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  1. Hobo Forum 51 - Entwicklung: Design, Material, Funktionalität

    #1
    Hallo an alle Interessierten,

    zwar immer noch in den Anfängen der Planungsphase, aber immerhin, es geht voran. Für die, die es noch nicht mitbekommen haben, wir planen einen eigenen Leichtgewicht-Hobo-Ofen, möglicherweise aus Titan. Die Anfänge nahm es in diesem Thread.

    Da man den dort gezeigten Titan-Hobo offenbar nicht mehr kaufen kann und er darüber hinaus exorbitant teuer war, versuchen wir nun auf dessen Konzept einen eigenen Forums-Hobo zu bauen.

    Es geht also in etwa um einen solchen Hobo:



    Ich fasse noch einmal das Konzept zusammen:

    - Ein Kocher, der mit ca. 200-300g Es handelt sich um das Kocher-und-Brennmaterial-Nettogewicht. Somit hochinteressant für Ultraleichtwanderer.
    - Einfachste Bauart. "Keep it simple and stupid".
    - Geringstes Packmaß, höchste stabilität auch in verpacktem Zustand.
    - Stabil und langlebig.

    Das ergibt die folgenden bauartbedingten Vorteile:
    - Brennmaterial überall verfügbar, auch im Fjell und in der Wüste.
    - Da es sich um das Kocher-Brennstoff-Nettogewicht handelt ist der Hobo eine ausgesprochene Leichtgewichtslösung. Dieses Argument wird um so stärker, je schwerer Brennmaterial in Form von Gas, Benin oder Spiritus beschaffbar ist. Nie wieder volle Brennstoffflaschen schleppen, nie wieder halbvolle und volle Gaskartuschen schleppen ...
    - Kurze Kochzeiten. Ein Hobo brennt, so gewollt, mit mörderischer Hitze.
    - Alternativ kleineste Feuer mit immer noch sehr guter Heizleistung. Selbst mit Gras und getrockneten Brenesselstengeln lässt sich sinnvoll kochen.
    - "Lagerfeuer in der Tasche". An einem Hobo kann man sich mit eigentlich mitderwertigem Brennmaterial sehrwohl wärmen.
    - Optional mit einem Spiritusbrenner betreibbar.
    - Lagerfeuerspass.
    - Zumindest entschärfte Problematik des offenen Feuers (man kann wenigstens Diskutieren und eventuell überzeugen).

    Nicht verschwiegen werden sollen auch die Nachteile:
    - Ein Hobo wird schmutzig, ebenso der Topf. Lässt man den Hobo allerdins den fast zwangsläufig entstehenden Temperaturen ausbrennen, so bleiben saubere Bleche und ein kleines Häufchen weisser Asche zurück, die sich fast schon von selbst abklopfen. Man braucht also für die Hobobleche und für den Topf eine schmutzsichere Verpackung (Plastiktüte, Silnylon-Tasche, ...)
    - Man muss sich um das Feuer kümmern. Sonst qualmt es eventuell, es ist auch schnell abgebrannt. Man muss also nachlegen.

    Ich habe heute das "Vorbild" bemaßt


    und habe Snuffy die Konstruktionsdaten bereits zugestellt. Damit könnten wir dann den Forums51-Prototypen bauen und dann Material, Materialstärke, Konzept und Konstruktionsdetails hier gemeinsam diskutieren. Eure Beiträge sind also nicht nur erwünscht sondern notwendig für einen gemeinsamen und optimierten Forums-Hobo.

    Es geht voran!


    -chinoook

    PS: Für eine Kalkulation der Produktions- und damit der Produktkosten wäre es hilfreich, wenn sich diejenigen, die die Anschaffung des Kochers ernsthaft erwägen dies hier Kund tun würden. Vielen Dank!
    Geändert von chinook (12.05.2008 um 11:58 Uhr)
    Realität ist ein Problem von Leuten, die nicht mit Alkohol umgehen können.

  2. AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #2
    Zitat Zitat von Ixylon Beitrag anzeigen
    Also an so einem schicken Hobokocher hätt ich ja schon Interesse.

    Könnte auch durchaus bei der Erstellung von CAD-Zeichnungen behilflich sein.

    Ich habe mir übrigens mal den Entwurf von Snuffy angesehen und werde irgendwie das Gefühl nicht los, dass man den so gar nicht zusammenstecken kann. Sollte man vieleicht nochmal an einem Pappmodell ausprobieren, wenn es denn dieses Stecksystem werden sollte.
    Schau mal hier: Sowas schwebt mir im Moment vor:



    Da ist dann auch so ein Transport/Aufbewahrungsbeutel mit dabei.


    -chinoook
    Realität ist ein Problem von Leuten, die nicht mit Alkohol umgehen können.

  3. Anfänger im Forum

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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #3
    Wie waren denn eure Erfahrungen bisher mit dem Hobo wenn Wind ging? Bei meinem Hobo konnte ich bisher beobachten dass wenn Wind ging die Kochleistung natürlich auch stark gesenkt wurde. Durch die Löcher oben hat es die Flammen regelrecht "weggeblasen". Soll man sich dann mit einer AluFolie oder anderem Windschutz aushelfen oder könnte man um die Löcher oben einen Windschutz montieren? Vorschweben mürde mir soetwas:


  4. Dauerbesucher
    Avatar von Lodjur
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #4
    @ Isildur

    Das der Brennrost etwas über dem Boden liegt ist zum einen ja wichtig um die Luftzufuhr von unten zu gewährleisten, zum anderen macht der aber geringe Abstand überhaupt keinen Schutz des Bodens. Unter einem brennenden Hobo verkohlt der Boden völlig. Ist in gewissen Gegenden (Torfmooriger Untergrund) sogar fast gefährlicher als ein Lagerfeuer. Durch die grosse Hitze kann sich die Glut in den Boden fressen und unterirdisch weiterwandern. Habe ich selber schon erlebt. In Skandinavien wird ein Hobo als offenenes Feuer angesehen. Ich hatte vor 2 Jahren eine längere nette Unterhaltung mit einem Ranger. Es war Feuerverbot im Rogengebiet. Ich fragte Ihn wegen meinem Hobo und zeigte den vor. Mein Hobo hat einen absolut sicheren Bodenschutz, der kann auf einem Holztisch stehen und stundenlang brennen ohne das was passiert. Nach Vorführung durfte ich den benutzen, aber wenn möglich mit Spirituseinsatz den ich dazu habe,oder mit möglichst kleinem Feuer. Ist aber nicht die Regel. Ohne Bodenschutz gelten die als immer als offenes Feuer.

    @ all
    Meisst ist man ja guten Willens ist etwas unterzulegen, in der Realität findet man dann oft einfach nix passendes. Wenn dann nicht gerade Sandboden in der Nähe ist, Bach-oder Seeufer, gibt es dann doch wieder einen der hässlichen Brandflecken mehr. Die meissten von Euch kennen ja die Vegatationsverhältnisse in Skandinavien. Ich habe mal (mehr oder weniger unfreiwillig) einen kleinen Versuch gemacht. Als ich 1995 in Nordvärmland ein Haus gekauft hatte, habe ich nach der Holzarbeit auf einem sonnigen Waldweg auf meinem Grundstück ein kleines Feuer gemacht, und ein paar Würstchen gegrillt. Der Boden war fest und mit vielen Flechten und etwas Gras und allerlei Krautzeugs bewachsen. Nach sage und schreibe 6 Jahren war der Brandfleck immer noch gut zu sehen. Inzwischen wuchsen wieder Gras und anders Kraut rein aber der ca. 30 cm Umriss war immer noch gut zu sehen. Nur mal so als Idee was ein Feuer mit dem Untergrund da so anrichtet. Je weiter nördlich um so schlimmer!

    Ein simples Untergestell unter dem Hobo wirkt da Wunder. Eine runde Titanblechscheibe mit so ca. 5 cm grösserem Durchmesser als der Hobo und 2 zusammensteckbare Fussteile mit mindestens 3 cm Abstand zum Boden, (siehe zum Beispiel mein Nachbau des Little Bug Hobos:

    http://forum.outdoorseiten.net/showt...t=14394&page=3


    würden zwar die Kosten etwas erhöhen aber den Hobo mächtig aufwerten was die Sicherheit angeht. Es kommt sehr gut wenn man zeigen kann das der Boden darunter völlig unbeschädigt ist.
    Die Leute von LittleBug hatten auch ungewöhnliche Idee. Die bieten eine kleine Schale aus Alu an. ähnlich einem Untersetzer für Blumentöpfe. Mit drei Kettchen die oben zusammengeführt werden hängen die den Hobo einfach auf und sind so vom Boden weg.

    CU Bernd
    Nicht nur drüber reden,.... mach es!

  5. Fuchs
    Avatar von Ixylon
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #5
    Hilft es, wenn man einfach einen zweiten, geschlossenen Boden unter dem Rost einzieht der seinerseits etwas Abstand zum Boden hat, sodass die Asche zwar durch den Rost fallen kann aber nicht auf den Boden fällt und auch keine (oder nur wenig) Wärme an den boden abgeben kann?

    So etwa:

    Code:
    |     |
    |     |
    |_ _ _|   <-- Rost
    :_____:  <-- geschlossener Boden und Luftöffnungen 
    |     |
    In dem Fall müsste man allerdings das Projet in "Titan Hobo Forum 61" umbenennen
    FOLKBOAT FOREVER

  6. Dauerbesucher
    Avatar von Lodjur
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #6
    Sehe ich ganz genauso. Es ist doch kein Problem etwas als Windschutz hinzustellen (Rucksack z.B.) oder sich etwas anders hinzustellen. Ich koche schon seit über 8 Jahren nur noch mit Hobos in div. Konstruktionen und habe Wind noch nie als Problem gesehen.

    Mit der rechtlichen Lage des Nachbaus sehe ich auch nicht das grosse Problem. Das Prinzip des Hoboofens ist alt und patentrechtlich nicht schützbar. Natürlich kommt es nicht gut etwas bestehendes wirklich 1:1 abzukupfern. Beim Titanhobo so wie er vorliegt würde ich z.B die 4 Aussparungen am oberen Rand nicht eckig sondern rund machen. Die vier Löcher oben in den beiden Seitenteilen sind unnütz und können ganz wegfallen. Hätten allenfalls nutzen wenn man da z.B. einen Stab durchsteckt um den noch heissen / brennenden Hobo umzusetzen. Dann müssten die aber mittig sitzen oder man braucht 2 Stäbe. Die beiden grossen rechteckigen Löcher unten in den zwei Teilen einfach durch pro Blech 4 - 5 runde Löcher mit 12 mm D. ersetzen. Dann fällt auch schonmal nicht so schnell Glut raus. Wenn man will kann man ja den freien Querschnitt des Rechtecks ausrechnen und die Löcher entsprechend anpassen. Braucht man aber nicht, 12 mm passt garantiert. Dem Laser ist es egal was da ausgeschnitten wird. Und dem CAD "Künstler" macht sowas auch keine Probleme. Das fertige Teil sieht dann aber gleich ganz anders aus, die Funktion ist aber gleich.

    Bei grösseren Hobos hat sich ein Verhältnis 1:2 bewährt. z. B. 15 cm D und Höhe 30 cm. Das brennt wie die Hölle. Abweichung davon ist besonders wenn es kleiner wird nicht so tragisch. Mein aktueller Liebling hat eine Höhe der (runden) Brennkammer von 13 cm und D ist 11 cm. Funktioniert entgegen der Theorie ausgezeichnet.

    CU Bernd
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  7. Alter Hase
    Avatar von Snuffy
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #7
    Gibts das irgendwo als Bild? Wobei das wohl zu kompliziert ist von der Struktur.


    Würde es vll klein einlasern lassen. Also das ein Loch drin ist.

    Nicht beschriften, da müsste ich erst nachfragen ob das bei denen auch geht. Aber sicher nicht auf der selben Maschine. Würde es dann vll unnötig teuer machen.



    Edit:
    Einfach mal die Alpha 0.1 als Entwurf reingeworfen
    http://rapidshare.com/files/114421730/Zeichnung.pdf


    Edit2:
    Hatte auch mal nach Materialien gesucht. Grade5 (Ti-6-Al-4-V) sieht ganz gut aus. Ist halbwegs verbreitet und besseres Temperaturbeständigkeit.

    Snuffy
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  8. Alter Hase
    Avatar von Snuffy
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #8
    http://rapidshare.com/files/114442740/Zeichnung.pdf


    BTW die pdf ist 1:1, also einfach ausdrucken und es heisst "Make your own Papierhobo"

    Zur Veranschaulichung habe ich einfach mal eine Seite mit 2 die andere mit 3 Stufen gestaltet.

    Kleine Löcher sind auch drin. Allerdings würde ich da keine Aluminium oder Titanheringe durchstecken ;). Hoffe die Größe verhindert das schon.



    Snuffy
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  9. Lebt im Forum
    Avatar von barleybreeder
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #9
    Somit wäre man mit 0,5er Edelstahl sogar noch leichter. An die 290 Gramm. V2A oder V4A klingt doch auch nicht schlecht.
    http://www.gemmel-metalle.de/pdf/Stahl_Edelstahl.pdf
    http://de.wikipedia.org/wiki/Edelstahl#WNr._1.4316_.28X1CrNi19-9.29

    Wenns trägt wäre das noch ne Option. Ich denke ja hier möchte keiner 3 Liter Töpfe H2O zum kochen bringen.

    Günstiger als Titan wäre es sicher auch.

  10. Dauerbesucher
    Avatar von Lodjur
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #10
    Sorry bin jetzt wahrscheinlich wieder hintendran..musste noch was erledigen vor dem fertigschreiben

    Hi, Edelstahl kannste getrost vergessen. Als Steckversion verzieht der sich abartig. Edelstahl hat einen riesen Verzugsfaktor. Das klappt nur wie beim Kuenzi wenn die Bleche mit Scharnieren verbunden sind. Und auch der Kuenzi verzieht sich immer ein bisschen. Oderman muss die Bleche mit starken Sicken und Praegungen versehen. Das kostet aber dann richtig. Und hochhitzefester Edelstahl ist noch teurer als Titan. In Rund ist das alles kein Thema. Mein Nachbau des LittleBug wiegt bei gleicher Groesse wie der Titanhobo gerade mal 130 Gramm und ist aus 0.2 mm Edelstahlblech. Der haelt locker einen 4 Liter Topf selbst wenn er in Rotglut steht und verzieht sich kein bisschen.
    Und alle, bevor Ihr Euch noch mehr Arbeit macht, klaert erstmal schnell ab was die Schneidarbeit, egal ob Wasser oder Laser wirklich kostet. Ihr werdet Euch wundern was hier inzwischen Lohn und Energie kostet. Ich habe jahrelang Hobos fertigen lassen und auch wegen der Kosten aufgegeben. Die resultierenden Preise wurden einfach zu unattraktiv. Richtet Euch schonmal auf ein ordentliches Sümmchen ein das in Vorkasse bereitgestellt werden muss. Materialkosten kommen ja auch noch dazu.
    CU Bernd
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  11. Erfahren
    Avatar von DocViper
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #11
    Erstmal: Super Idee !

    Ich denke das ganze kann vom Design her sehr schnell ablaufen. Problem kann u.a. die lange Lieferzeit von Titan Material sein. (4-10 Wochen)
    Auch müssen entsprechende Abnahmemengen geordert werden sonst wird man einfach ignoriert.:
    z.B.: http://www.metaltec.de/html/titan/titan_folie.html

    Als Legierung würde ich auch das Grade 5 vorschlagen. Dieses ist relativ gut verbreitet und deutlich fester als Reintitan (Grade 1 bzw 2 - hier ist nur der Sauerstoffgehalt unterschiedlich). Aufgrund der hohen Zähigkeit ist die Bearbeitung aufwendiger !

    Weitere Anmerkungen:
    - Je dicker das Blech desto Zeit- und damit Kostenaufwändiger ist die Bearbeitung. Titan Laserbearbeitung muss unter Schutzgasatmosphäre passieren sonst brennt das Blech sofort weg. Das kann nicht jede Firma ordentlich. Auch ist imho die Gefahr des thermischen "Verziehens" deutlich höher. => Würde "Abrasiv - Wasserstrahlschneiden" empfehlen.

    - Wenn das Design (als CAD) steht ist auch eine Edelstahlvariante möglich (sollte im Preis etwas günstiger sein und leichter zu besorgen)

    Für die Taschen würde sich ev. Baumwolltaschen (Geschenkhandel) anbieten. Oder auch Taschen aus Bundeswehrshops.

    Mein Senf aka mein Beitrag:
    Habe Kontakt zu einigen Lieferanten für Sondermetalle, Laser- und Wasserstrahlschneid-Dienstleistern.
    Kann mit einer CAD Zeichnung einfach ein Angebot einholen und die Preisstaffelung erfragen.

    Zum Konzept bzw. zum Ablauf gibt es imho auch verschiedene Ansätze:
    - Es entsteht nur eine CAD Zeichnung und jeder kann die Fertigung selber organisieren (oder in kleinen Gruppen). Damit ist das finanzielle Risiko überschaubar.
    - Es findet sich ein Abnehmer (Sack&Pack, o.a.) der das Teil in sein Sortiment aufnimmt und auch die Fertiungskosten vorschießt. Der will dann aber auch etwas verdienen. E.v. Rabatt für ODS.net
    - ???
    Joe

  12. Alter Hase
    Avatar von Snuffy
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #12
    http://rapidshare.com/files/114580118/Zeichnung.pdf

    So angepasst wurde:
    - die untere Öffnung zum anzünden, Asche entfernen etc
    - die Versionsnummer
    - die Blattgröße
    - die Rundungen der Standfläche
    - die Lage der kleinen Löcher

    Diese würde ich aber nicht noch höher setzen. Solch flache Gefäße wird man eh nicht nutzen und so hat man einen Rand und der Topf kann nicht runterfallen.

    @Carsten
    Hab das immernoch nicht ganz verstanden was du meinst mit den Abstufungen
    Hab das jetzt einfach mal auf beiden Blechen gleich gemacht. Würde die auch nicht weglassen( auf einem Blech). Spart Gewicht und ist symmetrisch.


    @Joe
    Das man Titan nur unter Schutzatmosphäre schneiden darf wusste ich auch nicht!
    Dann ist Wasserstrahlschneiden sicher die bessere Alternative.
    Allerdings wäre dann die Schrift so wie sie ist nicht möglich, da der Wasserstrahl eine Breite von 0,8mm(1mm), kleinere Schnitte sind also nicht möglich.
    Zumindest ist das bei dem so wo wir von Arbeit schneiden lassen. Auch hat der sehr viel zu tun und weiß nicht wie schnell der sowas machen würde.

    Denke aber wir sollten erstmal uns über das Design im Klaren sein. Erst wenn das steht brauch man über Materialbeschaffung reden.



    Snuffy
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  13. Lebt im Forum
    Avatar von barleybreeder
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #13
    Hier mal einiges geballtes Wissen um die Titanverarbeitung.

    http://www.form-technik.biz/Titan_fuer_Entwickler_Konstrukteure_Techniker.htm

    Titan lässt sich wohl wirlich nur unter hochreinem Argon laserschneiden, da es sogar unter dem sonst verwendetem Stickstoffschutzgas reagieren würde. Macht die sache sicher nicht billiger.

    Mit dem Wasserstrahl sollte es eigentlich gehen nach dieser Firma hier bei uns in der Nähe. So wie ich das lese mit Arbeitsdifferenzen um die 0,1 mm.
    http://www.schneidtechnik.de/

    @Snuffy
    Von mir bekommt das Design nen Award!
    Wenn er funzt, nehme ich ihn so.

  14. Anfänger im Forum

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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #14
    Meine Überlegungen zur allgemeinen Diskussion:

    Titan ist zwar toll, aber eigentlich purer Luxus. Der Werkstoff hat hier "eigentlich" keine (besser wenig) Vorteil gegenüber Edelstahl. Die Höhe des Verzugs durch Wärmeeinwirkung wird vor allem beeinflusst von:

    1. dem Herstellungsprozess des Ausgangsmaterials
    (Restspannungen durch Abkühlen z.B. bei Guss)
    2. Wärmeleitfähigkeit des Werkstoffes
    (geringe Wärmeleitfähigkeit führt zur größerem Verzug)
    3. Steifigkeit des Bauteils
    (Steifigkeit des Bauteils verringert den Betrag des Verzugs)

    Steifigkeit ist übrigens beeinflusst durch Geometrie und Werkstoff. Die Kennzahl des Werkstoffes ist der E-Modul. Hier ist Stahl grundsätzlich etwa doppelt so steif wie Titan und ca. dreimal so steif wie Aluminium.

    Eine äußerst steife Seitenwand erhält man allerdings durch eine geeignete Geometrie. Zum Beispiel indem man zwei Seiten einer Wand aufbiegt (hier z.B. ca. 45 °). Wichtig ist es ein möglichst drei-dimensionales Bauteil zu bekommen. Blechbiegen (in diesen einfachten Formen ist sehr günstig).

    Seitenwand von oben betrachtet:

    \_____/


    Die Seitenwände sollen dann mit den "Flügeln" als Berührflächen zusammengebaut werden.


    Wie deutlich die Steifigkeit ansteigt kann man leicht mit Karton nachstellen. Um zusätzlich die Steifigkeit noch in der Horizontal-Richtung zu steigern müsste z.B. die "Fusskante" ebenso gebogen werden.

    Außerdem würde ich vorschlagen, dass daher der Kocher bei Blechbearbeitungsfirmen ("Blechbiegern") angefragt wird. Aufgrund der Gleichteile (vier Seitenwände) sind die Kosten relativ gering bereits bei geringer Stückzahl.

    Kostengünstiger ist es sicherlich, wenn man zunächst auf den Zwischenboden verzichtet. Dieser Boden könnte - ich kann mir denken, dass dies Vielen nicht gefallen wird - improvisiert werden. Als Ergebnis bliebe nur ein Teil das eben viermal pro Kocher benötigt wird.

    Aus meiner Erfahrung heraus würde ich vermuten, dass ein Kocher bereits ab 12 Stück Abnahmemenge etwa 50 EUR kosten würde (kein Titan, kein Zwischenboden). Meine Erfahrung mit Blechkonstruktion liegt allerdings schon etwas zurück. Ich bin seit vier Jahren hauptsächlich in der Konstruktion von Frästeilen als Ingenieur beschäftigt.

  15. Fuchs
    Avatar von Ixylon
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #15
    Zitat Zitat von zero Beitrag anzeigen
    Der Kocher würde günstiger werden, wenn es statt "männlicher" und "weiblicher" Seitenblechen "Zwitter" gäbe.
    zero
    Ich könnte mir vorstellen, dass man das sogar hinbekommen könnte, wenn man die Seiten (mit Ausnahmen der Laschen und Haken) oben und unten identisch gestalten würde. Dann könnte man zwei Seitenteile aufrecht und zwei "auf dem Kopf stehend" zusammenstecken. Da müsste man sich nur mal Gedanken wie man das von den Maßen hinbekommt.

    Wenn Interesse besteht, kann ich mich da mal ransetzen.


    Was die Sache mit der Vermarktung und den Kooperationen mit Händlern/Herstellern angeht, stelle ich meine Frage die ich am Anfang des Threads schonmal gestellt habe nochmal:

    Was soll am Ende dabei herauskommen?
    A)
    Ein von den Forennutzern entwickeltes Design, welches ihnen dann zur Verfügung gestellt wird, um sich einen solchen Kocher zu bauen? In diesem Falle wäre ja die erste Ladung Kocher im Grunde eine einmalige Material/Arbeitsaufwand-Sammelbestellung von denjenigen, die bisher Interesse bekundet haben und wer - sagen wir mal in einem Jahr - kommt, der bekommt halt die Pläne, muss aber zusehen, wo er das Material und die Fertigungsmöglichkeiten herbekommt. Dabei gäbe es dann auch kein finanzielles Risiko, abgesehen davon, dass sich Leute finden müssen, die einen oder mehrere evtl. nicht funktionierende Prototypen finanzieren.

    oder B)
    Soll es ein fertiges Produkt werden, dass dann in einer größeren Menge - sagen wir mal 100 Stück - auf Vorrat hergestellt und dann - auf welchem Wege auch immer - vertrieben wird? Dabei gibt es dann halt das Problem, dass irgendwer einen nicht geringen Betrag vorschießen müsste. Und ein Händler lässt sich dieses Risiko natürlich über einen höheren Endpreis bezahlen.

    Ich glaube, bevor wir konkrete Kontakte zu evtl. Produktions-/Vertriebspartnern aufnehmen können, müssen wir uns erstmal über ein schlüssiges Konzept (Geometrie und Material) vertständigen. Ich denke, dass da der im Moment eingeschlagene Weg der richtige ist, mit einem Entwurf Angebote über die Material- und Fertigngskosten einzuholen. Wenn wir dann den Preisschock bekommen, seis drum, dann können wir das Design immer noch ändern.

    Mich stören nur gerade ein wenig die vielen Mutmaßungen, von wegen "das wird zu teuer", "das ist zu kompliziert" usw. Auch wenn einige hier im Thread Verbindungen zu (Leicht)Metall-Händlern und -Verarbeitern haben, behaupte ich mal, dass keiner zweifelsfrei sagen kann, wie teuer es denn letztendlich wird. Und das bekommen wir eben nur raus wenn wir mit unserem Design Angebote einholen und es ggf. ändern, wenn es technisch oder finanziell nicht umsetzbar ist.

    Vielleicht kommt ja auch wrklich raus, dass es keinen Sinn macht, aber dann hätten wir wenigstens die Sicherheit und müssten uns nicht das schöne Projekt nach nur zweieinhabt Tagen kaputtdiskutieren. Wäre wirklich schade drum.


    So, genug gemeckert, soll ich mich mal an eine "Nur-ein-Typ-Seitenplatte" machen?


    Carsten
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  16. Alter Hase
    Avatar von Snuffy
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #16
    Ow man hier geht es ja zu oder doch ?

    Denke das extern machen zu lassen ist nicht der Ansatz den ein ForumsHobo hätte. Das wäre auch nicht im Sinne von MYOG. Das macht man ja um was zu lernen.

    So, hier kommt noch ein neuer Vorschlag. Nicht von mir. Wurde mir per Mail zugereicht.

    http://rapidshare.com/files/114698660/Zeichnung.pdf

    @Henning
    Sehe kein Upload für Dateien, nur für Imageshack.

    @chinook
    Ja weiß das es konisch werden soll. Da stimmen auch noch ein paar andere Kleinigkeiten nicht, aber solange ich nicht weiß wie dick das Material ist, lohnt es nicht. (Gut das konische hat mit der Blechstärke nix zu tun ;))

    @All
    Wenn man weiß wie groß das Blech ist, packe ich da gleich soviele Teile drauf wie gehen. Eine dxf/dwf.



    Snuffy
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  17. Erfahren
    Avatar von Charliebrown
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #17
    Zum dritten Entwurf

    Die Idee die Seitenteile kürzer zu machen, so dass man die "Aschelöcher" nicht extra ausschneiden muss gefällt mir gut.
    Das macht das Ganze vielleicht günstiger, hoffe die Stabilität leidet nicht darunter.

    Die Idee mit den Mulden oben an den langen Seitenwänden, die wohl die Stangen zum kochen mit kleinen Töpfen aufnehmen sollen, ist auch gut.
    Vom Gefühl her würde ich sie aber etwas tiefer machen, damit die Stangen stabiler gehalten werden.

    Was ich allerdings nicht verstehe ist warum die Öffnung zum Brennstoffnachlegen jetzt oval ist?
    Welchen Vorteil hat das, das stufige Design hatte mir da besser gefallen.

  18. Erfahren

    Dabei seit
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    AW: WMOOFG - Titan Hobo Forum 51

    #18
    ... und mal wieder ne Idee, wenn auch eher unkonventionell, aber so bin ich eben.

    Es wurde über V-Stahl disskutiert, als Material für ne low-budget-Variante des Hobo 51. Dann hieß es von irgendwem dass Edelstahl sich stark verzieht beim erhitzen und damit als Material fast unbrauchbar ist.
    Nun, da Edelstahl ja eh seine Rostbeständigkeit in der Hitze verliert, könnte man doch gleich einen deutlich besser geeigneteren und deutlich preiswerteren verzugsarmen rostenden Stahl verwenden. Und bei guter Pflege ist Rost kein Problem... scjließlich haben viele auch ein Messer aus rostendem Stahl dabei und kommen damit gut zu recht.

    Und irgendwer hat doch auch ausgerechnet dass ein Stahl-Hobo sogar leichter sein kann als einer aus Titan bei entsprechender Konstruktion. Was ist aus dieser Idee geworden... oder hab ichs einfach wieder überlesen?

  19. Lebt im Forum
    Avatar von derMac
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    #19
    Zitat Zitat von zero Beitrag anzeigen
    Ich vermute mal, das es günstiger ist, für 100 Kocher 400 Bleche fertigen zu lassen, als 2 x 200 Bleche. Mein Posting ist als ein Lösungsvorschlag auf eine vorangegangene Frage zu verstehen.
    Ich wollt ja auch nur noch mal nachfragen und dich keineswegs verschrecken.

    Zitat Zitat von Charliebrown Beitrag anzeigen
    Zum dritten Entwurf

    Die Idee die Seitenteile kürzer zu machen, so dass man die "Aschelöcher" nicht extra ausschneiden muss gefällt mir gut.
    Das macht das Ganze vielleicht günstiger, hoffe die Stabilität leidet nicht darunter.

    Die Idee mit den Mulden oben an den langen Seitenwänden, die wohl die Stangen zum kochen mit kleinen Töpfen aufnehmen sollen, ist auch gut.
    Vom Gefühl her würde ich sie aber etwas tiefer machen, damit die Stangen stabiler gehalten werden.

    Was ich allerdings nicht verstehe ist warum die Öffnung zum Brennstoffnachlegen jetzt oval ist?
    Welchen Vorteil hat das, das stufige Design hatte mir da besser gefallen.
    Da dieser Entwurf von mir stammt:
    Die Unterteile der Seitenplatten haben auch vorher nicht übermmäßig viel zur Stabilität beigetragen. Ob es so reicht muss man sicher einfach ausprobieren.

    Die ovalen Öffnungen oben haben den Vorteil, dass man kleinere Töpfe auf den Hobo stellen kann ohne dass diese weiter nach unten in die Ausschnitte rutschen. Das sollte von der Heizleistung günstiger sein und auch bei kleinen Töpfen den Brennstoffnachschub vereinfachen. Außerdem haben die Öffnungen bei ungefähr gleicher Fläche keine hereinragenden Kanten so das das Nachlegen von Brennstoff leichter ist.

    Die Mulden oben gefallen mir eigentlich nicht so. Ich hätte lieber Einschnitte unten in den Ovalen in die man dann ein mitgeliefertes "Blechkreuz" stecken kann. Dort würden dannbeliebig kleine Töpfe drauf passen. Wer das Kreuz nicht braucht, lässt es zu Hause. Aber Snuffy hat die hier gezeigte Lösung besser gefallen.

    Mac

  20. Erfahren
    Avatar von Charliebrown
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    #20
    Zur Stabilität, dachte beim Zweiten Entwurf wären die Harken zum Verbinden der Seitenteile weiter unten gewesen, so dass es schon etwas stabiler gewesen wäre. Aber der Unterschied ist wirklich nur gering.

    Macht der etwas höhere Stand von kleinen Töpfen so viel aus? Hab leider (noch) keine Erfahrung mit Hobos.
    Bei den ovalen Löchern kommen mir die freitragenden Blechlappen etwas instabil vor. Ja nach Dicke des verwendeten Materials könnten die sich recht leicht verbiegen.
    Aber das ist wohl nur mein subjektives Empfinden.

    Die Lösung mit den Stangen/Stahlerdnägel gefällt mir auch besser als zwei gekreuzte Blechstreifen. Die Stangen könnte sich dann auch jeder selbst besorgen, die Blechstreifen müssten mit angefertigt werden.

    Auf jeden Fall noch mal ein großes Lob an Snuffy und derMac für die tollen Zeichnungen!!!!!

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