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  1. Dauerbesucher

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    Herstellung von Birkenpech (kleine Einführung)

    #1
    Hallo an alle,
    ich habe die letzten 2 Tage intensiv genutzt, um Birkenpech herzustellen. Ich bin noch in der Probephase, doch das fertige Produkt ist schon nicht schlecht. Hier ein kleiner Einblick. Für genau Anleitung einfach Google benutzen ;)



    Vorbereitung
    Als erstes braucht ihr eine freie Fläche und eine große Feuerstelle. Für die destilation braucht man; Topf + Deckel, 2 kleine Behälter die ineinander passen, Birkenrinde (das fertige Pech ist aus frischer Birke und das frisch destilierte aus morscher) , Feuerholz, Ton und etwas Geduld. Ich habe für die Nachbearbeitung des Pechs einen Benzinkocher benutzt, doch auf dem Feuer geht das genauso gut.

    Erste Schritte
    In den Deckel vom Topf wird ein Loch geschlagen, dieses wird mit Kanickeldraht vor dem verstopfen geschützt. Abgedichtet habe ich den Topf mit Ton.
    Die 2 kleinen Behäter werden ineinander gestellt und bis zur oberen Kante zugegraben.
    Der Topf wird nun mit der Rinde gefüllt und Kopfüber mit Ton an die Behälter gematscht. Nun wird alles ein wenig eingegraben (auf dem Bild ist ein bissel wenig Erde um den Topf). WIchtig ist, dass alle Luftdicht verschlossen ist, sonst passiert es euch das alles verbrennt.



    Give em Feuer

    Als nächstes muss ein Feuer entfacht werden. Es kommt cooler wenn ihr es bohrt oder schlagt ;) Wenn ihr genug Glut produziert habt, schiebt sie einfach über den Topf und macht ihm ordentlich Dampf. Ich habe wärend der Aktion das Pech von Gestern gekocht, dazu gleich mehr. Gestern hat alles so 2-3 Stunden geköchelt, Heute um die 5-6.



    Das Pech tropft nun in den unteren Behälter und oben bleibt reine Kohle zurück. Diese nicht wegwerfen sondern klein reiben und aufbewahren. Da die Flüßigkeit so noch nicht fertig ist und klebt, muss sie gekocht werden.

    Pechbrennen

    Nun müsst ihr die gewonnene Flüßigkeit kochen (mehrere Stunden). Ich habe Anfangs auf dem Omnifuel gekocht, bin dann aber zum Feuer gewechselt. Dieser Vorgang ist nicht ganz einfach und hier fehlt mir die Erfahrung. Es sollte ein dickflüssiger Brei überbleiben, der kaum Fäden zwischen den Fingern zieht. Die Dämpfe die enstehen sind giftig, also passt auf. Auf den Bildern seht ihr die flüßigen Übereste von der frischen Birke.



    Kneten

    Es bleibt ein Brei über, der ziemlich doll klebt.
    Die weiche (solange sie warm ist) Masse im Topf mit nassen(!) Fingern kneten und die feingeklopfte Asche beimischen. Irgendwann habt ihr einen harten Klumpen, der bei Erhitzung abgeriben werden kann und dann wie Hölle klebt.



    Fertig!


    Wenn ihr weitere Fragen habt, fragt. Ich habe grad keine Lust weiter zu schreiben ;) evtl mach ich mal ein Update, aber das wichtigste ist gesagt.
    Ich würde gerne wissen ob ihr Erfahrung mit dem Thema habt und on ihr mir Tips für die Nachbearbeitung geben könnt. Ich bin mir nicht sicher wann der beste Zeitpunkt zum kneten da ist. Bei diesem Versuch war alles noch recht weich. Über Tips und Verbesserungsvorschläge freu ich mich.

    AUf dann
    vince

    Edit Morgen kommen ein paar neue Bilder und es wird einen neuen Brocken vom "schwarzen Worpsweder" geben ;)


    Edit2: Wie versprochen neue Bilder. Das ganze lief Heute nicht so gut. Das Endprodukt ist zu klumpig. Ich denke es wurde zu heiß und es ist zu viel Asche drin. Ein Klebetest folgt demnächst mit den Pfeilen. Der Dampf macht voll alle und ist hoch explosiv. Also vorsicht. Explodiert ist der Dampf, nachdem ich ein Feuerzeug zum Test dranhielt. Auha das ging ab, aber seht selbst. Das voletzte Bild ist das Teer mit Asche vermischt. Leider etwas klumpig wie ihr seht. Mit nassen Fingern habe ich es dann zu den Klumpen geknetet. Wenns Fragen gibt nur zu.

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  2. Erfahren

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    #2
    Hallo Vince

    Ich habe so etwas schon einmal mit Harz von Nadelhölzer gemacht.
    Also außen von beschädigten Stämmen abgekratzt unf dann vorsichtig
    in einer Blechdose zum Schmelzen gebracht. Das Endprodukt war eine
    zähe, klebrige, teerähnliche Masse. Wie elastisch bleibt denn nach einer
    Klebung mit Birkenpech das Endprodukt ? Wie lange dauert das Außhärten? Muß es zum Kleben warm verarbeitet werden ?

    Jochen

  3. Dauerbesucher

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    #3
    Moin Jochen, dass Endprodukt ist sehr hart. Du kannst es nicht mehr formen und zum verarbeiten musst du es erhitzen. Die Nachbearbeitungszeit dauert einige Zeit. Ich kann keine genaue Antwort geben, da es auf Feuchtigkeit und Menge ankommt. Verklebt habe ich noch nichts. Aber als nächstes Projekt habe ich mir die Herstellung von Pfeilen auf alte Art vorgenommen. Dann kann ich mehr dazu sagen. Gleich werde ich die zweite Ladung aushärten. Von der Menge ist es sicher das 10 fache.

    Das Nadelholzharz muss ich auch mal testen. Musst du für die Verarbeitung erhitzen?

    lg
    vince
    Cauf Club -30Mark

  4. Erfahren

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    #4
    Moin Moin Vince

    Das Experiment mit dem Hadelholzharz liegt so 40 Jahre zurück
    Es sah aus wie Rübenkraut. Wenn man es erwärmte, mußte man dieses
    vorsichtig tun, da es schnell anfing zu brennen. Es wir dann aber auch wieder weich.
    Die Indianer Nordamerikas haben ja auch erhitzte Harze zum Abdichten
    ihrer Rindenboote genommen.

    Gruß Jochen

  5. #5
    ich habe das im vergangenen Sommer ebenfalls mal ausprobiert, leider habe ich nicht sauber gearbeitet (sehr viel Kohle im Pech). Auch habe ich nicht lange genug gewartet (ca.1h ) ein Teil der Rinde war noch nicht verkohlt.

    Habe eine grosse Blechose mit Rinde gefüllt Loch unten rein und Dose drunter eingegraben (Loch war zu gross und ohne Hasengitter ).
    Die Dose habe ich oben mit einem Deckel sowie Alufolie und Draht verschlossen..würde ich aber nicht mehr empfehlen, weil die Alufolie trotz mehrer Lagen nach einer Weile durchgebrannt ist.

    Deine Konstruktion gefällt mir besser.
    Es macht auf jeden Fall eine Menge Spass. Werds im kommenden Jahr nochmals probieren.

    Die Zeit der Wollsocke ist angebrochen........:-)
    »Heut’ mach ich mir kein Abendbrot, heut’ mach ich mir Gedanken.« W.Neuss

  6. Dauerbesucher

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    #6
    Also SPaß macht es aufjedenfall ;) Ich mach gleich weiter, dann gibts neue Bilder.
    Da das jetzt ne ganze Menge Pech ist, werd ich es länger köcheln lassen. Ich versuch dann noch ein klebe Test mit Holz zu machen.

    Bis denne
    vince
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  7. Fuchs
    Avatar von pfadfinder
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    #7
    Schöner Beitrag!
    -Denn werde ich mich mal an Mama's Töpfe machen :wink:

    LG
    ,,Es widerspricht ganz klar der Natur des Menschen, sich über allzu lange Zeit in geschlossenen Räumen aufzuhalten!\"

    ->Physikalisch gesehen gibt es gar keine Kälte!

  8. Dauerbesucher

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    #8
    *Update* neue Bilder sind da. Viel mehr Teer, aber in schlechter Qualität. Man muss sich Zeit nehmen. Ich wollte es schnell durchziehen und hab auf volldampf gearbeitet.

    Pfadi, wenn du willst kannst mein Krusch haben. Ich habe erstmal genug Teer/Pech und so schnell werd ich es wohl nicht wieder machen. Evtl destilier ich nochmal was anderes, aber das ist nicht eilig. Wenn du lust hast machen wir die Pfeile zusammen.

    lg
    vince

    Edit: Ich muss etwas wichtiges anhängen. Ich habe zu viel von den Dämpfen inhaliert. Mein Zustand ist nicht schlecht, ich fühle mich nur ziemlich breit. Nehmt lieber eine Atemschutzmaske oder nehmt euch einen Nachmittag frei. Das Autofahren ist nach dem Kochen nicht sehr vorteilhaft.
    Cauf Club -30Mark

  9. Fuchs
    Avatar von pfadfinder
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    #9
    Zitat Zitat von vince

    Pfadi, wenn du willst kannst mein Krusch haben. Ich habe erstmal genug Teer/Pech und so schnell werd ich es wohl nicht wieder machen. Evtl destilier ich nochmal was anderes, aber das ist nicht eilig. Wenn du lust hast machen wir die Pfeile zusammen.

    Edit: Ich muss etwas wichtiges anhängen. Ich habe zu viel von den Dämpfen inhaliert. Mein Zustand ist nicht schlecht, ich fühle mich nur ziemlich breit. Nehmt lieber eine Atemschutzmaske oder nehmt euch einen Nachmittag frei. Das Autofahren ist nach dem Kochen nicht sehr vorteilhaft.
    Du Spinner!->Verweis' doch da mal drauf im ,,Outdoorzigarettentread"!
    -Haste schon mal ausprobiert,das zeug richtig steinhart zu bekommen?-Halten Spitzen,etc.?

    LG
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  10. Dauerbesucher

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    #10
    Hey, ich hab grad Feuerstein geschlagen und mit Holz zusammen geklebt. Hielt voll gut, nur Schläge kann der Kleber nicht ab. Hab aber auch nicht viel drauf gehabt. Ich konnte Holz mit Druck schneiden, ohne das der Stein heraus brach. Sehr geil, hab auch Bilder gemacht. Ich wollte sie grad aufn Pc packen und da hab ich gesehen das ich keine Speicherkarte drin hatte alles umsonst. Evtl kelb ich Morgen nochmal, jetzt ist erstmal Schluß für heute.

    Das Zeugs wird Seitenhart, der Bruchtest ging durch die krümmeligkeit schief. Vieleicht sollte ich doller erhitzen.

    lg
    vince
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  11. Erfahren

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    #11
    Falls sich in dem Birkensaft Zuckerbestandteile befinden, handelt es sich
    dann bei der Pechherstellung ev. um eine Art "Karamelsierung" des
    Zuckers beim Erhitzen? Die Grundbestandteile beim Pechherstellen sind
    ja in ihrem Urzustand nicht klebrig. Es handelt sich ja letztlich um ein
    Eindicken des Saftanteils. Ev. klappt das dann auch mit eingekochten
    Ahornsaft. Der Deckel von meiner Ahornsierupflasche sitzt nach einer
    gewissen Zeit immer bombenfest auf dem Gewinde.

    Jochen

  12. Alter Hase

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    #12
    Hallo!
    Also das Pech ist nicht mit dem Zucker identisch. Sonst müsste man den Frühjahrssaft kochen. Die Beschrebubung ist echt toll! Ich habe das ganze mal im Zimmer mit meinem Dragonfly gemacht.

    BUÄ HAT DAS GESTUNKEN!

    Was mir zu Birkenpech noch einfällt ist, dass ein Bekannter aus Australien seine Kammera mit Spinifex-Wax repariert hat ;)

    Ihm war nach langer WAckelstrecke durchs Outpack der Spielgel und die Spiegelklappe abgefallen, worauf er sich aus einer Grasart Kleber hergestllt hat, der mit Birkenpech verglichen wrden kann.

    Er hat damit seine 300D repariert und es hat super funktioniert

  13. Erfahren

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    #13
    @vivalranger

    Wenn Du es mal richtig stinkig haben willt, koch mal Leim aus Leder
    und Knochen das rockt richtig

    Jochen

  14. Anfänger im Forum
    Avatar von Indianer
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    Man sollte den Kopf nicht hängen lassen, wenn einem das Wasser bis zum Halse steht.

  15. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: Herstellung von Birkenpech (kleine Einführung)

    #15
    entschuldigt, wenn ich diese Forumsleiche ausbuddele, aber ich wüsste nicht, wo ich sonst posten könnte. (ggf bitte verschieben)
    Ein interessanter Artikel aus dem Standard zur Herstellung von Birkenpech, wie sie vermutlich früher stattgefunden hat.

    https://www.derstandard.at/story/200...r-neandertaler
    Two roads diverged in a wood, and I—
    I took the one less traveled by,
    And that has made all the difference (Robert Frost)

  16. Erfahren

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    AW: Herstellung von Birkenpech (kleine Einführung)

    #16
    Ha, den hab ich heute auch gelesen und wollte ihn auch grad posten
    Schon sehr cool, wie sie eine bessere Methode hatten als heutige Wissenschafter (bis vor kurzem).
    www.lustwandler.at
    Trekking in Schweden, Norwegen und Island
    Letzte Tour: Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

  17. Erfahren

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    AW: Herstellung von Birkenpech (kleine Einführung)

    #17
    Da muß ich mal eine Lanze gegen ein dezentes Wissenschaftlerbashing brechen - die "alte" Methode beruht auf den bisherigen Kenntnissen, wie sie in den letzten Jahrhunderten angewendet wurde und bringt die höchste Ausbeute. Das auf dem hier beschriebenen Weg Birkenpech herstellbar ist kann mit einem Kamin im Haus wissen , das ist nämlich eine Basis für den Kaminbrand.
    Und das war wohl der Weg, auf dem Birkenpech entdeckt und somit die ersten Tausende von Jahren hergestellt wurde - einfach weil es "nebenbei" geschieht. Daraus ableiten zu wollen, das dieses die bevorzugte Methode in der frühen Steinzeit war halte ich für interessant, nur hätte ich dann gerne archäologische Hinweise.

    Btw, die Sache mit der experimentellen Archäologie ist eine mehrschneidige Sache - sie kann nachweisen, das es so geschehen sein kann und manche logischen Schlüsse korrespondieren dann ganz gut (irgendwo kam di Idee ja her...), aber sie sind nur ein, möglicherwiese starkes und wichtiges, Indiz. Umgekehrt lassen sich damit manchmal Fundumstände rekonstruieren und somit erklären. Aber manchmal ist der Drang der Journalistik zu vereinfachenden Darstellungen etwas stark...

    Die Temperturangaben im Artikel sind heutige Zugabe, selbst im Mittelalter und in der Neuzeit kannte man sie nicht und hat es doch erfolgreich gemacht....

    PS. @Bourne, das ist nicht sehr sinnig, denn besser (im Sinn der Ausbeute) ist die Methode nicht, sie ist nur simpler!
    Es ist so leicht Wissenschaft mit Häme zu kommentieren, dieser Weg führt aber direkt zur Chemtrails, Klimaleugnerei und der Hohlerde Bewegung

  18. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: Herstellung von Birkenpech (kleine Einführung)

    #18
    Also als hämisch habe ich den Artikel nun nicht interpretiert. Ich fand ihn nur interessant, weil ich öfters Diskussionen dazu gehört habe bei Bushcraft-Treffen. Und sicherlich entwickeln sich solche Ursprungsentdeckungen im Laufe von Jahrhunderten weiter, das ist ja auch das spannende daran. Übrigens stehen unter dem Artikel noch die dazu publizierten Ergebnisse der Wissenschaftler.
    Die Kommentare unter dem Artikel sollte man nicht zu ernst nehmen.
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  19. Erfahren

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    AW: Herstellung von Birkenpech (kleine Einführung)

    #19
    @Bambus: keine Sorge, kein "Wissenschafterbashing". Hab selbst ne Weile an der TU gearbeitet, allerdings ICT.
    Du hast natürlich recht, dass sie nicht die bessere Methode hatten, aber ich finde es spannend, dass sie eine Methode hatten, auf die heutige Wissenschafter nicht so leicht gekommen sind. Eben weil sie ganz anderes Hintergrundwissen und einen wissenschaftlich/technischen Zugang haben und basierend darauf Schlüsse ziehen bzw. Experimente anlegen.
    www.lustwandler.at
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    Letzte Tour: Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

  20. Moderator
    Lebt im Forum
    Avatar von ronaldo
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    AW: Herstellung von Birkenpech (kleine Einführung)

    #20
    Zitat Zitat von Bambus Beitrag anzeigen
    Da muß ich mal eine Lanze gegen ein dezentes Wissenschaftlerbashing brechen...

    Btw, die Sache mit der experimentellen Archäologie ist eine mehrschneidige Sache - sie kann nachweisen, das es so geschehen sein kann und manche logischen Schlüsse korrespondieren dann ganz gut (irgendwo kam di Idee ja her...), aber sie sind nur ein, möglicherwiese starkes und wichtiges, Indiz. Umgekehrt lassen sich damit manchmal Fundumstände rekonstruieren und somit erklären. Aber manchmal ist der Drang der Journalistik zu vereinfachenden Darstellungen etwas stark...
    ...[/URL]
    Witzig, dass der Artikel eigentlich kein Material fürs Bashing hergibt, in den Kommentaren dann halt doch gleich über "die Wissenschaft" hergezogen wird. Ist wohl der Zeitgeist. Traurig.

    Den Anmerkungen zur experimentellen Archäologie kann ich mich 100%ig anschließen, das ist gut erklärt.
    Beispiel: Dass Heyerdahl in den 40ern auf dem Balsafloß von Südamerika nach Polynesien gesegelt/gedriftet ist, heißt, die vorkolumbianischen Südamerikaner hätten es wohl so machen können. Heißt nicht, dass sie es tatsächlich gemacht haben.

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