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  1. AW: Trampen/fortbewegung in Südamerika?

    #21
    Zitat Zitat von hyrek Beitrag anzeigen
    ich habe mich in sa so wie die einheimischen fortbewegt und das heisst bus. einmal haben wir in belize (ist aber ma und reich) getrampt, weil der bus erst 4h spaeter vorbeikommen sollte.
    busfahren ist relativ guenstig, und je nach land, taxifahren auch (venezuela, 120km ~10$). aus meiner erfahrung heraus wuerde ich in venezuela nicht trampen (habe auch nirgends tramper gesehen). fuer die leute dort ist schon ein paar schuhe ein imenser reichtum und messer hin oder her. du bist allein!
    Findst du die Busfahrten günstig? Ich fand die Fahrten recht teuer, war aber vielleicht in Bras. auch was anderes weil das Land seit Jahren ja immer teurer wird. Ich habe über 100 Busstunden hinter mich gebracht (davon 3 Fahrten über 30 Stunden ) und Fliegen wäre nicht wirklich teurer gewesen.

    Und das mit dem Messer - da muß ich dir wirklich Recht geben. Ich will mal sehen, wie ein Touri mit Schweizer Taschenmesserimitat aus dem Kaugummiautomaten gegen ausgebuffte Straßenräuber kämpft. Das sieht dann wahrscheinlich aus wie in den Filmen wo einer nicht weiß daß der Abzug an der soeben dem Bösewicht abgenommenen Knarre entsichert werden muß und es dann vor lauter Zittern nicht schafft, auf 3 Meter Entfernung zu treffen... . Außerdem - es wäre das Dümmste überhaupt, in so einer Situation das Messer überhaupt in Erwägung zu ziehen. Dadurch kocht die Situation erst richtig hoch. Wer das ernsthaft in Erwägung zieht ist entweder ein kampferbrobtes Frontschwein oder hat zu oft mit einem Tarzanheftchen unterm Kopfkissen geschlafen.

    Also, wer das in Erwägung zieht, ist wohl nicht ganz beisammen... . Ausnahme mag die Machete darstellen, hatte ich auf dem Weg in den Busch dabei und wenn man damit nur wild genug um sich schlägt, geben die Kleinganoven wohl auch auf, so lange keine Schußwaffen vorhanden sind.
    Gruß, Joe

    beware of these three: gold, glory and gloria

  2. AW: Off Topic

    #22
    Zitat Zitat von Spavalderia Beitrag anzeigen
    Hallo,auch dort leben Menschen!(Die jeden tag mit dieser "UnSICHERHEIT" leben)
    ich finde es ja wirklich toll, wenn man sich auch mal was zutraut, ich habe schon Menschen getroffen, die in Ihrem Leben noch nicht das Land verlassen haben (warum soll ich denn weiter fahren als bis in den Schwarzwald) .

    Aber genau der Satz im Zitat zählt. die Menschen dort leben mit diesen Unsicherheiten, und laß mich hinzufügen: sie wissen auch sehr gut, damit umzugehen. Und nur weil die mit ihren Erfahrungen dort gut leben und überleben, heißt es noch lange nicht, daß wir mit unserer europäischen Gutgläubigkeit dort genauso zurecht kommen. Ich habe Verwandschaft da und war fast nur privat untergebracht. In der Gruppe war man klar auch mal downtown, aber alleine und auch zu Zweit ist da keiner mehr unterwegs, sobald es dunkel wird. Vieles fand` ich am Anfang auch leicht überzogen, habe mich aber an die Ratschläge gehalten und später alles eingesehen... . Überschätze dich bitte nicht.

    Wende dich doch mal an Einheimische und wenn du da was vom Trampen erzählst bin ich mal gespannt auf deren Reaktion . Dort unten habe ich oft zum Abschied gehört: nicht goodbye, god bless you o.ä., sondern ganz häufig "take care". Ist mir auf keinem anderen Kontinent so begegnet, das spricht doch Bände.

    Ich will dir keine angst machen oder dich für blöd verkaufen, aber ich habe schon leicht den eindruck du unterschätzt die Situation ziemlich. Du wirst da unten sicherlich dein Abenteuer erleben, so oder so, aber unterschätze mal nicht das heiße Pflaster in der Gegend.

    P.s.: ich habe mehrere Diskussionen miterlebt, wonach Jemand aus der Verwandschaft sein Geschäft nicht an die Tochter abgeben wollte, weil er zu häufig ausgeraubt wird. Und das in einer verhältnismäßig friedlichen, ländlch geprägten Gegend, bei einem alten Hasen dort unten...
    Gruß, Joe

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  3. Fuchs

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    AW: Trampen/fortbewegung in Südamerika?

    #23
    Zitat Zitat von derjoe Beitrag anzeigen
    Findst du die Busfahrten günstig? Ich fand die Fahrten recht teuer, war aber vielleicht in Bras. auch was anderes weil das Land seit Jahren ja immer teurer wird. Ich habe über 100 Busstunden hinter mich gebracht (davon 3 Fahrten über 30 Stunden ) und Fliegen wäre nicht wirklich teurer gewesen.
    fuer lange strcken stimme ich vollkommen ueberein. vorteil am busfahren ist, das man auch nur 4-6h fahren kann, also mehr zwischenstopps hat, sodass man mehr vom land sieht. auch sind inlandfluege oft nicht jedermans sache (ist eben keine 3 jahre alte boing sodern eventuell 30 jahre alt) und man sollte frueh genug da sein, da in venezuela und guatemala (so zumindest meine erfahrung) oft ueberbucht wird.
    und internationale fluege werden dann wieder deutlich teurer.

  4. Anfänger im Forum
    Avatar von Resistenza
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    AW: Trampen/fortbewegung in Südamerika?

    #24
    Und das mit dem Messer - da muß ich dir wirklich Recht geben. Ich will mal sehen, wie ein Touri mit Schweizer Taschenmesserimitat aus dem Kaugummiautomaten gegen ausgebuffte Straßenräuber kämpft. Das sieht dann wahrscheinlich aus wie in den Filmen wo einer nicht weiß daß der Abzug an der soeben dem Bösewicht abgenommenen Knarre entsichert werden muß und es dann vor lauter Zittern nicht schafft, auf 3 Meter Entfernung zu treffen... . Außerdem - es wäre das Dümmste überhaupt, in so einer Situation das Messer überhaupt in Erwägung zu ziehen. Dadurch kocht die Situation erst richtig hoch. Wer das ernsthaft in Erwägung zieht ist entweder ein kampferbrobtes Frontschwein oder hat zu oft mit einem Tarzanheftchen unterm Kopfkissen geschlafen.
    Wie ich schon sagte,ich werde natürlich vorsichtig sein und eher das Geld geben als das Messer ziehen.
    Der Grund warum ich den Satz dazu schrieb war,dass der Text von mir für einen Menschen der mich und mein Leben nicht kennt ziemlich naiv wirken mag und ich damit eigentlich nur ausdrücken wollte.Dass ich bisher nicht selten angegriffen wurde und auch schon einmal eine Schusswaffe im Spiel war.
    Der Grund darin liegt einerseits daran,dass ich oft auf der Strasse schlafe aber auch dass ich ein klar erkennbares linksgerichtetes aussehen habe.(Jedenfalls so wie ich in Europa mich bewege)
    Und eben dass ich nicht unbedingt "Gefahrenzonen" meide,die so für Touristen ausgeschrieben sind,sondern mich sogar meist mehr dort aufhalte.Und das aus dem einzigen Grund dass mir die Leute dort meist sympathischer sind.
    Ich habe meine eigenen Gefahrenzone in denen ich mich im Normalfall nicht aufhalte und dass dann eben auf anraten von Einheimischen aus den Bevölkerungsschichten denen ich zutraue dies gut einschätzen zu können.
    Oder eben wie schon erwähnt die "Trupps" persönlich + ihre Familien kennen zu lernen. Man sollte nicht unterschätzen,was das " bekannt sein " mit jemandem aus dem Dorf oft ausmacht.

    Und ich hoffe auch,dass ich nicht alleine reise.Allerdings sind die Menschen,bis auf eine eher weniger Kampferprobt und auch sonst reise technisch wie auch was das Leben auf der Strasse betrifft recht unerfahren.
    Aber immerhin haben 4 Leute Interesse angemeldet

  5. Anfänger im Forum

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    AW: Trampen/fortbewegung in Südamerika?

    #25
    Was du da vorhast, ist extrem riskant. Pass bloß auf dich auf, Mädel.

  6. Erfahren

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    AW: Trampen/fortbewegung in Südamerika?

    #26
    Hi, hier kannst du dich gern mal einlesen und Appetit holen und auch sicher einiges zum Thema trampen finden: rucksacknomaden.


    Die 2 sind seit Dez 2006 nur in SA und sind wohl so ähnlich unterwegs, wie es dir vorschwebt...

    Gruß,
    Matzepeng
    Februar 2009 geht's los: Argentinien >> Chile >> Bolivien >> Peru >> Ecuador >> Australien >> Neuseeland >> Singapur >> Malaysia

    Blog: http://projekt365.wordpress.com/

  7. Neu im Forum

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    AW: Trampen/fortbewegung in Südamerika?

    #27
    Ich weiß, das hier ist schon ein paar Jahre alt, aber hier ist wohl noch etwas Klärungsbedarf, wenn ich sowas lese:

    Zitat Zitat von derjoe Beitrag anzeigen
    Hast du dich ein bißchen mit Südamerika befaßt???

    Du kannst trampen in Südamerika nicht mit trampen in Europa zu vergleichen. Das ist ein ganz anderes Pflaster, habe selber Verwandschaft da, und die erzählen so einiges, ich hatte damals auch mit vielen Reisenden gesprochen, da hatte eigentlich jeder eine Geschichte erlebt... .

    Würde ich mir direkt aus dem Kopf schlagen, egal ob Mann oder Frau. Und wenn du dich trotzdem so was aussetzt, reise wenigstens nicht alleine und tu`dich in irgedeinem Hostel mit anderen Reisenden zusammen.
    Also ich bin gerade 8.000 km durch Südamerika getrampt und muss sagen: Es stimmt, es ist nicht dasselbe wie in Europa. Europa ist prinzipiell einfacher zu Trampen. Allerdings ist das je nach Land sehr unterschiedlich. Manche gehen besser, andere schlechter. Wie in Europa.

    Die Sicherheitssache ist eine ganz Andere und es erzählt prinzipiell JEDER ÜBERALL wie gefährlich es doch da drüben oder in Land XY ist. Das erzählt jeder, der den entsprechende Ort nicht besucht (weil ist ja gefährlich). Letztendlich wird dann doch alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Es gibt sehr wohl Regionen, die aus gutem Grund zu meiden sind, aber 90% dieser (gut gemeinten) Warnungen sind meiner Meinung nach nichts als Angst. Angst vor dem Unbekanntem. Und das gilt für Touris gleichermaßen wie für Einheimische.

    Trampen in Südamerika ist sehr wohl möglich. Ich bin von Venezuela nach Uruguay, quer durch den Amazonas getrampt und bald geht es weiter nach Ushuaia. Je südlicher man kommt, desto besser wird es generell. Bolivien soll etwas herausfordernd sein, Chile dafür umso leichter zu trampen. Ich kann nur jedem Empfehlen, der das hier liest, es auszuprobieren. Haltet euch von den Touriorten fern, weil da wird traditionel gezockt und geraubt. Auf der Straße ist das aber was anderes. Solange man sich von Städten fern hält, ist das ne recht sichere Sache. Wer Auto hat, der hat auch Geld. Und die meisten Verbrechen werden ja schließlich aufgrund von Armut begangen und nicht weil jemand Spaß dran hat Europäer zu ermorden. Simple Logik.
    Geändert von Flachlandtiroler (25.10.2019 um 11:08 Uhr) Grund: Eigenwerbelink gelöscht, Martin

  8. AW: Trampen/fortbewegung in Südamerika?

    #28
    Anekdote 2019: wir haben im Hostel in Bonito ein schickes junges Mädel kennengelernt, welches rucksackreisend auch trampend Brasilien von Nord nach Süd durchquerte. Sie ist Brasilianerin, wohnt im eher gefährlichen Nordosten des Landes, ist aber bisher unbehelligt bis Bonito gelangt, also schon weit im Süden.

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: Trampen/fortbewegung in Südamerika?

    #29
    Ich bin immer wieder per Anhalter gefahren in Peru und Bolivien. Gab keine Probleme. Am ehesten halten Truckfahrer an.
    Ich bin allerdings auch nicht Langstrecke gefahren. Meistens vom Ende einer Trekkingtour an der Strasse bis zur nächsten Stadt.
    Die Anhalterate ist meiner Meinung mach geringer als in Osteuropa oder Nord/Westafrika. Man kann auch mal ne Stunde an ner viel befahrenen Strasse warten.

    P.S. Ein guter Trick zum hitchiken in der Wüste, ist ne leere Wasserflasche rauszuhalten. Da erbarmen sich die Leute viel schneller und so entwickelt sich auch oft ein Gespräch und eine Möglichkeit mitzukommen.

  10. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: Trampen/fortbewegung in Südamerika?

    #30
    meine südamerikanische Tramperfahrung beschränkt sich auf Chile und Argentinien, und da auch nur auf den Süden.
    Funktioniert wie in Europa und beide Länder sind sehr sicher. Angst vor Raub muss man in diesen beiden Ländern nicht haben.

    In Chile funktioniert das Trampen sehr gut, und in Argentinien eigentlich auch ganz gut, aber mein Gesamteindruck war daß die durchschnittlichen Wartezeiten in Chile deutlich kürzer waren. In Argentinien musste ich etliche Male recht lange warten, was aber vermutlich auch mit an der Einsamkeit der Region lag.

    In beiden Ländern ist Trampen recht populär, insbesondere bei einheimischen Studenten, da die Bustickets in Argentinien doch sehr teuer sind, deutlich teuerer wie in Deutschland, jedenfalls im Süden. Das bezieht sich auf meine letzte Reise 2016, aber zwischenzeitlich kann es sich auch schon wieder geändert haben, denn ich habe gehört dass Argentinien mal wieder Probleme mit seiner Wirtschaft hat.

    In Chile waren Bustickets 2016 noch erschwinglich, zwar nicht teuer, aber bei weitem auch nicht mehr so günstig wie die Jahre zuvor, etwa vergleichbar mit den Flixbuspreisen in Deutschland.

  11. AW: Trampen/fortbewegung in Südamerika?

    #31
    OT: Jetzt habt ihr aber auch nen Urururalt-Faden ausgebuddelt
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  12. Erfahren
    Avatar von Crosswind
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    AW: Trampen/fortbewegung in Südamerika?

    #32
    OT: Mich würde aber dennoch brennend interessieren, wie's Resistenza so erging. Und wie sie ihre Planung aus heutiger Sicht bewertet...

    Und um noch etwas sinnvolles (?) beizutragen: In der sehr ländlichen Alto Beni Region in Bolivien werden die Worte "Taxi" und "Coche" (=Auto) synonym gebraucht. Wer ein Auto hat, der nimmt auch andere mit. Selbstverständlich sind dafür aber auch ein paar Bolivianos fällig...

    Da unten war ich 2006/2007 für ein viertel Jahr...herr je ist das lange her...

    Und wo ich schonmal in Erinnerung schwelge, hier noch zwei Kuriositäten aus dem Straßenverkehr dort:

    1. Wenn man betrunken ist, macht man die Warnblinkanlage an. Damit die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt sind und Rücksicht nehmen können.

    2. Wenn ein anderes Auto entgegenkommt, macht man das Fernlicht an. Dann sieht einen das andere Auto besser. Ist das Auto vorbei, wird wieder abgeblendet. Vielleicht, um Strom oder Lebensdauer zu sparen?
    Ich leide nicht an Realitätsverlust - ich genieße ihn

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