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  1. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Hmmm. Schon etwas früh für solche Gipfel. Ausrutscher auf zu weichem Schnee? Der Pollux ist ja im Sommer nicht so schwer.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  2. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Bergbursche Beitrag anzeigen
    63-jähriger am Mönch im Abstieg am Süd.-West Grat (ZS-/III) verunglückt.
    http://www.tagesanzeiger.ch/panorama...story/11379151
    So tragisch die Unfälle, aber bei der Überschrift "Deutscher war nicht angeseilt" steigt die Wut. Himmel und vor allem ihm selbst sei gedankt, dass er nicht angeseilt war, sonst gäbe es mit großer Wahrscheinlichkeit zwei Tote mehr.

  3. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Das habe ich auch gedacht, aber es ist in solchen Meldungen leider immer das Gleiche.
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  4. Dauerbesucher
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Für mich als kletterlaie klingt das aber auch nach menschlichem versagen. Ihr könnt mich gerne erleuchten.
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    -- Oscar Wilde

  5. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Wenn man ausrutscht ist es immer " menschliches Versagen", der Berg stosst einen ja nicht runter.
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  6. Gerne im Forum

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Bergbursche Beitrag anzeigen
    63-jähriger am Mönch im Abstieg am Süd.-West Grat (ZS-/III) verunglückt.
    http://www.tagesanzeiger.ch/panorama...story/11379151
    Komisch, in den Zeitungsmeldungen steht was von Normalroute und Südwestgrat und dass der Unfall im Abstieg zur Mönchsjochhütte passierte. Der Südwestgrat ist jedoch nicht die Normalroute, sondern der Südost- bzw. Südarm des Ostgrates. Die Normalroute hat auch keine IIIer-Stellen. Der Südwestgrat ist anspruchsvoller mit wie gesagt IIIern (bzw. zumindest einer IIIer-Stelle) und gerade mit Ziel Mönchsjochhütte ein eher unüblicher Abstieg. Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass die Meldungen Fehler enthalten.

    Zitat Zitat von Nita Beitrag anzeigen
    So tragisch die Unfälle, aber bei der Überschrift "Deutscher war nicht angeseilt" steigt die Wut. Himmel und vor allem ihm selbst sei gedankt, dass er nicht angeseilt war, sonst gäbe es mit großer Wahrscheinlichkeit zwei Tote mehr.
    Grundsätzlich einverstanden, aber...
    Da es in den steilen Firnstellen des Normalwegs Sicherungsstangen hat, wäre der Seilverzicht je nach Absturzstelle und wenn die Normalroute (was ich annehme) gemeint ist, eventuell schon diskutabel. Aber die Meldung ist wie erwähnt meiner Meinung nach mit Vorsicht zu geniessen.
    Geändert von roger (29.05.2017 um 12:35 Uhr)

  7. Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von roger Beitrag anzeigen
    Komisch, in den Zeitungsmeldungen steht was von Normalroute und Südwestgrat und dass der Unfall im Abstieg zur Mönchsjochhütte passierte.
    Der Abschnitt bezieht sich auf den zweiten Unfall, der am Pollux passierte: "...[...],ein Walliser einen Tag später am Pollux bei Zermatt. Der 45-Jährige rutschte am Freitag beim Aufstieg über den Süd-West-Grat auf den 4092 Meter hohen Berg im Kanton Wallis aus." (Pollux ist 4092m hoch, Mönch 4107m).

    Zum Sichern ja/nein gibt es keine objektiv korrekte Methode, sondern lediglich die Einschätzung, was geeigneter ist.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  8. Gerne im Forum

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Becks Beitrag anzeigen
    Der Abschnitt bezieht sich auf den zweiten Unfall, der am Pollux passierte: "...[...],ein Walliser einen Tag später am Pollux bei Zermatt. Der 45-Jährige rutschte am Freitag beim Aufstieg über den Süd-West-Grat auf den 4092 Meter hohen Berg im Kanton Wallis aus." (Pollux ist 4092m hoch, Mönch 4107m).

    Zum Sichern ja/nein gibt es keine objektiv korrekte Methode, sondern lediglich die Einschätzung, was geeigneter ist.
    Stimmt nicht ganz, auch beim Mönch ist vom Südwestgrat die Rede:

    Bereits am Donnerstagnachmittag war ein 63-jähriger Bergsteiger aus Deutschland am Mönch ums Leben gekommen. Der Mann rutschte im Schnee aus, schlitterte danach über ein Schneefeld und stürzte mehr als 200 Meter weit über ein Felsband ab.

    Laut der Kantonspolizei Bern befand sich der Alpinist zusammen mit zwei Kollegen auf dem Abstieg, als sich der Unfall ereignete. Sie stiegen vom Gipfel her in Richtung Mönchsjochhütte ab und taten dies über die Normalroute des Südwestgrats. Der Mann war nicht angeseilt, trug jedoch Steigeisen. Nach dem Absturz leisteten Bergsteiger dem Verunfallten Erste Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte. Als diese vor Ort eintrafen, konnten sie jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen.

    Der Mönch ist rund 4100 Meter hoch und gehört zum Jungfraumassiv an der Grenze der Kantone Bern und Wallis. Die Absturzstelle befindet sich auf Walliser Kantonsgebiet. (fal/sda)

  9. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Becks Beitrag anzeigen
    Der Abschnitt bezieht sich auf den zweiten Unfall, der am Pollux passierte: "...[...],ein Walliser einen Tag später am Pollux bei Zermatt. Der 45-Jährige rutschte am Freitag beim Aufstieg über den Süd-West-Grat auf den 4092 Meter hohen Berg im Kanton Wallis aus." (Pollux ist 4092m hoch, Mönch 4107m).

    Zum Sichern ja/nein gibt es keine objektiv korrekte Methode, sondern lediglich die Einschätzung, was geeigneter ist.
    Nein das ist schon auf den Mönch bezogen. Steht auch so im Polizeibericht. Ist etwas komisch, denn das wäre eigentlich die Route direkt vom Sphinx Stollen aus. Wahrscheinlich ein Fehler.

    http://www.polizei-schweiz.ch/ger_details_72958/Region_Mönch_BE_-_Bergsteiger_tödlich_verunglückt.html

  10. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    auch bohrhaken sollten gelegentlich kritisch hinterfragt werden:

    http://www.frankenjura.com/klettern/news/artikel/1157

  11. Freak Moderator
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    auch bohrhaken sollten gelegentlich kritisch hinterfragt werden:
    http://www.frankenjura.com/klettern/news/artikel/1157
    Welche Möglichkeit hast du denn zum hinterfragen, so Du onsight unterwegs bist?!
    Wenn so'n Ding Jahre oder Jahrzehnte in der Wand ist, ist alles möglich... und alpin sowieso.
    Am WE gab's auch einen Halken, den man fast 2cm rausziehen konnte. Na gut, besser als nix

    Mich wundert nur, wieso denn in klettergarten-ähnlichen Sportkletterwändchen (10...30m Höhe, also jetzt nicht Dutzend Haken pro Weg) überhaupt noch Expansionsanker verwendet werden?
    Meine Reisen (Karte)

  12. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Welche Möglichkeit hast du denn zum hinterfragen, so Du onsight unterwegs bist?!
    hinterfragen geht - nur wer gibt antwort? nö, schon klar, aber du hast schon die möglichkeit, den onsight abzubrechen, wenn der haken verdächtig ausschaut. besser bei einem päuschen vorsichtig belasten, als mt schmackes reinzurasseln. gut, bie dem haken hat das vorsichtige belasten zum ausbrechen gereicht....

    expansionshaken sind ind er fränkischen nicht sonderlich verbreitet, ist ja klassisches "bühlerhakenland".

    wo warst du denn, wo es so verdächtige haken gibt?

  13. Dauerbesucher

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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Welche Möglichkeit hast du denn zum hinterfragen, so Du onsight unterwegs bist?!
    Onsight ist wohl die einzige Möglichkeit, vorsichtshalber nicht hineinzufallen. Im konkreten Fall hat alle Vorsicht nichts geholfen. Das finde ich schon krass, weil ich einem gebohrten Haken in der Regel auch erst mal unterstelle, dass er hält (wobei das Gewinde auf dem Bild schon sehr weit heraussteht).
    Hierzulande gibt's allerdings auch Haken in allen möglichen und unmöglichen Variationen, von denen ich einige auch nicht freiwillig auf ihre Festigkeit testen wollen würde und seitdem ich mehrfach Haken angetroffen hab, bei denen die Platte locker war, hab ich meiner Standard-Sportkletter-Ausstattung jetzt einen passenden Maulschlüssel hinzugefügt (wie Murphy es will, sind seitdem alle fest).

  14. AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Da muss schon einiges schief gegangen sein bei dem Haken, wenn er beim reinsetzen rausbricht.

    Ich habe letztes Jahr über unsere DAV-Sektion einen Bohrhakenkurs gemacht und wir haben da einige "Fehlerhaken" absichtlich produziert, um dann mit einer hydraulischen Auszugsmaschine zu testen, was diese halten.

    Da waren unter anderem auch zu weit ausgezogene Haken dabei, dann welche die mit dem 3fachen Anzugsmoment fest geknallt wurden, usw. Hielten alle mehr als 15kn axial.
    Wir haben aber auch längere (10x86mm) Anker gesetzt.

    Da wir nicht wissen, was da gesetzt wurde, ist Spekulation sinnlos.
    Wenn ich aber einen 55mm langen Expressanker überziehe, steckt der Schaft noch vielleicht 20-25mm im Fels, der knallt dann halt raus und sprengt dir den Fels weg.
    Bei nem 10x86mm Anker kann ich mir nicht vorstellen, dass der so einfach rauskommt.
    EVER TRIED. EVER FAILED. NO MATTER. TRY AGAIN. FAIL AGAIN. FAIL BETTER.

  15. Erfahren
    Avatar von Sydoni
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    AW: Berg- und Kletter-Unfälle

    Nö, da wird einfach das Bohrloch zu groß gebohrt worden sein. Der Anker kann sich dann nicht verspreizen obwohl die Mutter bis zum Anschlag aufm Gewinde steckt und "beißt". Mangels Kraftschluss halten die axial im Zweifelsfall halt nix. Wär der einfach reingedonnert, hätts durchaus gut gehen können.

    Frage ist, wieso man einbohrt, wenn mans nachweislich nicht kann (laut Bericht kein Einmalversehen) und wie da beim Clippen nicht sofort sämtliche Alarmglocken losgehen.

    OT: Ich weiß schon wieso ich den Frankenjura von meinen Klettergebieten wieder gestrichen hab. Schlechte Absicherung kann ich auch in den Dolomiten kriegen, da ist aber das Panorama schöner.
    "Was nützen mir tausend erstiegene Gipfel, wenn ich innerlich nichts von ihnen habe!." (Theodor Wundt)

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