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  1. Fuchs
    Avatar von Lampi
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Und das "Argument" Tschechen -- keine Ahnung ist ein ganz schlechtes
    Das habe ich nicht gesagt - seit meinen Tagen auf der Oberreintalhütte 1996 weiß ich, dass die Jungs meistens besser wissen, was sie tun als viele Deutschen.
    Was sich bei Osteuropäern im Allgemeinen unterscheidet, ist die Art, wie sie mit dem Wissen umgehen. Und die Wurschtigkeit objektiven Gefahren gegenüber.
    Ab & an bin ich mit einer Frau aus Russland auf Tour. Die geht auch Expeditionen und hat mir erzählt, dass man an nicht absolut lawinensicheren Bergen resp hohe Trekkingtouren die "verweichlichten Westler" daran erkennt, dass sie ein LVS- Gerät dabei haben und sich am Gletscher auch auf ausgetretenen Pfaden konsequent anseilen. Nachprüfen kann ich das natürlich nicht.
    Liebe Grüße von Lamл[tm]-Nur echt mit dem Pi und cw-Wert > 0,3
    Auf Tour
    "Exclusiv Klettern mit der Sektion Breslau" bei Facebook. Mit Stuttgarts kleinster Sektion, kein Lärm, kein Anstehen, familiäres Umfeld!

  2. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    OT:
    Zitat Zitat von Lampi Beitrag anzeigen
    Was sich bei Osteuropäern im Allgemeinen unterscheidet, ist die Art, wie sie mit dem Wissen umgehen. Und die Wurschtigkeit objektiven Gefahren gegenüber.
    Uff..dass du aus Anekdoten einer Einzelperson, die dir abends auf der Hütte was erzählt, allgemeine Gesetzmäßigkeiten über angeblich stets große Risikofreudigkeit bei Osteuropäern ableitest, halte ich ja für sehr gewagt - aber gut, eigene Vorurteile sind jedermanns Privatsache. Es zeugt nur von wenig Feingefühl, wenn man eigene Vorurteile als angeblichen Grund für Todesfälle anführt und dabei noch den Eindruck erweckt "ich hab's ja schon immer gewusst, da sieht man's!" Dabei würd ich's dann gerne auch belassen, du kannst den Hinweis annehmen oder eben auch nicht.

  3. Dauerbesucher

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Schattenschläfer Beitrag anzeigen
    OT:
    Uff..dass du aus Anekdoten einer Einzelperson, die dir abends auf der Hütte was erzählt, allgemeine Gesetzmäßigkeiten über angeblich stets große Risikofreudigkeit bei Osteuropäern ableitest, halte ich ja für sehr gewagt - aber gut, eigene Vorurteile sind jedermanns Privatsache. Es zeugt nur von wenig Feingefühl, wenn man eigene Vorurteile als angeblichen Grund für Todesfälle anführt und dabei noch den Eindruck erweckt "ich hab's ja schon immer gewusst, da sieht man's!" Dabei würd ich's dann gerne auch belassen, du kannst den Hinweis annehmen oder eben auch nicht.
    OT: Du warst noch nie in Tschechien klettern, oder?
    Eine Woche Adrspach und du weisst, was er meint.
    Es wird immer gesagt, die Sachsen spinnen, aber dort schaut die Welt nochmal anders aus.
    EVER TRIED. EVER FAILED. NO MATTER. TRY AGAIN. FAIL AGAIN. FAIL BETTER.

  4. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    OT:
    Zitat Zitat von Shuya Beitrag anzeigen
    Du warst noch nie in Tschechien klettern, oder?
    Doch schon und auch sicher nicht zum letzten Mal. Im Falle eines folgenschweren Unfalls würde ich mir eben als Reaktion z.B. genau nicht wünschen: "War ja klar, dass der Typ deutsch ist - ich hab's gleich gewusst." Grund s.o.

  5. Alter Hase

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Schattenschläfer Beitrag anzeigen
    OT:
    Uff..dass du aus Anekdoten einer Einzelperson, die dir abends auf der Hütte was erzählt, allgemeine Gesetzmäßigkeiten über angeblich stets große Risikofreudigkeit bei Osteuropäern ableitest, halte ich ja für sehr gewagt - aber gut, eigene Vorurteile sind jedermanns Privatsache. Es zeugt nur von wenig Feingefühl, wenn man eigene Vorurteile als angeblichen Grund für Todesfälle anführt und dabei noch den Eindruck erweckt "ich hab's ja schon immer gewusst, da sieht man's!" Dabei würd ich's dann gerne auch belassen, du kannst den Hinweis annehmen oder eben auch nicht.
    bin gernerell bei dir, auf der anderen seite muss man halt schon sagen, dass es in anderen regionen teilweise von der "bergkultur" schon unterschiede in der risikobereitschaft gibt - ganz ohne wertung. ist bei den briten ja ähnlich. und an den bergen der welt sind nach meinem kenntnisstand touren wie tschechenpfeiler, tschechenroute... schon eher berüchtigt.

  6. Dauerbesucher

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Falls das eigentliche Unglück noch von Interesse ist, hier drei Links u.a. mit weiteren Fotos /Videos und Stellungsnahmen der Bergrettung und des Hüttenwirts:

    http://www.bergrettung-hallstatt.at/brd2/?p=2441

    https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/dachstein-schneeschuhwanderer-loesten-toedliche-lawine-aus-84590746

    https://www.krone.at/2113161

    Grüße von Tilmann

  7. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Danke.
    Da steht u.a. drin, dass "die fünf Alpinisten selbst die Schneebrettlawine ausgelöst haben [dürften]. Alle fünf wurden mitgerissen und voll verschüttet."

    Für den Abstieg hätte man da nicht reingemusst (Karte), es gab also keinerlei Sachzwänge da reinzugehen.

    Aussagekräftiges Foto: Ich sag' mal, da hätte ein LVS wahrscheinlich nichts genützt. Auch Entlastungsabstände hätten schon sehr (unüblich) groß sein müssen, um die Verschüttung aller zu verhindern.

    Schon eine Einschätzung des Geländes (schon auf der Karte!) hätte aber sofort ein hohes Risiko auswerfen müssen m.M.n.: Wenn man sich die weiteren Fotos von dem Gipfelhang anschaut, der ist ganz schön steil und man muss ihn über eine längere Strecke begehen. Warnstufe 3, sicherlich 40 Grad im Anrißgebiet und womöglich Staulage (viel Schnee)...
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  8. Fuchs
    Avatar von Benzodiazepin
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Auch Entlastungsabstände hätten schon sehr (unüblich) groß sein müssen, um die Verschüttung aller zu verhindern.
    ich habe damals noch den unterschied zwischen entlastungs- und Sicherheitsabständen gelernt. entlastungsabstände sollen das auslösen einer Lawine verhindern. sicherheitsabstände sollen verhindern, dass im falle eines lawinenabgangs alle gleichzeitig verschüttet werden. ein Sicherheitsabstand muss also so gross sein, dass nicht alle gleichzeitig im kritischen hang sind. wäre hier wohl nicht gegangen, der hang ist zu gross...hätte dann aber vielleicht dazu angeregt, den hang nicht zu betreten.

    OT: ganz schön reisserischer titel in der kronen-Zeitung! "fünf junge tschechen" etc. die waren 27-46 jahre alt, das ist tragisch genug, aber man muss noch etwas emotionen schüren damit, dass sie jung waren
    experience is simply the name we give to our mistakes

    meine reiseberichte

  9. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    OT:
    Zitat Zitat von Benzodiazepin Beitrag anzeigen
    OT: ganz schön reisserischer titel in der kronen-Zeitung! "fünf junge tschechen" etc. die waren 27-46 jahre alt, das ist tragisch genug, aber man muss noch etwas emotionen schüren damit, dass sie jung waren
    Jo mei, ist hal die Kronenzeitung... sowas wie Blick
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  10. Fuchs
    Avatar von jeskodan
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Ich würde tippen die risikobereitschaft osteuropas ist auch durchaus punkten geschuldet die wir westler in anderen Ecken der Welt haben der Anreise.

    Wenn der Pole 2 Tage im Auto bis Chamonix sitzt, dann versucht man halt die Route mal bei schlechtem Wetter, das macht der Schweizer natürlich nicht. Wenn er in Patagonien oder den Anden ist, ja aber doch.

  11. Erfahren

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Ich finde ja den anderen beschriebenen Fall auch ganz interessant.

    https://www.suedtirolnews.it/chronik...n-und-glockner

    In Niederösterreich ist ein 27-Jähriger aus dem Bezirk Baden tödlich verunglückt. Er hatte sich am Samstag alleine auf eine Skitour auf den Großen Göller im Bezirk Lilienfeld begeben. Nach Angaben der Polizei dürfte der Mann ein Schneebrett losgetreten haben, das ihn etwa 400 Meter mitriss und verschüttete. Als der 27-Jährige nicht heimkehrte, verständigten Angehörige am Sonntagvormittag die Rettungskräfte. Die Bergrettung lokalisierte das Unglücksopfer, das tödliche Verletzungen erlitten hatte, am späteren Vormittag und barg den Leichnam aus der Lawine.
    https://www.wizis-und-brandis-bergwe...-gippel-1669m/
    1766m hoch.

    Charakter: Mäßig schwere, jedoch sehr lange und anstrengende Kammwanderung in teilweise alpinem Gelände. Sie erfordert Ausdauer, alpine Erfahrung und gutes Wetter. Bei Schneelage nicht ratsam!
    Woran macht sich sowas fest? Gilt das allgemein für Touren auf Kämmen? Müsste es nicht eher relativ häufig vorkommen, dass Touren auf Kämmen entlanggehen?

    Anlass warum ich frage ist, dass ich selber schon zweimal bei Solo-Touren ungefährliche Aufstiege (Sprich: Durch den Wald / wenig Schnee / Keine Hänge mit Schnee links oder rechts etc.) gemacht habe und dann beide male so auf 1600-1700m, wo die Bäume endeteten und der Rest der Tour auf einem Kamm entlang gegangen wäre, also nur noch auf Schnee, die Tour abgebrochen habe. Wobei ich halt generell auf Schnee solo keinen Kamm entlang laufen würde wollen.

  12. Gerne im Forum

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Freedom33333 Beitrag anzeigen
    Ich finde ja den anderen beschriebenen Fall auch ganz interessant.

    https://www.suedtirolnews.it/chronik...n-und-glockner



    https://www.wizis-und-brandis-bergwe...-gippel-1669m/
    1766m hoch.


    Woran macht sich sowas fest? Gilt das allgemein für Touren auf Kämmen? Müsste es nicht eher relativ häufig vorkommen, dass Touren auf Kämmen entlanggehen?

    Anlass warum ich frage ist, dass ich selber schon zweimal bei Solo-Touren ungefährliche Aufstiege (Sprich: Durch den Wald / wenig Schnee / Keine Hänge mit Schnee links oder rechts etc.) gemacht habe und dann beide male so auf 1600-1700m, wo die Bäume endeteten und der Rest der Tour auf einem Kamm entlang gegangen wäre, also nur noch auf Schnee, die Tour abgebrochen habe. Wobei ich halt generell auf Schnee solo keinen Kamm entlang laufen würde wollen.
    Das sind zwei Paar Schuh. Das eine ist ein Lawinenunfall, passiert während der Abfahrt auf einer Skitour im Winter (= abseits des Kammes), das andere eine Kammwanderung im Sommer/Frühjahr/Herbst, also jedenfalls ein Fußgänger und kein Schneesportler.

    Für den Sommersportler sind Kämme bei Neuschnee oder Restschnee natürlich eher gefährlich, weil man z.B. ausrutschen kann (insbesondere wenn man vom Schnee überrascht wird und keine Steigeisen etc. dabei hat) oder den Untergrund nicht mehr genau sieht.

    Im Winter/beim Schneesport haben Kämme hingegen zumindest den einen Vorteil, dass sie i.d.R. lawinensicher sind (solange man wirklich oben auf dem Kamm ist). Gerade dann, wenn sie eh vom Wind abgeblasen sind. Dafür drohen dort andere Gefahren in Form von Wächten(bruch) oder Absturz.

    Ob es auf dem Kamm oder woanders sicherer ist, wird aus Sicht des Wintersportlers von einer Vielzahl von Faktoren abhängen, z.B. wie bin ich unterwegs (zu Fuß, mit Ski oder Schneeschuhen), wie ist die Beschaffenheit des Kamms (Steilheit/Fels/Gras), wie sind Schneemenge und -qualität auf dem Kamm, wie risikobehaftet sind die Alternativen. Das kann man so pauschal nicht sagen ...

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