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  1. Outreq WK15 [Hobo]

    #1
    Der WK15 besteht aus 1 mm starken Edelstahlblech, welches hochglanzpoliert ist. Das Lochblech am Boden ist aus Aluminium.
    Die Verarbeitung ist einwandfrei, evtl. die Kanten hätte man etwas abrunden können. Ist aber nicht weiter schlimm. Ich bin am WoE nicht da, werde da aber evtl., wenn ich dazu komm, den Brenner mit Holz betreiben (zum testen: Kochdauer 1l Wasser, Funkenflug, Hitzeentwicklung etc...). Zuerst mal ein paar Bilder:

    Der Kocher in seiner Verpackung


    Die Enzelteile


    Die Bauteile ausgebreitet


    Seitenansicht zusammengebaut


    Seitenansicht zusammengebaut


    Draufsicht


    Vom ersten Eindruck her ein wirklich tolles Teil! Wenn er nur halb so gut heizt wie beworben bin ich voll zufrieden!!!

    Habe den Kocher jetzt mal geschürt. Zum Starten Reisig, und dann verschiedene dünne Äste (von Bleistift- bis Edding 3000-dick). Es ensteht durchaus eine gewaltige Kaminwirkung. In der Anfgangsphase geht der Kocher aber recht leicht wieder aus (weil das dünne Startmaterial sehr schnell verbrennt). Ansonsten is er auch sehr hungrig, man muss ihn ständig füttern. Dafür entwickelt er eine gigantische Hitze, wodurch die Kochzeit für 1 l Wasser mit 4 Minuten sehr realistisch bleibt.
    Verbrauch pro Liter Wasser: ca. zwei bis drei Handvoll Äste (schon klein gebrochen)
    Zurück bleibt wirklich nur weiße Asche und eine dicke Rußschicht an der Innenseite. Die Aussenwände werden sehr heiß, also vorsicht beim nachschüren.
    Gefahr der Brandausweitung hab ich nur insoweit entdeckt, dass der Untergrund leicht zu brennen beginnt (deswegen nach Möglichkeit nicht brennbaren Untergrund verwenden)

    Hier kann man ein bisschen Flamme erkennen


    Blick in den Topf


    Blick unter den Kocher, hier landet die Restasche


    Blick in den Kocher nach der Befeuerung. Zurück bleibt nur weiße Asche und Ruß an den Wänden. Sowie verbrannter Boden
    Geändert von Mephisto (18.08.2007 um 19:08 Uhr)

  2. Erfahren
    Avatar von Trekkman
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    #2
    Vielen Dank für die Reportage! Feine Sache – ich überleg auch schon den Kauf. Fürs Leichtwandern in den Bergen über der Baumgrenze zwar nicht so geeignet (da nehm ich dann lieber meinen feinjustierbaren Brenner mit Gaskartusche – 300 g, die mir mind. 10 Tage reichen). Aber in "normalen" Zonen: Klasse Teil. Vor allem beim paddeln (mit Boot kommt es ja nicht so aufs Gramm an).

    Wenn der Boden unter dem Kocher anbrennt sollte man das Teil schon sehr vorsichtig betreiben. Z. B. nicht in Teilen des Rogengebietes. Obwohl es da Kleinholz genug gibt. Dort wächst an vielen Stellen schon diese Rentierflechte. Wenn die trocken ist, kokelt die wie Zunder. Ich habe da mal den Fehler gemacht und ein kleines Feuerchen entzündet. Ratzfatz schweelte die Glut und ich habe es glücklicherweise geschaft das Gezündel mit dem Kochwasser zu löschen.

    Kann man beim WK15 mit einem Esbit-Würfel als Starthilfe vermeiden, dass dass dass Teil ausgeht? Also nicht viel dünnes Startmaterial wie Mini-Ästchen oder Reisig einsetzen (die ja immer ausgehen) sondern gleich Äste nehmen und los geht es mit dem Kochen?

    Gruss, Thomas W

  3. #3
    Ja, man kann auch ein Esbit-Stück als "Feueranzünder" nehmen.

    Wenn man aber den Hobo einige Male benutzt hat, dann hat man den Bogen raus, wie man ihn anzündet.
    Am Anfang hatte ich das zu "wissenschaftlich" betrieben. Also ganz kleine Äste und dann oben drauf immer etwas dickere Äste, bis man schließlich bei daumendicken(oder dickeren) Ästen angekommen ist.
    Ich fand, daß man diese Kette etwas kürzen kann. Also mit ganz dünnen Ästen ein zündbares Häuflein bauen und darauf ein paar dünne Äste und oben drauf schon ein paar kräftigere Äste(also so dick wie der kleine Finger und dann ein paar daumendicke Aststücke ganz oben drauf).
    Einziges Problem war(nachdem ich etwas Routine beim Anfeuern gesammelt hatte), daß man die dickeren Äste in "ofengerechte" Stücke(also was die Länge der Aststücke anbelangt) schneiden mußte. Nicht jeder auf dem Boden liegende Ast ist leicht zu brechen, da war manchmal das ganz normale Taschenmesser etwas unterdimensioniert. Aber 'ne richtige Säge habe ich nicht vermißt bzw. gebraucht.

    Ich habe nur selten wirklich ausschließlich trockene Äste(+Ästlein) gehabt, da waren immer auch einige feuchte(nicht naß, obwohl das auch geht, aber da gibt es Rauchentwicklung, deswegen nicht so angenehm, wenn man fast nur nasses Holz hat; bei nassen Ästen war Esbit übrigens ein ganz gutes Anzünde-Mittel) Äste dabei. Dann brannte das Feuer auch nicht ganz so schnell runter.

    Ist ja schon erwähnt worden. Da auch die Töpfe ordentlich verrußt werden, sollte man immer an eine stabile Tüte für die Töpfe dabei haben, damit man sich im Rucksack nix dreckig macht. Der Kocher hat ja eine Tasche.

    Das Brandschutzproblem tauchte bei mir nicht auf, da ich immer einen Stein oder ein ebenes sandiges(oder einen anderen Boden, der nicht brennt) Plätzschen gefunden habe, wo ich den Kocher aufbauen konnte.

    Rajiv
    Ich wünscht' ich wär ein Elefant,
    dann wollt ich jubeln laut,
    mir ist es nicht ums Elfenbein,
    nur um die dicke Haut.

  4. #4
    Hi Mephisto,

    kannst du deine Bilder noch etwas verkleinern, damit man beim Lesen nicht immer scrollen muss? Bei kleinen Bildschirmen ist das etwas nervig.

    MfG,

    Jasper
    www.backcountry-hiking.de
    ... unterwegs in der Natur

  5. #5
    Noch ein paar Bilder:





    Geändert von Mephisto (04.07.2008 um 19:11 Uhr)

  6. Alter Hase
    Avatar von casper
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    AW: Outreq WK15 [Hobo]

    #6
    Ich hol den Thread mal aus der Versenkung hoch.
    Wie hat sich denn das Teil im "Langzeitbetrieb" bewährt?
    Hat sich der gute Eindruck bestätigt oder gab es Mängel / Verbesserungsideen?

  7. AW: Outreq WK15 [Hobo]

    #7
    Hallo!

    Ich wollte hier grad mal meine Erfahrungen mit dem WK 15 mitteilen.

    Hab mir das Teil bereits vor einem halben Jahr von einer Privatperson gekauft. Der Hobo war allerdings noch kein einziges mal benutzt worden. Vorgestern kam er dann zum ersten mal zum Einsatz und ich war echt begeistert. Gute Heizleistung bei geringem Verbrauch. Ich habe den Ofen mit trockenem Buchenholz befeuert.

    Zum Schluss kam dann aber doch noch die große Überraschung: durch die große Hitze im Ofen ist der Rost geschmolzen
    Auch die zwei Stäbe waren am glühen haben aber alles überstanden.
    Ansonsten ist auch alles heil geblieben.

    Werd mir jetzt wohl einen neuen Rost aus irgendetwas basteln...

    Im Großen und Ganzen seh ich das aber alles nicht so tragisch. Man sieht ja daran, wie viel dieses kleine "Bleichteil" leisten kann.

    Grüße,

    Robin

  8. Dauerbesucher
    Avatar von Lodjur
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    AW: Outreq WK15 [Hobo]

    #8
    Hi Robin, tu dir einen Gefallen und mach es gleich richtig und nimm nicht "irgendwas." Schau mal bei einer Schlosserei vorbei und frage nach einem Reststück Edelstahlblech 1mm aus der Abfalltonne. Evt. haben die sogar fertiges Lochblech. Und für was in die Kaffeekasse schneiden die dir auch das Dreieck. Sehr gut geht ein Stück Streckmetall aus Edelstahl, das kann man leicht selber Dremeln oder mit einem Seitenschneider durch knipsen. Das sollte aber doppelt genommen werden.
    Und die Löcher im Original Rost sind viel zu gross! Die Hälfte des offenen Querschnittes reicht. Da fallen dir ja gleich alle kleineren Stöckchen und vor allem Glutstückchen durch.

    Was ich nicht nachvollziehen kann ist wie man den Brennrost aus Alu machen kann
    CU Bernd
    Nicht nur drüber reden,.... mach es!

  9. AW: Outreq WK15 [Hobo]

    #9
    Ich habe auch einen Outrek und bin begeistert von dem Prinzip, allerdings scheue ich immer davor ihn mitzunehmen, denn wenn nicht gerade eine unzerstörbare Oberfläche vorhanden ist will ich ihn eh nicht einsetzen. Hat jemand eine Idee für mich welches Material als Hitzebeständige Unterlage geeignet ist, mit in die Packtasche passt und nicht allzuschwer/fragil ist?

  10. Lebt im Forum
    Avatar von lutz-berlin
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    AW: Outreq WK15 [Hobo]

    #10
    relags feuerschale oder ein dünsteinsatz

  11. AW: Outreq WK15 [Hobo]

    #11
    Ist die Relags denn effektiv genug? So dolle scheint mir der Bodenabstand da ja nicht zu sein. Ich dachte auch eher an etwas flacheres, der Outrek ist ja ein Dreieck - so wegen Standfestigkeit..

  12. Dauerbesucher
    Avatar von Lodjur
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    AW: Outreq WK15 [Hobo]

    #12
    Hi, die Relags Schale ist perfekt dafür geeignet. Leicht und preiswert. Absoluter Schutz des Bodens!
    CU Bernd
    Angehängte Grafiken  
    Nicht nur drüber reden,.... mach es!

  13. Dauerbesucher
    Avatar von latscher
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    AW: Outreq WK15 [Hobo]

    #13
    Hallo,

    was haltet ihr davon, als Unterlage ein Stück feuerfesten Stoff zu nehmen? Nur woher bekommen?

  14. AW: Outreq WK15 [Hobo]

    #14
    Bleibt zu klären ob Feuerfester Stoff(Nomex?) die Wärmeleitung durch z.B. herabfallende Glutstücke genug eindämmt um den Boden zu schonen. Ich glaube eher nicht.. Eine Idee von mir wäre ein dünnes Holzbrett mit Brandschutzschicht z.B. aus Alufolie. Vielleicht werde ich das alternativ zur Feuerschale ausprobieren, da noch flacher. Aber bei dem Günstigem Preis und dem positivem Feedback scheint die ja ne gute Sache zu sein.

  15. Lebt im Forum
    Avatar von lutz-berlin
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    AW: Outreq WK15 [Hobo]

    #15
    Campingteller Edelstahl(gibt es Bei Karstadt für 3€)und darunter
    2mm Styropor auf beiden Seiten mit Alu(gratis, Verpackungsmaterial für Kühlware)

  16. AW: Outreq WK15 [Hobo]

    #16
    Zitat Zitat von flapjack Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Ich wollte hier grad mal meine Erfahrungen mit dem WK 15 mitteilen.

    Hab mir das Teil bereits vor einem halben Jahr von einer Privatperson gekauft. Der Hobo war allerdings noch kein einziges mal benutzt worden.....

    Robin
    hab meinen auch vor ca. einem halben jahr gekauft, der boden ist allerdings aus edelstahl, und nicht aus alu. frag doch mal bei outreq nach ob er dir nen edelstahlboden schickt.

    ich finde auch das die löcher im boden zu groß sind, ansonstn funktioniert das teil super, ohne topf drauf ist hobo echt sehr gierig was den holzbedarf angeht.
    für große töpfen finde ich die flammenöffnungen oben etwas zu klein, ansosten bin ich zufrieden mit dem teilchen...

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