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  1. Fuchs
    Avatar von Roene
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    Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Rothaargebirge (vormals Sauerland)

    #1
    Hi,

    folgenden Artikel habe ich heute zufällig auf der WDR Homepage gelesen.
    Widerstand gegen wilde Wisente
    Einmaliges Auswilderungsprojekt im Rothaargebirge

    Demnach sollen in knapp 2 Jahren im Rothaargebirge wieder Wisente beheimatet sein.
    Ich denke, das ist ein erster Schritt, vergangene Fehler wieder gutzumachen. Folgen dem Wisent dann auch bald Wolf, Bär und Elch in unsere Wälder? Was ist mit natürlicher Bestandsregulierung?
    Was haltet ihr davon?

    Homepage des Projekts

    Gruß, René.

  2. Dauerbesucher

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    #2
    Im Bayerischen Wald wurden wieder Wolfsspuren entdeckt! Vielleicht werden's ja noch mehr...
    KLICK

    Gruß

    TOM
    \" EIN WIRKLICH UNMÖGLICHER MENSCH! \"
    Nehberg über Nehberg

  3. #3
    Support!
    Find ich gut

    Dom
    Offizieller Ansprechpartner: Naturlagerplätze - Eifel

  4. Anfänger im Forum

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    #4
    in österreich leben inzwischen wieder rund 30 braunbären. in der schweiz sollen sie bald auch wieder angesiedelt werden. in deutschland sieht es aber für den bären schlecht aus. wenn man ehrlich ist, gibt es gar keinen geeigenten lebensraum für bären in deutschland.

  5. Erfahren

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    #5
    In unseren sauerländischen Holzplantagen mit autobahnähnlichen
    Holzabfuhrwegen wird dem Wisent das alles zu stressig werden.
    Halte die Gegend auch zu bergig. Straußenfarmen gibt ja hier auch schon Halte das für ein Prestigeobjekt.

  6. Erfahren
    Avatar von chill^out
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    #6
    In den Alpen wurden, wie bereits erwähnt, wieder Braunbären angesiedelt. Allerdings zieht es die Bären in die Nähe der Dörfer, was zwangsläufig zu Reibereien zwischen Mensch und Tier kommt.

    Es wurden auch schon einige Wanderer erschreckt, als sie plötzlich einem Bären gegenüberstanden.

    Ich denke dass sich die Menschen nur schwer damit abfinden wenn plötzlich wieder "wilde" Tiere, die durchaus auch gefährlich werden können, in der Nähe ihrer Dörfer auftauchen. Im Allgemeinen sehe ich es als Problem an in unserem dicht besiedelten Mitteleuropa wieder solch platzbedürftige Tiere anzusiedeln.

    Ich denke auch dass die Leute, die jetzt noch dafür sind, in Zukunft, wenn der Wolf und der Bär die Hühner holen sollten und Elche und andere große Tiere die Felder zertrampeln, noch für diese Art der "Renaturierung" sind.

  7. #7
    Der Ranger im Bayerischen Wald, mit dem ich ab und zu zu tun hatte, meinte, dass Wisente unberechenbar und deutlich gefährlicher für den Menschen wären, als Wölfe und Bären zusammen.

    Weiß nicht, ob ein Zusammenleben von Mensch und Wisent da so einfach möglich wäre... gerade, wenn die Tiere dann auch mal "wandern" wollten...

  8. Fuchs
    Avatar von marcus
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    oh du schöner Westerwald,....
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    #8
    als her mit den tierchen---wir mebnschen haben denen ja schließlich schon mehr als genug lebensraum weggenommen....

    greets, marcus, der nicht zu den extrem grünen gehört, aber gern in & mit der natur lebt....
    \"wir haben gelernt wie vögel zu fliegen, wie fische zu schwimmen, aber wir haben verlernt wie menschen zu leben\"

  9. Anfänger im Forum

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    #9
    OT: Es gibt afaik auch ein Projekt in dem auf der schwäbischen Alb normale Rinder ausgewildert wurden. Mittlerweile haben sich in der Herde Herdenstrukturen herausgebildet, Kälber weden in die Mitte genommen, etc.

    Ich finde es interessant wieviel von diesem Sozialverhalten in den Genen steckt!

  10. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    #10
    Zitat Zitat von Sportkeks
    in österreich leben inzwischen wieder rund 30 braunbären. in der schweiz sollen sie bald auch wieder angesiedelt werden. in deutschland sieht es aber für den bären schlecht aus. wenn man ehrlich ist, gibt es gar keinen geeigenten lebensraum für bären in deutschland.
    Warum? Eine unberührte Natur brauchen die nicht.
    Nahrung gibt es jedenfalls auch in unseren Wäldern/Forsten genug (pflanzl. als auch tierisch). Und gerade Bären sind, wie auch Wölfe, sehr intelligent und damit anpassungsfähig. Die brauchen keine riesigen menschenleeren Gebiete, weil sie sich sonst gestört fühlen. Im Gegenteil, die gewöhnen sich eher zu leicht an ein Leben in unmittelbarer Nähe zu Menschen.
    Man kann das ja in anderen Ländern studieren. Nicht nur Bären, auch Wölfe, kommen da bis in die Dörfer und suchen ihr Futter, und wenns nur der Müll ist.
    Der Lebensraum ist schon da, nur wir müßten ihn eben mit ihnen "teilen", da steckt das Problem. Und im (unwahrscheinlichen) Extremfall auch akzeptieren, daß jemand zu Tode kommen kann. Die letzten freien Tiger töten jedes Jahr Menschen, und trotzdem sagt keiner, man solle sie präventiv ausrotten. Ein Risiko bleibt.
    Wir müßten bereit sein, selbst Abstriche zu machen. Dann ginge das auch, mein ich. Wenigstens lokal/regional, in Kooperation mit den Nachbarländern.
    Insgesamt ist Deutschland natürlich viel zu zersiedelt. Da fehlt der Platz für ausreichend große Reviere.
    Schwieriges Thema. Bin gespannt, wie sich das entwickelt..
    Geändert von sjusovaren (18.12.2007 um 23:29 Uhr)
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

  11. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    #11
    Nicht Wisent, Bär oder Wolf... aber ein Luchs wurde gesichtet. Oder sind es schon mehrere?
    In der Rhön hats das jedenfalls schon lang nicht mehr gegeben.

    http://www.unserejagd.de/sro.php?redid=107190

    http://www.br-online.de/umwelt-gesun...yern/luchs.xml

    Hoffe, er wird nicht beim ersten Riß zum Problemluchs erklärt...
    Geändert von sjusovaren (18.12.2007 um 22:47 Uhr)
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

  12. Fuchs
    Avatar von marcus
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    #12
    Zitat Zitat von sjusovaren
    Nicht Wisent, Bär oder Wolf... aber ein Luchs wurde gesichtet. Oder sind es schon mehrere?
    In der Rhön hats das jedenfalls schon lang nicht mehr gegeben.

    http://www.unserejagd.de/sro.php?redid=107190

    http://www.br-online.de/umwelt-gesun...yern/luchs.xml

    Hoffe, er wird nicht beim ersten Riß zum Problemluchs erklärt...


    Gruß, Göran

    ich find die tiere toll. aber ich glaube nicht, das die dem menschen sehr nahe kommen....
    \"wir haben gelernt wie vögel zu fliegen, wie fische zu schwimmen, aber wir haben verlernt wie menschen zu leben\"

  13. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    #13
    Zitat Zitat von Roene Beitrag anzeigen
    folgenden Artikel habe ich heute zufällig auf der WDR Homepage gelesen.
    Widerstand gegen wilde Wisente
    Einmaliges Auswilderungsprojekt im Rothaargebirge

    Demnach sollen in knapp 2 Jahren im Rothaargebirge wieder Wisente beheimatet sein.
    Ich denke, das ist ein erster Schritt, vergangene Fehler wieder gutzumachen...

    Homepage des Projekts
    Update:

    Dauert wohl noch ein Jährchen. Aber immerhin hat das Projekt bis jetzt überlebt. Respekt!
    klick
    Manchmal ist es eben doch gut, wenn es (Ex)Adel gibt.
    Die anderen Waldbesitzer haben ja leider wieder einen Rückzieher gemacht. Dadurch fällt das Gebiet jetzt 3000 ha kleiner aus als geplant.
    Reicht nur für eine Herde, aber wenn das dort klappt, finden sich ja vielleicht noch andere Gebiete in Mitteleuropa.
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

  14. #14
    Jup, wenn das Gebiet für eine Besiedelung geeignet ist (wenige Straßen/Siedlungen) soll man die Viecher aussetzen. Ob mehr Touris kommen, wird die Zeit zeigen, aber das sollte ja auch nicht der Hauptgrund sein.
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  15. Anfänger im Forum
    Avatar von BialowiezaFan
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    #15
    Zitat Zitat von sjusovaren Beitrag anzeigen
    Update:

    Dauert wohl noch ein Jährchen. Aber immerhin hat das Projekt bis jetzt überlebt. Respekt!
    klick
    Die verwiesene Seite existiert leider nicht (mehr?).

  16. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    #16
    Zitat Zitat von BialowiezaFan Beitrag anzeigen
    Die verwiesene Seite existiert leider nicht (mehr?).
    Google hat sie noch gespeichert, klick
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

  17. Neu im Forum

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    Wildtiermanagement

    #17
    Ohne ein gut durchdachtes Wildtiermanagement ist die Wiederansiedlung des Wisent mehr als gefährlich. Man beachte, dass so ein Tier schon ein riesen Brocken ist - bei unserer Besiedlungsdichte muss da mit Wildunfällen gerechnet werden...
    Am Beispiel von Bruno war ja nun deutlich zu sehen, dass Deutschland mit ehemals heimischen Tieren offensichtlich arg überfordert ist.

  18. Alter Hase
    Avatar von ich
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    #18
    Zitat Zitat von TimK Beitrag anzeigen
    Am Beispiel von Bruno war ja nun deutlich zu sehen, dass Deutschland mit ehemals heimischen Tieren offensichtlich arg überfordert ist.
    Sicherlich ist das generell nicht einfach, aber ich kann mir auch vorsellen, dass die Bären eher die Zivilisoation (leichtes Fressen) unddie Wisente die abgelegene Stille suchen.
    Mit nem Wisent bei 100km/h zusammen zustoßen ist bestimmt nicht witzig
    Nicht nur Fuchs sein, auch n puschigen Schwanz haben!

    Spaß im Winter und Wandern mit Kindern

  19. Anfänger im Forum
    Avatar von BialowiezaFan
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    #19
    Für die meisten Autos ist ein Wisent ein wahrlich ebenbürtiger Gegner.

    Wenn die Nahrungsvorraussetzungen für eine Vermerhung stimmen, wovon ich ausgehe, werden die Wisente wohl nicht ewig im Wald bleiben. So wie jede Tierart ohne Gegenspieler, werden sie sich bis an die Grenze ihres Nahrungskontingentes vermehren und damit ihren eigenen Abschuß durch den Menschen erwirken. Das zeigen die andern ausgewilderten Herden. In der Winterzeit begeben sich die Wisentgruppen auch in angrenzende Regionen, um dort gemeinsam nach Nahrung zu suchen. Sie fressen von den Feldern, im Wald die schützende Rinde bzw. nachwachsende Bäume.

    Man sollte nicht unterschätzen, welche Anziehungskraft freie Wisente auf Touristen haben, auch das zeigen die bereits erfolgten Auswilderungen.

  20. Alter Hase
    Avatar von sjusovaren
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    #20
    Zitat Zitat von BialowiezaFan Beitrag anzeigen
    Wenn die Nahrungsvorraussetzungen für eine Vermerhung stimmen, wovon ich ausgehe, werden die Wisente wohl nicht ewig im Wald bleiben. So wie jede Tierart ohne Gegenspieler, werden sie sich bis an die Grenze ihres Nahrungskontingentes vermehren und damit ihren eigenen Abschuß durch den Menschen erwirken.
    Auf der Homepage des Projekts äußern sie sich dazu natürlich...
    In dem vorgesehenen ca. 4.300 ha großen Projektgebiet sollen später maximal 25 Wisente frei leben. Alle Tiere oberhalb der Bestandsgrenze werden eingefangen und in andere geeignete Projektgebiete oder in Wildgehege bzw. Zoos umgesiedelt.... Eine jagdliche Nutzung der vom Aussterben bedrohten Wisente ist nicht vorgesehen!
    Quelle
    Heilig ist die Unterhose, wenn sie sich in Sonn' und Wind,
    frei von ihrem Alltagslose, auf ihr wahres Selbst besinnt.


    Christian Morgenstern

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