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  1. Neu im Forum

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    #81
    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich weiss, es ist leicht OT, aber es gehört ja auch irgendwie mit dazu. Mich würde (im Moment) mehr interessieren, wie man Messergriffe und -scheiden fertigt. Hat da jemand Erfahrungen, Tipps, Hinweise?

    Gruß Susanne

    Boogle mal nach Brisa Finland, da gibt es tolle Anleitungen

    Corne

  2. Erfahren

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    #82
    zum thema federstahl und damast, auch auf die gefahr hin ein spielverderber zu sein.
    das schichten verschiedener stähle kann heute nur als technisch überholt bezeichnet werden da man mit den verschiedenen möglichkeiten der randschichthärtung (zb einsatzhärten und weitere verfahren) bessere ergebnisse erzielt (zähelastischer kern und harte oberfläche).
    zudem haben die federstähle eine relativ geringe bruchdehnung (6%): sie brechen nach der elastischen verformung evt recht überraschend (gefahr zb beim hebeln, splitter beim auftreffen auf harte gegenstände).
    zum vergleich: vergütete stähle haben meist eine bruchdehnung zwischen 9 und 21 %, einsatzstähle nach dem aufkohlen zwischen 9 und 16 % bruchdehnung im kern.
    die geringe bruchdehnung lässt sich auch nicht durch die härte von max. um die 310 brinell (ca 330 hv/ 33 rockwell c) rechtfertigen. Gehärtete stähle beginnen ungefähr bei 550 hv/50 rockwell c.
    also:
    viel spass beim herstellen und bewundern eurer handwerklichen leistung, aber obbacht beim gebrauch.

    wegen der frage welcher stahl (irgendwo auch gefragt)
    auch wenn ich mich besser mit klassischen werkstoffen für den maschinenbau auskenne: wenn es etwas gängiges sein soll würde ich mich in dem bereich kaltarbeitstähle umschauen. warm und schnellarbeitsthähle (zb für fräsen) und warmfeste stähle (zb aus dem triebwerksbau) werden auch gerne verwendet, sind aber warscheinlich schwerer zu bekommen. aber da gibt es vieleicht auch leute die sich besser auskennen.
    allerdings würde ich für den heimwerker evt auch die berechtigung eines c 45 zb nicht in abrede stellen wollen da dieser wohl noch recht preiswert ist und evt somit versuchsreihen in frage kommen (habe ich zb auch während meiner lehre gemacht: wenn gewünscht kann ich hierzu evt mal die alten protokolle mit metallographischen ergebnissen ect rauskramen).

  3. Anfänger im Forum
    Avatar von fuchsbau
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    Lernen - Dazu lernen

    #83
    Durch das Erhitzen im Feuer ist der Stahl aufgekohlt. Nach dem Schmieden wird die Klinge - nach Möglichkeit nur an der Schneide zum Glühen gebracht und in Wasser abgeschreckt.

    Man muss ein wenig aufpassen, sonst wird die Klnige zu brüchig.

    Grüße Joe
    Aha,

    da hab ich wieder was dazugelernt.

    Tolle Sache mit dem Aufkohlen eines Drahtstiftes sprich Nagel. In dieser Technik kannte ich das noch nicht.

    fuchsbau
    Geändert von Waldhoschi (15.09.2007 um 23:27 Uhr) Grund: [Quote-Tag gerichtet]

  4. Gerne im Forum

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    #84
    Damast macht ein Klinge sicher nicht schlechter, eher minimal besser wenn man einen Leistungszonenaufbau wählt. Dieser Leistungszonenaufbau kann tatsächlich das Zünglein an der Waage sein.
    Warmarbeitsstähle zum Messermachen sind imo jetzt nicht so die optimale Wahl:
    - Zu verschleißfest, die Bearbeitung ist extrem schwer.
    - Neigt zu Ausbrüchen
    - Ist schwer nachschärfbar
    - Wird nicht so scharf wie ein C-Stahl, da aufgrund der Karbidgröße ein anderer Schneidenwinkel gewählt werden muss/kann.

    + Hält die schärfe länger.

    Dann stähle: C45 kann man verwenden, ist aber sicher keine optimale Wahl, wenns wenigstens einigermaßen schnitthaltig sein soll. Ich verweise auf das MF und erlaube mir den Hinweis, dass es dort einen Bezugsquellenthraed gibt. Das wäre jetzt guter stahl :
    http://www.messermacherbedarf.de/xtc...9e61d7602d76da
    für kleine bis mittelgroße Klingen
    mfg
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  5. Anfänger im Forum
    Avatar von fuchsbau
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    Damaststahl - PM Stahl

    #85
    Hallo,


    ich werde nicht einsteigen auf eine Diskussion welche unsinnig ist. Wer Damaststähle mag der soll Damaststähle nehmen. Die vorgenannten Damastschmieden sind alle Meister ihres Handwerkes - es geht auch nicht darum
    Damaststähle "schlecht" zu reden, sondern vielmehr darum Zusammenhänge richtig zu stellen.

    Wer möchte kann sich auch unter folgenden Links weiter informieren, als ich dies jetzt in den folgenden Sätzen tue.

    http://messerfuchs.de/doc/144imtest.pdf
    http://messerfuchs.de/doc/diemischung.pdf

    Schnitthaltigkeit: wie lange bleibt eine Klinge scharf, ist "auch" eine Funktion der Härte aber vor allem ist sie abhängig von der Anzahl der verschleißfesten Karbide im Messerstahl (Vanadiumkarbid, Wolframkarbid, Titankarbid, usw.) d.h. je mehr Karbide je verschleißfester. Nur bei der gleichen Stahlsorte ist der Härtere der in der Regel auch Verschleißfestere. Vergleicht man zwei Stahlsorten miteinander kann nicht gesagt werden, dass der Härtere auch der Verschleißfestere ist. Natürlich spielt auch die Größe und die Verteilung der Metallkarbide in der Stahlmatrix eine Rolle - doch auch hier sind die auf der modernsten PM-Anlage der Welt der Fa. Uddeholm in Schweden produzierten PM Stählen den anderen weit überlegen.

    Rostfreiheit: für mich im Outdoorbereich ein absolutes Muß: Laß dir ein Messer aus "rostfreiem im Feuer geschmiedeten Damast" von deinen genannten Damastschmieden machen. (ich betone kein PM-Damast von Damasteel)

    Von Richard Hehn und Friedrich Schneider kannst du, aus rostfreien im Feuer geschmiedeten Damast, Damastmesser bekommen.

    Schärfe: das Problem liegt darin wie bekomme ich einen hochverschleißfesten PM-Stahl richtig scharf, habe ich dazu nicht die richtigen Möglichkeiten wird beim Schärfen die mikrofeine Schneide durch zu hohe Temperatur ausgeglüht.

    Wird das Schärfen richtig beim PM-Stahl ausgeführt ist die mikrofeine Schneide genauso fein wie bei Damaststählen jedoch viel verschleißfester.

    Noch eine Anmerkung, denk mal drüber nach. Warum werden Schneid- und Stanzwerkzeuge (Bohrer, Fräser, Drehmeißel, etc) nicht aus Damaststahl gemacht, wenn dieser doch so überlegen sein soll. Selbst wenn man zum Herstellen von Damaststählen zwei "schmelztechnisch hergestellte, nennen wir sie mal, Werkzeugstähle-Schnellarbeitsstähle nimmt, aus denen Schneid- oder Stanzwerkzeuge gemacht werden, so wird der daraus hergestellte Damaststahl immer etwas schlechter sein als der "beste" der beiden Grundstähle.

    Zuletzt wer Damaststähle mag soll sie verwenden - auch ich habe Messer aus Damaststahl und verwende auch diese. Meine Favoriten sind jedoch die PM-Stähle.

    Ich will nun abbrechen, weil es sonst den Rahmen im Forum sprengt. Wenn jemand mehr wissen will kann er mich gerne aufs Festnetz anrufen.


    Die ausführliche Diskussion kann unter dem Thema "Ultimatives Outdoor-/Survivaltool im Forum unter Messer,Äxte & Co, nachgelesen werden, dann wird der Zusammenhang klarer.

    Noch eins, wenn ich z.B. einen 300.lagigen Hochleistungsdamast-Leistungsorientierten Damast habe, dann habe ich doch ca. 299 Schweißlagen dazwischen - wer kann dies absolut ohne fehlgeschweißten Lagen fehlerfrei ausführen, von Verunreinigungen die während des Feuerschweißens hinein kommen mal noch abgesehn und diese Schweißlagen kommen auch noch an der mikrofeinen Schneide zum Vorschein.

    Zum Thema PM-Stahl werde ich in Kürze noch ein paar Zusammenhänge erläutern. z. Zeit gibt es keine Alternative zur PM technik.

    mfg

    fuchsbau

  6. akonze
    Gast

    #86
    Zitat Zitat von fuchsbau Beitrag anzeigen
    ich werde nicht einsteigen auf eine Diskussion welche unsinnig ist....
    Sorry, aber ist das nicht der selbe Post wie dieser hier?

  7. Fuchs
    Avatar von lupold
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    #87
    Dann stähle: C45 kann man verwenden, ist aber sicher keine optimale Wahl, wenns wenigstens einigermaßen schnitthaltig sein soll. Ich verweise auf das MF und erlaube mir den Hinweis, dass es dort einen Bezugsquellenthraed gibt. Das wäre jetzt guter stahl :
    http://www.messermacherbedarf.de/xtc...9e61d7602d76da
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    mfg
    Moritz
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    falls da (2842 von Böhler) jemand mal ein stück von braucht, ich hätte da "Reste".
    Zitat Volker Pispers:"Wenn ich Recht habe, werdet ihr das nie erfahren."

  8. Fuchs
    Avatar von jackknife
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    #88
    den Stahl nimm unser Freund auch für seine Monos, und als Anteil im Damast

  9. Anfänger im Forum
    Avatar von fuchsbau
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    Werkstoff 1.2842 - Messerstahl

    #89
    Hallo,

    hier ein Link zum Datenblatt für den Stahl 1.2842. Bei der Fa. Böhler heißt der Stahl K 720

    http://www.bohler.de/buag_frontend/S...nt=fullVersion

    Bitte genau durchlesen und dann überdenken ob es sich lohnt - Lebenszeit -

    für die Herstellung eines Messers aus diesem Werkstoff zu investieren.

    Ich meine es gibt Stähle bei denen es sich mehr lohnt.

    Für Auskünfte stehe ich gerne zur Verfügung.

    fuchsbau

  10. Fuchs
    Avatar von lupold
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    #90
    Ich meine es gibt Stähle bei denen es sich mehr lohnt.
    Der läuft bei mir als Universal Werkstoff. Wenn ich was besseres brauche nehm ich nen 1.2379 der in den Vakuum-Ofen wandert oder PM.
    Ob der 2379 als Messerstahl taugt weiß ich nicht. Ordentlich Carbide drin da.
    1.2080 ist auch ein "netter".
    Ich würd mich da gar nicht ran wagen (Respekt an die Schmiede!) sondern auf ein Jordan Knife sparen.

    OT: schöner Iltis da, Fuchsbau, deiner?
    Zitat Volker Pispers:"Wenn ich Recht habe, werdet ihr das nie erfahren."

  11. Anfänger im Forum
    Avatar von fuchsbau
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    VW Iltis

    #91
    Ja, mein der Iltis - schönes Männerspielzeug.

    Ist ein ganz seltener da Zivilausführung.

    Zum Thema Stahl: den 1.2379 habe ich ganz zu Anfang (1978) meiner "Messermacherausbildung" gerne verwandt - war damals noch aus USA, wo
    der Stahl D2 heißt.

    Ist kein schlechter Stahl, wenn Du ihn heute als PM-Qualität nimmst.

    Aber eben nicht rostfrei, auch nicht rosträge. Rostträge ist sowieso ein blöder nicht richtig definierter umgangssprachlicher Ausdruck.

    Entweder ist der Stahl rostfrei oder nicht.!!!!!

    Wenn ihr einen "normal erschmolzenen Stahl" benötigt, dann nehmt doch den

    1. 4125 was dem amerikanischen 440 C entspricht, dann habt ihr rostfrei mit guten mech. Eigenschaften zum vernünftigen Preis.


    fuchsbau

  12. Gerne im Forum

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    #92
    Ich verwende rostende Stähle selbst sehr gern.
    Mein Favorit ist hier der 1.2519, ein hervorragender stahl für kleinere Outdoormesser
    Wenns aber rostfrei werden soll würde ich Niolox oder auch SB1(1.4153.03) empfehlen. Wenns rostfrei sein muss gibts imo nix besseres, feine Schneide, gute
    Schneidhaltigkeit und hervorragende Korrosionsbeständigkeit.
    Du hast recht, PM Stähle sind AB EINEM SCHNEIDWINKEL VON 25 GRAD den konventionellen, rostenden stählen überlegen. Aber darunter spielen die rostenden ihren Vorteil -extreme Feinkörnigkeit aus.
    Und ein geringerer Winkel = Messer schneidet besser und deswegen nehm ich lieber rostende Stähle für ein Outdoormesser.
    Ich habe allerdings keinerlei Probleme damit mal was rostfreies zu nehmen. Auf einem längeren Trip würde ich wahrscheinlich die Kombination rostfrei + Diamant/Keramikstein wählen.
    Aber unter 2 wochen funktioniert ein rostendes imo einfach besser, bei längerer Zeit süielt das rostfreie seine Vorteile - Schneidhaltigkeit und Robustheit aus.
    mfg
    Moritz
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  13. Neu im Forum

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    hallo

    #93
    Messer selber machen?
    schaut mal dort
    http://www.wittenberger-rws.de/ws013.html

    meine kleine Schmiede

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