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  1. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Auch ohne Banderole kann das leider passieren (wer lässt das überhaupt dran?). Oder wenn man gerade dabei ist, die Endknoten aufzumachen und irgendwelche eilige Deppen weiter oben fangen an, am selbigen Seil zu ziehen (selber erlebt) .
    Passiert immer wieder mal, dass das Seil hängenbleibt beim Abziehen, entweder weil sich irgendetwas verhängt oder das Ende sich verklemmt. Das ist mir auch schon ohne Banderole dran passiert. Beim Abseilen von der Aiguille de l´M ist das Seil beim Abziehen gleich dreimal hängengeblieben, jedes mal an einem gerade mal 30cm langen, nur ein paar Zentimeter tiefen Riss ein Meter unter dem Abseilring, der absolut unauffällig aussah. Nach dem dritten Mal hat es mir gereicht und ich bin 3 abgeklettert.
    Übel wird´s wenn das Seil in einer reinen Abseilpiste hängenbleibt. Da geht dann eigentlich nichts mehr, weil man nicht mehr hochsichern kann oder es eine 8er-Tour ist.

  2. Alter Hase

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Beim Abseilen von der Aiguille de l´M ist das Seil beim Abziehen gleich dreimal hängengeblieben, jedes mal an einem gerade mal 30cm langen, nur ein paar Zentimeter tiefen Riss ein Meter unter dem Abseilring, der absolut unauffällig aussah. Nach dem dritten Mal hat es mir gereicht und ich bin 3 abgeklettert.
    auweh - musstest du jedesmal wieder hochsteigen? das mit dem hochsteigen hatte ich bis jetzt zum glück nur einmal in meiner karriere - und habe zum glück beim losen gewonnen.

    wenn sich das ende krz umterm stand verklemmt, hat das ja wenigstens noch den vorteil, dass dir wengistens noch ein seil bleibt, mit dem du evtl. noch runterkommst...

  3. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    OT:
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    In deren YT-Kanal wird die Aktion geflissentlich übersprungen...
    Naja, in dem Moment hätte ich auch andere Sorgen als mit der Kamera draufzuhalten. Und sieht vielleicht nicht so professionell und erfolgreich aus..?

  4. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    auweh - musstest du jedesmal wieder hochsteigen? das mit dem hochsteigen hatte ich bis jetzt zum glück nur einmal in meiner karriere - und habe zum glück beim losen gewonnen.

    wenn sich das ende krz umterm stand verklemmt, hat das ja wenigstens noch den vorteil, dass dir wengistens noch ein seil bleibt, mit dem du evtl. noch runterkommst...
    Genau, dreimal hoch, beim dritten Mal kennt man dann quasi jeden Griff. Am heikelsten war das Abklettern nach dem 3. Verhänger. Das wäre dann im Fall eines Abfalls ein 60m Faktor 2-Hüpferchen vorbei am Stand geworden

    Abschneiden musste ich zum Glück noch nichts. Sicherungstechnisch heikel sind solche Aktionen aber immer, wenn man nur ein Halbseil hat, um nochmal hochzuklettern.

  5. Erfahren

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Griffausbrüche können auch Topkletterern zum Verhängnis werden.

    https://rockandice.com/climbing-accidents/squamish-fatality-ken-anderson-top-trad-climber-dies-in-fall/
    "I’m not friends with climbers, I’m friends with people." (Jim Bridwell)

  6. Fuchs
    Avatar von Lampi
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Kein Unfall, aber eine Blockade... gerade gelesen und für erwähnenswert befunden:
    Seilabziehen klemmt wegen der Banderole
    Hatten wir auch schon mal ohne Banderole. Das Seil war schon durch die Öse, wegen etwas schrägen Abseilverlaufs hat es sich dann im toten Winkel "irgendwo" drumgewickelt. Wir haben dann einen vierfachen Flaschenzug gebaut und zu viert an diesem gezogen. Nachdem das Seil etwa 20% gedehnt wurde kam es mitsamt einer Latsche angepfiffen. Geht natürlich nur bei supersoliden Abseilständen.
    Danach wollte niemand mehr damit abseilen, aber nachdem ich als der Schwerste heil runterkam, trauten sich die anderen auch. Das Seil diente noch ein paar Jahre zum Topropen.
    Liebe Grüße von Lamл[tm]-Nur echt mit dem Pi und cw-Wert > 0,3
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  7. Dauerbesucher

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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    Tragisch, Kanisfluh Ostwand:

    https://vorarlberg.orf.at/stories/3009555/

    Verstiegen? Mangelnde Erfahrung? An einem einzelnen Keil abgeseilt?

  8. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Shit.
    Verstiegen wohl schon, wenn vergeblich nach Haken gesucht wurde. Bei dieser Allgäuer Zeitung liest es sich so, als ob er sich von einem Klemmkeil abseilen wollte, der dann nicht gehalten hat.
    https://www.all-in.de/balderschwang-...n-tod_a5040549

  9. Dauerbesucher
    Avatar von TeilzeitAbenteurer
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    In der Wand gibt es laut Kletterführer zwei Routen - beide laut Beschreibung nichts für Unerfahrene und völlig Unbedarfte würden vermutlich auch keine 250 hm unter sich bringen. Wegfindung ist wohl aber zumindest bei einer der Touren eine größere Herausforderung.
    Darüber was den Mann dann geritten hat, an einem einzelnen Klemmkeil abzuseilen, kann man nur spekulieren. Möglicherweise gab es auch keine weitere Sicherungsmöglichkeit. Ganz schön bitter jedenfalls

  10. Gerne im Forum

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Im Tatra-Gebirge hat es wohl leider etliche Kletterer und Kletterinnen übel erwischt

    https://www.tagesschau.de/ausland/po...-tote-101.html
    Ein Abenteuer ist es nur, wenn es schief geht.

  11. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Petetheneed Beitrag anzeigen
    Im Tatra-Gebirge hat es wohl leider etliche Kletterer und Kletterinnen übel erwischt
    Ich hab' dieses Posting gelesen und gedacht: "Giewont"
    Link geklickt und siehe da, so ist es.

    "plötzlicher Wetterumschwung"
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  12. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    "plötzlicher Wetterumschwung"
    Das gibts in den Karpaten tatsächlich, vor allem im Sommer. Und man hat da nicht immer so genaue Vorhersagen wie in den Alpen.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  13. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Wetterumschwünge gibt es, und die können auch mal nicht vom Wetterdienst vorhergesagt sein, aber:

    Weder Gewitter noch Blitze gibt es aus wortwörtlich "heiterem Himmel", sprich aus dem blauen Himmel heunter. Da bauen sich immer zuerst die entsprechenden Wolkenformationen auf (was einige Stunden dauert), und dann erst knallt es.

    Das Hauptproblem jedoch besteht aus der Ignoranz der Leute. Entweder wird stumpf auf den Wetterbericht verwiesen und man ignoriert das Offensichtliche, oder man schaut erst gar nicht hin.

    Da hatten wir in der letzten Zeit zwei recht passende Bestätigungen dazu:

    1) Nach der Blümlisalp Nordwand sind wir zur Bahn am Oeschinensee runter, und in Anbetracht der Warnungen bei Meteoschweiz sowie der mehr als deutlich sichtbaren schwarzen Wand, die aus Westen weit sichtbar heran kam, haben wir die beine in die Hand genommen (und sind am Ende doch noch knapp gewaschen worden, weil wir einfach nicht schneller rennen konnten). Das Verhalten der Touristen war erhellend:

    Eine Gruppe Bergunerfahrener mit dicken Rucksäcken und ohne Plan bezüglich Länge der Tour sowie Bedingungen konnte ich dazu bewegen, nicht wie geplant über das Hohtürli rüber und dahinter im Altschnee (Juni) ins Nebental runter auf eine Alp zu gehen. Die wären ev. auch dank Gepäck, miesem Schuhwerk und Planlosigkeit im Firn abgestürzt, aber gaben immerhin zu, keine Ahnung vom Alpenwetter zu haben und auch nicht die Bluemlisalphütte als Notziel zu kennen, und haben auf mich gehört.

    Danach kamen haufenweise Touris, die trotz der schwarzen Wand noch fleissig dabei waren, in Richtung Bluemlisalp aufzusteigen. Alle in kurzen Klamotten und ohne Zusatzgepäck, ohne jegliche Sorgen im Gesicht. Einen haben wir angesprochen, der völlig relaxt in der Sonne sass und die schwarze Wand ausdruckslos anschaute. Er zuckte nur mit den Achseln, als wir ihn auf die Gefahr hinwiesen und blieb hocken.

    In der Bahn dann (als das Unwetter so richtig getobt hat): hereinstürzende Gruppen, alle klatschnass bis auf die Haut. Schreiende Bälger und verzweifelte Mütter, die im BH herum standen, nur um dem Nachwuchs irgendwas zusätzlich an Klamotten abgeben zu können. Chaos pur, vorhergesagt, deutlich sichtbar, ignoriert, wortwörtlich ausgebadet.


    2) Via alta della Verzasca. Bergführer(!) mit zwei Kunden mit gleichem Ziel auf einer Hütte getroffen. Mir kam die hohe Luftfeuchtigkeit am Abend komisch vor, roch nach Gewitter am nächsten Tag, und daher sind wir am nächsten Tag extrem früh los, weil es zum Schluss über einen exponierten Grat ging. Der Bergführer meinte am Abend davor, er hätte den Wetterbericht durchgelesen, Gewitterchance 18%, kein Problem. Wir also los, schon morgens warm und trotzdem aufsteigende Wolkenfelder im Tal und an den Hängen. Rüber über den letzten Gipfel bei schon sehr interessantem Wolkenspiel, 30 Min später beim Abstieg dann die ersten Blitze, und an der Hütte angelangt kam das Gewitter dann. Den Führer haben wir nicht mehr getroffen, der musste umkehren.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  14. Dauerbesucher
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Dem gibt es nichts hinzuzufügen... Zumal es bis in den Sattel Wyżnia Kondracka Przełęcz nur paar Minuten sind und man ist im Latschenbereich und wäre nicht mehr so ausgesetzt gewesen. Nicht immer ist das Wasser Schuld wenn die Ente nicht schwimmen kann...

  15. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Hier hat es ein Zeitraffer Video von dem Tag:

    (INFO: Bitte kein Bildmaterial einfügen, das die Rechte Dritter verletzt. d.h. i.d.R. keine Musikvideos, TV-Serien etc. )
    Allerspätestens um 12:01 sieht man das Gewitter, und da sind immer noch 30 Minuten Zeit, um vor dem ersten Tropfen umzudrehen. Aber eigentlich ist schon zuvor klar, dass das Wetter kippt. Um 10 Uhr (bei 0:10 im video) zeigen die Wolken an den Bergspitzen bereits die erhöhte Luftfeuchtigkeit an, und der darüber liegende blaue Himmel bekommt auch recht schnell Wolken ab. Um 11:00 Uhr (0:28) sieht man schon die Veränderungen. Und wenn man ab 0:40 mal den Berg rechts im video im Auge behält, sieht man solcheinen komischen Wolkensplit. Da liegt ein oberer Teil des Berges frei, während oben an der Kuppe sowie auf der windzugewandten Seite Wolken bilden, und der Berg zudem von einem niedrig liegenden Wolkenband umströmt wird. Die kenne ich aus den Alpen, das ist ein mieses Regenzeichen.


    Grobe Karte der Ecke: https://www.google.com/maps/@49.2495.../data=!5m1!1e4

    Auf der Karte sieht man, dass es 400m Strecke vom Gipfel zum nächsten Sattel sind, und ab dem Sattel geht man in die sicheren Flanken nach unten.

    In den YT Kommentaren beklagt einer genau das: man hätte Apss mit Wetterradar und Blitzradar, ausserdem sei die Wettersituation auf dem Video ein sehr typischer Vorbote für einen Gewittersturm. Man bräuchte nur etwas meteorologisches Wissen.
    Geändert von Becks (23.08.2019 um 11:10 Uhr)
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  16. Freak Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Ich ging zunächst davon aus, dass sich die Verunglückten in "Klettertouren" (das Wort wird in der Presse oft fälschlich benutzt) befunden hätten; da ist es natürlich trotz sagen wir einer halben Stunde Vorwarnzeit u.U. nicht möglich, rechtzeitig wegzukommen. (Entsprechend vorausschauender sollte man planen bzw. bei solch dampfigem Morgenwetter halt evtl. auch verzichten, logisch).
    Aber der Wanderweg zum Gipfel beinhaltet doch nur paar Minuten exponiertes Gelände, da reicht der freie Blick nach Westen (wo dieSuppe herkommt) doch locker zum rechtzeitigen Umkehr-Entschluß. Und dass man sich da bei ranzieheder schwarzer Wand nicht am Gipfel respektive dem eisengesicherten Gipfelzustieg aufhält, offenbar in Scharen? War's da so voll, dass sich die Leute gestaut haben? Giewont ist ja eines der populärsten Wanderziele in der polnischen Tatra, wäre durchaus möglich.
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  17. Anfänger im Forum

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Ich würde mich selbst eigentlich auch auch als Bergunerfahren bezeichnen, Aber zwei Erlebnisses, auf meiner ersten großen Tour!!!, in den Pyrenäen (HRP) bin ich was Gewitter und Blitze angeht empfindlich geworden:

    Einmal ein nächtliches Gewitter im Zelt auf dem Refuge de Bayssellance (auf 2.651m unterhalb dem Vignemale). Da habe ich das erste mal zu spüren bekommen das ein Gewitter in den Bergen ein komplett anderes Ausmaß erreichen kann wie im Flachland. Die Blitze sind im Sekundentakt eingeschlagen. Wenn ich es Beschreiben wollen würde, hätte ich gesagt man hätte ein Buch lesen können... In dieser Nacht haben viele dort oben biwkiert und zum Glück liegen die Biwakplätze sehr sehr geschützt in einer Senke unterhalb der Hütte. Das Gewitter war mitten in der Nacht und nicht vorhergesagt. Meine bergeerfahrene Tourpartnerin ist weinend und schreiend im Zelt gehockt und ich als Anfänger habe versucht Sie zu beruhigen... Der Wind hat das Zelt bis auf unsere Körper runter gedrückt... Hagel war auch mit dabei.
    So sieht es dort aus: https://fr.wikipedia.org/wiki/Refuge..._Vignemale.JPG
    Ich habe mich in dieser Nacht definitv sehr unwohl gefühlt und maximal 2 Stunden geschlafen. Was wäre in so einer Situation die richtige Reaktion gewesen. Ich denke aus dem Zelt raus und zur höher gelegenen Hütte zu rennen hätte schon gefährlich sein können? Auf dem Runterweg habe ich dann die Schutzhöhlen im Fels entdeckt und habe gleich gedacht wieso diese angelegt worden sind.

    Zweites „einschlagendes“ Erlebnis auch auf dem HRP. Ich hatte Geburtstag und hatte die Wahl zwischen dem ersten und einzigen Ruhetag meiner 4 Wochen-Tour oder einem Gipfelaufstieg. Da es mein erste 3000 zu Fuß werden sollte und dieser von der Schwierigkeit recht einfach und ohne Ausrüstung zu begehen war, habe ich mich für den Gipfel entschieden. Es war der wundervolle Pico Perdiguero.
    Das Wetter war spitze, bis auf ein paar kleine Wölkchen war nichts zu sehen. Auf dem Refugio del Portillon wurde uns gutes Wetter für den Aufstieg attestiert. Es waren unzählige Gruppen zum Bergsteigen und Klettern in dem Gebiet. Ich hab mich wirklich sehr sicher gefühlt. Also habe wir uns auf den Weg gemacht.
    Etwas eine Stunde vor dem Gipfel haben wir dann in der Ferne ein kleines Wölkchen gesehen das etwas dunkler wurde. Wir haben uns nichts groß dabei gedacht da es wirklich sehr lokal war und wir nicht dachten das dies eine Gefahr für uns darstellen könnte. Kurz bevor man auf den Felsen kommt, der den eigentlichen Gipfel darstellt, quert man eine grau rötlichen Schutthügel. Ich und meine Partnerin haben plötzlich gespürt wie sich an Armen, Beinen und Kopf unsere Haare aufgestellt habe… Zusätzlich haben wir bemerkt das dieses „kleine Wölkchen“ nähergekommen ist. Mir war sofort klar das dieser Schutthügel hauptsächlich aus Eisen besteht und wir sind gerannt wie die Verrückten um schnell in eine Felsspalte unterhalb des eigentlichen Gipfels zu gelangen. Das ganze passiert innerhalb von wenigen Minuten und dann gab es schon einen Knall und der Berg hat gewackelt….. Es gab eine kurzen Schauer und nach 10 Minuten später war die Wolke wieder weg und der Himmel erstrahlte in Blau….

    Seit dem bin ich glaube ich Hyperempfindlich wenn ich, auch in der Ferne sehen wie eine Wolke die Farbe verändert.

    P.S. Wegen ner mini dunklen Wolke, hab ich mir auf dem B1 den Gipfelhügel der Glarner Vorab aus diesem Grunde nicht mehr gegönnt.
    Geändert von BlackforestFR (23.08.2019 um 13:05 Uhr)

  18. Freak Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von BlackforestFR Beitrag anzeigen
    Es waren unzählige Gruppen zum Bergsteigen und Klettern in dem Gebiet. Ich hab mich wirklich sehr sicher gefühlt. Also habe wir uns auf den Weg gemacht.
    Jo, in den Bergen benehmen wir uns gelegentlich wie die Lemminge... schätze das hat hier in der Tatra auch eine Rolle gespielt.
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  19. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Ich ging zunächst davon aus, dass sich die Verunglückten in "Klettertouren" (das Wort wird in der Presse oft fälschlich benutzt) befunden hätten;
    Das dachte ich auch, dass wir von Leuten reden, die sich irgendwo mitten in der Wand befanden. Wenn das nicht so war, fehlen mir echt die Worte.
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    War's da so voll, dass sich die Leute gestaut haben? Giewont ist ja eines der populärsten Wanderziele in der polnischen Tatra, wäre durchaus möglich.
    Jo, da herrscht Massentourismus. Giewont und Rysy. Da musste aufpassen, dass du nicht vom Gipfel geschubst wirst...

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