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  1. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Das meinte ich ja, gelesen zu haben, dass zumindest in Relation zu den anderen Bergsportdisziplinen, mit wenigen Ausnahmen (Eisklettern, beispielsweise), mehr Tote pro Gesamtzahl der Teilnehmer im Bereich wandern zu finden sind. Und zum Thema Auto fahren gibt es einen Artikel in Bergundsteigen-Archiv: Bergwandern gefährlicher als Autofahren? - Bergundsteigen
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  2. Alter Hase

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Das meinte ich ja, gelesen zu haben, dass zumindest in Relation zu den anderen Bergsportdisziplinen, mit wenigen Ausnahmen (Eisklettern, beispielsweise), mehr Tote pro Gesamtzahl der Teilnehmer im Bereich wandern zu finden sind. Und zum Thema Auto fahren gibt es einen Artikel in Bergundsteigen-Archiv: Bergwandern gefährlicher als Autofahren? - Bergundsteigen
    da muss man natürlich auch sehen, dass beim wandern ein großer batzen die herz-kreislauf-geschichten sind. da stellt sich halt schon die frage, ob das wandern wirkllich die ursache für den unfall war, oder nur der auslöser, und ohne wanderung hätte sich wahrscheinlich ein anderer auslöser gefunden. ein wenig wird es vermutlich auch dadurch verschoben, dass die anzahl der wanderer sicher größer ist, aber die wanderer im vergleich zu den anderen disziplinen wahrscheinlich im schnitt pro kopf weniger unterwegs sind. wird doch ein größerer anteil reiner urlaubswanderer dabei sein.

  3. Freak Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    da muss man natürlich auch sehen, dass beim wandern ein großer batzen die herz-kreislauf-geschichten sind.
    Genauso könnte man argumentieren, die Wingsuit-Sportler hätten krankhafte Adrenalinsucht... wer als bestgealterte Couchpotatoe am ersten Urlaubstag einen hohen Berg in der Mittagshitze raufrennt, macht auch nichts anderes als Hochrisikosport IMHO.
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  4. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    da stellt sich halt schon die frage, ob das wandern wirkllich die ursache für den unfall war, oder nur der auslöser,
    Jedenfalls scheint wandern doch nicht ganz so gesund zu sein, wie immer gepriesen (eher sanfte Sportart und so). Die meisten älteren Männer und Frauen die das machen, machen es seit Jahrzehnten, also nix mit Couchpotato, meiner Meinung nach. Tja, und ich dachte, ich kannn mich zumindest damit trösten im Alter, wenn Hochtouren nicht mehr drin sind .
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  5. Freak Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Tja, und ich dachte, ich kannn mich zumindest damit trösten im Alter, wenn Hochtouren nicht mehr drin sind .
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  6. Fuchs
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Kernfrage ist:

    Folgt der Unfall aus der eiegntlichen Tätigkeit(damit sind auch menschliche Fehler gemeint) oder allein aus einer körperlichen Schwäche (damit sind keine Erschöpfungsstolperer gemeint).

    Kurz gesagt, beim Wandern sterben Leute aus reiner Körperlicher Überlastung. Das hat IMHO nichts mit dem Berg zu tun, sondern das hätten Sie auch beim ausreichender Belastung im Fitnesssutio (8h aufm Laufband) bekommen können. Ich zumindest wehre mich daher, so richtig von einem Bergunfall zu sprechen.

    Grenzbereiche sind Stolpern etc die stark von der Fitness abhängig sind, aber eben alle Disziplinen betreffen (schlcith zu wenig Kraft für die Route/Tour...)

    Die Anzahl der Toten die wirklich auf absolut reine bergfaktoren (objektives Risiko) zuzrückzuführen sind dürften global recht gering sein und sich doch ziemlich in einzelne Disziplinen konzentrieren (cleane Route/mit Schlaghaken, anspruchsvolle Hochtouren/Nordwände) .

  7. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von jeskodan Beitrag anzeigen
    Grenzbereiche sind Stolpern etc die stark von der Fitness abhängig sind, aber eben alle Disziplinen betreffen (schlcith zu wenig Kraft für die Route/Tour...)
    Stolpern dürfte die Todesursache Nr. 1 in den Bergen sein, egal ob aus Fitness- oder Aufmerksamkeitsgründen. Es macht schon einen Unterschied, ob ich auf dem Gehsteig stolpere (was mir öfters passiert = umknicken), oder ob das auf einem exponierten, eventuell rutschigen Pfad passiert. Also hat es schon was mit Berg zu tun.
    Anders die Herz-Kreislauf Probleme, die könnten überall auftreten.
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  8. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Stolpern dürfte die Todesursache Nr. 1 in den Bergen sein, egal ob aus Fitness- oder Aufmerksamkeitsgründen. Es macht schon einen Unterschied, ob ich auf dem Gehsteig stolpere (was mir öfters passiert = umknicken), oder ob das auf einem exponierten, eventuell rutschigen Pfad passiert. Also hat es schon was mit Berg zu tun.
    Anders die Herz-Kreislauf Probleme, die könnten überall auftreten.
    Zitat Zitat von jeskodan Beitrag anzeigen
    Folgt der Unfall aus der eiegntlichen Tätigkeit(damit sind auch menschliche Fehler gemeint) oder allein aus einer körperlichen Schwäche (damit sind keine Erschöpfungsstolperer gemeint).

    Kurz gesagt, beim Wandern sterben Leute aus reiner Körperlicher Überlastung. Das hat IMHO nichts mit dem Berg zu tun, sondern das hätten Sie auch beim ausreichender Belastung im Fitnesssutio (8h aufm Laufband) bekommen können. Ich zumindest wehre mich daher, so richtig von einem Bergunfall zu sprechen.

    Grenzbereiche sind Stolpern etc die stark von der Fitness abhängig sind, aber eben alle Disziplinen betreffen (schlcith zu wenig Kraft für die Route/Tour...)
    Ältere Berwanderer stolpern auch öfter in den Bergen, weil es dort mehr Stolpersteine gibt als zu Hause auf ebenen Wanderwegen im Mittelgebirge oder auf dem Gehweg. Sie kommen an und wegen spezieller Strukturen in den Bergen zu Schaden, daher für mich ein Bergunfall. Auch Ausrutschen dürfte oft eine Rolle spielen, beides hat, gerade im Abstieg damit zu tun, dass man für kontrollierte Bewegungen neben Kondition eine gute Motorik, Gleichgewicht, Körperspannung, Schmerzfreiheit und Beweglichkeit braucht, Dinge, die mit dem Alter nachlassen, auch weil ältere Leute meistens nicht mehr diese Fähigkeiten trainieren. Sie würden also gar nicht in Fitnessstudio gehen, sondern gehen fatalerweise nur noch dorthin, wo das Risiko für sie extrem hoch ist. Auf breiten, flachen Wegen wirken sich solche körperlichen Defizite viel seltener aus als in den Bergen. Auch die Herz-Kreislauf-Geschichten dürften im Mittelgebirge deutlich seltener auftreten, weil man im steilen Gelände den Puls viel öfter hochfahren muss als im Flachen, so dass das geschädigte Herz überlastet wird.

    Irgendjemand hat hier auch geschrieben, dass Bergwandern für Ältere nicht gesund wäre. Solange nichts passiert, ist es auf jeden Fall gesund, weil für ihr Alter ein gutes, intensives Training, das sie zu Hause nicht mehr machen. Stärkt Muskeln, Körperspannung, Gleichgewicht etc.. Ungesund wird es erst, wenn etwas passiert. Auch Soloklettern ist mindestens zu 99,9% der Zeit, in der man es ausübt, äußerst gesund, stärkt die Motorik, ist gut fürs Herz etc., bis eben auf die kurzen fatalen Momente, in denen was passiert.

    Bergunfälle sind in den meisten Fällen eine Kombination aus der Tätigkeit und einer Schwäche, passieren auch dem guten, der Tour gewachsenen Bergsteiger beim Abstieg aufgrund von Müdigkeit, Unkonzentriertheit oder Fehleinschätzung der potenziellen Gefährlichkeit einer Stelle. Das kann ihm dann auch auf dem Wanderweg passieren, wobei er dort meist noch genügend Reserven hat und der trainierte, geübte Körper vieles automatisch bewältigen kann ohne dass er sich bewusst auf eine Bewegung konzentrieren muss. Das Stolpern beim Abstieg mit Steigeisen ist so ein typische Folge von Unkonzentriertheit und schon leichter Müdigkeit, wie so oft bei Bergunfällen spielt aber fast immer auch Pech mit rein. Der eine Stolperer kann problemlos abgefangen werden, wenn´s dumm läuft, endet er aber fatal.
    Geändert von nunatak (13.10.2019 um 10:22 Uhr)

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