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  1. Anfänger im Forum
    Avatar von Vindalf
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Letztlich: Eigenverantwortung.
    Absolut!

    Trotzdem ist die Fertigung von Klebehaken mit scharfen Kerben im vorderen Bereich der Schäfte (z.B. Edelrid Gluebolt) aus technischer Sicher sehr fragwürdig, eine Ausrundung des Kerbgrundes und Kaltprägen würde die Kerbwirkung schon deutlich verringern und hätte diesen Unfall zuverlässig verhindert.
    Das hat der Oskar Bühler schon erkannt und bei seinen originalen Haken die Schweißung an die Spitze und Kerben in die vordere Hälfte des Klebebereiches gelegt.
    Alles technisch lange bekannt und lösbar.

    Noch besser ist es natürlich, auf Kerben und Schweißpunkte zu verzichten, da bietet es sich an, die beiden "Beine" des Ankers einfach zu tordieren bzw. zu verzwirbeln. Mit dem richtigen Werkstoff und ein wenig Kraft kein Problem und reduzierbar ohne größere Kaltverfestigung machbar.

    Die Gewinde von Schwerlastankern sind im übrigen rolliert und nicht spanend geschnitten und weisen daher eine stark reduzierte Kerbwirkung auf, obwohl scharfkantig.
    Kein Berg zu tief!

  2. Erfahren

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    Ort
    Ostallgäu
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    261

    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Vindalf Beitrag anzeigen
    Absolut!

    Trotzdem ist die Fertigung von Klebehaken mit scharfen Kerben im vorderen Bereich der Schäfte (z.B. Edelrid Gluebolt) aus technischer Sicher sehr fragwürdig, eine Ausrundung des Kerbgrundes und Kaltprägen würde die Kerbwirkung schon deutlich verringern und hätte diesen Unfall zuverlässig verhindert.
    Das hat der Oskar Bühler schon erkannt und bei seinen originalen Haken die Schweißung an die Spitze und Kerben in die vordere Hälfte des Klebebereiches gelegt.
    Alles technisch lange bekannt und lösbar.

    Noch besser ist es natürlich, auf Kerben und Schweißpunkte zu verzichten, da bietet es sich an, die beiden "Beine" des Ankers einfach zu tordieren bzw. zu verzwirbeln. Mit dem richtigen Werkstoff und ein wenig Kraft kein Problem und reduzierbar ohne größere Kaltverfestigung machbar.

    Die Gewinde von Schwerlastankern sind im übrigen rolliert und nicht spanend geschnitten und weisen daher eine stark reduzierte Kerbwirkung auf, obwohl scharfkantig.
    Die Bolts werden kalt geprägt, die Prägungen sollten aber weniger aggressiv und/oder nur weiter vorne angebracht werden, sehe ich auch so.
    Die ungeprägten 8mm Bühler (z.B. von Bolt-Products) sind besser, benötigen aber min. ein 16mm Bohrloch (frißt viel Akkukapazität) und viel Verbundmörtel, sie werden daher, ausser für Sandstein, kaum gekauft. Bei uns im Kalk findet man daher meist die 6mm Variante, die benötigen nur ein 12mm Bohrloch und halten im soliden Fels auch.
    Schwerlastanker von Markenherstellern (Fischer, Hilti ...) werden gerollt, manche Bergsportfirmen verkaufen leider auch geschnittene, zumindest in der Vergangenheit z.T. auch aus Automatenlegierungen mit hohem Schwefelgehalt, für den Einsatzbereich völlig ungeeignet und gefährlich (Spröde und Bruchempfindlich). Man sollte daher nur Schwerlastanker kaufen die bauaufsichtlich zugelassen sind, im Bergsporthandel ist oft unklar welche Qualität man bekommt!
    Gute Qualität z.B. von Fischer bekommt man aber problemlos bei Fachhändlern oder im Internet.
    "I’m not friends with climbers, I’m friends with people." (Jim Bridwell)

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