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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Noch so ein Fall bei dem Kenntnisse über eine Selbstrettung (Stichwort Selbstfalschenzug) den Regaflug gespart hätten. Auch ein schönes Beispiel dafür, dass eine 4er Gruppe einen nicht davor bewahrt Selbstrettungstechniken zu beherrschen wenn man nicht die Rege rufen will oder in einem Land ist wo es sie schlichtweg nicht gibt.
    https://www.rega.ch/de/aktuell/aktue...l.aspx?id=3045

    Wie funktioniert ein Selbstflaschenzug:
    https://www.bergwelten.com/a/spalten...-prusiktechnik

    http://www.bergundsteigen.at/file.ph...fehlung%29.pdf
    Danke noch mal für die Auffrischung.
    Aber nun zum Unfall.
    Die vier waren im Abstieg und der letzte ist gestürzt, d.h. die drei anderen können mit Schwerkrafthilfe rechnen. Das kann ich fast nicht glauben, dass die zu dritt ihren Kollegen nicht hochziehen können. Da wird man doch zum Tier in so einer Situation.
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Noch so ein Fall bei dem Kenntnisse über eine Selbstrettung (Stichwort Selbstfalschenzug) den Regaflug gespart hätten. Auch ein schönes Beispiel dafür, dass eine 4er Gruppe einen nicht davor bewahrt Selbstrettungstechniken zu beherrschen wenn man nicht die Rege rufen will oder in einem Land ist wo es sie schlichtweg nicht gibt.

    https://www.rega.ch/de/aktuell/aktue...l.aspx?id=3045
    In einem Gletscherbruch wie am Palü ist es leider oft nicht so einfach, die lehrbuchmäßige Kameradenrettung einzurichten. Kann ja sein, die Seilersten waren schon zwei Ecken weiter, als der Seilletzte reingehüpft ist. Oder die Restseilschaft stand selber auf irgendwelchem dubiosen Untergrund. Bei acht Metern Falltiefe wird ja der Seilschaftsdritte quasi direkt am Loch gestanden oder besser gelegen haben...
    Da wird die Unterstützung und der Aufbau des Flaschenzuges kompliziert.

    Insofern volle Zustimmung, was das Prusiken angeht. Aber auch das finde ich nicht soo einfach, v.a. freihängend und mit allem möglichen Zeugs behängt.

    Zitat Zitat von Lampi Beitrag anzeigen
    Danke noch mal für die Auffrischung.
    Aber nun zum Unfall.
    Die vier waren im Abstieg und der letzte ist gestürzt, d.h. die drei anderen können mit Schwerkrafthilfe rechnen. Das kann ich fast nicht glauben, dass die zu dritt ihren Kollegen nicht hochziehen können. Da wird man doch zum Tier in so einer Situation.
    nACK: Gehe mal davon aus, #3 kommt mit einem Fuß in der Abbruchstelle zum Halten. #1, #2 stehen womöglich seitwärts und können sich nicht einfach in Zugrichtung bewegen. Was dann?

    Hatte ich auch schon mal, mein Vordermann ist abgetaucht und hing frei (mit Rucksack -- zwei Zentner...).
    Lag ich also auf dem Pickel und konnte sonst quasi nichts tun, als die anderen vorsichtig einzuweisen, bis ich irgendwann endlich Zugentlastung hatte. Seil tief eingeschnitten, Begehbarkeit zur Kante ziemlich unklar. Folglich lag der Umlenkpickel zu weit vom Loch weg und auch zu dritt mit loser Rolle konnten wir den Gesüzten nicht einfach so rausziehen, wie Du vorgeschlagen hast.
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Lampi Beitrag anzeigen
    Danke noch mal für die Auffrischung.
    Aber nun zum Unfall.
    Die vier waren im Abstieg und der letzte ist gestürzt, d.h. die drei anderen können mit Schwerkrafthilfe rechnen. Das kann ich fast nicht glauben, dass die zu dritt ihren Kollegen nicht hochziehen können. Da wird man doch zum Tier in so einer Situation.
    Das Problem bei diesem speziellen Fall war, dass der Letzte mit der Schneebrücke eingebrochen ist, sich das Seil tief in die restliche überhängende Schneebrücke eingegraben hat und er sozusagen unter der Brücke hing. Wenn du da wie verrückt von oben ziehst brichst du dem Gestürzten nur das Genick bekommst ihn aber nicht raus. Da hilft nur Selbstrettung mit dem Selbstflaschenzug. Hatte von dem Unglück und den Details von einem Bergsteiger auf Hohsaas erfahren der daran vorbei gegangen ist als die REGA schon da war und habe jetzt die entsprechende Meldung gefunden.

    Das zu Lernende ist hier, dass Prusiken alleine nicht reicht, sondern man den Selbstflaschenzug beherrschen MUSS um über den Rand zu kommen wenn das Seil tief eingeschnitten ist und der Rand überhängt.
    Geändert von sudobringbeer (08.08.2018 um 11:31 Uhr)

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    Avatar von Lampi
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Das Problem bei diesem speziellen Fall war, dass der Letzte mit der Schneebrücke eingebrochen ist, sich das Seil tief in die restliche überhängende Schneebrücke eingegraben hat und er sozusagen unter der Brücke hing. Wenn du da wie verrückt von oben ziehst brichst du dem Gestürzten nur das Genick bekommst ihn aber nicht raus. Da hilft nur Selbstrettung mit dem Selbstfalschenzug. Hatte von dem Unglück und den Details von einem Bergsteiger auf Hohsaas erfahren der daran vorbei gegangen ist als die REGA schon da war und habe jetzt die entsprechende Meldung gefunden.
    Danke - man lernt nicht aus.
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Tödlicher Unfall bei Werbeaktion am Everest - und dieses Mal war's nicht das rote Rindvieh.

    https://rockandice.com/climbing-news...blicity-stunt/

    Das kann ja mal vorkommen, aber das wirklich Hinterletzte ist, dass das Opfer im Press Release mit keinem Buchstaben erwähnt wird :-(

    https://medium.com/@askfm_2.0/placin...n-bca7a9e099ff
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Wie funktioniert ein Selbstflaschenzug:
    https://www.bergwelten.com/a/spalten...-prusiktechnik
    Eine Verständnisfrage von jemanden, der Gletscher in der Regel nur aus der Ferne ansieht: Die ganze Aktion mit Selbstflaschenzug dient dazu, die Last auf das Seil, bzw. den Gardaknoten zu übertragen, damit man mit den Händen den weiteren Weg für den Prusikknoten freischaufeln kann und dazu sonst in der Trittschlinge stehen müsste oder was genau ist der Zweck?

  7. Anfänger im Forum
    Avatar von geieraffe
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von TeilzeitAbenteurer Beitrag anzeigen
    Eine Verständnisfrage von jemanden, der Gletscher in der Regel nur aus der Ferne ansieht: Die ganze Aktion mit Selbstflaschenzug dient dazu, die Last auf das Seil, bzw. den Gardaknoten zu übertragen, damit man mit den Händen den weiteren Weg für den Prusikknoten freischaufeln kann und dazu sonst in der Trittschlinge stehen müsste oder was genau ist der Zweck?
    Im Prinzip ja.
    Man hängt dann nicht mehr senkrecht unter der Wächte, sondern schiebt sich mit den Beinen näher Richtung Waagrechte.
    Dadurch hebt man dann das sein etwas aus der Einschneidung und kann den Prusik weiter schieben.
    Soweit zumindest die Theorie. Ist aber schon sehr anstrengend. Und wenn man mit den Füßen keinen Stand bekommt hilft die Theorie nicht weiter.


    Edit:
    Hab durch kurzes suchen tatsächlich ein Video gefunden, wo man das ganze auch mit Einschneidung sieht:
    Link (ab 1:15)

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Ah, danke. Dann brauch ich das also auch weiterhin nicht können, solange ich nicht bei Schnee klettern gehe

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Lampi
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Mal ganz was Anderes:

    NIE von vorn sichern,
    Editiert vom Moderator
    fäkalen Link entsorgt, Martin

    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden. Dein Team der
    egal, wie leicht der Gesicherte ist:

    https://www.facebook.com/julija.krud...55471374719119

    Ohne Halbautomat wäre es für beide abwärts gegangen.
    Geändert von Flachlandtiroler (09.08.2018 um 11:20 Uhr) Grund: *putz*
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  10. Alter Hase

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle



  11. Administrator
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    Avatar von sudobringbeer
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    RISKY RESCUE ON EVEREST
    A Pakistani climber and his guide were dangerously close to death before Ang Tshering Lama and his group came to their aid, pulling them down the mountain to safety.


    https://www.nationalgeographic.com/a...mpaign=Content

  12. Gerne im Forum

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Am Sonntag gab es scheinbar einen tötdlichen Unfall am Weisshorn Ostgrat beim Abstieg:

    http://www.1815.ch/news/wallis/aktuell/zweier-seilschaft-stuerzt-am-weisshorn-900-meter-in-die-tiefe-17647/


  13. Administrator
    Fuchs
    Avatar von sudobringbeer
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle



    Mindestens acht Menschen sterben bei Ausflug in Schlucht

    https://www.sueddeutsche.de/panorama...ucht-1.4098834

  14. GELÖSCHT Neu im Forum

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Also heute gelesen

    Wenn das so stimmen sollte was die Zeitschrift Blick schreibt, dann kann ich nur den Kopf schütteln

    https://www.tagesanzeiger.ch/panoram...story/10837001


    https://www.blick.ch/news/ausland/st...id8747176.html


    Kernsatz

    Für die beiden Trekker ist es die erste Bergtour auf so einer Höhe

    Sie sind aus der Toskana, kennen nur die Gipfel ihrer Heimat


  15. Administrator
    Fuchs
    Avatar von sudobringbeer
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Tourenfahrer Beitrag anzeigen
    Also heute gelesen

    Wenn das so stimmen sollte was die Zeitschrift Blick schreibt, dann kann ich nur den Kopf schütteln

    https://www.tagesanzeiger.ch/panoram...story/10837001


    https://www.blick.ch/news/ausland/st...id8747176.html


    Kernsatz

    Für die beiden Trekker ist es die erste Bergtour auf so einer Höhe

    Sie sind aus der Toskana, kennen nur die Gipfel ihrer Heimat
    Traurig. Seltsam, dass er anscheinend plötzlich die Kraft verlor und loslässt, aber bei 3700m merkt man die Höhe schon ordentlich.

  16. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Traurig. Seltsam, dass er anscheinend plötzlich die Kraft verlor und loslässt, aber bei 3700m merkt man die Höhe schon ordentlich.
    Für mich ist das auch das besonders Ungewöhnliche an diesem Unfall. Niemand löst ja einfach die Sicherung, weil er platt ist. Irgend eine Form von geistigem Blackout wird da schon ursächlich gewesen sein. Sehr traurig.
    (Für mich liest sich das jedenfalls nicht so, als hätten sich da ganz typisch zwei vollkommen Ahnungslose unwissend in Gefahr begeben. Evt. mal abwarten, ob dazu noch was zu lesen sein wird)

  17. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Traurig. Seltsam, dass er anscheinend plötzlich die Kraft verlor und loslässt, aber bei 3700m merkt man die Höhe schon ordentlich.
    Das Ganze ist absurd. Ich habe auch Freunde, die einfach so das Mattehorn probiert haben, aber sie waren verrückte Felskletterer, die in den Karpaten so einige wilde Flanken erlebt hatten, wenn auvh auf niedriger Höhe. Eine D-bewertete Hochtour aus dem nichts angehen zu wollen ist *edit* sehr fragwürdig.
    Was ich nicht verstehe: wie soll man das Seil loslassen verstehen, waren sie nicht angeseilt? Gibts da Fixseil?
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)


  18. Administrator
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    Avatar von sudobringbeer
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Gibts da Fixseil?
    ja der berühmte Kamin bspw.

    http://www.hikr.org/gallery/photo846...ost_id=53150#1

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    ... Gibts da Fixseil?
    ja, das sind einige stellen mit fettem seil "gesichert", so quasi als geländer.
    danobaja
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  20. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Ein Prusik hätte da geholfen. Warum kehrt man nicht um, bevor man so dermassen am Ende ist? Leider typisch für bergunerfahrene Menschen, das unzureichende haushalten der eigenen Kräfte.
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