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  1. Freak Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Autotranslate von der polnischen Wikipedia (fett von mir):
    Der Weg nach Wyższa Kondracka Przełęcz ist ohne technische Schwierigkeiten. Der letzte Untergebirgsabschnitt (blauer Weg) ist schwieriger und kettengesichert. Es herrscht einseitiger Verkehr - der Weg von rechts führt nach oben (von unten gesehen). Während der Saison bilden sich in diesem Abschnitt bei gutem Wetter Schlangen, manchmal sehr lang - Giewont ist einer der beliebtesten Gipfel.
    und weiter:
    Wielki Giewont ist der Rekordhalter in Bezug auf die Anzahl der tödlichen Unfälle in der Tatra - mehr als 50 Touristen kamen dort ums Leben (Daten von 2003), hauptsächlich als Folge von Blitzeinschlägen und Stürzen im Abgrund, aber dies waren auch Fälle von Ohnmacht und Selbstmord. Am 15. August 1937 starben bei der Prozession am Mariä Himmelfahrt vier vom Blitz getroffene Menschen und 13 wurden schwer verletzt
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  2. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Oha . Scheint also ein bekanntes Blitzgebiet zu sein, dann fragt man sich noch mehr, warum man bei schwarzen Wolken nicht sofort umkehrt. Unter den Opfern sind anscheinend auch zwei Kinder. Vielleicht sollte man "Berg-Knigge" in der Schule lehren.
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Hier mal ein Bild auf den Giewont-Gipfel


  4. Moderator
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    Avatar von Becks
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Es ist kein bekanntes Blitzgebiet, sondern es hat lediglich sehr oft ausreichend Ziele am Boden, die nach einem Treffer für Schlagzeilen sorgen.



    ...bis zu dieser Gabelung (Kondracka Przel (1725 m)) kommt man auch bei Schnee ganz gut voran. Hier rechts weiter reiht man sich in die lange Touristenschlange zum Giewont ein, auch bei winterlichen, schwierigeren Verhältnissen wird dieser Berg gerne unterschätzt. Kurz vor dem Gipfel muss man noch einen kettenversicherten Steig überwinden und man erreicht schließlich das Plateau mit dem silbernen Eisenkreuz – die Aussicht teilt man sich mit den unterschiedlichsten Menschen, die leider auch mal wieder mit Sneakers versuchen, Berge zu erklimmen (in der Hohen Tatra leider ein häufiger Anblick).
    https://mehr-berge.de/gipfelsammeln-in-der-hohen-tatra/

    Mir fällt aber immer noch nur Ignoranz, kombiniert mit Unwissen ein, warum trotz mind. 30 Minuten Vorwarnzeit immer noch die Leute am Gipfel herumgelungert haben, bis dann irgendwann das Gewitter loslegte und im Verlauf davon ein Blitz in Gipfel und die Zustiegskette eingeschlagen ist.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  5. Fuchs
    Avatar von Antracis
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Vor einigen Jahren waren wir auf dem Preintaler Höhenweg recht früh im Jahr unterwegs. Für den nächsten Tag war hochgradige Gewitterneigung schon gegen Mittag angesagt. Der Weg zur nächsten Hütte führte über einen Gipfel mit riesigem blitzfreundlichen Metallkreuz.

    Ich hatte die Hüttenwirtin routinemäßig nach dem Wetter befragt und sie hat uns empfohlen, wegen der Gewitterwarnung sehr früh aufzubrechen und ich hab auch mitbekommen, dass sie dies in der knallvollen Hütte auch noch mal an den umliegenden Tischen gesagt hat.

    Wir haben uns dann ein Lunchpaket statt Frühstück vorbereiten lassen und sind gegen 4:30 aufgestanden und kurz danach los, zu diesem Zeitpunkt hat sich in der Hütte noch nix bewegt. Neben dem Gipfelkreuz hatten wir dann schönstes Wetter und konnten aber auch schon die sich hoch auftürmenden Wolken sehen und sehr viele Wandergruppen im Tal, die noch gute 1 1/2 Stunden Aufstieg vor sich hatten.

    Beim ersten Donnergrollen war es ca. 11:30 Uhr, da hatten wir den Abstieg schon fast komplett hinter uns. Das nachfolgende heftige Gewitter dürfte viele Gruppen direkt auf dem Gipfel erwischt haben, sofern sie nicht umgedreht sind.

    Ernst genommen hatte das offenbar keiner. Mir hat die Erfahrung gereicht, mal ein fast 90 minütiges Gewitter im Zelt in den norwegischen Bergen überstehen zu müssen. Damals hab ich mir geschworen, so etwas nach Möglichkeiten zu vermeiden, wenn es geht.

  6. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Der Giewont ist DER Hausberg der polnischen Hohen Tatra. Eigentlich von Zakopane von der Skischanze aus "nur" eine 6-stündige Wandertour von 1.100 m auf rund 1.850 m hoch und runter- deshalb jede Menge völlig bergunerfahrene Halbschuh-Touristen aus dem Flachland mit Kind und Kegel oder sogar Kinderwagen (!) bis zur Hütte. Bei schönem Start-Wetter häufig Shorts und Slipper als "Ausrüstung" und sonst nichts. Nicht mal Wasser. Diese Touristen kennen also keine Wetter-Entwicklung, sondern wollen einfach "hoch" zur schönen Aussicht über Zakopane. Der letzte Abschnitt ist jedoch zweifach gefährlich: erstens Eisenketten-Anstieg im Gipfelbereich, an dem sich dann die schon bis dahin eher am Rande ihrer Kräfte befindlichen und völlig überforderten Flachländer allein deshalb stauen (ängstliche Kinder auf dem Rücken oder an der Hand) und zweitens ist das dann dort eine Einbahn-Führung - es geht also im Stau nur hoch. Einfach rückzu geht dort dann einfach nicht. Man muss drüber. Bei Wetterumschwung wird es dann bei den "bestens ausgerüsteten Massen" hektisch bis panisch. Gruppendynamik. Die wegen den vielen Touristen sowieso glatt geschliffenen Steinen führen dort im Gipfelbereich außerdem schon bei bloßem einfachen Regen zu drastischen Rutschgefahren. Der Giewont wird von vielen unterschätzt.

  7. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Nix Berg unterschätzt, einfach nur dumm gehandelt...

    Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung zum Unglück auf dem Gipfel und dem Verhalten der Bergtouristen ein. Geprüft wird unter anderem, ob es in der Menge zu Panikreaktionen kam. „Viele Touristen sind weiter aufgestiegen, als es schon geblitzt hat“, berichtete ein Augenzeuge im Sender TVN24.
    https://m.faz.net/aktuell/gesellscha...-16348116.html
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