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  1. Freak Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Stichwort abgeblasen.
    Das Dilemma von Euch Tourenfahrern ist halt, auf abgeblasenem Gelände macht's mit den Ski nicht so recht Freude...
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  2. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Je nach Gelände, geht schon. Keiner würde sich freiwillig in eine windverwehte Rinne reinfahren nur um der Fahrt willen.
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  3. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Das Dilemma von Euch Tourenfahrern ist halt, auf abgeblasenem Gelände macht's mit den Ski nicht so recht Freude...
    hängt halt davon ab, wie arg abgeglasen es ist. geht oft schon noch gut, aber je nach verhältnissen könnnen die rinnen dann schon eine gewisse anziehungskraft ausüben.

  4. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    aber bei einem "normalen dreier" (schneefall, wind, verfrachtung) ist der abgeblasene, schneearme rücken üblicherweise schon sicherer, als die schneereiche (= triebschneegefüllte) rinne nebenan, oder? wenn dem nicht so wäre, hätte ich die letzten jahrzehnte ganz schön viel falsch gemacht und ziemlich viel glück gehabt.
    Die Aussage stimmt so natürlich. Aber hier ist das Problem ja auch ein ganz anderes. Hier ist es Triebschnee, der gefährliche Schneebretter bildet, die leicht auszulösen sind. Verstärkt dort, wo der Triebschnee liegt (da wo er nicht liegt, kann man ihn nicht auslösen).
    Bei der Altschneeproblematik ist die Schwachschicht in der Schneedecke "vergraben". Wenn viel Schnee drüber liegt, ist eine viel größere Zusatzbelastung nötig, um diese zu stören. Deswegen sind da auch jene Übergänge zwischen wenig Schnee (Schwachschicht ist leicht zu stören) und viel Schnee (große Menge Schnee kann abrutschen) besonders gefährlich.

    Triebschnee gefüllte Rinnen und Mulden zu meiden ist absolut empfehlenswert!

  5. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Schoenwettersportler Beitrag anzeigen
    Die Aussage stimmt so natürlich. Aber hier ist das Problem ja auch ein ganz anderes. Hier ist es Triebschnee, der gefährliche Schneebretter bildet, die leicht auszulösen sind. Verstärkt dort, wo der Triebschnee liegt (da wo er nicht liegt, kann man ihn nicht auslösen).
    Bei der Altschneeproblematik ist die Schwachschicht in der Schneedecke "vergraben". Wenn viel Schnee drüber liegt, ist eine viel größere Zusatzbelastung nötig, um diese zu stören. Deswegen sind da auch jene Übergänge zwischen wenig Schnee (Schwachschicht ist leicht zu stören) und viel Schnee (große Menge Schnee kann abrutschen) besonders gefährlich.

    Triebschnee gefüllte Rinnen und Mulden zu meiden ist absolut empfehlenswert!
    ganz deiner meinung. habe ja auch nichts anderes geschrieben, oder habe ich da irgendwo missverständlich formuliert?

  6. Erfahren

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Am Samstag gab es am Arlberg zwei Tote durch eine eher kleine Lawine. Ausgelöst auf einem Lawinenschutzwall beim geführten Variantenfahren. Hier die Analyse.

  7. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Scheixxe, ein anderes Wort fällt mir für diese häufige Wintersituationen (wenig Schnee, immer wieder Regen zwischendurch etc) nicht mehr ein. Müssen wir uns echt darauf einstellen, dass steilere Routenverläufe gar nicht mehr ohne Zwischenfälle möglich sein werden? (nicht dass ich sie brauche, kann gut unterhalb von 30° glücklich sein).
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  8. Freak Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von TilmannG Beitrag anzeigen
    Am Samstag gab es am Arlberg zwei Tote durch eine eher kleine Lawine. Ausgelöst auf einem Lawinenschutzwall beim geführten Variantenfahren. Hier die Analyse.
    Ergänzend: Auch hier handelte es sich um eine geführte Gruppe. Die zwei tödlich Verunglückten hatten Airbags.
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  9. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von TilmannG Beitrag anzeigen
    Am Samstag gab es am Arlberg zwei Tote durch eine eher kleine Lawine. Ausgelöst auf einem Lawinenschutzwall beim geführten Variantenfahren. Hier die Analyse.
    schon ein bisschen absurd: tod durch lawinenabgang an einem lawinendamm.

  10. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Dass sie geführt waren, stand auch im ersten Link. Aber Airbag ?? Dann haben sie das wohl nicht ausgelöst, anders kann ich es mir nicht erklären.
    Dass der Hang mit dem letzten Fahrer abgeht ist auch seltsam.

    Auch würde ich persönlich nicht die Notwendigkeit, speziell dieses Lawinendamm zu fahren sehen. Das mit den geführten Gruppen scheint echt tückisch zu sein .
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  11. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    schon ein bisschen absurd: tod durch lawinenabgang an einem lawinendamm.
    In dem von Flachlandtiroler verlinkten Bericht kann man auf den Fotos ganz gut sehen, dass die Abfahrt direkt auf/am Lawinendamm deutlich steiler ist als das Gelände drum rum bzw erst recht als die Umfahrung der beiden Dämme durch das "Tal" zwischen beiden. Daher sehe ich wie Vegareve nicht, warum genau diese Abfahrtsroute gewählt wurde. Aber solche Überlegungen sind im Nachhinein natürlich immer schwierig....

    edit: Ich meine speziell dieses Foto
    Geändert von meisterede (23.03.2017 um 09:29 Uhr) Grund: Berichte verwechselt

  12. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    schon ein bisschen absurd: tod durch lawinenabgang an einem lawinendamm.
    Nichtmal das erste Mal in dieser Saison, siehe Tignes.


    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Dass sie geführt waren, stand auch im ersten Link. Aber Airbag ?? Dann haben sie das wohl nicht ausgelöst, anders kann ich es mir nicht erklären.

    Dass der Hang mit dem letzten Fahrer abgeht ist auch seltsam.
    Was soll denn der Airbag in der Situation bringen? Die Verschütteten wurden ja nicht mitgerissen... Dazu ist die Lawine schon echt groß und auch mit Airbag kann man prima verschüttet werden. Dass der Hang mit dem letzten abgeht ist pech, aber jetzt auch nicht so unglaublich selten (gerade bei der Altschneeproblematik).



    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Auch würde ich persönlich nicht die Notwendigkeit, speziell dieses Lawinendamm zu fahren sehen. Das mit den geführten Gruppen scheint echt tückisch zu sein .
    Notwendig ist skifahren ja generell nicht...

  13. Dauerbesucher

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Aber Airbag ?? Dann haben sie das wohl nicht ausgelöst, anders kann ich es mir nicht erklären.
    Ich bin jetzt nicht gerade Lawinenexperte, aber so wie ich den Text verstehe, wurden sie unterhalb des Hangs von der oberhalb ausgelösten Lawine getroffen. Da dürfte ein Lawinenairbag deutlich weniger bringen, als wenn man mit der Lawine den Hang herabrutscht. Der Standpunkt war dann wohl ungünstig gewählt, weil nicht lawinensicher, wobei natürlich die Frage bleibt, wo sie besser hätten stehen können.

    Edit: zu langsam

  14. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Noch zum Airbag: für mich stellt sich das so dar als hätte sich die Lawine im "Tal" zwischen beiden Lawinenwällen aufgestaut, da hilft kein Airbag mehr. Erst recht nicht, wenn man schon unten steht.

  15. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Na, der Airbag soll angeblich helfen, dass der Kopf oben bleibt. So gross ist das Ding nicht, im Vergleich zu anderen Brettern. Die gesamte Schneedecke wurde gerissen und sie war ein halber Meter dick.
    So ganz schlau werde ich aus diesem traurigen Ereignis nicht...Sie waren fertig mit fahren, also wurden sie beim warten (an der falschen Stelle?) mitgenommen? Keine Reaktionszeit?


    Edit: auch zu langsam. Dann sieht es für mich so aus, als ob sie richtig in der Falle sassen. @Lorenzo: bin zwar nur Laie im Vergleich zu dir, aber eine Routenwahl zu hinterfragen sehe ich als berechtigt. Man will ja hier nicht kritisieren, sondern lernen. Wie man sieht, sind Lawinen echt unerbittlich und ich habe keinen Bock, darunter zu landen. Erst recht nicht, wenn es womöglich an der Entscheidung des Bergführers liegen könnte.
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  16. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Funktioniert aber nur in Bewegung. Wenn die Lawine dir quasi von oben auf den Kopf fällt und du in nem Tal/Knick stehst wo sich das alles staut, bringt der gar nix.

  17. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von meisterede Beitrag anzeigen
    Funktioniert aber nur in Bewegung. Wenn die Lawine dir quasi von oben auf den Kopf fällt und du in nem Tal/Knick stehst wo sich das alles staut, bringt der gar nix.
    ja. für dieses relativ kleine brett fnde ich die die verschüttungstiefe von 2.5m schon beachtlich. wird sich aufgestaut haben, da hilft auch der airbag nicht viel. und dann anscheinend noch feuchter schnee...

  18. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Wie gut sich der Schnee in so einer Senke sammelt, hatten wir vor paar Wochen in Davos ja auch gesehen. Und das war nicht annähernd so steil und eng. Dann standen sie wirklich am falschen Ort .
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  19. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    In der Woche, als der Unfall war, war ich auch abseits der Pisten unterwegs, nicht in dem Gebiet, aber nicht so weit weg.
    Diesen Winter finde ich es echt schwierig, die Situationen zu beurteilen: Es hat nicht (mehr) so extrem viele Gefahrenstellen, aber sie sind sehr schlecht zu erkennen. Und wenn es denn kommt, kommt es massiv, bis auf den Boden.
    Des öfteren kommt ein Hang nicht beim ersten Befahren. Ich habe auch Hänge gesehen, die sind gekommen, eine halbe Stunde, nachdem der letzte Fahrer durchgefahren ist. Weiter habe ich viele Fernauslösungen beobachet. Ich fands echt schwierig, zu selektieren und das, was ich dann 'safe' gefunden habe, war nicht besonders toll zu fahren.

    Was die Airbags betrifft: Ich bin mir nicht mal bei mir sicher, ob ich im Falle eines überraschenden Schneebrettes flink genug wäre, um den Airbag rechtzeitig auszulösen. Bei den meisten Gästen bin ich mir fast sicher, dass es nicht klappen würde.

  20. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Na, der Airbag soll angeblich helfen, dass der Kopf oben bleibt. So gross ist das Ding nicht, im Vergleich zu anderen Brettern. Die gesamte Schneedecke wurde gerissen und sie war ein halber Meter dick.
    So ganz schlau werde ich aus diesem traurigen Ereignis nicht...Sie waren fertig mit fahren, also wurden sie beim warten (an der falschen Stelle?) mitgenommen? Keine Reaktionszeit?


    Edit: auch zu langsam. Dann sieht es für mich so aus, als ob sie richtig in der Falle sassen. @Lorenzo: bin zwar nur Laie im Vergleich zu dir, aber eine Routenwahl zu hinterfragen sehe ich als berechtigt. Man will ja hier nicht kritisieren, sondern lernen. Wie man sieht, sind Lawinen echt unerbittlich und ich habe keinen Bock, darunter zu landen. Erst recht nicht, wenn es womöglich an der Entscheidung des Bergführers liegen könnte.
    wie schon mehrfach angemerkt, der airbag bringt in so einer situation genau nichts, der wirkt vom prinzip ja nur wenn man mit der lawine mitgerissen wird. das mit dem "kopf obenbleiben" stimmt auch nicht, der airbag sorgt dafür das man insgesamt wahrscheinlicher obenbleibt, mehr nicht.
    ich finde das schneebrett auch nicht sooo klein (klar im vergleich zu dem am jochgrubenkopf natürlich schon, aber "klein" wäre für mich was anderes). zudem war es ja schon so das zwei (der skiführer und ein gast) noch wegfahren konnten, die beiden verschütteten haben das eben nicht geschafft.

    bzgl routenwahl, klar ist da irgendwas schiefgegangen ich finde das in dem fall aber sehr schwer ohne genauere informationen zu beurteilen. es war warnstufe 2 oder sogar 1, der komische damm war sogar am rand schon befahren... ich vermute der sammelpunkt war problematisch, allerdings kenne ich das gelände (bzw. die alternativen) nicht so gut und kann das daher eigentlich nicht beurteilen.

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