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  1. Fuchs

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    [ES/FR] Trekking durch die Pyrenäen:Andorra/Franreich/Spanien

    #1
    Mitreisende: Nicki
    Region/Kontinent: Südeuropa

    Bericht meiner üblichen Wanderung durch die Pyrenäen.

    Den kompletten Bericht mit Bildern, Höhenprofilen und ....gibt es unter,
    www.mitrucksack.de/tourenbericht_2006.htm

    Einleitung:
    Zu einigen Etappen des HRP -Haute Randonnee Pyreneenne- gibt es je nach Führer oder Karte verschiedene Möglichkeiten. Veron beschreibt teils andere Wege als Josten oder Reynolds. Ich richte mich diesmal nach den Karten der Rondo Editions, mit einen Abzweig zum Pic de Estats (3143m).
    Mit dem Planzeiger (fürs GPS) habe ich die Strecke des HRP vonPuigcerda bis Isil aus den Karten entnommen, das Fürstentum Andorra wird dabei durchquert.
    Der September gilt eigentlich als bester Monat, ich gehe dieses Jahr etwas früher, ab dem 21. 8, ich verspreche mir vor allem weniger Regen.
    Am Ende der Tour zeigt das GPS 145 km gelaufene Strecke (Luftlinie), der Höhenmesser zeigt 9.672 m bergauf- und 10.637 bergab gelaufene Meter an, die höchste Höhe war 3143m, der Pic de Estats.
    Höhenprofil der gesammten Tour besser lesbar auf meiner Seite)



    Es gab die üblichen Probleme, schlechte Markierung, Nebel, Regen, Muskelkater und Rückenschmerzen und mal wieder einen umgeknickten Fuß.
    Das Wetter war meist ideal zum Wandern, die Nebel und Regentage brachten aber die nötige Abwechselung und Spannung.
    Wie immer auf dem HRP sind die Wege einsam, nur an wenigen Stellen treffe ich auf
    Wanderer/ Gruppen( z.B. Pic Carlit),

    Anreise:
    Diesmal mit dem Flugzeug ab Köln, 10:25 Uhr
    Ich bin gespannt, ob ich gut in die Berge komme, oder viel mit dem Suchen von Verbindungen und Bahnhöfen beschäftig sein werde. Eigentlich müsste es gut klappen.
    Die Zugverbindungen hatte ich schon im Netz ausgesucht, so dass ich mit einem Tag Anreise in Puigcerda ankommen würde. Aber man weiß ja nie.
    Meine größte Sorge ist, an einem Sonntag, Gas für den Kocher zu finden
    Auf der Camping Gaz Web- Seite gibt es einige Adressen, aber die muss ich erst mal finden.

    In Barcelona lande ich pünktlich (20.08.2006-12:35), checke ohne
    großes Suchen aus, und stehe bei warmen Wetter und blauem Himmel vor dem Flughafen.
    Ein paar Meter weiter ein Bus, schnell mit wenigen Wörtern " zur City" - "Si", die Richtung festgestellt und einen Platz eingenommen.
    In Barcelona bleibt zur Zeit kein Stein auf dem anderen, die Strecke bis in die Stadt ist eine einzige riesige Baustelle.
    Am ersten großen Platz- dem Plaça Espanya steige ich aus. Mit einer kleinen Übersichtskarte mache ich mich auf dem Weg zum Plaça de Catalunya, dem Zentrum der Stadt.

    Der Rucksack ist nach kurzer Strecke schon übel schwer, obwohl noch einiges fehlt - Wasser ,Gas ..... .
    Schweiß steht auf meiner Stirn.
    Am Plaça de Catalunya gehe ich die Ramblas hinunter, die voller Menschen ist. Dort Zeitungsläden, Straßenkünstler, Cafes und Vogelhändler, aber kein Geschäft mit Gaskartuschen.
    Irgendwo hier ist ein Outdoor/ Sportkaufhaus - Decathlon. indem dem es laut Camping Gaz die Kartuschen gibt.
    Ich biege in die Gassen ab und laufe genau, aber zufällig auf Decathlon zu. Ob es heute ,am Sonntag, geöffnet ist?
    Zum Glück ist es geöffnet - und es gibt auch Gas Kartuschen , die CV (- von Camping Gaz) waren aus , aber Schraubkartuschen von MSR
    liegen im Regal. Gut, dass ich einen Kocher habe, der beide Systeme gebrauchen kann.

    Ich streife noch etwas durch die Gassen rund um die Ramblas, und mache mich dann auf dem Weg zum Bahnhof Sants (Estacio Sants) Es ist ein ganzes Stück bis dorthin - ich nutze es um mich an den Rucksack zu gewöhnen, der mir wirklich bleischwer am Rücken hängt.
    Um 17: 06 Uhr verlässt der Zug den Bahnhof, Richtung Puigcerda.
    Die Strecke ist vor allem in den Bergen sehr schön, sie führt durch schmale Täler an steilen Hängen vorbei, dann öffnet sich vor Puigcerda ein großes Plateau mit Bergen rundherum. Das Plateau liegt auf ca. 1200m, die Berge rundum erreichen eine Höhe bis über 2000m.
    Um 20:34 stehe vor dem Bahnhof von Puigcerda.

    Ich mache mir keine große Mühe , nehme mir ein Taxi (7€) zum "Camping Stel", dem nächstem Platz.
    Checke dort ein, baue das Zelt auf. Im Restaurant des Platzes gehe ich etwas essen- eine wirklich staubtrockene, üble Pizza.
    Ich schaue mit den Spaniern Fußball - Barca gegen - ich weiß es nicht mehr. Die Spanier gehen bei jedem Spielzug sehr feurig mit ihrer Mannschaft mit.
    Vor Spielende lege ich mich schon ins Zelt, kuschele mich in den Schlafsack.

    Einer der Seen im "Dessert et lacs du Carlit"
    Geändert von Sandmanfive (06.11.2011 um 16:55 Uhr) Grund: Reisecharakter eingestellt
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    Ganz viel Pyrenäen ( HRP- Haute Randonnée Pyrénéenne - komplett) und ein bisschen La Gomera

  2. #2
    Oh wie schön :-)

    Da hoffe ich, dass wir es diesen Sommer auch wieder in
    die Pyrenäen schaffen :-)

    CU

    Carsten

  3. #3
    So bin durch. Hat sich teilweise nach harter Arbeit angehört. Aber die Bilder waren es wohl wert.

    Mit 19,5 Kilo durch diese Pyrenäen, Respekt. Es sieht aber nach Umdenken aus. Vielleicht sollte ich doch mal mein Gepäck überprüfen .... Trotz diesem Bekenntnis: "Light" ist wohl nichts für mich .... :wink:

    Bringt das Minitarp etwas? Ich stelle mir vor, dass bei Regen schnell die Grenzen erreicht sind.

    Mit Rückenschmerzen kenne ich mich ganz gut aus (Bandscheibe). Erst nachdem ich auf eine dünne Isomatte umgestiegen bin (zusätzlich das Rucksackgewicht auf unter 10 Kilo gedrückt), habe ich auf Tour keine großen Probleme mehr damit. Aber die beste Kur bei akuten Rückenschmerzen ist immer noch ein warmer Sandstrand. Rücken in den Sand und das Meeresrauschen sorgt für die meditative Untermalung. Trotz Verkehrslärm wirst du mir das vielleicht bestätigen. Es gibt nix besseres! Leider sehen das die Krankenkassen nicht ein.

    Werner

  4. Fuchs

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    #4
    Ja - das Gepäck- ein wenig leichter wird es werden- leichterer Rucksack und ein leichterer Schlafsack, wo drauf ich nicht verzichten werde - Lese Stoff und Kamera. Kleidung etc. bleibt auch unverändert.So sind dann doch mal so 1,5 kg weniger.

    Und der Rücken- es liegt nicht am Tragen/ Gewicht- sobald ich ein Stück gehe verschwinden die Schmerzen, ich kann einfach nicht mehr auf ner Outdoor tauglichen Matte Schlafen. Bin halt nicht mehr der Jüngste.
    So eine "Daunen Matte" von Exped ist vieleicht noch eine Alternative.

    Mini Tarp- für kleine Zelte (wie mein Hogan) bringt es wirklich etwas, größerer trockener Stauraum , im Regen darunter Kochen. Mehr Platz im Zelt. Trocken rein und aus dem Zelt. Das Gewitter in der Nacht ( zwar auf dem Camping) hat es gut vertragen. Und wiegt kaum etwas.
    @ Werner
    Dein Rucksack Gewicht- unter 10kg- mit Zelt für mehrere Tage??
    Haste ne Liste

    gr. FS
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  5. #5
    Kein Problem.

    • Rucksack Deuter ACT 40 Lite 1.630
      Zelt Vaude Hogan 1.520
      Isomatte (Noname) 5 mm 170
      Schlafsack Yeti Pound 570
      Inlett (Seide) 150

      Regenjacke Marmont PreCip 350
      Regenhose Marmont PreCip 242
      Regenschirm (Noname) 180
      Regenhülle f. Rucksack 68

      Klamotten 900
      Fleecejacke (Noname 9 Euro) 343
      Badelatschen Deichmann 190

      Hygiene/Medizin 800

      Handy/Foto/Ladegeräte 700
      PET-Flasche 45
      Stirnlampe Petzl Zipka 58
      Tasse/Besteck (Titan/Lexan) 90
      Kleinkram 300
      Sitzkissen 5 mm 24
      Karten/Wanderführer 350
      Eiserne Reserve (Futter) 400
      -----------------------------------------
      ca. 9.100 Gramm

    Habe ich etwas Wesentliches vergessen?

    Kein Kocher. Wenn es sein muss, dann kan ich ganz gut mehrere Tage ohne warmes Essen auskommen. Nur der morgendliche Kaffee fehlt mir. Keine Unterlegplane. Kein Tarp. Kein Buch. Altes, dafür aber leichtes Handy (Siemens C55). Keine schwere Kamera (Digiknipse).

    Ich kann dich beruhigen. Je älter du wirst, um so mehr gehen die Rückenschmerzen zurück. Kein Material mehr da. Bei mir hat wirklich eine dünnere Isomatte etwas gebracht. Ist aber höchstwahrscheinlich nur Einbildung.

    Werner

  6. #6
    Ohne jetzt die Ultraleicht-Debatte auch in diesem Thread
    anzufachen, kann ich doch mitteilen, dass es natürlich
    deutlich leichter geht :-)

    Ich möchte ja 2007 wieder in die Pyrenäen und würde schon
    alleine bei den Basics Gewicht sparen können.

    Bei den großen 4 kann man auch recht schnell viel Gewicht sparen.

    Rucksack ULA Catalyst 1250 Gramm, wenn man viel Platz braucht
    Rucksack Golite Jam 680 Gramm, wenn man spartanisch reist.

    Tarptent Squall mit Bodenplane und PiPaPo 910 Gramm

    Matte Prolite 4 short (ich bin weich) 482 Gramm

    Schlafsack MH Phantom 15 880 Gramm, der eigentlich zu warm ist.
    Der hier im Forum hochgehandelte WM Summerlite wiegt leichte 540 Gramm.

    Im leichtesten Fall sind wir ein bisschen über 2600 Gramm, was doch
    ganz nett ist, wenn man bedenkt, dass mancher normale Trekkingrucksack
    soviel wiegt :-)

    CU

    Carsten

  7. #7
    Natürlich wird das wieder eine Ultraleicht-Debatte. :wink:

    Ich bin immer wieder (auch nach vielen Wiederholungen) von den UL-Listen fasziniert.

    Am Rucksack kann man jede Menge sparen. Aaaber nach zwei Bandscheibenvorfällen (sind dir nicht ganz unbekannt) und mehreren OPs (nicht am Rücken), lege ich gesteigerten Wert auf ein halbwegs anständiges Tragesystem.

    Zum Tarp zieht es mich nicht so hin. Ich mag's einfach nicht wenn morgens die Brühe auf der Zeltwand steht - von innen.

    Werner

  8. #8
    Zum Thema rückengeschädigt und deswegen zwangsweise
    ein ordentliches Tragesystem, kann ich nur jedem zum
    Gewichtsparen den ULA Catalyst empfehlen.

    Der hat nämlich ein ganz normales Tragesystem mit 2 Alustreben
    und nem stabilen Hüftgurt und kann bis 20kg getragen werden.

    Wer mal im Frankfurter Raum ist, kann den gerne bei mir anschaun.

    Und 1250 Gramm sind für einen Rucksack mit 50+20 Liter doch
    ganz gut, oder?

    CU

    Carsten

  9. Fuchs

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    #9
    Das Gewicht ist für mich nicht Ausschlaggebend, Wäsche zum wechseln (--Socken -- ) brauch ich, sonst kann ich mich selbst nicht mehr....
    Ansonsten schleppe ich einiges "zuviel" mit (Futter) weil ich unabhängig sein will- wenn ich lust auf Zelten hab -Zelten, mal hab ich lust auf Hütte und Abends nen Bier., oder geh mal auf nen Camping lieg in der Sonne und schmöcker in einem Buch und Trink ein....
    Ich hab immer soviel mit, das ich mir um nichts nen Kopf machen muß ausser vielleicht dem Wetter.
    Die 20 kg bei mir trage ich fast ohne die Wirbelsäule zu belasten , das Gewicht trägt nur die Hüfte, die Schultergurte sind meist ohne "wirkliche"
    last, halten den Sack nur in Balance.

    Noch ein paar Bilder fürs Forum
    1. Bivac in der Nähe des Pic Carlit:



    Auf dem Weg nach Porte Puymorens:



    Valle de Incles:




    Bivac Oberhalb von El Tarter:

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  10. Dauerbesucher

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    #10
    Zum Thema Trekking UND Ultraleicht in den Pyrenäen gibt es ja noch diese Seiten auf randonner-leger.org:
    Links vom Google in Englisch übersetzt:
    Ausrüstung (3706g)
    und der Bericht:
    Crossing of the Pyrenees July 2003

    Sicher etwas extrem, aber die zwei hatten da eine ganz nette Tour

    Gruß hikingharry

  11. #11
    Klar geht es immer noch leichter. Aber wenn ich Nickis Bilder sehe, dann komme ich auch ans Grübeln. Wegen guter Kamera und so. Er hat ja weit über 1 Kilo nur in der Fotoausrüstung stecken!

    Werner

  12. Erfahren
    Avatar von Flieger
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    #12
    Hallo!
    Was für ein toller Bericht mit sehr schönen Bildern!!! Macht sehr große Lust, auch mal in den Pyrenäen unterwegs zu sein.
    Schade das Du umgeknickt bist, und die Tour nicht zu Ende gehen konntest.
    Flieger
    "Unser Ziel ist nie ein Ort, sondern stets eine neue Betrachtungsweise" - Henry Miller

  13. Fuchs

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    #13
    Danke fürs Lob.
    Natürlich war ich entäuscht, es hielt sich aber doch in Grenzen- bis dahin (Umknicken) hat es einfach Spaß gemacht, alles lief gut und das was auf den ersten Blick nicht so toll scheint, ist wenns dann klappt, eigentlich nur spannend.

    Gr. FS
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  14. Fuchs
    Avatar von pfadfinder
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    #14
    Geil!
    Die Fotos vom Pic Carlit rufen schöne Erinnerungen hervor...

    LG
    ,,Es widerspricht ganz klar der Natur des Menschen, sich über allzu lange Zeit in geschlossenen Räumen aufzuhalten!\"

    ->Physikalisch gesehen gibt es gar keine Kälte!

  15. Fuchs

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    #15
    Noch ein paar Bilder,
    mehr von den Etappen und noch mehr Bilder auf meiner Homepage

    Neugierig:



    Auf dem Kamm



    Blick vom Col de meners:



    und vom Col de Arbella:



    Rosa:


    Estang du Picot:




    Steinmann auf dem weg zum Estats:



    Bunt und steinig- beim Pic de Estats:



    Blick vom Estats zu Estany Sottlo u. Estats


    An der Refuge Baborte.
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