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  1. Forumswachhund Lebt im Forum
    Avatar von Corton
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    Faszination Skandinavien

    #1
    Faszination Skandinavien – was sind die Gründe?

    Je mehr wir hier im Forum über die Erlebnisse der Skandinavien-Fans lesen, desto mehr Lust bekommen wir, uns auch mal für ein paar Wochen in den Norden Europas zu begeben. Unsere nordländischen Erfahrungen beschränken sich bisher allerdings auf die Fährfahrten Puttgarden/Rødby und Travemünde/Trelleborg - wir sind also bereits „alte Hasen“ was Skandinavien angeht!

    Was ist für Euch, die es immer wieder nach Skandinavien zieht, das besondere da oben? Ist es die Weite der Landschaft? Die Einsamkeit? Die Kälte und die rauen Stürme im Winter? Die langen Tage im Sommer? Die Mücken werden es ja wohl kaum sein...

    Uns wäre es zunächst mal egal, wo wir rumtrekken. Uns ist nur absolut wichtig, dass wir so wenig Mücken wie möglich begegnen. Im Winter wollen wir da oben vielleicht nicht gerade loslegen, daher die Frage: Wann sind die Zeiten (Nord/Mitte/Süd), in denen man sich gut fortbewegen kann, ohne ständig diese lästigen Biester um sich zu haben?
    Noch eine Frage: Wie sieht es da oben mit wildlebenden Tieren aus? Gibt es da Viehzeug, das einem (z.B. beim Zelten) objektiv gefährlich werden kann?

    Vielen Dank,

    Corton

  2. Lebt im Forum
    Avatar von Christian J.
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    #2
    Eine wunderbare Zeit für den Norden (Abisko/Narvik etc.) ist der September. Mücken sind weg und die Landschaft ist wunderschön golden/gelb/rot. Außerdem sind nicht mehr so viele Menschen unterwegs.
    Ein paar Beispielfotos von Abisko im September sind auf meiner Fotohomepage (Add. siehe unten ["WWW"] ).

    Christian
    "Er hat die Finsternis der Latrinen ertragen, weil in der Scheiße nach Mitternacht sich manchmal die Sterne spiegelten"
    Durs Grünbein über den Menschen

  3. Erfahren
    Avatar von Maico Schulz
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    #3
    Hihø Corton,

    vorweg: Neben Skandinavien gibts viele tolle Flecken auch in Europa.

    Da ich stets im Winter da oben unterwegs bin - inzwischen 8 Wochen Polarnacht erlebt, kann ich nur für den Winter sprechen. Da gibts erstmal drei Faktoren für mich:
    - Kälte (desto nordöstlicher und möglichst von der Nordsee / Barentsee entfernt, desto kälter.)
    - Einsamkeit (mehr als 1 Einwohner pro km² ist doch arg viel)
    - Die Farben / Polarlichter

    Fang ich mit dem letzten Teil an: Einmal Polarlichter gesehen, wird man sofort süchtig nach diesem urgewaltigsten Naturschauspiel überhaupt. Es gibt nix großartigeres. Und kein Foto der Welt kann auch nur ansatzweise die Magie der Aurora wiedergeben.
    Aber auch die Farben in der Dämmerung ("Tag") sind in ihrer Schönheit fast schon irrwitzig. Mich faszinieren vorallem diese Purpur-Violett Töne kurz vor der Blauen Stunde, die die Schneelandschaft so traumhaft unwirklich erscheinen lassen, daß es schon kitschig ist.
    Wenn man dann noch eine Schneelandschaft im Vollmond erlebt, daß Glitzern von Myriaden von Schneeflocken (desto kälter, desto größer die Kristalle) - da sag ich nur: Das isses.

    Die Einsamkeit kann man in Lappland sicherlich auch zu anderen Jahreszeiten (von Mücken mal abgesehen) auch erleben, wobei es inzwischen recht stark von Touris (Trekkingfreaks) frequentierte Gebiete gibt. Die sind auch in diesem Forum hinlänglich oft in Beiträgen erwähnt. Im Winter kommt aber die Einsamkeit doch deutlich schöner zum Tragen... vielleicht, weil der Winter doch andere Ansprüche als der Rest des Jahres stellt? Wer weiß...

    Die Kälte. Entweder man mag sie - dann kann man hier weiterlesen - oder man hasst sie. Dann ist zumindest für die Idee des Wintertrips Feierabend. Auch wenn ich mir im Winter garantiert eher ne Verbrennung als eine Erfrierung zuziehe. <autsch>
    Sehr angenehm finde ich persönlich den Bereich zwischen -20°C und -30°C, jedenfalls war mir bei meinen beinahe -40°C Rekord vor 1,5 Jahren im Pallas Ounas meine dauertriefende Nase doch lästig.
    Bei diesen Temperaturen knirscht der Schnee einfach derartig faszinierend knöchern trocken... und der Pulverschnee ist so fluffig.. einfach irre.
    Oder diese abartigen Dampfwolken, wenn man aus der Sauna ins Freie stapft... und dann blöderweise mit den nackten Füßen auf dem Eis festfriert... (weil man eh nicht glaubt, das es um einen gerade mal laue -26°C sind)

    Wilde Tiere gibts da oben auch, aber einzig der Vielfraß dürfte - wenn überhaupt - eine sehr unangenehme Begegnung sein. Der ist im Winter wach... Wölfe siehst du als Normalsterblicher eh nie, Bären höchstwahrscheinlich ebenfalls nicht. Luchse sind ebenfalls sehr scheu.. und der Rest... hehe... ok, Lemminge beißen auch...

    so ausführlich
    Maico
    der gerade feststellt, daß er ganz dringend wieder winter braucht
    keep your dogs happy..
    ..and mush!

  4. Erfahren
    Avatar von ICEMAN_1230
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    #4
    @Corton!

    Sagen wir es ein mal so: Die Wahrscheinlichkeit von einem anderen Menschen (selbst am Ar... der Welt) eine auf die Rübe zu kriegen, ist wesentlich Höher als von einem Wildlebenden Tier angefallen, Verletzt oder gar getötet zu werden.

    (Der grösste Feind des Menschen ist der Mensch hoh: )

    Gruß
    Sven
    Das sicherste Indiz dafür, daß anderswo im Universum intelligentes Leben existiert, ist, daß noch niemand versucht hat, mit uns Kontakt aufzunehmen. [Calvin & Hobbes]

  5. #5
    Hm, ich denke bei mir ist es die Einsamkeit, welche totales autark sein, evtl. für mehrere Wochen notwendig macht.
    Klar trifft man schon ab und an mal ein Paar Menschen und meist freue ich mich auch kollosal mal wieder ein Paar Worte mit jemand Anderen, als mit einem Selber, zu reden, aber trotzdem ist es dieses völlige auf sich selbst angewiesen sein, was für mich den Reiz ausmacht.
    So irgendwie nach dem Motto, wenn Du jetzt Scheisse baust, dann musste selber gucken wie du wieder rauskommst.

    Ach ja, oberhalb der Baumgrenze gibts natürlich viel weniger Mücken als unterhalb. Im September nur noch ganz wenige.

    Und noch ein letztes, die "unendliche" Weite der Landschaft ist schon atemberaubend.
    Gruß, Christian
    ______________
    "I' ve had many problems in my life and most of them never happened!"

  6. Optimist Vorstand
    Lebt im Forum
    Avatar von boehm22
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    #6
    Hi,
    aber ist es nicht so da oben, daß Teile des Nordens ganz schön überlaufen sind.

    Z. B. hat mir einer auf dem West Coast Trail erzählt, als uns täglich so 5 Leute entgegen gekommen sind, und abends bei den Lagermöglichkeiten 5 bis auch 10 Zelte standen, daß das im Vergleich zum nördlichen Kungsleden sehr wenig ist.

    Er war sommers, wie winters auf dem Nördlichen Kungsleden und hat dort beide Male viel mehr Menschen getroffen - und die Hütten sind auc hnoch meist voll.

    Also die Einsamkeit des Nordens findet man wohl nur noch etwas abseits des Weges, oder in weniger bekannten Gebieten.
    Viele Grüße
    Rosi

    ---
    Follow your dreams.

  7. #7
    Einsamkeit, Ruhe, Natur, Landschaft, Gefühl von Freiheit, die temporäre Askese, Lagerfeuer, Im See baden, dem Wetter trotzen, mobil und unabhängig sein, geringe Bevölkerungsdichte, die dämlichen Rentiere, der Duft von frisch-selbstgeschlagenem Holz, die Hütten, karge Berge, grüne Täler, die phonetische Klangqualität der schwedischen Sprache, nette Leute, blonde Engel, die Freude am enträtseln der finnischen Sprache, nachts um 3 sich sonnen können, lapin kulta, lange Wege, mit 3 Grad warmen Wasser duschen, Ofen einheizen bei kaltem Wetter, Multebeeren sammeln, Eulen beobachten können, die Tatsache 100km von der nächsten Strasse entfernt zu sein, das Jedermannsrecht, Marabou Schokolade, der Nachtzug nach Abisko, unterzugehen in der Weite, die hübschen roten Häuschen, die wilde Fauna, die Thermositze auf den Trockentoiletten, Blaubeeren sammeln....

    ...mehr fällt mir nicht ein

    Nam
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  8. Erfahren

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    #8
    Nammalakuru (by the way: was bedeútet das?), du hast es auf den Punkt gebracht!
    Aber was ist Lapin kulta ?

    Zum Kungsleden:
    Also ich gehe den dieses Jahr zum ersten Mal, und ich bin SEHR gespannt, wer nun Recht hat: Die, die vor Fülle warnen, oder die, die sagen, das wäre alles nur halb so schlimm....
    Aber ich hoffe, dass zumindest nach Kvikkjöck Einsamkeit herrscht !

    Ingo

  9. #9
    @Ingo: Nammalakuru = Nammalatal d.h. kuru steht für Tal, Nammala ist halt der (samische) Name. Nickname ist nach einem Tal sowie der gleichnamigen Hütten in Finnland (Hetta-Pallas) benannt.
    siehe hier: http://www.nordwanderer.de/infos/Het...ammalakuru.htm
    und hier: http://www.nordwanderer.de/infos/Bilderwelten/HP6.htm

    Mist jetzt hab ich das große Geheimnis gelüftet!! Verdammt!!

    Lapin Kulta ist ein Bier!!! ...ein verdammt leckeres obendrein! :wink:

    zum Kungsleden: Vor Kwikkjokk wird auf jeden voll! Aber "wir stehen nicht im Stau - wir sind der Stau"

    Gruss, Nam 8)
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  10. Erfahren

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    #10
    Ja, nam, der Stau sind wir, da hast du Recht...
    ich überlege gerade, ob es wohl eine gute Idee ist, den Teil nördlich von Kvikkjock wegzulassen- oder lohnt sich der trotz selbstverschuldetem Stau??????

  11. #11
    bin nur Abisko - Kwikkjokk gelaufen
    ..war sehr gut, aber halt überlaufen.

    Noch ein Tipp: Such dir die Route mit den wenigsten Seeüberquerungen, weil Boote oft kaputt sind und fahren lassen schweineteuer ist! Abzocke!

    Nam :wink:
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  12. Erfahren

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    #12
    ich genieße an skandinavien sowohl die einsamkeit, als auch die besondere ruhe und ausgeglichenheit der menschen (zumindest auf dem norwegischen land, da kann ich das einigermaßen beurteilen), den beinahe-sozialismus, das wetter, das meist besser ist, als man denkt, die luft, das wasser, die steine... ;) ja, kann ewig so weitermachen. anfang august wandere ich denn auch aus - erstmal wieder nach eidsbugarden, dann geld verdienen und studienvorbereitung vermutlich in der næhe von tønsberg. 8)

    lieb gruß,
    ungua
    einen tropfen glück møchte ich haben - oder ein fass verstand - menander

  13. Erfahren

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    #13
    Ich würde ja den Fastsozialismus mittlerweile eher Warmalfastsozialismus nennen...........

    @nam: Ja, die Abzocke mit den Booten habe ich auch schon vernommen.
    Ich werde auf jeden Fall schauen, dass ich da, wo's geht, drumherumlaufe, auch wenn viel weiter ist; hab dieses Jahr mal genug Zeit....

    Gruss
    Ingo

  14. Anfänger im Forum
    Avatar von Johokai
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    #14
    Hallo zusammen,

    Eine so großflächige und unberührte landschaftliche Szenerie besteht in Europa eben nur einmal. Nirgendswo in Europa habe ich so viele Wildtiere und Natur hautnah erleben dürfen.
    Übrigens: In Lappland hatte ich vor einigen Jahren das große Erlebnis bis auf ca. 25m an einen Wolf herangekommen zu sein und immerhin standen wir uns ca. "lange" 30 Sekunden regungslos gegenüber bevor er verschwand. 8) Also mit etwas Glück.....ist es doch möglich einem wilden Tier zu begegnen
    Am Freitag beginnt meine nächste Reise, mit dem Canadier nach
    Finnisch-Lappland bis an die russische Grenze Es wäre natürlich großartig wenn ich dort einem russischen "Grenzgänger" (Braunbär) vor die Linse bekäme, aber sicherlich wiederum nur mit viel "Glück", werde ggf berichten.

    Gruß @ all Johokai

  15. Moderator
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    Avatar von Becks
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    #15
    Dann mal n Konter:

    Von Norwegen hab ich noch nicht so viel gesehn, aber die Gegend um Narvik rum fand ich sehr schön. Schweden ist mir in weiten Teilen schlichtweg zu platt und fällt damit eher in die Kategorie: muß ich nicht hin.

    Und warum so weit weg wenn es auch hier schön ist:

    Balmhorn(nordwand)



    Balmhorn(nordwand) mit Verbindungsgrat zum Altels


    Auf dem Weg zum Wildesiggrat, morgens um 5 Uhr


    Sonnenaufgang kurz nach 5.15 Uhr

    Geht nur in den Norden, mir reichen die Alpen.

    Alex

  16. Lebt im Forum
    Avatar von Christian J.
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    #16
    GEILE BILDER!!!

    Endlich geht die Beck'sche Diashow wieder los!

    Christian
    "Er hat die Finsternis der Latrinen ertragen, weil in der Scheiße nach Mitternacht sich manchmal die Sterne spiegelten"
    Durs Grünbein über den Menschen

  17. Menelaos
    Gast

    #17
    Kann mich Becks nur anschließen. Die Frage wird hier zwar nicht diskutiert, aber will doch auch kurz meinen Senf loswerden:

    Skandinavien is genial, ohne Frage, aber imho sollte man auch mal über den Rand rausschauen ... Ostafrika - Sudan ... uhhh , da krieg ich Gänsehaut! Oder dann das ferne Russland oder Süd-Ost Asien ... achja, Ihr wisst was ich meine.

    Ok, is halt alles weiter weg, aber geht in die Pyrenäen, wegen mir auch die Alpen oder den Ural ... Europa hat zwar nicht viel, aber immerhin.

    Skandinavienverrückte kann ich verstehen, aber mir würde das einfach nicht reichen. Ich brauch mal Wüste, mal Berge, mal Ebene ... usw. Nur Skandinavien ... hmm, viel zu kalt und undfreundlich!! )

    Just my 2 cents ...

  18. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    #18
    Alpen sind ja in einem Skandinavien-Thread ziemlich offtopic

    Aber vielleicht interessiert es ja das eine oder andere Nordlicht, wie Becks Berg im Winter ausschaut; das Gasterental ist im Winter menschenleer (Vollsperrung wegen meist sehr großer Lawinengefahr). Vom Atels hängen riesige Eiszapfen herunter, die Balmhorn-Ostwand sieht aus wie ein Himalayariese.
    Bin nach einer Woche Föhnwetter mal mit Langlaufskiern in dieses gewaltige Trogtal hinein (die Wände rechts und links sind 2300m hoch, da kommen die meisten Fjorde nicht mehr mit). Totale Stille, gelegentlich kracht irgendwo ein Serac hinab... viele kleine Wildspuren im Bachbett...
    Zu schade, daß man hier Bilder nur über 'ne URL 'reinstellen kann.

    Gruß, Martin

  19. Forumswachhund Lebt im Forum
    Avatar von Corton
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    #19
    Zunächst mal Danke Euch allen.

    Was wir jetzt wissen: 1)Wir brauchen uns keine Sorgen wegen wildlebender Tiere machen, 2) Im September sind die Mücken weg.
    Frage: Gilt das auch für den Süden (bspw. Hardangervidda) oder fliegen die Biester da noch bis Oktober durch die Gegend? Was die Temperaturen angeht ist es in Lappland im September ja wirklich sehr angenehm. Rücklick, Wetterstation Kvikkjokk bei Wetter Online ergibt: Tiefste Temperatur in der Nacht in den letzten Jahren war -8°C, tagsüber ist es durchschnittlich (große Streuung) so um die 10°C – das hört sich wirklich gut an!

    Da wir ja normal auch immer in den Alpen rumrennen, reizen uns in Norwegen zunächst mal die Regionen Jotunheimen, Rondane, Josteldalsbreen etc. In der Hardangervidda kann ich mir (aufgrund des geringen Höhenunterschiedes zwischen Ebene und Gipfeln) eigentlich nicht vorstellen, dass da ein alpines Flair aufkommt, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Die Nationalparks Abisko, Stora Sjöfallets und Sarek sehen IMO auch sehr interessant aus, und wenn man auf dem Kungsled mal ein paar Leute trifft, so finde ich das nicht sonderlich tragisch. Was ist eigentlich das besondere am Sarek, dass man da als Anfänger nicht hinsollte?

    @ Maico
    Wenn man Dein „Winter-Märchen“ so durchliest, würde man sich am liebsten gleich ins Auto setzen und so lange fahren, bis man irgendwo ankommt, wo´s richtig kalt ist.
    Du findest den Bereich zwischen -20°C und -30°C sehr angenehm? Is vielleicht Gewohnheitssache aber ich hab bis jetzt erst ein paar Mal (sehr selten!) Temps knapp unter -20°C erlebt und fand das schon wirklich saukalt! - 40°C? Brrrr, da frier ich ja schon beim lesen...

    @Nam
    Bringst Du auch mal ein paar Argumente?

    @Becks
    Und warum so weit weg wenn es auch hier schön ist? ... Geht nur in den Norden, mir reichen die Alpen.
    Genau das haben wir uns bisher auch immer gedacht. Kann es irgendwo schöner sein als in den Alpen, die dazu noch direkt vor unserer Haustür liegen? Vielleicht nicht, aber vergleichen können muss man schon. Pyrenäen kenne ich – die sind irgendwie... wie soll man sagen? ANDERS passt eigentlich am besten. Nich so mein Ding! Sierra Nevada? Na ja – da reicht ein Tag. Apenninen? Auch kein Vergleich zu den Alpen! Bis jetzt jedenfalls kenne ich keine schönere Gegend als unseren heimatlichen Abenteuerspielpaltz.

    @Menelaos
    Deine Auffassung vertreten viele in Deutschland. Jeder rennt im entlegensten Winkel der Welt rum und besichtigt irgendwelche Kulturstätten, die hierzulande nicht einmal ausgebuddelt worden wären anstatt sich erst mal vor seiner Haustür umzuschauen. Mag sein, dass bei vielen das Fernweh ausgeprägter vorhanden ist als bei mir aber Du wirst es nicht glauben: Mir gefällt es hier! Europa ist abwechslungsreich und schön, es gibt viel zu entdecken und wenn ich irgendwann mal meinen sollte, dass das, was Europa mir zu bieten hat, nicht mehr reicht, werde ich mal kucken, was im Ost-Sudan so abgeht...:wink:

    Corton

  20. Moderator
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    Avatar von Becks
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    #20
    Jau, so geht das mir auch.

    Korsika ist schön, da gibt es nix dran zu rütteln. Und sie haben wenigstens Hügel dort, teilweise sogar echte Berge. Aber mir ist es da zu warm und ich kann nicht eben mal an nem WE hindüsen.
    Norwegen war wirklich eine Reise wert. Ich denke mit Nordnorwegen im Winter kann ich gut leben. Im Sommer wärs mir glaub ich nicht interessant genug. Fjorde und halbwegs sanfte Hügel, weite Täler usw. Sind kurzfristig reizvoll, aber dran gewöhnen kann ich mich nicht.

    Was mir fehlt: Atemberaubende Aussichten (wo sonst kann ich >1000 m senkrecht nach unten gucken), atemberaubende Wege (Balmhorn hat mich infiziert, nix goileres als in nem Kamin stehen und 600 m frische Luft unter den Hacken haben), das Spiel mit der Ausrüstung die ich im Norden so nicht habe (Eisbeile, Seile, Sicherungsmaterial), ordentliche Temperaturen die auch im Winter locker unter die -20°C gehn, bei richtiger Wahl Ruhe und Abgeschiedenheit, der Kampf gegen Naturgewalten (Schneestürme, eisiger Wind), eine abwechslungsreiche Gegend (Balmhornbild - ich steh in ner blühenden Wiese und guck eine Eis- und Felswand an) usw. usw.

    Nööööö. Ich hab meine geliebten Alpen noch lange nicht satt Daher empfehl ich die norwegische Küste im Norden. Da wo die Berge stehn, da kann man es auch dort aushalten.

    Alex

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