Das Dorf Piana ist eigentlich eher eine kleine Streusiedlung mit nur wenigen Häusern. Wir wissen nicht, wo wir hingehen müssen, haben wir doch nur einen Namen und keine Adresse unserer Zimmervermieter. Jemanden zu fragen, scheint auf den ersten Blick auch nicht so einfach, doch schon bald finden wir einen alten Mann auf einem Bank vor seinem Haus, den wir nach Mr Battaglini fragen können. Er deutet auf ein in der Nähe stehendes Haus. Dort angekommen, kommt uns der Hausherr auch schon entgegen und empfängt uns herzlich. Ob der Esel gut gelaufen sei, ob es den Kindern gefalle… Auch seine Frau gesellt sich nun zu uns und begrüsst unsere leicht geschockten Kinder mit einer herzlichen Umarmung. Während die beiden Männer den Esel auf einer kleinen Weide hinter dem Haus versorgen, zeigt uns Mme Battaglini unsere Ferienwohnung für die eine Übernachtung und erklärt mir alles. Die Betten, das Badzimmer, zeigt auf den schon fertigen Kaffee, erklärt den Gasherd und spricht vom Frühstück. Alles geht sehr schnell, und im Nachhinein frage ich mich, ob sie wohl wirklich gemeint hat, dass wir am Morgen den Kaffee von heute aufwärmen… Nachdem wir uns einigermassen eingerichtet haben und es noch etwas früh ist, machen wir noch einen Spaziergang durchs Dorf. Als wir zurückkommen, steht unser Nachtessen bereit: einen Teller mit Charcuterie zum Apéro, eine Quiche (für etwa acht Personen berechnet) und Salat zur Vorspeise, auf dem Herd je eine Pfanne mit Spaghetti und Ragout nach korsischem Rezept zum Aufwärmen und wie wenn das nicht schon viel zu viel wäre, eine grosse Käseplatte als Dessert. Zudem steht eine Flasche Rotwein auf dem Tisch und der Kühlschrank ist gefüllt mit weiteren Getränken, vom Wasser über Bier bis zum Roséwein. Da werden wir ja richtig verwöhnt. Als wir alle satt sind, bleibt immer noch etwa die Hälfte des Essens übrig, welches ich im Kühlschrank versorge. Und wenn wir schon ein so schönes Badezimmer zur Verfügung haben, wird heut ausgiebig geduscht. Leider ist der Ablauf der Badewanne nicht dicht und es bildet sich bald eine Überschwemmung. Um die Ursache für die Überschwemmung zu finden, legt sich mein Mann neben der Badewanne vor die geöffnete Abdeckung, und beobachtet mit der Stirnlampe, wie das Wasser aus dem Siphon tropf, während ich dusche. Leider lässt sich die Dichtung nicht ganz dicht machen. Wir werden das am Morgen Herrn Battaglini melden müssen.

  3. Alter Hase
    Avatar von volx-wolf
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #3
    Dass ist ja eine super Idee!
    Über welche Organisation/Website/Reisebüro habt Ihr denn den Esel gemietet? Wie teuer war es? Wieivel Hilfestellung (ausser der Einführung), z.B. Rückführung, Notfall-Nr. etc. gab es?

    Moralische Kultur hat ihren höchsten Stand erreicht, wenn wir erkennen,
    daß wir unsere Gedanken kontrollieren können. (C.R. Darwin)

  4. Alter Hase
    Avatar von Andreas L
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #4
    Ja, das würde mich auch interessieren. Tolle Idee, für die Kinder war der Esel als Lasttier und Begleiter sicher ein prägendes Erlebnis.

    Das mit den toten Kühen scheint zur "Folklore" zu gehören - ich hab auf der italienischen Nachbarinsel auch schon mal einen Kadaver in diesem Zustand gefunden - allerdings auf einer steinigen Hochebene, wo niemand gelebt hat.

    Freue mich auf die Fortsetzung!

    Danke, Andereas
    "Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will." Jean-Jacques Rousseau

    BTW: "Hit the road, Jack" (Wolfskin)!

  5. Erfahren
    Avatar von prunella
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #5
    Wir haben den Esel bei "Balagn'ane" gebucht. Das ist ein Ein-Mann-Betrieb in Olmi Capella und gehört zur "Fédération Nationale ANES et RANDONNEES" (FNAR). Leider hat Herr Boyer jetzt aufgegeben und noch keinen Nachfolger gefunden.

    Preis: 250 Euro für 6 Tage (nur der Esel)

    Der Anbieter hat eine Auswahl von verschiedenen Routen, wovon wir eine für uns passende ausgesucht hatten. Danach liefert er die Liste der Unterkünfte, welche man dann selber buchen muss. Ebenso haben wir eine genaue Wegbeschreibung und Karten mit eingezeichneter Route bekommen.

    Vor Ort war die Instruktion sehr kurz. Für den Notfall haben wir eine Handy-Nr. erhalten. Eine kleine Broschüre über den Umgang mit dem Esel hat er uns auch gegeben (von der FNAR), aber da stand nicht mehr drin als was er uns auch erzählt hat.

    Der Umgang mit dem Esel ist aber auch wirklich sehr einfach. Oder jedenfalls sind die Tiere äusserst tolerant, gutmütig und geduldig.

  6. AW: [FR] Korsika mit Esel

    #6
    HAMMER!! (auch wenn ich beim dritten Bild dachte "Oh, da gings dem Esel wohl nicht mehr so gut" )
    Offizieller Ansprechpartner: Naturlagerplätze - Eifel

  7. Alter Hase
    Avatar von volx-wolf
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #7
    Leider hat Herr Boyer jetzt aufgegeben und noch keinen Nachfolger gefunden.
    Schade, aber vlt. gibt es ja andere, die die Idee aufgreifen.

    Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die Fortsetzung des Berichtes!

    Zum dritten Bild: Tierkadaver wurden in den südl. Ländern oft im Gebirge belassen. Zum einen, weil der Abtransport nicht einfach war. Zum anderen als Tierfutter. Offiziell ist es seit einigen Jahren in der EU verboten, was dazu geführt hat, dass inzwischen immer mehr Geier bis nach Deutschland kommen, weil sie "daheim" keine Nahrung mehr finden. Auch Arten, die bisher hier nicht heimischen werden. Nächster Schritt sind nun extra eingerichtete Futterplätze <a href='http://www.geldanlage-total.de/' target='_blank' title='Geldanlage'><img src='http://smiliestation.de/smileys/Sauer/156.gif' alt='Geldanlage' border='0'></a>
    Quelle
    Geändert von volx-wolf (30.10.2008 um 16:50 Uhr)

    Moralische Kultur hat ihren höchsten Stand erreicht, wenn wir erkennen,
    daß wir unsere Gedanken kontrollieren können. (C.R. Darwin)

  8. Erfahren
    Avatar von prunella
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #8
    Dienstag 30.9.08

    Wir haben wiederum sehr gut geschlafen, stehen aber heute etwas früher auf, da wir eine lange Etappe zu bewältigen haben. Die Wegbeschreibung verspricht uns nicht nur eine Gehzeit von 4¾h, sondern auch 1000m Aufstieg, was für unsere 7-jährige Tochter doch recht anspruchsvoll sein wird. Ob sie das wirklich ohne allzu grosses Gejammer schaffen wird? Immerhin beruhigt es mich zu wissen, dass wir notfalls ihren Rucksack auf den Esel laden könnten. Ebenfalls steht heute die für uns allererste Biwaknacht bevor. Da man auf Korsika nicht wild zelten darf, ist der Biwakplatz auf dem Gelände einer Bergerie vorgesehen, welche aber vermutlich um diese Jahreszeit schon nicht mehr bewohnt ist. Wichtig zu wissen ist auch, dass es dort einen Brunnen geben soll.

    So starten wir heute etwas früher als die letzten beiden Tage. Der Weg führt uns über eine alte Genueserbrücke und dann auf einem schönen Saumpfad nach Castifao, von wo wir auf der Strasse wandern müssen bis zum Aussichtspunkt beim Kloster San Francescu.







    Von hier geht es wieder auf einem Saumpfad bis zu den obersten Häusern von Moltifao. Etwas ausserhalb des Dorfes, bevor unser grosser Aufstieg beginnt, machen wir Mittagsrast. Mangels geeigneter Schattenplätzchen, breiten wir uns direkt auf dem Wanderweg aus. Es wäre ja wirklich ein Zufall, wenn ausgerechnet jetzt eine Wandergruppe vorbeikäme - hatten wir doch bisher ausserhalb eines Dorfes noch nie jemanden angetroffen.


    Die Sonne brennt und der Aufstieg ist steil. Unglaublich, dass auf Korsika die Hauptwanderzeit im Sommer sein soll, mir ist es jedenfalls so schon genug warm. Im Zickzack führt der alte und zum Teil ziemlich zugewachsene Saumpfad den Berg hoch. Die auf der Karte markierte Quelle erweist sich als Schlammloch, jedenfalls interessiert sich unser Esel nicht dafür. Die Kinder beginnen zu jammern, es sei zu heiss und sie seien müde. Doch wir haben immer noch eine beträchtliche Strecke zurückzulegen.







    Zum Glück ziehen dann wieder Wolken auf, was das wandern schon viel angenehmer macht. Nach etwa zwei Stunden Aufstieg erreichen wir das alte, verlassene und verfallene Dorf „Sepula“, wo wir nochmals eine Pause einlegen und wo auch Musi die Gelegenheit benützt, an einem Brunnen zu trinken. In der Nähe beobachten wir einige Rinder und fünf Pferde. Ob das wohl bedeutet, dass die Bergerie noch bewohnt ist? Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem Lagerplatz. Es gilt Ausschau zu halten nach einem Holzkreuz und einer Holztafel, welche zur Bergerie de Casamazzara weist.



    Plötzlich wendet sich unser Esel abrupt nach rechts und lässt sich auch von meinem Mann nicht mehr auf den Wanderweg zurückbringen. Und siehe da, als ich genauer hinschaue, finde ich am Boden liegend die Holztafel. Ob die wohl schon „winterfest“ gemacht wurde? Nun steht für uns eindeutig fest, dass Musi sich auskennt. Wir zweigen also vom Wanderweg ab und suchen die Hütte. Es sieht hier aber gar nicht nach einer bewohnbaren Behausung aus. Einige zerfallene Mauern, eine Ruine, eine alte Badewanne, wo etwas Wasser aus einem Schlauch tröpfelt. Das kann doch nicht sein? Wo sollen wir denn hier zwischen all den Felsblöcken und Gestrüpp unser Zelt aufstellen? Sollte das der angegebene Brunnen sein – das würde ja Stunden dauern, bis wir genügend Wasser zum Kochen beisammen haben. Wir geben noch nicht auf und folgen einem weiteren Trampelpfad und finden schlussendlich tatsächlich die Hütte – verschlossen und verlassen. Egal, resp. sogar gut, denn so haben wir sicher unsere Ruhe. Der ebenste Platz ist direkt hinter der Hütte, hier stellen wir das Zelt auf. Es hat sogar einen Tisch, auf dem wir bequem kochen können.



    Schon bald wird es dunkel und die Kinder kriechen müde in den Schlafsack und wir geniessen die tolle Aussicht ins Tal. Es ist für uns das erste Mal, dass wir so weit weg vom nächsten Dorf zelten, doch das anfänglich etwas mulmige Gefühl weicht langsam einem unbeschreiblichen Gefühl von Freiheit. Trotzdem verkriechen auch wir uns schon bald ins Zelt – es ist kühl und wir sind zu faul, die warmen Kleider hervorzukramen.


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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #9
    Ich finde die Idee mit dem Packesel auch genial. Animiert zur Nachahmung.
    Wenn man nach "Eseltrekking" oder "Packtierwandern" googelt, findet man auch das ein oder andere.
    Arrivederci, farewell, adieu, sayonara WAI! "Ja, wo läuft es denn? Wo läuft es denn hin?"

  10. Erfahren
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #10
    Mittwoch 1.10.08

    Wir haben herrlich geschlafen und die Aussicht ist bei wolkenlosem Himmel sogar noch viel schöner.





    Nach dem Frühstück sind wir schnell wieder auf dem Wanderweg, welcher hier aber oftmals ziemlich von Brombeeren zugewachsen ist. Während wir versuchen, mit möglichst wenigen Kratzern durchzukommen, scheint es den Esel nicht im Geringsten zu stören. Ich bin ja froh, dass unser Gepäck in alten Seesäcken verstaut ist! Allerdings frage ich mich, wie lange diese den Dornen noch standhalten werden. Sie wurden ja offensichtlich auch schon mehrfach geflickt.
    Nach einiger Zeit weicht das Dornengestrüpp einem Wald aus Wacholder. Ich habe gar nicht gewusst, dass Wacholder so gross werden kann und richtige Wälder bildet. Die fünf Pferde, welche wir gestern schon gesehen hatten, kommen uns wieder entgegen. Der Weg führt meist leicht abwärts, bis wir plötzlich weit unter uns die Strasse durchs Asco-Tal und etwas weiter vorne unser Etappenziel Asco erblicken. Nun geht es steil bergab bis zur Strasse.







    An die frei herumlaufenden Rinder haben wir uns ja längst gewöhnt, doch hier, kurz vor dem Dorfeingang begegnen wir auch einem Pferd und einem Esel, welche unseren Musi begrüssen. Dies scheint ihm nicht zu behagen, er will davonrennen und nur mit Mühe kann ihn mein Mann noch halten. Ich versuche, zusammen mit den Kindern, die beiden Störenfriede zu vertreiben, währen mein Mann mit Musi weitergeht (Filmreife Szene!). Das Pferd will sich aber auf keinen Fall abschütteln lassen und als es mit Anlauf holt auf uns zugaloppiert, gebe ich die Strasse frei. Eigentlich wären wir ja alle müde, aber nun gilt es, unserem verängstigten Esel hinterher zu eilen, immer noch verfolgt von einem Pferd und einem fremden Esel. Erst kurz vor unserem Hotel ruft plötzlich ein Mann den beiden Verfolgern, welche uns nun sofort verlassen.



    Auch hier im Hotel werden werden wir herzlichst empfangen und Musi bekommt sofort etwas zu trinken. Danach wird er die steile Böschung neben der Treppe hinuntergeführt wird, direkt unter den Balkon unseres Zimmers. Während wir den Esel entladen und versorgen, werden wir interessiert von den anderen Balkonen beobachtet. Unser Zimmer ist sehr schön und offenbar ganz neu. Doch nicht alles was glänzt ist Gold: beim Duschen fällt beinahe die Duschkabine auseinander und der Syphon unter dem Lavabo ist leck, so dass wir auch hier bald eine Pfütze aufwischen müssen. Schnell waschen wir noch unsere T-shirts und Socken und hängen sie in die Abendsonne.

  11. Erfahren
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #11
    Donnerstag 2.10.09

    Beim Frühstück werden wir von einem anderen Touristen darauf aufmerksam gemacht, dass unser Esel Besuch bekommen habe. Tatsächlich ist der fremde Esel von gestern bei ihm und auch das Pferd ist in der Nähe. Wie werden wir die beiden bloss los? Wir können sie ja nicht beliebig mit uns den Berg hinauf laufen lassen. Als wir den Esel beladen und dann loslaufen, ist weder Pferd noch Esel zu sehen, als wir jedoch um die nächste Kurve kommen, warten sie schon auf uns und verfolgen uns wieder. Unsere Chance ist die Abzweigung des Wanderweges von der Strasse. Hier versperre ich mit den Kindern den Weg, während mein Mann mit Musi weitergeht. Das scheint tatsächlich zu funktionieren, das Bord scheint dem Pferd zu steil, um an uns vorbeizukommen. Nach einiger Zeit glaube ich, der Vorsprung sei nun gross genug. Doch der Esel folgt uns immer noch. Als ich an einem alten verfallenen Tor vorbeikomme, versperre ich mit den herumliegenden Brettern den Durchgang hinter mir. Doch das hindert den Esel nicht daran, einfach den Kopf zu senken und unten durch zu gehen. So versuche ich ihn weiterhin in grosser Distanz zu unserem Esel zu halten. Irgendwann „ruft“ ihm dann das Pferd, welches nicht auf den steinigen Weg gefolgt war, und der Esel kehrt endlich um.





    Auf einem schönen alten Saumpfad steigen wir Richtung Bocca de Laggiarello auf. Die Sonne brennt schon wieder und die Kinder verlangen mehrmals nach Pausen. Die Mittagsrast machen wir allerdings erst auf dem Pass, welchen wir nach gut drei Stunden erreichen. Ganz erfreut stelle ich dort beim studieren der Wegbeschreibung fest, dass für die Strecke von Asco auf den Pass drei, und nicht wie ich in Erinnerung hatte zwei Stunden, gerechnet wird. So sind wir ja zeitlich viel besser dran, als ich gedacht hatte und der Rest der Etappe sollte locker werden.





    Bevor unser Lasttier allerdings seine wohl verdiente Pause machen darf, muss er heute noch als Reittier hinhalten. Die Kinder möchten so gerne einmal reiten. Geduldig trottet er die paar Runden mit einem Kind auf dem Rücken. Danach verspüren die Kinder offensichtlich keine Müdigkeit mehr. Anstatt sich zu uns zu setzen, rennen sie den Berg hoch, klettern auf Felsen und suchen die schönsten Aussichtspunkte – so schlimm kann der Aufstieg wohl doch nicht gewesen sein.

    Der Abstieg führt uns durch ein altes Waldbrandgebiet. Der Weg ist nicht immer gut sichtbar und so müssen wir immer wieder nach Wegmarkierungen und Steinmannli Ausschau halten.







    Nach einer Stunde haben wir das Tal und damit den Bach erreicht. Musi trinkt ausgiebig – zum Glück, denn der Biwakplatz von heute Abend bietet kein Wasser. Ganz unbeschwert machen wir uns auf den letzten Teil der heutigen Etappe, nur noch etwa eine Stunde und alles beinahe ebenaus soll es gehen. Und glücklich über den wieder so schönen Pfad, bemerken wir viel zu spät, dass wir schon lange keine Markierungen mehr gesehen haben. Ist das nun der richtige Weg, oder handelt es sich um einen der vielen Trampelpfade der hier überall weidenden Rinder? Was sollen wir tun? Umkehren? Der Weg scheint uns gut genug, um weiterzugehen, doch ganz wohl ist mir nicht dabei. Nach einiger Zeit erblicken wir von einem kleinen Aussichtspunkt ein Haus und einen Feldweg und ein Blick auf die Karte sagt uns, dass wir viel zu hoch oben sind. An einen Abstieg ist nicht zu denken, aber wir könnten versuchen, auf diesen Feldweg zu gelangen, welcher uns dann ebenfalls aufs Plateau d’Etria bringen würde. Doch der Trampelpfad verliert sich immer mehr im Gestrüpp und das Tälchen zwischen uns und dem Feldweg erweist sich als nicht passierbar, jedenfalls nicht hier. So steigen wir weiter den Hang hinauf und suchen eine passierbare Stelle. Nun habe ich definitiv kein gutes Gefühl mehr. Zu weit sind wir nun schon durch die Macchia geirrt- ob wir den Rückweg wieder gefunden hätten? Und es wird langsam Abend. Zwar erwartet uns heute niemand und da wir sowieso das Wasser fürs Nacht- und Morgenessen mitgeschleppt haben, könnten wir auch hier irgendwo zelten und morgen weitersuchen. Doch daran möchte ich lieber gar nicht denken. Wir finden nun einen gut ausgetretenen Pfad, welchem wir folgen. So können wir das Tälchen durchqueren. Weiteren Pfaden folgend, immer etwas abwärts und die allgemeine Richtung einhaltend, kämpfen wir uns durch die terrassierten, aber stark überwucherten Weiden. Als mein Mann einmal auf den Knien durch ein Brombeergestrüpp kriechend in den Dornen hängen bleibt, wird er ganz einfach vom Esel weitergeschoben.



    Nach einiger Zeit erreichen wir tatsächlich den Feldweg. Mir fällt ein Stein vom Herzen, die Kinder hingegen scheinen das Abenteuer genossen zu haben. Ja, sie scheinen gar nicht realisiert zu haben, dass wir uns „richtig“ verlaufen hatten. Nun geht es zügig voran, wir erreichen bald das Plateau d’Etria und wir finden das in der Beschreibung erwähnte Grundstück mit dem alten Bettgestell als Gartentor. Ein ebenes Plätzchen für das Zelt ist auch schnell gefunden und während ich koche, stellen die anderen das Zelt auf.

    Es dämmert schon, als wir mit dem Essen fertig sind und während ich das Kochmaterial aufräume, steht plötzlich ein Fuchs wenige Meter vor mir - hat wohl das Nachtessen gerochen. Ohne mich zu bewegen und möglichst leise rufe ich den anderen. Doch Der Fuchs scheint gar nicht scheu zu sein, kommt sogar noch näher, dreht dann aber irgendwann doch um und trottet davon. Wir beschliessen, das mangels Wasser nur mit Gras ausgeriebene Geschirr und die restlichen Lebensmittel in einem Sack an den nächsten Baum zu hängen. Als die Kinder schon tief schlafen, sitzen wir noch lange vor dem Zelt, geniessen die Ruhe und schauen wehmütig zu den Lichtern von Olmi Cappella hinüber, wo wir morgen schon den uns so lieb gewordenen Musi wieder gegen unser Auto eintauschen müssen.

  12. Erfahren
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #12
    Freitag 2.10.08

    In der Nacht erwache ich mehrmals und wundere mich über den merkwürdigen Wind. Was soll das bedeuten? Tatsächlich beginnt es um fünf Uhr zu regnen. Am Morgen ist es wieder trocken und wir können draussen frühstücken. Doch wo ist eigentlich der Abfallsack, welcher gestern noch in der Apsis lag? Ein Blick genügt und ich sehe unseren Abfall in der ganzen Gegend verteilt. Es ist ja schon erstaunlich, dass es ein Fuchs schafft, ins Zelt zu gelangen und mit einem Raschelsack wieder zu entkommen, ohne dass wir davon etwas bemerken. Schnell packen wir zusammen, und kaum haben wir das Zelt fertig abgetrocknet (wir brauchen es nächste Woche nicht mehr), beginnt es wieder zu regnen. Welcher Trottel hat gestern eigentlich gelästert, wir hätten die ganze Woche vergebens Regenzeug mitgeschleppt! Aber eigentlich dürfen wir uns ja nicht beklagen nach fünf Tagen Sonnenschein, und die heutige Etappe ist sowieso sehr kurz.

    Da in der Wegbeschreibung von schwer zu findenden Abzweigungen und „notfalls die Karte konsultieren“ geschrieben steht, schauen wir heute peinlich genau, ob wir auch wirklich immer den Markierungen folgen. Aber so schlecht ist der Weg gar nicht zu finden, bloss die Stelle, welche wegen der Felsen für Esel schwierig sei, und die man auf Trampelpfaden umgehen sollte, finden wir nicht. Tatsächlich sind die Felsen relativ glitschig, und wir rutschen öfters mal aus. Musi hingegen, scheint auch das problemlos zu meistern. Wir erreichen die Genueserbrücke über die Tartagine, wo es ein herrlicher Badegumpen gibt. Ausgerechnet heute, wo das Wetter so kühl und feucht ist! Doch das Becken ist so schön, dass ich es nicht lassen kann. Zuerst werde ich ausgelacht, als ich mich ausziehe, doch als ich eine Runde im eiskalten Wasser schwimme, ziehen auch die anderen ihre Kleider aus. Und wie zur Belohnung zeigt sich schon bald wieder die Sonne.







    Wir wandern weiter und erreichen schon bald die zweite Brücke, wo wir auch eine längere Pause einlegen. Noch einmal verwöhnen wir Musi mit seinen Lieblingskräutern, doch dann müssen wir den letzten Aufstieg, zurück nach Olmi Cappella in Angriff nehmen.





    Als wir das Dorf erreichen, erwarten wir eigentlich, dass der Esel Stalldrang verspürt, doch entweder will er die Zeit mit uns noch etwas verlängern, oder er benutzt die letzte Möglichkeit, Kräuter am Strassenrand zu fressen, weil es bei seinen Kollegen im Gehege kaum mehr etwas zu fressen gibt. Jedenfalls fühlen wir uns etwas blamiert, mit einem Esel, welcher jetzt alle paar Schritte stehen bleibt, durch das Dorf zu laufen.
    Herr Boyer erwartet uns schon und gibt Musi eine Extraportion Futter, bevor er zu seinen elf Kameraden auf die Weide entlassen wird. Herr Boyer bestätigt uns, dass unser Esel den Weg kennt, allerdings sei er ihn dieses Jahr noch nie gelaufen. Er sagt uns auch, dass wir seine letzten Kunden seien, er gebe das Geschäft auf, habe aber noch keinen geeigneten Nachfolger gefunden. Wäre ja schade, wenn Musi nie wieder wandern dürfte!


    Fazit: Landschaftlich war die Tour sehr schön. Entweder ist die Gegend sehr wenig besucht, oder es lag an der Jahreszeit: wir haben die ganze Woche keine Person angetroffen (ausserhalb eines Dorfes).
    Bezüglich Esel hatten wir vorher keinerlei Erfahrungen. Jetzt wissen wir: ein Esel ist ausgesprochen gutmütig, geduldig, folgsam und liebenswürdig.

  13. Dauerbesucher
    Avatar von zahl
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #13
    ich habe schon lange keinen so ausgefallenen reisebericht hier im forum mehr gelesen. eine wirklich schöne gelungenen sache, die ihr euren kindern da geboten habt.
    was habt ihr in der zweiten woche noch auf korsika unternommen?

    gruß, zahl.
    "Es liegt da ganz einsam am Strand, ein kleiner, dunkler Fleck, ein Nichts ohne mich, und indem ich mich gegen das Boot setze, denke ich, auch ich wäre nichts ohne Boot." Dr. Hannes Lindemann, Allein über den Ozean, 1957

  14. Fuchs

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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #14
    GENIAL!

    Besonders packend die Verfolgung durch Pferd und Esel.
    Froh schlägt das Herz im Reisekittel,
    vorausgesetzt man hat die Mittel.

    W.Busch

  15. Freak Moderator
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #15
    Gratuliere Euch zu der ausgefallenen Urlaubswoche. Muß die Runde mal auf den Karten nachvollziehen -- die Tartaigne finde ich auch sehr hübsch, wundert mich nicht dass ihr da auf den Wegen niemandem begegenet seid.


    Packesel an der Bergerie Ballone

    Gruß, Martin

  16. Erfahren
    Avatar von prunella
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #16
    Ach, der arme musste aber sicher schwer tragen. Bei unserem Packesel galt eine Gewichtslimite von 40kg, welche wir aber längst nicht erreichten.

    @Zahl:
    für die zweite Woche haben wir uns in Porto auf dem "Camping les Oliviers" eingerichtet - mit einem grösseren Zelt (ja, das ist Luxus!). Dort gibt es ein so tolles ERlebnisbad, dass wir die Kinder kaum davon wegbrachten. Ausser einem Ausflug in die Spelunca-Schlucht, haben wir es nur bis an den Strand geschafft: baden, Sandburgen bauen und Klettern im Klettergarten direkt am Meer.

  17. Dauerbesucher
    Avatar von zahl
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #17
    Klingt wirklich gut. Ich werde das mal weiter verfolgen, auch wenn meine beiden Racker noch wachsen müssen. Gruß und Dank, zahl.
    "Es liegt da ganz einsam am Strand, ein kleiner, dunkler Fleck, ein Nichts ohne mich, und indem ich mich gegen das Boot setze, denke ich, auch ich wäre nichts ohne Boot." Dr. Hannes Lindemann, Allein über den Ozean, 1957

  18. Alter Hase
    Avatar von Scrat79
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #18
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Gratuliere Euch zu der ausgefallenen Urlaubswoche. Muß die Runde mal auf den Karten nachvollziehen -- die Tartaigne finde ich auch sehr hübsch, wundert mich nicht dass ihr da auf den Wegen niemandem begegenet seid.


    Packesel an der Bergerie Ballone

    Gruß, Martin
    Glaub den Esel kenn ich auch.
    Die Bergerie de Ballone wurde zumindest im Sommer 2008 von drei, äh, zwei Eseln und nem Almöhi versorgt.. Dem einen der beiden Esel haben se oben die zwei linken Beine zusammengebunden. Vermutlich damit er nicht ausbüxt.


    @prunella
    Netter Reisebericht und ne super Idee mit dem Esel!
    Hätt ich auch machen sollen. Dann hätt wenistens meine ganze Fotoausrüstung mit gekonnt.

  19. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #19
    OT:
    Zitat Zitat von prunella Beitrag anzeigen
    Ach, der arme musste aber sicher schwer tragen. Bei unserem Packesel galt eine Gewichtslimite von 40kg, welche wir aber längst nicht erreichten.
    Dafür brauen die beiden Bergerieesel nicht weit zu tragen -- erstaunlich wie weit der "Senner" mit seiner Allradkarre das unwegsame Virutal hochkommt...

    @Porto: Auf den "Les Oliviers" waren wir auch; zehn oder fünfzehn Jahre nach dem letzten Besuch waren wir ziemlich überrascht was es da alles gibt.
    Wie fandet ihr den Klettergarten neben dem Strand von Porto, gibt's den auch in trocken? Habt ihr mal irgendwas in der Calanche gemacht?

    Gruß, Martin

  20. Erfahren
    Avatar von prunella
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    AW: [FR] Korsika mit Esel

    #20
    @zahl: die Esel können von kleineren Kindern auch als Reittier benutzt werden.

    @Flachlandtiroler: Den Klettergarten fand ich wirklich ganz nett. Wobei wir nur in den einfacheren Routen herumturnten, welche für die Kinder wirklich toll waren. Wir können aber nicht vergleichen, da wir auf Korsika keine anderen Klettergärten kennen. In den Calanche waren wir nicht, da wir nach einer Woche wandern gar keine Lust mehr auf viele Ausflüge hatten. Schlussendlich blieben uns nämlich nur 4 ganze Tage in Porto, bevor wir (mit einem Zwischenstopp in Aleria) zurückreisten. Aber es gäbe sicher noch sehr viel zu machen/sehen auf Korsika. Wir waren sicher nicht das letzte Mal dort!

    Gruss prunella

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